Weisheitsspruche

Auteur
Rosenthal, F.
Publié dans
Das Fortleben der Antike im Islam
Année
1965
Sujet
TEXT
Langue
Deutsch
Catégorie
B6 Vers dorés
Numéro d'archive
5708

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Afficher le texte intégral3 pages

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ETHIK ' , ‚| À: enmau v A Darum mußt du dich bemühen, die beiden anderen Eigenschaften zu erwerben und auf Gesetze und die Wohlfahrt von Städten bedacht sein, damit du in deiner Person alle drei Blo vercinigst. Weisheitssprüche Rahmin Badawi, 225-28 [Kairo 1952]). Die ursprüngliche Fassung der 13. Die Chrysà Epé der Pythagoreer iin der Fassung, in der die arabische Übersetzung von Miskawaih zitiert wird (Miskawaih, Gawidan Hirad, herausgegeben unter dem Titel al-Hikmah al-hälidah von ‘Abd-ar- PleBner in 1:3kölöt, ıv (5722/1961), 68. arabischen Übersetzung des schr beliebten und häufig zitierten Textes war eine wortgctreue Wiedergabe des griechischen Originals, wie es dem Übersetzer vorgelegen hat. Hier kommt es nicht darauf an, die ursprüngliche Fassung zu rekonstruieren; im Cegenteil, es ist interessant zu schen, welche (meist geringen) Umformungen der Text in den Händen der arabischen Benutzer erlitten hat. Eine Abhandlung über die arabischen Chrysa Epé wird von M. Ullmann erwartet. Vgl. auch M. Die Ermahnungsschrift des Pythagoras, daB er sie jeden Morgen und Abend rezitiere. als die «Goldene» bekannt, von der Galen sagt, Nach der Gottesfurcht ist das erste, wozu ich dich ermahne, daß respektierst und den Anforderungen des Religionsgesetzes entdu Gott und seine Heiligen, die vom Tode nicht befallen werden, ich dich, dies zu tun im Dienste derer, die in all ihrem Verhalten sprechend chrst und daß du den Eid erfüllst. Hicrnach ermahne hilfreich sind. Ich ermahne dich ferner, die Einwohner der Erde zu respektieren, indem du sie chrst, wie das Religionsgesetz es erfordert, und ich ermahne dich, deine Vorfahren und Verwandten zu chren, Ich ermahne dich, dir den besten aller Menschen zum Freunde zu nehmen, damit er dir ein Freund in der Tugend sei, und ihm gegenüber nachsichtig zu sein in dem, was du tust, solange das ihm nützlichist, und einen Freund wegen eines Verschens, soweit der Notwendigkeitnahestebt. Dies ist das erste, was du tun mußt. es dir möglichist, nichtschlecht zu behandeln, da die Möglichkeit

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ETHIK Dann mußt du deine Seele daran gewöhnen, sich von, den Dingen, die ich nunmehr erwähnen werde, fernzuhalten. Er- Laß es nicht dazu kommen, etwas ohne vorherige Betrachtung stens, was deinen Bauch und deine Geschlechtsteile betrifft, wie auch den Zorn und den Schlaf. Hüte dich, irgendwann etwas Häßliches zu tun, weder wenn du allein bist noch wenn du mit jemand anders zusammen bist! Du sollst dich vor dir selber mehr als vor irgendeinem andern schämen. Ferner mußt du dich immer bemühen, billig zu sein in dem, was du sagst und tust, zu tun, sondern wisse, daß der Tod ohne Fehl jeden Menschen befälle! Sei mäßig im Erwerb von Besitztum einerseits und im Ausgeben andrerseits! Bezüglich der Schäden durch hinsulische Ursachen, die dic Menschen erleiden, ertrage geduldig die, die dich befallen, ohne zu murren! Vielmehr sollst du danach streben, sie zu lindern, soweit du es kannst. Du mußt wissen, daß nicht wenig davon die besten der Menschen befällt. ETHIK 167 Du mußt die Gesundheit deines Körpers nicht vernachlässigen, sondern dich um das Essen und Trinken und die Mäßigkeit wie auch um die verschiedenen Arten von Leibesübungen kümmern. Unter «Mäßigkeit» verstehe ich, was nicht schadet. Gewöhne unfrei(gebig) machen würde! In allen Dingen ist das Mittelmaß dich daran, cine säuberliche und ungestörte Lebensweise zu führen! Hüte dich davor, etwas zu tun, was dir Neid zuzichen könnte! Sei nicht verschwenderisch wie jemand, der nicht versteht, was cr besitzt, und wiederum sei nicht geizig, was dich am besten. Was du tust, soll inner das sein, was dir keinen Schaden zufügen wird. Denke nach, bevor du handelst! Laß deine Augen keinen Schlaf finden, bevor du nicht jede einzelne der HandlunBevor du cinschläfse, sollst du studieren, wo du das Notwendige gen, die du während des ganzen Tages getan hast, geprüft hast! überschritten hast, falls du das getan hast, wie auch, was du getan hast von dem, was du tun solltest, und was du hättest tun sollen, aber nicht getan hast. Fang mit deiner ersten Handlung an und setze die Prüfung fort, bis du an die letzte Handlung kommst! darüber! Das muß dein Begehr sein, darin sallst du dich üben, Wenn du die Menschen viel Gutes und Schlechtes reden hörst, ärgere dich nicht darüber und laß es nicht dazu kommen, daß du vermeidest, dem zuzuhören! Wenn du eine Lüge hörst, ertrage es geduldig! göttlichen Tugend fortschreiten kannst! Bei dem, der unseren Seelen die vierfache Quelle von der Natur, die niemals aufhört, gegeben hat! Jedesmal, wenn du etwas darum kiimmere dich, da es dir den Weg ebnet, auf dem du zur zu Herzen, und wenn du etwas Anständiges getan hast, freu dich Was ich sage, befolge in allem, was du unternimunst! Niemand soll dich durch Wort oder Tat dazu bewegen, etwas zu tun oder zu sagen, was nicht schön ist. Uberlege, bevor du Wenn du etwas Verabscheuenswürdiges getan hast, nimm es dir handelst, damit du nicht wegen etwas, was du tust, getadelt tun willst, beginn damit, daß du deinen Herrn anrufst und urn Erfolg bittest! Wenn du dich daran hältst und diesen Ermahnungen nicht zuwiderhandelst, wirst du das innerste Wesen der Waltung Gottes und seiner Heiligen kenneulernen und all das, was, ihr Leute, uns angeht, was im einzelnen davon vergeht und was wirst! Hüte dich, cewas zu sagen oder zu tun, was man dir als eine Dummheit anrechnet! Vielmehr mußt du dich in allem, was du tust, auf das beschränken, was dir keinen Schaden zufügt. Und du sollst nichts tun, was du nicht verstehst, Vielmehr vergewissere dich in jeder Lage und bei jeder einzelnen Handlung dessen, jedem Ding nach einem einzigen Vorbild kennenlernen, damit bestehen bleibt. Du wirst den festgesetzten Ablauf der Natur in was du tun mußt! Dann wirst du dein Leben genießen.

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ET HIK ETHIK du nicht hoffst auf etwas, worauf man nicht hoffen kann. Du haftir und die Istanbufer Handschrift Fatih 5323 sind alle voneinander wirst wissen, daß die Meuschen wegen ihres Unglücks, das sie sich freiwillig bereitet haben, zu bedauern sind; denn sie stehen den Gütern nahe, aber sie nehmen sie nicht wahr, und sie prüfen sich nicht selber bezüglich dessen, was sie erleiden. Einigen wenigen Menschen gelingt es, sich von den schlechten Dingen zu befreien, Was sie davon erleiden, greift ihre Herzen und ihren Verstand an. Sie rollen im Schlechten wie Wasser zu verschiedenen Zeiten auf verschiedene Schäden und verschiedene Zustände hin und geraten auf diese Weise in unzählige Übel. Denn die Sache, die der Natur mit Bosheit folgt (Eris symphytos), verwundet, ohne es zu merken, und man darf ihr nicht helfen, sondern muß sie verineiden, indem man vorspiegelt, daß man sie nachalunt. Lebengebender Vater! Wahrlich sage ich, daß du viele Heimsuchungen von ihnen abzuwehren vermagst, wenn du ihnen die göttliche Kraft (sakinalı) erscheinen läßt, die du ihnen gegeben hast. Jedoch du, Mensch, mußt dich tapfer zeigen, da im Menschen eine göttliche Gattung enthalten ist. Die göttliche Natur bringe ihn zur Wahrnehmung eines jeden der Dinge, die, wenn du einen Anteil an ihnen erlangst, meine Ratschläge befolgst und deine Seele von jenen Sudeleien und Wahnbildern heilst, dich zum Heile führen. Doch sättige dich an der Nahrung, die wir erwähnt haben, überprüfe sie und reinige dadurch die Seele und befreie sie von der Fessel des Körpers; berichte den Menschen, was du bezüglich jedes einzelnen davon weißt, und bestelle als Aufscher darüber das gesunde Unterscheidungsvermögen! Dann wirst du, wenn du diesen Körper verläßt, frei sein und umherzichen, ohne jemals zur Menschlichkeit zurückzukehren und ohne den Tod zu erleiden. 14. Aussprüche der Weisen beim Tode Alexanders, nach at-Ta ‘alibi, Histoire des rois des Perses, herausgegeben von H.Zotenberg, 450-55 (Paris 1900). Elunain scheint neben dem unfangreichen Beriche in Ibn Abi d-Dunjäs Kitab al-l'tibar die längste Version dieser berühmten Geschichte urs erhalten zu haben, doch er wie auch zum Beispiel al-Mu- 169 und von at-Ta‘älibi recht verschieden. Al-Mubasir macht ausdrücklich darauf aufmerksam, daß es noch viele bei dieser Gelegenheit geprägte Weisheitssprüche gebe. Selbst für die Parallelen zu den am Ende unseres Auszugs zitierten Versen zeigt das Kitab al-Aghinis, Iv, 43 f., eine etwas andere Fassung. All das weist auf die ungeheure Beliebtheit dieser popu- Viren Erbauungsgeschichte hin. Ob das gesamte Material auf eine einzige oder mehrere Quellen zurückgeht, bleibt jedoch noch zu untersuchen. Als viele Philosophen und Weise sich in der großen Menschenmenge, die sich um den Sarg Alexanders drängte, zusammengefunden hatten, sagte Aristoteles zu ihnen: «Laßt uns jetzt unsere Gefühle in weise Worte fassen, die zur Ermahnung der Elite und zur Aufrüttelung des gewöhnlichen Volkes dienen können !» Er selber trat vor, legte seine Hand auf Alexanders Sarg und sagte mit tränenerstickter Stimme: «Der Häscher ist vun selbst cin Gefangener, der Töter von Königen selbst ein Toter.» Dann trat Platon vor und sagte unter lautem Wehklagen und Jammern: «Alexander bewegt uns dadurch, daß er stille ist.» Ptolemäos trat vor und sagte: «Sche, wie der Traum des Schlafenden beendet und der Schatten der Wolke verschwunden ist!» | Diogenes trat vor und sagte: «Alexander hat niemals aufgehört, Gold zu horten, bis das Gold nunmchr ihn selbee hortet.» Dorotheos trat vor und sagte: «Wie schr begehren die Menschen diesen Sarg, doch wie wenig begehren sie, was in ihm liegt!» Balinäs (Apollonios von Tyana) trat vor und sagte: «Warum kannst du keins deiner Glieder regieren, der du ganz allein | | Sklaven und Länder regieren konntest?» Twhjq? (Tyana?!) trat vor und sagte: «All diese Herrischkeit von gestern steht dir nicht, wo du heute so gedemütigt bist.» Demokrit trat vor und sagte: «Warum verabscheust du diesen engen Ort nicht, wo dir die ganze Welt nicht genügt hat?» Sokrates trat vor und sagte: «Meche gesprochen hast du gestern, heute aber gibst du mehr Ermalinungen.» IW DAS EORT LSE BREW DER ANNE VS Star