Die Literarische Form der spatantiken Philosophenromane

Auteur
Priessnig, A.
Publié dans
Byzantinische Zeitschrift
Année
1929
Sujet
LITERATURE
Langue
Deutsch
Catégorie
C6 Langue et littérature
Numéro d'archive
2349

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Afficher le texte intégral5 pages

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EE SO SUB YZANTINISONSR SECTSCMR 98 DDA DIE LITERARISCHE FORM DER SPATANTIKEN oa PHILOSOPHENROMANE ANTON PRIESSNIG / INGOLSTADT Seit Friedrich Leo unterscheidet man hinsichtlich des formalen Aufbaus drei biographische Schemata, nämlich die Anordnung in zeitlicher Reihenfolge, in sachlichen Rubriken oder in Tugendkategorien. Bei den Wundertäterlegenden oder -romanen sind daneben auch drei Typen inhaltlicher Stoffgestaltung bedeutungsroll, nämlich die kunstlose, volkstimliche Aretalogie, die Abhandlung im biographischen Rahmen, die Biographie natürlichen und tibernatirlichen Fortschreitens. Bisher untersuchte ich bezüglich ihres nicht ganz einfachen literarischen Charakters und ihrer biographischen Formen die griechischen christlichen Heiligenlegenden (Múnnerstadt 1924) und die Patriarchenbiographien Philons von Alexandrien (Monateschrift f. Wissenschaft n. Geschichte des Judentame, Breslau 1929). Jetzt will ich die neupythagoreischen und neuplatonischen Philosophenromane behandeln. PHILOSTRATOS, LEBEN DES APOLLONIOS VON TYANA Tú és zb» Tvavéa ’Arollavıov, von Philostratos vor 217 verfaßt, A. Allmähliche Entwicklung des Apollonios zum wundertätigen Phisophen (Bch. I-II). Ia) Jugend: 4 Wunder bei der Geburt, Bch. I cc. 4—6 = 1 4—6; b) Pythagoreische Lehrzeit in Aga: Asketische Entwicklung I 7, 8, 13, 14; Anfänge übernatürlicher Fähigkeiten I 8,9; 12, 15. Il. Große Bildungsreise bis nach Indien zur philosophischen Vervollkommnung (I 18—III Ende): Förderung durch Araber (1 20) und die Magier (126). Als Frucht gründlicher Unterweisungen erreicht er bei den indischen Brahmanen die wissenschaftliche Geistesvollendung (TI 18—37, 41-49). — Noch sind die Wunder nicht häufig (I 19, 20, 22, 23, 34 u. 37); doch führen dem Ap. seine indischen Lehrer eine Fülle von Mirakeln vor: 16 Naturwunder (III 13—16, 27), sieben Weissagungen (UI 12, 16, 21—24, 50), sechs Heilungen (III 38—40). B. Apollonios als vollkommener Philosoph im Glanze höchsten Ansehens und im Vollbesitz übernatürlicher Kraft, Bch.IV—V1: Seine Rundreise zu allen Küsten des gesamten Mittelmeeres gestaltet sich zu einer endlosen Huldigungsfahrt. Überall tritt er als Reformator im Sinne des Neupythagoreismus und der Neusophistik auf ‚z.B. V1 2, 5, 9 (Ionien), 19 (Athen), 31—33 (Sparta). In VI 5—22 überführt er die überall aufs

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tiken Philosophenromane m der spätan nosopbisten am oberen Nil in i ? a S r Co n ose ltl kba rüc er a A R a c nio rx hischen Überlegenheit. Sein neidischer philosop schdeer e der Stoiker Euphrates, sucht ihm durch Ve 3 3 ign histen und bei Domitian zu schaden (VI 7 u, VIIgI seiner rn zur vollen Entfaltungreift er da ti rchdie nurPolitiGelkegedesnheitrömisc hen Weltreichs eei ea! . unbeteiligt am bendem Einfluß ein: .erVesistpasnicianht un d seinris ro tes(V 10)(V 41, VI 31) als ibren We “eragte| hsihnetrostz seigegnesenFreNeimu s höchs n ätzt ibn selaufbst gleich; oe ae DoVIch29—3übe4)ral. l Auunchd steNertsvablesch ibtteerundsichschwerste en e e größ en Weis [TS di pel li Philostratos des e Fülle voistn Mir(Iake50)ln. besUntäts igtve,r:a Fine unüberErsehdebar ie 35japia sch ein Got4,t6, 18, 24, 43; Vv 10, a , 13, on aufgungenn (IV La ara Wei i VI 3, 5, 32, 39)ssa; acht Heilun3,gen und rn 16, 16, oe 49; V1 27, 43); drei Offenbarungen Aber re TV 1; Ortsveränderung (IV 10), Era 7 11,90, 5 10, eIVetrisisittti erlich>e Leiastugng des Philosophen: Seii ne höc.hst ‘om g h a j her avor Domitian. Schon in Beh läßt 1 e ? ellinus (IV 85—44). Tigder fue di Wahrheit unter Nei.roWesuf it gefährlicher ist Kampf En cht fre Synkrisis mit ähnlichen Taten anderer Eq pe pe iöser VIFur I 4). EineAp. als die bewunderungswürdigete (VII 2,3) el des dio t r c un = ve ung sel Fes zu ren füb 15) 9, 4— . (ec e eu Tr à ck it wu 34). Doch Ap- befreit sich durch a if). nee”> (VIII 5 E., 8), vgl. auch seine Entfesselung vor Damis (V. rata i nits Pant Weissagungen (VII 9, 10, 14, 18, 41), zwei reeargunlgen (VIII 12, 19). : e Offenb | Ls den lens i em g eits den Er ist ber Ap. des ng áru rkl th is io n trahir (VIL23 u. 25, 26, 30); jugendliche wanderreiches Mysteri G ton (e 29). Seine Entrückung istlieeiu ßt die Vita. .30); ns Erscheinung des Seligen sch INHALTLICHE STOFFGESTALTUNG i stuf wei;se fortfen A ung der alimählichen,,lestuEin à ausfubrlii che Erzähl , ferner die maßvol schränkung cito Entwicklung in A 1 ull A. Prießnig: Die literarische Form der spätantiken Philosophenromane 25 der Schilderung der Glanzperiode (B), endlich die Vorführung des sittlichen und übernatürlichen Héhepunktes in C. Freilich ist es der schriftstellerischen Kunst des Philostratos nicht ganz gelungen, die Spuren der ursprünglichen volkstümlichen Legenden zu tilgen. Schon die Form der Vita als Reiseerzählung erinnert allen sehr an die so beliebte Reisearetalogie: 1 18—III Mesopotamien und Iran, Indien, IV 1 Kleinasien, 17 Athen, 39 Rom, V 1 Spanien, 11 Sizilien, 18 Griechenland, 24 Ägypten, VI Äthiopien, VI 37 Sardes, 41 Hellespont, VII Italien, VIII 15 Hellas und 24 Kleinasien. In echt aretalogischer Weise überschüttet uns Philostratos mit einer wahren Überfülle von Exkursen, die groBenteils fabelhafte Wunderberichte von fernen Landen, viel seltener wirkliche wissenschaftliche Belehrungen enthalten (in den Büchern II—IMI allein 29 Exkurse in 100 Kapiteln!). Die einförmigen Wunderhäufungen in B erinnern wiederum an eine andere aretalogische Gattung, die religiösen Wunderaretalogien. Die Eigentimlichkeiten einer dritten aretalogischen Spielart, der religiösen Predigtaretalogie, treffen wir vielfach in den Reden der Vita. Nicht weniger als 70 Reden sind förmliche aretalogische Exkurse, Denn sie wollen in erster Linie irgendwelche Aufklärungen über Wissensgebiete, z. B. Naturgeschichte, Kunstästhetik, Mythologie liefern, weniger den Helden charakterisieren; zudem sind sie ziemlich breit wiedergegeben, während in der echten, strengen Biographie lediglich kurze Apophthegmen erlaubt sind. Wir sehen also hier jene drei Elemente (Reisen, Wunder, Predigten) beisammen, aus deren Vereinigung die Missionsaretalogie ensteht. Endlich können wir unser Werk auch teilweise als eine philosophischreligiöse Belehrungsbiographie erklären. Merkmal derselben ist die straffe Konzentration der ausgesprochenen Ideen und Tendenzen in wenigen großen Reden, die durch einheitlichen, systematischen Aufbau wissenschaftlichen Abhandlungen gleichen. Solche rhetorische Meisterleistungen sind die Rednerwettkämpfe zwischen Euphrates, Dion und Apollonios über die Monarchie (V 33—35) sowie zwischen Thespesion und Ap. über die beste Philosophie (VI 10—11 — 8 Seiten), endlich die sorgfaltig stilisierte Apologie des Ap. vor Domitian (VIII 7 = 25 Seiten). Freilich sonst wählte Philostratos lieber den bequemeren aretalogischen Weg, einzelne Punkte zwanglos und unsystematisch in verstreuten Reden zu behandeln. FORMALE GLIEDERUNG In formaler Hinsicht war für Philostratos Vorbild das peripatetisch-plutarchische Schema mit zeitlicher Anordnung der Taten und der zahlreichen kurzen, charakterisierenden Aussprüche. An das erzählende Enkomion erinnert neben der Tendenz zur Verherrlichung des Ap. die Synkrisis (VIL2,3).

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der 8pätantiken Philosophenromane g VON IAMBLICHOS BIOGRAPHIE DES PYTHAGORA lich aus Chalkis Jamb os (de Pythagorica vita) von Tiegh rob Ilvtayogriov Biov inAdyKoilesyrien (280-—3307). SKIZZE DES AUFBAUS ylonien ($$ 3—19 Syrien, Agy20pte—2n,8)Bab A. Jugend und Lernjahre in enl . , and (88 ech Nauck); Riickkehrophnachin Gri he seines Lebens. Italien auf der OffHöent B Der Philos tigen Erf lichhkeit: olge ini der Bar i ung itische Befrei Großgriechenlands (§§ 29 5) Wefornierang und pol Männer, Knaben, Frauen , nge gli Jün die an n de re hn Ma ne ” ty Sei5 bzw. 50 bzw. 53 bzw. 57). | (gg 37—4 ufzählung ($$ 60—63). ung ieh Erz s: ora hag Pyt des re Leh hen isc oph los Shi r de r m i i d Harmoniei ($$ 64—661, 110——115 bzw. 121);; Erziee ee 0, 106—10809); easkeseihr(88e Ein68tei—7lun ote ag nd Reinigung hm Le g (88 —89); 94—95); | is 35). Schüler (88 ;711täg—79lic,he Beschäftigungen der Schüler (88 96— N; ge 88 90-93) der m“ ); Wichtigke(8it 12 ($$ 101---102Pyt ung der SchüleGrur nds di e Erzieh — ) oreer politische Pythagätzoraes derund derhagihm 88 103—105); fer nachei nden X yIll. Die Tugenden des à 218) r di le Ma b) 6); —15 184 (§§ it te ig nm Ré O e—s ? voller inn d) ; 6) 18 7— 16 ($$ t kei tig ech Ger ex andschaft (88 229oraswe -228); f) Fre : rasen (88 214gei ( streiche Aphorismen des Pythag g) Nachtrage: Einige r; verF der auf en oph los Phi des Tod on, Kyl des g gun foi Var O a auf Auswanderung seiner Schüler ($$ 248—265); Wieder baie und FORMALE GLIEDERUNG blühen der Schule. u | ar zandrinisch nenac t großenteils dem alo Der formale AufbauhentistsprderichAbs III) nicht chnitt vita privatah (BE ischen Schema. Docsachlichen Rubrik sondern nac ikus. t den suetonianischen o diei Form des en, Die | Abischen Panegyri rhetorisc one ‘vind dadurch sebr auffallend, daB B IN fast die Hälfte ‘edert: er hat als dinnanzi der Vita INHALTLICHE STOFFGESTALTUNG die i nurSe , welche Vila, Vita ne ne ie Schrift des Jambliich ch ist keii ne rei ophisch los phi e ein ist sie ; will ern ild sch den Hel des ke hic esc n be L Lebensgeschichte theologische Belehrungsbiographie. Für sie ist die 27 bloß eine literarische Einkleidungsform um das eigentliche Thema, die Aufklärung über die pythagoreische Philosophie, weniger trocken und gelehrt erscheinen zu lassen; denn die philosophische Abhandlung umfaßt in BIb und JI über ein Viertel der Vita. Ein übernatürlicher Aufstieg ist nur bis zur Lebenshöhe, und zwar bloß in groben Umrissen gezeichnet. Es werden gerühmt: in A göttlieber Ursprung ($$ 5—8); in BI sechs Mirakel ($$ 36, 60—62, 63); auch einige Wunder in II (§§ 65, 91—93); in B IIIa werden nicht weniger als 18 persönliche Wunder aneinandergereiht, von denen allerdings fünf schon früher erzählt worden sind (§§ 134—136, 141—143); darauf folgen in B IIle wieder drei Wunder. Leider fehlen gerade beim Lebensende des Philosophen Wunder, welche dessen so traurige Begleitumstände ausgleichen könnten. lamblich ließ sich eben bei der Anordnung der Wunder lediglich von rein rhetorischen Gesichtspunkten leiten. Darum stellt er genau so wie Philon von Alexandreia in seiner Biographie des Abraham die wunderbegleitete Frömmigkeit als die erhabenste Tugend wirksam an die Spitze der Charakteristik Die Freundschaft als die typisch pythagoreische Tugend (vgl. $ 229) erhielt die ebenfalls auszeichnende Stellung fast am Schlusse. Den Mannesmut des Philosophen vor dem Tyrannen Phalaris reiht lamblich als das drittletzte Glied ein. Diese wunderbegleitete Episode bildet so eine trostbergende Vorbereitung des Lesers auf die traurigen SchluBkapitel. Durch dieses ruhmvolle Gegenstück erscheint die letzte unselige Verfolgung weniger als ein hoffnungsloser, unwürdiger Rückschritt. Freilich die höchst ungeschickte Einschtebung der nichtssagenden Nachträge in IIl g, die am störendsten wirkt, läßt sich durch nichts rechtfertigen. Im Vorausgehenden lernten wir eine Reihe von Verstößen Iamblichs gegen die vollendete schriftstellerische Kunst kennen: 1. die Auseinanderreißung sachlich zusammengehöriger Abschnitte in BII (vgl. die Aufbauskizze); 2. die stilwidrige Vermischung des suetonianischen und panegyrischen Schemas; 3. die überflüssige Wiederholung einiger schon früher erzählter Wunder in B Ila; 4. die Sprengung des strengen biographischen Rahmens durch die Tatsache, daß in BII und noch mehr in der anscheinend rein persönlichen Charakteristik des Philosophen (B II) neben Pythagoras seine Schüler gleichberechtigt berücksichtigt sind; 5. die Durchbrechung des Aufstiege durch das Streben nach rhetorischem Effekt und nach inhaltlicher Vollständigkeit. — Dies alles verrät sehr lockere Komposition. Doch kann dies nicht leichtfertiger Flüchtigkeit geschehen sein. Die hohe Verehrung der NeuPlatoniker für Pythagoras verbot dies. Vielmehr wollte lamblich hierdurch die volkstümliche Wundertäterlegende, die Aretalogie, in ihrer

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A. Prießnig: Die literarische Form der epätantiken Philosophenromane ung kunstlosen Eigenart nachahmen, auf die ja auch die Zusammenball der Mirakel zu drei Gruppen hinweist. PORPHYRIOS, LEBEN DES PYTHAGORAS x en IL. ¿peral xaSapriai (Tugenden der durch Askese gereinigten ad ini Seele, Ilvdayöeov los von Porphyrios (288—801). III a 77] n dr SKIZZE DES AUFBAUS 2 ” . CI sopntıxei (Tugenden der reinen Vernunft und Weisheit, 1—10 bzw. 11-17). A. Abstammung und Lernjahre (cc.nshö he. IVs) theurgisch-mystische Wissenschaften (cc. 26—29); I. Öffentliches Leben: = Erzählung vom Tode (cc. 35—38). b) unmittelbarer Verkehr mit den Gottheiten (cc. an B. Wirksamkeit in Italien als Lebe ien (ce. 18—22); a) GroBartige Erfolge in Italien und Sizilcc. b) Wundertätigkeit, sechzehn Mirakel in 23—31.3), Lebensweise I. Privates Leben: Verkehr mit Freunden (cc. 32-3 (ce. 34—35), Opferdarbringung (c. 36). 0); Symbolik (ce. 41 III. Darstellung seiner Lehre: Ethik (ce. 37—446—5 3). bis 42); Verbote (cc. 43—45); Metaphysik (cc. 54—5 7); Fortblühen (ec. Pyth. des Tod C. Pythagoreerverfolgung und ie Tugendarteau n werden werde: dadurch zu einer Einhei inheit verknüpft, (e. 21), BIL (co, 24—25), in kühner Umdeutang auch schon in AI (nach e. 3 Sipnesschärfe = Einsicht, Kraft = Tapferkeit, Schönheit — MaBhalten, Gesundheit = Gerechtigkeit); vgl. auch die Deutung der politischen als gewissermaBen kathartische Tugenden (c. 18). Der FORMALER AUFBAU UND INHALTLICHE STOFFGESTALTUNG _ Vert Der i FORMALE GLIEDERUNG einen zusammenhängenden und len Gli ation Freilich treten Formal liegt bier eine suetonianische Biographie vor. mmen 80 Kapiteln zusa die erzählenden Abschnitte A, Bla und Cngmitnach sachlichen Rubriken reibu Besch der gegenüber den 31 Kapiteln ist die bedeutungsfast zu stark hervor. — Höchst anerkennenswderertallmä en philosovolle Stellung, welche hier die Schilderung ausführlichehlich bung Herv phischen Entwicklung einnimmt, ebensohedieder ungemein peinlorbe iche des Fortblühens der Schule, durch welcgemildert wird. Man kann Einalso druck des Lebensausganges des Pyth. À liegt gen Dage hen. sprec hier wohl von einem natürlichen AufstiegBIb kein übernatürliches wegen der Beschränkung der Wunder auftmige, kunstlose Aretalogie è Fortschreiten vor. BIb ist als eine langa $ Belehrungsbiographie. S BIOGRAPHIE DES PROKLOS VON MARINOlis in Samaria. q Marinos sus Neapo Tigcxlos 5 seg! eòdesporias verfaßt nach 485 von AUS SKIZZE DES AUFB e seelische Eigenschaften 3 A. L. Angeborene leibliche und gewöh,nlich ce. 3 bzw. 4—5). des Proklos (Begabung, natùrliche Ethik philosophischen 3 ahre bis zur vollendetenlung, IL Seine Jugend und Lernj cc. 6—13). à Ausbildung (in Form einer zeitlich angeordneten Erzäh B. Beschreibung der vollkommenen philosophischen Persönlichkeit à nach den neuplatonischen Tugenden: daß in ihnen großenteils die vier Haupttugenden sich offenbaren In B Il der Schule (cc. 58—61). zu bezeichnen. Durch B III wird das Werk zu einer philosophischen 99 au 1. doetalra nolırıxal (vorbildliches Verbalt erhalten gegenüber Behörden ö und Verfasser will das äußere und in der auf dem Vollbesitz der Tugend beraht; daher finden sich hier zwei aaligpreisungen (ce. 2 u. 34). Das einfachste formale Schema wäre also card r ca er Panegyrikus gewesen. Doch wahlte Marinos, um den F » ceva?ta mit den wichtigen Ereignissen deutlich schildern zu können : exandri isch-suetonjanische Schema. Freilich erfolgt die Beschreiung der philosophischen Persönlichkeit nicht in sachlichen Rubriken m. : den Tugendkategorien des Panegyrikus (vgl. Friedrich Leo, 00een Me vi, 8, 265—266). ee Le va literarischen Form, Leipzig DIR den chronologischen (A, C) und ke Mit höchstem Geschick wird Keen ut gemildert, Denn die Tugendgattungen sind gewissermaßen enng oon ig ste gemäß der zeitlichen Reihenfol ge, eine nach der andern ee mm : rente Yolendang ARR INHALTLICHE STOFFGESTALTUNG ugendarten sind deutlich in einem Aufstieg on„oberen und höchsten Stufen angeordnet (vgl. Fer3 von ni sia. en za BII, III und IVb). Das sittlich-geistige Forta col em übernatürlichen begleitet und fortgesetzt. Schon Fi er edad wird Proklos durch vier passive Wunder ausgezeichnet und III (cc. 20 bzw. 23) je einmal. Beim thenrgiochen wird er durch sieben Mirakel begnadet, in IVb fast durch

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die, gleiche Zabl noch höherer Wunder, die überdies durch ungemein * ausführliche Erzählung noch besonders hervorgehoben werden. Sein Tod ist ala Krönung des Ganzen ebenfalls durch drei Wunder verberrlicht. Freilich erscheinen so BIV und C als eine Wunderaretalogie, die beinahe ein Viertel des Werkes umfaßt. VERGLEICH DER SPATANTIKEN PHILOSOPHENROMANE MIT DEN CHRISTLICHEN HEILIGENLEGENDEN Der formale Aufbau ist mithin in den spätantiken Philosophenromanen ebenso wie in den Patriarchenbiographien Philons von Alexandreia vielseitig, abwechslungsreich und daher für den literarischen Charakter bedeutungsvoll, während die christlichen Heiligenlegenden in der Form ziemlich eintönig Plutarchs Schema folgen. Ein Hauptvorzug der Apolloniosvita ist die Vorführung der allmählichen Entwicklung und mühevollen Vervollkommnung des Gefeierten, während die Heiligenlegenden die Entwicklungsperiode nur kurz andeuten (mit Ausnahme der Legenden des Symeon Stylites nach 459 und des Symeon Salos nach 619). Die Reisen werden nur noch in der Melanialegende nach 440 ähnlich kunstvoll wie im Apolloniosroman mit der Entwicklung verknüpft. In den Viten des Hilarion und Aberkios dienen sie bloß zur aretalogischen Verherrlichung. Auch innerhalb der Hauptperiode bis zum Lebensende weist der Apolloniosroman eine bewundernswerte Steigerung auf; in den älteren Mönchsleben folgt hingegen auf eine glanzvolle Höheperiode mit ruhigem Greisenalter und einsamem Tode ein störender Rückschritt, dessen Überwindung der Hagiographie erst allmählich gelang. Freilich bot der Verlauf des Lebens des Apollonios mit dem Martyrium einen besonders günstigen Vorwurf. Und doch hätte die panegyrische Form nach Art der Proklosvita des Marinos durch den Verzicht auf die zeitliche Reihenfolge es leicht ermöglicht, auch im Leben des Mönches bequem einen Aufstieg nachzuweisen. Wie sehr such die suetonianischen Rubriken hierfür geeignet gewesen wären, beweist uns Philons Mosesbiographie, die uns den Helden in immer höheren Stufen als Volksführer, Gesetzgeber, Hohenpriester und - Propheten darstellt. Sogar vom rein biographischen Standpunkt wäre die häufigere Verwendung des suetonianischen und panegyrischen Schemas in der Hagiographie segensreich gewesen; denn ersteres hätte davor bewahrt, Kirchenfürsten und -schriftsteller lediglich als Asketen und Thaumsturgen nach der Mönchsschablone erscheinen zu lassen; die panegyrische Charakteristik hätte gezwungen, auch die allgemein menschlichen Eigenschaften vorzuführen.