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Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)des Verfassers an die Auswertung der Beobachtungen der ersten Eros-Oppo.
ichert,
Il. AUSWAHLBERICHT
"Das Tend längste Kapitel des Buches führt von unserer engeren kosmischen
Heimat fort in das Reich der „Fixsterne“. Zunächst werden die pan: =
Sinne der klassischen Astronomie als Richtungsmarken am Himmel zur we iem
sierung des über den Himmel erstreckien Koordinatensystems names
"folgt eins ausführliche Darlegung der verschiedenen Methoden zur
PROF. DR. OLOF GIGON, FRIBO
po ernungsbestimmung von Sternen. Weiter werden Veränderliche Sterne, a
Sterne und Doppelaterne behandelt anil zum Schluß etwas über die physikaligemeinsam behandelt. Hier erfolgt die Ausdehnung
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au den Millionen Lichtjahren: der Spiralnebel. Das 9. Kapitel über „die
straBensysteme" bringt die wichtigsten stellarastronomischen Ergebnisse von
„Von der äußeren Geschichte des Pythagoras
und seines Werkes ist zuerst
zu reden. Schon über seine Herkunft
existieren verschiedene Traditionen. Die
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dem räumlichen Aufbau und der Rotation unseres eigenen er
eine nennt ihn Suhn des Mnesarchos und läßt
ihn aus Samos stammen. Dancben wird er merkwürdigerweise als Tyrrhener
von der Insel Lemnos bezeichnet.
Irgendwann ist Pythagoras nach dem Westen:
gekommen. Vermutlich werden
bei ihm wie bei Xenophanes von Kolophon politisc
he Ereignisse die Auswanderung erzwangen haben.
Als Orte seines Wirkens und seines Todes worden
in Unteritalien zwei ge-
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Phänomen der allgemeinen Expansion hingewiesen wird. Nach diesem ve
bis zu den Grenzen des Erforschten wendet sich das letzte Kapitel wie Fa re
discheren Dingen zu, nämlich der Bedeutung der „Astronomie im va “À
wohei astronomische Zeithestimmung, Navigation und Erdmessung behandelt
werden.
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äugte Inhaltsübersicht zeigt, daß unter den zahlreichen rag
die bb,=
e Pangea eine geschickte Auswahl getraffen ist,kommen
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Hinks’ Einführung in dio Astronomie ist kein Lehrbuch, Median > cri
worden.
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“Das Buch ist eine wertvolle Bereicherung der populären astronomise
Prof. Dr. H. Siedentopf, Heidenheim
Zeitschrift fur Wissenschaft, Kunst und Literatur
Herausgeber: DR. SERGE MAIWALD, TÜBINGEN
Verlag Dr. Roland Schmiedel, Stuttgart-S . Tübinger Strafe 53 . Postfach 40
JAHRGANG 2
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OKTOBER 1947
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und über dus Weltganze vorgetragen, sondern
einen Lebensstil geschaffen und
Menschen um sich gesammelt hat.
Der Bund der Pythagoreer ist ebenso schwieri
g zu fassen wie der Gründer
selbst. Man kann ihn eine religiöse Gemeinde nennen,
sofern es wahrscheinlich
ist, daß er im Kulte des Apollon einen religiösen
Mittelpunkt besaß, und sofern sein oberstes Ziel die Reinigung des gegenwär
tigen Lebens im Hinblick
auf die zu erwartenden künftigen Leben war. Man kann
ihn auch einen politischen Klub nennen, sofern mit solcher Lebensfü
hrung eine bestimmte Anurc
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UNIVERSITAS
Metapontion. Jedenfalls
Entscheidend ist, daß Pythagoras nicht ein Wissen
über bestimmte Mirabilia
Autoren von populären Darstellungen wissenschaftlicher Ergebnisse sera la
in der englischen Literatur, cine besondere Gabe zur aut echarte. mi
reps by distasber Each
und
in Metapont soll er gestorben sein; das Haus
seines Todes sollen die Metaponter zum Heiligtum umgewandelt haben, und
noch dem Cicero ist es gezeigt
derei über die Sterukunde, die dem Leser an Hand vieler Beispiele das vd
und die Eigenart astronomischer Forschung zeigt. Der Verfasser hat, wie a
Anekdoten, geschichtliche und persônliche Erinnerungen reizvoll sun
Kroton
ersten Schülergemeinden gehabt. Für Kroton
ist die Überlieferung ganz fest,
die modernste Astrophysik alle wichtigen Gebiete zu Worte
Darstellung, die dem Leser auch bei einem spröden Stoff anregt, ohne i
su.groBe Ausführlichkeit oder Lehrhaftigkeit zu ermüden.
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ung der griechischen Philosophie”
Verlag Benno Schwabe & Co., Basel 1945
Exforechengegese moins
ee a ee sind Nebel und Sternhaufen wegen ihrer
der Entfernungsskaa la
und schildert die Stellung der Spiralnebel im Weltall, wobei auch a
Philosophie
Auszüge aus: Olof Gigon: „Der Urspr
.
rößen der Sterne erzählt.
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URGISCHWEIZ
Pythagoras und die griechische
schauung vom Staate verbunden war und sofern
das alte Pythagoreertum auch
|
politisch tätig gewesen ist.
Die innere Form des Bundes erinnert lebhaft an die aristokrat
ischen Hetairien der selben Zeit. Es ist, wie wenn sich in ihm
xwei gauz verschiedene Gemeinschafisformen, die Kultgemeinde und der politische
Kiub, auf seltsame
Weise verbunden hätten.*
IL.
„Das Zentrum der Lehre dea Pythagoras ist das, was aus Herodot
II. 123 und
indirekt aus IV. 95 zuverlässig zu entnehmen ist und
was die übrigen alten
Zeugen bestätigen: Die Lehre von der Unsterblichkeit
der Seele.
Daß mit dem leiblichen Tode das Sein des Menschen nicht vollstindig
zu
Ende ist, haben die Griechen auch vor Pythagoras’ geglaubt.
Aber das Jenseits
und ‘das, was im Menschen „übrigbleibt“, ist nur
ein Rest des Lebens. Das
jenseitige Land befinder sich entweder hinter Sonnenun
tergang oder unter der
Erde. Es hat keine Sonne und liegt in ewigem stummem
Halbdunkel. Vom
Menschen ble:bt dort nur ein schwaches Abbild ohue wirkliches
Lehen, ein gespenstiger
Schatten. Darum
ist
für den archaischen
Griechen das eigentliche
erhoffie Nachleben nicht diese öde Nachezistenz,
die nur eine endlose Fortsetzung des ohnmichtigsten
Greisenalters
ist, sondern
vielmehr das Leben
der bewundernden Erinnerung der lebendigen
Nachfahren. Und wenn
78°
.
in
nach dem
Wesen jenes physisch Überdauernden gefragt wurde,
nach der „Seelo”,
so war
Page 2
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)auch sie nur ein Uberbleibsel, der dünnste und feinste Stoff in der Zusammensetzung des Leibes, der eben vermöge dieser Beschaffenheit am unzerstörbar-
Zuerst sind indessen zu berühren eine Reihe von Vorschriften. Es handelt
sich um Speise- und Kleidungsgebote, deren Sino für uns entweder ganz dunsten war.
kel bleibt oder nur auf dem umständlichen Wege volkskundlicher Vergleiche
einigermaßen, aufgehellt werden kann.
Da bringt Pythagoras das unerhôhrt Neue. Ihm ist das, was außer dem Körper bleibt, nicht ein armseliger Rest, sondern das eigentlich Lebendige. Das
Leben, das hinter dem Gegenwärtigen kommt, ist nicht ein trüber Abglans,
sondern ein erhöhtes, das eigentliche Leben. Das irdische Dasein des Menschen
ist nur eines seiner möglichen Leben und eines der geringsten. Die Seele ist
das Höhere, das im Leibe gefangen iet.
|
o
Die Seele gerät in einen radikelen Gegensatz zum Leibe. Sie ist das Vollkommene, er das Gemeine. Mit Pythagoras tritt dic Autonomie der Scele, ihr
Sein als Negation dea Körpers und der Körperlichkeit in das gr:echische Denken ein. Es war nicht ein spekulatives Forschen, das die Selbständigkeit der
Seele entdeckte und überhaupt zu entdecken vermochte, sondern eine religiöse
Leidenschaft, die den Menschen zur Entscheidung zwischen seinem höheren
und seinem niedrigeren Teile zwingen wollte. Es ist unendlich wichtig zu erkennen, dal in einer religiösen Verkündigung dieser Gegensatz zum ersten Male
unter den Griechen auftauchte; nicht als anthropologische Feststellung, daß es
auch die Seele gebe, sondern als Aufforderung des Glaubens, den Leib als ein
Gefängnis der Seele zu verachten und die Reinheit der Secle zu gewinnen.
Allerdings hat dieser Gegensatz in der spekulativen Forschung die ungeheuerate Entwicklung veranlaßt. Er ist der Ausgangspunkt aller antiken Bemühung
um den Begriff des Geistes als cines allem materiellen Sein ausdrücklich Entgegengesetzten. Erst als die systematische Negation aller Körperlichkeit wird
der Geist überhaupt sichtbar, und erst dadurch, daß der ‚Geist ihr gegenüber
tritt, wird dio Materie überhaupt zur „Materie“. Aus relig'ôser Ermahnung erEr
wächst der Begriff der Seele als Gegenstand menschlicher Bekümmerung. der
mündet in den philosophischen Begriff des körperlosen Geistes überhaupt,
sur geistlosen Materie in Gegensatz tritt.
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des
Es ist woh) so, daB selbst für das Denken des Pythagoras eine gänzlich
wie fiir
Leihes entbehrende Seele im Grunde nicht weniger unvorstellbar war
erklärt
gut wie Nichts. Pythagoras geht von der selben Voraussetzung aus,
werde. Seine Indaß die Seele in alle Ewigkeit eines Leibes nicht entbehren
tention geht auf eine vom Körper befreite Secle; seine Anschauung kann sich
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Homer. Wenn bei Homer die Seele keine Leibeshülle mehr hatte, war sie
aber,
zu
aber eine Seele ohne Leib nicht vorstellen. — Es ist aber an der Seele,
in welchen Leib sie eingehen wird, in den eines Tieres oder eincs
entscheiden,
|
Gottes.
AnHöchste und eigentliche Gestalt der Seele scheinen nach pythagoreischer
Einfluß
schauung die Gestirne gewesen zu sein. Wo immer pythagoreischer der
Subvorliegt, tritt auch die Lehre von der Verwandtschaft der Seele mit
stanz der Gestirne auf. Die Secle ist ewig, weil sic den Gestirnen ähnlich ist,
Sinnvoll aus der Lehre vom Gestaltwandel ergab sich das Verbot, lebende
Wesen zu schädigen oder gar zu töten. Denn man kann nie wissen, wessen Seele
in einem solchen ist. Es folgt daraus das Verbot blutiger Opfer an die Gottheit. Das Problem des Vegetarismus nimmt io der Antike bei den Pythagoreern seinen Anfang. Der Platoniker Eudoxos hat in seiner Erdbeschreibung
sogar berichtet, die Pythagoreer hätten auch jeden Umgang mit Metsgern und
Jägern vermieden. Verboten ist ferner der Gebrauch von Lorbeer, wohl als
Gewürz. Dies wohl darum, weil der Lorbeer, der Baum Apollons, unter den
Pflanzeu bevorzugter Sitz der Seelen auf ihrer Wanderung ist. Unverdichtigo
Zeugnisse der Komödie des 4. Jahrhunderts scheinen anzudeuten, daß auch der
Weingenuß untersagt war. Berühmt war das Bohnenverbot, für uns rätselbaft,
von Empedokles ausdrücklich bezeugt.
|.
Der selben Wurzel, der Reinigung des Menschen, entspringt auch die Beschäftigung der Pythagoreer mit der Musik. Auch da ist das Erste nicht ein theoretisches Interesse an der Proportion der Töne, sondern die Bedeutung der Mu.
sik für die Reinigung und Besiinftigung der Seele. Der Begriff der Katharsis
ist eigentümlich pythagoreisch. Er verbindet die Diatetik der Seele mit derjonigen des Leibes. Von den Pythagoreern hat ihn Aristoteles übernommen, als
er die Wirkung der Tragödie zu schildern übernahm.
Es konnte aber nicht ausbleiben, daß über den ursprünglichen ersicherischen
Charakter der Musik hinaus gefragt wurde, auf welche objektiven Eigenschaften dieser Charakter zurückzuführen sei. An diesem Punkte beginnt die wie
, senschaftliche Theorie der Musik, die größte Leistung der Pythagoreer moderner Richtung und vor allem ihres Archegeten, Archytas von Tarent.
Dem weiten Bereiche der Bildung der menschlichen Seele zu ihrer göttlichen
Vollkommenheit steht endlich gegenüber ein Letztes. Wenn der Mensch sich
reinigen soll, um in immer höheren Gestalten und schließlich in der Gottheit
selber sich einkórpern zu können, so ist dies darin begründen, daß die Gottheit
selber rein ist. Wenn der Mensch kein Blut vergießen soll, so darum, weil auch
Gott kein Blut vergießt. Wenn dem Menschen sein Leib ein Gefängnis sein
soll, so darum, weil dio Gottheit selber auch keinen Leib der Art hat, wie ihn
as Mensahen haben. — Pythagoras hat die erste Theologie der Griechen ge
schaffen.
Der Protest des Pythagoras gegen das Bild, das der Mythos von den Göttern
entwarf, bedeutet noch über Hesiod hinaus etwas Neues. Er ist der Beginn
eines neuen Zeitalters der griechischen Roligon. Er Ichrt Einen Gott, der in
Gerechtigkeit die Welt zusammenhält, Dieser Gott denkt nicht nach menschli-
|
cher Weise und hat nicht menschliche Gestalt. Er beginnt eine rücksichtslose
Kritik an den Göttergeschichten Homers und Hesiods, deren uns faßbare Höhe-
Unterscheidung einer reinen supralunaren und einer unre-nen sublunaren
punkte Xenophanes und Platon sind.
|
Mit dieser Polemik drang die Philosophie zum ersten Male ins Zentram der
.
und auf den Gestirnen hat sie ihren wahren Wohnsitz.
Ein zweites sehr charakteristisches Stück pythagoreischer Lehre scheint die
Sphäre im Kosmos gewesen zu sein. Aus der reinen Feuerregion der Gestirne
fällt die Seele hinunter in die trübe sublunare Welt. ‘In seinem Reinigungsgedicht klagt Empedokles, seine irdische Geburt sei der Sturz aus göttlicher
Seele
Fülle des Glückes in einen unseligen freudlosen Ort. Das Stürzen der
aus der Gestirnwelt auf die Erde kann sich das älteste Pythagoreertum ganz
körperlich konkret vorgestellt haben, so wie es dichterisch spielend Platon im
Phaidros 248 C wiedererzäblt.
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Die Seele ist unsterblich, aber die Dauer der Einkörperungen ist nicht endlos.
Empedokles spricht von dem Endzustand, der bei den Göttern ist — doch wohl
nur für jene, die ihr letztes ird'sches Leben in Reinheit zugebracht haben,
währeud den Unbelehrbaren vermutlich der Tartaros blieb.
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griechischen Bildung ein, nicht nur aufbauend, sondern mit Leidenschaft bekämpfend und mit Leidenschaft selber bekämpft. Mit einem Pathos, das bei
den Milesiern keinen Sinn gehabt hätte, heben von da an die Philosophen
ihre Lehre von der dumpfen Meinung der Menge ab. Der Gegensatz, in den,
noch im Vorraume der Philosophie, Hesiod sich zum Mythos
Homers gestellt
hatte, verschärft sich hier zu einer aristokratischen Selbstbehauptung des einzelnen Wissenden gegenüber der Torheit der Menschen.
Pythagoras hat nichts mit Aufklärung zu tun. Er bat die michtigete Gegenbewegung gegen die reine gegenstäudliche Naturbetrachtung in Gang gebraucht.
Er hat in die Philosophie ein Element der Religion, ja des Geheimnisses ein
geführt, das seither nicht mehr verlorengegangen ist.