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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Pohlenz, M., Die griechische Philosophie im Dienste der christlichen Auferstehungslehre ,
Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie, 47 (1904) p.241-250
Pa ALENZ,N.
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)dauer nach dem Tode war das Unerhörte.
sterblichkeit der Seele war ja längst schon
Denn die Unfür den grösseren
Teil der
philosophisch Gebildeten ein Glaubenssatz,
der
nicht bloss einem inneren Sehnen genug
that, sondern
auch als wissenschaftlich erwiesen galt, aber
es war eben
immer nur die Seele, für die man ein
Fortleben annahm, und gerade bei den eifrigsten und
einflussreichsten
Vertretern dieser Anschauung hatte das Hohel
ied von der
gottverwandten,
unsterblichen
Seele
einer Geringschätzung des Leibes,
sein
Gegenstück
in
die cou gleich ojua
setzte und sich ein wahres Leben der
Seele erst vorstellen
konnte,
wenn
sie
durch die Trennung vom Leibe
einem drückenden Gefängnis befreit sei.
aus
Kein Wunder,
dass auch in den christlichen Kreisen der ältere
n Zeit uns
diese Ansichten begegnen !), und dass die von derhe
llenischen
Philosophie stark beeinflussten Männer, insbe
sondere die
Gnostiker, gerade darum, weil sie an
eine Unsterblichkeit
der Seele glaubten,
von einer Auferstehung des Leibes
nichts wissen wollten).
Allein, es hat auch einen Mann
gegeben, der umgekehrt in der christlichen
Auferstehungslehre die Bürgschaft für ein Fortleben nach
dem Tode zu
finden glaubte, das ihm die ihm nahestehen
de Philosophie
als unmöglich hinstellte, und er hat es
unternommen, die
Männer,
die
wie er an einer Unsterblichkeit festh
alten
wollten, zu der Ansicht zu bekehren,
dass diese nur für
‚Leib und Seele zugleich möglich sei.
goras.
In
seiner
Es ist Athena-
Schrift
über die Auferstehung widerlegt
dieser zunächst die Einwürfe der Gegner?)
und geht dann
in c, 11 dazu über, die positiven Gründe
darzulegen, die
1) Ich nenne nur Ps.-Justin, c. 8 (IIL,
p. 240, Otto) und 10
(p. 248).
?) Damit hängt die Verwerfung der Eschat
ologie eng zusammen,
*) Dass er jedenfalls nicht ausschliessl
ich an heidnische Gegner
denkt, tritt deutlich 2. B. e. 9 hervo
r: un loywdouéyous, Exe Jià tostar én tone rois xtiptorors EEußglfovom
sig Pedy. Auch wenn er
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Annahme
der
Auferstehung
des Leibes
243
zwingen!).
Er geht dabei einmal von der Erschaffung des Menschen
aus und erklärt, dass Gott den Menschen von vornherein
aur Fortdauer, zur Auferstehung
bestimmt habe.
Dann
und zum ewigen Leben
sucht er von
c. 14 an die Notwendigkeit der Auferstehung aus der Natur des Menschen
nachzuweisen.
Dieser ist,
so
führt er aus,
nach ein aus der unsterblichen Seele
seiner Natur
und dem Leibe zusammengesetztes einheitliches Wesen, und auf dieses Einheitswesen,
nicht auf Körper oder Seele im Besonderen,
sind Geburt, Leben, ray und 77908816, sowie seine Endbestimmung zu beziehen.
Demnach
müssen
auch Fortdauer und Auferstehung von diesem Gesamtwesen gelten;
mit dem Fortleben der ewigen Seele ist das des
‘notwendig verbunden (15),
Leibes
mag es auch durch den Tod
eine schlafähnliche Unterbrechung erleiden (16. 7).
Dasselbe lehrt weiter die Rücksicht auf das Endgericht,
das
den Menschen als vernunftbegabtes, für seine Handlungen
verantwortliches Wesen notwendig erwartet (von c. 18 an).
Denn wenn dieses Gericht gerecht sein soll, darf es weder
den Körper noch die Seele allein betreffen, da sie in vielfacher Wechselbeziehung zu einander stehen, sondern das
Gesamtwesen, den Menschen.
Dann ist aber ein Sondergericht für die allein fortlebende Seele ebenso undenkbar
wie ein
völliger Untergang von Leib und Seele.
es wäre ungerecht,
. straft würde,
Denn
wenn die Seele dann für Sünden befür die
in
erster Linie gar nicht sie verantwortlich ist, sondern der Leib, der sie in Mitleidenschaft
am Schluss von 8 sagt: 6 di, zus wcdeote tegarrery ¿dofér tivas zaì |
tay ¿mi coglg Savuaÿouérwr, möchte ich gerade wegen des ragdérrecy
an solche Manner denken, die eigentlich schon fiir die Auferstehungslehre gewonnen waren, d. h. an christliche „Weise“, also die Gnostiker,
Diese hatten sich natürich philosophische Argumente zu eigen gemacht.
|
1) Als Inhaltsangabe vgl. J. Lehmann, Die Auferstehungslehre des Athenagoras, Leipz. Diss. 1890.
Pagina 4
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)zicht.
Stammt
doch die Sünde grossenteils aus den
Affecten; diese selber aber gehören nicht dem Wesen der
Seele an sich an, sondern dürfen wieder nur von dem Gesamtwesen ausgesagt werden,
lichen Bedürfnissen
da sie
erwachsen,
Yuzals idtaldévtws neoodnrey
ei
zumeist aus den leibdé vd td
Grorov,
rad Tag
TO tag èx Tolıwr
duagtiag nai tag di tatteg tiuwoiac ¿ni uovag péçetr
tag Wuxds EmepBaldóvrws Ùdizor nai tig tol Jeoë xoloews
avasıov (21 a. E.).
Ebenso ist es das Gesamtwesen, den:
‘ die Tugenden zufallen, und dieses allein kann dem Gericht unterzogen werden, da es als solches das Gesetz erhalten hat (22. 3). Schliesslich ist auch das endliche Loos,
fiir das der Mensch bestimmt ist, nur in der Weise denkbar, dass es den ganzen Menschen betrifft, ‘dass dabei
Leib und Seele gleichmässig beteiligt sind (24, 5).
Sehen wir von den Ausfithrungen über die Erschaffung
des Menschen ab, so ist es ein Gedanke, der die ganze
Schrift durchzieht und die Grundlage für die ganze Beweisführung abgiebt:
Mensch
ein
das ist
Gesamtwesen
die Überzeugung,
ist,
dass
Leib
dass der
und Seele
untrennbar verbunden sind und deshalb eine Unsterblichkeit
der Seele allein undenkbar ist. Dass diese Grundanschauung
nun nicht von ihm selber stammt, können wir aus seinen
eigenen
Worten
entnehmen.
Denn in c. 23 sagt er in
Bezug auf diese Lehre 022” 6 uév érrehéoregos megi toérwr
Adyos agyelodw toig orcordarotegov Exaoror oxomeiy Bovhouévorg
4, prhotipóregor dıaywriteodu
medg
totg diaœegouérors, und will damit doch wohl andeuten, dass eine
erschépfendere Behandlung dieses Themas nicht blos miglich,
sondern
auch
dabei verweist,
anderweitig üblich ist.
kann nicht zweifelhaft sein.
‚sophenschule
giebt es
‚gerade diese
starke Betonung
nämlich,
für
Auf wen er
Eine Philoderen Anthropologie
des Zusammenhanges
von
‚Seele und Leib charakteristisch ist: das sind die Peripatetiker.
zwischen
Aristoteles’ Psychologie beruht ja darauf, dass
Seele und
Leib
das Verhältnis
eldog und
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)tay bestehe, und gleich im Anfange seines Werkes über
die Seele (p. 4034 2 ff.) hat er dieses Verhältnis auch auf
die einzelnen psychischen Vorgänge ausgedehnt.
Dort
wirft
er
nämlich
die
Frage
auf,
ob
die
Affecte
dem
Menschen als solchem zuzuweisen oder ob sie als specifisch
seelische Vorgänge aufzufassen sind, und führt aus, dass
das Meiste von dem, was die Seele thut oder leidet, offenbar unter Mitwirkung des Körpers sich vollzieht.
das Denken möchte er nicht ausnehmen,
Selbst
da es der Vorstellung bedarf; namentlich aber von den Affecten erklärt
er, dass man ihr Wesen verkennt, wenn man sie als rein
psychisch ansieht und ihre physiologische Seite — beim
Zorn z. B. die Aufwallung des Herzblutes — ausser Acht
lässt. Diese kurze Erörterung des Aristoteles hat namentlich auf die Anschauungen der späteren Peripatetiker einen
ausserordentlichen
Einfluss
ausgeübt.
Keiner
der
Commentatoren verfehlt, an diese Stelle eine längere Erörterung
über die von Aristoteles aufgeworfene Frage anzuknüpfen,
und übereinstimmend gelangen sie zu dem Ergebnis, dass
thatsächlich rein seelische Affecte überhaupt nicht existiren,
da bei ihnen allen eine wechselseitige Beeinflussung von
Leib
und
Seele stattfinde.
Nicht von ‘7749 der Seele
‘also dürfe man sprechen, sondern von solchen des Gesamt- :
wesens, des aus Leib und Seele bestehenden Menschen, —
Wg yag ov Badiler 7 puxa alti) oùdé madaler AAN 6 &ywv
aityy avdowrros, ote nai Avrceïrar nai ópéyeros zai yalgeı
nai deyg To tir pozo Eyor GAL? otyi y yuyj. maou yde
ai leyouevor tig Weyig «inijoeis tot ovraugorégor, Tod
Covrog, siotv (Alexander de anima libri mantissa p. 104,
34 ff.) 1).
Derselbe Satz, dass der Mensch ein Gesamtwesen sei
und die Seele keine gesonderten Bewegungen habe,
ja nun aber, wie wir sahen,
war
der Kernpunkt auch in den
‘ 3) Vgl. ausserdem Alexander de an. p. 12, 15 ff.; de an. |. mantissa
117, 18 ff.;
Simplic. p.
19, 27ff.
77, 5ff.;
Philopon. 45, 2 ff.
50, 21 ff. 154, 30 ff.; Themist. de an. p. 27, 14 ff. 29, 9.
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Ausführungen des Athenagoras,
und
ganz
klar tritt die
Ubereinstimmung darin hervor, dass dieser sich zur Bezeichnung
des
Gesamtwesens
aupotegov bedient, das auch
desselben
Wortes 16
ov»-
in den peripatetischen Erürterungen immer wieder erscheint und offenba
r die
Geltung
eines festes Terminus hat (z. B. Philoponus 44, 26
où yde
éyouer È The atodyaswg dtazoivac, quoir,
Wvxÿs
addy
anavta
tot
ovvaugotégov
dea ta rig
gori,
tot
[dor
héyco, 2008 7) Eyes tiva zal atti) tia ré, ferner
50, 17;
154, 29 Alex, a. a. O, und p. 117, 21 dida ¿ori 16
meoxov
TO ovvaupôregor, Simpl. 77, 5 und aus Athenagoras selber
die Worte des c. 18, wo er den Terminus éfter gebraucht:
hézw
de
ovrauçpôregor
tov
x
pure
za
Olduarog
Av-
Jewrrov) 1),
Ein
Unterschied
besteht zwischen
Athenagoras und
den Peripatetikern darin, dass bei ihm die rein
psychologische Betrachtungsweise gegenüber der Frage
nach der
Verantwortlichkeit der Seele für die ran
zurücktritt.
Allein, auch in dieser Hinsicht ist er von jenen
nicht ganz
unabhängig.
Das zeigt uns das unter Plutarch’s Name
n
erhaltene Fragment der Schrift zéregor Weziig
Y OWuarog
énvduuia «cl dénn (Moralia ed. Bernard. VII,
p. 1 ff).
Denn diese Abhandlung, die namentlich von
c. 7 an ausdrücklich die Lehre bespricht ¿ojze oduatog elval
ce Kite
Woxis Tdiov rádos dlià tod xowot, geht davon
aus, dass
es eine alte,
schon
von Demokrit
behandelte Streitfrage
sei, ob wohl der Leib oder die Seele bei einem
Processe
wegen
gegenseitiger
Schädigung
obsiegen
würde
') Sonst gebraucht er den Terminus noch in e, 25
(c.
2).
öfter.
Der
sonst ziemlich seltene Ausdruck stamınt von
Plato Symp. 209b.
Von
Spiiteren gebrauchen ihn z. B. Ps.-Justin, Quaest.
et Resp. 30 (Otto,
III°, p. 44), Gregor von Nyssa adv. Apollin.,
P.gr. 45 col. 1256. —
In den christologischen Streitigkeiten wird das
Wort für den Gottmenschen verwendet, so in der vierten athanas
ianischen Rede gegen
die Arianer 15 und 23 (P.gr. 26 p. 497 und
508), sowie bei Apollinarius p. 397, 14 und 368, 9f. Dr. (wo
zu lesen ist mél ad To
ovraugotegor, nicht er).
Pagina 7
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Dabei wird die Ansicht Theophrast’s als massgebend erachtet,
nach der die Seele ein Recht habe, sich dariiber
zu beschweren, dass sie durch die aus dem Leibe stammenden
Affecte an ihrer eigenen Bethätigung gehindert und dann
noch für Laster verantwortlich gemacht werde, die eigentlich im Leibe ihre Ursache haben. Danach werden wir
nicht zweifeln, woher Athenagoras die Anregung zu der
Behauptung empfangen
hat (resurr. 21),
das Endgericht
dürfe nicht die Seele allein betreffen, da sie sonst für Vergehen bestraft würde, die nicht aus ihrem eigenen Wesen,
sondern aus
dem Leibe stammen. Ja, wir dürfen wohl
ruhig so weit gehen, zu sagen, dass der ganze Gedanke,
das Endgericht verlange die gemeinsame Aburteilung von
Seele und Leib,
mache also die Auferstehung des Leibes
notwendig, in dieser peripatetischen Lehre wurzelt 1).
Selbstverständlich macht es dabei nichts aus,
dass
die pseudoplutarchische Schrift mehrere Jahrhunderte nach
Athenagoras geschrieben ist?),
und dass auch
von den
vorher genannten Werken der Commentatoren selbst die
des Alexander wohl erst nach seiner Abhandlung verfasst
sind. Denn die Übereinstimmung, die in allen Kreisen
der späteren Peripatetiker über diese Lehre herrscht, ist
ein klarer Beweis dafür, dass hier eine Überlieferung vorliegt, die bis in die ersten Zeiten des Wiedererwachens
der peripatetischen Studien hinaufreicht®).
Leider sind
uns ja die Schriften eines Andronikos und Boéthos nicht
erhalten; so viel können wir aber ohne Weiteres sagen,
dass die Lehre durchaus der Tendenz entspricht, die für
die Anthropologie jener Männer charakteristisch ist.
1) Da es mir hier auf die Gesamtauffassung ankommt, erwähne
ich von Einzelheiten nur, dass auch die Beurteilung der z«sn in
e. 21:
&p’ dv nav To wh uérgov ónódixov peripatetisch ist.
vorher gegebene Vierteilung der Affecte spricht nicht dagegen.
Die
2) Vgl. meine Abhandlung ,,De Posidonii libris reg «9» in
Suppl. XXIV, S, 593 Anm. 1.
Fleckeisen's Jahrb.
3) Es lässt sich dafür ein direeter Beweis führen, doch nur mit
Hülfe längerer Untersuchungen.
Pagina 8
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Andronikos hat nämlich die aristotelische Lehre von
der Seele als der Form des Leibes dahin weitergebildet,
sie
sei
nichts
Anderes
als das
bezw.
Kraft’),
im
und
er
hat
Mischungsverhältnis
der
eine daraus sich ergebende
Grossen und Ganzen bei den
kôrperlichen Elemente
Späteren Zustimmung gefunden ?).
Wenn dabei auch dieses
Mischungsverhältnis im Sinne der aristotelischen Form
als
Zweckursache gedacht wird, so ist doch klar, dass damit
die
Scele in engste Beziehung zum Leibe und in Abhängigkeit von diesem gebracht wird, und dass die
Leugnung
rein
psychischer Vorgänge
durchaus
dazu
stimmt.
Diese Lehre hatte Consequenzen,
und ihre Vertreter
haben sich nicht gescheut, sie zu ziehen.
Wenn nämlich
psychische Vorgänge ohne Mitwirkung des Leibes nicht
denkbar sind, so ist damit die Sonderexistenz der Seele
überhaupt ausgeschlossen;
daher war es nur folgerichtig,
wenn schon Andronikos’ Nachfolger Boéthos die Unster
blichkeit der Seele verworfen und in einer besonderen, noch
nach Jahrhunderten wirksamen Schrift bekämpft. hat®).
Nur einen Ausweg gab es, dieser Folgerung zu entgehen:
„eine Sonderexistenz der Seele ist freilich nicht denkbar;
wollen wir also an einem Fortleben nach dem Tode
festhalten, so ist dieses nur für Seele und Leib gemeinsam,
für den Menschen vorauszusetzen. Dieselben Gründe, die
gegen die Unsterblichkeit der Seele als solcher sprechen,
lassen sich für das Fortleben des Gesamtwesens geltend
machen,“ — so hat Athenagoras gefolgert, und da er es
vorwiegend mit Gegnern zu thun hatte, die von einer
1) Er hat die Seele definirt als xedors n divas ¿mouévy ti
»g«aeı (Galen Ste reis 105 00 uaros xodasow al tis wuyis duvauers
Exovrat, e. IV p. 782 K; Ser.
IL, 1, S. 624).
min. II, p. 44, 19 MI.; vgl. Zeller
2) Z. B. Alex. de an. p. 81ff. 27 ff.
2) Noch Porphyrios musste die Unsterblichkeit der Seele gegen
Boéthos verteidigen (Euseb. pr. ev. XIV, 10, 3. XI, 28; vgl. Zeller
III, 1, S. 625 f).
Über Alexander vgl. Zeller a. a. O. S. 798.
Pagina 9
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Unsterblichkeit der Seele überzeugt waren, so lässt sich
wohl denken, dass er mit dieser Beweisführung Eindruck
gemacht hat,
.
Auch die zeitlich von Athenagoras nicht weit entfernte pseudojustinische Schrift iber die Auferstehung
wendet
sich
ausdrücklich
hauptsächlich gegen
hauptung dre % ur uy}
die
Beabdvatde tori, tó di agua
pPagròr zai otzéte dvrduevov Gvaljocı, und wenn ihr
auch die scharfe Ausprägung der Lehre fehlt!), so streift
sie doch auch in e. 7 die Frage, wie weit für die Sünden
der Leib verantwortlich sei, und betont in c. 8, dass aus
dem Versprechen Gottes, den Menschen zu erlösen, die
Auferstehung auch des Leibes notwendig sich ergiebt —
ti yde gore 6 Avdgwrrog al’ 7 To de Weyig ral ocjuaros
ovveotôg gor koyızov; Einen anderen Geist atmen dagegen
die
mit
Bibelworten
argumentirenden
und
Ausführungen
christlichen
des
Irenäus,
Gründen
sowie
die
Tertullian’s, den nur die juristische Seite der bei Athenagoras behandelten Frage interessirt*).
werden
wir
nach
seiner
Auch bei Origenes
ganzen Psychologie und
seiner
Auffassung von der Auferstehung Beriihrungen mit Athenagoras nicht erwarten.
1) Auch
davon,
Dagegen merkt man dessen Eindass diese Lehre seitens einer Philosophenschule vertreten wurde, weiss der Verfasser niehts, und namentlich
nach c. 6, wo er Platon, Epikur und die Stoa allein nenut, ist ihm
die Bedeutung der Peripatetiker ganz unbekannt. — Das ist natürlieb nicht unwichtig für die Auffassung des Verhältnisses zwischen
dieser Schrift und der des Athenagoras und die Chronologie beider,
doch möchte ich bemerken, dass ich Bousset’s Verlegung der ps.justinischen Schrift in der Zeit der Reichskirche auf keinen Fall beistimmen kann.
.
2) De reaurr. camis 14 ff.
Dicimus plenum primo perfectumque
eredendum iudicium dei. Deshalb ist es bei der engen Gemeinschaft
von Leib und Seele eine Forderung der Gerechtigkeit, dass die Steele
mit dem Leibe zusammen für das leide, was sie gefehlt. Im Process
zwischen Leib und Seele entscheidet er zu Ungunsten dieser. Vgl.
de au, 58; adv. Marc. I, 24 (culpae principatus animae potius adscribendus).
Pagina 10
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Johannes Driseke:
fluss wieder bei Methodius, der ja zu den wenigen Manne
rn
der alten Zeit gehört, die Athenagoras kennen. Denn
er
hebt wieder stark hervor: éy9owmog de dAnFéorara
Aéyetau
ward pio otte Puya yweig amparos ott’ al dla» oma
zuois woxiic, adda To de ovordoewc wuyîg sa) odvparo
g
eig ula» thy tot xador Hogpyy ourcedér (de resurr, I, 34, 4,
p.
123
ext.
Bonw.;
vgl.
50,
3,
p.
159
und
,tó
ovvaupöregov“ e. 54, 3, p.167, Bw.). Er weicht aber ausdrücklich von Athenagoras ab, wenn er auf Grund des Gleichnisses vom reichen Mann den Satz verficht, dass die
Seele
auch eine Sonderexistenz
17 ff., p. 273 ff Bw.).
führen könne (de resurr. III,
Auch bei Späteren (z. B. Epiphanius, Theodoret) finden sich wieder Anklänge, auf die
ältere Zeit hat aber auch in diesem Punkte Athenagoras
wenig Einfluss geübt.
XIV.
Patristische Beiträge.
Von
D. Johannes Dräseke in Wandsbeck.
1.
Zu Maximus Confessor,
Die folgenden Bemerkungen könnte ich auch als zu
Clemens Alexandrinus oder Erigena gehörig bezeichnen.
Jeder
der genannten Männer hat, wenn auch in verschiedener Weise, Anlass zu ihnen gegeben. Ich wählte
Maximus fiir die Aufschrift, weil ich seine Ausführungen
zunächst zu verstehen mich bemühte.
In
meiner Untersuchung über Erigena’s Gewährsmänner in seinem Werke „De divisione naturae“ (Leipzig
1902) warnte ich (S. 28)
vor dem aus gelegentlicher Er-