Eine scheinbar misslungene parodie Lukians

Auteur
Victor, U.
Publié dans
Hermes
Année
1996
Sujet
LUCIAN
Langue
Deutsch
Catégorie
C6 Langue et littérature
Numéro d'archive
1470

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YA ha LA. H CRNCS ya qo ral ¡SS 506 (a ab, (AMA VAL 22" in — Miszellen | Are Be 4 aq aj Pertanto, nel componimento dedicato ai Parii Pindaro non doveva limitarsi ad una hervor, daß der Pythagoreismus sein besonderes Augenmerk auf die Jugend, ihre Erziesemplice allusione agli Öpyıa demetriaci, ma doveva anche rendere omaggio al personale sacerdotale del santuario di Demetra’. hung und Anbindung an die pythagoreische Schule richtete*. Es wurde auf eine Exklusivität geachtet, die sich u.a. in gewissermaßen ritualisiertem Verhalten äußerte, z.B. darin, daß die Zöglinge nur einander und den eigenen Eltern die Hand gaben. In ähnlicher Scuola Normale Superiore, Pisa ? SALVATORE LAVECCHIA Weise ist die von Alexandros von Abonuteichos befolgte Regel zu verstehen. Die so Certo, è sempre rischioso formulare.ipotesi di responsione in base a sequenze molto bevorzugten jungen Männer trugen den Titel „Die innerhalb des Kusses“ (Alex. 41), eine Formulierung, die sowohl den Worten „innerhalb des Vorhangs“ (V. P. 72) als auch dem brevi: la stessa sequenza di fr. 140a, str.-ant. 12 ricorre nel fr. 37, che non può assolutamente durch sie bezeichneten Sachverhalt vergleichbar ist. appartenere allo stesso componimento, conservando il primo verso di un inno (cfr. vit. Ambr.1, 2, 9 DRACHMANN). Nel caso del fr. 158 solo la convergenza fra ‘argomento metrico’ e tradizione Eine Parodie setzt bei den Lesern oder Hörern die Kenntnis des Originals voraus, so daß anzunehmen ist, daß Lukian hier ein weit über Abonuteichos hinaus als pythagorelativa alle péA1coat di Paro rende sufficientemente certo il suo legame con il fr. 140a. reisch bekanntes oder geltendes Akusma* parodiert, das der in pythagoreischer Tradition stehende® Alexander von Abonuteichos für seine Zwecke genutzt hatte. Man sollte es ich. - Eine scheinbar misslungene Parodie Lukians. Hermes 1996 124 (4): 506-507. * Durch eine textkritische Anderung und die Rekonstruktion der hinter der Passage stehenden pythagoreischen Tradition wird die Parodiein den Wahren Geschichten 2, 28 verständlich. also in Zukunft unter die pythagoreischen Akusmata aufnehmen. Nr. 2 kann nicht der Originaltext Lukians sein. Wo läge der Witz? Es ist anzunehmen, daß ein Schreiber oder Korrektor Lukians parodistischen Wortlaut in die ihm geläufige Form des pythagoreischen Akusmas zurückverwandelte. Ich schlage folgenden Text vor: urite Dôwp poyaipg oxadeverv. Im letzten Abenteuer der „Wahren In den „Wahren Geschichten“ wird Lukian durch Radamanthys von der Insel der Geschichten“ (2, 46), auf der Insel der Frauen mit den Eselsfüßen, erinnert Lukian sich, Seligen verabschiedet (V. H. 2, 28): Tooatta Einev, Kal avacnaoas Erd mc YC daß Radamanthys ihm die Wurzel der Malve mit den Worten gegeben hatte, er sollein paddyns pilav apetév not, tam xeleúoas ÈEv rote HeyiotoIg kwöuvorg rpoGevyecdar naprjvece dè Ei Kai mote GPIKOÏUNV Es tive mv VV, unte rüp höchster Gefahr zu ihr beten. Er tut es, und esgelingt ihm, seine eselsfüßige, mörderische Gastgeberin zu fesseln. Er befreit dann seine Gefährten und kommt mit ihnen an den Ort, Layaipg oxakever pte deppovg todiew pte ronól Úrep tà ÓxtoxaidexaErn rAnoudterv: tovtov yap div peuvnuévov #Aridac Eyerv tg EIG mv vijoov cupite— «x. Das Seltsame dieser bisher miBverstandenen! Parodie veranschaulicht die folgende an dem er seine gefesselte Gegnerin zurückgelassen hatte. Sie hatte sich inzwischenin Gegenüberstellung: ¿toos eis tò Ldmp KadijKa nerpdevoc tO Se ciua Eyévero. In der Folge erweist es pythagoreische Tradition Lukian I. poddxns pilav dpetév por, tav KEAEUGUG EV TOIG peyi- OTOLG KLvÖbvorg TPOGEUXEODON 2. unte mop payaipe oxadeverv 3. urite BEpnoug todierv 4. urjte rouôt Lntp ta òxtoxaidexa Ern rAnoraterv — tepadtatov eivan tó TAC haAdyng pÜAAOV Wasser verwandelt und war nicht mehr sichtbar. Nun mißachtet Lukian die Mahnung des Radamanthys und verstößt gegen das parodistische Akusma, indem er folgendes tut: 10 sich, wie gut er daran getan hätte, Radamanthys’ Rag zu folgen. Ein Sturm zerschlägt das Schiff, Lukian und seine Gefährten retten sich mit wenig Habe und ihren Waffen auf das „große Festland“ (V. H. 2, 27), das dem von den Menschen bewohnten gegenüber liegt. (Aelian, V. H. 4,17) Nun erst findet der Schiffbruch und damit der jähe Schluß der „Wahren Geschichten“ seine komische Begründung. Ein besonderer Witz mag darin liegen, daß Radamanthys’ in gleicher Form bei Diog. L. 8, 17 anéyecdar tav xvduov (D. L. 8, 34) DrÈp tà ÓxtoxaiSexa Em unseva TO aù tov otépan Selroboda pte gran Gordleodan (Lukian, Alex. 41) Mahnung für die Zeit nach der Ankunft auf dem „großen Festland“ ausgesprochen ist, Lukian aber schon vorher dagegen verstößt und gerade durch diesen Verstoß, wenn auch Nr. | und 3 sind uns, auch wenn wir den Witz wohl nicht recht verstehen, ohne als Schiffbrüchiger, sehr schnell dorthin kommt. Über die Möglichkeit von Lukians Rückkehr auf die Insel der Seligen ist also trotz dieses Verstoßes noch nicht entschieden. Nun erst ist Lukians klar durchgeführte Parodie zu erkennen. Berlin ULRICH VICTOR weiteres als Parodien erkennbar: Aus dem Blatt der Malve wird die Wurzel, aus den er Aa Bohnen werden Feigbohnen, Lupinen. Ein besonderer Fall ist Nr. 4. Lukians Parodie wurde für eine freie Erfindung gehalten? und nicht zu Lukian, Alex. 41, in Beziehung gesetzt. Die vermutlich parodierte originale Fassung findet sich nur an der einen Stelle im „Alexandros‘. Man hielt sie bisher für einen Scherz Lukians?. Aus Jamblichs Vita Pythagorica jedoch geht deutlich ! A.M. Harmon, Lucian with an English Transl., London 1913, 1 333, A. 1: The first (er meint Nr. 2) is a real Pythagorean precept, or what passed for such (Plut. Mor. 12 E); the other gar nicht ein. Auf Nr. 1 geht HARMON two are parodies. erwähnt V. H. 2, 28 nur als einen mit Alex. 41 vergleichbaren Scherz Lukians. Die historische Zuverlässigkeit des ,Alexandros* erwies zuletzt an sehr vielen Punkten L. ROBERT, A travers l'Asie mineure, Paris 1980, 393-421. 4 Jamblich, V. P. 71 ff.; 201 f.; 206; 254; 257; 266. 5 Über die pythagoreischen Akusmata s. W. BURKERT, Weisheit und Wissenschaft. Studien zu Pythagoras, Philolaos und Platon, Erlangen 1962, 150 ff. 2 Siehe A. 1 $ Einige der Beziehungen Alexanders von Abonuteichos zum Pythagoreismus deckte auf F. Cumont, Alexandre d'Abonotichos et le Néo-Pythagorisme, Rev. hist. des religions 86, 1922, 3 M. Caster, Études sur Alexandre ou le faux prophète de Lucien, Paris 1938, 65; CASTER 202-210. Hermes, 124, Band, Heft 4 (1996) © Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH, Sitz Stuttgart Cut ar