Philosophie, Pythagoras, Mysterien

Auteur
Holm, A.
Verschenen in
Kulturgeschichte des Klassichen Altertums
Jaar
1897
Onderwerp
MYSTICS
Taal
Deutsch
Categorie
C8 Geschiedenis en archeologie
Archiefnummer
3080

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Aer, a, Sa ADOLF HOLM, W. DEECKE, W. SOLTAU, KULTURGESCHICHTE DES KLASSISCHEN ALTERTUMS, | Philosopie Pythagoras. Mysterien. mm < Ein Philosoph ist, wörtlich aus dem Griechischen über: Freund des Wissens, der Weisheit; Philosophie das Streben ‘nach Diese bescheidenen Ausdriicke bezeichnen die Sache sehr gut. Es sich eben um Dinge, die man nicht eigentlich mit Sicherheit wiss um die Urspriinge des Seienden, denen man nur durch Vermutun zu kommen vermag. Da das Seiende zunächst: ein körperliche: kamen die ersten Forschungen iiber die Urspriinge desselben au! liche Quellen hinaus. Die ersten Philosophen waren asiatische. Jonie machte den Anfang. Nach seiner Meinung ist alles. aus dem Wasse J BIBLIOTHEEK UNIVERSITEIT UTRECHT A gegangen. Ihm folgten mit ähnlichen Versuchen Anaximander un menes, welcher letztere statt des Wassers die Luft setzte Aber

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PHILOSOPHIE. PYTHAGORAS. MYSTERIEN. 63 eine Muschel, Elea einen Lowen, Tarent einen auf einem Delphin reitenden Mann und einen Reiter, Metapont eine Ahre, die Fruchtbarkeit der Gegend andeutend, Rhegion das Vorderteil eines Löwenkopfes, Kroton, das Apoll verehrte, eine Leier, Sybaris einen Stier, einen Stier auch Poseidonia (Paestum). Endlich Massalia bevorzugt, wie das verwandte Elea, den Löwen. Zu diesen Städtemünzen kommen nun noch seit Alexander die Königsmünzen, welche durch die häufig auf ihnen sich findenden Porträts interessant sind. Hierfür mufs ich auf die schöne Arbeit von Imhoof-Blumer verweisen. — Was man gar nicht oder nur sehr wenig auf griechischen Münzen suchen mufs, das sind historische Anspielungen. Diese finden sich in grofser ‘Menge auf den römischen, welche somit aus einem ganz anderen Gesichtspunkte das Interesse erregen. — Die schönsten Münzen sind die aus dem 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.; zu ihnen gehören besonders sicilische, elische, thessalische, arkadische. Das griechische Schönbeitsgefühl tritt in diesen kleinen Kunstwerken ganz besonders anmutig hervor; unter den späteren Königsmünzen sind noch manche mit höchst charakteristischen Köpfen, von den Alexandermünzen an über die der Pergamener und Seleukiden bis zu denen von baktrischen Königen griechischer Nationalität. Die letzte wirklich schöne griechische Münze ist vielleicht die mit dem Kopfe jenes Mithradates aus Pontos, der den Römern so viel zu schaffen machte. Wir kehren jetzt zu Pythagoras zurück, dem Philosophen. Philosopie. Pythagoras. Mysterien. < Ein Philosoph ist, wörtlich aus dem Griechischen iibersetzt, ein Freund des Wissens, der Weisheit; Philosophie das Streben nach Wissen. Diese bescheidenen Ausdriicke bezeichnen die Sache sebr gut. Es handelte sich eben um Dinge, die man nicht eigentlich mit Sicherheit wissen kann, um die Urspriinge des Seienden, denen man nur durch Vermutungen nahe zu kommen vermag. Da das Seiende zunächst ein körperliches ist, so kamen die ersten Forschungen über die Ursprünge desselben auf körperliche Quellen hinaus. Die ersten Philosophen waren asiatische Jonier; Thales machte den Anfang. Nach seiner Meinung ist alles aus dem Wasser hervorgegangen. Ihm folgten mit ähnlichen Versuchen Anaximander und Anaximenes, welcher letztere statt des Wassers die Luft setzte. Aber dieselben

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DIE GRIECHEN. Männer studierten auch die positiven Wissenschaften — Geometrie, Geographie, Astronomie — und leisteten darin tüchtiges; man begann sogar, geographische Karten zu entwerfen. Dafs sich Thales auch mit der Ordnung des praktischen Lebens beschäftigt hat, sahen wir schon, deshalb nannte man ihn einen Weisen. So war er Weiser — sophos -— und nach Weisheit lk, Demeter, Kore und Triptolemos. (Relief von Eleusis). (mithin einer anderen) Strebender — philosophos — zugleich; er war praktisch bereits ein Weiser, theoretisch suchte er noch die Weisheit. Beides fiel seitdem zusammen und die doppelte Bezeichnung ward überflüssig; man konnte eine von beiden aufgeben. Einer der ersten, die in bescheidener Weise nicht mehr Weise, sondern nur Weisheitsfreunde genannt sein wollten, war eben Pythagoras, ein Jonier aus Samos, der nach weiten Reisen sich in

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Die Hinabführung der Persephone in die Unterwelt; Abschied von der Mutter. (Vasenmalerei.)

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