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ADOLF HOLM,
W. DEECKE,
W. SOLTAU,
KULTURGESCHICHTE
DES
KLASSISCHEN ALTERTUMS,
| Philosopie Pythagoras. Mysterien.
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Ein Philosoph ist, wörtlich aus dem Griechischen über:
Freund des Wissens, der Weisheit; Philosophie das Streben ‘nach
Diese bescheidenen Ausdriicke bezeichnen die Sache sehr gut. Es
sich eben um Dinge, die man nicht eigentlich mit Sicherheit wiss
um die Urspriinge des Seienden, denen man nur durch Vermutun
zu kommen vermag.
Da das Seiende zunächst: ein körperliche:
kamen die ersten Forschungen iiber die Urspriinge desselben au!
liche Quellen hinaus. Die ersten Philosophen waren asiatische. Jonie
machte den Anfang. Nach seiner Meinung ist alles. aus dem Wasse
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BIBLIOTHEEK UNIVERSITEIT UTRECHT
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PYTHAGORAS.
MYSTERIEN.
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eine Muschel, Elea einen Lowen, Tarent einen auf einem Delphin reitenden
Mann und einen Reiter, Metapont eine Ahre, die Fruchtbarkeit der Gegend
andeutend, Rhegion das Vorderteil eines Löwenkopfes, Kroton, das Apoll
verehrte, eine Leier, Sybaris einen Stier, einen Stier auch Poseidonia (Paestum).
Endlich Massalia bevorzugt, wie das verwandte Elea, den Löwen.
Zu diesen
Städtemünzen kommen nun noch seit Alexander die Königsmünzen, welche
durch die häufig auf ihnen sich findenden Porträts interessant sind. Hierfür mufs ich auf die schöne Arbeit von Imhoof-Blumer verweisen. — Was
man gar nicht oder nur sehr wenig auf griechischen Münzen suchen mufs,
das sind historische Anspielungen. Diese finden sich in grofser ‘Menge auf
den römischen, welche somit aus einem ganz anderen Gesichtspunkte das
Interesse erregen. — Die schönsten Münzen sind die aus dem 5. und 4. Jahrhundert v. Chr.; zu ihnen gehören besonders sicilische, elische, thessalische,
arkadische. Das griechische Schönbeitsgefühl tritt in diesen kleinen Kunstwerken ganz besonders anmutig hervor; unter den späteren Königsmünzen
sind noch manche mit höchst charakteristischen Köpfen, von den Alexandermünzen an über die der Pergamener und Seleukiden bis zu denen von
baktrischen Königen griechischer Nationalität. Die letzte wirklich schöne
griechische Münze ist vielleicht die mit dem Kopfe jenes Mithradates aus
Pontos, der den Römern so viel zu schaffen machte.
Wir kehren jetzt zu Pythagoras zurück, dem Philosophen.
Philosopie. Pythagoras. Mysterien.
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Ein Philosoph ist, wörtlich aus dem Griechischen iibersetzt, ein
Freund des Wissens, der Weisheit; Philosophie das Streben nach Wissen.
Diese bescheidenen Ausdriicke bezeichnen die Sache sebr gut. Es handelte
sich eben um Dinge, die man nicht eigentlich mit Sicherheit wissen kann,
um die Urspriinge des Seienden, denen man nur durch Vermutungen nahe
zu kommen vermag.
Da das Seiende zunächst ein körperliches ist, so
kamen die ersten Forschungen über die Ursprünge desselben auf körperliche Quellen hinaus. Die ersten Philosophen waren asiatische Jonier; Thales
machte den Anfang. Nach seiner Meinung ist alles aus dem Wasser hervorgegangen. Ihm folgten mit ähnlichen Versuchen Anaximander und Anaximenes, welcher letztere statt des Wassers die Luft setzte.
Aber dieselben
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)DIE GRIECHEN.
Männer studierten auch die positiven Wissenschaften — Geometrie, Geographie, Astronomie — und leisteten darin tüchtiges; man begann sogar,
geographische Karten zu entwerfen. Dafs sich Thales auch mit der Ordnung
des praktischen Lebens beschäftigt hat, sahen wir schon, deshalb nannte
man ihn einen Weisen.
So war er Weiser — sophos -— und nach Weisheit
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Demeter, Kore und Triptolemos.
(Relief von Eleusis).
(mithin einer anderen) Strebender — philosophos — zugleich; er war praktisch
bereits ein Weiser, theoretisch suchte er noch die Weisheit. Beides fiel seitdem zusammen und die doppelte Bezeichnung ward überflüssig; man konnte
eine von beiden aufgeben. Einer der ersten, die in bescheidener Weise
nicht mehr Weise, sondern nur Weisheitsfreunde genannt sein wollten, war
eben Pythagoras, ein Jonier aus Samos, der nach weiten Reisen sich in
Pagina 4
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Die Hinabführung der Persephone in die Unterwelt; Abschied von der Mutter.
(Vasenmalerei.)
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