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Anhang ].
Zusätze und Berichtigungen zu meiner Abhandlung über die enneadischen
und hebdomadischen Fristen und Wochen.
Bei dem engen Zusammenhang, in dem diese Abhandlung mit meiner Arbeit
über die enneadischen und hebdomadischen Fristen und Wochen der ältesten Griechen
steht, dürfte es nicht unangemessen erscheinen, wenn ich hier alles das nachzutragen suche, was sich mir seit der Veröflentlichung der genannten Arbeit an
Zusätzen und Berichtigungen ergeben hat.
Bei weitem die meisten und wichtigsten dieser Zusätze verdanke ich entschieden
der Historia naturalis des Plinius und den Geoponica, die ich, um eine möglichst umfassende Übersicht über die Fristen des klassischen Altertums zu gewinnen,
im Zusammenhaug kursorisch durchgelesen habe. Das Ergebnis war ein vecht
erfreuliches, insofern die in den genannten Schriften aufgespeicherte Überlieferung
sich als eine viel reichhaltigere und vollständigere erwies, als ich erwartet hatte.
So darf namentlich die auf 8. 94 ff. vereinigte Samınlung von Zeugnissen für die
Hebdomadenlehre zusammen mit dem sehon in den Enneadischen und hebdoinadischen Fristen dargebotenen Zeugnismaterial als eine unverächtliche Vorarbeit
zu einer umfassenden Sammlung von Nragmenten der antiken Literatur weei
£Bdonddog betrachtet und der Beachtung empfohlen werden.
S. 4 Anın. 4. Zu denjenigen Gelehrten, welche die Heiligkeit der Siebenzahl
auf die Siebenzahl der Planeten und somit auf die Astrologie der Babylonier
zurückführen wollen ®°), kommen jetzt noch hinzu: Rızıım, Handwörterb. d. bibl.
Alt. 2 Aufl. 11 (1898) 8. 1807f.; ler Vert. des Artikels „Sieben“ in Gmimas
D. Wörterb. Bd. X Sp. 785/6; A. Jensmias, D. alte Test. im Lichte d. alt. Orients
8.861.
J. Loru, D’annee celtique: Revue Celtique XXV (1904) p. 161 Anm. ı.
Vgl. übrigens auch v. Hanser-Pimasraun, Jahrh. d. Literatur 124 (Wien 18.48) 8. 871
8.4 Anm. 5 füge hinzu: Vgl. „Pythagoras“ b. Gensorin. de die nat. 13 p. 22,
22. Huvısch: Pythagoras prodidit hune totum mundum musica factum ratione,
septemque stellas inter caelum et terram vagas, quae mortalium geneses moderantur, motum habere enrythmon ete....
165) Gegen diese Annahme sprielt — ubgesehen von anderen Gründen —
namentlich auch die Erwägung, daß es für die Menschen der Urzeit unendlich
viel leichter war, die Teilung des 28tägigen “Lichtmonats”’ in 4 siebentägige Wochen
als die Siebenzahl der Planeten zu entdecken. Man bedenke, daß ein so geistvolles und scharf beobachtendes Volk wie das griechische die Siebenzahl der Planeten erst seit Pythagoras erkannt hat, und zwar, wie es scheint, auch nicht
selbständig, sondern erst mit Hilfe der chaldäischen Astrologen. Auch steht die
Siebenzahl der Planeten im Altertum nicht einmal allgemein fest, indem z. B. die
Inder 9, die Birmanen 8 annehinen: Ennead. u. hebd. Fristen S. 35 Anm. ı 16 u. 117.
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W, I. Rosener,
Zusätze zu Kap. ]:
die dichomenischen, dekadischen, pentadischen, ogdoadischen Fristen und
Wochen betr.
S. 5 Anm. 6 füge binzu: 8. auch Bökten im Archiv f. Religionswiss. Vl
(1903) 8. 102.
S.5 Anm. 8 füge hinzu: Vgl. auch Wirken, Het tellen bij nachten bij de
Volken van het Maleisch-Polynesische ras. Bijdragen to1 de Taal-Land en Volkenkunde van Nederlandsch-Indiö V Series Part I (ich verdanke diesen Hinweis der
Güte W. Drsxeeus). Usensn, Dreiheit 8. 336, 3.
8.5 Ann. 8 füge hinzu: Nach Plin. h. n. 7, 60, 212 (vgl. Varno 1. 1. 6, 849)
wurde bald nach dem Erlaß des Zwölftafelgesetzes bis zum 1. Punischen Kriege
in Rom auch der Mittag und Abend (suprema) Öffentlich durch einen aceensus
consulum auf dem Forum ausgerufen.
S.5 Anm. 10: Hinter dem Zitat von Kuswer, D. babylon. Mondrechnung
8.46 #. füge hinzu: vgl. auch CGiszern, Beitr. z. alt. Gesch. I (1901) 8. 200 1. —
'Zu den antiken Zeugnissen für einen 28fägigen Monat kommt. jetzt noch
Horapoll. hierogl. 1, 10 p. 12 (Luen.) tevrnv odv ev opeigav xarogigaz |d. Skarabäus] eig yiv xararidereı mi Nulgag Einocıontw, dv Doug ac ) Veh
Tutguıg Ta Ömdern bodın wurde 2.0... Ti; Evpden ÖE Ru EiRooTh, Nuegg
avolbag thv ogaigar eig Gdog Behksı, tadınv yüg rhv Nuloav vouiksı svvodor elvaı
veAmuns xcl NAlov, Er Te al yEvecır »ocuov.
— Eine 28tügige Frist bei Anpflanzung einer Zaunhecke erwähnt Diophanes in d. Ceopon. 5, 44, 2. — Auf
einen 28- und 27lägigen Monat weisen wohl auch die 23 (27) naxatra, d.h.
Sternhäuser des Monats bei den Indern, Arabern und Chinesen hin; vgl. darüber
A. Wesee, D. vedischen Nachrichten von d. naxatra I == Abt. d. Berl. Ak. 1860
p- 3181. Derselbe, Indische Stulien 2 [1853| 8.237 1. Giszen, in d. Beitr.
alt. Gesch.1 (1901/2) 8. 15.
Löürwrien, Progr. d. Naunburger Domischule v. 1891
3.9 u. 17, der auch der 27 Töchter des indischen Golles Dakscha jredenkt, die
der Mondgott Tschandra heiratet. — Hängen damit etwa auch die 28 (1><71
spartanischen Geronten und die 28 guten Geister zweiten Ranges unter Alturamazda (Lörnen a. a. 0.17) zusammen? Einen 27 tägigen Mondmonat der Babylonier ninunt auch Hoswer an (Aufsätze u. Abhdlgn. IIL, ı $. 460, München 1901).
Zu 8.6 Anm. tı. Dem inferlunium (intermenstrunmn) der ömer scheint
genau zu entsprechen dus antermenzaru der Umbrer bei Bücnerer, Umbriea
p. 128f. — Bei den (iriechen hießen die Tage des Interluniums auch moooEAnvos nueger (Diopbanes in d, Cieopon. ı, 6, 2. Sotion, il. 7, 6, 5: uckora Er
Teig mob Gehyung Nusgaig uerayyißer, rovriote in « ac BD jukon, Tele priv
mv oehyvıw) oder auch duzAyvoı nusgcı (Sotion ib. 1, 13, ? u. 5, 10, 3) oder
endlich amomounınoı = al anopgddeg yuigcı Hesych. s. v.; vgl.ih. s. v. dnorounet‘
Hukgcı rıvig, Ev als Yvolaı Ereloüvro Toig dronouneivig Peoig. 8. v. evrdowmelovg
mulgas' tag amopgddug. Podior. 5. v. Eropoddes' Audgcı Emr& ofttas Grouaköusrer,
Ev als Evayifovaı Toig vergoig...
arayogsvöuerce nodg rer morkeıs. Beziehen
sich die 7 anopgaöeg vielleicht auf die „Zuschlagstage“ (Epagomenen) des Kalenders oder auf die letzten 7 Tage des Monats? — Die Frage der dropgedeg
verdient wohl eine eingehende Behandlung.
85.7 Anm. 13. Zu den Völkern, welche den Monat in zwei Hälften zu
14—15 Tagen teilten, gehörten auch die alten Kelten, s. J. Lorn, Revue Üel-
Pagina 3
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1.) SIEBEN- in Neunzaun ın Kuwrus on, Myrimis D. Grikenen.
tique 25 (1904) 8. 131. Vgl. auch Varko r.r. 1,37: Dies lunares quoıue observandi, qui quodammodo bipartiti, quod nova luna erescit ad plenam et inde rursus
ad novam lunam deerescit. — Von I4lägigen Fristen trage ich hier folgende
nach: Herod. ı, 84: Zuaidy Teooepeoxundenden Eyeveru nulon molioprounivo
Kooisw, Kögos.. . mpveine To mern Fußdvrı Tod telyeog Öüge Öwoeıv. ib. ı, 86:
Gobarıe |Kooisov| Freu Teooegeoxaldene xal resoepeonaldsx« Nuloag moioenndivre Aveßißuoe Em’ adımy |r. wvodr| röv Kooicov Öedeutvov nal dig intra
Avdov ag’ auröv eides.
Bedenkt man, welche Rolle die 7 tägigen und 7 jährigen
Fristen in der (legendenhaften) (ieschichte der Perser spielen (s. Ennead. u. hebd.
Fristen Anm. 112— 114), so wird man wohl geneigt sein, auch in der Geschichte
des Kroisos solche anzunehmen. — Aristot. de an. hist. 6, 4, 3: Eyava dE yiveraı
[ed ger xol ul Touyöves| dena zul terranag nuloag, va Enwdleı ühlag
rusavdrag' Ev Eriguug ÖE Ölna Kal terragsı mıeguürcı %. 1. A. Florent. in Geopon. 14, 7, 13: mevragod uevror dei Gvıoov elvaı Tov &gıduov (d. Hühnereier) xal
abkavoutung tüg GEANVNg vnoudeve, rovrou uerk vhv yEvvor (= Interlunium)
Eog ıÖ° vis oeAjvng. — Demoer. ib. 17, 14, 3 (Rezept bei einer Krankheit der
Rinder): &&gog deyouevov eis ro morov av Bowv Emi 6’ nal 1’ utgug Eußdhkeın
oxllAns #ul Sduvov Silns. Ähnl. Leontin. ib, 18, 13, 2 (bei einer Krankheit der
Schafe): Zapos ... dozoutvov MAsklopuxov Ögeov... To norw nıxteov Emil ıÖ" Aueoag.
Plin. h.n. 37, 98: Aiunt ab Aesthiopibus hebetiores [carbunculos]| in aceto
maceratos XIV diebus nitescere, totidem mensibus durante fulgore. — Nach
Tuuvicuus, Gau- u. Markverfassg. in Deutschland 62—80 waren die mittelalterlichen Y'risten in Deutschland häufiger ıy4 tägig als 7 lägig; vgl. Lürricn a. a. O.
8.17. Müruennorr, Altertunısk. 4 8.641f. Knorr, Z. Gesch. d. typisch. Zahlen
in d. deutsch. Lit. d. Mittelalt. Leipz. Diss. v. 1902 8. 691. — Istägige
Fristen: Cato r. r. 113: sinito dies XV operta [dolia] antequam oblinas. —
Vareo r. r. 1, 64: id |vas| quidam sie solent tueri diebus XV. — Diophan. in
Geopon. 10, 23, 6: agdereı Eri yuegag ıE'. — Florentin. ib. 12, 25, 6: ö d& xugmög Tod Kypivv nuyydvov mivöusvog Eni nulgag ıE' Fußova pdelgeı. Geopon. 7, 24,
2 (Rezept neuen Wein alt erscheinen zu lassen): x«i segıgeloag |d. Gefäß] Eucov
jutoug denunevrs, ein Grolfug yo® ». r. A.
Üeopon. 5, 44, 6: Anuöxgırog 08
Pycıv doxoutvov Eugog Eng ıE Nusgw» Kulwg Pvrsvscdeı Po«yuov Tov Toumev Tudtov. Pliu. n. h. 17, 136: communis quidem Italiae ratio tempora ad bune modunı
distribuit: ... piro autumnum, ita ut brumam quindenis nec minus diebus anteeedant,,.. nucibus, iuglandi et pineae et avellanae et Graecae atyue castaneue a
Kalendis Martiis ad Idus easdem dd. i. v. ı. bis 15. März!).
ib. 18, 241: |fabanı]
florentem utique XV primis diebus non attingere 18, 249: In hoc temporis
intervallo XV diebus primis agricolae rapienda sunt ea, quibus peragendis ante
aequinoctium non suffecerit. ib. 17, 127: olivetum diebus XV ante aequinoetium
vernum incipito putare, ib. 32, 40: hanc testudinem quintadecima luna [also
b. Vollmond] capi oportere, ut plus pinguium reperiatur.
Zu 8.7 Anm. Ig: Über die (“fortrollende’) Fünferwoche der Babylonier
handeln auch H. Wınckter, Forsch. II, griff. u. A. Jeremias, D. alte Test. ete. S, 86.
Zu S.7 Anm. 20: Eine Spur der alten Fünferwoche der Perser hat sich
wohl auch erhalten in der von Herod. 3, 80 erzählten Geschichte, wo es heißt:
Evrdg mevre Ausokov dyevero 6 Bögußos (vgl. auch Herod. I, ı in der persischen
losage: ndunın 9 Exın Nuson Eeunolmutvov op oyeddv dndvrwv &Adelv ’Iodv...).
Hierber gehören wohl auch die den Anbau der aus Medien (Persien) stammenden
Pagina 4
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ISIN, 1.
Luzerne (mediea, medicago) betreßenden Vorschriften bei Plinius 18, 143:
Solmmi, in quo seratur, .. . subigntur anlannno, mox aratım et occatum intezitur
erate iterum ac tertium, quinis diebus interpositis el. finso addito. Ans einer
ähnlichen Quelle stammt wohl auch des Plinius Notiz über die Elefanten (8, 13):
Pudore numyuaın nisi in abdito coeunt, ınas yuinquenanis, fewina devennis.
Initur autem biennio, quinis (ut ferunt) cuiusqve anni diebus, nee amnplius.
Die Anhänger Zoroasters halten die Mahlzeiten für die abgeschiedenen Verwantten
in den letzten 5 Zusatztagen d. Jahres und an den 5 vorhergehenden (Tynon,
D. Anfünge d. Kultur 2, 36 wit Literaturangaben und Sawrort, D. Speisuug d. Toten,
Jahresber. d. Gynin. z. Dortinund 1903 8. 50* u. 50”). Cliares b. Atlı. 538".
7u 8.7 Anm. 21: Solche Fünferfristen finden sich außerdem noch hei den
Mongolen (Lürrscn, Jahresber. d. Domgyninas. zu Naumburg 1891 8. 24; vgl.
“Globus’ 1890 Nr. 14); Ostjaken (Sawronrı a. a. 0. 30%); den Santals in
Bengalen (Sawrowı 30°); den Bewohnern der Banksinseln (a. a. O. 36"), den
Tongkinesen (a. 2.0.53”); den Grönländern (a. a. 0. 59”), den Bewohnern der
Lepersinsel (a.a.0. 33”). Nach ägyptischer Auftfasssung wurden ie tieier
schwanger in den letzten 5 Tagen des Jahres, den Epayumenen (Horapoll. 1, 11
und Tzetz. Chil. 12 cap. 439). Über die pentadischen Pristen der Griechen s.
unten am Ende von Anhang I.
/u 8.8 Anm. 2? füge hinzu: 8. auch Bovens-Isorsrce, Wastrol. greeque
p- 477, 2 und J. Lo, S’annee eellique in dd. Revne Gelt. 25 (1904) 8. 132, der
auf den wytlinos, die 8 Nüchte der Bewohner van Wales, verweist. Aus der
Btägigen Woche der alten Römer scheinen folgende Stägige Fristen hervorgegangen zu sein: Africanus in d. Geopon. 2, 18, 3: el Ö& awexlvovg notaulong...
eis dd Parwv Edans Huloas Örta... (= “Demoer.’ ib. 10, 89, 1). Apulejus
ib. 8, 38: Bedle eig sBorcor menegı ÖAörAnpor aui anorgsuiöus eig Tb 050g Nutoas
arm odrw ye®.
Vaxumos ib. 10, 12, 3 (bei der Anpllauzung von Pistazien):
#al xotgloeı Tv FORo0v Emrigicui TE zui yugbore. rel Errusheioder norilortes rag’
Nulgug bnti nal did Tor Toor dmuopfyyer nahen. ib. 11, 30, 3 (über Anpllanzung
von Epheu): ul twig ölkwg rod nıccod Emiyeouding di Nuco@v örrm.
Vopiseus
Prob. 8: [equus], qui, quantum eaptivi loquebantur, centum al diem milia cwrere
diceretur ita ut per dies oeto vel decem continuaret. Mit der altrömischen
Woche von 8 Tagen hüngt wohl auch der 8 jährige Wallenstillstand mit. den
Äquern zusammen, vgl. Liv. 4, 30.
Zu 8.8 Anm. 24: Den ıotügigen Wochen der alten Ägypter entsprechen
wohl auch deren 10 jährige Fristen: Herod. 2, 111: dexe... Freu elvel wiv (dev
Sohn des Sesostris) zugp4ör; vgl. aueh ih. 2, 324 (10- und 20 jährige Fristen b.
Pyramidenbau).
Zu 8.8 Anın. 27: Außer bei den genannten Völkern lassen sieh dekadische
Fristen und Wochen auch noch nachweisen bei den Germanen (selten: Tuuvruus, Gau- u. Markverfassung 8. 221 f. Löürren aa. 0.8. 26f. Knoer, Z. Ciesch.
d. typ. Zahlen in d, deutsch. Lit. d. Mittelalters. Leipz. Diss, 1902 8. 58. Grimm,
Rechtsalt. 216£.); ferner bei den Khands (in Bengalen: Sarronı a. a. 0. 31"),
den Birhors (ib. 31®), den Galela und Tobeloresen der Insel Halmnhera (ib. 36%),
den Teton-Sioux (ib. 57”). Nach indischem Glauben steigt die Seele die ersten
10 Tage nach dem "Tode an einem Faden herab, um zu trinken (ib. 43°).
Über
rotägige Fristen der heidnischen Russen bei Bestattuugsgebräuchen s. J. Grins,
Kl. Schr. 2 8. 290,
Pagina 5
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 2) Sırses- u. Neunzann am Keßrtes ir Myrmus 9. Griscnen.
8. 10 Anın. 32 füge zu den Beispielen für 9 yersaf hinzu: Ovid. M. 7, 274:
ora caputque novem cornieis saecula passac (Meden beim Verjüngungszauber).
Suid. s. v. Oggeög... yEyove dE mob 10’ yerchv rov Tooixar, zul pası nadırıjv
yeveodar würov zlivou' Buovauı ÖE yersay Evvio |d. h. also 360 Jahre! 8. Hırzen,
Sächs. Ber. 1885 8. 36 1.], od d& ı@’ Quer.
Zu 8.12 ff. führe ich noch folgende Beluge für rotägige Fristen bei den
Griechen u. Römern an: Hesych. r&cıa ige’ ae Erieisıe, of dE Ta Nukoag dena
ürregßeßynöre. — Herud. 6, 58: Emeiv dE Ycaypamcı |die Lakedämonier ihre Könige]
ayuon Ökra Yusplwv oix lörarei up. ib. y, 8: ruüro ÖE Au ini dena Nuegay
Enolzuv [od &pogoı r. Aaneö.|. Liv. 39, 9: X dierum castimonia; vgl. 39, 11: X
notes (bei der Feier der Bacchanalia; s. jedoch oben Anm. 134 u. A. Moxumses, Feste
d. St. Athen 313, 2). Attische Inschr. (d. 4. Jahrh. vor Chr.) b. v. Prorr, Leges
sacrae p. 48 2. 3: dere nueewv. Kret. Inschr. b. Coruırz, Dialektinschr. nr. 5040
2. 42: neo dnegäv dena...
ib. 5100, 13: rar ÖEr' auegäv (vgl. ib. 5100, 14
Ev Aulouıg Inarı). C. I. Att. 3, 73, 19 (n. 3, 74, 6): Unreinheit intolge Berührung
eines vexgög dauert im Menkult 10 Tage (= attische Woche?). — Über ıotägige
Fristen im attischen Recht s. An. Scuxwr, Jahrb. f. el. Philol. 1885 $. 719
u. Anm. 10, — Aristot, wol. Adv. 39: Tv 0 anoygapnv alu roig Bovlonevong
Foızeir Toig tv Eruidyuoücın dp’ 15 Av Önöcwcıw tobg Opnovg Ö[ex|e Nuzoör,
mv 0’ EEolayowv einocı, toig Ö anodyundoı Eneıöcv Emubyufjoooı aurd tavrd.
— Nach diesen Analogien sind IOtügige Kristen auch in die Senatuskonsulte
der Römer übergegangen: Sall. lug. 28, 2: uti [legati| in diebus proxumis X Italia
devederent. — ib. 38, 9 (Vorschlag des Jugurtba): uti [Aulus] diebus X Nunuidia
decederet. — ib. 75, 3: frumento dierum X. — Eine ziemlich bedeutende Rolle
spielen sotägige Fristen in der griechisch-römischen Landwirtschaft: Varro r.
r. 2,7 p. 188 ed. Bip.: In decem diebus secundum partum cum matribus in
pabulum prodigendum. — Varro r. r. 2, 2 p. 169: circiter X dies cum praeterierunt palos olligunt. — ib. 2, 7 p. 189: Quod |[farraginen dare equulis] diebus
decem facere oportet. — ih. 2, 7 p. 189 (vom Fohlen): quod yquarto die feceris
[ordeum dare] in eo X diebus proximis manendum. — ib. 2, 9 p. 225: cum iam
X dies pavonina |ova] fovere coepit. — ib. 2, 4 p. 178: (von d. Schweinen): A
partu decem diebus proximis non pröducnunt ex haris matrem ... praeteritis
devem diebus sinunt exire parlum... ul, desiderinm ferre possint parentis [porci]
... X diebus assequuntur. — Geopon. 9, 20 (Rezept): dn69ov zis xegduorv
nukoug 1”. — ih. 0, 25, 4 (Rezept): werw ı" nuegag. — ib. 10, 75, 14£.:
did 97 ned ı’" nuso@v Auußavecdee 1& Evdtuore. — Demoer. in Geopon.
5, 50, I: zayoieoug BuAusoiovg un FAurrov db zöv Öfxe« |s. ob. Anm. 33] eig &yyeiov
... Eußehe nei nwudong anbdov Ev ünalden, va Huck Eri nuloag Öle (vgl.
Hesiod &oya 609 fl.). — 10, 89, 1: xugnivovg dene Eis Bdng BaAıv Euoov Mulgug
7 nal dnödov... HuEoag u”. — Üeopon. 14, 22, 4: r& dt veorne [r. yyv@v] zeig
notes |dExe] Nutonıs Foo meveıw yon. Vgl. Colum. 8, 14, 8 p. 351 Bip.: is, dum
exiguus est, X primis diebus pascitur in hara clausus. — Plin. h. n. 9, 134
(1otüg. Frist bei der Purpurbereitung). — ib. 17, 190 (10täg. Frist bei der Behandlung der Weinstöcke). — ib. 27, 120: Perielymenos ...lienem ... absumit,
quod intellegitur a decimo statim die. — ib. 8, 205: Diebus X circa brumam
[5 vor, 5 nach der Bruma!] statim dentatos [sues] nasei Nigidius tradit. — ib.
10, 147: a coitu X diebus ova [d. Vögel] mıaturescunt in utero. — ib. 34, 175:
[Psimythium] fit et alio modo addito in urceos aceti plumbo obturato per dies X. —
Pagina 6
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INNIV,
1.
19, 15: Asia e genista facit lina ad retia praeeipua in piscando durantia, frutice
madefaeto denis diebus. — ib. 13, 106: Vinum (d. i. der ägyptisehe Lotoswein)
ultra denos dies negat durare idem Nepos. — ib. 14, 113 (bei der Bereitung
von Honigmetlh): alii diffusa ita decimo die oblurant. — ib. 7, 41: a sonceptu
deeimo die dolores capitis, venlorum vertigines tenehraene, fastidium in eibis...
indices sunt hominis inchoati. — ib. 9, 134: decimo die (b. d. Purpurbereitung)
vellus elutriatum mergitur in experimentun. — ib. 10, 151: ova incubari intra X
dies edita utilissimum. --- ib. 17, 64: Mago iubet... amygdala...denis diebus
adayuari. — Öppian b. Geopon. 20, 10: aIux wösyov [als Speise f. Fische] ... Beide
eig außuvıov zul Eaoov ni yulous ı', ed’ ds aurö Öeitufe. — Marcell. de med.
p. 12, 34 Helnr.: primum est ut deeimo quome die te abstineas a vibo et potione.
Hier reihe ich folgende Belege für romenafige und ıojährige Fristen an:
Plin. h. n. 8, 177: pariunt |vaccae] mense deeimo. Varro r. r. 2, 5, 13
p. 183 Bip.: Vaccae... mensibus deeeim sunt praegnantes. Aristot. h. an. 6, 21,2:
nösı dE Evvia uijvag, dendro dk tinter. "Evior dE Öusygvelboria bene unjras ade
uegokeydöv. Vgl. auch Colum. 6, 24, 2 (deeem mensibus). Geopon. 17, 10, 3.16%)
Hesych. dex@ögonor' of dena Er Ev rois andgdoı Noryröres; vgl. O. Münuen,
Dorier 2, 304. — Die delischen Tempelfelder wurden in der Regel auf ı0 Jahre
verpachtet: Paunv-Wissowa unter Delos Sp. 2480. — Aristot. 48. mod. 47: Eotı
dE Tov ulv olmıav Ev E’ Freciv dodyay vv muav Errudodver, tor dE ywglav Er
dere. — ih. 47: Eorı ÖE zei rovrw» |r. reuevor]| 7)... wiodwars zig Er dene. —
ib. 4: 1eoürro....züg 0’ lag doyig (ray) Eidrrovg x rar ünde nupegonkroı,
Groaryoog ÖE nel innipguvg vVbolav dropulvovrag vba Elertwv N Eraror uvor
&evlouv nal neidug Er yunerig yuruunog yrnvlovg mio dena Fr yeyorotas. —
Dio Cheys. or. VII p. 233 R.: Emi Öle nv or Fra) nooise dyovror...Eav ÖE us
EEvog yengyü, mevre Ey, el olror undlr morelovvror. — Mehr über die
dekadischen Fristen der Athener in den Ennead. u. hebd. Fristen 8. 121. Anın. 39*
bis 441) — Varro rn. 2,7 p. 186 videndum, ne sint [equae] minores trimae,
166) Gehören hierher auch die 10 Monate des altrömischen (romulischen)
Jahres und solche Zehnmonatstristen wie die bei Polyb. 32, 13 erwähnte?
167) Bei dieser Gelegenheit: möge darauf hingewiesen werden, daB überhaupt
die Athener der historischen Zeit einen förmlichen Kult der Zehnzahl getrieben
haben, wie man schon aus den zahlreichen Zehnmännerkollegien usw. erkennt, von
denen Aristot. od. 49. berichtet; vgl. eap. 4 p. 3, 22 ed. Kaıser-Wir. deze urör.
8 pP. 7, 19 Eudory Öera.
21 p.22, 29 Ötxa Yuidg. p. 23, 10: Öfra [user] per
r@v nepl ro Goru, Ödnu db Tig napadlag, Öena ÖE tüs meooyeiov.
Öin« mooßoiklwv.
29 p.
32, 18:
249 p. 33, 24: dena &rdgay bmg Terrugixovre Ern yeyovötes.
30 pP. 34, 7: raglaı rwv depur dere. ib. p. 34, 9: zul legomowde nal Emiuehntäg
dena Enarögovg. 31 p. 35, 21: Eikadın Ölna Avögaz xal yonuperea« todrorg. ib. 35,
25 Quldgguvg Öfna. 32 p. 36, 17: uere ow dena av wiroxgarspwv. 34 P. 37,
15 robg Era Grourmyoig. 35 p. 38, 22: tod Heigpareoug kpyorrag dere. 38 p. 41,
5: algoüvraı dt dena TÜV molırwv wiroxpdrogng Emil mv Tod nolduov xurdlvcıv
(vgl. ib. p. 41, 20 u. 21).
46 p. 51, 1: dena Ävdgag ... toıponoodg.
47 pP. 51,
6: of ruulaı rüg 'Adıwäg eloi uiv dexu. ib. p. 51, 12: of nwäytei Öfna. ih. 51,
25: dene yonupareia. 48 p. 52, 18: anuöinru Ödae. p. 53, 4: Aoyıorag..... dere.
p- 53, 6: sößlvoug Eva zus puläs Endoryg (= Öfre). 49 p. 54, 8 Harekopeig...
dena. 501.55, 5: leoßv dmioxevaorel, Öeru Üvdges. p. 55, 8: dorurduo. denn,
Pagina 7
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XKIV, I |
SIEBEN- I NEUNZaAlı. ım Kinres ve. Myrin's np. Greene.
inajores decem annorum. -— Absyrt. b. Geopeon. 10. 1, 1: Tag Udeius Innovs
... Eva yon... TO yuor@ wire vewrigus Erav y', wire ngeößuregag ray ı'. —Virro rn. 2,5,13 p.183 [= (ieopun. 17, 10, 2|: plerauque [vaccae| pariunt in
decem aunos.
— Plin. bh. un. 11, 69: alvos [apium]| nunquam ultra decem annos
durasse proditur. — ib. 14, 70: nanı Pompejanis [vinis] summum decem annorum inerementum est. — ib. 8, 171: ad tales partus |mulorum] vsuas neque
yuadrimis miuores neque decennibus majores legunt. — ib. 8, ıyy: vita longissima [ovium| anıi X. — ib. 8, 13: cocunt [elephauti] mas quinquennis,
feınina decennis, — ib. 8, 28 (von d. Elefanten): decem annis gestare in utero
vulgus existimat. —- ib. 10, 178: vivunt Laconiei [canes| annis denis. — Auch
dio Etrusker hatten ı0jährige Fristen: Plin. 2, 139: existimant non ultra X
annus |[fulmina] portendere privata, publiea uon ultra trieesimum ammum. —
ib. 17, 47: ea [alba] non diutius annis X prodest.
Zu 8. 13 Anm. 44 und 8.71 Anm. 203: Zu der kleinen Sammlung dedekadischer Fristen kommen jetzt noch folgende hinzu: Cato r. r. 162: post
diem omnino duodecimum pernmas eximito. Varro r. r. 2, © p. 185 Bip.: duodecimo Jasini]| meuse conceptum seinen reddunt. ib. 2, 7 p. 187: duodecimo
meuse die deeiniuv alunt nasci [equos|. ib. 2, 1 p. 162: equa veutrem fert XIl
m=nses (ebeuso Plin. h.n. 8, 163). ib. 2, 8 p. 191: item in ventre est [mulus aut
hinnus]| menses duodeeim. Plin.h.n.y, 41: non ante «dnodeeimum diem
dedueit [die Robbe] foetum in mare. ib. 16, 248: Siecanlur [acini] deinde et
aridi tunduntur, ac eonditi in zequa putresenni duodenis fere diebus. ib. 31,
24: sieeantur [tres fontes Tamariei in Cantahria| XL diebus, aliquando vicenis.
ib. 35, 36: Sinopidis Pontieae selibra silis lueidi libris X et melini Graeciensis
duabus ınixtis Lribisque una per dies XI leueouphorum fit. ih. 25, 75: eos qui
biberint eamı |uymphaeam| duodecim diebus eoitu genituraque privari. ib. 25,
83: tradunt bis duabus herbis [Scythica et. Bippawe| Seythas etiam in duodeucs dies durare in
fame silique.
ib. 27, 143: durat . . centaureum non ultra
Xll annis, peucedanum VI (= die Hälfte). ib. 8, 83 (von d. Wölfen): dies,
yuibus eoeat töto anno non amplius duuderim; vgl. Aristot. de an. hist. ©, 35:
yuci navrray rodg Almovg Ev Öwderg Yelguuy tod Eriwvrod ılareıw' tudrov ÖE Tiv
alter Er wuido Akyuvaır, ot Ev tocwvrury Nukouıs mv Ayo nagsxönoev EE
P- 55, 13: önwy Wr xorguAoyar undeis Evrög den“ sradlov Toü teiyuvg naraßadel
röngor Eriuelodvrer. 51 p. 55, 20 dpupavguoı, mevte ubv eis Lleigada, € 6° eig
&otv. P. 55, 24: uergorduor [dere]. p. 50, 1: vrrupikanssg aAngwroi ı'. p. 56, Y:
£urogiov 6° Emueiyrag dfxu aAwoöcır.
53 P- 57, 14: au ru uw nlyar Ölxe
Ögayuov wörorekeig eloı xelveıw. 54 p. 59, 5: Auyıszüg dena Hui GvVr1YOgDVg Todroig
dfxa. p. 59, 13: Anoriveree ÖE Hal Toüro denankovv... 15: v0 dt dexankovn
ol dimkoöree. p. 60, 4: levonowds Öfxa. ib. 7 Amor ÖE xal Eregoug dexe. 50
p- 63, 3: 008... 6 Öjwog Exeiporova dira övrag (= r. dmiueintag). 59 p. 67, 11:
Öfnarog 6 6 yonumarevs 6 ra» Beouoderor.
60 p. 67, 14: aBlodtrug Öfxe.
61 p. 69, 3: rufıdoyovg dena, Eva tig pulög Enaseng. ib. 11: @uldggovg (ı’), Eva
ng gvlnjs. — Nach diesen Analogien beurteile man das römische Institut der
Decemviri, insbesondere das der X viri legibus serihundis, qui decumo die ius
populo singuli reddebant (Liv. 3, 33, 8; vgl. 3, 31, 8: missi legati Athenas
Spurius Postumius Albus A. Manlius P. Sulpieius Camerinus |die späteren X viri!
8. 3, 33, 5], iussique inelitas leges Solonis deseribere ete.).
Abbeandl. d. K. 8. Gesellsch. d. Wisseusch., phil.-hist. Kl, XXIV.
Pagina 8
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. Hl. Rosen,
“Preppogewv eis Sido»...
jdn dıerelovr.
INNIV, ı.
Plut. Iıyk. 10: yeröpevor dE Öwdexwereig are gırorez
Gieopon. 8, 42 (ltezept): Zußgefov mw oge Ei uegus ıß". — ib. 3,
10, Y: nera dE juloug ıB @wöoer dig. — llierher gehören wohl auch die sugen.
„Zwölften“, d. I. die heiligen ı2 Nächte (Tage) der Germanen
!°) und Kelten,
die, am Schluß des alten und am Anfang des neuen Jahres stehend, für die tieschehnisse der folgenden 12 Munate bedeutungsvoll sind und zugleich, wie ueuerdings J. Loru, Revue Geltique 25 (1904) 8. 118 ff. erkannt hat, 12 Zuschlagstäge
(= Epagomenen) darstellen, die, im Laufe von 2, Jahren addiert, eineu Schaltinonat von 30 Tagen ergaben, der dazu diente, die Differenz zwischen dem alten
Mondjahre (354 Tage) und dem Sonnenjahre von 366 Tagen auszugleichen. —
Bei dieser Gelegenheit kann ieh mir nicht versagen, hier auf F. BoLLs interessanten
Nachweis von dodekadischen Fristen und Jahrescyklen bei den Babyloniern aufmerksam zu machen.
BorL sagt in seiner „Sphaera“ p. 336 darüber: „Vou dem
ersten Gliede dieser Zeitrechnung, dem Cyklus der ı2 Jahre ist der „chaldüische“ Ursprung durch Censorinus bezeugt (vgl. Hygin. 4, 5); ihre Benennung
nach den 12 Tierkreiszeichen geht aus den uns erhaltenen Texten der Dodecaöteris
chaldaiea hervor. Bei einem weiteren Glied, der Einteilung des "Tages in 12 Stunden,
steht der babylonische Ursprung und der Zusunnngenhang wit der Zwöltteilang des
Himmels ebentalls fest. Daß die Babylunier ı2 Monate hatteu und diese denselben Üöttern wie die ı2 Tierkreiszeichen zuteilten, ist sichere Überlieferung
(Diod. 2, 31, 4). Und bei denselben tewährsmann ist vielleicht nuch die Zwölfteilung der Tage berichtet (2, 3, 6)... Wenu sich bei den Chinesen und anderen
Ostesiaten das ganze Systen vollkommen wiederholt, so darf mau uun wohl mit
gesteigerter Zuversicht aussprechen, daß der gunze ostasiatische Duodezimalcyklus
dorthin aus Babylon gekommen ist“ Vgl. auch Ziumern, Sächs. Ber. 53 [1901|
5.52. 5q4t. 56t.
Zusätze zu Kap. 1.
Die enneadischen Fristen und Wochen betr,
Zu 8. 14 Anm. 47 füge hinzu: Vgl. auch Jo. Lyd. 3, 7 p. 100 it. olxeörurog
nal ng00pVjs 0 Evviu derdwbg ri Nekjvy' ubrog y&ay Eavrov yervd Kurs Zevo-
»gcınv" KOgIWTos Jap 7 Üyeig Erveddos mVoßacıg Aul made Ghvornos.
Za 8.15 Zeile ı. Zu den Völkern, bei denen y tägige Fristen (Wochen) vorkoinmen, scheinen auch die Babylonier zu gehören; wenigstens schreibt mir
Jensen: „Ein Drittel von 9 Tagen findet sich auch p. 42 in Z 7 des von
meinem Schüler Dr. KücnLer herausgegebenen und nüchstens erscheinenden Buches
„Beiträge zur babylon-assyrischen Medizin“ (= Assyrivlogische Bibliothek herausgegeben von Drrrrzsen u. Hauer).
Also keumen auch die Assyrer in der Heilkunde die Eunonde, indem für 3 Tage einmal '/, von 9 Tagen gesagt wird. 10?)
168) Vgl. E. 4. Mevee, German, Mythologie $ 143 u. 203 8. 197. 8. auch
Knorr, Z. Gesch. d. typ. Zahlen in d. deutsch. Lit. d. Mittelalters 8. 58H. 00. 621.
651. Manntarvr, German. Mythen 521 F.
169) Dem entsprechend scheint auch sunst hier und da die Neunzahl neben der
Siebenzahl bei den Babyloniern eine Rolle zu spielen; vgl. z. B. die 9 Räucherbecken
b. Zimmern, Beitr. z. Kennt. d. Babylon. Rel. 1901 8. 143, 17; die 9 Aununuki
b. HroznY, Mythen v. d. (iolte Niurug 8.87 (vgl. ib. 8. 89), die 9 Ellen elwuda
Mehr s. oben 8.71 Anm. 160 in der Mitteilung von H. Zmimskn.
Pagina 9
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 2.5 SıessEen- in, Nevnzanı ım Kunros u. MyYTmus D. ÜRIBONEN. 83
Eine interessunte Analogie dazu führt J. Loru, Revue Geltique 25 8. 144 an,
indem er darauf hinweist, daB auch die dreitägigen Fristen der Kelten wahrscheinlielh aus der Teilung der uralten Ytügigen Woche (s. unten!) in 3 Teile zu
je 3 Tagen entstanden sind: ein, wie mir scheint, schr fruchtbarer Gesichtspunkt
auch für das Verständnis der so zahlreichen dreitägigen Fristen der Griechen
und Römer.
Zu 8.15 Aum. 51. Die alte gtägige Woche d. Kelten ist kürzlich in sehr
gründlicher und interessanter Weise behandelt worden von J. Low, Revue Celt.
25 (1904) 8.134. Vor allem kommt hier in Betracht, daß auch J. Lori
ebenso wie ich die gtägige Woche als Drittel eines uralten 27 tägigen Monats
auffaßt (S. 135).
Gegen die Ansicht von Kausı und Diers, die bekanntlich
die Neunzahl in diesem Falle nieht als eine Dreiteilung von 27, sundern als eiue
Steigerung der Dreizahl auftassen, macht Loru 8. 136 geltend: „Si e’est en qualite
de multiple de 3 quw’on arrive a la semaine de 9, on devrait avoir chez les Üeltes
des eonpures, non seulement de 3 jours, nınis encore de 6 jours et de 18 jours.
Or, & ma connaissance, on ne les trouve pas. Il est manifeste, au tvontraire,
yuapres avoir divise le ımois entier par 3, un a encore divise par 3 la premiere
neuvaine. La periode de 27 nuits est nettement signalee dans vertains textes
ete.... En Galles, le souvenir de la neuvaine survit. dans Phabitude de dire couraımmment naw diwrnod (novem diurnatus) pour une semaine.
L’habitude de
mouvrir les periodes judiciaires que le 9. du mois vient aussi de la neuvaine. Les
Irlandais se servirent aussi assez longtemps de la neuvaine Jaus le seus dW’une
semaine ordinaire.“
Enneadische Pristen lassen sich ferner nuchweisen bei folgenden Völkern:
den alten Picentern (nach Plin. h. n. 18, 106: |panem ex alicae materia] novem
diebus macerant, decimo ad speciem traetae subigunt uvae passae succo etc.);
gewissen Malayenstämmen (Bouunar, Globus 84 [1903| 8. 229. u. 234); den
alten Illyriern (nach Fest. s. v. Hippius: ceni [Neptuno] in Tllyrieo quaternos
eunos jaeiebant nono quoque anno in mare); den Baklhwiri in Westafrika:
Sarvorı a. a. 0. 31° (Totenfest am 9. Tage nach d. Tode); den Veda in Südindien (Totentest am 9. Tage nach d. Begräbnis = Sawrorı a. a. Ö. 31°); den
Litaueru (Leichenschmaus am 9. Tage nach d. Tode: ib.); den Rumänen (ib.);
den Sardiniern (die am 7. oder 9. Tage nach d. Tode Kuchen backen und verzehren: ib. 31"); den Permwiern im Kreise Orlow (Fest am 9. Tage nach d.
Tode: ib. 34). Mau beachte, daß es sieh hier fast überall um den sehr altertünlichen Totenkult handelt, dem auch die griechischen fvar« und das römische
saerum novemdiale angehören (s. Ennead. u. hebd. Fristen $. 16).
S.16 Anm. 53 füge hinzu Hom. Od. x 28: Evvjuug ulv Öu@s mifouev vurzas
Te nal Iuwe || v5 ÖeRarıy 6°... Bei der Fahrt des Odysseus von ÖOgygia nach
Scheria handelt es sich, wie es scheint, um eine Doppelenneade (= 18 Tage): s.
Od. & 278 fl. Emr& di nal denu av milev 1uaru novronogevwv, || öntwaurdenden
Ö’ Eypdın bpsa onıdevta | yalng Danjzov. Vgl. auch 7 268 fi.
S. 16 Anm. 57.
Auch hier tritt eine Doppelenneade auf; vgl. Fäsı zu
wb3tl.: Emra ÖE zul Ölxa uev oe Öuhg vürtag re nal uug || #Aulouev.dddvaroı
ze Deul Buyrol 7’ avdgwmor' | Öntwauıdenden 6’ Edouev neugl.
Zu 8. ı6 füge aus den Mythen noch hinzu: Hy. in Ap. Del. gı: Ayo 6
dvviiude te nul Evvka vörrag deimrors || @ölveosı menugre. — Hesiod Theog. 56:
Zvv8u yag ol [MomuooVvn| vürrag Euloyero uneın Zeug.
Pagina 10
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)WW. H. Kkesester,
17
Anm. Dy
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jetzt
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Vervallständunge
materials noch Suhnede enneadisehe Kristen hinzu.
Verl tier
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von der Erzeugung von Bienen au» den Banburn geteteter Mander dessen
Post ubi nona suo» Aurora induxerat ortus len
Auası
Syn,
Inferias Orphei mittit Wueuingue revisit | Arıstarus|.
tie vero subitum ac dhetu mirabile menstrum
Adspivriunt, Dquefacta boum per viscera Late
Stridere apes utero el ruplis ellervere custis vte.
Man nalım also an, daß am neunten Vage nach der ritwellen Sehlachtunge von
Rindern sich aus Jderen verwesenden
vermöchten: ein
Leibern neue Bienenschwärtne zu entwichelu
eigentürlicher Aberglaube, der uflenbar init der alten Gligeigeu
Woche, die ganz besonders im späteren Totenkult sich erhalten hat, zussummen
hängt.) — Plin. u. I. 29,
129 (Kezept
für Augenkrankkeitend:
Ali
vırılei
[lacertam] includunt novo fietili as lapillos qui vocantur eimaedia, 2... novem
signis signantes et singulos detrahunt per dies.
Nono enittunt lavertam, lapillos
servant ad oculorum dulores. — ib. 30, 48 (Bezept gegen gewisse Krankheiten:
Cochleae ... in potu datae diebus plurimum nuovem ... -- ib. 20, 135: am
et lieni mederi [mentam| ...
si is qui mordeat dieat se lieni mederi per dies IN.
ib. 25, 68: quidam caules [venfaurii| cuneisos madefaciunt diebus AV
|>= 2>< y| atque ita exprimunt. -—— ib. 14, 124: ratio autem condiemli musta
in priino fervore qui
novem diebus cum pluritmum peragitur, aspersu pics ete.
— ib. 8, 151: si unus [catulus| gignatur, mono die cernere Lradunt, si gemin:
deeimo. — ib. 31, 107: In Litis
Macedoniae, yuod vocant Uhalastrieum, ... lacus
est nitrösus ... ibi fit nitrum viren Uanis ortum novenis diebus totidemyqyue
cessat. — ib, 2, 122: Navonium ... vocant Örnithian, uno et LA® die post
brumaımn ab adventu avium flautem per «lies novem. — ib. IO, 162 (vom Pfau):
partus exchuditur [= schlüpft aus| diebus ter uovenis, aut tardius trivesime
(so auch Aristot. au. hist. 6,9, 1). Varıor.r. 3,9 p. 225 Bip.: Si ova gullinis
pavonina subjicies, eum jam X [IX?] dies pavonina fovere vvepit fun denique
gallinacea subjicere, ut una excudant.
sunt, pavoninis ter noveni.
Gallinaceis enim pullis bis deni dies opus
Didym. b. Geopon. 1.4, 18, 6: gen dE bnuriteven
z& && |der Piüuen| geAjrng Evaralag wong ru navra Evrka... ri dt ı Nucoc
Ta uev zür bprvidor apuıpeiv yon, Üdu dE myucudeven, Grwg ti) A’ uerü or Tuwrug
wor zul TE av ogridwv Guvögdu. Lolum. 8, 11 p. 346 Bip.: gallinae .. novem
diebus a primo lunae ineremento uuveuis ovis incubent, sintque ex his V pavonina
... decimo deinceps die omuia gallinacea subtrahautur et totidenm recentia eiusdem generis suppwnantur ... Man beachie übrigens die so oflfenkundigen Beziehungen des Pfaus zum Munde und Mondlaufe, die walırscheinlich mit der
Beziehung des Pfaus zur Mondgöttin Hera zusammmenhäugen; s. Roscner im
Philologus 57 [1898] 3. 2ı3 #. 8. zı5f. Auın. Of. — ib. 3, 53: Tiberis navigabilis
novenorum conceptu Jdierum, si non adiuvent imbres.
Marcell. de med. 26, 39:
bacarum cupressi viridium contritarum sucus colatus cum vino potui datus ımire
renium dolori medetur, ita ut, si necesse fuerit, per alios uovenm dies adaucto
numero bacarum et iterum, si ita opus fuerit, per alios novem dies deminuto
170) Vgl. dazu die von Niclas. zu Geopon. 15, 2, 21ff. gesammelten Belegstellen.
Pagina 11
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1] SIEBEN- DU. Nzunzanı ım Kunrus u. Myrsus D. GRIECHEN. 85
numero detur.
Eine gjährige Dürre in Troizen erwähnt Paus. 2, 31 a. E.;
vgl. damit die 7jährige Dürre auf 'Thera (s. ob. 8. 8). — Fine Frist von
9000 Jahren (== 9 Uhiliaden oder 1000 Enneaden) fingiert Platon (Krit. 108E.
111 A). -- Plin. 19, 1349 (vom Spargel): au post annos novem ... digeri ete.
— 3b. 150: fertilitate [asparagi| in denos annos durante.
3. 20 Anın. 78: Die heilkräftige Wirkung alter (gjühriger) Pettsalben
and Öle ist auch sonst vielfach bezeugi, z. B. von Cels. 3, 27, ı Unetioni ...
aptissimum
est vetus oleum.
Plin. h. n. 28,
miscetur [butyrum]| inveteratum.
134:
Pluribus compositionibus
ib. 28, 135: Inveteratur [adeps suillus]
Juobus modis, aut cum sale aut sincerus tanto utilior quanto sit vetustior.
ib. 12, 44. Üalen. XI 582K. XI 739K. Nil 3281. XII 696. Plin. b. Marcell.
ide med, y. ı4, 10 Helmr.
S. 2ı Anm. 79: Nach Geopon. 7, 24, 2 gilt ıojähriger Wein für alt und edel.
S. 2ı Anm. 80. Daß Zugochsen im Alter von 9 Jahren besonders leistungsfühig sind, hat mir auch ein tüchtiger Landwirtschaftslehrer bestätigt.
S. 2ı Anm. 83: vgl. auch Apollod. bibl. 1, 7, 4 3:
S. 22 u. 23. Daß unter der void doeinvog bei Plutarch Agis ıı eine
Neumondnacht zu verstehen ist, lehrt auch Sotion b. Geopon. 5, 10, 3f.: Ev
tag oedAyroıg muepeıg, rovrou ri) newer nu deviige Yusgg .. Lariwv de Ev
taig aoeAyjvoıg nal vhv aD" nal Crmv) A’ zeıreı.
5.23 Anm. 86: Pin. 2, 28: aliquem exstingui deeidua [sidera d. h. Sternschnuppen| signiticant.
5. 25 Ann. ot: füge hinter Schol. Eurip. Ale. ı ein: Zenob. ı, 18.
8. 27 Anm. 97: Über das 27(=3x% y)tägige Bebrüten der Pfaueneier
s. oben zu 8. 17 Anm. 69. -- Auch im germanischen Recht spielt die 27 (= 3 >< 9)
tügige Frist eine gewisse Rolle (J. Gum, Rechtsalt. 8. 218), ebenso bei den
Kelten (Lori, Revue Gelt. 25 [1904| 8. 136 u. 144).
S. 28 Aum. 98 füge hinzu: Plin. h. n. 32, 76: Idem |praesture putatur|
taeniae lecur siecatum ... cum oleo celrino perunetis pilis novem mensibus
(Rezept um Haarschwund zu erzeugen). Vgl. auch Plin. 16, 168 = Theophr.
b. pl. 4, 11, 2.
Zu Kap. Il.
Hebdomadische Fristen.
S. 30 Anm. 105: Zu den hier gegebeneu Beispielen für die Siebenzahl im
Kultus und Mythus der Assyrer kommen jetzt noch hinzu: der Walfisch mit
7 Flossen (Hxozxv,
Mythen von
d. Gotte Ninrag
1903 8. 13);
7 Häupter
(ebenda 8. 15); 7 Schicksalsgötter (ib. 88f.); 7 Locken des Gilgames (vgl. die
7 Locken Simsons: Jeremias, D. alt. Test. i. Lichte d. alt. Or. 8. 159); das
7walige Fallen auf den Bauch und auf den Rücken in dem Gruß der TellAmarnabriefe (ebenda 8. 219); die 7 und 7 Helfershelfer des Nergal (ebenda 8. 330).
S. 31 Anm. 108. Aus dem Bereiche der semäötischen Völker trage ich
hier noch folgende Belege für siebeutägige Fristen nach: Plin. h. n. 37, 193:
in Arabia repertis ingentibus glebis melle excoqui tradunt septenis diebus
noctibus sine intermissione (von den cochlides genannten Edelsteinen). —
Ammian. Marcell, 19, 1, 10: siebentägige Feier der Adonien. — Luc. de dea
Syr. 52: puldkavreg dE Entk nusgkwv Kgıduöv [nach der Bestattung eines Gallos]
odrwg Eg zo Lepov Eocgyovzas’ oo ÖE tovriwv Ijv faldmov, 00% Öcıa n.uovcı (zu
Pagina 12
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1] SIEBEN- U. Neunzane ım Kuurus un Mvrnuus D. GRIBCHEN. 85
numero
detur.
Kine
gjährige
Dürre
in Troizen
erwähnt Paus. 2, 31
a. E;
vgl. damit. die 7jährige Dürre auf Thera (s. ol. 8.8).
- Eine Frist von
9000 Jahren (= 9 Chiliaden oder 1000 Enneaden) fingiert. Platon (Krit. 108E.
111 A). -— Plin. 19, 149 (vom Spargel): au post annos novem ... digeri ete.
— ib. 150: fertilitate [asparagi| in denos unnus durante.
3. 20 Anın. 78: Die heilkräftige Wirkung alter (Yjühriger) Fettsalben
und Öle ist auch sonst vielfach bezeugt, z. B. von Cels. 3, 27, ı Unctioni ...
aptissimum
est vetus oleum.
Plin h. n. 28,
134:
Pluribus compositionibus
miseetur [butyrum]| inveterstum. ib. 28, 135: Inveteratur [adeps suillus]
duobus modis, aut eum sale aut sincerus lanto utilior quanto sit vetustior.
ib. 12, 44. (ialen. X1 582K. XI 739K. XU 3281. XUIl 696. Plin. b. Mareell.
de med, p. 14, 10 Helmr.
S. 21 Anm. 79: Nach Geopen. 7, 24, 2 gilt ın jähriger Wein für alt und edel.
S. zı
Anın. 80.
Daß Zugochsen im Alter von 9 Jahren besonders leistungsfühig sind, hat mir auch ein tüchtiger Landwirtschaftslehrer bestätigt.
S. 21 Anm. 83: vgl. auch Apollod. bibl. ı, 7, 4, 3:
S. 22 u. 23. Daß unter der vv5 acemvog bei Plutarch Agis 11
eine
Neumondnacht zu verstehen ist, lehrt auch Sotion b. Geopon. 5, 10, 3£.:
&v
Teig @seAnvorg julgwig, rovrion rH npwWen nal Ösvriog yuspa .. Lorior db Ev
tais Koeknvoıg za mv a0" Kul Crhvd) A rerteı.
S. 23 Anm. 86: Plin. 2, 28: aliguem exstingni deeidua |sidera d. h. Sternschnuppen] significant.
8. 25 Anm. ul: füge hinter Schol. Eusip. Ale. ı ein: Zenoh. ı, 18.
S. 27 Aum. 97: Über das 27(= 3 x yltägige Bebrüten der Pfaueneier
s. oben zu 8. 17 Anın. 69. — Auch im germanischen Recht spielt die 27 (=3 x 4)
tägige Frist eine gewisse Rolle (J. Gruss, Rechtsalt. S. 218), ebenso bei den
Kelten (Loru, Revue Gel. 25 [1904| 8. 130 u. 133).
S.. 28 Anm. 98 füge hinzu: Plin. h. n. 32, 76: Idem |praestare putatur|
taenjae jecur sicealum ... cum oleo cedrino perunetis pilis novem mensibus
(Rezept um Haarschwund zu erzeugen). Vgl. auch Plin. 16, 168 = Theophr.
h. pl. q, sı, 2.
Zu Kap. IU.
Hebdomadische Fristen.
8. 30 Anm. 105: Zu den hier gegebenen Beispielen für die Siebenzahl im
Kultus und Mythus der Assyrer kommen jetzt noch hinzu: der Walfisch mit,
7 Flossen (Hnozxv, Mythen von d. Gotte Ninrag 1903 8. 13); 7 Häupter
(ebenda 8. 15); 7 Schieksalsgötter (ib. 881); 7 Locken des Gilgames (vgl. die
7 Locken Simsons: Jewesmas, D. alt. Test. i, Lichte d. alt. Or. 8. 159); das
zmalige Fallen auf den Bauch und auf den Rücken in dem Gruß der TellAmarnabriefe (ebenda 8. 219); die 7 und 7 Helfershelfer des Nergal (ebenda 8. 330).
5. 31 Anm. 108. Aus dem Bereiche der semgtischen Völker trage ich
hier noch folgende Belege für siebeutägige Fristen nach: Plin. h. n. 37, 193:
in Arabia repertis ingentibus glebis melle exeoqui tradunt septenis diebus
noctibus sine intermissione (von den cochlides genannten Edelsteinen). —
Ammian, Marcell. 19, 1, 10: siebentägige Feier der Adonien. — Luc. de dea
Syr. 52: puldkavres ÖE Ente Nuegkwv agıduo» |nach der Bestattung eines Gallos]
odtwg &g TO lspov Eoipyovran' no dE rovrdmv }jv Eoildooıy, our Öow n.ılovon (zu
Pagina 13
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)[NNIV, 1.
W, H. Roscıer,
Hierapolis in Syrien). = - Über ztägige Peste in Karthago s. MEntrzen, Gesch. dl.
Karthager > 8. 148.
S..32 Anm. 100
füge zu der Fiteratur über die Siebenzall bei den Juden
noch hinzu: Srrormemann in s. Horazausgabe 2 8. 350 1., nach «lem die heilige
Sieben
ungefähr
7541mal
in
der
Porosranı ind. Jahrbb. d. Bit.
Bihel
vorkommt.
Wien 1848.
Vgl.
auch
v.
Hammsi-
Bi. 124 8. 60 AM.
$,. 32 Über den schabattu der Babylonier s.
auch Denrizsch, Babel und
Bibel, ein Rückblick und Ansbliek | 1904| 8. 27 WM, und Ziumers, 2. DM. Gi. 58,
199. u. 4581. — Über die jüdische Woche und das Jubeljahr s. auch Semarareunı.
L’astronomia nell’antieo testamentn.
Milano 1903 (mir unzugänglieh! s. Lat.
Centralbl. 1904 8. 303 fl).
S. 32 Aum. tıı. Im zu beweisen, welche Rolle die hebdomadisehen Fristen
— auch abgesehen von der siebentägigen fortrollenden Sabbatswoche und den
andern in Anm, tıı
angeführten wenigen Stellen — bei den Juden gespielt
haben, weise ich noch aut folgende Stellen des A. T. hin: Exod. 12, ı5 u. ff
(7tägige Österfeste); ı Kön. 8, 2 n. 65. 2 Chron. 7, 8—J (2 x ztägiges Tempelfest des Saloıno); Exod. 29, 30; 355 37 (7tägiges Pest der Priesterweihe); Genes. 8,
8. ı0. ı2 (alle 7 Tage ließ Noah eine Taube ausfliegen); Jos. 6, 4. 15 (7tägige
Belagerung von Jericho); Lev. 8, 11. 33. 35 (7 Tage lang dürfen Aaron u. s.
Sohn nicht die Stiftshütte verlassen); Num. 19, 1119. 31, 19 (die gesetzliche
Unreinbeit dauert 7 Tage); Lev. 13 u. 14 (ebenso die Reinigung bei Aussatz);
Lev. 12, 2. 5 (nach der Geburt eines Knaben dauert die Unreinheit der Mutter
7, nach der eines Mädehens 2 >< 7 Tage}: Lev. ı5, 13. 19. 24 (7tägige Unreinheit bei gewissen Krankheiten und Menstruation); Genes. 50, 10. Hioh 2, 13
Judith 16, 29. Sir. 22, 135 vgl. Izech. 3, ı5 (7Zlägige Trauer um e. Sohn et«.);
Riehter 14, 12. 15. 17 (7täügige Hochzeit); Exod. 22, 30. Lev. 22, 27 (das
Junge eines Ochsen, eines Schafes, einer Ziege soll nach der Gehurt 7 lage bei
s. Mutter bleiben und erst daun geopfert werden); Lev. 23, 15. Deut. 16, 9
(7 Wochen liegen zwischen Passah und Erntefest); Deut. 31, ı0f. (alle 7 Jahre
am Laubhüttenfest soll das Gesetz dem ganzen Volke vorgelesen werden):
ı Kön. 6, 38 (der Tempelbau Salomos dauert 7 Jahre), —
S. 33 Anm. 112.
Verl
auch die 7-,
10 , 20-tägigen Fristen
bei der Eroberung von Babylon: Herod. 3, 155. — Ilerod. 7, 56 (vom Übergang über den
Hellespont): dueßn dE 6 orgarög wirod dv Ente yulaycı zul Ev Entü ebpaorycı
(typische Zabl in persischen Beriehten; vgl. die andern angeführten Beispiele!).
S. 33 Anm. ı13: Herod. 5, 17: Meyaßafos de euneı aypyelong &5 Manedovdp
ävdong Ernıa TlEgoag, ol wer wbror Exeivor Your boxıuararoı ?v ro orenomedw
(echt persisch!). Vgl. auch die in 2 Reihen übereinander geordneten 28 (= 2x 14
=4X<7) Thronträger des Neliets aın Grabe des Dareios und Xerxes bei A. JerENIAS,
D. alte Test. etc. 5. 149 Abb. 46. Illingen mit dieser persischen Sitte die Emr«
Swperopviaxeg zusammen, welche Alexander d. Gr. nach Aristobulos b. Arrian.
an. 6, 28, 4 bis zu einem gewissen Zeitpunkt um sich zu haben pflegle? —
Diod.2,1 6 de zauıng |r. Mydlag] Basıkevg Dapvog... or re Grgamıwrav tovg sAeloroug
eneßals zul alrög were tenvov Entk xal yuvaınog alyudiorog Aypdels avesravgndn,
Mehr b. v. Hauner-Prrasrann, Jahrh. d. Litt. 124 (Wien 3248) 8. Hof. —
Zu 8. 34 füge vor nr. 4 ein: 3’) Drusen.
den Kult der Siebenzahl
8. 231. u. 78.
bei den
Drusen s. v.
Über die 7Jjührigen Fristen und
Haumun- Pırastann a. a. 0,
Pagina 14
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1} SIEBEN- ir. NEUNZAHL ım Kunrus u. Myrius D. GRIECHEN. 87
Zu S. 34 Anm. 115. Die mehrfachen Übereinstimmungen zwischen Indern
und Perseru hinsichtlich der Siebenzahl (7 Adityas = 7 Amesa-spentas; 7 Weltteile!) = 7 Pvipas = 7 Karövares; 7 Menschenrassen, 7 Heilande der 7 Welten:
7 heilige Flüsse = 7 Arne der Särasvati, 7 heilige Sänger der Inder [saptarii] =
7 Sterne des (troßen Bären [haptoiringa| usw.) erklärt Tiere, Gesch. d. Ktelig.
i. Altert,, deutsche Ausgabe von Cemaen Il 8. 66 u. 70f. gegen Onpensenre au. OÖ.
nicht als Entlehnungen aus Babylon (Planeten), sondern als alten gemeinsamen
Besitz der indoiranischen Urzeit. — Übrigens findet sich eine 7tägige Frist
auch in der alten Bestimmung, daB die indischen Könige 7 Tage lang auf Darbhagras liegen mußten (Jataka II p. 368: Hawpy, Archiv f. Rel.-Wiss. 5 8.91.
7 Spannen lauge Holzstücke dienten zum Verbrennen der Leichen: J. Geism,
Kl. Schr. 2 8. 297), sowie in der Sage, daß Krischna den Berg Govardhana
7 Nächte über das Haupt seiner Geliebten gehalten habe, um dieselbe vor dem
Zorne Indras zu schützen: Vishnu-Purana p. 556; v. Hauser 2.2.0. 54. —
S. 35 Anm. 117: Übrigens spiell die Siebenzahl auch sonst im Buddhismus
eine Rolle, wie sieh schon aus der Sitle ergilt, daß inbrünstige Pilger sich siebenmal
kriechend nm die Stadt des Dalai-Lama bewegen: Leipz. Ztg. 1903 8. 2897". —
Über die ztägigen Fristen der Buddhisten vgl. v. Hanser-P. a. a. O0. 3. 52.
3.35 Anm. 118 (Chinesen u. Mongolen):
In Peking besucht die unvermählte Fran in der Regel am 7. Tage nach der Hochzeit .. die Grabstätte
der Familie. um den verstorbenen Vorfahren ihrer neuen Familie vorgestellt zu
werden:
Sarrorı
a. a. 0.
41"
—
Die
Tongkinesen
geben
ihren
Ahnen
am
7. Tage des ersten Monats einen Festschmans: Samrorı a. a. 0. 50”. — Nach
v. Hasuer-Porosvranı a. a. 0. Bd. 123 [1848] 8. 32 steigen Türken und Perser
in ihren Stwmmtafeln niemals über das siebente Geseblecht hinauf. Vgl. auch
Jul. Paul. Recept. Sentent. LIV T. ı1 p. 122: „Suecessionis ideirco gradus VII
vonstituli sunt, quia ulterius per rerum natuıramı nee nomina inveniri nec vita
suceedentihus prorogari potest.”
Dem Zrtedoviog bei Hipponax und Herodas
entspricht das reidoviog bei Sophokles; vgl. Usenen, Dreibeit 8. 3573.36 oben (Mongalen).
In der Jurte des Mongolen stehen bei Hochzeiten
eine Lampe und die üblichen 7 Opfergaben: Globus 1890 Nr. 14: Lürrien,
Progr. d. Domgyinas. in Naumburg 1891 8. 20. — Die Begräbnisfeier des
gemeinen Kalmüken dauert 7 Tage, die eines vornehmen 7 Wochen, die großen
Yeste 3>< 7, die eines Heiligen 7 >< 7 Tage: v. Hanwer-Purastanı. a.0.0. Bd. 124
(1848) 8. 53, wo noch weiteres zu finden ist. Vgl. auch Gesenuus, Kommentar
über Jesaia I 8. 222. Horaz von Srmonsmann 2 8. 347. Lörricn a. a. 0.
8. 10 u. 11 (über die Burjäten und Mongolen Östsibiriens). — Für die Japaner
kommt die Sitte in Betracht, daß deren Kinder, sobald sie 7 Taxe ult sind,
offiziell mit ihren Namen in Listen eingetragen werden. Am 23. Tag nach der
Namengebung, also am 30_ nach der (Geburt, trägt man die Kinder zum ersten
Male in den Teinpel: Leipz. Ztg. 1904 8. 854".
8.36 Anm. ı22 (Malayen). Vgl. jetzt vor allem die reichhaltigen Sammlungen
über indonesischen Zahlenaberglauben im Globus 84 [190,3] 8.229 ff., wo auch Material
171) Vgl. Strab. 703: Dyoi dt 16 tüv 'Ivdüv nAnBog eis Enta u£on Öimenoe ... gilösopor, yEwpyol, morneves aa Ingevral, reyvituı xal nummlınol, molekıorat, Eyogor, GUußovAoı nal ouvedoo: tod Baoıldag: v. Hammer-PuRGsTtarL a. a. 0.
ı24 [1848] S. 6.
Pagina 15
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W, H. Roscher,
IXXIY,ı
für die 9, 5, 40 usw zu finden ist.
Die nördlichen Orange Benn unterhalten
3 oder z Nächte lang ein Feuer auf dem tirabe des Pawmiliengliedes: Samrom
a.a. 0. 39”. — Fhenso halten die Nalang anf Java am 3. und 7. Tage nach
der Bestattung ein lestmahl; alle 7 Monate feiern sie ein West, und zwar an
bestimmten Tagen, die als Sterbetage «der Frau uud des Hundes gelten, von
denen sie abstamnıen sollen: Sawronı a. a. (N. 30”.
Beim Tode eines Königs der
Belunesen auf Timor darf 7 Tage lang im ganzen Reiche kein Betel und Sirih
gekaut werden: Sanrrorı 60% - Auch sonst tritt die 7fägigr Frist gerade hei
den Totenfesten vieler Völker deutlich hervor.
So fasten die Paressi in
Brasilien nach dem Tode des Stammesgenossen bis zum 7. Tage und feiern dann
an dem genannten Tage ein großes Fest (Sartori 30"), die Haussa halten
7 Tage nach der Bestattung ein großes Festmahl (ih), die Alur (in Afrika) am
7. Tage nach dem Tode ein Öpfer- und Totenmahl (b.); am 3. u. 7. Tage begehen die ‘Tschuwaschen ein Gedächinisfest (ib.); die Tscheremissen feiern
Gedächtnismahle am 3., 7. und 40. Tage (ib. 33°), ähnlich «die Türken und
Baschkiren (ih. 33°), sowie die Mohammedaner in Bosnien (35*) Bei den
Armeniern findet das Totenmahl amı 7. und .40. Tage nach dem Begräbnis statt
(ib. 35°). Die Beltiren schlachten am 7. Tage als Leichenopfer einen Hengst
und eine Stute: Panras, Reisen 3, 356. v. Haumer-P. a. a. 0. ı23, 16 Anm. 4.
Sarrorı 30°. -- Die Bassari (im Togogebiete) feiern ihre Hochzeiten 7 Tage
und 7 Nichte hindurch bei Tanz und Sehmaus: Globus 83 [1003| 8. 312".
S. 36 schiebe hinter den von den Malayen handelnden Abselnitt folgendes ein:
6°) Von größtem Interesse ist, daß kürzlich der französische Keltologe
J. Lor#s im 25. Bande der Revue Geltigque auch für die alten Kelten hebdnwadische Fristen neben euneadischen (s. olen 8. 73) nachgewiesen bat. Besonders
zahlreich treten hier (ebenso wie bei den Germanen und Griechen) Fristen von
7 Jahren auf (s. die Belege a. a. 0. 8. 1381. u. 148 ff), während solche von
7 Tagen merkwürdigerweise ziemlich selten un, wie es scheint, von der neuntägigen Woche bis auf wenige Spuren verdrängt sind. Als solche führe ich
aus Lorns lehrreichem Aufsatze folgende an: “Bres reste malade 5 jours, 7 mois
et 7 ans’ (Rev. Celt. XV. p. 439. Low a. a, 0. p. 148).17)
“Gräce ü de: prieres de Patrice, aucun demon ne vint en Irlande pendant
7 ans, 7 wois, 7 jours et 7 units’ (Trip. Life of St. Patriek p. 115. Loru
a. a. 0. p. 149).
"Un enfant vit 7 jours enferme dans un eairn’ (ib. p. 168.
Lori p. 149. Lorm sagt a. a. 0. 8. 160 ılarüber: „La fortune da mombre 7
est plus diffieile A expliquer. Hans les divisions du temps, on trouve bien le
cycle de 7 ans, mais «est tout. La semaine de 7 jours n’apparait mulle part.
chez les Celtes avant l’epoyue chretienne.
sans 6&tre alsolument certain.
Pline d’apr&s lequel
A-telle exist?
est possible,
Üependant, si on auceple le (emoignage de
le mois, eomme laruee, vommengait cher les Celtes a la
ı72) Biblischen Ursprungs köunen diese dreifachen hebdomadischen Bestinmungen kaum sein, da es meines Wissens ım alten Testament genane Analogien dazu nicht gibt; dagegen komınen auf dem Gebiete der keltischen Enneaden
ähnliche Erscheinungen vor; vgl. Town a. a. O. 8. 154: „Cairpre et ses enfants
perdent, & la bataille de Cnämros, 9 mille, 9 cents et 9 yuerriers: Rev. Gelt. 15
p. 333. Ähnliches gilt von der Siebenzahl bei den Kelten (horn a. a. 0. p. 152),
aber freilich auch hei den Juden; vgl. die 777 „Jahre des Lamech: (enes. 5, 21.
Pagina 16
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, ı.| SIEBEN- (1. NEUNZAHL Im Kuurus u. MYTHUS D. GRIECHEN. 89
6° lune 73), C’est-a-dire evidenment au sommencement du second quartier, on arrive
ainsi A une periode importante «u mois qui commener avec le 7° jour. Ü’est une
des raisous qui expliquent la fortune de ee nombre chez les Grees, comme Ta
constate Usener (Dreiheit p. 349). Le 7° jour est velui de la naissance d’Apollan,
& Delphes, Athenes; il est honore sous le nom de "Eßdsnsog" ete. ...
Im
folgenden aber spricht Lorn im IHinblick auf die Tatsache, daß die 7 einerseits
keine besondere Rolle im Zablensystem (numeration) der alten Kelten spielt,
andrerseits doch den Rang einer heiligen Zahl erlangt hat, die Vermutung aus,
daß diese Zabl ihre Bedeutung religiösen, d. bh. im letzten Grunde babylonischen, kintlüssen zn verdanken habe. - Das was sich gegen letztere Aunahme Lorus sagen läßt, ist kurz folgendes. Vor allem scheint es mir auf der
Hand zu liegen, daß die siebentägige Frist der Kelten ebenso uralt und ursprünglich,
d.h. echtkeltisch sein kann, wie z. B. die der Griechen, für die ebenfalls in
der ältesten Zeit bisher nicht (lie geringsten babylonischen Einflüsse sich haben
nachweisen lassen, und diese Möglichkeit, wird für uns schließlich zur Wirklichkeit, wenn wir erwägen, daB die von Lwrn nachgewiesenen altkeltischen
Fristen von 7 Jahren nach allen Analogien, die uns die vergleichende Chronologie darbietet!??), die Existenz von 7 tägigen Fristen mit Notwendigkeit voraussetzen.
Denn eine Frist von 7 Jahren ist vom Standpunkt des primitiven
Menschen aus betrachtet ein verhältnismäßig so schwer fabbarer, ein so kompli„ierter Begriff, daß gar nicht zu begreifen ist, wie man in der Urzeit darauf
gekommen wäre, ohne dahei von der schon der einfachsten Intelligenz und
Beobachtung leicht zugänglichen und geläufigen Tatsache ıler siebentägigen Wochen
(Monatsviertel) auszugehen
7°) und diesen Begriff dann weiter auf die Monate,
Jahre usw. zu übertragen, wie das z. B. sicher bei den Griechen und Juden geschehen ist (s. Ennead. u. hebd. Fristen $. 70).%) Ebenso wie die 7 jährigen
Fristen lassen sich aber auch die sonstigen zahlreichen Anwendungen der Siebenzahl im Kultus und
Mythus der Kelten (Lorn a. a. O0. 8. 147 #f.), die meist
keinen christlichen Einfluß verraten '””), ınit Leichtigkeit von der siebentägigen
173) Vgl. Plin. h. n. 16, 250: sexta (VT.) luna, quae principia mensium annorumque his [Druidis, Gallis] faeit. Sollte es sich nieht empfehlen
bier statt VE. zu lesen VII. (= septima)? Vgl. übrigens auch Usexer a. a. 0.
S. 350 oben,
174) Man denke insbesondere an die Griechen und Juden!
175) 8. oben (8. 87f.) die aus dem Bereiche der Naturvölker angeführten
Bele;® für hebdomadische Fristen.
ı76) Ich erinnere auch an die Entstehung der neunjährigen Fristen aus
den neuntägigen.
177) Ich berufe mich in dieser Beziehung namentlich auf die singuläre
Charakteristik des altirischen vom Christentum noch ganz unberührten Nationalbelden Cuchulinn bei H. p’arBoIs DE Jusamviuce, La civilisation des Celtes et
Vepopee Homer. 1899. 8. 2681. Danach hat dieser Herakles der Iren bereits
als 7jähriger Knabe seine Großtaten verrichtet; sein Auge hat 7 Pupillen[?],
seine Hände haben 7 Finger, seine Füße 7 Zehen usw. Ich habe dieses merkwürdige Beispiel für die Heiligkeit der Siebenzabl, das meines Wissens ohne
Analogie ist und sicher nicht aus der jüdischen und christliehen Religion stanımt,
bei Loru nicht finden können.
Pagina 17
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. H. Rosener,
INNIV, 1.
Frist ableiten, wie wir das oben 5, 101. auch für die Griechen und Juden zu
tun versucht haben.
Endlich läßt sich die von Lori sellist schon genügend
hervorgehobene Tatsache, daß das Erscheinen des ersten Moudviertels au siebenten
Monatstäage dem Kellen den Autanı des Monats und dahres beleutete, kanm anders
als aus der einstigen Existenz einer 7iägigen Woche, d. I. eines Munatsviertels,
erklären.
Wenn Lou a. a. 0. 8. 161 sagt: "Neanmoins, si on eonsidere que
le nowhre 7 ne joue aucun röle partieulier dans Ja numerälion: si on
vonsidere,. au contraire, d’apres ce qui a el& die plus haut A propos de la
nuneration, que Ta base 7 est me sorte d’anomalie, on ne peut guere donter
qwil n’entre dans Ja fortune extraordinaire de ce nombre des influences etrangeres',
so müßte genau derselbe Kinwand auch für alle übrigen Völker gelten, welche
die ztägige Frist kennen, ohne in uachweisbaren Beziehungen zu den Babyloniern
gestanden zu haben, ja sogar für diese selbst auch, da ja in deren Zahlensrsten
meines Wissens die Sieben ehenfalls keine hervorragende Rolle gespielt hat, ohne
Joch damit die Bedeutung einer heiligen und typischen Zahl einzubüßen. Anders
läge die Sache freilich, wenn wirklich - was «ie meisten Gelehrten inner nuch
annelimen, ich aber auf das entschiedenste bestreitun muB - —, die 7tägige Woche
(Frist) notwendig die Kenntnis der 7 Planeten voraussetzte, die allerdings eine
erhebliche wissenschaftliche Errungenschaft bedeute
"d) und umzweitelhbatt den
altbabylonischen Astrolugen verdankt wird: in diesem Talle würde allerdings
nicht bloß die siebentägige Woche, sonlern überhaupt fast der ganze Kult der
Biebenzahl aus Babylon stanımen. DaB aber diese Annahme ebenso unnötig wie
unwalırscheinlich ist, glaube ich bereits zur Genüge nachgewiesen zu haben. —
Sehr merkwürdig ist ührigens der Umstand, daß, wie aus den Sammlungen Lorss
klar hervorgelit, bei deu Kelten die Pristen von 7 Tagen ebenso selten sind
wie ie von 9 Jahren!?}, währen] an Häufigkeit des Vorkommens die von
7 Jahren denen
von 9 Tagen entsprechen.
Ich schließe daraus, daß hei den
Kelten im Kampf zwischen den hebdomadischen und ennewlischen Prinzip,
wenigstens was die Fristbestimmungen anlangt, eine Art Ausgleich stattgefunden
hat, und zwar in der Weise, daß für die Jahrestrisien die Siehen, für die
Tagesfristen die Neun zu fast ausschließlicher Herrschaft gelanete.
Es brncht
kaum bemerkt zu werden, «aß schon «dieser Ausgleich auf ein sehr hohes Alter
beider Fristen bei den Kelten deutet uud einen wesentlichen Bintuß der
biblischen Siebeuzahl it ziemlicher Sieberheit sunsschließt, da ja in der Bibel
gerade
die
bei
den Kelten
so
stark
in
den
Hintergrund
gedrängten siebentägigen Fristen die Hauptrolle spielen. "®)
Zu 8. 30. (kermanen)
Dissertation
Hier ist vor allen hinzuweisen auf die Heißige
von W. Kxore, Z. Gesch. 4.
ıyp. Zahlen
3. d. deutselien Lit. d.
Mittelalters. Ljz. 1902, der 5.43 auch das ımir zur Zeit unzugäugliche Buch von
R. M. Merer, Altgerm. Poesie 8.91 für die Tatsache zitiert, daß bereits auf
178) S, oben 8.75 Ann. 165.
179) Das einzige Beispiel dafür bei Loru 8. 154 lautet: Eochaid assiege
Bri Leith pendant 9 aus (The Rennes Dindsenchas, Rev. Celt. 15 p. 290).
180) S. ob. 3. 86. Bei dieser Gelugenheit trage ich auch nach das mir
unzugängliche Buch von Scene, Celtic Scotland. Loudon 1877, wo Bd. IE 8. sı2 ff.
von der Bedeutung der Sieben in der “NReligionsweisheit” der altirischen Druiden
gehandelt sein soll.
Pagina 18
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, ı.] SIEBEN- U. NEUNZAHL IM KuLTus ı1. MyrHus D. GRIECHEN. 91
altgermanischem Boden Zeitangaben mit der 7 verbunden wurden, wie MEYER
a. a. Ö. an dem Beispiel der Eddalieder gezeigt. habe.
8.37 248 v. ob. füge hinter Jakon Guns,
D. Mythol®. 8. 115 ein:
vgl.
auch denselben in d. Rechtsaltertümern! 8. 213 f. [über 7 u. 9]; 8. 415 [Mündigkeit mit 14 = 2x7 od. 15 Jahren]; 416 |Mündigkeit mit 21 = 3% 7 Jahren].
Hinsichtlich ıytägiger Pristen s. auch Knorr a. a. 0. 8. 69fl., der auch anf
MÜLLENHorF, Alt. IV 8. 641 f. verweist.
S. 39 lassen sich die Belege für hebdomadische Fristen aus dem deutschen
Volksepos aus Knxorrs Sammlung (a. a. O. $. 47) nicht unwesentlich vermehren.
Ich füge daraus jetzt noch hinzu: Laurin 263: vor siben tagen; Wolfdietrich B.
424: vollen siben tage; Klage 4304: an dem sibenden tage; 4599: an dem
sibenden morgen; Nibelung. 39, 1: Diu höchgezit dö werte unz an den sibenden
tac; ib. 1197, 1. 1224, 3. Kudrun 455, 1. 696, 3. 850, 4: ze siben nahten.
Eine Siebenwochenfrist findet sich Kudrun 1088, ı7)3. — Siebenjahrfristen:
Biterolf 468. Nibel. 1414, 2: unz in daz sibende jar. Kudrun 568, ı: in
siben jüren. Ans der Märchenliteratur führe ich an: Brensvrein 2 8. 27: Bine
Jungfrau, die alle 7 Jahre erscheint und 7mal niest, wird erlöst, wenn man
ihr bei jedem Niesen [also 7mal!] „Gott helf!* zuruft. Verwünschungen in Musäus’
Volksmärchen erfolgen auf 7 Wochen, Monate, Jahre.
Vgl. auch die für 7 Jahre
zu dem „witten wiwern“ entrückte Frau b. Kuun, Westl. Sagen 1, 124; Sarrorı
a. a. 0. 8. 62* A. ı.
Zu 8. 39 a. E. trage ich jetzt folgendes für den innigen Zusammenhang
wischen Tages- und Jahresfristen überaus charakteristische Beispiel nach;
Plin. h. n. 7, 175 heißt es von Epimenides: “Puerum ... in specu septem et
quinquaginta [= 3 x 19! ebenso Laert. Diog. ı, 109] dormisse annis, ... hine
pari numero dierum [= 3 x 191] senio ingruente, ut tamen in septimum et
quinquagesimum atyue centesimum vitae duraret anuum’.!#1)
(Ebenso Laert.
Diog. 1, 115 = Diess, Vorsokrat. 500, 45). Hier bedeutet die Zahl 57 (= 3 >< 19)
wahrscheinlich den dreifachen Metonischen Cyklus von 19 Jahren, der bekanntlich
auch der Angabe des Hekataios v. Abdera b. Diod. 2, 47 zugrunde liegt, daß
Apollon alle 19 Jahre (dı Erov Erreaxeidene) die Insel der Hyperboreer zu
besuchen pflege. Wie hier schon längst in der ı9jährigen Frist eine spätere
Akkommodation an den Metonischen Gyklus erkannt worden ist (Enn. u. hebd.
Fristen $. 62 ob. u. Anm. 182), für die man ursprünglich 9 oder 7 Jahre einzusetzen hat, so dürfte das „Gleiche auch für die Legende des Epimenides anzunehmen sein. Da nun gerade in Kreta, der Heimat des Epimenides, gjährige
Fristen von jeher üblich waren (Enn. u. hebd. Fristen $. 22f.), so ist es mir
wahrscheinlich, daß in der ursprünglichen Legende nicht 3 > ı9 sondern
3x9
—= 27 Jahre genannt waren, die Epimenides in einer kretischen Grotte [des
idäischen Zeus?]'#?) schlafend zugebracht haben sollte (s. Enn. u. hebd. Fr.
181) Auch sonst werden für Epimenides Rundzahlen angegeben. So sollte
er nach Xenophanes v. Kolophon b. Laert. Diog. ı, ııı 154 Jahre (d.h. 22 Hebdomaden), nach kretischer Überlieferung 299 Jahre alt geworden, d. h. im
dreihundertsten Lebensjahre gestorben sein.
Dieselbe Zahl wie Plinius gibt
übrigens auch Phlegon (Ev ro rn. naxgoßiov b. Laert. D. a. a. O.) an.
182) Für die Zeusgrotte spricht erstens, daß Epimenides aus Phaistos am südlichen Abhange des Ida stammte und als Hirtenknabe auf der Suche nach einem
Pagina 19
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. 1. Roscnen,
Ann. 84 u. 88).
IXMV, 1.
Sollte diese Vermutung das ltiehtige trefen, so würden wir
dureh unsere Annahme eine neue Parallele zu den 27 Tagen [rag vrerouaperag
toly Erv£a bufoag| guwinnen, die Pythagoras in der tirotte des idäischen Zeus
verbracht haben sollte (Porphyr. vita Pyth. 17); und den 27 Tagen des P’ythaynras
würden genau die 27 Jahre es Epimenides entsprechen.
3. 40 Anm. 133 füge hinzu: Vgl. hinsiehtlich der Bedeutung des siebenten
Jahres in Leben der Kinder J. Cirius, Rechtsalt.! S. ıı.
8. 40 Anm. 132. Zu dem bier gesammelten Material koönmen jeizt noch
hinzu folgende Zitate: (rimus Wörterb. unter „Sieben“ Sp. 782 u. 76.
Feigen in Zisehr. d. Vereins !. Volkskunde IV (1894) 8. 247. Kxorr a. a. 0.
S. 44. 46. 47.
Lüerien, Progr. v. Naumburg 1891 8. 10. ı9.
Gmisns
Deutsche Mythol.® 8. 165. 428. 438. 463. 806. 814. 9134. 1052. 1169. 1177
(Fristen von 7 Jahren). -- ih. 298. 3306. 359. 435. 515. 620. 658. Agg. 737822. rııa, 1151.
8.41 Anm. 134 füge hinzu: Lirrour, Sagen ... aus Lucern 8. 346. 534.8. 550.
- Knorr a.a.0. 8 44l. u. 47. 340. 534 £. 550. Lasseechr, Z. Volkskunde
5. 346 (über die besondere Kraft des 7. Sohnes).
8. 42 oben (Griechen): Vgl. auch Procl. in Tin. Ip. 45 (Porphyr. v. Pythag.
p- 33 KieBl.): #ei zeig retvnaocıv Frvara norodsı Kal rois yevvwwevors önolwg
z@ ovöpure Tedeveed Tiveg Ev vi Evvary.
Wenn die letztere Angabe sich nicht
auf römische sondern auf griechische Sitle beziehen sollte, so würde daraus zu
schließen sein, daß für die Namengehung hie und da (vgl. zuwes!) neben der 7und 10-tägigen Frist auch die gtägige in Betracht kam, was an sieh durchaus
nicht unmöglich scheint.
3.42 Atım. 137: Bei den Büdslaven dar! die Wöchnerin in Jen ersten
9 Tagen nicht in den Spiegel sehen, weil sie einen bösen Geist darin erblicken
würde: v. NeaeLein, Arch. f. Religionswiss. 5 (1902) S. 25.
8.43 Anm. 139: Das Verhältnis des Amphidromienfestes zur Feier der
E3ööun könnte demnach dasselbe gewesen sein, wie das der individnellen Finzellotenfeste zu der generellen Totenfeier: Sarvonı a. a. O. 8. 49.
8.43 Aum. 140. Nach v. Hamuenr-Ponasvanı a... 0. 124 (1848) 8. 58,
der sich auf Wıuson, Asiat. Soe. IX 8. 85 f. beruft, war in Indien der 7. Tag
des wachsenden und des abnehmenden Mondes dem Sonnenkult geweiht, was an
die Feier des Apollon amı 7. Munatstag erinnert
3.43 Aum. 142:
Nach Curtius
Rufus 9,
10, 27 «dauerte auch das große
von Alexander d. Gr. in Asien yefeierte Bakelıösfest 7 Tage: boc mode per dies VII
bacchabundum agmen incessit ... mille bereule viri modo et sobrii, VII dierum
erapula graves in suo triunpho capere potuerunt. Weitere 7lägige Fristen aus
dem Kult des Apollon und dem Mythus des Herakles s. ob. 8.4 fl. u. 421.
5.44 Anm. 143 füge binzu: Plin. b. n. 18, 231.
S. 45 Aum. 145.
Die Bruma erscheint. auch sonst als wichtiger Jahrpunkt,
Schafe um die Mittagszeit eine kühle, natürlich im liochgebirge zu denkende
Felsengrotte, in der er seinen Schlaf hielt, aufgesucht hatte (L. Diog. ı, 109),
zweitens, daß er erst, nachdem er in jener irotte geschlafen, zu einem Propheten
und Gottesmann geworden sein sollte.
Ähnliches erzählte man von Minos, Rhadamanthys (üb. Pythagoras s. ob.), die durch ihren alle 9 Jahre erfolgten Besuch
in der idäischen Zeusgrotte ebenfalls göttliche Weihe erlangten.
Pagina 20
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1.) SIEBEN- ın Neunzalı. ın Kunvres in MytHts D. GRIECHEN. 93
an den sich regelmäßige Tagestristien anschließen: vl. Plin. 8, 205: Diebus X
eirca brumamı [also 5 vor, 5 nach d. Bruma | statim dentatos |sues] nasei Nigidius tradit.
8.45 Anm. 148: 3. auch Av. Scusmipr, Chronologie 3. 50 f.
3.46 Anm. 149 einzufügen: Plin. bh. n. ı1, 283: Homini non utique septinao
letale est inedias durasse, at ultra undecimum plerosque cvertum est ori.
S. 46 Anm. 150, Die von Ammian. Mare. 19, I, 10 erwähnte 7tägige
Adonisteier (per dierum spatium septem) gehört kaum hierher, da sie semitischen
Ursprungs ist.
$. 47 Mitte: Gevere (Gr. Myth. gq1, 2) will freilich au den augeführten
Stellen der Odyssee (Fine wev ... EBdondey 6’ ete.) nicht wie ich eine
7tägige sondern vielmehr eine 6lügige Frist verstehen. Gegen diese Ansicht des
ausgezeiehneten Gelehrten sprechen außer deu schon von mir geltend gemachten
Gründen noch folgende:
a) Nach J. Gens, D. Rechtsalt.! 8. 208 siud die für das deutsche Recht.
klassischen Zahlen die III, VII und IX; die VI kommt nur sehr selten vor;
vgl. auch Knorr 2.0.0.8. 35H.
b) Dasselbe scheint der Fall gewesen zu sein bei den Kelten: vgl. Les
2.0.8 1344f. u 35%,
bei denen ebenfalls die IIT, VII
und
IX unter den
Fristen eine bedeutende Rolle gespielt haben, nicht aber die VI.
e) Eine Ötügige regelmäßige Frist würde bei den (iriechen dem Grundsatze
widersprechen, «daB von den Zahlen unter X nur den ungeraden (also III, V,
VIE, IX) eine gewisse Bedeutung zuzuschreiben sei, den geraden (IV, VI, VIII)
aber nicht. Vgl.
z B. Plin. n. h. 28, 23: cur impares numeros ad omnia
iz}
vehementiores credimus, idque in febribus dierum observatione intellegitur?
ib. 2, 129: Septentriones impari fere desinunt numero, quae observatio et in
aliis multis rerum uaturao partibus valet.
Mares itayue existimantur impari
nunero, Plorentin. in Geopon. 14, 7, 13 (von deu Hühnereiern): evragod error
dei Ävıcov elvaı rov Koıduor [av vüV], zul augwvoneryg tie Verzug Önorideven.
Ebenso schon Varro r. r. 3, 9 p. 226 Bip. Colum. 8, 5, 8. Verg. ecl. 8, 74:
numero Jeus Iinpare yaudel. Florent. in Geopon. 18, 2, 8 und Niclas. z. d. St.
Cels. de med. 3, 4 p. 80 Daremb.: antiqui potissimum iinpares sequebantur, eusque,
tamquamı tunc de uegris iudiearetur, xorcluovg nominabant. Hi erant dies tertius,
quintus, septimus, nonus, undecimus ete. Man ersieht daraus, wie auch aus
Wertmanns Fragın. d. gr. Ärzte ı 8.42. u. 8. 161, daß der 6. Tag als kritischer
Termin yar keine Kolle spielte Genau dasselbe gilt übrigens auch von dem
Zahlenaberglauben der Iudonesier (vgl. Bouenar im Globus 84 (1903) 8. 231)
und, wie es scheint, der alten Inder (Käuı in der Festschrift f. Schweizer-Sidler
S. 53. 54 Anm. ı5. 8. 56 Anm. 23 u. 8. 57 Anm. 26).
d) Das einzige mir bekannte Beispiel für eine hexadische Frist auf
griechischem Boden findet sich in dem gegen Eude des 15. Jahrh. geschriebenen
"Iereooopiov bei Wünsch, Detixion. tab. p. XXXI Anm. ı: Ev ıH Eary Jucon
&ou Enın n. rt. A. Bei der Singularität dieser Bestimmungen halte ich es für
denkbar, daß hier eine absichtliche Irreführung des uneingeweihten Lesers vorliegt: der Eingeweilhte las einfach an Stelle der 6 eine 7, für die sich zahlreiche
Belege aus der Zauberliteratur anführen lassen; vgl. z. B. Enn. u. hebd. Fristen
8. 38 unten.
3.48 Anm. 153 (kritische Bedeutung des 7. Tages).
Hierher gehört auch
wohl die Legende der Epidaurischen Inschrift I. Gr. IV 952 2. ıgff., wo Z. 26
Pagina 21
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. Il Rosen,
INNIV, 1.
das verlorene Söhnlein am 7. Tage (FBdoneiog) vom Vater aufgefunden wird. —
Vgl. ferner Aret. p 21 K (m. mievgiridosi: Av iv ol» ES Kunde teemyta 1) voldoy
. Entos EBdoung olde Örrjanovor ... yv ÖE ano zig devrigas EBdonddog y
een Tig dvaywayiis
rau neuer ylyta ... 85 TV TEOGRpEURWLÜdEerRdTNj®
Sv76x0v0. -— Auch hinsichtlich des Wetters schrieb man dem siebenten Tage
oder der hebdomadischen Frist mehrfach eine kritische Bedeutung zu; vgl. außer
der Theorie von den 2 X 7 alkyonischen Tagen (Anm. 143) Theophr. ec. pl. 3, 28:
onzigsiv nelevoviı» [also wohl eine nralte Bauernregel!] ...... Cua 1Hkeıwvr
dvouevar, Gureg zul Kielöyuog‘ Smiylveota yüp Übure Ku wolle ri) EBddun
uete Tv Öbcır.
S.48 Anm. 154 füge hinzu: Syrian. in Net. XII p. 121° (= Lonser,
Agl. p. 724): Pythagoras mulla divina de septenario divens ostendit, quo
pacto nalura per septem annos aut menses aut dies plurimas huiusmodi
rerumi perfieit (aus dem iegög Aöyog des „Pythageras“).
'®)
5.49 Ann. 156. Von großer Wichtigkeit für die hier behandelten Frageu
ist Heraklit. fr. 4* Diecs (falls das Bruchstück echt und riehtig überliefert ist;
vgl. Heisero din Congres internat. d’hist. comparee, V* section, hist. d. Seiences,
Paris 1900; Goxreßz, Anzeiger d. N. Akad. d. Wiss. Wien, Phil.-hist. Cl. 1901.
Nr. 7 [mir unzugänglich]), wo nach der Angabe, daß der Monat vach Hebdomaden
beimessen werde, die Worte folgen: "Hodnksırog narık Aöyor dE Wulur svußallereı
EBdunks nara oeljvyv, dmgeita ÖE xurk Tag ÜuRtmwvg, derdrov Mens
öyusiw |2|. Vpl. außerdem 'Theologum. aritlmet. ed. Ast p. 45 4. 5 f.: "Errtawoor
oiv a... A Theo Smyen. ed. Hinnen yp. 103 2. 1yfl.: mv dE Ruh" EBdondday
TEoGReuy x. Tr. 4. Maerob. in Somm. Sejp. ed. Eyss. |, 6, 48-54. | Poseidonios b.]
Philo de mundi opif. I, 34 = | p. 24N. u. Leg. alle. 1,
y=1yp. 45M. Tech
verdanke diese Nachweise zum Tuil der Freundlichkeit des Herin G. Boranonst
in Berlin.
Vpl. auch die 5. Valel des babylonischen Epos Enmna elis bh.
A. Jeusuas, D. alte Vest. im Lichte d. alt. Orients 8. 33 u. Ipenen, Uhronol. I, 38 1.
3.49 Anm. ı58. Über den 13. als Vollmondstas s. auch lueuer, Chronol. E,
S. 340. A. Mosasen, Chronol. yy. Jeresas a. a. OÖ. 33 und KuuLen ebd. 8. 87.
3. 50 Ann. 159 füge ich aus der medizinischen Literatur much fulgende
Zeugnisse für die Bedeutung der hebdomadischen Fristen in der Heilkunde
hinzu:
183) Hierher gehört wohl auch Catus (dev. r. 157, 4) Lob der brassiea:
‘Ad salutem temperat vommmutatyue sese semmper cum valore, arido, sinul humido
et dulci et amaro et act. Sed quaes voratur septem bona in commixturam,
natura omnia haec habet brassica’ (vgl. das oben 8. 11 über die dem Apollon
heilige »guußn Entdapvikog Ciesagte). Wohl mit Recht nimmt Wörrrun (Archiv
f. lat. Lex. 9 (1894) 8. 343) au, daß hier die “brassica Pythugorea’ gemeint sei
und daß also die Anschauung von den septem bona der brassieca der Zahlenlehre
der Pythagoreer entstamme, an die auch die 7 unechten Bücher des „Numa“
mit pythagoreischen Lehren erinnern (Schwesuer, Röm. Gesch. I 8. 565
Anm. 2).
Übrigens bildete eine Parallele zu den 7 guten Eigenschaften der
brassica der aus neun Bestandteilen bestehende Neuntrank Dodra (dodra
== 3:4
von 12 == 9), von dem Ausonius epigr. 86—88 singt: Dodra vocor. Quae causa?
Novem species gero. Quae sunt? || Jus, aqua, mel, vinum, panis, piper, herba,
oleum, sal.
Pagina 22
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1] SIEBEN- u. Neunzatı ım Kurres oe. Myris p. GRIECHEN. 95
Hippokr. I p. 249K.: "Irtegos neo utv tig EBdsunyg jukong Emiperöusvog
xuröv. EBödun ÖE Ku Every nal Erderery nal Tesuwpegnwdenden ploıuov (vol.
Hippoer. b. Plin. h. u. 26, 123). „Hippucrates“ [?] b. Marvel. de med. p. 5f.
Heimr.: Si capiti igitur eveniat incommodun ...,. caput est purgativne curandum,
sed super huinsmodi tamen leviore medella, hysopi vel origani Indiei comma iniecta
defruto sive mulsae, yune septem ... diebus maceralur
Plin. hu. 7, 175:
volmnen Heraclidis VII diebus teminae exaniınis ad vitam revocatao. ib. 20, 93:
[Silvestris brassica] hanc intlationibus mederi, melancholieis quayue ac vulneribus
recentibus cum melle, ita ne solyantur ante diem soptimum [ub. 8.11] Chrysippus
auctor est.
Cels. 3, 15 p. 96 Daremb. (bei der febris wuartana): [Heraclides
Tarentinus] primis diebus Jusendam alvum, deinde abstinendum in septimum
diem dixit. Plin. h. u. 24, 12: Visenm .., unguium scabritias expolit, si
septenis diebus solvantur nitroque eolluantur, ib. 29, 32: At canis rabiosi
morsibus [suceida lana] insuleata post diem septimum solvitur. ib. 32, 84:
nmricum vel conchyliorum testae cinis maculas in facte inulierwn purgat wnın
melle illitus cutemyue erugat extenditque septenis diebus illitus ita ut oclavo
vandido ovorum foveantur. ih. 25, 59 (hei der Helleboruskur): vorpus septem
diebus ante praeparandum eibis acribus, abstinentia vin ete
ib, 30, 115:
vulnera
recentia
vonglutinant
ferreni
adeo
solidari intra septimum diem persuasio sit.
ub nervos yuoyue albscissos illitis
ib. 29, 117: Glaucomata dieunt
magi cerebro catuli VII dierum emendari. Marcell. de med. 26, 131 p. 270H.:
quo medicamine diebus septem kugiter usus sanus lirmiter eris. ib. 134 p. 27011.:
ex kis omnibus conditum facies et laborauti caleuloso per siugulas septimanas
potionem
lovis die dabis.
ib. 30 p. 258H.: ad lapides de vessiea tieiendos
bireum segregatum vel clausum septem diebus lauro pasces ... intra dies
septem solutos penitus invenies. ih. 2, t3 p. 39H. Si vir ... emieranium
patietur, observet ut semper luna septima ei septima decima et vicensima
septima [also am 7. Tage jeder Monatsılekade] se tondeat etc. Zwar handelt
es sich bier offenbar nicht. un hebdumadische sondern wn dekadische Fristen,
jedoch spielt auch innerhalb derselben die Siebenzahl eine so bedeutsame Rolle,
daB das merkwürdige Rezept hier eine Erwähnung verdient. ib. 25, 21 p. 249H.
Didyın. b. Geopon, 18, 7 4b. Krankheit der Lämmer): 000» Böoxncor Emil
yakoas 8, za vb vooei. Üieopon. 17, 21 (m. Bnscovrog): tıvig .. Tv opreuıciev Bordvnv tolparres .. Enmitlovoı Hui TOO Tg TEOpÄg Eyguparifovsen El
natoag Enrd.
Hierzu kommen noch die Belege für die Fristen von 2x7
und 3 > 7 Tagen:
Plin. o. h. 29, 141: Tertium genus [blattarunı] ... cum pisselaeo sanare
hulcera alias insanabilia, strumas, panos, diebus vigiuti uno impositas. — il.
30, 40: einerem cum dant bibendum ter septenis diehus (hei angina und strumae).
ib. 30, 92: iecur vulturis tritun,.. ter septonis Jiebus potum.... Fuere et
qui XXI museas rufas... emortuas in potu darent.
ib. 30, 119: Össibus fractis
caninum cerebrum ... fere XIV diebus solidat.
8.50 Ann. 159: Ich möchte jetzt die Gelegenheit benutzen, auf die merkwürdige von Plinius n. h. 18, 350 behandelte Theorie von den articuli lunae
hinzuweisen, die möglicherweise mit der Lehre von den kritischen Tagen zusammenhängt. Sie lautet: |347: Proxima sint iure lunae praesagial. Sunt et ipsius
lunae octo artieuli, quoties in angulos solis ineidit, plerisque inter eos tantum
observantibus praesagia eius, hoc est tertia, septima, undecima, decima
Pagina 23
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. I. Roseren,
INNIY,ı
quinta, deecima nona, vigesima lertiu, vigesima sepbima et interlunium,
als» in arabischen Zahlen ausgedrückt: 3. 7. I. 15. 19. 23. 27. 30 | ?|.")
3. 52: Hierher gebört wohl auch der von l’linius n. h. 10, 180 ausgesprochene
Satz: Et mulier [equa| septimo die [post partum]| cuneipere facillime ereditur.
S. 53 £.: Derselben Theorie von der Entstehung des Embryo begegnen wir
auch in der geistlichen Literatur (les Mittelalters, z. B. im Loblied auf den Il. Geist
S. 346, 3: so daz wip wirt suanger so ist mihl langer der same verborgen ware
unze au den sibenten morgen so verwantelet got der guote den samen ze
pluote. uber siben tage so wirt daz pluol earo. danne uber siben tage
wahesset ader unte mage. uber siben lage chumet iz aver nein. so wehsset daz
pein. so schephet daune der golfes trut. uber siben tage die hut har unte
nagele. uber sibene tage daz sint sels wochen. so ist der mennisk aller gescafen. Vgl. Kxorr a. a. 0. 8. 41. — Selbstvorstäudlich hat der Vf. dieses Lobliedes
seine Anschauungen uus der antiken medizinischen Literatur geschöpft.
Wie
alt übrigens diese Lehre ist, erkennt mau deutlich aus Empedokles fr. 153° I.
Theo Simyru. p. 104, 1 = Diers, Vorsokrat. p. 226: rö yodvy Bo&pog doxel relswwüchk:
Ev Entü EBdoneucır, os Eumsdorkjg wirterere Ev tuig zadegnois (vgl. auch Vurru
b. Gell. 3, 10, 7: septima...tere hebdomade.... totus homo in utero absolvitur). Möglicherweise hat sehon Pythagoras, der Lehrer des Enmipedokles (Dirns
a.a. 0. p. 156, 17 #.), diese Theorie ausgesprochen. — Weiteren Spuren der Lehre
von der Bedeutung der Hebdomaden für die Entwicklung des Menschen begegnen
wir vielfach, 2. B. b. Plin. 7, 68: editis primores septimo mense gigni deutes...
haud dubiun est; seplimo rosdem deeidere anno aliosque sufhei ... il. 11, 160,
ib. 11, 270: vox roboratur XIV unnis. ib. 11, 216: homo erescit in longitudinem
al aunus usque ter septenos. ib. ı1, 236: mulieri ante septimum mensen
profusum lac inutile
ab eu mense, quod vitalis est partus, salubre.
Zu 8. 54 unten und 8. 55 uben. Zu den bisher verhältnismäßig spärlichen
Feugnissen für die Anwendung der Hebdomadenlehre auch auf die Entwicklung
der Tiere kommen jetzt uoch hinzu: Aristot. de an. hist. 5, 27, 129: &x dE wxeoe
relsıoı of agdzgrar ylvorma megi trug Entaday rag rerrwgag. Plin. bu n. tı, 120:
reliyuis taliunı [Insekten] ab initiv ad finem septenarii sunt numeri, euliei ei
vermieulo ter septeni, corpus pirientibus quater septens. ib. 11, 69: vita eis
[apibus] longissima, ut prospere inimica ac fortuita cedant, septenis annis universa.
Floreutin. iu Geopon. 15, 2, 14 (von Jder
Erzeugung der Bienen aus dem
Kadaver eines Stieres): worep d5 ul Bovyereig Julisca| win ui einoctı; yukou
£woyorodrrur, vürw nu vi Eopvi wbgaronra reis Iowıg nufgarg.
Ib. 27: teiry dE
EBdouadı yon nwvroder Eiuvolsurte eiveccuı Ywz TE rail deu nadugor [d. h. iu
den geschlossenen Raum, in den sich der getötete Stier befindet, der Bienenschwärme erzeugen solll, Plin. bh. n. 30, 83: Septenis ta diebus durasse tradunt
[magi| rieinum. ib. y, 125: purpurae vivunt annis plurimum septenis (ib. Q,
130 werden der Purpurschnecke aculei septeni zugeschrieben). ib. 8, 127: |Ursi|
primis diebus bis septenis tam gravi somuo premuntur, ut ne vulneribus
yuidem exeitari queant (vgl. ib. 129: quatuordecim dies). ib. 8, ı51 (von d.
neugeborenen Hunden): visum accipiunt, non tamen unquam ultra vicesimum
184) Diese Reihe hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Reihe der Fiebertage
bei Hippoer, prugnost. I,
ı1ıK = Üalen. XVILIB p. 238 f.:
3 (4). 7. 11. 14. 17. 20.
Pagina 24
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XEIV, 1.) SIEBEN- ın Neunzant ım Kiuvrus ir. Myruus D. ÜRIECHEN. 97
primum diem nec ante septimum. (uidam tradunt, si unus gignatur, nono
die cernere, si gemini decimo. ib. 8, 200: Incipiunt |generare caprae] septimo
mensse adhue luctentos,
Horapoll. hieroglyph. ı, 11 p. 20 ed. Pauw: modfuov
pillovrog relsiwüsdeu zov zomer belt [der Geier], Ev © nölkzı 6 nölzuug yerisdeı
ned Nusehv Enzk En’ abrov nagayıvonern (vgl. Umbricius b. Plin. b. u. 10, 19:
idee)
Waxantin in Dlannan
OR zu ad rad menınvan Aunlme toie UlRELOLL
Pagina 25
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W, 11. Roscher,
INNIV, ı.
turam fiden’, woraus mit Sicherheit zu schließen ist, daB die winzelnen (aus je
9 Mann’) bestehenden) Gruppen der Leibpagen der makedonischen Könige (vel.
Arrian, anab. 4, 15, I uw. Curtius 8, 6, 2) sich alle 7 Tage abzulösen hatten.
bs fragt sich nur, ob wir in dieser Sitte eine alte makedonische Institution
oder eine Akkommodation
an die orientalische Woche von 7 Tugen
zu erblieken haben. Die Entscheidung ist schwierig, so lange nicht bestimmte Zeugnisse für die eine oder die andere Möglichkeit sprechen. Jedenfalls davon zu
trennen ist das ebenfalls wohl bezeugte 7tägige große Dionysosfest, das
Alexander d. Gr. nach Curtius 9, 10, 27. Plut. Alex. 67. Divd. 17, 106 feierte
(s. oben A. 502).
3.58 (Hebdomadische Fristen d. Ägypter): Hinterher habe ich doch mehrere
Belege für hebdomadische Fristen in Ägypten gefunden, die ich hier mitteilen will:
Herod. 2, 86: twür« ... noryowrres TwgıgeVovoı Altgw xebparres jukgug EBdonjaovre [= 10>< 7 Tage]; vgl. ib. 88. Herud. 2, 133: wwrryior.... wg wEldoı
|Mykerinos] 25 Freu noövor Biovg ro EBöoum zeisvrijoeer. ut. de Is. et Os. 31:
ol db Akyuvreg &x tig ueyng Emil Övov a Tugarı vıv puyiw Erta uepug yevkodaı,
xal GwÜlvıe yavvaonı meidag, Teyvoöivnov au Tovdalov, alröder eisi xarddndar
t& luvdain& muplinuvres Es Tov öfter. Horapoll. hierogl. p. 20 el. Pauw
(vom Geier): moAduov qgellovrog relsiwdchı tov mov öplfe, dv @ nel 6
nölzuug Yiveodaı, mob Nusgav Entu Em wirov wgeptvouevy. VPlin. bh. n. 8,
186: ommibus annis ibi [zu Phiula bei Memphis] auream paleram [= gıdkıjv|
argenteamyue mergunt jis diebus quos habent natales Apis; septem hi sunt,
mirumqgue neminem per eos a crocodilis attingi, oelavo post horam
diei
sextam redire belluae feritäatem = Solin. p. 159, 16 Mosusen. Auch sonst
lassen sich hebdomadische Bestimmungen bei den alten Ägyptern nachweisen:
vgl. z. B. Herod. 2, 164: Erte yEreo (Kasten) does, udzguo, Bovrodor, ovßoraı,
add, Eomypeeg. wußegrätei. Plin. 13, 57 (von der fieus Aegyptia): quarto die
Jdemetitur alio |pomio| subnascente, septenu ifa numerosa partu. Nach Honmen,
Aufs. u. Abh, III, ı, 292 hatten die ältesten Pyramiden in Ägypten 7 Stufen.
Vgl. auch die 7 Tafeln und 7 Tempeltore der alchemistischen Schrift des “Ostanes’
bei Bawrseror, la chimie au moyen age 2, 30YM. (zitiert von NELTZENSTELN
in Ilbergs Jahrb. f. d. kl. Alt. ete. 1904 8. 178, ı) und die 7 Halleu der Totenwelt
in einem demotischen Toxt ebenda 3. 180; endlich die Sage (VP’lut. de Is. et Os. 18)
von der Zerroißung des Osiris in 2><7 Teile In einem Berichte über neue
Ausgrabungen bei Karthago (Leipz. Zig. 1904 Nr. 298, 26. Aug.) lese ich sochen
Folgendes: „Kin anderer interessanter Gegenstaud wurde in einem der (Gräber
gefunden. Es war eine Art Vase, auf deren zylinderiörmigen, 4 Zoll hohem Fuß
ein Hohlzylinder von 12 Zoll ruhte. Auf dieser Basis erlieben sich nun nebeneinander sieben schlanke Gefäße, die in Reih und Glied stehen und leise Ausbuchtungen zeigen. In der Mitte des ganzen Geläßes ist der Kopf einer Kuh init
laugen schönen Hörnern angebracht. Dirüber an dem mittelsten der Gefüße
findet sich ein Bildnis der ägyptischen Göttin Hathor. Man möchte dies
Gebild am ehesten für einen siebenarmigen Leuchter halten, der ja auch seine
Analogie in dem berühmten heiligeu Leuchter der stammverwandten Juden fünde.
186) Vgl. Curtius 8, 6, 7—1ı, der als Mitglieder der Verschwörergmppe
aufzählt: Hermolaus, Sostratus, Nicostratus, Antipater, Asclepiodorus, Philotas,
Anticles, Elaphonius |?], Epimenes,.
Pagina 26
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)NNIV, GE
SIEBEN- U. NEUNZAHL IM IKertes in Myrnts D. GRIECHEN. 99
Mlein der große Archäologe Maspixo, der älinliche Gegenstände in Ägypten
vieffach gefunden, will darin ein Öpfergefüß erblicken; die einzelnen vasenartigen
Behälter waren mit lPlüssigkeiten gefüllt, die man den Göttern darboi. Sie enthielten besonders die verschiedenen Arteu des heiligen Öls, deren es sieben yab.
in ühnlicher Weihbehälter, eine hohle Scheibe mit Gefüßen, die die 7 Planeten |?]
symbolisieren, und mit einen Widderköpf, dem Bild des Juppiter Ammon, ist in
Sardinien gefunden worden.“ — Vgl. über die sieben llathuren Drwster im
Lexik. d. Mythol.I Sp. 1856. — Leider muß ielı wich als Nichtägyptolog hier
Jarauf beschränken, die gegebenen Zitate einfach anzuführen, und es den Faclıgelehrten überlassen zu beurteilen, ob in den genannten Fällen echt ägyptische
oder frühere resp. spätere orientalische (habylonische?) Anschanungen vorliegen.
8. 58 unter 4 füge hinzu Plin. h. n. 2, 90: Brevissimum «quo cernerentur
[eoınetae] spatium VIl dierum annotatun est [d. b. wohl der Komet Jul. Caesars],
lungissimum centum oetoginta [= 20 Enneaden].
Zu 8.59 unter 5 ist zu beachten, daB der Hase (lepus) dessen Genuß für
7 Tage Schönheit (lepos) verleiht, der Göttin der Schönheit und Anmut Aphrodite
heilig ist.
S. 59 Aunı. 177: Eine Analogie aus der mittelulterlichen Kirche bildet der
Brauch,*am 7. Tage nach der Beerdigung den zweiten Seelengotiesdienst abzuhalten:
Gwäum, Deutsch. Wörterb. unter “Sieben? Sp. 826 unter c.
8. 60: Zu den siebenjährigen Fristen der Hervenzeit ist wohl auch das
der boiotischen Sage angehörige Motiv zu rechnen, das uns Hygin. p. astr. 2,
21 überliefert: Oriona seeutum esse annos VII (nach Et. M. 675, 41 w£vre &y)'97)
neque invenire potuisse |l’liadas].
8.63: löine andere Erklärung der Heptoteriden von Plataiai hat Usexen,
Dreiheit 8. 353 gegeben (s. ob. 8. 26£.); vgl. auch Au. Senator, Chronologie 8. 1 12
(gegen Orrr. MüLLe).
8.63 Anm. 185: Zu den Zeugnissen für die 7 yeveal des Teiresias füge ich
jetzt auch den aus Dikaiarehos, Kleitarchos und Kallimachos schöpfenden Phlegon
Mirab. 4: Biwüv dni yevzag Ente.
8.64: Für die Beurteilung der Solonischen Ansicht von den 10 niıxlaı zu
je 7 Jahren ist auch die Annalıme des Aristoteles wichtig, der die &xun) des
Körpers in das 30.—35. Jahr, die geistige Reife in das 49. setzt (vgl. Rhetor. 2,
14 p. 1390”, 9. Polit. 8, 16 p. 1335”, 32 .; ebenso Platon: s. Hırzen, Sächs. Ber.
1885 3.8 Anm.).
,
8.64 Anm. 187: Die Wichtigkeit des 7. Jahres im Leben der Kinder erhellt
auch aus folgenden Zeugnissen: Paus. 1, 27, 7 (troizenische Sage von Theseus):
ug ‘Hoarıns Es Tooıkiva 90V muo& Tlırdla xarsdoıro Eni 1b deinvo od Adovrog
ta Ödigue, Eoehdoiev Öb rap abrov Aldo re Tooıkyvlov nuides ru Onveds Eßdouorv
pdhste yeyovag Eros.
mobg uiv dN Aoımodg maideg, ag To Öfgua eldov, pedyovrdy
paoıv olyesduı, Onota ÖE ünebeldövre ula Äyav cuv Pößa nagk Tüv dıaxdvon
senden nelenuv, nei abrlsa Enıkvar onovöj, Akovın elvar tb Öfgua Hyovusvov. —
Plut. Lyeurg. 16: 000’ Eijv Eindorw todpev obdE nudessıv ng EBovkero zöv vlöv,
GL müvrag sÜhbg Emracsreig yevopkvoug nagwicußevov wbrog |Lykurg] eis &yelug
187) Hier könnte die spätere Penteteris ebenso an die Stelle einer alten
Hepteteris getreten sein, wie im Kulte von Delos: s. Ennead. u. hebdomad.
Fristen 8. 61.
Pagina 27
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. 1. Roschex,
»arekögite x. r. 4.
INNIV. 1.
Aristoph. Lys. 641: Enr& ur Fon yer00o’ ebd: Nooyypügovv |
eilt’ diergig 7 denius odsa rapynyluı a. 1. A,
S8.64t. Der Anschauung, daB am Schlusse des 7. Jahres auch bei Tieren
und Pflanzen eine Krisis oder auch eine gewisse Vollendung (reisısrı,y) eintrete,
begegnen wir auch sonst vielfach. Vgl. z. B, Aristot. de an. hist. 6, 24: 6 6’ dgedg
avaßaiveı uiv zul öyeüsı... Emrasıng 6 Av xul nAngui |= beiruchtet]. Varro r.
r. 2,7 p. 186 Bip.: |Equi] septimo ommes [dentes] habere solent renatus et
vompletos; ebenso Plin. bh. n. ı1, 168 u. Absyrt. in Geopon. 16, ı, 16.
Varru r.
r. 2, 4 p. 175 Bip.: Cum coeperunt |[parere sues] id facere dieuntur usyue ad
septimum annum recte. Sil. Ital. 3, 383 (von den lusitunischen Rossen): Septimaque his stabulis longissima dueitur aestas. Vlin. h. u. 9, 125: Purpurae
vivunt annis plurimum septenis. ib. 11, 69: Vita eis [apibus] longissima septenis annis universa, ib. 17, 150: caeditur [castanea] intra septimum annum
[um daraus Pfähle zu gewinnen]. ib. 17, 182: Vitis antequam septimum annum
a surculo compleat evocata ad fructum eiuncescit ac moritur. ib. 14, 79: omnia
[vina] transmarina VII vel in Vl annis ad veiustateım mediam pervenire existimantur. — Ähnliches gilt auch vom Menschen: vl. Cels. 7, 14 (de umbiliei
vitiis) p. 291 Daremb.: curationi neque infans neque aut robustus annis aut
senex aptus est; sed a septimo fere anno ad yuartum deeimum (s. ob. zu
Anm. 187).
8. 66 Anm. 192 trage ich aus Plin. bh. n. 7, 161 noch folgende beachtenswerte Theorie der Astrologen (aus der Schule des Aecsculapius) nach: rara autem
esse dieunt longiora tempura (langes Leben), yuandoquidenm momentis horarum
insignibus, Lunae dierum, ut VII atque XV (yuae nocte we die observantur),
ingens turba nascatur, seansili annorum lege occidua, quamı climacteras appellant,
non fere ita genitis LIV aunum excedentibus, — Vgl. auch über die klimakterischen
Jahre Bouch£-Lecrereg, Wastrol. gr. p. 528 #.
Zu 8.66 anı Ende: Mit dem aus 7777 gewöhnlichen Jahren bestehenden ueyas
&viwvrog vergleiche nıan einerseits das Weltjahr der Inder, das aus 7000 oder
7 >< 7000 gewöhnlichen Jahren bestehen sull nach v. Hanuer-Puxostarı, Jahrb.
a. Lit. 124 (1848) S. 57 f., anderseits die 777 Jahre des Lamech (Genes. 5, 31).
Vgl. auch die Abhandlung über die 7 Weltalter im Catal. cod. astrul. graec. fase.
p. 113 (mir unzugänglich; s. Berl. Philol. Woch. 1904 Sp. 71).
Zu 8. 67 (Biebenmonatsfristen betr.): Aristot. de anim. hist. 7, 5 [a1]:
To 68 yala ... mobrsgov rov & nor dgenardv Eorev, EM dpa u Te nudie
yövına zul To yala yonoıuov.
Zu 8. 67 Anm. 196: Zu den dexdpnvo: gehörte der Sage nach nicht bloß
Herakles, sondern auch Orion nach Euphorion b. Schol. I. 2486 (ww dısldor
tav [d.h. dene unvör] Eyevern 6 Odelov).
Zu 8.70 unt, 4: Bei den
Babyloniern
entsprechen einander
ı2
dJalre,
ı2 Monate, ı2 Tage[r|, ı2 Stunden des Tages: BoLL, Sphaera $. 336 u. Anın. 2.
Zu 8. 70 Aum. 203 füge noch folgende Zeugnisse für dekalische Fristen
hinzu: Nach Ov. M. 11,96 hewirtei Midas deu Seilenos festlich per bis yuinque dies et iunetas ordine noctes, d. I. 10 Tage und Nüchte laug ohne Unterbrechung. — Das Alter der lakonischen eögnveg betrug 2 x 10 = 20 Jahre (Plut.
vita Lycurgi 17, 3). — Schol. Od. o 225: dr y&e 7 vöoog |d. Proitiden| denwery,s,
als Melampus sie heilte.
Dioselbe Krankheit dauerte nach Bakehyl. 10, y2 Bi,
tosıanaldene veAkovg uijvag; 3. Kun. u. bebd. Fristen Anm. 45 a. E.
Pagina 28
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1.]
SIEBEN- ı. NEUNZAHL im Kuurus u. Myruus D. GRIECHEN.
Zu 8. 78 unter 6: Der Mischung des enneadischen und des hebdomadischen Prinzips bei den Griechen scheint einigermaßen vergleichbar die Vermischung des Dezimal- und Dnodezimalsystems in den germanischen Sprachen:
Jos. Scusmipr, Die Urheimat d. Indogermanen u. d. europ. Zahlensystem, Abh. d.
Berl. Akad. von ı890.
8. 71 Anm. 204 füge hinzu: Den 7 Regionen der Amerikaner entsprechen
vielleicht einigermaßen die 7 Strahlen der Sonne nach dem Vishnu-Purana
(Cotesrooke, Asiat. Researches V p. 355): 4 nach den 4 Weltgegenden, einer
nach unten, einer nach oben, einer zentral gerichtet: v. Hammer-Puresrauı Jahrb.
f. Lit. 124 (1848) 8. 55 f.
Zu 8. 72 Anm. 204 füge noch folgende Anwendungen der g9- und 7Zahl aus
dem Bereiche der amerikanischen Urvölker hinzu:
Bei den Cherokesen ist jeder siebente Sohn ein Prophet: Liesrecut, Zur
Volkskunde 8. 347. Basrıan, Rechtsverhältnisse $. 209; s. auch Ennead. u. hebd.
Fristen Anm. 196 u. 197. — Über eigentümliche Schlangentänze der Hopi-Indianer
in Arizona, bei denen Ytägige Fristen eine Rolle spielen, berichtet nach Dorsers
und Vorus Abhandl. im Field Columbian Museum, Chicago, die Leipziger Zeitung
1903 8. 3464 Nr. 232. — In einem von SarrEr, Arch. f. Rel.-Wiss. VII (1904)
8. 470 mitgeteilten ergreifenden Gebet. der Kepehi-Indianer heißt es u. a.: „In
7 Sonnen, in 7 Tagen will ich nachsehen nach dem Sproß“ usw. — Nach einem
nordamer. Indianermärchen bei Knorrz, Märchen der nordamer. Ind. 92f. verweilte ein Jäger 7 Jahre bei den Donnergeistern in einem Felsen: Lirrrich
2.2.0.8, ıQ.
Zu 8. 73 unt, 10 füge hinzu die merkwürdigen „Oktaöteriden“ der alten
Dalmater, von denen Strabon 7, 315 berichtet: „idiov de av Aaluarlav 10 dic
öxraernoldog ywong Avadasudv noiohru“. Bei der bekannten Ungenauigkeit des
griechischen Sprachgebrauchs könnte hier unter Oktateris ebenso ein Zeitraum von
7 wie von 8 Jahren zu verstehen sein (vgl. An. Scuupr, Hdb. d. Chronol. S. 95 ff.).
Zu 8. 74 füge hinzu folgende Belege für pentadische Fristen bei den
Griechen:
a) Aus dem Bereiche des Kultus und Mythus: Stägige Fristen: Pind.
01. 5,6 [14]: vn6 Bovdvoius dENor ve meuntranepoıg Auiliuig. Schol.: Eneıdn
ini nevre nuegaıs Nyero eure ra dywvlouera [in Olympia], ano Evdexaeng Eros
Enncuöeraeng, also während der ganzen ersten Hälfte der 2. Monatsdekade. —
Orph. Demeterhymnus b. J. Harkıson, Proll. to the Study of greek rel. p. 667:
revv’ &uore. — Plin. h.n. 8, 206: Suis foetus saerifieio die quinto purus est,
pecoris die VIII®, bovis XXX®. — 5jähr. Frist: Pindar im Etym. M. p. 675, 41
und; Schol. Arat. 254: Orion verfolgt die Pleiaden m&vre Ern adınleımıov ... Nach
Hygin p. astr. 2, 2ı dauerte dagegen die Verfolgung 7 Jahre; s. ob. Anm. 74. —
Zauberkult: Rezept zur Bereitung einer magischen Tinte: Parruey, Zwei griech.
Zauperpap. d. Berl. Mus. S. 151, 34°: opievar nal wevreddatvior Bordvnv xai
opreuiolev nadsag ... . elßmoov zul ye8 ... nal Übme xuvod Ypolarog Ögvyevrog
no0 unvove’ N Evrög drüve' ....— Wetterregel: Auf Schneefall folgt binnen
5 Tagen Regen: Herod. 2, 22: mi di yıdvı neoovon mäce &vayın dor) boaı Ev
mwevre nuegysı. — Landwirtschaft: 5täg. Fristen: Hesiod. Zgy« 612: [Borevg]
öeiteı 6’ Hello Ölaa 7 ijuara nal dena vixtag' | mEvre [also die Hälfte] d&
svorıdaa, Ent Ö’ eig äyye' Apdoonı. — Cato r. r. 162: Ubi [pernae] iam dies
V in sale fuerint, eximito omnes: — Cato r, r. 7: Orchites ubi nigrae erunt et
Pagina 29
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siecae, sale confrieato dies quinque... = Varro r. r 1, 60 Orchites nigras,
sale si sint confrieatas dies quinque ... mäanere idoneus solere. — Varro r. r.
3, 10 p. 229 Bip.: eum excudit [ova anser| quinque diebus primis patinntur
esse cum wmalre. — Nigid. b. Plin. h. n. 8, 205: diebus X cirea bruman th.
5 vor u. 5 nach ihr] statim dentatos |sues] nasci N. tradit.
Diophanes in Üvopon.
6, 12, 3: Audaigeıv yon To... yleixog ... ni Nulous €. — ib. 7, 19, 3:
Ami
Nulgas mevre Goxendorovg Eaoov t. nidoug. — Didym. b. Geopon. 4, 14, 2: zug’
nu£oag y ME Emiggaivev Eag äv exflaornen ... Sotion in Geopon. 8, 37, 1:
zlyagra orapvins Eipavov ini Ausgug B' xai Burke eis yAeürog nal oAlyoug Öugpezug... era ÖE Muegas L’ yoö.
Quintil. in Geopon. 12, 19, 13: 18 anoßgeyuctı
di’ Huegäv morikovo: €‘. xul todro mowücı mevrdxug (s. ob. 8. 101). — 5-Monatsfristen: Plin. h.n. 8, 187: gerunt partum [oves| diebus CL (= 5 Non. = 5 >»: 30
Tage). — ib. 8, 198: castrari agnos nisi quinquemestres praematurum existimatur, — ib. 8, 200: Ferunt caprae V mensibus ut oyes. — Sjährige Fristen:
Plin. h. n. 8, 162: eaedem [equae] quinyuennio finem erescendi eapiunt,
mares
anno addito. — ib. 8, 178: robur |der Rinder] in quinquennatu — ib, 14,
113 (vom Meth): quinquennio ad hoc servari vaelesten [ayuam] inbent.
—
11,168: quinto anno incipiente [eyuus] binos [dentes]| amittit, — 5jährige
Fristen: Florent. in Geopon. 2, 46, 2: «f d& veopvroı l&ureroı| Ewg tig neWeng
wevrasrlag vmd zgav nodkdxıg eioydadıjcav. — Plin. h. n. 17, 77: in arbustum
yuinquennes |[ulmos) sub urbe trausferunt. — Medizin: 5täg. Fristen:
Plin,
h. n. 20, 225: tussim [malva] ... quinis diebus emendat. — ih. 20, 103: [bulbi]
vulneribus ... mire prosunt per se, uut, ut Damion, ex mulso, si quinto die
solvantur. — ib. 20, 11: si sanguis per urinanı reddatur, semen asparayrıi
et
ap etc. ... quinis diebus Chrysippus dari iubet. -— ih. 28, 127: bibitur
autem
[serum] efficacissime heminis per intervalla singulis, diebus quinis. —
ib. 28,
156: ad hominis morsus carnem bubulam coetan imponunt]| efficaeins vituli,
si
non ante yuintum diem solvant. — Plin. 30, 48: aliqui singulas [eochleas]
primo
die dedere, sequenti binas, tertio ternas, quarto duas, quinto unam. — ih.
30, 87:
interdieitur [den an imorbus comitialis Erkrankten] vini potus quinis
diebus
ante et postea. — ib. 30, 92: praedicatur |b. Epilepsie] jecur vulturis tritum
eum
suo sanguine ter septenis diehus potum. quidam pectus eius bibendum
censent ... antecedente yuinque dierum abstinentia vini. — ib. 32,113
(bei
Fieber): pagri Huviatilis longissimus deus capillo adalligatur, ita
ut quinque
diebus eum qui alligaverit non cernat, aeger. — Staat u. Recht:
5täg. Fristen: Kret. Inschr. b. GouLrez, Uriech. Dialektinschr. ur. 5072, 6 (Knosos) Ev
teisı nevr’ aukgaıs. ib. nr. 4991 (lortyn), 1, 25: tüv wEvr' duspan; 2,31. —
Herod. 5, 65: öore Ev nevre muegyse drzwpiier du tig Artınng (d. Peisistratiden)
.
Ebenso Aristot. 48. mol. 19 p. 21, 18 Kaım.-Wıinan.: z& fauröv dv
revd' Nulouıg
Erxonıoduevor [ol Tlescorgaridae] rugedwnar nv dagömoiıv zuig
Adıwalois. — ib.
30 pP. 34, 25: rag 6° Föong nosiv vos BovAäg xurk nevdjuegon.
— Hesych. >. v.
Edoaı BovAig, ai Eyivovro zur mevranjnegor. — Xen. Hellen. 7,
1, 14: of A9nveioı uereneishnoav al Eymploavro Kur wevdrjuEgov Enarigoug Hyeisden
(im J.
369 v. Chr). — Aristot. a. u. 0. 47 p. 52,4: sm dE raw uEv olxıov
Ev €’ Fracıv
avdyay mv ummv dmododve züv dE ywelwv dv Öfrnc. -—- Demosth. im.
Doon. 27
p- 952, 19 u. 29: Schuldklagen erloschen nach einer Frist
(rgo8souie) von
5 Jahren; vgl. Lirsius-Scnorsann, D. att. Prozeß S. 838. — Dieselbe
Frist galt
für Vormundschaftsklagen: Dem. ze. Navsın. 17 p- 989, 18, 27 p. 993,
3. Plat.
Pagina 30
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1.) SIEBEN- WU. NEUNZAHL Im Kınzrus ir. Myruus D. GRIECHEN. 108
leg. Xl, 8 p. 928°, sowie für gewisse Erbschaftsklagen: Isaios v. d. Erbsch. d.
Pyrrh. 58 p. 51. Liesius a. a. OÖ. und A. Schumr, Hdb. d. griech. Chronol.
8. 117 und in Freexsasens Jhrbb. 1885 5. 719 u. 743. — Kret. Insehr. v. Gortyn
b. CorLez ar. 5012: &v növre Felreoı]. — Plat. leg. 958 E: gone dt un goüv
vpnAötegov mevre avdg@v Eoyov, Ev nv” jukgaıs amorelounevor (s. ob. 8. 13
An. 33).
Die delischen Tempelkapitalien wurden im 5. Jahrh. auf 5 Jahre zu
10%, ausgeliehen: C. I. Att. 2, 814 u. 814"; vgl. Paury-Wıssowa unter Delos
Sp. 2479; die Tempelfelder dagegen wurden auf 10 Jahre verpachtet. — Ustrakismos (Petalismos): Died. 11,87: nugk ... zeig Zuganucioig [Eder] eig meralor
Aclas yodpesder vov Övvararerov zör molırwv, Öagidundevrwv DE mv merdiov
tov nieiorn nerele Außorre gYebyeıv mevraern yoövov |d. h. die Hälfte der
ı0 Jahre, die in Athen die Verbannung durch Ostrakismos dauerte, s. Ennead. u.
hebd. Fr. Anm. 43].
Überblickt man noch einmal schnell alle diese Belege, so wird es wohl einleuchtend sein, daß fast überall die pentadische Frist sich als die Hälfte der
dekadischen, d. h. als Sechstel des 3otägigen Monats, erklären läßt, wie
namentlich aus den Fällen hervorgehen dürfte, wo unmittelbar neben pentadischen
Bestimmungen auch dekadische vorkommen, z. B. Ilesiod !oya 612 fl. Aristot. '49.
oA. 47 usw. (s. oben). Ganz ähnlich ist die 3täygige Frist bisweilen aus der
gtägigen dureh Drittelung dieser entstanden (s. ob. 8. 71 Anm. 160 u. $. 82—83).
Nur zweifelnd wage ich in diesem Zusammenhange Chares b. Athen. 538°
zu erwähnen, wo es von dem großen von Alexander d. Gr. zu Ekbatana veranstalteten Hochzeitsfeste heißt: &mi mevre nulgag Enereltsdjsav vi yduoı, denn
bier kann recht wohl eine altpersische Sitte gemeint sein (s. Ennead. u. hebd.
Fristen 8. 7 Anm. 19 u. 20. Herod. 3, 80: dreire Ö& aurtorn 6 Öoaußos xal Evrös
mevre nuegkwv &ylvero [nach der Ermordung des Maägiers]).
Zuletzt seien bei dieser Gelegenheit noch folgende pentadische Fristen nachgetragen, die ich bei nichtgriechischen Völkern des Altertums (s. ob. S. 78)
gefunden habe: Herod. 3, 97: Koöigoı ... Ööge, r& Erafavro, Fu xai &g Eus din
nevrerngldog aplveov' Enerov naidug el Erarbv negdtvovs. Hier ist vielleicht
die 5jährige Frist der Perser (s. ob. $. 78) zu verstehen. — ib. 4, 94 (von den
Geten): dıa werrsrnoldog dE tüv dio Auyovia aiel opEmv alrav Anomeunovo:,
üyyerov ug ro» Zeluoger, Evreiiduevor wor iv Endorore Ötmvreı. — Nach Herold.
4, 95 waren freilich sonst im Kult des Zalmoxis 3jährige Fristen üblich, da vs
von ibm heißt: rerdorw dE Frei Epavı toise Ognıdı ... — Herod. ı, 77 (von d.
Lydern): &5 meuntov ufve ovAltyeoduı & Zdgdıg .. . Eneune Kodnug mpoEQLovreg
6 Kooioog (viel. ib. 1, 86).
Died. 1, 13 (von den Ägyptern): &x d& rourwv yevkdu werte Deoüg, ad Eadorv tar Enuyoutvoav nag Alyvavios nevd' Nuegwv
Evög yevundevrog, ovöneru dE ündokar toig tenvodeisıv Osıpıv nel "Ioıv, &rı 8
Tupäva zul Anöllwva nal Aypgodirnv. — Diod. 5, 32 (von d. Kelten): zovg...
KRROVEYOUS Kara MEvrucerngida yuidkevres Üvuonodonigovo Tois Beoig xel wer’
&llwv noAldv einuerwv zudaylfovon, nwugäg nauusyedsis Kureoxevafovreg.
Zu 8. 75: Mit Herod. ı, 136 stimmt Plut. de Alex. prov. lib. ed. Crusius
p- 8, ı überein: 1& Ö& yervdevre avroig neidle era tergaeriav Blenovow [ol
Iltooeı]. Vgl. dazu was Herod. 4, 187 von den 4jährigen Kindern der Libyer sagt.
Zu 8. 76 a. E. (die Frühreife der Müdchen u..Knaben betr.) füge hinzu:
Mehr bei FrisvLÄnver, Sittengesch.’ I $. 371. 467 #. Rosszacu, D. röm. Ehe
S. 417 ff. -— Über die Mündigkeit ıojühr. Kinder bei den Angelsachsen: Grimm,
Pagina 31
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. H. Roscner,
[XXIV, ı.
Rechtsalt.' 8. 413
8,5 über Mündigkeit mit ı2 Jahren 8. 414; nit 15 Jahren,
d. h. nach zurückgelegtem ı14., 8. 415. — Nach Plin. h. n. 7, 29 berichteten
Kleitarchos und Megasthenes vom Volke der Mandi in Indien sogar: feminas
|Mandurum] septimo astatis anno parere, seneetuten quadragesimo (Rundzabl!) aecidere. — Im Leben der persischen Knaben scheint nach Herod. ı, 114
u. 3, 3 das 10. (= 2% 5.) Lebensjahr eine gewisse Bedeutung gehabt zu haben.
S. 77: Hinsichtlich des orphischen Demeterhymnus ist. jetzt auch zu
verweisen auf Dieıs, Fragm. d. Vorsokratiker p. 495, 47 ff., J. Harrısox, Proll. to
the Study of (ireek religion p. 665 1. Diwrerien, Mithrasliturgie $. 197.
Zu 8.79 (über die Neun und Sieben der alten Mexikaner): Neben den 7und Ytägigen Fristen kommen hier auch 40 (2 x 2o)tügige vor: Mürter, Amerikan. Urreligion 8. 589. Lürrms, Progr. d. Naumburger Domgymn. v. 1890
8. 43. — Weiteres über den sonderbaren Gehrauch der 7 und 9 im Mythus und
Kultus der alten Mexikauer s. bei Prruss im Archiv f. Religionswiss. 7 [1904]
S. 234 (Herkuntt der Mexikaner aus der Erde, aus Chieomoztoc, dem Ort der
7 Höhlen), S. 244 (Chicomolot) = Göttin der 7 Maiskolben), 8. 247 (Ytügige
Feier der Pueblostämme). -—
Prewss, Archiv f. Anthropol. N. F. ı, 3 [1903]
8. 161 (7tägiges strenges Fasten in Altmexiko); P’reuss, Globus 83 [1903] 8. 268
(9facher Strom der mexikan. Unterwelt); ebenda S. 270 (Neunliund = Name der
Göttin Quaxolot!).
vi.
Anhang Il.
Über Ursprung und Bedeutung des Boög Eßdonos,
eine Verteidigung meines Standpunktes gegen P. Sreneen im Archiv für
lteligionswissensch. VII 8.437 f
Ich habe oben S. ı4 u. 21 in Übereinstinmnung mit ıneinen beiden Aufsätzen
im Archiv f Religionsw. VI (1903) 8. 64. u. VI (1904) 8. 419gfl. die Behauptung aufgestellt, daB unter dem sogen. Boüy EBdonog ein Opferkuchen von der
Gestalt eines Ochsen zu verstehen sei, der (in Attika) zusammen eutweder mit 6 Rundkuchen (seAjraı) oder mit 6 verschiedenen lebendigen Opfertieren von solchen Leuten
an siebenter Stelle dargebracht wurde, «die nicht die Mittel besaßen (zevnres!),
einen lebendigen Ochsen zu opfern. Die Richtigkeit dieser meiner Erklärung des
Ausdrucks ist nicht weniger als zweimal von P. Srunusr, dem um seine Spezialwissenschaft vielfach verdienten Verfasser der "Griech. Kultusaltertümer” (2. Aufl. 1898),
energisch augefochten worden, das erste Mal im “Hermes’ 38 |1903) 8. 567 tt,
das zweite Mal ganz kürzlich im unmittelbaren Anschluß an meine erste ‘Verteidigung’ im Arch. f. Rel. VII 8. 437 f. Um nun die Geduld der Redaktion
wie der Leser dieser Zeitschrift nicht auf eine allzu harte Probe zu stellen, habe
ieb am Schlusse meiner ersten Erwiderung auf Srexurss Angrifl (a. a. 0.8.4 36)
ausdrücklich darauf verzichtet, an jenem Orte abermals auf eine W iderlegung
STENGELS einzugehen, glaube aber hier, wo es darauf ankommt, das Leugnismaterial, das sich auf die Bedeutung der Siebenzahl in der griechischen
Religion bezieht, möglichst vollständig und kritisch gesichtet vorzulegen, nicht
bloß berechtigt, sondern auch geradezu verpflichtet zu sein, uochmals (hoffentlich zum
letzten Mal!) die Richtigkeit meiner Erklärung gegenüber Sraxseus Angriffen zu
Pagina 32
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1)
SIEBEN- u, NEiumnzanı, ın Kuurus ı. Mvrruts p. GRIECHEN.
verteidigen und dessen kritische Einwendungen und positive Behauptungen endgültig zurückzuweisen. Und zwar glaube ich diesen Zweck am besten erreichen
zu können, wenn ich mich hier ziemlich streng an den Gedankengang in meiner
ersten Verteidigung (Arch. f. Rel. VII 8. 419 ff.), auf die hier nochmals verwiesen
sei, anschließe, aus Gründen, die, wie ich hoffe, jedem einleuchten werden, der
bisher StEnGeLs und ıneinen Erörterungen mit Aufmerksamkeit gefolgt ist.
I.
Daß der Boüs EBöokog genannte Opferkuchen von der Gestalt eines Ochsen
ursprünglich im Anschluß an 6 mondförmige Rundkuchen (veAfjvcı), also an siebenter
Stelle, dargebracht und davon ß. Eddonuog benannt worden sein sollte, bezeugt
vor alleın der wahrscheinlich aus Didymos!#®) schöpfende Lexikograph Pausanias
b. Eust. z. Il. £ v. 575 p. 1165, 6fl. mit den Worten: Boüg reg& tuig nalaıois
IMysro aul tı reuuarog Eidos, dp od napoiui« o Bodg EBd. Eyovoa Aöyov torövde.
sAävaı niuuare Toav nAnrea nundoregn?), Eri de 8E oeAnvaıg ruavıug Boüv,
gYuoiv, EBdonor Enerruv, aegara Fyovra xura ulunsım nowropvoög veAnvng. Edvor
piv oVv xai ini 1TEooagcı monavoıg Toürov rov Pour zul Enalovv auröv
neuntov Bodv, nällov uerror Eni taig TE Edvov auıov, ög Ku Exaleito dıa
todto EBdonog Boög.') Ebenso heißt es bei Suidas s. v. ß. EB. U: nennera
negara Fyovin xura piano TAG newropaoüg oelıvng. Enckovv ÖE adıd BoDv,
neoorıdevreg xai ro Eßdonov, Hrı ini TE zaig velnvaıg EmedVero obrog
EBdopog, wg Eidundäg Ev ‘Aralavın ». r. A. und unter avdoreros am Ende: Eni
dE EEE aeAnvaıs Bodv EBdouov Ensrrov, aegaro Eyovre nark ulunsır THg TEWToYvodg veAnuns. EBvov utv obv zul Emi rlscagsı mondvog toürov röv Boür, Kal
Zuckovv adrd» meuntov Boöv, nällov db ini zeig TE EBdonov Boöv (ühnlich
auch, aber mit einigen Verderbnissen, Apostol. 5, 8). Aus diesen höchst glaubwürdigen Zeugnissen wird wohl jeder unbefangene Leser mit mir (Archiv f. R. VII
2.2.0. 8. 421) den Schluß ziehen:
ı) daß der Boüg &Bö. in Verbindung mit dein Opfer von 6 Rundkuchen dargebracht wurde und davon seinen Namen haben sollte, und
2) daß neben dem Boos Eßdopog, aber seltener, auch ein Boög mweuntog vorkam, ‘dem das Opfer von nur 4 oeljva vorausging.!?')
188) Das ist, wie ich nachträglich gesehen habe, auch die Ansicht.des Herausgebers der Fragmente des Pausanias, nämlich Schwases in s. Buche Ael. Dion.
et Paus. Attie. fr. coll. 8. p. 63 u. p. 129. fr. no, 94.
189) »unAoregij bildet offenbar den Gegensatz zu dem neupa teredywvov —= Boög
£ßd. bei Macarius u. Zeuobius (b. Mivzer, Mel. 357).
190) Srexsen (Archiv £. R. VII 8. 438) hält diese letzten Worte, die er bei
Suid. (s. v. @vdoraror) nicht finden kann, für „einen späteren Zusatz ohne jede
Autorität und ohne Wert“, ohne zu bedenken, daß genau dasselbe, nur in etwas
anderer Form, auch bei Suidas (s. 0.) steht, wenn dieser sagt: ExdAovv de auro [rö
reuna) Boöv ... Eßdouov, öt Eni E eig aelrvaıg EmedVero ovrog Eßdonoc.
Ebenso spricht die Notiz, daß der nach 4 oeljvaı geopferte Ochsenkuchen deshalb Boüs meunrog hieß, laut und deutlich gegen StTEnszeLs Annahme.
191) Der ßBoüg neuntog des Selenekults könnte ebenso der 5tägigen aus
Halbierung der 1otägigen att. Woche entstandenen Frist entsprechen, wie der
ß. &ßö. der 7tägigen Woche zu entsprechen scheint.
S. auch Menand. b, Str. 297.
Pagina 33
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. tl. Roscıer,
INXIV, 1.
Im Anschluß daran babe ich a. a. 0. 8. 4218. gegen Srexuen folgendes bemerkt: „Wie nun Srexgen angesichts dieser durchaus unverfänglichen Nachrichten
duzu kommt, 8. 569 zu behaupten: ‘Den Namen hat der Kuchen Boög 2Bd. natürlich |?] nicht davon empfangen, daß nıan ihn an siebenter Stelle darzubringen
pflegte, sondern weil er das siebente opferbure Zuwpuyor darstellte [#7]; das beweist |?| schon das Sprichwort, und es wird sich noch weiter bestätigen [?]; Boös
teantog aber war überhaupt keine sakrale, sondern wuhl nur eine witzige]
?]
Bezeichnung; weit mehr Wahrscheinlichkeit |?| hat, daß ungekehrt der Boüg EBdonos
die Zahl der vorher geopferten Selenen bestimmt hat’, das verstehe ich un: so
weniger, als er Zeugnisse für seine mit der angeführten Tradition in schroffem
Widerspruch stehende Ansicht bisher nicht hat nachweisen können. Außerdem
kommt noch in Betracht, daß die beiden Zahlen in deu Ausdrücken Bodz; Ed. und
ß. reurrog ihre Bedeutung und Pointe verlieren würden, wenn man sie nicht
wit den antiken Erklärern auf die siebente und fünfte Stelle beim Opfer
beziehen wollte“ Selbstverständlich war ich in hohem Grade auf die Erwiderung
gespannt, die diesem meinem positiven Augrilf auf Srexeens Behauptungen in
dessen zweitem Aufsatze zu teil werden würde, mußte ich doch darauf gefaßt
sein, daß es Sr. gelingen könute, ein puar antike Zeugnisse für seine Annahmen
aufzutreiben. Wie angenelim überrascht war ich, als ich in Sr.s Antwort auf
meinen Angriff (8. 439) folgendes zu lesen bekam: „Da [d. h. bei den Diasien] hat
man im 5. Jahrhundert (vgl. Thuk. 1, 126) noch keine Neuerungen eingeführt,
am wenigsten aus einem obskuren Selenekult entlehnte. Der Kuchen und sein
Nanıe stammt also nicht erst von Jem Seleneopfer her, ja er saß in diesem Kult
nicht einmal fest und war für ihn nieht wesentlich. Das beweist |?] der gleich
gut bezeugte B. durrog, den man zu vier Selenen opferte; seltener, denn der
ß. & war einmal da und im Kult legitimiert; opferte man ihn aber, um durch
das fingierte 'Tieropfer den Wert der (abe zu erhöhen, so war damit auch die
Zahl
der
Selenen gegeben.
Der Name B. neuntog ist
erst nach
seiner
Analogie gebildet [Beleg!?] und würde ohne ihn nicht existieren|?]; es
ist ein billiger Witz[?]"”), kein sakraler Ausdruck
|?|, denn er kommt
sonst nirgends vor |natürlich! bei der Lückenhaftigkeit unserer Überlieferung, ist
aber doch (s. ob.) wenigstens einmal von einem treflliehen Gewährsmanne
(Didymos?) wohl bezeugt!|, während der B. & in verschiedenen Kulten begegnet“.
Das bedeutet, wenn ich den Sinn der vielleicht absichtlich etwas dunkel gehaltenen Ausdrucksweise Srexeres richtig erfaßt habe, im wesentlichen eine einfache Wiederholung seiner früheren ohne Beibringung irgend eines antiken
Zeugnisses vorgetragenen und deshalb von mir mit eingeklammerten Fragezeichen [?] versehenen Behauptungen, die abermals in schroffem Öegensatze zu dem
Zeugnis der trefflichen von Pausanias, Suidas und Apostolios gemeinsam benutzten
Quelle, wahrscheinlich Didymos, stehen. Auch scheint mir Sr. entschieden die
Bedeutung des Apollon- und Selenekults in diesem Falle zu unterschätzen, wenn
er a.n.0. N. 438/9 den Boos EBdouog in erster Linie auf den Kult der Diasia
192) Es wäre interessant, von Sr. zu erfahren, worin hier bei einem offenbar
der (sakralen) Volkssprache enistammenden Ausdruck der „Witz“ bestehen soll.
Auch würde bei der bekannten Deisidaimonie des Durchschnittsatheners ein solcher
„Witz", wie ihn Sr. im Auge lat, großen Anstoß erregt haben und kaum je
populär geworden sein.
Pagina 34
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1}
SIEBEN- u. Nennzarı ım Kururvs vr Myrnt's D. GRIECHEN.
bezieht und verächtlich von „einem obskuren Selenekult“!®®) redet, aus dem im
fünften Jahrhundert keine Neuerungen in das Opferritual der Diasien übergegangen
seien. Daß mäglicherweise der Boüs Eßdouos auch Lein Piasienopfer schon
im 5. Jahrhundert, ja vielleicht noch früher, dargebracht wurde, gebe ich im
Hinblick auf das Zeugnis des Hesychius s. v. Boüg!®) ohne weiteres zu; dagegen
muß ich entschieden bestreiten, daB dieses Opfer nicht schon in sehr alter Zeit
durch den Einfluß des delphischen oder eines anderen apollinischen Orakels aus
den Kulten des Apollon und der Artemis-Selene, in denen Siebenopfer von
jeher üblich waren (s. ob. 8. 135 21), in den Zeuskult eingedrungen sein könnte,
weil wir bereits oben deutlich erkannt haben, daß z. B. in Böotien hebdomadische
Bestimmungen „zat« 1. uavrelav to "Anöllaros” tatsächlich in «den Kult des
plataiischen Zeus Bleutherios eingedrungen sind (s. ob. 8. 68 Anm. 154” und vgl.
außerdem die Enta pÜorg des Zeuskultes von Kos, die wahrscheinlich auch aus
den Apollokult stammen; s. ob. 8. 29). Denn daß wirklich das Opfer des Boüg
Eßd. im Kult des Apollon und der Selene, die in Atlika schon frühzeitig
mit Artemis identifiziert worden ist, eine gewisse Rolle gespielt hat, kann
nicht dem geringsten Zweifel unterliegen, wenn wir folgeude Zeugnisse iu Betracht ziehen:
1) Kleitodemos (fr. 16 b. Müuuer, Fr. Hist. Gr. 1 p. 362°) b. Hesych. s. v.
Boös EBöonos’ urnuoreis de Tod Eßdonev Boös ...... ori ÖE meuua Eori xal tus
Zeilivng lsoov Kieıröönwog [also eine (Quelle ı. Ranges, der Zeitgenosse des
Thukydides: MüLter a. a. OÖ. p. LXXXI| u Arsidı pyal,
2) Pollux on. 6, 76: n&lavoı dE aowvoi mücı Beoig, @y xal sekijvaı [s. ob.
S. 105| r5 Heo [d.i. Selene], x&rAyvreı de and Tod ogrjmarog, Wonee aul 6 Poüg
[d. i. der ß. £B6.]' neune yao dor aeoare &yov nennyuere [Hermes 38, 573], reoogpeaduevov 'Anöllwvı ni Agrkuudı Crhd®) zei Erdıy za Zeirjvn. Vgl. auch
Hesych. s. v. Bodg" nörwvov ti tov Hvonivov oÜtwg Ev Teig ayımardrarg Adırıoı
Yuolais. Av 6 Bol nugandncıov, was StEensen unter Verweisung auf Thuk. ı, 126
und Schol. nach dem Vorgange von Sırpeias und Mürter Fr. Hist. Gr. a. a. 0.
auf die Diasien beziehen möchte, eine Annahme, die zwar nicht beweisbar aber
immerhin nicht unmöglich ist (s. ob.).
193) 3o ganz „obskur“ dürfte dieser Kult doch wohl nicht gewesen sein, wenn
es sich (s. unten) un den Kult: der wit Apollon verbundenen Artemis-Hekate
handeln sollte, die in Attika schon frühzeitig und namentlich von den Atthidographen mit Selene identifiziert worden ist. In diesem Falle könnte es sich um
die Feier der Delphinien (A. Moxusen, Feste S. 450) oder um das Fest des
7. Pyanepsion handeln (Moxnsen a. a. 0. 278%), wofür manches spricht, wie
ich bereits im Archiv f. Rel. VI 68 f. ausgeführt habe, besonders die Verbindung
von Apollon und Artemis [= Selene] und die Bedeutung, welche die Siebenzahl in beider Kultus hatte. Vgl. auch Usener, Dreiheit 350, ı, der ebenfalls
im foüg EBdouog ein Zeugnis dafür erblickt, daB die Siehenzahl der Selene geheiligt war.
194) $. 8. 107 unten.
195) Vgl. dazu die schon längst von Lossck gemachte Beobachtung (Arch. f.
Rel. VI S. 68), daß die Atthidographen auch sonst Artemis (= Hekate) und
Selene gleiehzusetzen pflegen (Loseck, Agl. 1062). Schol. Ar. Plut. 594: mv
Exam ... Erluwv da 16 Tim airmv Zeljvnv nal "Apreniv vol "Exdenv nolsioheı,
Pagina 35
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W, H. Roscher,
[XXIV, ı.
11.
Nach einer zweiten ganz verschiedenen, aber doch im Grunde auf dem
gleichen Prinzip beruhenden Deutung soll sich der Boög FBdouog auf das Opfer
von 6 lebendigen Öpfertieren beziehen. Die acht z. T. ziemlich stark von
einander abweichenden Variauten, in denen diese Überlieferung vorliegt, habe ich
im Arch. f. Rei. VII 8. 422 ff. übersichtlich nebeneinandergestellt, so daB ich hier
auf deren nochmalige vollständige Vorführung wohl verzichten darf. Ich hebe
hier nur dies hervor, daß jene 8 Varianten genau genommen in zwei Hauptklassen
zerfallen, je nachdem in der Reihe der 6 vor dem ßoüg EPdokog genannten
Kuchen geopferten lehendigen Tiere ein Boüg oder ein mereıvov erscheint. Der
Deutlichkeit wegen setze ich hier als Vertreter der beiden Klassen wenigstens zwei
besonders charakteristische Zeugnisse her:
1. Cod. 5 Macarii 2, 89: Boög EBd. Eml zwv dvuodnter' of yüp nevyteg rov
"Adnvalov'tE del Hvorreg Fupuge, moößerov, Tv, alya, öpvir, Boüv'’), yüva, EBdouov
<röv Boiv) Exridvor, nenne tergdywvor. Enid Tolvur eivalsdnrov Eööreı ro Loor,
ETLOKOTLTOVTEG TOVG avorjrovg Exdlovv foüv EBd.
II. Cod. K Macarii 2, 89: Wie oben, nur lautet die Aufzählung der 6 &uypvuya'
ngößarov, vv, alya, boviv, nersirov, zäve, EBöonov (rov Bodv) Eridvor x. 1. A.)
— Dies &redvov kehrt, übrigens aueh wieder in dem Zeugnis des Paroimiographen
bei MırLer, Melanges 377 (= SrengeL im Hermes XXXVIII 8. 571) und ist
von nicht geringer Wichtigkeit für uns, weil es beweist, daß hier eine der vorigen
ganz ähnliche Erklärung vorliegt, welche den Bong Eßdouog an siebenter Stelle
nach den 6 genannten lebendigen Öpfertieren geopiert werden ließ, was
merkwürdigerweise Sr. bestreiten möchte. —
Die Differenz, die zwischen Sr. und mir hinsiehtlieh der Form wie des Inhaltes dieser beiden so stark auseinandergehenden Überlieferungen besteht, ist kurz
folgende:
Indem Sr. glanbt, daß die bei Zenobius ed. Mruerr, Mel. p. 357 = STENGEL
a.a.0. 8. 573 erhaltene Überlieferung dem ursprünglichen Wortlaute anı nächsten
konme, schreibt er: FBöouov Ö& Iren) ri Zupuza 2E Poor [ol nernres], reößeror,
dv, alya, ögvıv, Bodv, ziva (Evor of mevnres) za FBöonov tor ner@rousdvor [so
für nereivör!] Bovr. Zum Verständnis bemerkt er (Hermes a.a.0. 8. 573):
„Die Verderbnis entstand dadurch, daß man of rerrteg hinter das erste ZYvor
setzte und dann das (jetzt unverständlich gewordene) zweite Fvor strich.“
Als
Sinn des Ganzen nimmt er (a.a. 0. 8.567) an: „Man hat zum Opfern 6 verschiedene Tiere benutzt, die Armen aber, denen ein fuyıyov zu teuer war,
halfen sich damit, daß sie ein Rind aus Brot- oder Kuchenteig buken und es
statt eines lebendigen darbrachten“, oder mit anderen noch kürzeren Worten
(Archiv £. Rel. VII S. 444): „Also Boüg: dno tod oynuerog (Poll. 6, 76), EBöonos:
weil er das siebente opferhare Fuyvuzo»r darstellte“.
Meine eigene Ansicht läßt sich kurz dahin präzisieren, daß ich mich, ohne
eine wesentliche Verderbnis der Überlieferung anzunehmen, möglichst genau an
196) Hinsichtlich der in den verschiedenen Zeugnissen dieser Klasse schwankenden Stellung von ßoüs s. unten S. 109 unt. 2.
197) Diesen abgesehen von dem verderbten mereıvov durchaus leichtverständlichen Text nennt Sr. a. a. O. 3. 441 „heillos“.
Pagina 36
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1} SIEBEN- U. NEUNZAHL IM Kuntus ı7. Myrtuus D. GRISCHEN.
den Wortlaut der zweiten Zeugnisklasse anschließe, indem ich z. B. bei Macarius
a.a. Ö. lese:
Boös EBb. ini r. avamsdnrwr. ul yiu neunte rwv Adyvalov TE ae Bvovreg
Euypvxa, neößerov, vv, alya, ögviv, nereiworv|?]|, züve, EBdowov Cr. Boiv) Eridvov,
une tergdywvov . 1. 4.%) Der Sinn dieser Überlieferung kann nach meiner
Überzeugung kein anderer sein als dieser: Diejenigen Athener, welche nicht die
Mittel hatten — das und nichts anderes bedeutet mevıjres, wie ich in meiner
ersten Verteidigung ausführlich nachgewiesen habe — einen lebendigen Ochsen zu
opfern, brachten, wenn es Sich um ein hebdomadisches Tieropfer handelte (bei
dem eigentlich folgende 7 wie gewöhnlich nach ihrem Marktwerte georduete
Tiere, nämlich ı ngößarov, 1 ug, 1 aid, 1 Opvig, ı wereivöv|?]| und ı yıyv zu opfern
waren), statt des lebendigen Ochsen einen Kuchen in Ochsengestalt dar, der,
weil er in der hebdomadischen Reihe das geringwertigste Opfer darstellte, dementsprechend an siebenter, also letzter Stelle genannt und geopfert wurde.
Ich werde nunmehr in ıneiner weiteren Polemik gegen Sr. in der Weise
verfahren, daß ich zuerst nochmals die Haltlosigkeit und Irrigkeit seiner Annahmen
darzulegen und sodann die Notwendigkeit und Richtigkeit der vun mir vertretenen
Erklärung unter Zurückweisung aller dagegen von Sr. neuerdings erhobenen Binwände zu beweisen versuche.
1) Bereits in meiner ersten Verteidigung habe ich an letzter Stelle (8. 427)
darauf hingewiesen, daß Jie Emendation, die Sr, für nötig hält, um den von ihm
gewünschten Sinn zu erzieleu, schon rein äußerlich betrachtet viel zu kühn und
kompliziert sei, als daß sie Anspruch auf Wahrscheinlichkeit machen könne, insofern er gezwungen ist, nicht bloß eine Streichung und eine starke Transposition
mit Zusatz vorzunehmen, sondern auch zugleich das überlieferte sereiwöv im
werrönsvov zu korrigieren.
2) Die Zeugnisklasse, die Sr. bei seiner Emendation benutzt hat, läßt sich
leicht als durchaus winderwertig erweisen. Vor allem beachte man, daß die
Stellung von ßoög in den verschiedenen Zeugnissen, welche zu jener Klasse
gehören, eine schwankende, also ganz unsichere ist, was Sr. selbst gar nicht
:zu leugnen vermag (vgl. Hermes 38 8. 527 Z. 9. von oben u. Archiv f. Rel. VI
8. 441 Z. gl. v. uben), denn bei Suidas s. v. ß. EBd. steht. es an vierter, bei Suid.
s. v. Bösov un dritter, im Cod. 3 Macarii 2, 89 und bei Zenob. Mınter, Mel.
p. 357 gar an fünfter Stelle, während im Gegensatze dazu hinsichtlich der Stellung des wersıvov in der zweiten von mir bevorzugten Zeugnisklasse völlige
|Übereinstimmung herrscht. Sodaun ergibt sich aber auch die Minderwertigkeit
‘der von Sr. seiner Erklärung zugrunde gelegten Zeugnisklasse aus den großen
ı Bedenken, die sich vom Standpunkte der Logik aus gegen den von Sy. daraus
abgeleiteten Sinn vrheben. Denn welchen Sinn hat es mit Sr. in diesem Falle
anzunehmen, daß der Ausdruck Boos Eßdunog seinen Ursprung lediglich dem
Umstande zu verdanken habe, daß man in Attika überhaupt nur 6 Gattungen
‚lebundiger Tiere zu opfern gewohnt gewesen sei, nämlich Schafe, Schweine,
Ziegen, Hühner, Rinder und Gänse (man beachte die Stellung der Rinder zwischen den Hühnern und Gäusen!)? Wie bedenklich ist es von voruherein, zu
behaupten, daB ein der älteren so konkret denkenden Volkssprache angehörender
Ausdruck, der schon bei Jen älteren Komikern und als regurula vorkam, nicht
198) 8. d. vorige Seite.
Pagina 37
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. I. Rosette,
den realen Öpferbrauch, sondern einer mehr oder weniger abstrakten, theore
iischen (gewissermaßen statistischen) Brwägung, nämlich der Frage naeh
Zahl u. Häufigkeit der einzelnen Tieropfer entsprungen sei! Etwas günstiger
stände es um $r.s Annahme, wenn die Sechszahl der opferbaren Tiere dureh bestimmte Zeugnisse als allgemein anerkannt und güng und gäbe sich erweisen
ließo, doch hat Sr. bislier auch nicht die geringste Audentung eines solchen Zeugnissos auftreihen können, und es ist überhaupt im Hinblick auf gewisse Tatsachen
des Kultus!”®) im höchsten Maße unwahrscheinlich, daB eine solche Beschränkung
auf 6 Klassen von Öpfertieren irgendwo in Hellas üblich war. Aber selbst vorausgesetzt, daB Sv.s Annahme in diesem Falle berechtigt und die Sechszahl der
opferbaren Tiere allgemein anerkannt gewesen würe, müßte man da nicht vielmehr im Hinblick auf die von Sr. angenommene Reihe jener Tiergattungen (eoBeror, 05, alE, bovig, Bodg, zıv), da der ochsengestaltige Kuchen ja einen offenbaren Gegensatz zum lebendigen Boog darstellte, statt des törichten weil unverständlichen EBdouug ein ganz auderes viel bezeichnenderes Kpitheton zur Bezeichnung des leb- und wertlosen Öpferkuchens erwarten, wie z.B. &upugog?®®), udfıvos,
dAevpıvog, ÖTIög, MENEUMEVOG?
3) Merkwürdigerweise hat Sr. gar uicht beachtet, daß es in beiden Zeugnisklassen, nämlich im Cod. 5 und K Macarii II 89 und ebenso in dem von Mins.rıe,
Mel. 8. 377 herausgegebenen Paroimiographen, also nicht weniger als 3 mal heißt:
Ylorres neößerov, dv a. 1. A. EBdonor Eridvon (rov Boöv) oder meuna Ei; oyhuu
Boög. Das kann natürlich nur mit meiner, nicht aber mit Sr.s Deutung in Einklaug gebracht werden, da der Sinn sein muß: „man opferte zunächst 6 lebendige
Tiere, ein Bchaf, ein Schwein usw. und nach diesen an siebenter Stelle einen
Kuchen von Öchsengestalt“. Denselben Sinn hat es selbstverständlieh, wenn es in
den anderen Zeugnissen statt &rEdvov nur heißt: ZUVero FBdonos 6 & alsigov
[oös], woraus klar ersichtlich ist, daß auch hier ursprünglich dieselbe Erklürung
gegeben werden sollte, welche die übrigen Zeugnisse vertreten. Auf diese Weise
sehen wir auch, wie ähnlieh jene Erklärung, welche den Boos EBdouog auf 6 zuvor
geopferte Ruudkuchen (vedfjvar) bezieht (s. ob.), der anderen ist, die ihn auf 6
zuvor geopferte Tiere bezogen wissen will; beide beruhen genau genommen auf
lem gleichen hebdomadischen Prinzip, wie ich schon im Archiv £. Rel. VII S. 422
betont habe.
4) Auch ein wichtiger grammatischer Grund läßt sich gegen Sr.s Deutung geltend machen; vgl. meine erste Verteidigung a.a.0. 8. 425f. Die Öptertiere werden nämlich in sämtlichen 8 vorliegenden Zeugnissen ohne Ausnahme
siugularisch ohne Artikel aufgeführt, so daB es heißt Buo»res woößarov, bv,
«iyu, Ögviv usw. Dies kann unmöglich den Sinn geben, den Sr. für den richtigen
hält, daB man überhaupt 6 verschiedene Tiergattungen zu Opfern benutzt habe,
199) Man deuke z.B, an die Opfer von allen möglichen Tieren im Kulı der
Artemis (Paus. 7, 18,7) und der Kureten (4, 31, 9), von ueltaygideg (10, 32, 16),
von zegdıxeg im Aphroditekult (Jo. Lyd. de mens. 44 p. 216 K.), von Kaninchen
oder Hasen im Totenkult von Thera und Kleusis (Prunz, D. arch. Friedhof v.
Thera p. 268. 269, ı. 273). Vgl. I. Gr. Ins. Mar. Aeg. II, 73: Sverw iojıwv örmı
ne del ... mila]y golow zul ögvıda Ölr|rı[lva ze Her]. ib. II, 72 (dasumong).
200) ärpvyog (oder aralößrtug) würde treillich den Gegensatz zu der Reile
der in den antiken Zeugnissen genannten 6 „Eupvya‘“ bezeichnen.
Pagina 38
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1.| SIEBEN- 1. NEUNZAHL Im Kunvvs u. MYTHUs D. GRIECHEN.
nämlich Schale, Schweine, Ziegeu usw., sondern us bedeutet vielmehr sowohl nach
dan bekannten Regeln des Sprachgebrauchs in der attischen Litteratur als auclı
speziell nach dem durchaus festen Brauch der (namentlich iu den Juschriften
vorliegenden) Sakralsprache nur, daB man zuvor ein Schaf, ein Schwein usw. und
zuletzt einen Budz EBdowuug geopfert, also — Sr. mag sich dagegen sträuben soviel
er will, es muB doch gesagt werden — ein heblomadisches Opfer dargebracht
habe. Um dies zu beweisen, braucht man sich bloß auf die zublreichen von mir
in meiner ersten Verteidigung 5. 426 Anm.ı aufgeführten Beispiele aus der
Literatur zu berufen, wo als Bestandteile der bekamntlich aus 3 verschiedenen Öpfertieren bestehenden Trittyen regelmäßig aufgeführt werden: xdrreos,
*y1ös, Taügog oder zdrepog zul Tadgug xul apıög oder Boüg, alt, ngößerov, oder auf
die noch viel zahlreicheren Fälle aus den Sakralinschriften, die man bei v. Prorr,
Leges Graec. sacrae I Teipz. 1896 gesammelt findet. Wenn in unseren Zeugnissen für die Sitte des sogen. ßoüg EBö. nicht wie bei der Trittys verschiedene
zum hebdomadischen Opfer gehörige Einzeltiere sondern gauze Gattungen von
Tieren gemeint wären, so hätte es unbedingt heißen müssen nicht meößarov, vs,
eis usw., sondern vielmehr reößer«, Des, ulyes usw.”®), oder auch allenfalls z&
roößerov usw.
Wenn Sr. (Archiv £. It. VII 8. 439 Anm. ı) die Auslassung des
Artikels vor dem Singular durch Berufung auf Isai. 8, 32 yoveig Ö" eioi wine zul
rang Au ninmog usw. für seine Aulfassung unserer Zeugnisse für den foüg
EBd. verwerten will, so verweise ich ihn einfach auf maßgebende Grammatiken,
wie die von Krüuer 8 50, 3, 4—8 oder Künner II $ 462’
., wo die Fülle, in
denen zur Bezeichnung von ganzen Gattungen der Artikel vor dem Singular weggelassen werden darf, auf ganz bestimmte Kategorien von Begriffen (z.B. Verwandtschaftsbezeichnungen) beschränkt werden, unter denen jedoch Tiere
absolut fehlen. Will Sr. das Gegenteil beweisen, so ınöge er aus der Sakralsprache für seine von mir bestrittene Ansicht sichere Fülle anführen, in denen
2. B. no0ßarov ohne Artikel bei Bezeichnung von Opfern nicht ein Schaf, sondern
die ganze Gattung (= noößere) bedeutet.
5) Endlich ist auch die Anordnung, welche Sr. in seiner Emendation deu
6 „opferbaren Tieren“ gegeben hat, in hohem Grade anstößig, insofern der Boüs
mitten unter dem Geflügel, und zwar zwischen Huhn und Gans, also
von den übrigen Vierfüßlern getrennt, auftritt, während, wie ich in meiner
ersten Verteidisung nachgewiesen habe, sunst: in der Regel die Opfertiere nach
ihren Werte geordnet werden, wie es allem Anscheiue nach auch bei dem hebdomadischen Opfer des Boög EBdonog der Wall gewesen ist, also: meößeror, bg, als
(diese 3 Tiere haben ungeführ denselben Preis), ögvıs, nersıwör [?]|, gYv (über den
geringen Wert der Gans s. Paus. 10, 32, ı6 u. Anthul. Pal. 6, 231); zuletzt
kommt der fast wertlose Kucheu, der aber durch seine Gestalt das bei weiten:
wertvollste Opfertier, nämlich einen lebendigen Bodg (der ursprünglich an der
Spitze der Reilie gestanden haben ınuß), vertritt.
Sr. freilich glaubt zur Rechtfertigung jener von ihm angenommenen, auch in seinem zweiten Aufsatze durch
kein einziges Beispiel gestützten, unerhörten Stellung von ßoüg einen triftigen
Grund ausfindig gemacht zu haben: er belauptet nämlich, die Reihenfolge der
201) Vgl. z.B. Paus. 4, 31, 9 (von Opfern im Kult d. Kureten): «eäduevor yüg
eo Boüv re xal alywv x. r. Ad. ib. 7, 18, 7: ögvidag, ds dyglovg, fldpovg etc.
Lue. de dea Syr. 54: Bvovcı Ö8 Bong... nal ulyag xel örag’ Evangel. Ioann. 2, 14.
Pagina 39
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. H. tosenk,
[RXIV, 1.
Tiere sei in diesem Falle nicht durch den Wert, sondern durch die Hüufigkeit
des Opfers bestimmt worden. Das ließe sich hören, wenn dieses von Sr. angenusimene Prinzip der Anorduung irgendwo nachweisbar oder wenigstens wahrscheinlich wäre, was aber bis jetzt nicht der Fall ist; vgl. meine Ausführungen
im Archiv f. Rel. VII 8. 436, wo auf Grund von Prorrs Fasti Sacıı nachgewiesen wird, daß Huhnopter sehr viel seltener gewesen sein müssen als Bodyopfer, was Sr. a.a.0. 5. 444 auf eine wir nieht recht. verständliche Weise zu
bestreiten sucht.
Soviel zur Widerlegung von Sr.s positiven Ansichten vorn Ursprung und
Wesen des Bodg EBö.; es erübrigt jetzt nur noch, ganz kurz auch noch die neuesten von ihm gegen meine Auffassung der Sache vorgebrachten Einwände zu
widerlegen.
Zuvor aber erkenne ich gern an, daß SrenueL wenigstens zwei früher von ihm
gegen mich geltend gemachte Gründe: ı) daß die nEvyreg in Athen unmöglich
das von den Paroimiographen bezeugte hebdomadische Opfer hätten darbringen
können, und 2) daß hebdomadische Opfer überhaupt unerhört seien, gegenüber
meinen Nachweisungen neuerdings hat fallen lassen.
Archiv £. Itel. VII S. 439 sagt Sr.: „Roscuer nennt das Opfer von 7 Kuchen
eine Hebdomas »nach Analogie einer reırös, Öwdernis, Eraröußı, ziAtöußne usw.
Er übersieht, daß alle diese Ausdrücke nur für Tieropfer gelten, seine Bezeichnung also dem griechischen Sprachgebrauch nicht angemessen ist... Das Zeugnis [Verg. Aen. VI 38f.] mag gelten auch für griechische Opfer, es handelt sich
um das Sibyllenorakel in (wmnae, doch beweist es im besten Falle nur, daß im
apollinischen und wohl auch im Kult der mit Artemis verwandten Hekate [also
genau derselben Gottheiten für die much das Opfer des Boög &B6. bezeugt ist; s.
ob. 8. 13; 21] „Heldumaden“* vorkamen; aber natürliel nicht. von allen möglichen
Tieren, sondern gleichartigen, oder doch vun sulehen, die dem Gott und der Göttin
auch sonst genehm waren. Kin Schaf, ein Schwein, eine Ziege, ein Huhn, eine
Taube, eine Gans, einen Kuchen kann man niemals als eine Hebdomas bezeichnet
haben, und die (Gottheit soll erst genannt werden, der man mit einem
solchen Opfer kummen durfte. *”?)
Dem gegenüber konstatiere ich kurz folgendes:
a) Daß solche bebdomndische Opfer von 7 verschiedenen Tieren oder auch
von 7 Kuchen (6 oeAiver und ı Beög &Bd.) in der Tat vorgekommen sind, beweisen eben die oben von mir kritisch behandelten Zeugnisse für deu Boög EBd.,
deren von mir angegebenen Sinn Sr. vergeblich bestreitet.
b) Daß die von Sr. behauptete Gleichartigkeit der in hebdomadischen
Opfer dargebrachten Tiere nicht notwendig ist, lehrt: ı) das Beispiel der zgırrüeg, bei denen gerade die Verschiedenheit der 3 Tiere deutlich hervortritt
(s. die Belege im Archı. f. Kel. VII 426 A. ı); 2) der Ersatz für eine Hekatombe®®)
202) Nach EI. H. Merur, German. Mythol. $ 265 opferte ınan zu Upsala alle
9 Jahre sogar 9 männliche Wesen von jeder lebenden Art zur Versöhnung
der Götter! Was sagt ST. dazu?
203) Besonders interessaut ist, daß Sr. selbst soeben in der Berl. Phil. Wochenschrift 1904 Sp. 912 eine kürzlich in Milet gefundene, aus dem Tempel des Apollon
Delplinios stammende Inschrift bespricht, in der es heißt: 7) wolıs didof Enaröußıv
rela lspyiıa reise, d.h. 3 ausgewachsene Öptertiere als Ersatz für eine Heka-
Pagina 40
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 2) Sınsen- te. Neunzaun in Kunvevs ur Mytits D. GRIECHEN.
im Kult des Apollon Hekatembios zu Mykonos (v. Prvrt a.a.0. 8. 14, 29),
dem nicht bloß ddx« Goves, sondern auch (und zwar an erster Stelle!) ein
t«dpog, also 2 verschiedene Tiergaltungen, als Bestandteile einer Hekatombe, dargebracht wurden!”); 3) die höchst inannichfaltigen Tieropfer (öpvıdes Eöwdıuor xui
legsia öuolos änmavra, Fr 68 Weg Äygwı nul Flapoi ts nal Öugaddeg x. r. A.), die
nach Paus. 7, 18, 7 der Artemis Laplıria und nach Paus. 4, 31, 9 den Kureten
dargebracht wurden (dofapnevo yüg And Powv TE zul alyov naraßulvoucıv Es robs
öpridag). Vyl. auch das bunte Isis-Opfer in «lem Epigramm Anth. Pal. 6, 231 ete.
(Arch. f. Rel. VII 3.433). Man beachte, daß hier gerade wieder Apollon und
Artemis-Selene besonders hervortreten, also diejenigen Gottheiten, für die das Opfer
des Boög &8d. ausdrücklich bezeugi ist (vgl. auch die 7fachen apollin. Kuchenopfer ob. 8. 14).
c) Solche Opfer, auch die von 7 ungleichartigen Tieren, ebenso Hebdomaden oder Heptaden zu benennen, wie z. B. drei verschiedene im Dreiopfer
vereinigte Tiere Trittyen genannt wurden, ist. durchaus unanstößig und um so
berechtigter, als wir ja jetzt bestimmt wissen, daß der Boög FBdonog genannte
Kuchen eben seinen Namen dem Umstande verdankt, daß er das letzte,
also siebente, Glied in einem hehdomadischen Opfer bildete. Die Behauptung Sr.s, daB „man ein solches Opfer niemals als eine Heldomas bezeichnet
haben könne“, beruht also auf reiner Willkür und entbehrt jeder Begründung und
Auktorität. Es wäre interessant, von Sr. zu erfahren, wie denn die Alten selbst.
ein derartiges Siebenopfer, soball sie es benennen wollten, anders bezeichnet haben
sollen als mit dem Ausdruck &Bdoudg oder Enrds.?0%)
Wenn endlich Sr. iin Archiv f. kel. VII 8. 443 die Richtigkeit meiner Vermutung, daß negusregov für mereivor zu lesen und anzunelimen sei, daß die üherlieferte Reihenfolge der 6 Opfertiere aus einer Zeit stamme, wo die erst kürzlich
aus dem Orient eingeführte weiße kdeltaube im Werte noch etwus über der
billigen (s. ob. 5. ı11) Gans gestanden habe, bezweifelt, so weise ich einerseits
nochmals darauf hin, daß es sieh in diesem Falle nur um eine von mir offen
zugegebene Möglichkeit haudelt, die recht wohl auch durch eine andere Möglichkeit (s. ob. A. 199) ersetzt werden kann, anderseits erlaube ieh mir hier eine
selr hübsche höchst scharfsinnige Vermutung meines Freundes P. Wisizsiersn in
Calw mitzuteilen, die, wie ich meine, wohl imstande ist, jene Konjektur zu stützen.
W. schrieb mir nämlich am 15. Aug. dieses Jahres unmittelbar nach Empfang
meiner ersten Verteiligung im Arch. £. Itel. VII folgendes: „Empfangen Sie meinen
besten Dank für Zusendung Ihres Aufsatzes über den ß. &Bd., in dem Sie mir
vollständig das Richtige getroffen zu haben scheinen. Was Sie 8. 435 über die
wsprüngliche Reihenfolge der Tiere der Hebdenas sagen, findet vielleicht eine
weitere Bestätigung darin, daß dieselbe, wenn man hinter ders, wo die Vögel
tombe, die aber alle verschieden sind, indem eines männlich, ein anderes
weiblich, ein drittes verschnitien sein muß, Mit der von Sr. postulierten
Gleichartigkeit aller zu einer IHekatombe gehörigen Tiere ist es also nichts.
203) Vgl. auch die xardußeı u. Öwdeneldss Bourgwigor ete.: Arch. f. Rel. VII
8. 427, 2.
204) Vgl. die oben S. 14 Anm. 36 vorgetragene Vernmmtung, daß unter den
Ente $oe (dyaiuara) beim delischen Artemision vielleicht eine Hebdomade vun
Opfertieren zu verstehen sei.
Abhanul. d. K.S. Gesellsch. d. Wissensch., phil.-hist. KL NXIV. 1.
Pagina 41
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W.H. Roschkr, SIEBEN- UND NEUNZAHL DER ÜRIECHEN. INN, 1.
anfangen, re einsetzt, einen regelrechten Hexameter abgibt, der sich als Merkvers empfehlen mochte [vgl. z. B. Auson. epigr. 86 M.]:
Boög, neößeror, oüs, «ld, ögvig te, neqoregiov, ynv or),
was auch für die Einsetzung von regsoregrov für ereivov sprechen würde.“
Ich halte diese Vermutung W.s schon deshalb für sehr beachtenswert, weil es
nach zahlreichen Analogien von vornherein durchaus nicht unwahrscheinlich ist,
daß auch das hebdomadische Opfer wie so viele andere (vgl. die oben 8. 68
Anm. 154" angeführten Analogien) auf einem bexametrisch abgefaßten apollinischen Orakelspruch beruhte, dessen ursprünglicher Wortlaut noch aus unseren
verhältnismäßig jungen Zeugnissen ziemlich klar hervorleuchtet. Sollte diese Verınutung, was ich für sehr möglich halte, das Richtige treffen, so wäre vielleicht.
auch S.s Bedenken gegen die Stellung von wegror&giov zwischen Huhn und Gans
einigermaßen beschwichtigt?®®), insofern in diesem einen Falle von der strengen
Ordnung nach dem Werte aus metrischen Gründen abgewichen sein könnte.
Ich würde mich aufriehtig freuen, wenn diese notgedrungenen Verteidigungen
meiner Auffassung des ßoüg £ßd. nunmehr auch meinen verehrten Geguer ebenso
wie verschiedene andere ausgezeichnete Gelehrte, die mir schriftlich und mündlich
ihre Zustimmung ausgesprochen haben ®®), einigermaßen überzeugt hätte.
2052) Vgl. damit so uralte Verse wie die bekannten 6 Ephesia grammata:
Alcın, Zupvausvevg, Teroaf, AS, "Aorı, Kuraorı
oder die 7 Grammata Delphika:
El. ©Oc0 jow. Nönvis meldev. Deldev cd yoovo.o.
Tvodı osavröov. Mydev &yav. 'Eyyia, ige d' &ry
und dazu Philologus 59, 38. 60,89 f. Hermes 36, 489.
205) Wie sehr unter Umständen die Preise eBbarer Tiere von den normalen
abweichen können, ersieht man z. B. aus der von Berus-SchöpLer, Tierleben I, 494 1. mitgeteilten Tatsache, daß in England um das Jahr 1309 ein
.wildes Kaninchen ebenso viel kostete wie ein Ferkel. — Übrigens würde es der
Stellung von wegısregor zwischen Öorıg und 77» vollkommen entsprechen, wenn
der Preis der genannten 3 Vögel ungefähr der gleiche gewesen sein sollte, was
sehr wohl möglich ist.
206) Einer von diesen schrieb mir kürzlich unter auderem: „Es ist meine
teste Überzeugung, daß der Name Boos £B). nur an etwas ganz konkretes anknüpfen konnte, das Sprichwort also auf das Seleneopfer zurückgeht, nicht. auf
eine ganz abstrakte Zahl opferbarer Tiere |vgl. damit das oben $. 109 f. von mir
Gesagtel],
An die Hebdomas glaube ich aber auch nicht, und damit auch nicht
an eine zweite Ableitung des Sprichwortes. Mir scheint bier eher Konstruktion
vorzuliegen.“ Ich bin hinsichtlich des letzteren Punktes der Ansicht, daß auch
die zweite Erklärung der Paroimiographen ebenso wie die erste auf einem realen
Opferbrauch beruhen ınuß, weil schwer zu glauben ist, daB jemand eine solche
künstlich konstruiert hätte, wenn schon ein anderer Opferbrauch existierte, der
zur Erklärung des Ausdrucks Boög EB6. völlig genügte.
Pagina 42
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)A. Systematisches Inhaltsverzeichnis.
Seite
Einleitung: Zusammenhang dieser Abhandlung mit. derjenigen über die
enneadischen und hebdomadischen Fristen und Wochen.
Untersuchung
Aufgabe der
.
3f.
Kap. I: Die Sieben im Kultus und Mythus des Apollon
. . ...
4-19
a) Hebdomadische 'Tages-, Monats- u. Jahresfristen im Kult des Apollon.
Frist von 7 Tagen im Apollokult Abderas und der anderen ionischen
Städte, die das Thargelientest feierten (Athen, Ephesos, Klazomenai,
Milet, Massalia): 8. 4—5. — Die ersten Hebdomaden aller Monate, d.h.
die vovunvie und Eßööun, apollinisch zu Delphi, Sparta, Athen ete.:
8.5—6. — A. Neouiwiog und Eßööusiog (-uylıng, -ayeris). —
ztägige Fristen im delphischen Mythos von Trophonios und Agamedes
und in apollin. Orakeln: S. 6. — 7-Monatsfristen: Ap., als Ertaunviaiog
geboren, kehrt im 7. Monat aus Patara nach Delos zurück: 8. 6. —
7jähr. Fristen: alte &rterngig zu Delos; 7jähr. Fristen in der Legende
des Apollodieners Aristeas, im Mythus von der Epiphanie des Gottes
bei den Hyperboreern und in d. Sage von Teiresias, in der auch
Fristen von 7 yercal bezeugt sind: S. 7—8. — 7jähr. Fristen in der
mythischen Geschichte der Theraier: 8. 8. — Eine zßdoun galt als
Geburtstag des Gottes in Athen, Delphi, Kyrene ete.: 8. 8. —- Ebenso
waren die übrigen für die Teilung u. Abgrenzung des Monats wichtigen Tage (die vovanria, die diyoumvie, die eixdg und die rosands)
dem Ap. geweiht, was darauf bindeutet, daß Ap. schon sehr frühzeitig als Herr des Sonnenjahres und aller damit zusammenhängenden
natürlichen Zeiteinteilung aufgefaßt worden ist, als welcher er uns
auch in der Symbolik des theban. Daphnephorienfestes entgegentritt:
8. 8—9. — Ableitung der sonstigen hebdomadischen Bestimmungen
im Kult des Apollon von den darin üblichen hebdomadischen Fristen,
und Analogien dazu aus dem Bereiche der enneadischen, pentadischen
und dekadischen Fristen: S. 10 #. — Die 7tägige Frist der Thargelienfeier am 7. Tage des Monats Thargelion hat mehrere hebdomadische
Bräuche dieses Festes (7mal. Schlagen und das Opfer von 7 blättrigem
Kohl nach Hipponax) veranlaßt, nicht umgekehrt. Analogien dazu
aus dem alten Testament ete.: 3. 11—ı2; vgl. Anm. 31—33. —
Siebenfache Tieropfer im Apollokult zu Cumae, 7fache Kuchenopfer,
Opfer des Boög Eßdowos: 8. 13—14. — 7malige Wiederholung gewisser Kulthandlungen, z. B. Waschungen in 7
Flüssen, Quellen,
and dig Enıa xuudınv ete.: S. 15— 16. — Die Siebenzahl in den
Reden des Apollon, in Paianen, im Nomos des Terpander, im auleti8*
Pagina 43
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. H. Roscnern,
INNIVL.
Seite
schen vögog Hvdirog und in der Legende vom ersten Ilodınog ayorı
8. 16. — Apollin. Chöre von 7 (2 >< 7) Personen zu Sikyon, Nemea,
Kyrene, Athen, Delphi, Delos, Ploon etw: 8. 17— 19. — Siebenzuhl
der Musen: 8. 19.
Kap. I: A, Die Sieben im Kultus und Mythus der anderen Götter
und Heron
2.2 u. Le
b) Helios: Hebdomadische Fristen im Kult des Helios nach Hom. Od.
a 129; die 7 Heliossöhne und 7 Heliostöchter der rhodischen Sage;
7strablige Krone des Sonnengottes; 7fuche Kuchenopfer |[?]; 49 (= 7 ><7)malige Wiederlolung gewisser Formeln im Helioskult: S. 20—21.
€) Selene: 7fache Kuchenopfer im Kult zu Athen; 7tache Tieropfer im
Kult der Artemis- Hekate-Selene von Gmmae; 7fYache Waschungen und
Gebete im Kult. der Brimo wach Ap. Rhod.; ztäg. Frist im Kult des
phrygischen Mondgottes Men: 85, 21—22.
d) Dionysos: Hebdomadische Fristen im Kult von Andros, das wahrscheinlieh von Miuyern besiedelt war: 8. 22—23. — Dionysos 'Eßdopevg zu Lesbos; Dion. als Erteuyrieiog geboren; siebentägige Fasten
des orplischen Ilyınaus von T'hurioiz 2>< 7 orphische Titanen; Zagreus
in 7 Stücke zerrissen; septein erepundia Zugrei;z 7 Ammen d. Dionysos;
2><7 Altüre und Priesterinnen des Gottes am atben. Anthesterienfeste: S. 23— 24.
6) Hera: Hebdomadische Jahrestristen zu Plataiai und 2>< 7 Daidala
daselbst; bosotischer Kult der Siebenzahl; 1Hypothesen ©. Mürzses
und Usensues zur Erklärung der plataiisehen Hepteteriden: 8. 25 27.
— 7 Söhne und 7 Töchter der Medeia und dem entsprechend 7 Knaben
und 7 Müdchen im Kult der Hera Akraia v. Korinth: 8. 27
— 28;
7 durch Schönheit ausgezeichnete Franen verschen den Dienst im
Temenos der lesbischen llera: 8. 29.
f) Zeus: 7fache Kuchenopfer (pdotes) im Kult des Z. Polieus von Kos;
Chöre von 7 Männern in Boivtien gewählt, um dem Z. Bleutherios vw.
Dreifuß zu weiben: 8. 24, nebst Ann. B5”. -— |Vielleicht gehört. hierher auch das atben. UÜpter dus Boüz ZPdeuos, Falls es, wie STENGen.,
Hermes 38 (1903) 8. 569f. u. Arch. f. Rel.-Wiss. VILS.438f. verinutet,
vorzugsweise den Zeus der Diasieu anging.]
g) Athena: Chor v. 7 Männern bei der athen. Panathenaienleier; P’ythagoreische Beziehung der Siehenzall (= xuugüs, relsız, byisre) auf
Athena: 8. 30—31.
h) Demeter: 7tägige Thesmophorienfeier im achäischen Pellene; 7 tägiges
Fasten der Göttin nach dem orplischen Hymmus von Thurioi:
N. 31—32.
ji) Boreus: äntauugur Bogeao org des Kallimachos; Siebenzahl der
Winde, deren König Boreas ist: 5. 32—33.
B. Gruppen von 7 Gottheiten und Heroen:
nn
k) u. 1) Pleiaden u. Hyaden. Wenn auch in d. boiot. Mythus von
den Pleiaden eine 7jähr. Frist. erscheint, so beruht doch die Siehenzahl dieser Göttinnen entschieden nieht auf d. bebdomad. Frist, sondern vielmehr auf der Siebenzahl der zu ihren Sternbildern gehörigen
Sterne: 9. 34—35.
Pagina 44
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)NXIV, 1. SIEBEN- U. Neunzaun ın Kunrus u, Mvruts 9. GRIECHEN. 117
Seite
m) Musen. Deren Siebenzahl hängt wahrscheinlich nicht bJoß mit der
Siebenzahl der Choreuten, sondern auch mit der Saitenzahl der älteren
Lyra zusammen: 8. 35—36.
n) Titanen: Siebenzahl der Titanen in d. orpb. Gedichten, 7tägiges
Fasten des Orpheus und d. orphischen Mysten ete.: 8. 36.
0) Hesperiden: Neben der Drei-, Vier- und Fünfzahl der Hesperiden
wird in der Literatur und bildenden Kunst auch deren Siebenzahl
bezeugt: 8. 37.
p) Korybanten-Kureten: 7 Söhne der Kombe (oder Chalkis) nach
euboiischer Sage, während sonst für diese Götter die Neun- und Zehnzahl bezeugt ist: S. 38.
4) Kyklopen: Die 7 “lykischen’ Kyklopen als Erbauer der Mauern von
Tiryns stammen vielleicht aus Euboia, wo die Kyklopensage vor alters
heimisch war: S. 39.
r) Alkyoniden: Auch die Siebenzahl der Alkyoniden, mit denen die
2><7 alkyonischen Tage eug zusammenhängen, läßt sich mit großer
Wahrscheinlichkeit auf den euboiisch - boiotischen Kultkreis zurückführen:
8. 40—41.
S) 7 Archageten Plataiais, 7 Demuchen von Thespiai, 7 Archageten von Lesbos etc.
.
«) 7 Archageten Plataiais: S. yı.
. 4153
’
ß) 7 thespische Demuchen; 49 (= 7 > 7) Töchter des Thespios,
von Herakles in 7 Nächten geschwängert: 8. 42.
y) 7 Lesbierinnen und 7 Archagsten von Lesbos; Sage von
dein später “Haar der Berenike’ genannten, ursprünglich auf die
7 Losbierinnen bezogenen Sternbille: 8. 43—44.
ö) 2><7 Niobiden: thebanischer Mythus: 8. 44—47&) 7 Tore Thebens, Enr& Zri Onßes; Thebais und Epigonengedicht
aus je 7000 Hexametern bestehend: S. 47—48.
&) Die Siebenzahl im Kultus und Mey des Achilleus: 8. 48.
n) Mehrere Gruppen von je 7 Kinderu mythischer Personen: $. 49.
a) 7 Söhne des Pterelaos;
b) 7 Söhne des Aiolos;
e) 7 Söhne des Nestor;
d) 7 Asklepiaden;
e) 7 Söhne und 7 "Töchter des Helios.
$) ; reitende Knaben und 7 Gruppen von je 2 Lanzeukümpfern auf
einer schwarzfigur. korinthischen Vase: 8. 49.
ı) Sieben oder neun Köpfe der lernäischen Hydra: 8. 49f.
x) Siebenschläfer zu Ephesos: 8. 51.
ı) Der Kult der 7 Planeten ist ungriechisch und stammt aus
Babylonien: 8. 5ıf.
w) Die 7 Tychai und 7 Polokrutores des großen Pariser Zauberbuches entstammen der ägyptischen Religion: 8. 53.
Kap. III: Die Neunzahl im Kultus und Mythus der Griechen:
54—67
Die nachstehende Untersuchung verfolgt hauptsächlich den Zweck, das
Verhältnis zwischen der Sieben- und Neunzahl in der griechischen
Religion zu ergründen und vor allem die Frage zu läsen, welcher
Pagina 45
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W. H. Roscher,
[RXIV, 1.
Beite
der beiden konkurrierenden Zahlen durchschnittlich das höhere Alter
zukomnit.
a) Apollon. KEnneadische Fristen im SMlytlus u. Kultus des Apollon:
A. dient dem Admetos 9 Jahre. — Teiresius lebt 9 (7) yeveal. —
gtägige Feier der Karneien in Sparta, verbunden mit anderweitigen
enneadischen Bestimmungen. — Enneadische Bestimmungen in dem
nahe verwandten Apollokult von Troizen. — gtägige Geburtswehen
der Leto. — y sibyllin. Bücher. — Die ter novenae virgines der dem
graecus ritus entstammenden römischen Bittprozessiouen und der
römischen Säkularfeier. — gmaliges Untertauchen in den thrakischen
Tritonsumpf bedingt die Verwandlung in einen apollinischen Schwan. —
Evve@ aUndor der Pythouschlange zu Delphi. — 9 Musen: 8. 54— 56.
b) Helios: Der 9. Monatstag dem Sonnengott heilig: 8. 57.
€) Selene-Artemis: Die Neunzahl der Mondgöttin geheiligt ete.: S. 57.
d) Dionysos: 9 Festtage der Bakchosmysterien. — 9 yeveai lebi der
Dionysische Sänger und Prophet Orpheus. — 9 Männer und 9 Prauen
im Kult des D. Aisymnetes zu Patrai. — 9 Altäre des Dionysos. —
Zvarevecher ein rätselhafter Ausdruck im Kult der Semele: 8. 57— 58.
e) Hera: vacat.
f) Zeus:9 Stiere dem Zeus Kenaios (Kuhoia) geopfert. — 9 (27) Stiere
des Zeus im Kult zu Kos: 8. 59. — [9 Knaben und 9 Mädchen,
deren Eltern noch leben, treten im Kult des Zeus Sosipolis zu
Magnesia am Maiander auf, der wahrscheinlich aus der kretischen
Heimat der Maynmeten abzuleiten ist, wo die Enneas eine gewisse
Rolle gespielt hat (Emnead. u. hebd. Fristen ete. 8. 23: 8. 59 u. 74)].
g) Athena: vacat.
h) Demeter: gtügiges Wasten der Göttin und der 'hesmophoriazusen:
S. 59-—6o.
i) kK) D) Borcas, Pleiaden, Hyaden: vacat.
m) Musen: Deren Neunzahl scheint. jünger als die Siebenzahl: $. 60.
n) Titanen: vacat.
0) Hesperiden: vacat.
pP) Kureten — Korybanten — Telchinen: 8. 60— 61.
4) Kyklopen: vacat.
r) Alkyoniden: 8. 61—-62.
sufl) Neunschläfer: 8. 62. — Poseidon: 8. 621.
Die Neunzahl im Kult der chthonischen Gottheiten und im Totenkult:
8. 63— 67. — Eumeniden: 8. 63. — Die Neunzahl im Toten- und
Sithnkult der Inder, Perser, Römer: 8. 63—64. — Die Neunzahl im
medizinischen Aberglauben: 8.65. — Die Neunzahl im Lustrationsund Zauberkult der Griechen und Römer: 8. 66. -- - Die Siebenzahl
b. Reinigungen, Sühnungen und Zaunbereien: S. 67 Anm. 154.
Kap. IV: Ergebnisse:
.
Kap. V: Anhang I: Zusätze u. Berichtigungen zu
ı der Abhandlung über
die ennead. u. hebdomad. Fristen und Wochen:
a) Zusätze zu Kap. I, die diehomenischen, dekadischen, pentadischen,
ogdoadischen Fristen u. Wochen betn.: S. 76—82.
Pagina 46
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, ı.)
SIEBEN- u.
NEUNZAHL Im Kuurus u. Myvtuus D. ÜRIECHEN. 119
b) Zusätze zu Kap. Il, die enneadischen Fristen und Wochen betr.:
S. 82—85.
Seite
c) Zusütze zu Kap. III, die hebdomadischen Fristen beir.: 8. 85— 104.
Kap. VI: Anhang II: Über Ursprung und Bedeutung des Bong EBöouog,
eine Verteidigung weines Standpunktes gegen P. Srensen im Archiv
104—114
t. Religionswissensch. VII 8. 437 ®.
115—119
VII: A. Systematisches Inhaltsverzeichnis
119—125
B. Alphabetisches Inhaltsverzeichnis
125— 126
C. Sachregister und Nachträge.
B. Alphabetisches Inhaltsverzeichnis.
Die bloße Zahl bedeutet die Seite; ein vor die Zahl gesetztes A. = Anmerkung.
Abdarda = £ntedeog: A. 72.
Abdera: Apollokult und Thargelienfeier
daselbst: q f.
Achilleus: Beziehungen z. Siebenzahl: 48.
: eivamıyug: A. 164 b.
Achtzabl im Kult des Poseidon und The-
|
|
Apollon Herr des Sonuenjahres u. der
Zeiteinteilung: 9.
— empfüngt 7fache Opfer usw.: 141.
— Gott d. Mordsühne: 135 f.
— verehrt durch 7 teilige Chöre u. Kolle-
Achttägige Woche d. Römer: 72.
gien: IT.
— dem Dionysos verwandt: 23.
— beeinflußt durch Orakel den Kult des
Zeus usw.: A.65 b. A. 154 b. 107.
Adonisfeier: 7tägig: 93.
Eronöurnor Muegrı
Ägyptische Kulte: 53. 98 f.
anopeddes nulgcı
Aristeas kehrt im 7. Jahre wieder:
seus: A. 146.
Acht “articuli lunae’: 95.
Alkyone:
Alkyoneus:
of.
7.
Artemis — Selene (s. d.).
Alkyoniden: 39 f. 61 f.
colmvor nusgaı (vuntes): 76. 85.
Aloaden: 10.
Amphidromienfeier: 92.
Athenakuit: 30.
Andreus: 23.
— kleiner hat 7 Stomel
Boiotisch-euboiische Mythen und Kulte
bevorzugen die Siebenzahl: 7. 8 ob.
23. 25f. A. 65 b. 32. 38. 39. 40,
44. f. 47. 68. A. ı54 b.
Boreas: 32 f.
Boög Eßdonog; 14. 21. 104ff. 116. 126.
Boög neunros: 105fl. A. 190. A. ıg1.
Bruma: 22. 40. 92f. 102.
Bär großer hat 7 Sterne
Andros: 22
Anios: 22. 23.
antermenzaru (umbr.)
intermenstruum: 76.
Anthas
|
Anthedon ; 40
Antheia |
Avdguneoı Ausg = drropaddeg: 76.
Apollons Beziehungen zur Siebenzahl:
46
68 f. 107.
— heil. Tage d. ı., 7., 14. (15),
30: &£.
— Enteumvieios: 6. A. 12.
— Neounviog: 6. 8.
— ’Isuiveog, Xalstiog zu Theben: u.
A. 26.
|
20.,
— Eßdouerog ete.: 6. 8. 80.
| Chalkis = Kombe (6. d.).
von 7 (2 >< 7) Personen: 17 fl.
| Chöre
28. 30. A. gı1. 43. 48.
Chöre von 9 (2 >< 9) Personen: 59. 74.
Daphnephorika, theban. Fest: 55. A. 26,
Decemvirn: 8ı. A. 107 a. E.
| Öexdunvor: 100.
|
u. del. Sagen u. Kulte: 22. 23.
| Delos
Delph. u. ephes. Sprüche: A. 205a.
Pagina 47
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W.ı. Rosen,
Dezimal- u. Duodezimalsystem: 101.
)
Dionysos’ Beziehungen z. Siebenzahl:
22#. O9. z. Neunzahl: 578.
"Eßdoueds: 23
-— Entoumviniog: 23.
— Verwandtschaft mit Men: A. 60.
-— Beziehungen z. Neunzahl: 58.
Dodra (Neuntrank): A. 183.
Dreitägige Frist durch Drittelung der
Otägigen
entstanden bei d. Babyloniern u. Kelten: A. ı60. 82 f.
Dreizehn 72. A. ı61. 100.
Evarevecdher: 58.
Ennaßöteriden: 55.
’Evvea ödol: A. 164 b,
evvednolig = Pylos: 62 f.
Zvveapagnaxov: A. 164 b.
Epimenides schläft 57 (= 3 x 19) der
27 (=3< 9) Jahre in d. Grotte
d. Ida: gı £
INXIV, 1
Hehllomadische Fristen bewirken anderweitige bebdom. Bestimmungen: 1OM.
68,
— — u. Bestunmungen b. d. Juden:
ı2. 86. 08.
— — — — b.d Persern: ı2. A.
33. 86. 98.
— — — -— b. d. Armeniern: 12.
A. 33.
—_—- — — ba Malayen, Chinesen,
Lydern, Amerikanern: ı2. A. 33.
87 1. 104.
— — im Kult d. Men: 22.
— — -- — d.Dionysos: 22 f. A. 50a.
— — — — d.Hera: 25f.
— — — -— d. Juno: A. 62.
— -— — — d. Demeter v.Pellene; 31.
— — scheinen durchschnittlich älter als
die enneadischen: 54. 70. 72.
— — selten im ält. Epos, häufiger
-— lebt 154 (= 22% 7) Jahre: A. ı8ı.
im Kultus u. Mythus der Griechen:
-— stirbt im 300. Lebensjahre: A. 181.
ou f.
Fristen:
Dekadische d. Athener: 13. A. 33. 100.
— d. (iriechen u. Römer: 79 f£.
— d. Ägypter: 78. d. Julen: 126.
— d. Germanen etc.: 78.
Dichomenische d. Griechen etc.: 77.
Dodekadische: 81 f. 100,
Enneadische Fristen u. Bestimmungen:
13. A. 33. 34. 58. 7u. 82. 83. 00 f.
92. A.125. A. 140. 104 | Amerikaner].
— — im Apollokult: 54 MH.
— — im Dionysoskult: 58.
— — im Demeterkult: 59.
-— — im Totenkult: 4 f.
— — im Lustrations- u. Zauberkult: 66.
— — häufig im Epos, selten im Kultus
u. Mythos d. Griechen: 69 f.
— — b.d. Kelten: 83.
— — u. Bestimmungen b. d. Babyloniern: 85.
— — — — b.d. Ägyptern: 53. gEt.
Mehr b. v. Anbkian, D. Siebenzahl
S. 247.
— — — — b.d. Semiten: 85 f.
— — — — b,d. Drusen: 86.
— -— — — b.d.Indern, Persern, Buddhisten: 87.
— — — — b.d. Kelten: 88 ff.
— — — — b.d. Germanen: 90 f.
— — — — in der Medizin usw. d.
Griechen: 94 f. 97 ff. 99. 102.
— -—- — — am llofe Alexanders d.Gr.
A. 50a. 971.
— — in der griech. Lehre von den Emhryonen: 96.
ee
von d. Entwickelung
d. Tiere: 96 £.; d. Pilauzen: 47. 100;
— — veranlassen weitere ennead. Bein der Landwirtschaft etw: 97. 100.
102.
stimmungen: 10. 72.
-— — scheinen durchschnittlich jünger
— — bei den Totenfesten vieler Völker:
88.
als d. hebdon.: 54.
HebdomadischeFristen u. Bestimmungen
— — bei Lustrationen u. Zaubereien
im Kultus u. Mythos des Apollon:
d. Griechen u. Römer: 67.
af. ıı.
| Hexadische Fristen? 93.
Pagina 48
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXV, ı) SIEBEN- 1. NEUNZAnn Im Kurees ve, Myvruus D. GRIECHEN. 121
Koryhanten-Kursten: 38. 60 £.
Ögdoadische Wochen ıl. Römer u. Kelten: 78,
Oktaöteriden d. Dalmater: 101.
Pentadische Frist. d. Babylonier: 77. 126.
Kritische Tage: 74. 93 f. 95.
Kyklopen (Iykische): 39.
Lernäische Hydıa = Polyp: 50.
Lesbierinnen (7): 29.
— — d. Perser: 77. 103 |?]. 126.
— — d. Mongolen ete.: 78.
— — versch. Völker: 103.
— — d. Griechen: 13. A. 33. 1. A. 187.
1oıf. A. ıgı. 126.
Lustrationsgebrüuche: 64 f.
Medizinischer und Zahlenaberglaube: 74.
unzageır: A. 144.
Men: 22. A. 60.
Metonischer Zyklus an Stelle einer alten
Hepieteris od. Ennaöteris getreten:
— — aus Halbierung d. dekad. entstanden: 103.
Frühreife v. Kindern: 103 f.
Fünfzig (50) 7tägige Wochen d. Mondjahres: 9.
7.91.
Monat, 28tägiger: 22. 75. A. 165. 76.
— 27tägiger d. Kelten: 73.
“Geronten (28) der Spartaner: 76.
Mond, sein Wirken: 4. A. }.
Hebdornadenlehre d. Alten: 75. 94 N,
HTebdomadische Pristen s. Fristen.
— Opfer: 12. 104 4f. A. 204.
Mondphasen, 7- oder glägige: 3. 94.
—: ihr Rinttuß u. ihwe Bedeutung: 68.
Musen: 19. 33. 99.
EBdondg, Errdg, Bedeutung: 1121.
“EBösm; dem Apollon geheiligt: 5. 6 A.
11.7.
naxatraı 70.
Neun:
Helindes (7): 20. A. 79.
Helios hat Bezieluingen z. Siebenzahl:
9. 20.
—- — — z. Newzahl: 57.
Entadovios: 87.
intagvieior: 27.
“Eatduvgog(?) des Pherekydes: 33.
inte koa (ayürtuere) zu Delos: 14. A.
36. A. 204.
Hepteteris s. Fristen n, Sieben.
Hera hat Beziehungen z. Siebenzahl:
25. f.
— Akraia zu Korinth: 27 f
-—: ihr Kult auf Lesbos: 29.
Hesperiden: 37 f.
Hosier (delphische): 17 f£.
Hyaden: 34 f. A. 79. 69.
Indischer Totenkult: 63. A. 139.
Interlunium (-menstruum): 76.
Karystos hat Beziehungen zu Delos: 23.
Kelten haben hebd. u. ennead. Fristen:
76 f.
Klimakterische Jahre: 100,
Kombe: 38.
}
gs. Fristen (enneadische).
9 wechselt mit 7: A. 18. A. 39 a. E.
32. 38. 61. 40 A. 7., 45. 50. 54.
62.
9 wechselt mit 7 u. 10: 32. 38. 61. 45;
mit. 10: 58. A. 134.
9 im Mythus von den Aloaden: 10.
gtäg. u. gjühr. Fristen besunders beliebt
im Zeitalter des heroischen Epos: 10.
69. 70.
gläzg. n. gjähr. Fristen bedingen weitere
ennenmlische Bestimmungen: 10, 68.
yjähr. Opfer von 99 Menschen u.
Pferden auf Seeland ete.: ı1 A. 28,
A. 202.
9 >< 9 Stiere d. Poseidon geopfert:
13 A. 34. 62.
9 Kursten; 38.
9 Schläfer der Sardinier: A. 102,
51. 62.
gköpfige Hydra: 49 f.
9 im Kultus u. Mythus des Apollon:
54 #.
9 Jahre dient Apollon dem Admet: 54.
9 (7) yevsal lebt Teiresias: 54.
9 yevenf lebt Orpheus 54 A. ı25. 58.
gjährige Periode der theban.
Daphnephborika: 55.
serien
-— dem Helios heilig?: 47.
-—— dem Men geheiligt: 22.
Heliadai (7): 20. A. 79.
Pagina 49
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)INNIV, ı
W, H. Roschisıe,
gjührige Periode der älteren Pythien: 55.
Y9Zahl = Kovejtg: A. 143.
Otägige lieburtswehen der Leto: 55.
-— = Helios, Ares (Enyalios), Kore:
g sibyllin. Bücher: 50.
gtägiges Karneienfest: 10 f. 53. 97.
9 Männer speisen in einer Hütte am
Karneienfest: 55.
9
Männer
von
Troizen
reinigen
den
Örestes: 55.
A. 132.
9 im Kult der Rheia-Kybele: 61.
9 (7) alkyonische Tage: 62.
9 nicht dem Poseidon geheiligt: 62.
9. Tag = Evvara 63.
9 (2 x H)tägige Totenfeier: 63. 83.
3><9 Prozessionsjungfrauen in Rom: 56.
3 >x 9 (= 27)tügiger Aufenthalt des
gmal. Untertauchen apellinischer Männer
im Tritonsumpf: 56.
Pythagoras in der idüischen Grotte:
63.
) eirculi des Hades: 63.
9 Arme (Ringe) der Styx: 63.
9 (7) zöndor schlingt der Pythondrache
um den Parnaß: 56.
9 Musen: 11 A. 29. 56. 60; in Ägypten:
A. 142.
9 apollinische Monate des delphischen
Kultjahres: 56. A. 131
b.
9 Saiten der apoll. Leier: 56.
9 heilige Zahl der Selene: 57. 82.
gjährige Okeaninen = Choreutinuen der
L
Artemis: 57.
Ymonatige Verfolgung der Britomartis
durch Minos: 57.
9. Monatstag dem Helios geheiligt: 57
9 iım Kultus u. Mythus des Dionysos: 57.
9 (10?) Pestisge der Bakchosmysterien:
58. A. 134.
y Männer u. 9 Frauen versehen «len
Dienst des Dionysos Aisymnetes v.
Patrai: 58.
Altäre des Dionysos: 58.
{6} (3) Becher trinken üblich im Divnysoskult: 58.
9 im Kult d. Zeus: Sy.
9 Ochsen im Zeuskult v. Kos als Opter:
I
ı1 A. 29. 50.
9 Stiere dem kenüischen Zeus geopfert: |
13 A. 34. 50.
9 Müdehen u. 9 Knaben im Zeuskult:
v. Magnesia ad Mac: 59. 74. 118,
9 im Kultus u. Mythus d. Demeter: Sof. :
gtägiges Fasten u. Jlerumirren der Göttin:
59.
Otägige Keuschheit der Frauen am
Thesmophorienteste: 60.
gtägiges ieiunlum der Klytin: A 139.
9 (10) im Mythus v. d. Kureten-Korybanten-Telchinen: 60 f.
9
Giefüße
beim
Totenkult der
Inder:
A. 149.
—
.—- — Römer: A. 151.
g9-NTagmanenopfer der Inder: A. 149.
Ymalizges Hermurmeln von Formeln (indisech}: A. 149.
9 Tage fasten (indisch): A. 149.
3><y Mondgestirne (indisch): A. 1.49.
gZahl der Lustratiouen: 04. 60. A, 153.
9 im Totenkult d. Inder, Perser, Römer:
yZahl bei den Reinigungen der Ägypter
usw. A. 152.
yZalıl im imeclizin. Aberzlauben der
Üriechen u. Römer: 64 MM. 84.
Zahl in Jer antıken Landwirtschaft:
54.
g7ahl hei Zaubereien: 66,
Neunergrüuppen von Göttern (Herven}: 71.
9 im Kultus u. Mythus d. Babylonier:
A. 1060. A. 160.
9 else des Tityost A. 164 b.
gmal
süßer
als
Honig
ist Ambrosia:
A. 164 I.
9 Knaben u. 9 Mädchen von den Persern bei 'Eivvea ödol lehendig begraben:
A. 163 b.
glägige Woche der Kelten: 83.
9 Tage dauert die Erzeugung von Bienen
aus der Leiche eines Stieres: 84.
gjährige Feftsalben heilkräftig: 85.
3><9 Tage dauert das Ausbrüten ı.
Pfaumneier: 85.
yter Tag = Tag d. Namengebung ). d.
Griechen (?}: 92.
Pagina 50
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XXIV, 1] SIEBEN- U. NEUNZAHL IM Kurrtus v. Myruus D. GRIECHEN. 123
gjährige Fristen im Mythus von Minos
u. Rhadamanthys: A. 182.
7. Thargelion Apollofest loniens: 5.
7. Tag des Monats (£ßdoan) apollinisch:
y Verschwörer gegen Alex. d. Gr.: 98.
6.8.
14. A. 35.
9929 typische Zahl b. d. Kelten: A. ı72. ; Siebenmonatskind: 6 A. ı2. 23.
Siebenmonatstristen im Kult Apollousete.:
Niobesage (lydische): 45.
6. 23. 100,
— (thebanische): 46.
Niobiden in verschiedener Zahl: 7 10, Siebenjahresfrist apollinisch: 6 t. 8.
12,14, 18(=2%x9),20(=2X 10): 7 yereal im Mythus des Teiresias: 8.
45. A. 108 f.
Niobidennamen auf die 7 Tore 'l’hebens
übertragen: 46.
Novunvia apollinisch: 5 A. 10.
Okeanos’ Beziehungen z. Neunzahl:
A. ına b.
7 regeulose Jahre von Thera: 8.
7wmaliges Schlagen des pägpanog: 11.
zblättriger Kohl apollinisch: ıı A. 30.
A. 183.
7laches Opfer im Apollokult ete.: 14.
Orphisches: 23 1. 31 f. 36. A. 130.
107. 109. ı1. 112, A. 204.
7blättrige Lorbeerzweige apollinisch: 143
vgl. A. 35.
z7wal. Opferbandlungen apollinisch: 13.
Pallene-Pellene ete.: 40.
7 Flüsse, 7 Quellen, im Apollokult: 15.
Pellene, Demeterkult daselbst: 31 f. 41.
|
revıjtes, Bedeutung: 109. 112.
Perser: Totenkult d. Perser: 64. A. 150;
vgl. A. 65. A. 164).
Philammon: 17. A. 44.
Planetengötter ursprüngl balylonisch:
A. 122.
Planetenkult: 52. 69. 72 1. 75. 87. 90.
Plataiai: Herakult v. Pl. 25. — 7 Archa-
A. 34.
2><7 aluure bl. Murdsühne: 135 A. 40.
geten v. Pl: qı f.
Pleiadan: 34. 69.
Polyp = lernäische Hydra: 50 f.
Poseidonkult: 62.
sgößarov in der Sakralsprache bedeutet
vuur ı Schaf, nie Schafe: ıtı.
Pythagoras u. Pythagoreer: A.41. 21.30.
A. 66. 31. 63. 74. 75. 92. 94. A. 183.
Rangordnung der Öpfertiere nach dem
Werte: 1ı1f.
zmaliges Kreisen 4. Schwäne um Delos:
15 A. 139.
7rAarvövreg üu. 7ronere apollinisch: 1.1.
7tägiges Fasten im Apollukult: 15 A. 34.
7 Lorbeerzweige — —-: 14 A. 35.
7 eyalpura (£o«) zu Delus: A. 306. A. 204.
81
SW
Orıon verfolgt 7 (5) Jahre die Pleiaden:
34 A. 74.
Hexameter: 16.
Teile des vouog Verpanders: 16.
— — — eöAntaös: 16.
— — IB. ayav u. 7 Wettkämpfe
in demselben: 16.
7wal. Untertauchen im Meere usw. ı6.
A. 41. A. 48.
7 Kinder des Asklepios: ı6 A. 42.
7000 Verse der T'hebais und des Epigonenepos: A. 42.
7 Stufen d. Apollotempels v. Didyma:
Sakralsprache: ııı.
Schabattu: 86.
Schwäne apollinische
verwandelte
Dichter: A. 130,
Selene — Artemis: 107. A. 195.
Selenes Beziehungen z. 7Zuhl: 215 2.
g9Zahl: 57. 106£.
Sieben:
7tägige Exkommunikationsfristim Apollokult v. Abdera: 5.
A. 43.
|
7teil. Chöre im Apollokult v. Sikyon usw.:
17 #.
7 Weise zu Delphi; 7 yodupare Aelpınd:
18,
7
Personeu
in
den
Aöyor
IIvdtnof d.
Plutarch: 18.
7 Hyperboreer ziehen nach Delos: ı9.
7 Musen: ı9. 35 f.
7 Rinder- u. Schafherden d. Helios: 20.
7 Söhne und 7 Töchter d. Helios: 20,
Pagina 51
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)_ Tstrahlige Krone des Helios: 20.
zwal. Aussprechen derselben Pormel im
Helioskult: 21.
uses
\W. Il. kosenen,
1241
INMV, 1.
Hesperilen: 37 8
Gottheiten van Megara: A. 82.
Korybanten-Kureten: 38 1.
„ 7-Zahl an Selenekultz 21. 1061. A. 204.
Bevarceree im Kult d. Kybele (9:
7fache Opfer im Selenekultz 21. A. 204. ag
7fache Waschungen u. Gebete im Kult ! 7 Iykisehe Kyklopen: 39.
d. Hekate-Selene: 21.
l 7 alkyonische Tage: 39 f.
ztäg. Frist im Kult d. Men: 22.
| 7 Alkyoniden: 39 F
ztäg. Dionysosfester 22 A. 504. 02.98. 17 Archageten v. Platatai: 41.
ztäg. Fasten dd. Orphiker: 23 f
7 Deimuchen v. Thespiair 42 8
7 Fitanen n. Piraninnenz 24. 30 8.
-7><7 Vliespiaden: 12, erzeugt in 7
7 erepuntdia Zagrei: 24.
Nächten: 42.
7 Dionysosammen !lyileniz 24.
| 700 Tlespier b. Thermopylai: A. 102,
277 (waren: 24
7 Sterne gehören zum „Haar 4. Be2»<7 Altäre des Dionysos: 2}.
ı
renike": 1.
zfache Zerreißung des Zagrens: 24.
|; Sterne des großen a kl Bären: 33
2><7 Dailala zu Plalalai: 25.
°7«2><£7) Niobidens 4
7 “Jahre” liegen zwischen 2 kleineren
7 Tore Thebens: 47.
Dailalenfesten: 25.
7 zeren Theben: 47.
7 Städte bilden +. Amipbiktyanie von Ki
7000 Verse dh. Tleebwis u. cd. Epigenenlaureia: A, 61.
epos: 48.
7 Städte am messen. Busen: A. 01.
‚7 Söhne d. Thetisz 48.
7 Knaben u. 7 Mädsehen versehen dd. 17-4, Pterelaost 49.
Dienst. Hera Altraia zu Korinthiete.:
7 -- d. Aiolosz 49.
28.
7
d. Nestor: u.
7 Lesbieriunen: 392.435 7 Iesbäsche Städte:
7 Kinder 4 Asklepius: 49.
4415 7 tesbische Archagetenz 43:
7 Söhne u. 7 Töchter des Helios: y.
7 pdolss im Zenskull zu Kos: 29. 105.
7 veitenle
Siebenmännerehor im Zenskult von 1’Iakorinth. Vase: 49.
7
Siebeuzubl
= Karoog. Aönr&, Koflörg wte.:
A. 66. 31.
u. 7 Gruppen v. je
2 Lanzenkämptern auf e schwärzlig.
balar elez 30. A 131 In
— im Athenakult von Athen: 30.
Kuabeu
49)
Köpfe
der
ternäischen
Hydra:
zo
7te Söhne haben «dänmon. Kigenschaften:
«uduag orte yerpım wire yerıo
A. 115.
| 7köpfige Weltschlange: 50,
ztä yiges Fasten au Kultus u. Mytlns d.
— Teufelsschlange: 50.
Demeter: 31 1 32 A. dm.
Schläfer zu Ephesus: 50.
g
7teilige Höhle des Bureasz 42 7.
Köpfe «dl. Kerberos: A. 120,
Drachmköpfe d. Orthros: A, 120,
7 Winde der tiriechen, d. Babylonier,
d. Bretonen, d. Russen: A. 70.
Planeten: 20. 531. A. 154.75. A. 175
Götter (Heroen) b. d. Griechen, Bahy5. Planetenkult.
lonieru, Phünikern, Arabern etw:
Tyehnis 53.
A. 72.
Polokratores: 33.
=
(Sterne d.) Pleiaden u. Hyarden: 34 Ef
Musen: 35.
Saiten der Lyra: 36 A. do. hy. —
7 Röhren d. Syrinx: 69. -- 7sailige
Lyra älter als dd. ysaitige: 71.
NIS
SI N
at
N uzn
erog:t Zt.
Ölserten: 99.
Hathoren ete.: 9Q.
schwarze Bohnen: A. 134.
Siebenzahl von d, Römern perhorresziert
Pagina 52
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)XV ıj SIEBEN- U. NBUNZAUL IM DURTUS v. MVTTUs D, GRTECHEN.
Siebenzahl im Christentums A. 164. 99.
Siebenzabl im Kultus u. Mytbus dl. Baby-
125
7000 17 >£ 7000) Jahre = Weltjahr:
100. Weiteres s. u. Pristen.
Stersschnuppen: 85.
lonier: 85. A, 70. X. 72.
Siebenzahl im Kultus no. Mytlıus id, Perser:
86 f. 20 A. 7.
Teiresias: 7. 8
Telehinen: 61.
Thargelienfeste in Jonien: 5.
Thesmöphorien: 32.
Tieröpfer, 3. (7) verschiedene: ı 10, A. ty.
Bishbenzahl im Kultus u. Mytlus d.Inder:
87. A. 46. 92. 100. 101.
Siebenzahl: Übereiustimmungen b. Indern
|
113.
u, Persern: 87.
Titanen: 36 5,
b. d. Chinesen u. Mongolen: 87.
Tityus: A. 164 b.
b. d. Buddhisten: 87.
Totenkult: 63 F
b. d. Ägyptern: gEE.
|
b. d. Amerikanern: 101.
totduvdug: 87.
Trittyenz sus
7 Ahnengeschlechter b. Türken n. PerZahlen (gerade u. ungerade): 93.
serut 87,
7 Pupillen, Finger, Zuben Guchulisns, d.
Zehn (Kult d. Zeimzahl in Aten)z 13 A.
|
33. 1. 167.
irischen Helden: A. 177.
priseipium men7. Tug des Monats
Zehnmwnatssristen ı. Römer: A. 100.
19 Kureten: 39 A. 1.43.
stum annerumque b. d. Kelten etw:
A. 173.
Zenskult: 29. 59. 71. A. 182, 110.
7 gute Eigenschaften der brassiea: A185.
Zwöllten == 12 Bpagoimenen hd. Kelten:
tes Jahr bedeutungsvoll im Beden ol.
82.
"
Kinder ete.: 99. 100
Zwöllerftisten s. Fristen (dodehadisehe).
0, Stelleuregister.
Anon. Peripd. Pont. Eux. 51:2 A. 72.
Apoll. Rliyd. 3, 860 f.z A. pr. A. 48.
Hain, Od.e 278 £.: 83.
4
A. 13}.
Apullod. hi 3, 5,0: A, tod.
Apul. Met. 1), 12 3 A. 3.
Aristot. str. 0A. 51 7: 6.
Gallim. hy. in Dei. 249 6: 15.
or
- har 38
Ulem. Alex. Strom. 5 p. 570 Syll.: A. 153.
Gurt. Ruf. 8, 6, 13: 7.
— —
1,10, 27: A, 504.
Hesar. Abd. b. Diod. 2, 47: 7 A. 16
Heraclit. fr. Ja Dieus: 94.
Herod. 4, 14: 7 A. 15.
Iesiod. fr. 178 KK: 8.
Hesych. oduufteunu: 20.
-
July B0.: 107.
— Od I ysı ll: 10.
-- Od. 63 0: 83.
Hor. ca. 2, 20: A. 130.
Hyyin. t. 162: A. 104.
Kassen, epigr. gt. 1035, 2u: 6,
Masur. 2, By: 1081. 110. 126.
Mucianus b. Plin. bin. 31, ı6: 22,
Orph. Demeterbymuus v. Vhurioi: 31 f,
Oy. Met. 7, 234 1: 66.
— -- 13, y5ı fr 66.
14, 55 fl: 66.
Parmeniskos b. Schol. Eur. Med. 2034:
27 t.
Pausan. 2, 29, 1: 8A. 21.
— 3, 20, 9: 32.
— 7, 20, 1: 58,
Ps. Hippver. m. ZBdon. HT p. 534 EnseKINSI 33.
Hom.U.1ı28#.: 43. A. 103.
— Ld.yzhrı3 A, 3%
Pausan. Lexicogr. b. Rust. z.D. p. 1165:
Plin. b,n. 10, 250: A. 173.
Pagina 53
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)W, H. Roscuer, SIEREa- UND NBUNZAHL DER GRIECHEN. INNIV,
Suid.s. v. and dig Emra zuuerwn: 15 A.
Plut. consol. ad Apull. 14 p. 109: 0.
Plnt. de E (Überschrift): 18.
yo. A. 154.
— de def. or. (Überschrift): 18.
Pollux on. 6, 76: 107.
Procl. b. Pbot. bibl. p. 321 1b. 0oM B.: 9
A. 20.
Quint. Sınyrn. y, 512: A. 100,
Schol. Ov. Ih. 467: +E
Suid.s. v. Bodg EBdouug: 105. 5. v. arddteTot!
105.
Verg. Aen. 4, 552 f: 84.
1
—
06,380: 13. 21,
Xenoerates b. Jo. Liyd.p. [uO ed. Rowrme:
A. 133.
Nuchträge.
Zu den pentadischen Fristen der Griechen (s. uln 8. 101— 103) komnit
noch eine Stägige; vgl. Tzerz. b. Sechol. z. Hesiodi op. 800: yajoi yap ou Enelvog
|Meidunovs|: Ev neue sein
reg Erlooxor oubong Tocurade yulgwıg tekevurd.
Das Beispiel ist. insofern interessant, als es eleullich beweist, daß iu diesem Falle
die fünftägige P’rist mil deu Pentaden und Dekaden des 3otäg. Monats
zusaimmenliängt: "Wer am 5. Menalstage einen Meineid bögelt, stirbt spälesten>
am 101° — Bine Fünfjährige Prist entbält dan kürzlich in Hermes 3y 8. 606
veröflentliehte Gesetz von Names (Zeile by: dyeris Ep Try andere -- Stägige
Fristen [der Perser; vgl. 0b. 8.77 8.| finden sich aueh im Buche ‚ludith 7, 30.
8,9. 8, 15. — Kine 5-Meonatsfrist kennt der Codex Haunmuurabl 8 273. —
totägrige Fristen |s. ol. 8.78 unten] konnen aueh bie um da a alten Testament
yorz 1. Mos. 24, 55. 4. Mor. tı, 19.
Dam. ı, 321: vol aueh Olenb. Joh. 2. 10.
Nachtrag zum Boöds Ed: Mein gelebrter Wrennd NG
Poners (Athen)
teilt mir soeben Folgendes ınitz „Arrudeguuerug dr due re Ropfonute tig Vperkges
&geuvng regt TuS Onpaulug Tg Wozelug Evuyrelug Tg TMugorlay, negi Eros uoro»
E00 yvamıv didpogor.
HH Alzıy wersinog, Pr Gröntws wg Silmlus guyearyulsse 6
Srenoen (Arel. 0. 442), otdewüg Fer yyelıe dipihnctoyg.
Kar’ vudersgor yeray
dupepouevy (TO mereivöv) Euypeive zurc toig Boßartıvodg goow0dy TO nTywor nadodov‘
EA 3 Soyula unuusle Tod Emitkrov mereivös, 1. ar megwelidn zuri Toig Bokavı.
yadvous, Hal To dedsvinbvr wy oNWmworınor Äuppuruuevor Eörjueere Tor dAenrgvore'
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Akiıv dgviv, y xeitu Ömd. map zo zhoperiwrd To Munuglo zul ı@ Anuoroila
(Archiv 0. 423). "Eropayd 0° 1 welıy dv tn Ibwrind aodızı Tod Zuwußlov, zul
En Tg Tugayiig Eyevvıjdı, 6 @AAönorog mereırög Body, 5 Mupupayov ıbv SURNumL
eis Tyv napadıdodwor mertönevog Boög“ Daß auch diese Beobachtung von
Porris für meine Anmahmen, namentlich auch für die Biusetzung von reworigov
(statt nerevör), und gegen SrenusL spricht, ist klar.