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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Originatveröffentlichung in: Schneider, Thomas (Hrsg.): Das Ägyptische und die Sprachen Vorderasiens,
Nordafrikas und der Âgäis (Alter Orient und Altes Testament; 310), Münster 2004, S. 427-507
Das Ägyptische und die Sprachen … AOAT 310, S. 427-507
Baa A
Griechische und andere Dämonen in den
spätdemotischen magischen Texten
Joachim Friedrich Quack
Innerhalb des reichen Materials der gräkoägyptischen Magie der römischen Kaiserzeit’ nehmen die demotischen Papyri® einen besonderen Platz ein. Verglichen mit dem Umfang der rein griechischsprachigen Texte handelt es sich um eine relativ geringe Menge, obgleich der
vorhandene Umfang zu groß ist, um sie zu marginalisieren. Spezifischer soll es allerdings nicht um demotische Magie an sich gehen,
sondern nur um eine Gruppe von späten Handschriften’, die sich dadurch auszeichnen, daß sie in den Anrufungen die Namen von Dämonen bieten, die nicht alle traditionell ägyptisch sind und auch teilweise
in einem unüblichen Schriftsystem wiedergegeben werden.
Dabei sind derzeit fünf relevante Handschriften bekannt. Bei weitem
die wichtigste davon ist der groBe demotische magische Papyrus von
London und Leiden (pLondon 10070 + pLeiden I 383).* Er umfaßt auf
dem Recto 29 erhaltene Kolumnen, auf dem Verso 33 kleinere „Kolumnen“ bzw. oftmals nur kurze Notizen. Überwiegend ist der Text
demotisch geschrieben, allerdings gibt es kleine Abschnitte in griechischer Sprache, andererseits ist in Teilbereichen eine Nutzung des
Hieratischen — jedoch bei sprachlich demotischer Basis — festzustellen. Mehrheitlich geht es um Divination, insbesondere Lampen- und
1
Unentbehrliche Textedition ist PGM: neuere Übersetzung Betz (Ed), Greek
2
Magical Papyri; Edition später bekannt gewordener Textzeugen in SM; Forschungsüberblick und Zusammenfassung Brashear, Greek Magical Papyri,
3380-3684.
Genereller Überblick bei Ritner, Egyptian Magical Practice, 3333-3379.
3
4
Für die Notwendigkeit, innerhalb der demotischen magischen Texte zu differenzieren, s. Quack, Kontinuität, 82f.
Heutige Standardpublikation Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus. Da
die dortigen Tafeln nur freie Wiedergaben des Textes sind, muB man für Zeichenformen sowie für die Fragen des Layouts unbedingt auf die Photographien
bei Hess, Gnostische Papyrus sowie die Durchzeichnung bei Leemanns, Papyrus égyptien démotique zurückgegriffen werden.
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Das Ägyptische und die Sprachen ..., AOAT 310, S. 427-507
Griechische und andere Dimonen in den
Joachim Friedrich Quack
Innerhalb des reichen Materials der gräkoägyptischen Magie der römischen Kaiserzeit' nehmen die demotischen Papyri einen besonderen Platz ein. Verglichen mit dem Umfang der rein griechischsprachigen Texte handelt es sich um eine relativ geringe Menge, obgleich der
vorhandene Umfang zu groß ist, um sie zu marginalisieren. Spezifischer soll es allerdings nicht um demotische Magie an sich gehen,
sondern nur um eine Gruppe von späten Handschriften’, die sich dadurch auszeichnen, daß sie in den Anrufungen die Namen von Dämonen bieten, die nicht alle traditionell ägyptisch sind und auch teilweise
in einem unüblichen Schriftsystem wiedergegeben werden.
Dabei sind derzeit fünf relevante Handschriften bekannt. Bei weitem
die wichtigste davon ist der große demotische magische Papyrus von
London und Leiden (pLondon 10070 + pLeiden I 383).* Er umfaßt auf
dem Recto 29 erhaltene Kolumnen, auf dem Verso 33 kleinere „Kolumnen“ bzw. oftmals nur kurze Notizen. Überwiegend ist der Text
demotisch geschrieben, allerdings gibt es kleine Abschnitte in griechischer Sprache, andererseits ist in Teilbereichen eine Nutzung des
Hieratischen — jedoch bei sprachlich demotischer Basis — festzustellen. Mehrheitlich geht es um Divination, insbesondere Lampen- und
1
Unentbehrliche Textedition ist PGM, neuere Übersetzung Betz (Ed.), Greek
Magical Papyri; Edition später bekannt gewordener Textzeugen in SM; Forschungsüberblick und Zusammenfassung Brashear, Greek Magical Papyri,
3380-3684.
LIN
Genereller Überblick bei Ritner, Egyptian Magical Practice, 3333-3379.
Für die Notwendigkeit, innerhalb der demotischen magischen Texte zu differenzieren, s. Quack, Kontinuität, 82f.
4
Heutige Standardpublikation Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus. Da
die dortigen Tafeln nur freie Wiedergaben des Textes sind, muß man für Zeichenformen sowie für die Fragen des Layouts unbedingt auf die Photographien
bei Hess, Gnostische Papyrus sowie die Durchzeichnung bei Leemanns, Papyrus égyptien démotique zurückgegriffen werden.
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Becherwahrsagung. Daneben sind Liebeszauber sowie einige Heilmittel und Gifte vertreten.
Als Handschrift ebenfalls umfangreich ist der pLeiden 1 384.° Auf
seinem Rekto findet sich ein religiös-literarischer Text, nämlich der
Mythos vom Sonnenauge. Auf dem Verso sind später magische Texte
aufgeschrieben worden, und zwar 6 K olumnen ganz o der vorrangig
demotisch, 13 griechisch. Im demotischen Bereich kommen einzelne
hieratische Gruppen vor. Soweit die schlecht erhaltenen demotischen
Abschnitte noch einer inhaltlichen Bestimmung zugeführt werden
können, geht es neben einem Offenbarungszauber vor allem um Trennung von Mann und Frau sowie darum, jemandem den Schlaf zu rauben.
Kleiner ist dagegen der pLouvre E 3229.° Auf dem Rekto sind 7 Kolumnen ganz oder teilweise erhalten, auf dem Verso ist von anderer
Hand eine demotische Kolumne sowie ein später wieder abgewaschener griechischer Z aubertext aufgezeichnet w orden.’ Die Handschrift
zeichnet sich durch eine besonders intensive Verwendung des Hieratischen aus. Inhaltlich dominieren Traumsender, daneben kommen auch
Offenbarungsspriiche und anderes vor.
Ebenfalls von begrenztem Umfang ist der pBM 10588.° Auf dem Rekto sind — allerdings am Anfang sehr schlecht erhalten — 8 Kolumnen
bewahrt, die hauptsächlich demotisch unter gelegentlicher Verwendung hieratischer Wörter, daneben teilweise auch altkoptisch geschrieben sind. Auf dem Verso sind zwei Kolumnen vorwiegend altkoptisch, vier weitere griechisch beschriftet. Die Themen sind relativ
vielfaltig.
Nur ein kleines Fragment schließlich ist der pBM 10808.” Hauptsächlich ist in ihm eine lange und sehr schwierige Beschwörung enthalten,
die ich nicht weiter aufgreifen will, da sie mutmaßlich rein ägyptischsprachig zu analysieren ist. In der nur sehr fragmentarisch erhaltenen
2. Kolumne sind dagegen geringe Reste demotischer Handlungsanweisungen'” sowie griechisch geschriebene Dämonennamen erkenn-
5
Die griechischen magischen Sprüche sind als PGM XI ediert; für die demoti-
~1
CH
bar — letztere eindeutig Reste einer auch sonst öfter belegten Formel.
sche Sektion ist Johnson, Demotic Magical Spells zu vergleichen. Aufgrund der
schlechten Lesbarkeit der dortigen Tafeln lohnt ein Blickin Leemans, Papyrus
démotique
I. 384, T. CCXXVIE.
Ediert von Johnson, Louvre £3229.
Letzterer ist bei Brashear/ Bülow-Jacobsen, Magica Varia, 71-73 ediert worden.
©
Ediert von Bell/ Nock/ Thompson, Magical Texts.
Ursprünglich publiziert von Crum, Egyptian Text; neu ediert von Osing, Papyrus BM 10808; s. a. Sederholm, Identity.
Da die Lesungen von Thompson bei Crum, Egyptian Text, 31, der allein sich mit
diesen Notizen eingehend befaßt hat, unzureichend sind, sei darauf hinzuweisen,
Pagina 4
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Fraglich ist, inwieweit diese Papyri — abgesehen von dem nachweislich aus Oxyrhynchus stammenden pBM 10808 — sämtlich aus einem
einzigen Fund stammen.'' Für pMag. LL. und pLeiden I 384 ist gesichert, daß sie gemeinsam mit mehreren griechischen Zauberpapyri
sowie zwei chemischen bzw. protoalchemistischen Handschriften aus
einem großen F undkomplex stammen, den A nastasi Anfang des 19.
Jahrhunderts in Theben aufgekauft hat.'” Für pLouvre E 3229 ist zwar
die Herkunft aus der Sammlung Anastasi gesichert", der auch den
betreffenden großen Fund magischer Handschriften erworben und an
die europäischen Museen weiterverkauft hat, jedoch nicht, daß diese
konkrete Handschrift ebenfalls von dort stammt. Für pBM 10588
scheinen verbürgte Angaben über die Herkunft völlig zu fehlen.'* Die
Zuschreibung an ein und denselben Fundkomplex scheint sich mehr
dem Wunsch zu verdanken, alle spätdemotischen Zauberpapyri einer
einzigen Quelle zuzuordnen.
Hinsichtlich eventuell engerer Zusammengehörigkeit der betreffenden
Handschriften ist auch die neuere These der Forschung zu diskutieren,
alle vier stammten vom selben Schreiber.'” Dies ist so kaum zutreffend. Johnson nimmt an, daß die demotischen Partien des pLeiden I
384 vom selben Schreiber wie pMag. LL geschrieben seien.'* Anhand
der sehr undeutlichen publizierten Photographien von pLeiden I 384
wage ich keine Entscheidung, die von Johnson angeführten Ähnlichkeiten in der Orthographie, dem Gebrauch der Geheimschrift und den
Glossen sind ein mögliches, aber nicht zwingendes Argument — insbesondere die Orthographie ist in vielen Fällen bestenfalls als zeit- und
regionaltypisch einstufbar.
|
Für pLouvre E 3229 halte ich es dagegen für eindeutig, daB er von
einem anderen Schreiber stammt — die Schrift ist erheblich grôBer und
11
“12
daß IL, 5 wohl ‘hn’ kl. „in den Riegel“, H, 9 7’(?) 'h'wy syht „um(?) Aussatz zu
bewirken“, IL, 12 gby n 3ir … „Papyrusblätter ...“ zu lesen ist.
So wird es von Ritner, Egyptian Magical Practice, 3335 angenommen; skeptisch gegenüber der Zuweisung bestimmter Texte zu diesem einen Fundkomplex
ist Brashear, Greek Magical Papyri, 3403f.
Überblick über den Fund bei Brashear, Greek Magical Papyri, 3402£., auch
wenn die bibliographischen Angaben in Anm. 71 völlig falsch sind.
13
Devéria, Catalogue, 176 (VIII. 6.).
14
Nach freundlicher Auskunft von R. Parkinson stammt der Papyrus nach den
Unterlagen des BM aus der „Old Collection“, die im Wesentlichen Objekte aus
15
16
der Zeit vor der Erwerbung von Anastasis Sammlung umfaßt.
So etwa vertreten von Brashear, Greek Magical Papyri, 3404 (der jedoch auf S.
3398 pLouvre E 3229 einem anderen Schreiber zuweist!); Brashear/ BülowJacobsen, Magica Varia, 71. Diese Einstufung dürfte auf einem Mißverständnis
der Ausführungen von Johnson, Louvre E3229, 46 beruhen, die tatsächlich nur
für pLeiden 1 384 und pMag. LL. Identität der Schreiberhände beanspruchen.
Johnson, Magical Spells, 51-53.
Pagina 5
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)weicht in den Details vieler Zeichenformen ab.'’ pBM 10588 ist m.E.
eindeutig von nochmals anderer Hand geschrieben worden und weicht
im Duktus recht erheblich ab.
Die Frage, wie eng diese Texte tatsächlich zusammengehören, ist
insofern von Bedeutung für die vorliegende Untersuchung, als sie die
Homogenität des zugrunde gelegten Ausgangsmaterials betrifft.
Glücklicherweise ist eine solche gerade dadurch gewährleistet, daß
diejenigen Texte, deren Zugehörigkeit zum selben F und z weifelhaft
und deren Zuschreibung zum selben Schreiber sehr fraglich ist, gerade
die sind, die wenig zur hier behandelten Frage beitragen.
Worum geht es nun konkret? In den betreffenden magischen Texten
werden, wie schon erwähnt, viele Götter oder Dämonen angerufen.
Ihre Namen sind nur zu einem geringen Teil in einer traditionellen
ägyptischen Orthographie geschrieben und sprachlich unmittelbar
eingängig. Der weitaus größere Teil ist dagegen in einem speziellen,
weitgehend alphabetischen Schriftsystem gehalten und klingt für den
normalen Ägyptologen vorrangig merkwürdig. Um eben diese Namensformen soll es hier gehen. Üblicherweise wird die Sachlage so
dargestellt, daß die Namen in einer speziell alphabetischen demotischen Schrift gehalten und mit altkoptischen Glossen versehen seien? Die Realität sieht erheblich komplizierter aus. Normalfall ist
tatsächlich,
daß bei den Götternamen über der demotischen Schriftversion als „Glosse“ eine Ausspracheangabe steht. Ob man diese als
„altkoptisch“ bezeichnet, ist schon eine ganz andere Frage, die auch
Definitionsprobleme aufwirft. Man kann die Schrift insofern nicht gut
als „griechisch“ bezeichnen, als sie Zusatzzeichen enthält, die nicht
dem normalen griechischen Bestand entsprechen, die. Bezeichnung
„altkoptisch“ ist allerdings insofern unglücklich, als sie
nach einem
Sprachzustand klingt, während es sich tatsächlich bei diesen Glossen
nur um eine andere graphische Form für denselben Lautkörper handelt. Zudem sind die nichtgriechischen Zusatzzeichen prozentual so
selten, daß die meisten Glossen auch als rein griechisch bezeichnet
werden können.
|
Neben diesem Normalzustand treten jedoch noch eine Reihe von Varianten auf, die hier ebenfalls genannt sei.
- Die Dämonennamen können in bestimmten Abschnitten auch ganz
oder weitgehend ohne diese Glossen belassen sein, ohne daB sich
dadurch wesentlich etwas an ihnen ändert (so pMag. LL 12, 19-21;
18, 8; der größte Teil von Kolumne 19; 21,6; 21, 30; 28, 1-8; die
17
Vgl. die Photographien bei Johnson, Louvre E3229, T. 10-17 mit den Abbildungen von pMag. LL. bei Hess, Gnostischer Papyrus sowie Raven, Papyrus, 69.
Ritner, Egyptian Magical Practice, 3334f.
Pagina 6
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)meisten Fälle im pLouvre E 3229). Tatsächlich ist der Informationsgrad des demotischen alphabetischen Schriftsystems so gleichwertig,
daB die Glossen oft als redundant anzusehen sind und ihr Fehlen deshalb für den Magier keinen echten Informationsverlust darstellt.
- Die „Glosse“ folgt in der Zeile selbst unmittelbar (pMag. LL 16,
27).
_- Bereits im Basistext können griechische Buchstaben in die demotische Folge integriert sein, und zwar vor allem die Vokale n (pMag.
LL. 7, 20; 25, 2; pLouvre E 3229, Vs. 4) und v (pMag. LL 25, 4; 29,
18), aber möglicherweise auch À (pMag. LL. 25, 34 u. 35).
- Die Glosse kann auf die Angabe der Vokale bzw. von Teilen des
Wortes reduziert sein (z.B. pLeiden I 384 vs. IV, 8).
- Der Basistext kann ganz oder weitgehend hieratisch sein (besonders
pMag. LL. 23, 24-26).
- Einzelne griechisch geschriebene Wörter können direkt in den Basistext aufgenommen werden (pMag. LL. 27, 20. 22), in einem Fall sogar mit demotischen Ausspracheangaben tiber einem griechischen
Buchstaben (pMag. LL 27, 20).
- Es kann griechische Buchstaben mit griechischer supralinearer Präzisierung geben (pMag. LL 17, 27, wo das jeweils über die griechischen Vokale gesetzte v wohl ein h andeuten soll, das vor jedem Vokal zu sprechen ist).
- In der Glosse können demotische Zeichen Verwendung finden, zumindest das e (pMag. LL. 16, 2).
- Die Ausspracheglossen können hieratisch über einem demotischen
Grundtext stehen (pMag. LL 27, 8).
Hinzu kommt noch die Option, voces magicae (z.B. pMag. LL vs. 10,
6-10; 18, 1-3) oder auch den ganzen Beschwörungstext (z.B. pMag.
LL 4, 9-19) rein griechisch zu schreiben, wobei dann fakultativ noch
eine ägyptische Übersetzung hinzutreten kann.
Im pLouvre E 3229 sind einerseits nur wenige Passagen mit solchen
voces magicae durchsetzt, andererseits ist es selten, daB in ihnen überhaupt Glossen auftreten. Im pBM 10588 gibt es keinerlei Glossen
und nur sehr wenige Fälle entweder rein demotischer oder rein griechisch/ altkoptischer voces magicae.
Jedoch wird die Darstellung, so wie ich sie bisher gegeben habe, nur
dem Erscheinungsbild, nicht dem Wesen der Handschriften gerecht.
Indem eine Komponente als „Grundtext“, eine andere als „Glosse“
Ähnlich sind bereits in etwas älteren ägyptischen Papyri Ausspracheangaben
teilweise vollständig, teilweise nur für einen Teilbereich (besonders den Tonvokal) des Wortes vorhanden, s. Osing, Carlsberg Papyri 2, 40-66 u. 279-283.
Pagina 7
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)bezeichnet wird, impliziert man so etwas wie eine Rangstufe oder
chronologische Entwicklung. SchlieBlich wurde der Grundtext nach
normalem Verständnis vom Schreiber zuerst und als wesentliches
Element gesetzt, die Glosse dagegen hinterher als erklärende Zusatzinformation. Ein solches Bild wird aber in meinen Augen den Problemen, die mit den Dämonennamen der magischen Texte verbunden
sind, in keiner Weise gerecht. Tatsächlich behaupte ich, und hoffe, es
im Folgenden beweisen zu können, daß von den benutzten Vorlagen
und Quellen her vor dem demotischen Text der voces magicae in den
meisten Fällen eine griechisch geschriebene Version stand.” Argumente hierfür ergeben sich sowohl aus der Lautstruktur der Namen als
auch aus der Existenz von Deviationen, die eindeutig auf der Ähnlichkeit griechischer Buchstaben beruhen. Zudem kann man nachweisen, daß originär ägyptische Worte in diesem Textkorpus teilweise in
einer Art wiedergegeben werden, die nur durch das Postulat einer
griechischen Zwischenstufe verständlich ist.”'
Am Anfang der genaueren Untersuchung soll eine Tabelle der regulären Lautkorrespondenzen zwischen dem griechischen Alphabet und
der demotischen alphabetischen Schrift stehen.”
20
Die weitgehende Priorität des Griechischen gegenüber dem Demotischen entspricht auch den Ergebnissen von Dieleman, Vortrag Demotistentagung Würzburg 2002.
21
„Zurück“transkription erkennt bereits Thissen, Agyptologische Beiträge, 297; s.
weiter Quack, Kontinuität, 91f. Dagegen spricht Gee, Structure, 212 nur von
„unetymological writings“, mit denen der Inhalt der Texte habe getarnt werden
sollen. Das halte ich schon deshalb kaum für zutreffend, weil in den betreffenden Sprüchen die Nutzanwendungen und Verfahrenstechniken (die primär der
Tarnung bedurft hätten) in normalem Demotisch geschrieben werden, nur Teile
der Invokationen dagegen in alphabetischer demotischer Schrift. Gees Versuch
(S. 212 Anm. 72), aus einer derartigen Passage einen ägyptischen Text zu erschließen, muß schon deshalb verworfen werden, weil er mehrere schwere Verstöße gegen die ägyptische Grammatik aufweist.
Vgl. die Tabellen bei Johnson, Demotic Magical Spells, 50f.; Johnson, Dialect,
112-121. Da Johnson auch Glossen über originär ägyptischen Wörtern (bei denen Zeichen nicht prinzipiell als alphabetisch zu werten sind) und einige eindeutige Verschreibungen mit aufgenommen hat, finden sich bei ihr auch Sonderfälle, die ich oben im Interesse der Klarheit unterdrückt habe.
Pagina 8
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Griechisch
Demotisch
3, &, wortinital
Griechisch
o
Demotisch
3
P
433
auch Präp. r
B
b
rn
Y
ng, 8
p
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nt, t
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ps
gh, kh
ks
KH
m
Y
ps
v
n
œ
3
E
gs, ks
Aspiration/v/
h
Lt
In der obigen Tabelle habe ich ein Zeichen, nämlich das demotische
h, mit aufgenommen, das nicht regulärer Bestandteil des griechischen
Alphabetes
ist, Seine Aufnahme in diesem Abschnitt beruht darauf,
daB es als ein nur fakultativer Repräsentant der Aspirierung neben
dem v steht, das am Wortanfang sowie in intervokalischer Position
dafür verwendet werden kann, teilweise im Wechsel mit der demotischen Gruppe. Zur Frage der Aspirierung unten mehr.
Dieser Punkt leitet zu einem weiteren Komplex über. Neben den regulären griechischen Buchstaben werden in den Glossen gelegentlich
alphabetische Schriftzeichen ägyptischer Herkunft verwendet, die
weitgehend aus dem Inventar des Altkoptischen bekannt sind. Insgesamt sind folgende Zeichen bekannt:
3
fürs
>
fürf
A
fürh”
L
fur
b
füı
%
füro
=
frs)”
à fürk
23
Das Zeichen [4] kommt nur pMag. LL 2, 4 als Ausspracheangabe zu einem
24
ägyptischen nichtmagischen Wort vor.
In magischen Worten nur pMag. LL 2, 26.
Wohl cher für $ als für A, vergleicht man mit sonstigen alphabetischen Verwendungen dieses Zeichens in demotischen Handschriften der Römerzeit. Die Belegmenge in den Glossen reicht für eine gesicherte Entscheidung nicht aus.
Pagina 9
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Noch spezieller sind zwei isolierte Zeichen. Das eine ist eine quasihieratische Form des Djed-Pfeilers. Sie steht pMag. LL. 2, 13 zweimal in der Art, da8 zwischen zwei solchen Pfeilern der griechische
Vokal a steht. Die Gruppe insgesamt hat den Lautwert tat — eben die
spätzeitliche Vokalisation für den Djedpfeiler.° Dennoch wäre es
kaum angemessen, daraus für den einzelnen Pfeiler einen Wert t abzuleiten, vielmehr handelt es sich um eine spielerische Schreibung der
Gruppe.
Ebenfalls singulär ist der Gebrauch des hieratischen tt pMag. LL. 26,
14. Da dasselbe Zeichen in einer in diesem Papyrus verwendeten Geheimschrift den Lautwert x hat und zudem an der betreffenden Stelle
demotisches & glossiert, ist der Lautwert praktisch gesichert.”’
Sämtliche dieser „altkoptischen“ Lautwerte, abgesehen vom h, sind
ausgesprochen selten und diirften vorrangig bei Göttern und Damonen
tatsächlich ägyptischer Herkunft stehen. Allerdings gilt dies nicht
durchgängig, denn gerade das eben diskutierte besondere Zeichen für
k findet sich bei sb‘khf, was zumal angesichts des direkt vorangehenden y‘hw nichts anderes als hebräisches Saba’oth bzw. eine griechische Wiedergabe davon sein kann - auch wenn das k darin völlig überflüssig ist.
Fm Rahmen des speziellen demotischen Zeicheninventars, das zur
Niederschrift der hier behandelten Dämonennamen dient, kommen
neben den regulären „alphabetischen“ demotischen Zeichen, unter
denen sich auch bereits eine „Wortgruppe“, nämlich die Schreibung 3
für „groß“ befindet, fakultativ auch kurze ägyptische Wörter zur Anwendung, die für bestimmte Lautfolgen mit festgelegten vokalischen :
Werten stehen.” Belegt sind folgende Fälle:
i3
iwi
in
imi-r’
wi
26
27
28
„Esel“
„gekommen“
(Fragewort)
„Vorsteher“
„Leinen“
für 10
für ev
für av
für Ao, Am
für et
Von daher sind auch alle voces magicae der Art Baz, 106, tar etc. als Djedpfeiler zu deuten, nicht etwa, wie Brashear, Greek Magical Papyri, 3586 offenbar
bevorzugt, auf Thot zu beziehen; s. Quack, Apokalyptische Passage, 244 Anm.
6. S. ansatzweise in diese Richtung bereits Kákosy, Hermes and Thot, 260, der
aber die Verbindung zu Thot noch nicht definitiv fallen lassen will.
Vgl. Griffith’ Thompson, Demotic Magical Papyrus HI, 106 Nr. XVII.
Ein derartiges Verfahren spielt bereits bei der Gruppenschrift des Neuen Reiches
eine Rolle, ich vermute, daß es auch im p Amherst 63 gelegentlich verwendet
wird.
Pagina 10
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)„Haus“
für ne
n
„wiederum“
für av
by
my
„Seele“
„gib!“
für Bott
für ua
n3y=i
„meine“
für va
n3.w
(Fragepartikel)
für ve, vou, vrii
nw
„Zeit“
für vav
r’
sn
hm
„Mund“
„Bruder“
„Handwerker“
für po
für cav
für yout
8
tt
„Erde“
„Djedpfeiler“
für to '
für tat
Cw
„Wind“
für tev, dev
435
In manchen, allerdings keineswegs allen Fallen handelt es sich dabei
tatsächlich um diejenigen ägyptischen Wörter, die real Bestandteile
der betreffenden voces magicae sind.
Es dürfte sich lohnen, die Lautstrukturen, die sich aus diesen Entsprechungen ergeben, etwas genauer zu betrachten, da sie u.a. für die
Aussprache des späten Griechisch in Ägypten einige Aufschlüsse
ergeben. Hier kann man sie profitabel mit dem vergleichen, was für
die Ptolemäerzeit speziell anhand der eponymen Priester etabliert
worden ist.” Ebenso sind sonst bezeugte Lautwandel und Entwicklungen in römerzeitlichen Papyrusdokumenten aus Ägypten relevant.
Vokale
Bei den Vokalen werden a, e, i, o, und u unterschieden, allerdings nur
als Qualitätenoppositionen. In keinem Fall gibt es gesicherte Indizien
dafür, daß in der griechischen Aussprache, die den magischen Namen
zugrunde liegt, eine Quantitätenopposition lang - kurz eine Rolle
spielt. Für a gibt es zwar zwei demotische Zeichen, nämlich 3 und “,
diese stehen jedoch in freiem Wechsel auch bei der Wiedergabe desselben Wortes, z.B. wird Abrasax pMag. LL. 13, 27 mit anlautendem
3, pMag. LL. 23, 24 mit anlautendem “ geschrieben. Beim e, für das ja
im Griechischen zwei verschiedene Buchstaben vorhanden sind, läßt
sich kein klarer Unterschied herausarbeiten. Sowohl e als auch n entsprechen im Demotischen meist einem speziellen Zeichen e.’' Dane29
Vgl. den Beitrag von W. Clarysse, in: Clarysse et al., Eponymous Priests, 130165.
30
Zugrunde gelegt habe ich dabei Gignac, Grammar.
Vgl. Gignac, Grammar, 242-249 zum Wechsel zwischen n und e (sowie at).
Pagina 11
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)ben tritt noch ein anderes Zeichen auf, und dies ist eher für die Interpretation des Demotischen von Belang. Das betreffende Zeichen 2 ist
nämlich bislang in der Demotistik einfach als abgekürzte Form des 3
betrachtet worden. Nach Maßgabe der Dämonennamen in den demotischen magischen Papyri wird es aber konsistent anders verwendet. Ich
habe es hier provisorisch als 3° notiert und möchte die Demotistik
dazu anregen, einen einheitlichen neuen Standard für dieses Zeichen
zu finden. Eine provisorische Stichprobe ergab jedenfalls, daß auch
bei der Wiedergabe der eponymen Priester da, wo ein e-Vokal überhaupt angegeben ist, eben dieses 3° auftritt.
Das i ist als Vokal an sich gut präsent. Von den Diphtongen wird ou
offenbar zu e monophthongisiert, sofern nicht mit Trema ai geschrieben wird.” Der Diphtong et wird grundsätzlich wie einfaches 1 behandelt.” Für ot liegt wenig Material vor, jedoch spricht bhrenth e gh
b3spheth-3-y Bper.6 ot x Baopv.o 1 pLeiden I 384 vs. IV, 16 für eine
Aussprache als e. Zudem ist zu beachten, daß pMag. LL 7, 25 ovpe
steht, wo andere Versionen der betreffenden Zauberformel (PGM II
32; V 425) cotpe haben. Dies spricht dafür, für ot und v eine ähnliche
Aussprache anzunehmen, die wohl etwa bei e liegt (s.u.).*
Auch für o kennt die griechische Schrift zwei verschiedene Buchstaben. Jedoch wird im Demotischen zwischen o und @ nicht unterschieden. Zudem ist festzustellen, daß die beiden Buchstaben in mehrfach
belegten voces magicae ziemlich frei wechseln, mit ov als gelegentlicher weiterer Variante Das Sonderzeichen %, das auf äg. i2.t
„Rücken“ zurückgeht, könnte einen Versuch darstellen, unabhängig
von der Situation des Griechischen einen konsequent definierten
zweiten o-Vokal zu etablieren”, doch reicht die Materialbasis zur
endgültigen Beurteilung nicht aus.
Der u-Laut wird außerhalb der Diphtonge durch griechisches ov wiedergegeben, dem demotisches w entspricht. Meist wird die „syllabische“ Zeichenvariante gewählt, die auf altes w3 zurückgeht, doch auch
die Form des Wachtelkükens wird verwendet (besonders pMag. LL
Kol. 16).
32
33
Dem entspricht, daß auch im Tebtynis-Onomastikon griechisches aı für den
Vokal e steht, s. Osing, Carlsberg Papyri 2, 59.
Zum sehr häufigen Wechsel dieser Laute vgl. Gignac, Grammar, 235-242.
34
Vgl. Gignac, Grammar, 262-267.
35
Vgl. Gignac, Grammar, 208-214 zum Wechsel zwischen ov, @ und o, sowie S.
275-277 zur Aufgabe der Quantitätenopposition zwischen @ und o.
Es ist auch im Altkoptischen sowie in Glossen häufiger für 6 zu finden, s. Osing,
Carlsberg Papyri 2, 49 mit Verweisen.
Pagina 12
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)v ist vielleicht der problematischste Vokal. In Diphtongen hat es den
Lautwert u bewahrt. Als einzelner Vokal dagegen fällt es im Wortinneren mit e zusammen”, im Anlaut wird es als he wiedergegeben. Für
die aspirierte Aussprache im Anlaut fehlt es mangels orthographischer
Darstellbarkeit an direkten Nachweisen in griechischen Texten, aller-
_ dings ist zu bemerken, daß im Griechischen im Anlaut praktisch nur d
vorkommt, d so gut wie gar nicht.”
Als generelle Tendenz ist festzuhalten, daß von einem durchgehenden
Itazismus keineswegs die Rede sein kann. Sowohl n als auch v (wohl
beide mit einer Ausprache e) wechseln niemals mit ı und werden auch
in der demotischen Schreibung nicht mit y wiedergegeben.” Allerdings muß einschränkend hinzugefügt werden, daß zwar da, wo griechische Glosse und demotische Alphabetschreibung nebeneinanderstehen, n und v nicht mit y wiedergegeben werden, jedoch in Fällen,
bei denen ein ursprüngliches v oder n anzusetzen, aber nur die demotische Fassung bezeugt ist, doch y auftreten kann, so z.B. gyry-¢3w
pMag. LL. vs. 27, 2, das eindeutig Parallele zu gery-n-&w, gr. knptdev (ursprünglich wohl KÖpıe Heod) ist.
Konsonanten
Grundsätzlich gilt, daß die Opposition von stimmhaften und stimmlosen Verschlußlauten im Demotischen nicht vorhanden ist. Lediglich 5
und p werden konsequent geschieden. In den voces magicae sind andere Fälle gelegentlich vorhanden. In solchen Fällen, konkret y, 5 und
C, wird gerne, aber nicht durchgängig, der entsprechende stimmhafte
Laut durch ein vorgesetztes n markiert. Diese Systematik ist an sich
logisch und wird für d ähnlich auch etwa im Neugriechischen gehandhabt, ist aber sonst demotisch nicht bezeugt.” Hieroglyphisch ist
immerhin im Namen des Dareius die Kombination aus ini („holen“)
und # für initiales d bekannt.“
Die Aspirierung wird in den voces magicae sehr konsequent gehandhabt, d.h. 6, und x werden durchgängig als Kombination mit einem
37
38
Vgl. Gignac, Grammar, 262-267 zum Wechsel von v, n und ot.
_Kasser, Expression, 16 bemerkt, daß bei griechischen Lehnwörtern im Kopti-
39
schen anlautendes » immer durch gy wiedergegeben wird, was aber einfach nur
die Beibehaltung der Aspiration der Gebersprache darstellt.
Damit geht zumindest tendenziell zusammen, daß nach Gignac, Grammar, 273
41
Posener, Domination Perse, 161-13.
der Wechsel von v und ı recht selten ist; s. allerdings ebenda, 235-242 zum
Wechsel zwischen n, ı und et.
40 _ Vgl. hierzu zuletzt Vittmann, Bemerkungen. Sonstige bei Spiegelberg, Demotische Grammatik, 10 § 4, 24 genannte Fälle betreffen lediglich Füllstriche in
manchen Gruppierungen ägyptischer Erbwörter.
Pagina 13
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)h als zweitem Element wiedergegeben. Daneben ist auch anlautendes
sowie intervokalisches h ziemlich gut belegt. Allerdings sollte man
betonen, daß dieses A teilweise auch parasitär sein kann. So erscheint
für Sabaoth auch eine Wiedergabe als s“‘b“h-3 pMag. LL. 19, 39; s“b3hw pMag. LL. vs. 12, 10 oder sogar s‘b‘kht coBaxvar pMag. LL.
26, 15.
Die Handhabung der Aspirierung bei VerschluBlauten ist erheblich
konsequenter als bei den Eponymenpriestern, wo für 6 und @ nur in
ca. 50% der Fälle ein A mit auftaucht, bei x sogar fast nie.” Allerdings sollte man betonen, daß die scheinbar so genaue Unterscheidung von stimmlosen, stimmhaften und aspirierten Verschlußlauten in
den magischen Texten vielleicht einen eher künstlichen Charakter hat.
Jedenfalls ist auffällig, daß bei mehrfach überlieferten Beschwörungsformeln durchaus Fluktuationen in diesem Bereich nachweisbar
sind.
Auch beim griechischen r ist die Aspirierung zu beachten. In drei
Fällen wird anlautendes p in der demotischen Form mit hr wiedergegeben, nämlich hr‘b‘-3-f poBot pMag. LL. 29, 14; hrekssygth-3
pn&ıx0w pMag. LL. vs. 15, 3; hr-3-n-t3-r poôop pMag. LL. 28, 9; vs.
26, 7. Vier andere, nämlich r‘ks pMag. LL. 21, 34; r’-m-sw papa@aov
pMag. LL. 8, 13; rnt pMag. LL. 19, 34; ryé pMag. LL. 2, 16 zeigen
keine Aspiration, allerdings sind davon zwei aufgrund ungriechischer
Laute als ursprünglich ägyptisch anzusehen, und rn ist lediglich eine
unetymologische Schreibung für demotisch rn=yf „mein Name“. Zumindest provisorisch wäre eine Hypothese denkbar, daB bei griechischer oder für griechisch gehaltener Herkunft anlautendes r als aspiriert übernommen, andernfalls unaspiriert gelassen wurde. In einem
Fall ist auch ein r an zweiter Stelle des Wortes aspiriert wiedergegeben worden, nämlich bhrenth e gh b3spheth-3-y BperG ot x Baopv.ow
upLeiden I 384 vs. IV, 16. Wortinneres Doppel-r wird im einzigen
relevanten Fall“, nämlich he“ körhre ba Kappy pMag. LL. 16, 7, als
rhr, also ebenfalls mit Aspiration behandelt.” Auch bei den ptolemäi-
42
Clarysse, Eponymous Priests, 135f., 137, 141 u. 143.
43
Vgl. Gignac, Grammar, 64 u. 86-101 zum Wechsel aspirierter und nichtaspirierter VerschluBlaute.
Potentiell hinzukommen könnte g-3-kéyrhr-3-nt-3r pMag. LL. 28, 9, jedoch
44
wird in diesem Fall der Name nur im Demotischen als ein Wort behandelt, im
Griechischen dagegen mit Trennung als xwytppodop als zwei Wörter, zudem
wird in der direkten Parallele pMag. LL. vs. 26, 7, deutlich zwischen beiden
Wörtern getrennt.
Dies ist insofern auffällig, als die direkten Parallelen für die betreffende Formel
alle einfaches p zeigen. Hier erkennt man den schematisch-mechanischen Cha-
Pagina 14
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)schen Eponymenpriestern wird gelegentlich eine Aspirierung des r
angegeben.”
Bei den Dentalen ist eine Palatalisierung zu beachten.‘ Griechisches
8, 6 und t werden offenbar vor nachfolgendem1 palatalisiert ausgesprochen. Im Demotischen wird in solchen Fällen konsequent tsy
. geschrieben. Diese Lautverschiebung dürfte eine Eigenheit des kaiserzeitlichen Griechisch in Ägypten darstellen, jedenfalls ist sie in der
Wiedergabe ptolemäerzeitlicher Personennamen sowie in griechischen Lehnwörtern der Ptolemäerzeit nie zu belegen, dagegen erscheint sie in der Wiedergabe der Beinamen rap$ıkög und ooppoaix6g des römischen Kaisers im späteren 2. Jhd. n. Chr.” Sie dürfte
auf derselben Entwicklungslinie liegen wie die Tatsache, daß griechisches tt im Koptischen als xı erscheinen kann, nämlich zaxpic „Tiger“ aus griechisch tiypıg. Ebenfalls aufschlußreich sind die zahlreichen Varianten für die Münze Holokotinos, die koptisch u.a. als Aoy
KOXI, XOKOXI, AGYKWGE, OXOKOXI, OYAOYKOTCI, OXOKOTCI ETscheint*”, also sowohl tsi als auch die Weiterentwicklung zu tsi kennt.
Eine ähnliche Palatalisierung findet sich bei den anderen aspirierten
Verschlußlauten, nämlich für p in zntsywp$y“ ötovpra pMag. LL. 7,
22; p$yby3?g piBunk pMag. LL. 10, 6 u. /-3-re grepsye kaope Kpnpie
pMag. LL. 7, 23 (dagegen nicht in phyrym phnwny pMag. LL. 28, 2)
und x in psyk$yme“khe-imi-r wixuieagedo 16, 5. Die nichtaspirierten
entsprechenden VerschluBlaute x und « bleiben dagegen g rundsätzlich ohne Markierung einer speziellen Aussprache vor 1. Hier wäre zu
überlegen, inwieweit dieses Phänomen mit der Tendenz einiger koptischer Dialekte, insbesondere des Lykopolitanischen, zu verbinden ist,
die griechisches À gerade vor dem Vokal 1 zu g verschieben, z.B. die
Konjunktion {va als gra wiedergeben.”
Eine derartige Palatalisierung kann auch in den hieroglyphischen Namensformen römischer Kaiser im 3. Jhd. n. Chr. nachgewiesen werden. Dort findet sich die Wiedergabe von öt- durch tsy- oder nésy- im
rakter der Umsetzung griechisch geschriebener Vorlagen in demotische Alphabetschrift ohne Rekurs auf ein inhaltliches Verständnis.
46
47
Clarysse, Eponymous Priests, 143.
Vogl. Peust, Phonology, 172f. Bei Gignac, Grammar, 75f. wird immerhin dokumentiert, daß gelegentlich € für &1 eintreten kann bzw. 5 und 6 u.a. vor 1 (allerdings auch unter anderen Umgebungsbedingungen) miteinander wechseln, sonst
ist diese Palatalisierung aber offenbar in griechischen Texten schwer faBbar.
48
49
Clarysse, Greek Loan-Words, 18, 27 u. 28.
Crum, Coptic Dictionary, 140b.
Kasser, Expression, 15-21; Peust, Phonology, 173.
Pagina 15
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Namen des Diadoumenios und des Diokletian, die von pt- durch psyim Namen des Philippus”!
Bei den Velaren ist eine auffällige Erscheinung festzustellen. Die
griechischen VerschluBlaute dieser Reihe entsprechen stets demotischem k oder g und zwar in freiem Wechsel. Demotisches £ tritt dagegen nur in wenigen Wörtern meist sicher ägyptischer Herkunft auf
und wird in den Glossen meist mit einem Spezialzeichen wiedergegeben, das eben auf die demotische Form des k zurückgeht. Hier ist zu
beachten, daß nach Maßgabe alphabetischer Schreibungen demotisches k und g (als prinzipiell freie Varianten) dann gewählt werden,
wenn ein koptisches 6 entspricht, dagegen demotisches k’” dann,
wenn im Koptischen x auftaucht.
Diese Situation der voces magicae, bei denen alle griechischen kLaute graphisch ebenso behandelt werden wie indigenes 6, entspricht
nun einer sehr speziellen Konstellation im Koptischen. Der Dialekt P,
der nur durch einen Textzeugen (Proverbien-Kodex) konstituiert wird,
verwendet dort, wo alle anderen koptischen Dialekte x haben, vielmehr ein Zusatzzeichen 2, das aus demotischem k entstanden ist,
dagegen für koptisches 6 sowie für griechisches x gleichartig x.”
Auffällig ist allerdings, daß diese Behandlung sich von dem unterscheidet, was bei den eponymen Priestern zu beobachten ist. Dort
kann auch demotisches k für griechisches y, k und x eintreten.’* Allerdings klärt sich die Situation beim Blick auf die geographische
Verteilung etwas. In allen Regionen ist es die Norm, daß ein Velar mit
nachfolgendem Vokal o im Demotischen als k, bei nachfolgendem n
dagegen als g erscheint. In sonstigen Fällen wird im Norden üblicherweise k, im Süden g verwendet.” Die spätdemotischen magischen
Texte stammen alle aus dem Süden. Man könnte vermuten, daß bei
einer generell besonders starken Tendenz zu heller bzw. palatalisierter
Aussprache der Velare in Oberägypten der dunkle Vokal o ursprünglich eine Palatalisierung verhindert hat, diese später aber dennoch
generalisiert wurde.
Zusammenfassend kann man noch betonen, daß nach Ausweis der
Lautkorrespondenzen in der großen Mehrzahl der voces magicae die
51
Belege bei v. Beckerath, Handbuch, 264-267; s. zusätzlich Grenier, Stèle funeraire, 202-204.
52
‘
Dies gilt einschließlich der von Vittmann, k3-Zeichen, definierten Verwendung
von k3 als Einkonsonantenzeichen, für das Vittmann die Transliteration mit q
vorschlägt.
53
54
55
Kasser, Papyrus Bodmer VI, bes. S. 19.
Clarysse, Eponymous Priests, 135f. u. 138-141.
Clarysse, Eponymous Priests, 138-140.
Pagina 16
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)griechische Fassung der demotischen vorausgeht.”° Typisch ägyptische, im Griechischen unbekannte Laute kommen nur als Ausnahme
in wenigen Fällen vor und sind klar unterrepräsentiert. Dagegen
kommt die griechische Praxis aspirierter Verschlußlaute breit zum
Tragen, im Demotischen werden sie als Kombination zweier Zeichen
wiedergegeben. Die Palatalisierung ist nur von den griechischen For-
"men her plausibel zu erklären. Auch die mehrfach aspirierte Behandlung des r ist nur bei Priorität des Griechischen zu verstehen. Die
Präsenz des v in den Glossen, während es als Vokal in der demotischen Fassung mit e zusammenfällt, geht in dieselbe Richtung. Dieser
generelle Ansatz kann auch durch andere Argumente erhärtet werden,
die nicht rein aus der Lautstruktur, sondern aus den Deviationen sowie den konkreten Inhalten kommen.
Zunächst zu den Deviationen. Hier hat man insofern ein sehr interessantes Betätigungsfeld vor sich, als die voces magicae oft keine hapax
legomena sind. Einerseits sind etliche davon auch in den zeitgleichen
griechischsprachigen magischen Papyri und Metallamuletten” sowie
magischen Gemmen”™ belegt”, andererseits gibt es gerade im großen
magischen Papyrus von London und Leiden bemerkenswert viele
Dubletten und Variationen, bei denen Beschwörungsformeln in nur
wenig verschiedener Fassung mehrfach innerhalb der Handschrift
auftauchen.
Der Vergleich ist in beiden Fällen aufschlußreich.
Um hier die richtige Perspektive zu gewinnen, muß man sich über den
Status der Dämonennamen bzw. voces magicae in den Beschwörungen angemessene Klarheit verschaffen. Als wesentlicher Teil der Anrufung in einer magischen Handlung sollen sie spezielle Effekte erzielen, indem übermächtige Wesen instrumentalisiert werden, um dem
Magier bzw. seinem Medium Visionen zu gewähren oder ihre Wünsche zu erfüllen. In der Theorie des Magiers besteht die Gewähr für
den Erfolg der Handlung darin, daß man diejenigen Formeln strikt
exakt wiederholt, die sich als wirksam bewährt haben. Teilweise kann
56
57
58
Von daher ist es nachteilig, daß etwa Johnson, in: Betz (Ed.), Greek Magical
Papyri, 196 Anm. 8 sich dafür entschieden hat, bei Divergenzen zwischen der
griechischen und der demotischen Lautform letztere zugrunde zu legen.
Herangezogen habe ich hier Kotansky, Greek Magical Amulets.
In der Heranziehung dieser umfangreichen Denkmälergattung habe ich keine
Vollständigkeit angestrebt, jedoch sind Parallelen bei weniger häufigen voces
magicae insbesondere aus Delatte/ Derchain, Intailles magiques, Zwierlein-Diel,
Gemmen; Philipp, Mira et Magica; Michel, Magische Gemmen angeführt wor-
59
den.
Einiges Vergleichsmaterial, allerdings nicht die häufigsten und ohnedies gut
verständlichen jüdischen Elemente, habe ich auch aus Naveh/ Shaked, Amulets;
Naveh/ Shaked, Magic Spells aufgenommen.
Pagina 17
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)man in den magischen Texten der griechisch-römischen Zeit sogar
Mechanismen zur Textsicherung wie die Angabe der Buchstabenzahl
einer Formel (z.B. PGM IV 241; 1988; 3214; XIII 186 u.ö.) aufzeigen. Prinzipiell würde man somit eine sehr feste Tradition erwarten.
Realiter sieht es aber gerade umgekehrt aus. Die Wirkung der voces
magicae gerade im häufigen Einsatzbereich der Divination beruht im
Wesentlichen darauf, daß in einer S ituation bestimmter S onderreize
ein veränderter Bewußtseinszustand geschaffen wird, in dem man
Dinge wie etwa L ichtreflexe auf der Oberfläche einer Ölschicht im
Wassergefäß als Erscheinen der Götter wahrnimmt. Um diesen Bewußtseinszustand zu erreichen, ist nicht die reale Identität der rezitierten Formeln mit tradierten Rezepten nötig, sondern eher ein bestimmter K langrythmus s owie generell eine mehrfache W iederholung von
Texten, die tranceartige Zustände erzielen kann. Eine inhaltlichsemantische Verständlichkeit der Formeln ist dabei nicht nötig — eher
im Gegenteil dürfte Unverständlichkeit auf das Medium noch beeindruckender gewirkt haben. Wir können also eine Entwicklung konstatieren, bei der ursprünglich mutmaßlich auf der semantischen Ebene
sinnvolle Lautfolgen ihre frühere Bedeutung verlieren und nur noch
auf der rein phonetischen Ebene als wirksame Entitäten fungieren.
Das entspricht übrigens strukturell dem, was etwa Jamblich, De
mysteriis V Il, Af über den W ert inhaltlich unverständlicher traditioneller Anrufungen äußert.
Bei dieser inhaltlichen Unverständlichkeit ist ein Kernpunkt, daß hier
magische Traditionen verschiedener Kulturen zusammenkommen.
Ägyptische und semitische (vor allem jüdische) Formeln begegnen
griechischer Sprache und griechischen Anrufungen. Dadurch ist für
die Abschreiber der Texte oft keine Verständlichkeit mehr gegegeben,
bzw. zumindest eine deutliche Unsicherheit anzunehmen, so daß vorliegende Formeln so gut wie möglich mechanisch abkopiert werden.
Daß so etwas der Qualität der Abschriften schadet und Lese- und
Flüchtigkeitsfehler geradezu provoziert, dürfte klar sein. Für die Magier bleibt der Text damit benutzbar, denn seine reale Wirksamkeit in
der Praxis hängt an ganz anderen Faktoren als der lautgetreuen einzig
wirksamen Formel. Für uns Heutige jedoch, die üblicherweise nicht
vorhaben, die alten Götter um Informationen über die Zukunft zu
bitten, sondern eher wissen wollen, was die Formeln ursprünglich in
welcher Sprache bedeutet haben, wird die Arbeit sehr erschwert. Das
Spektrum der potentiell relevanten Sprachen ist auch so schon groß
genug, so daß kaum ein Forscher darin allseitige Kompetenz beanspruchen kann. Meistens führt dies dazu, daß ein Forscher so viel wie
möglich aus seinem Spezialbereich ableiten will — es sei denn, man
Pagina 18
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)dilettiert mit Vorliebe in Bereichen geringer Kompetenz. Wenn
noch hinzukommt, daß die Textüberlieferung alles andere als verläßlich ist, wird die Deutung gräkoägyptischer voces magicae vollends
zum Hasardspiel.
Will man nicht in einer Flut von allenfalls möglichen, a ber ungesicherten Etymologien untergehen, müssen einige methodische Grundsätze beachtet werden. Ein erster Punkt, der schon oben erwähnt worden ist, betrifft die Sicherungen der korrektesten Lesart. Man sollte
also bei mehrfach ähnlich auftauchenden Eormen, die sich nur in einem oder wenigen Buchstaben unterscheiden, damit rechnen, daß
wenigstens eine der Versionen fehlerhaft ist.” Um dies an einem konkreten Beispiel zu illustrieren. Es gibt in einem griechischen Zaubertext einmal die Form yeowvipigi (PGM XXXVI 220), die Ritner a
priori nicht unplausibel als ägyptisch msi.n t3-rpy.t „den Triphis geboren hat“ gedeutet hat.” Drei weitere Belege für dieselbe längere Formel, der dieses Wort zugehört, schreiben dagegen neoevxpıgı (PGM
1 28.% 238f.; IV, 2201).°* Hinzu kommt neoexpıp pMag. LL. 16, 8
(ebenfalls innerhalb derselben Formel); außerhalb der festen Formel
auch noch peceykpıpı PGM VI 32. Die Alternative kann hier nur
sein, entweder die Etymologie zu verwerfen oder die fünf Belege mit
x bzw. x für fehlerhaft zu erklären. Da diese alle a us thebanischen
oder (PGM VI) memphitischen Handschriften stammen, die Version
mit t dagegen aus einer fayumischen, wäre es zumindest stemmatisch
nicht völlig unmöglich, daß die Mehrzahl der Zeugen tatsächlich die
historisch falsche Version bietet. Übermäßig wahrscheinlich ist es
allerdings nicht. Auf jeden Fall sollte man methodisch sauber nur
Etymologien für die korrekte Urform einer Formel aufstellen, nicht
für Variantenlesarten, deren Enstehung als Deviationen eindeutig ist.
Ebenfalls relevant und in der Forschung oft vernachlässigt ist die
Frage des absichernden Kotextes. Bei der Übersetzung einer toten
60
61
In diese Kategorie sind etwa die Deutungen von R. Merkelbach in den AbrasaxBänden einzuordnen.
So etwa bei apoevtep@a PGM XXIIb, 29, das nur ein Schreibfehler für apoevtex80 (Horus Chenticheti) ist, s. Quack, Dekane, 118f.
62
R.K. Ritner, in: Betz, Greek Magical Papyri, 274 Anm. 25. Bei Brashear,
Greek Magical Papyri, 3592 ungenau als nesevrpipi geschrieben — Textfehler
sind nicht auf die Antike beschränkt.
63
64
Dort pegev in Lücke verloren.
Brashear, Greek Magical Papyri, 3592 verweist hierfür auch noch auch pMag.
LL. 7, 21, das dort stehende jeArypi@s scheint mir aber nicht zwingend zugehörig, jedenfalis steht es nicht in der Abfolge derselben längeren Formel. Die von
ihm angegebene Etymologie ms m k3r=f „Kind in seiner Kapelle“ für neoevapıgt, die auf Schmidt, Zauberpapyri, Sp. 1176 zurückgeht, möchte ich mit Skepsis
aufnehmen.
Pagina 19
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Sprache fungiert normalerweise die Sinnhaftigkeit des gesamten postulierten Textes als Kontrollinstafür
nz die Korrektheit der Deutungen
einzelner Wörter. Bei der Erforschung der voces magicae ist sie einerseits ohnehin nicht in gleichem Maße gegeben, andererseits haben
viele Forscher auch ohne Berücksichtigung von Textzusammenhängen isolierte Wörter oft im Wesentlichen nach der Sirene des Gleichklangs mit Etymologien versehen.“ Genauere Berücksichtigung der
Zusammenhänge kann oft semantische Kriterien liefern und gelegentlich sogar Etymologien absichern, die mit sonst problematischen
Lautentsprechungen arbeiten.
Auch hier soll ein Fallbeispiel zur Erläuterung dienen. PGM VII 810
findet sich im Rahmen einer Zuordnung der 12 Tierkreiszeichen zu
Dämonen und Symbolen zum Widder die Angabe ap pové ap Ow xe.
Es ist plausibel, daß die Dämonen etwas mit den Planeten zu tun haben. Beim Widder würde man primär Mars (bzw. Ares) erwarten,
dessen Haus dieses Tierkreiszeichen ist. Es dürfte keine Probleme
bereiten, im ersten Zauberwort ap jové die synkretistische Verbindung Horus-Month zu erkennen, der als kämpferischer Gott eine gute
Entsprechung zum griechischen Kriegsgott darstellt. Im zweiten Element ap 6@ xe wird man dagegen den ägyptischen Namen des Planeten selbst
erkennen dürfen, nämlich Hr-t$r, wofür W iedergaben der
Art eptwo. und aptvoig bekannt sind;“ innerhalb der magischen
Papyri dürfte aptao. (PGM I 239) einen plausiblen Fall darstellen.
Der recht deutliche Sinnzusammenhang sichert in diesem Fall also die
Etymologie, auch wenn die Wiedergabe von ägyptischem # durch
griechisches x° nicht normal ist.®
Nach diesen theoretischen Betrachtungen sowie den Fallbeispielen,
die ägyptische Etymologien in den griechischsprachigen Papyri
betreffen, nunmehr konkret zu den hier behandelten demotischen Texten. Auch in ihnen gibt es eine Reihe nachweisbarer Textfehler, von
denen exemplarisch einige aufgezeigt werden sollen.
65
Von den bei Brashear, Greek Magical Papyri, 3576-3603 verzeichneten ägyptischen Etymologien dürfte der weitaus größte Teil unzutreffend sein - über die
aus anderen Sprachen will ich hier kein Urteil fällen. Man sollte allerdings hinzusetzen, daß es leichter fallen würde, die durchaus vorhandenen Verdienste von
Pionieren wie Adolf Jacoby und Karl Friedrich Wilhelm Schmidt anzuerkennen,
wenn die gräzistische Forschung endlich davon abkäme, deren sämtliche Postulate gläubig nachzubeten.
66
Winnicki, Hartysis.
67
Denkbar wäre, daß in einer ursprünglichen Fassung xt stand, womit ein Schrei-
68
ber k$i als Approximation von $ intendierte, vgl. oben zur Palatalisierung.
Dieser hoffnungstimmende Anfang kann leider die Tatsache nicht verdecken,
daß mir die nachfolgenden Gestalten der weiteren 11 Tierkreiszeichen etymologisch völlig unklar sind.
Pagina 20
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Buchstabenverwechselungen, die auf griechischen Formen beruhen,
finden sich öfters. So gibt es ein lykhm hatyoys pMag. LL 16, 10,
das sicher für das extrem häufige Zauberwort Aoikoyı steht.” Tatsächlich entspricht die Sequenz gh-3-wkhe yaouye, lykh°m haïgout, 3rmy-3-wth apuiwov8 an der betreffenden Stelle praktisch exakt der
Folge 1ap108 Andy yoovy PGM II 117 bzw. approve Aatop
xwovx PGM VII 361, nur mit umgekehrter Richtung. Die Verschreibung eines griechischen X in x ist paläographisch leicht nachvollziehbar’, während vom demotischen / zum demotischen kh kein plausibler Weg führt.
Auch m‘rkh‘r“hw vs. 27, 4 ist eindeutig ein Fehler für pappapatg)at
(mutmaßlich aramäisches „Herr der Herren“), wie es in den griechischsprachigen magischen P apyri häufig ist’! Die V erwechselung
von j und % ist in der griechischen Schrift ebenfalls naheliegend.
Obgleich im zweiten Fall im konkreten Papyrus noch nicht einmal
eine griechische Ausspracheangabe vorhanden ist, ist der demotische
Text somit von einer griechischen Vorlage abhängig.
Einen ebenfalls nicht ganz seltenen Schreibfehler dürfte ‘rkhnwtsy
apxvovrosı pMag. LL. 29, 8 darstellen. Hier ist wohl zu appvovtoet
zu korrigieren”, was Hr-p3-ner „Horus der Gott“ ist. Verwechselung
von p und x kommt auch sonst vor.”
Auch Auslassungen von Buchstaben kommen vor. Ein klarer Fall ist
etwa 3rbeth b3y wtsy-3 apBne afi ovbiw pMag. LL. 16, 12. Die direkten Parallelen 3rbethb3y nwtsy 3 apBn6 Baivovdı © pMag. LL. 17,
11 sowie 3rbth b“ynwtsy-3 opBne Baïvoveiw pMag. LL. 18, 5 zeigen,
daß hier ein n sowohl im demotischen als auch im griechischen Text
ausgefallen ist.* Korrekt ist nämlich sicher Baï vov6t ©, das äg. b3
69
Brashear, Greek Magical Papyri, 3590 gibt keineswegs alle Belege, zudem eine
m.E. falsche Deutung. Ich würde das Wort aus hebr. laila „Nacht“ ableiten.
70
Hier und im Folgenden ist zu beachten, daB im griechischen Text natürlich
Majuskel geschrieben sind.
71
Brashear, Greek Magical Papyri, 3591.
72
Abweichend allerdings Johnson, in: Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 239
Anm. 538, die an eine Kombination von gr. &pxôc „Anführer“ und äg. ner
„Gott“ denkt.
73
74
Vgl. zuletzt Thissen, Bemerkungen, 146-148. Ein gutes Beispiel ist auch wnptxBa SM 49, 10 statt des sicher richtigen wnpie8a (Ag. p3 sri (n) Pth „der Sohn
des Ptah“; s. auch Martinez, P. Michigan XVI, 44f.), das sich in den direkten Parallelen SM 46, 3; 47, 3; 48, 4 findet.
Einen entsprechenden Ausfall des n gibt es auch in auovuv ovûr PGM XII 392f.,
was sicher „Amun, Gott‘ bedeuten soll.
Pagina 21
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)ner 3 „Seele des großen Gottes“ wiedergibt.” Zudem ist im griechischen (nicht im demotischen) Text auch noch die Stellung von Buchstaben umgedreht. Es muß Bai, nicht oßi heißen, da ägypt. b3 „Seele“
zugrunde liegt. Noch ärger verderbt ist bewtsy Bawoveı pMag. LL. 16,
14, wo dieselbe Form ohne das n auch noch dadurch gelitten hat, daß
(wohl aufgrund eines nicht gesetzten Tremas), griechisches ot als e
interpretiert wurde. Eine falsche Stellung von Buchstaben für diese
in brymb3 ynwy-3 th BpwBaivovioe 8
Sequenz läßt sich wohl auch
pMag. LL. 16, 9f. erkennen, wo im hinteren Teil erneut Ba ivovio
„Seele des großen Gottes“ herzustellen sein dürfte.
Zur Illustration der oben dargelegten Thesen, daß gerade der spezielle
Verwendungszweck der Formeln die Fehlerbildung und auch die Tradierung nicht etymologisch und semantisch korrekter Namen begünstigt, sei noch ein instruktives Beispiel vorgeführt. pMag. LL. 16, 1f.
Variist eine Beschwörungsformel mit einer teilweisen supralinearen
ehel-3-e
Basistext
im
ist
Zeile
der
Wort
letzte
Das
ante aufgeführt.
Die
ist.
erkennen
zu
„Gott“
‘elohe
œox, worin unschwer hebräisches
Variante gibt dazu efAlov, was eindeutig auf der Verlesung von Al zu
N beruht. Obwohl diese Lesart somit vom Standpunkt des historischkritischen Forschers minderwertig ist, scheint sie in der Praxis fiir die
Zwecke des Magiers gut gewirkt zu haben, denn neben sie ist der
Vermerk nfr sp 2 „sehr gut“ geschrieben. Bei einer späteren Abschrift
wäre vermutlich nur sie weitertradiert worden.
Neben diesen versehentlichen, aber für den antiken Kopisten kaum
kontrollierbaren Textalterationen im Verlauf der Uberlieferung sind
auch intentionale Eingriffe in den Wortlaut zu beachten. Gerade die
Tatsache, daB so viele der Beschwörungsformeln in der Praxis beim
Erreichen veränderter Bewußtseinszustände halfen, hat einige Spezialeffekte produziert. Einerseits gibt es Nachhalleffekte, bei denen der
hintere Teil des Lautkörpers des vorherigen Wortes mehr oder weniger umfänglich wiederholt wird. Z. B. ist pMag. LL. vs. 12, 10 ein 3n13-rg“-B-r als Nachhall des vorangehenden p°n-t3-rg°-t3-r (Pantokrator) zu verstehen. Auf phryks ppeıi& pMag. LL 14, 9 (das eventuell
ursprünglich auf ägyptisches p3i rn=k „(NN) ist dein Name“ zurückgeht) folgt ähnlich noch yks (5.
Andererseits gibt es Sequenzen, die schon fast in der Art eines musikalischen Themas mit Variationen durchgearbeitet sind, etwa pMag.
LL. 14, 11f. thon Oop th°mth-3-m Baybon; th“m‘th-3-m 6aua0op
thom thwmthm GapoBopBap th m'thwtsy Soy.a6ov01. Hier nach einer
Quack, Kontinuität, 92. Die korrekte Deutung von Bai vovêt bringen bereits
Leemans, Papyrus égyptien démotique, 33; Müller, Lehnwörter, 172-178.
Pagina 22
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)präzisen Etymologie für jedes einzelne Element zu suchen, dürfte
kaum profitabel sein. Ein Sonderfall solcher Klangeffekte sind die
Palindrome, von denen im hier behandelten Korpus eines, nämlich
“yeb-3-th ybthbyth-3-bev“ aveßnelaßodoßondaßnva (pMag. LL.
29, 18) belegt ist.
Schließlich sind innerhalb der Rezitationen auch reine Lauteffekte
vorhanden, etwa Variationen der Vokale, teilweise unter EinschluB
des h. Sie können teilweise recht beträchtliche Ausmaße erlangen,
etwayyyeeeheheheh-3h-3h-3ezennn
VN vn VY VO VO
vo (pMag. LL. 10, 29f. = 27, 8). Auch zisch-oder pfeifartige Effekte
kommen zum Einsatz, so st st st st ot ot ot ot (pMag. LL. 8, 2); gs
gs gs gs (pMag. LL. 8, 6).”°
Nunmehr komme ich konkret zur Zuordnung der magischen Namen
zu den verschiedenen Sprachen. Zum Thema der Tagung gehören
sicher zwei Zauberspriiche, die nach eigenen Angaben in kuschitischer Sprache abgefaBt sein sollen.” Der erste lautet hniyny inty n3
(va) kwkwby [.lkhe 3kh3 (pMag. LL. vs. 20, 4f.), der zweite swmth
keswth hrb“b“ br¢stkhs It r:n3ph r:b°kh° (pBM 10588 rt 7, 1-3). Die
Deutung überlasse ich berufeneren Forschern. Die Sprüche mögen
uns aber zur Warnung dienen, daB auch sonst manche unerklärten
Einzelformen der voces magicae auf Sprachen südlicher Nachbarn
Ägyptens zurückgehen könnten. Zu bedenken gibt allerdings, daß im
Spruch ein falsch segmentiertes oBpacaë vorzukommen scheint.
Liegt im pBM 10588 gar die Umsetzung griechischer Wiedergabe
einer semitischen Sprache vor.
Ganz änigmatisch ist ein weiterer Spruch, nämlich opvat copviv
„bo pavav vaplava 100 Aopvar woo. vaio EAM! vai eprava
_&.AGvoï evoppe MLALtO per À S(erva) (pBM 10588 vs. 2, 1-7), von
dem nur das Ende als griechisches „die sowieso möge mich lieben“
klar ist.
Nunmehr aber zu Sprachen, bei denen die Identifizierung und Ubersetzung zumindest etwas weniger Probleme bereitet. An erster Stelle
steht die Begegnung des Agyptischen mit sich selbst als teilweise
fremd gewordener GröBe. Wie vorhin bereits ausführlich begriindet,
geht der demotischen Fassung auf weite Strecken eine griechische
Version der Beschwörungen voraus. Diese wiederum geht allerdings
in erheblichem AusmaB auf heute verlorene ägyptische Vorstufen
76
Zu den verschiedenen Techniken der Lauterzeugung s. die 14 verschiedenen
Optionen, die PGM VH 766-779 aufgezählt werden.
Vegi. Thissen, Nubien.
Pagina 23
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)zurück.
’* Hätte man Handschriften dieser Vorstufen selbst, wäre alles
erheblich einfacher. Mit der Umsetzung ins Griechische ist dagegen
dadurch, daB bestimmte ägyptische Laute nicht exakt wiedergegeben
wurden, ein Informationsverlust verbunden gewesen, der auch bei der
Re-Agyptisierung der Beschwörung oft nicht mehr aufzuheben war.”
Der Schreiber der demotischen magischen Handschriften stand nämlich vor dem Problem, was er noch als Ágyptisch erkennen und deshalb auch in die tradittonelle ägyptische Orthographie umsetzen konnte. Ihm kam es für den effektiven magischen Gebrauch der Formeln
nicht so sehr darauf an, eine hypothetische urägyptische Vorlage zu
gewinnen - und vermutlich war er sich keineswegs sicher, inwieweit
es eine solche überhaupt gegeben hatte. Vielmehr ging er von F ormeln griechischer Handschriften aus, die bereits (und wohl nicht ganz
erfolglos) benutzt worden waren. Er dürfte eher Angst gehabt haben,
durch irrige Eingriffe die erwiesene Wirksamkeit dieser Lautfolgen zu
stören.
Hierbei kommt ein wichtiger Faktor hinzu. Die hier postulierten originär ägyptischen Vorstufen mancher Beschwörungsformeln griechischer magischer Texte dürften zum Gutteil in Unterägypten rezipiert
worden sein. Zumindest ist bei vielen identifizierbaren ägyptischen
Formen eine starke Tendenz zu erkennen, Verschlußlaute aspiriert
auszusprechen und unbetonte Auslaute als i wiederzugeben - also ein
Bild, das eher dem bohairischen Dialekt entspricht.”
Die Schreiber
der erhaltenen demotischen magischen Papyri lebten dagegen in Oberägypten, speziell der Thebais und dürften gerade dann, wenn die in
ihrer Vorlage auftauchende Form ihrer eigenen Aussprache nicht gut
entsprach, eher unsicher gewesen sein, ob wirklich dieses ägyptische
Wort gemeint war, und folglich im Zweifelsfall einfach die vorgegebene L autform rein mechanisch in demotische alphabetische Schrift
78
Daß in den voces magicae der griechischsprachigen Zauberpapyri viele Agyptische Wörter stecken, ist bekannt und braucht hier nicht im Detail thematisiert zu
werden. Hinweisen möchte ich, um hier einige zusätzliche Anregungen geben zu
können, nur auf PGM IH 484, wo das eporzıtevpnt wohl als „der auf dem Herzen geruht hat“ zu verstehen ist, in normaler koptischer Orthographie wäre das
*spzarımı zıın gir. Ferner ist PGM III 420 (u. 672) nero als „der große
Gott“, äg. p3 ner 3 zu verstehen, wie bereits Crum, Egyptian Text, 28 erkannt
hat, während die Stelle bei Greese, in: Betz (Ed.), Greek Magical P apyri, 29
Anm. 83 mißgedeutet worden ist.
79
Ein derartiges Phänomen ist keineswegs ohne Parallelen, so gibt es z.B. auch
ursprünglich semitische Beschwörungen, die in jüdischen magischen Texten auf
der Basis einer griechischen Version rezipiert und „resemitisiert werden, s.
Niggemeiner, Beschwörungsformeln, 150f. Anm. 50.
Quack, Kontinuität, 93.
Pagina 24
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)umgesetzt haben. Es dürfte ganz instruktiv sein, welche örter
W
gut
erkannt, und welche notorisch problematisch waren.
Recht eindeutig für die K opisten war die L autfolge Bai, für die sie
tiblicherweise, und wohl auch mit Recht, die normale demotische
Orthographie für by „Seele“ (altäg. 53) eingesetzt haben. Allerdings
gibt es auch rein alphabetische Schreibungen b3y oder b‘y. Ausgenommen davon ist allerdings bewtsy Borov01 pMag. LL. 16, 14, wo
mutmaßlich ein fehlendes Trema irrig dazu führte, daß at als Schreibung für e gedeutet und deshalb das ägyptische Grundwort nicht eingesetzt wurde.”
Größere Probleme hat dagegen der status constructus sowie der Plural
dieses Wortes bereitet. Die Verbindung b3 b3.w „Seele der Seelen“
(oder „Bock der Böcke“?) wird nur noch hieratisch 53-b3.w pMag.
LL. 6, 26; 27, 6 und demotisch by-by.w pLouvre E 3229 2, 16. 17 in
korrekter Orthographie wiedergegeben; jeweils in Abschnitten, die
den Eindruck erwecken, originär ägyptische, nicht durch eine griechische P hase gegangene Texte zu sein.” p Mag. LL. 8, 6; 28,2; 29, 6
wird dagegen rein alphabetisch und unetymologisch bybyw geschrieben.
Auch b“-n-p3-R“ Bayınpe pMag. LL. 7, 21 dürfte ägyptisch 53 n p3-r“
„Seele des Re“ darstellen, jedoch wird der erste Teil nicht in normaler
Orthographie wiedergegeben. Die Lautform ba im Kompositum begegnet gleichartig auch im bekannten Ausdruck Baxa&ıyvy (s.u.).
Eine andere Verbindung von „Seele“ könnte eventuell helfen, ein
Problem in der Deutung einer bestimmten vox magica zu klären. Es
gibt die Formel BaicoABo. PGM IV 1668; XXXVII 24; Gemme
Philipp Nr. 83, für die bislang eine sehr unplausible Deutung als
„wahrlich Löwe“ vorgeschlagen wurde“. Die Lautform kann aber
„ nicht gut von zwei ägyptischen Ausdrücken getrennt werden. Der eine
ist by-sriw-by pMag. LL. 10, 28 = 27, 5, geschrieben wie „Seele,
Schaf, Seele“ — wobei statt „Seele“ aufgrund der Doppeldeutigkeit
des äg. b3 vielleicht auch „Bock“ zu verstehen sein könnte. Für das
mittlere Element wäre eine Aussprache sro zu postulieren. Der andere, phonetisch noch besser passende Kandidat ist $/-by pLouvre E
3229 2, 15; slby pLouvre E 3229 2, 17; Alby pMag. LL. 23, 29. Das
81
Diese Reduktion von bai zu be findet sich auch in ovoepBevind SM 48, 186,
das gegen Martinez, P. Michigan XVI, 82 nicht etwa „Osiris is the ba of God“
82
83
darstellt, sondern vielmehr als Wsir-B3-¢t. wt „Osiris Ba von Mendes“ zu verstehen ist.
Im Falle von pMag. LL. 27, 6 ist allerdings nur der vordere Abschnitt, 27, 4-7
originär, dagegen 27, 7 (Ende)-9 ein späterer Zusatz.
Merkelbach/ Totti, Abrasax, 119.
Pagina 25
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)erste Element ist hier weniger transparent, dennoch ist auch dies ein
plausibler Kandidat für die Etymologie von coABaı. Welche der beiden Anknüpfungsmöglichkeiten die bessere ist, kann hier nicht abschließend geklärt werden.
Das Wort ner „Gott“ wird im Singular in den Beschwörungen niemals
erkannt, sondern in der vom griechischen vov61 ausgehenden unetymologischen Form nwtsy wiedergegeben, sofern es nicht noch weiter
verderbt ist. Aspiration und Art des Auslautes waren wohl dem, der
an oberägyptisches noyre gewohnt war, schon zu fremd. Lediglich in
hrenwte apevovte pMag. LL. 1, 14; 3rynwte pMag. LL. vs. 27, 3 ist
eine eher oberägyptische Aussprache zu fassen, bei deren Umsetzung
in ägyptische Schrift sich der Schreiber allerdings ebenfalls nicht
ganz sicher war (s.u.). Dagegen wird der Plural in s‘ry-nér.w oapıvtep pMag. LL. 7, 21 korrekt umgesetzt, war also offenbar spezifisch
und erkennbar genug. Das erste Element ist dagegen rein alphabetisch
geschrieben, war also mutmaßlich dem Schreiber unverständlich.
Mutmaßlich verbirgt sich dahinter hri, so daß die Verbindung insgesamt als Ari ner.w „Herr der Götter“ zu verstehen ist”
Möglicherweise gibt es im Bereich des Ausdruckes „Seele des großen
Gottes“ auch einen Fall gemischt griechisch-ägyptischer Bezeichnungen. Jedenfalls vermute ich, daß brymb3ynwy-3 th BpuiBoivoviwe
pMag. LL. 16, 9f. nicht nur im hinteren Bereich in Batvov8ia zu emendieren ist, sondern als erstes Element Bpuuú „die Schreckliche“,
ein bekanntes und auch in der gräkoägyptischen Magie gut belegtes
Epitheton der Hekate oder Persephone, enthält.
Bei den einzelnen konkreten ägyptischen Göttern gibt es ebenfalls
etliche Fälle, in denen diese nicht mehr in traditioneller Orthographie
auftreten, sondern in einer Spezialschreibung, die ihre griechische
Wiedergabe umsetzt. Zuerst ansprechen möchte ich den Gott Kmeph,
ägyptisch kmm-3.t-f.” In normaler Orthographie i st er in den demotischen magischen Texten nicht zu finden. Dennoch dürfte er vorkommen. Einerseits gibt es die Bildung s‘kmeph pMag. LL. 27, 23. Dazu
gibt es als Parallelen jeweils in derselben Abfolge von drei bis vier
magischen Wörtern die Varianten ax kung PGM II 141, saxpno
PGM XII 188, yaxpnx PGM XIII 821. Außerhalb der Formel ist noch
Cavexjunt O2, 24 zumindest verdächtig. Die Variationsbreite der Or-
84
85
Scheinbares anlautendes o oder { in den magischen Papyri scheint mehrfach
einem ägyptischen zu entsprechen, s. etwa sapontoom oopaxêt PGM 1136,
in dem ich Horus-Nefertem-Harachte vermute; Fauth, Helios Megistos, 88 denkt
dagegen abwegig an eine Deformation des Sarapis.
Zuihms. zuletzt Thissen, Kun, Mendel, Inschriften.
Pagina 26
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)thographien macht es schwer, für den vorderen Teil eine gesicherte
Etymologie aufzustellen.%
Problematischer, da wohl bereits verderbt, ist die Form s‘tr‘permt
oatporepunt pMag. LL. 17, 19. Daß auch hier der Gott Kmeph zu
erkennen ist, erkennt man erst im Lichte von oatparepxunp PGM
XII 185; XIII 917, SM 66, 5; Gemme Philipp 132 sowie catparekvnp Kot. 48, 2. Weitere mehr oder weniger entstellte Wiedergaben dessen, was genetisch gesehen doch wohl denselben Ursprung
hat, sind auch karakepkvnp PGM XI 288; oaetrparekun Kot. 41,
2f.; catnaepKund Gemme BM G 601 (Michel Nr. 500 S. 306);
aotpanotkunp Gemme BM G 1986.5-1,1 (Michel Nr. 457, S. 283f.
= Delatte/ Derchain 408); cananepxkunp Gemme Princeton 42.58;°7
caxparepkung Delatte/ Derchain 510; [...praroxKung Fluchtafel aus
Karthago (Audollent 325), Z. 7.% Mit nur wenigen Ausnahmen ist
somit als hinterer Teil kune bzw. kvno korrekt geschrieben. Im vorderen Element ist es zumindest reizvoll, das Wort ,,Satrap“ zu erkennen.’ Allerdings bleibt dabei noch die Frage, was es mit dem noch
dazwischen tretenden ep auf sich hat.
Eine erweiterte Form derselben Bildung ist mutmaBlich n-t3-s‘tr“perkm3-“.e pMag. LL. vs. 22, 14. Im Gegensatz zu den bisherigen Fällen
ist das SchluBelement nicht „alphabetisch“ geschrieben, sondern wie
echte ägyptische Wörter, zudem durchaus passend mit dem Determinativ der Schlange versehen. Allerdings ist die konkret gewählte
Form, die „Erschaffer des Körpergliedes“ angibt, nicht die sonst übliche Form des Demotischen, die vielmehr km3 i3.wt=f wie „Erschaffer
seines Amtes“ lautet.”
Rein alphabetisch und unetymologisch geschrieben ist wohl ein anderer ägyptischer Gott, nämlich Nefertem. Er ist in nyptwmykh vurrov-
_ mix pMag. LL. 16, 8 wiederzuerkennen”', das als Teil der Arponch86
Ag. s3 „Sohn“, an das Johnson, in: Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 237 Anm.
520 denkt, sollte als ot erscheinen, Fauth, Helios Megistos, 63 deutet ax knp
als „Glanz-Kmeph“, indem er in ax äg. 3h erkennen will. Ein Eingehen auf die
Varianten vermißt man dabei ebenso wie eine Auseinandersetzung mit Fragen
der Vokalisation. Thissen, Kung, 159 will äg. hk3 „Herrscher“ ansetzen, was ebenfalis nur für die Variante ax «pnp denkbar ist. Allerdings könnte man erwägen, daß das scheinbare s für einen h-Laut steht.
87
Zwierlein-Diehl, Gemmen, 20 Anm. 39.
88
Wünsch, Fluchtafeln, 15f. zu Z. 7. Die Lesung des w ist von Wünsch als unsi-
89
cher gegeben und wird wohl in ep zu korrigieren sein, sie dürfte dadurch bedingt
sein, daß Wünsch irrig eine Zusammensetzung aus Osiris, Apis, und Kmeph angenommen hat.
Soz.B. Fauth, Helios Megistos, 73.
90
Thissen, Graffiti, 27f.
Vgl. Quack, Dekane, 119.
Pagina 27
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)nouphi-Formel gebraucht wird. Dabei gehört das scheinbare auslautende x nach Maßgabe der Parallelen für diese Formel schon zum
nächsten Wort, d.h. die Segmentierung ist vom Abschreiber oder
schon in seiner Vorlage nicht historisch korrekt vorgenommen worden.
In völlig unetymologischen Schreibungen möchte ich auch den Namen des Tatenen wiedererkennen, nämlich in syth'ny o1davı wth°ny
ovdavi pMag. LL vs. 16, 1. Dies deute ich als äg. s3 tny iw‘ tny „Sohn
des Tatenen, Erbe des Tatenen“. Zu beachten ist dabei, daß Tafenen
im Demotischen standardmäßig als try geschrieben wird”, so daß die
hier auftauchende vokalisierte Form durchaus plausibel ist.
Anubis, der relativ häufig in den Texten erscheint und fast immer
traditionell geschrieben wird, scheint einmal in einem Kompositum
rein phonetisch wiedergegeben zu sein, nämlich in r:[nlep-S ave[rlo
pMag. LL. 10, 30 = 27, 8. Dies dürfte ägyptisch Inp 3 „Anubis, der
große“ darstellen.
Instruktiv ist der Umgang mit dem ägyptischen Wort für den „Löwen“
und das „Löwenpaar“. pMag. LL. 11, 13 wird in der hieratischen Version historisch getreu rw.ti geschrieben, dazu gibt es die Glosse Aar,
die wohl die thebanische Aussprache des Kopisten wiederspiegelt.
Zum Verständnis der folgenden Bemerkungen essentiell ist auch die
Verbindung rw mi rw, die der Orthographie nach offenbar „Löwe wie
Löwe“ bedeuten soll (pMag. LL. 10, 27 = 27, 5). Ganz unetymologisch geschrieben ist dagegen I-3-fXot mwl-3-f uvAot pMag. LL. 18,
13, was ich als rw.ti mi rw.ti deuten würde, also einerseits Dual, andererseits die Konstruktion mit der Präposition mi. Die Vokalisation mit
o, in der man eine saidische oder bohairische Aussprache vermuten
kann, dürfte den Abschreiber zu einer unetymologischen Wiedergabe
animiert haben. Mutmaßlich hiermit zu verbinden ist auch noch Hl AoA
mwill hok pMag. LL. vs. 12, 3, wo eventuell ein Textfehler (A statt z)
vorliegt. Zumindest verdächtig ist auch noch die Sequenz ryé mwryé
pMag. LL. 2, 16.
Während im Dual weitgehend ein / gesichert ist, scheint im Singular
des betreffenden W ortes das r zu dominieren, jedenfalls findet sich
pMag. LL. 11, 12 ein alphabetisch geschriebenes Wort r‘y mit Fell-
Determinativ, in dem wohl mit Recht eine unetymologische Schreibung für rw vermutet worden ist.” Mit diesem vorgegebenen Anker
kann man die Vermutung aufstellen, daB die vox magica mwr3y
92
Spiegelberg, Priesterdekrete, 92 Nr. 71 u. S. 200 Nr. 389; zusätzliche Belege bei
Smith, Catalogue IIT, 104 (pHarkness II, 32 u. V, 5f.).
Griffith/ Thompson, Demotic Magical Payprus I, 83; Vol. II, 51 Nr. 488.
Pagina 28
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)pMag. LL. 5, 9 ägyptisches m3i-rw, sozusagen „Leo Löwe“, wiedergibt. Möglicherweise nochmals e in K ompositum davon ist mwry -by
pMag. LL. 5, 9; 27, 33, was wohl „Leo-Löwenseele“ bedeuten soll.
Aufschlüsse gibt auch die unterschiedliche Behandlung des Wortes
„Erdschöpfer“ in vier verschiedenen Versionen ein und derselben
‚Beschwörung. pMag. LL. 7, 6 ist km3-t3 mit griechischer Glosse
konto hieratisch und in historisch korrekter Orthographie wiedergegeben - als einziges evident ägyptisches Wort der betreffenden Sequenz.”* pMag. LL 16, 17 findet sich etsy-km3-t3 edixopt, wobei
aufgrund schlechter Trennung das vorangehende Wort nicht mehr als
eigene Entität gesehen wurde, die Orthographie von km3-t3 aber ist,
wenngleich hier demotisch und nicht hieratisch, immer noch traditionell ägyptisch. Anders sieht es pMag. LL. 16, 21 aus. Dort findet sich
eg-3-m-p3-B eKo1P0w. Nur noch der hintere Teil p3 23 wird als ägyptisches Wort wiedergegeben, beim vorderen Element war sich der
Schreiber dagegen, wohl wegen des falsch segmentierten ©, nicht
mehr sicher, ob-ein ägyptisches Wort vorlag, und hat deshalb eine
unetymologische, rein alphabetische Schreibung gewählt. pMag. LL.
17, 24 schließlich ist eg-3-m-th-3 ekoppdo rein in unhistorischer
Form wiedergegeben.
Ausgehend von dieser Entwicklung dürfte auch plausibel sein, daß in
aypeurto pMag. LL. 7, 17; 3khrem-p3-13 axpepnta pMag. LL. 17, 9
eine verderbte Form von km? p3 13 vorliegt, bei der ein p irrig eingedrungen ist; vgl. axpeug80 PGM IV 2029.
Als weitgehend unetymologisch geschriebene ägyptische Sprache ist
wohl n p3 le3s phwf nea owt (pMag. LL. 5, 23) zu erkennen, was
n p3 imi-r’ th.w p3 “hw.t „des Rinderhirten, des Männlichen“ darstellen dürfte.”
- Eine ganze Folge von Ausdrücken, nämlich n3y=i-sth-i3.t-m vacôoy
n3y=i-sc-B.t-1 vaaxor n3y=i-sh-i3.t-tb voczaıß pMag. LL. 14, 7,
wirkt sehr nach ägyptischer Sprache. Ich würde vorschlagen, darin
94
Zu Kopte und verwandten Ausdrücken s. Thissen, Beiträge, 300-302. Vgl. auch
die Abfolge "U Doi T.-S. NS 153.162, fol ib, Z. 7£; Var. "IV MOD) T.-S.
K 1.163, Z. 72f., Var. Yi Westminster Colleg Misc. 59, fol la, 4, Var. "IM
T.S. K 21.95A fol la,
Z. 26f; Var. "Sion. T.-S. K 1.3, fol. 3b, 5, s. Schäfer/
Shaked, Magische Texte IT, 199, 201, 203, 249, 254, 257; Schäfer/ Shaked, Magische Texte III, 93, 99, 106, 180f., 182f Eine Korruption aus ursprünglichem
NRN WHI, d.h. also *kourto Kopvoovi wäre denkbar.
95
In dem Element pwovs u.ä. der griechischen magischen Texte (PGM III 130; IV
1683; X 12; SM 40, 4) würde ich grundsätzlich p3 kw. „der Männliche“ erkennen wollen, nicht etwa „die Schlange“, wie es zuletzt noch Kotansky, Greek
Magical Amulets I, 217€. im Anschluß an Schmidt vertritt.
Pagina 29
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)koptisches Nact@u nacxare NaczwrE „sie schärfte (das Messer),
sie durchbohrte, sie tötete“ zu sehen.
Rein alphabetisch und völlig unetymologisch geschrieben ist nephr-3
veppo pMag. LL. 7, 21, in dem ich dennoch ägypt. nfr-hr „schöngesichtig“ erkennen möchte. Weiter verderbt ist diese Form in mephr-3
Leppo pMag. LL. 7, 22, das eindeutig nichts als eine direkte Variante
dazu ist.”
Ebenso ist in gh-3-wkhe ywouxye (pMag. LL. 16, 10) noch ohne weiteres die ägyptische Finsternis-Urgöttin kk.wt erkennbar. Teilweise
stärker verzerrt ist dagegen ihr maskulines Gegenstück. pMag. LL. 8,
10 erscheint b’k’ksykhekh Boxodixuy, was bekanntlich ägyptisches
b3-kk. iw 53 kk. w „Seele der Finsternis, Sohn des Finsternis-Urgottes“
wiedergibt. p Mag. LL. 16, 7 findet sich der Ausdruck meneb‘ry‘khekh pevieBapeiaxvx. Dies ist eine Korruption aus neveßoixvx, wie
Parallelen zeigen.” Hier sind ein p und ein a sekundär eingedrungen.
Auffällig ist der Vokalismus khekh. Für das ägyptische Wort ist ursprüngliches käk’w anzusetzen, woraus in der Spätzeit kok entsteht.
Dies wird in den PGM einerseits als kok oder yo(y) wiedergegeben”, andererseits handelt es sich hier offenbar um eine tendenziell
besonders frühe Entlehnung aus dem Agyptischen, die aus einer Periode stammt, als im Griechischen noch v zur Wiedergabe von ägyptischem *a > o verwendet wurde. Nach der innergriechischen Verschiebung des v zu einem e wurde dann dieser Laut ins Demotische
übernommen, was definitiv zeigt, daß der Schreiber sich an der ihm
vorliegenden griechischen Schreibung orientiert hat, während ihm die
ägyptische Etymologie nicht bewußt war.
Reizvoll ist die Form heryew vepieov pMag. LL. 2, 16. In ihr ist der
Personenname hri-w zu erkennen.” Das Wort wird auch in seiner
Verwendung r:msi heryew 13 Sri.t n #3 nm.t „den Herieu geboren hat,
die Tochter der Neme“ als weiblicher Personenname konstruiert, aber
unetymologisch geschrieben und mit dem Gottesdeterminativ versehen.
96
97
Lediglich das 7, 21 noch vor bry‘s stehende b'-n-p3-R' Boyinpe fehlt hier.
Vgl. peveBatyoy PGM V 362f; peveBayoy PGM IX 4; [neveßousvxonex
PGM VII 311f; poveBt xox PGM XII 812, auch entstellt in Beveßouxxux
PGM IV 1633. Zur Deutung s. Thissen, Beiträge, 299; s. a. Fauth, Helios Megistos, 104.
98
Speziell die Form Bawyaway wird im Interesse der Isopsephie bewußt mit
Vokalverdreifachung gestaltet; vgl. SM, 43.
Demot. NB I, S, 746-748. Der Name wird meistens von Männern getragen, ist
aber gelegentlich auch bei Frauen belegt, wie hier anzusetzen ist.
Pagina 30
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Prinzipiell ägyptisch ist auch b’Imenthre BaApevOpy pMag. LL. 16, 7.
Zu vergleichen sind Baa muoBpnv PGM IV 1624, Bad pivôpn PGM
IV 1633, beide Male in derselben längeren Formel wie im demotischen Text. Zugrunde liegt semitisch-ägyptisches BT-Mnëw-R°w
Baal Month-Re'”, jedoch hat der demotische Schreiber offenbar keines der ägyptischen Elemente sicher genug erkannt, um ihm eine (an
sich existierende) traditionelle Orthographie zu geben.
Ganz fremd geworden ist auch der Gott Ptah, der als pth*kh pay
pMag. LL. 16, 2 erscheint.’"' Bemerkenswerterweise tritt er in einer
sonst rein aus jüdischer Tradition stammenden Beschwörung auf.
Dies berührt sich eng mit seinem sonstigen Auftreten in der griechischsprachigen Magie.'” PGMII 1 18 gibt es die Kombination ni
980 nat, d.h. wohl „Oh Ptah, Gott“.'” Auch in 96a nov. PGM II
118 wird nAwı als hebräisches Wort „Gott“ wiederherzustellen
sein.’ PGM IV 3013 u. 3015 erscheint pô in einem Spruch mit
generell sehr starkem jüdischem Hintergrund, in dem u.a. „Jesus, der
Gott der Hebräer“ angerufen wird.'” PGM VII 362 ist zwar im unmittelbarsten Kotext weitgehend ägyptisch, doch gehört die Stelle in den
größeren Zusammenhang eines in drei Fassungen überlieferten Gebetes, für das teilweise Herkunft aus dem Tempel von Leontopolis vermutet worden ist.’ PGM XII 81 ist zwar noch recht ägyptisch, doch
erscheint ziemlich am Anfang der Anrufung Sabaot. PGM XXIII 6,
werden lao, Ptah und Re nebeneinander angerufen. PGM XIII 1056 ist
u.a. 98a powla als F ormel'’eines A mulettes angegeben, in dessen
Beschwörungstext Iao angerufen wird, der u.a. auch, genau wie
pMag. LL. 16,2, als 6 dv „der Seiende“ bezeichnet wird; PGM V
22f. dürfte eine sehr korrupte Variante dazu sein. PGM IV 961f. ist
mutmaßlich ursprünglich dieselbe Ptah-Formel nebeneinander als
100 Vgl. Quack, Königsweihe, 95 Anm. 2.
101 Die Deutung ist bereits von Leemans, Papyrus égyptien demotique, 30 erkannt
worden.
102 Stärker ägyptisch im Kotext sind dagegen PGM VII 362 sowie PGM XII 81
neben Osiris, Gott (nicht Nut!) und Isis; auch PGM LXI 26 erscheint offenbar
Isis.
103 mao gibt wohl hebräisches ‘elohe wieder.
104 Wie die direkte Parallele für die Formel PGM VU 361f. zeigt, tritt das hebräische „Gott“ dabei in Variante zu opyevtex6c., also Horus Anti-h.tl von Athribis.
105 Detailbehandlung bei Merkelbach, Abrasax 4, 29-43.
106 Merkelbach, Abrasax 4, 127-144. Die aktuelle Basis für diese Annahme ist
allerdings sehr schmal, da sie fast nur darauf beruht, daß Merkelbach aptıovs
für eine Wiedergabe von Hr-m3i-hs3 hält.
107 Zu ihr s. auch Fauth, Helios Megistos, 109 mit Anm. 408. Ohne weiteren Kotext, der den kulturellen Hintergrund absichert, erscheint diese Formel auf dem
Amulett Kotansky, Greek Magical Amulets, 40, 3.
Pagina 31
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Renta pos Co bzw. zot plevra moo
ta verderbt. Auf dem Amulett
Kotansky 32, Z. 19 erscheint Ptah in der Folge 1a@ ov eve mov 608Ba shoo Pla ww, die also Jahwe, Elaha („Gott“) und eine Anspielung auf Deut. 32, 1-3 enthält.'°® Die Übernahme speziell der Formel
@8a powla. im jüdischen Bereich zeigt sich auch darin, daß sie noch
als 98ow pwlag auf einem sonst auch sprachlich weitestgehend jüdisch-aramäischen Amulett zu finden ist.'° PGM IV 972 gibt es sogar
die Verbindung p8anà, die also Ptah und das semitische Wort „Gott“
zusammenfügt. Gerade diese auffällige Tendenz, Ptah in jüdisch dominierte Beschwörungen zu integrieren, weist einerseits auf einen
noch nicht genauer faßbaren Kontakt zwischen der jüdischen Tradition und dem Ptahkult hin'", andererseits hat gerade unter diesem
Blickwinkel die öfters vorgeschlagene Verbindung des ägyptischen
Ptah mit dem mandäischen Schöpfergott Ptahil’'' doch noch eine
Chance.!"?
Dieser bemerkenswerte Kontakt eines ägyptischen Gottes mit jüdischen Vorstellungen leitet zum nächsten Thema über, nämlich dem
hebräischen Gott und seinen Engeln und Patriarchen. Wie in den griechischsprachigen Papyri, so ist auch in den demotischen Ja(h)o die am
häufigsten auftretende Gottheit.'’? Sein Name erscheint in einer Reihe
von Schreib- und Aussprachevariationen.''* Belegt sind Jaho oder
Jao, gelegentlich auch Jahu, wobei die Anwesenheit des À fakultativ
108 Kotansky, Greek Magical Amulets, 129 u. 142f.
109 Naveh/ Shaked, Amulets, 102f.; A 14, 4.
110 Zwar wird Ptahin der Spätbronzezeit recht gerne auf Skarabäen aus dem palästinischen Bereich dargestellt, s. Keel, Ptah, 281-323. Jedoch kann die hier behandelte Verbindung, da dabei griechisch geschriebene Beschwörungsformeln
relevant sind, nicht auf einer reinen Kontinuität dieses Phänomens beruhen.
111 Vgl. Lidzbarski, Johannesbuch, XXVIIf.; Rudolf, Theogonie, 121-126; Rudolf,
Jenseitsreisen, 278; Fauth, Helios Megistos, 110. Dagegen betrachtet Lupieri,
Mandeans, 40 Anm. 45 die Etymologie des Namens als unsicher und erwägt eine Verbindung mit der Wurzel pth „bilden, formen“. Zu den Belegen und Verweisen s. zuletzt Segal, Catalogue, 107 zu Bowl 080M, Z. 4.
112 Man vergleiche auch den magischen Namen ?NMND in der mittelalterlichen
Geniza-Handschrift T.-S. K 1. 162, fol la, Z. 27, s. Schäfer/ Shaked, Magische
Texte III, 70 u. 77; sowie NT T.-S. K 1.3, fol. la, Z. 8 u. 9, s. Schäfer/ Shaked, Magische Texte III, 91 u. 96.
113 Zur jüdischen Seite der spätantiken Magie s. als generellen Überblick Janowitz,
Magie; vgl. die Darlegungen von Naveh/ Shaked, Magic Spells, 17-31 u. Schäfer/ Shaked, Magische Texte IT, 1-14 über das Verhältnis jüdischer Magie zu liturgischen Formeln. Bezeichnend für einen kulturell vordeterminierten Blickwinkel ist, daß Betz, in: ders. (Ed.), Greek Magical Papyri, xlv sehr viel mehr
Probleme damit hat, die jüdischen E lemente mit dem Judentum zusammenzubringen, als die „heidnischen“ mit ihren kulturellen Wurzeln. S. weiter McBride,
Religious Affinities, 42-59.
114 Für die Detailnachweise s. den Index.
Pagina 32
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)und nicht vorhersagbar ist. In Zusammensetzungen wird zu Jo, eventuell auch Ja verkürzt. Als exotischere Formen gibt es daneben noch
Iawa (pMag. LL. 16, 1f.)''*, Jae, Jeu und Jeo(u)e. Einen Textfehler
stellt wohl Aho (pMag. LL. 29, 10) dar, bei dem die Deutung angesichts des direkt folgenden Atone (= Adonai) sicher ist. Eine bewuBte
Verzerrung des Namens erkennt man dagegen in Jahut (pMag. LL. 26,
5).
Häufig ist auch das Epitheton, das im Hebräischen in Jahwe Seba’ot
„Jahwe der Heerscharen“ auftritt. Es erscheint in den Formen s‘b‘-9th oaBand (pMag. LL. 10, 4; 18, 2f.), s“b“-3-th (pMag. LL. vs. 22,
10), s‘bwth cofaove (pMag. LL. 26, 6), sowie mit einem etymologisch unberechtigten sekundären A in s‘bth-3 (pMag. LL. 19, 39),
sb3h-3 cofaw (pMag. LL. vs. 12, 7); s“b3hw (pMag. LL. vs. 12, 10),
noch mehr verschrieben in sb‘khf coBaxvwt pMag. LL. 26, 15. AuBer pMag. LL. 18, 12, wo das vorangehende Element als p? nér 3
„der große Gott“ ins Ägyptische umgesetzt worden ist, tritt Sabaoth
immer in direktem Anschluß an Jahwe auf, also noch seiner Herkunft
entsprechend.''” Eine bewußte Umformung dieses Wortes findet sich
in s“b3el pMag. LL. 21, 6, wo die Endung El (,,Gott“), die so oft zur
Formung von Engelnamen u.ä. verwendet wird, die ursprüngliche
Endung oth ersetzt.
Eher einen Textfehler'"” als eine intendierte Korrektur dürfte dagegen
die Form £b“-3 taBaw (pMag. LL. 7, 6), 1363-3 toBaw pMag. LL.
16, 16, auch in y-3 # b3-3 10 toBaw pMag. LL. 16, 20, y-3 Bbe-3
wwraßoıo pMag. LL. 17, 24 darstellen. Ungeachtet der scheinbaren
Häufigkeit handelt es sich nämlich nur um vier Varianten ein und
derselben Formel.
Etwas seltener ist die Form, die eigentlich „der Herr“ bedeutet und
- später als Ersatz für die Aussprache des Gottesnamens verwendet
wurde. Etymologisch korrekt wird er pMag. LL. vs. 15, 6 ad@vat.
geschrieben. Häufiger in den hier behandelten Papyri ist aber eine
Lautform, die als Adone/ Atone anzusetzen ist, s. ‘-£3-n3.w atove
pMag. LL. 10, 4; “-#3-n3.w atove pMag. LL. 29, 10. Als Bestandteil
taucht sie auch in m“rr“n-t3-n3.w poapapa pMag. LL. vs. 22, 13 auf,
115 Als zwei Wörter geschrieben, dennoch wohl insgesamt für den alttestamentlichen Gottesnamen gemeint.
116 Vgl. Jaot bei Michl, Engelnamen, Sp. 217 Nr. 104.
117 In den griechischsprachigen magischen Texten, in denen coBow u.ä. sehr
häufig erscheint, ist dies nicht mehr durchgängig der Fall.
118 Die Möglichkeit, daß hier ein direkt hebräischer Hintergrund durchscheint, bei
dem eine spezielle Wiedergabe des hebräischen Sade intendiert war, ist unwahrscheinlich, da man bei genauer Anlehnung an die hebräische Form keinen
Schwund des auslautenden t erwarten würde.
Pagina 33
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)außerdem ist in i%3-‘n-n3.w toa ve pMag. LL. 25, 35 als verderbte
Form für Io-Adone zu erkennen."
All diese Formen gemeinsam treten in der Folge yShw sb‘h-3 3-13n3.w mystemw yowyw (pMag. LL. 21, 6) auf. Ich würde sie als „Jaho
Sabao Adonai Mastema Jahwe“ deuten. Erklärungsbedürftig ist dabei,
neben der etwas verzerrten Form von Jahwe im letzten Namen, vor
allem das mystemw. Ich möchte annehmen, daB die Gruppe my in
diesem Falle für den status constructus des Imperativs my „gib“ steht
und deshalb lautlich als ma aufzufassen ist. Jedenfalls ist es ausgesprochen verführerisch, hier den Namen des Gegenspielers Gottes zu
erkennen, wie er vor allem in der apokryphen Literatur reich belegt
ist.'?° Daß eine solche Kombination vom Standpunkt des orthodoxen
Judentums reine Blasphemie wäre, braucht bei der Natur dessen, was
in. den gräkoägyptischen magischen Texten auftaucht, keinen Hinderungsgrund darzustellen.
Weitere Gottesepitheta, die an Jao angefügt werden, stammen aus
dem Bereich der griechischen Sprache und werden unten behandelt
werden.
j
Unter den jüdischen Engelnamen ist Boel/ Bouel, auch redupliziert als
Bolboel u.ä. der häufigste, vor allem, weil er zu einer Art Leitfigur
der Lampendivination geworden ist.'?! Daneben erscheinen auch 3nyel
avind pMag. LL. 17, 7. 32; avinà pMag. LL. 7, 13 (als Nachtrag über
Bond)” sowie y-3-hel toond pMag. LL. 5, 11” und 3rel adam)
pMag. LL. 7, 24.'”* Seltener sind die großen Erzengel, von denen nur
Michael als mykh‘el pMag. LL. 21, 6 belegt ist.
Zu bemerken ist auch die Engelgruppe der Cherubim, von denen ein
anonymer Vertreter in p? gerwbe pMag. LL. 14, 29 zu fassen sein
dürfte, was wohl ägyptisch-semitisch „der Cherub“ bedeutet.” Es
dient konkret als Epitheton des Anubis. Eventuell eine verderbte Form
davon stellt plerwbe pMag. LL. vs. 12, 7 dar, sofern in einer griechischen Vorlage x in À verlesen wurde.
"°°
119 Da direkt dahinter eine verderbte Form von Sabaoth folgt, ist eine theoretisch
mögliche Deutung der Form auf den Jünger oder Evangelisten: Johannes wohl
weniger plausibel.
120 Vgl. Michl, Engelnamen, Sp. 221 Nr. 135; ausführlicher van Henten, Mastema,
553f.
121 Gee, Structure, 209. Vgl. weiter Fauth, Helios Megistos, 110.
122 Vgl. Michl, Engelnamen, Sp. 204 Nr. 18.
123 Michl, Engelnamen, Sp. 218 Nr. 113.
124 Mit vorangehender Interjektion I nf.
125 So bereits Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus I, 103.
126 Dagegen schlagen Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus I, 185 vor, es
könne sich um eine Wiedergabe von zAfipopo „Fülle“ handeln.
Pagina 34
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Neben dem Gott und seinen Engeln' treten auch die groBen Figuren
der jüdischen Tradition auf. Der erste Mensch ist mutmaBlich vertreten, nämlich als 3: pMag. LL. vs. 13, 6.
|
Der Patriarch Abraham wird als ‘br“-hme aBpaxau pMag. LL. 8, 8
sowie aßpaxan puanv.….] xvu..] pLeiden 1 384 *IL 16f. wiedergege. ben, in letzterem dürfte ein griechisches, mit 1A- „Freund“ zusammengesetztes Epitheton zu sehen sein.
Recht vertraut ist man mit der Figur des Mose. pMag. LL. 5, 14 erscheint er nicht nur einfach in der Lautform mwses, sondern auch in
klar verstandenem Zusammenhang, da es in der Anrufung an die
Gottheit heiBt: „Erscheine mir hier und heute, so wie du Moses auf
dem Berg erschienen bist, vor dem du Finsternis und Licht erzeugt
hast.“ F ehlerhaft verdreht ist der Name in swmy p Mag. LL. vs. 12,
727, wo aber die Glosse p3y=f glemw-R° mwse die Lesung sichert.
Weiterhin aus dem jüdischen Bereich zu verstehen ist wohl der Name
eines Berges, der als ‘twgy vroBawv pMag. LL. 5, 22; n k3b3h-3
pMag. LL. 18, 8. gh°bch-3 yoPol.Jo taxptat pMag. LL. 5, 22; g3b3w[[gy]in pMag. LL. 7, 18; gh°b‘h-3 yBagwtaxaptat pMag. LL. 7,
18 erscheint. Der Name, der wohl als Kaba’on anzusetzen ist, wechselt mit Atugi, das 5, 22 im Demotischen allein belegt ist, 7, 18 erst
sekundär in g3b3wn korrigiert wurde. Daß hier die semitische Wurzel
*gb“ „hoch sein“ mit der Nominalendung ön zugrunde liegt, ist klar.
Ebenfalls aus dem semitischen Bereich ableiten möchte ich n“ser“
vagepo pMag. LL. 29, 9; n“syr“ vacipa pMag. LL. 7, 30; 29, 6. 9.
10. Darin sehe ich nazir „Geweihter“ mit dem aramäischen status
emphaticus.
Die Übernahme dieser jüdischen Formeln erfolgte sicher in griechischer Schrift und Sprache, Beispiele für die Kombination von semiti- scher und griechischer Sprache in jüdischem Kotext werden unten
noch behandelt werden.
Im Rahmen der semitischen Götter erwähnen kann man auch eresgSyng‘l pMag. LL. 7, 26; epeoxıyaA pMag. LL. 23, 16 (in der Io Erbeth-Formel). Hier handelt es sich bekanntlich um die babylonische
Unterweltsgöttin. Ebenso ist der ursprünglich persische Mithras in der
Form mythr“ pLouvre E 3229 vs, 2 eindeutig belegt."
127 Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus I, 184f. deuten dagegen das hier
als w verstandene Zeichen als Gottesdeterminativ und sehen hier zwei Dämonen
s und my.
128 Vgl. dazu Vittmann, Mitra, 610 Anm. 52, wo der Verweis auf die vorliegende
Stelle in der letzten Zeile der Anmerkung einer technischen Panne zum Opfer
gefallen ist.
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Sehr viel heikler ist dagegen die Frage, ob die s yrische, s peziell in
Hierapolis verehrte Göttin Semea'”” in seme‘ gn-&w one. Kavıev
pMag. LL.7,28 zu erkennen ist.'” Tatsächlich tritt sie im demotischen Text als erstes Element einer Siebenergruppe auf, die auch.
sonst bezeugt ist. Vollständig lautet die Sequenz seme‘ g'n-&w
SONNE KOVTEU gen-C3Ww KEVTED g-3-n-C3w KOVTEU gery-n-C3w KNPLdev ntreng-3 6apovro lekwks kokavE. Zu vergleichen sind onsen
KEVTED KOVTED KEVTED <KMPL>0EÙ apvykao AukKvvEovra PGM V
428f.; onpea KUVIED KOVTEU KOVTEU Knpidev AvKvEvV ôapvyka
Gemme Florenz;'”! onpea xovtev Kevtev Kevyev knpiôev ôopovko Avkvvé Kav..pn Gemme Kassel 157;7 onpea kavıev Kovtev Kevtev knpiiev dapvvKa Aukv&uv Gemme Wien;'” onpeo.
KOM TED] KEVTED KOVTED KOVTED knploed dapluycko AvKuvé] Tafel
U. Mus. Penn. 29-108-602, vs. Z. 19;'* ovpexovtev Kovteov Knpıdev AukvEavra PGM XII 288f.*° Andererseits ist es offensichtlich,
daß die Autoren der griechischsprachigen Zaubertexte ongea nicht
als Göttin, sondern als männlichen Gott verstanden haben. Während
man die Kombination tov ovpexovtev PGM XII 289 noch im Textzusammenhang für rein schematisch halten kann, da dort einer langen
Folge von Gottheiten jeweils der griechische maskuline Artikel vorgesetzt wird, ist onpea Booked „König Semea“ PGM II 206 doch
schwer hinwegzudeuten.'”° Allenfalls denkbar wäre, daß hier das sehr
129 Zu ihr s. Fauth, Simia, wo Sp. 681 allerdings von den potentiell einschlägigen
Passus der PGM nur wenige erwähnt sind; Fauth, Helios Megistos, 86f. Zu Semea in den PGM s. weiter O’Neill, in: Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 24
Anm. 48; Brashear, Greek Magical Papyri, 3428. Vgl. Michel, Gemmen, 26f.
130 Ritner, in: Betz (Ed), Greek Magical Papyri, 207 Anm. 1 58 will dagegen in
onıea einfach gr. sep&a/ onueia „Bild“ erkennen.
131 Vermaseren, Corpus II, 391 Nr. 2354,
132 Schoerf et al., Gemmen HI, 236 Nr. 157, T. 105. Die Photographie erlaubt einige
Verbesserungen in der Lesung gegenüber der Edition, allerdings ist für die letzten beiden (auf dem Rand befindlichen) Wörter kein Bild verfügbar.
133 Keil, Amulett, Bonner, Note, der auch erwägt, daß es sich angesichts des unüblichen Materials Kupfer um die moderne Kopie einer bislang nicht wieder aufgetauchten antiken Gemme handelt.
134 Youtie/ Bonner, Curse Tablets, 55 u. 66.
:
135 In diesem Beleg ist das Element oyexovtev an das Ende der Reihe gestellt,
zudem ist die Formel im „Reißverschlußverfahren“ mit einer anderen verwoben,
so daß jeweils nur jede zweite Form relevant ist. Die Parallelen dürften eng genug sein, um die Zugehörigkeit zu sichern, auch wenn das letzte Glied ausgefallen ist und einige Korruptelen in den Details vorliegen. Insbesondere ist xovteov offensichtlich verschrieben, darf also nicht in der von Brashear, Greek Magical Papyri, 3590 akzeptierten, auf Schmidt, Zauberpapyri, Sp. 1178 zurückgehenden Weise als ag. hnti Twn.w „der Erste von Heliopolis“ gedeutet werden.
136 Fauth, Helios Megistos, 86 will wohl deshalb
in diesem Falle on pea als A bwandlung des semitischen Sonnengottnamens Sama verstehen, was auch bereits
Pagina 36
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)viel seltenere maskuline Pendant Simios vorliegt. Zu bedenken ware
das Element, das in kavren '*’, kevtev und kovrev offenbar
nur in
leichter lautlicher Variation erscheint. Ich würde zumindest erwägen,
ob darin das Partizip der semitischen Wurzel gny „schaffen“ steckt.
kavrevd u. Var. wäre dann wohl so etwas wie ein „Schöpfer-Gott“,
zum zweiten Element s. u.
_ Verkompliziert wird die Situation hier noch dadurch, daß auf den
Gemmen die sieben Namen eindeutig als Planetenbezeichnungen
verstanden sind. Auf der Gemme in Florenz sind sie jeweils kreisförmig um einen Stern geschrieben, zudem zeigt sie auf der Vorderseite
die typisch mithräische Szene der Stiertötung'””, auch der Löwe mit
der Biene im Mund, der auf der Rückseite erscheint, kann im Sinne
eines mithräischen Weihegrades gedeutet werden. Die Gemme Kassel
zeigt auf der Vorderseite den Sonnengott in seiner Quadriga, auf dem
Amulett in Wien sind die sieben Planeten ikonographisch eindeutig in
der Reihenfolge nach den Umlaufbahnen angebracht. Jedenfalls sollte
man im Lichte der Belege damit rechnen, daß es sich um eine im syrisch-kilikischen Raum entstandene Kombination handelt, die sprachlich gemischt aramäisch-griechisch ist.
Damit komme ich zum Kernpunkt meiner Untersuchung, nämlich
griechischen Namen und Wörtern. Der evidenteste Beleg für wenigstens dem Namen nach ganz griechische Götter ist wohl pMag. LL. 17,
18f., wo sich n-sew Ceov hele findet, letzteres mit dem antiken Sonnensymbol als Glosse versehen. Daß hier griechisches Ze} “Hate
„Zeus Helios“ vorliegt, bedarf wohl keines besonderen Nachweises.
°°
Ganz durchsichtig ist auch ôtookopos pMag. LL. vs. 15, 6, also einer
der Dioskuren. Mutmaßlich ist auch in 3rte[my] [aptleui pMag. LL.
10, 1 die griechische Göttin Artemis zu erkennen.'”
Von den Göttern kann man zu den bedeutenden Menschen übergehen. Verdächtig ist hier das Wort g‘s‘ntr“ kAoxacavtpa pMag. LL.
1,15 mit Variante gl-3 kÀo g3s‘ntr‘ pMag. LL. vs. 27, 6. Schon Griffith und Thompson haben erwogen, hierin die mythische Kassandra
Bonner, Note, 271 für das Wiener Stück vermutet hatte. Vgl. auch Merkelbach/
Totti, Abrasax 2, 66f. u.73.
137 Hieran anzuschließen ist auch das etwas verderbte g3nth° pMag. LL. vs. 27, 2,
da unmittelbar danach gyn-&3w gyry-&w folgt, was kevren «npiev entspricht.
138 Merkelbach, Mithras, 140 Anm. 25.
139 Für hele haben dies auch bereits Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus,
Pl. XVII in der Anmerkung zu Z. 19 erkannt. Von Johnson, in: Betz, Greek Magical Papyri, 223 sind beide Elemente in der hier vorgenommenen Art aufgefaßt
worden.
140 Erwogen bereits von Johnson, in: Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 212 Anm.
Pagina 37
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)zu erkennen.'*’ Da diese eine Wahrsagerin war und es in dem betreffenden Spruch um Divination geht, wäre eine solche Verbindung
sachlich plausibel.
Neben einer solchen mythischen Figur der Frühzeit gibt es eventuell
auch eine Persone aus einer rezenteren Periode. pMag. LL. 14, 8f.
erscheint die Folge 3ry‘n p3 nti Sy 3ry°n p3y in(?)-wéy 3ry3n nti n bnr, :
also „Arian, der groß ist, Arian, dieser Bringer des Heils(?)
*, Arian,
der drauBen ist.“ Hier diirfte ein griechischer Personenname, entweder
Areion oder Arianos, vorliegen, der jeweils mit einem ägyptischen
Epitheton versehen ist. Méglicherweise handelt es sich um einen vergöttlichten oder heroisierten Menschen. Es wire denkbar, daB eine
Verbindung zu einem 3ry3n (mit Fremdland-Determinativ) besteht, der
in emem unpublizierten Papyrus aus Tebtunis (pCarlsberg 79) erscheint und in einer Erzählung eine Rolle spielt, in welcher der Himmel beobachtet und u.a. daraus, daß Orion seine Bahn verlassen hat,
auf den Tod des Osiris geschlossen wird.'*
Neben den griechischen Götter- und Personennamen ist auch sonstige
griechische Sprache zu beachten. Bislang ist der große demotische
magische Papyrus bereits dafür bekannt, daß er einen vergleichsweise
hohen Anteil griechischer Fremdwörter hat.'* Die betreffenden Lexeme stehen in Text meist in den Handlungsanweisungen und sind
auch nach ihrer Handhabung vom Schreiber eindeutig als semantische
Informationsträger korrekt gehandhabt worden. Seltener sind dagegen
vorderhand griechische Sprachelemente in den Beschwörungsformeln
selbst. Ein spezifischer Fall betrifft eine Sequenz r-ph-3-b-3-5 apopo r-psewst-3-s ayevorag ep‘letsy’ eraAndero, „ohne Furcht,
ohne Lüge, in Wahrheit“ (pMag. LL. 2, 14). Die drei Wörter sind
jeweils mit dem Fremdland-Determinativ versehen, somit vom
Schreiber als fremde und mutmaßlich auch dezidiert als griechische
Wörter verstanden worden.'* Auffällig ist lediglich, daß er in diesem
Fall die Formel griechisch beläßt, während sonst im Text in vergleichbaren Situationen immer demotisch n mt.t m3“.t iw mn mt.tn Ce
n.im=w „in Wahrheit, wobei keine Lüge darin ist“ oder ähnlich verwendet wird.
141 Griffith’ Thompson, Demotic Magical Papyrus I, 23.
142 Sofern nicht tatsächlich kwéy „der Kleine“ zu lesen ist.
143 Für die Erlaubnis, auf diesen Text hinweisen zu können, danke ich Kim Ryholt
ganz herzlich.
144 Clarysse, Loan-Words, 9f.
145 Das Fremdlandzeichen dürfte pMag. LL 4,7 u. vs. 3 ‚
wynn „griechisch“ verwendet werden.
12 als Logogramm für
Pagina 38
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Ebenfalls mit dem Fremdland-Determinativ versehen ist m‘kh-°pnewm“ naxorvevune pMag. LL. 10, 16. Dies ist wohl als „Geist des
Kampfes“ zu verstehen.'*
Bislang noch wenig gesehen ist jedoch, daß sich tatsächlich etliche
weitere Lexeme griechischen Ursprunges in den Beschwörungsformeln finden.'* Sie sind lediglich einerseits in der Lautform mehr oder
weniger verzerrt, andererseits durchgängig und unabhängig von ihrer
realen Bedeutung mit dem Götterdeterminativ versehen. Offenbar hat
der Schreiber in ihnen nicht die semantische Bedeutung erkannt, die
sie ursprünglich einmal hatten, sondern sie als machtgeladene Lautfolgen, Namen von angerufenen Dämonen angesehen. Dies zeigt sich
auch daran, daß sie unabhängig von der Bedeutung fast immer das
demotische Götterdeterminativ erhalten.'*® Im Folgenden soll der
Versuch gemacht werden, die klareren Fälle darzustellen. Gleichzeitig
soll dabei ein Plädoyer dafür ausgesprochen werden, auch in den griechischsprachigen magischen Papyri verstärkt nach (möglicherweise
verzerrten) griechischen Sprachelementen unter den voces magicae zu
suchen. Bislang ist Preisendanz’ typographische Vorgabe (voces magicae in kleinerer Schrift und ohne Akzente und Spiritus) für das Verständnis der Forschung maBgeblich gewesen, wobei er gelegentlich
im Apparat schon mögliche Auflösungen in griechischer Sprache
anführt, teilweise auch solche älterer Forscher nicht akzeptiert.'* In
Zukunft dürfte hier noch einiges Betätigungsfeld für Gräzisten vorhanden sein.” Allerdings wird man dabei für eine angemessene Be146 So Johnson, in: Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 219 Anm. 326 und bereits
Leemans, Papyrus égyptien démotique, 29.
147 Bereits Leemans, Papyrus égyptien démotique, 17f. verweist auf eine Reihe von
Wôrtern (sowohl in den Handlungsanweisungen als auch in den Beschwörungen), von denen er angibt: „Il y en a plusieurs qui appartiennent évidemment à la
langue Grecque, ou qui sont formés d’aprés des mots connus, quoique ils ne
soient pas usités dans les auteurs Grecs“. S. 26-60 finden sich dann bei der
Detailbehandlung einige Ausdeutungen auch der in Rede stehenden Lexeme. In
der neueren Forschung ist diese Frage jedoch kaum aufgegriffen worden,
mutmaBlich, weil Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus sie nicht in
Angriff genommen, sondern fast alle voces magicae ungedeutet gelassen haben.
148 pMag. LL 27, 9 wird einem hieratisch geschriebenen Jaho das FremdlandDeterminativ gegeben.
149 Ein eklatanter Fall ist etwa PGM VII 556-558, wo die von Preisendanz in den
Apparat verbannten griechischen Deutungen von ev tw („im“), Aeye („sag!“)
und xoAov<pat> kaya („ich aber heiße“) mutmaßlich alle zutreffen, wie ich in
einem in Vorbereitung befindlichen Artikel zeigen werde. Auch PGM IV 594 ist
die Auffassung von eAovpe als oïAovpe „Kater“ im Zusammenhang (Anrufung
an den Sonnengott) evident richtig.
150 Auch um weitere Äußerungen zu provozieren, hier ein paar konkrete Vorschläge: PGM IV 2020 eita „darauf“, PGM IV 2618 ivôeoun lies Evö£onon „ich ha-
Pagina 39
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)wertung auch die Frage stellen müssen, inwieweit die aktuellen
Schreiber und Rezitatoren die oft gesuchten Epitheta überhaupt noch
bewußt als griechische Sprache wahrgenommen haben.'*!
Mehrfach im demotischen Text erscheinen Anrufungen an die Gottheit, die simple griechische Vokabeln, nämlich kbpros „Herr“ und
Beós „Gott“ enthalten. Der evidenteste Fall, der auch schon seit über
100 Jahren bekannt ist, betrifft pMag. LL. vs. 13, 6. Dort heißt es gyre
the?’ pysytw ek-3-ymy 3m. Der Anfang ist sicher der Vokativ kÓpie
6eé.'°? Problematischer ist-der Rest, der aber auch als griechische
Sprache zu deuten ist. Mein Vorschlag wäre motedw &yo ein
"Aödyı, insgesamt also „Herr Gott, ich glaube, ich bin Adam.“!? Zumindest gibt es dafür mit éyò [eliur 'Aöófy] PGM III 145f. eine gute
Parallele.
Eine ganz ähnliche Wendung wie dieses gyre the?’ ist gery-n-&w
Knptôev pMag. LL. 7, 28; gyry-ë3w pMag. LL. vs. 27, 2. Der erste
dieser Belege stammt aus der schon oben behandelten Gruppe von
sieben Namen, die mutmaBlich Planetenbezeichnungen aus dem syrisch-kilikischen Raum darstellen, im zweiten ist ein Teilbestand davon vorhanden. Obgleich hier kein aspirierter, sondern ein stimmhafbe Mangel“; PGM IV 2914 ppoopnéia. 8epSoyn Bopewvn lies wohl „Wache
haltende, wärmeaufnehmende, schwere Schmerzen verursachende (Bapod<dvu>vn); yoyyvAopuyxe PGM IV 2183 dürfte wohl „Rundnase“ sein (so
bereits Martin, in: Betz (Ed.), Greek Magical P apyri, 77 Anm. 2 70). Die Erkenntnis der griechischen Herkunft mancher „magischer“ Formeln hatte bereits
Preisendanz im Vorwort zum (nie erschienen) dritten Band der PGM, s. PGM
IP, XV Anm. 2 u. XVI Anm. 1 — leider ist davon nichts in den Editionstext der
zweiten Auflage eingeflossen.
151 Ein besonders schlagendes Beispiel soll das Problem verdeutlichen. PGM IV
1982f. erscheint die Folge aw Couyemxton, ebenso Lovgerinton PGM XIX a,
11f (so oder allenfalls Gouyemtxton nach freundlicher Kollation durch G.
Poethke zu lesen). Bislang hat man vorgeschlagen, im Element mat eine irrige
Wiedergabe des hebräischen Tetragramms 177 zu sehen (so Preisendanz im
Apparat). Tatsächlich handelt es sich aber um dasselbe Element, daB NH II 19,
If. als zoyx enmrron, NH II 18, 19 dagegen als oyx ernrrron belegt ist (jeweils in Verbindung mit ecencic „Wahrnehmung“) und inzwischen als Wiedergabe von oùx éxi xt6y „nicht in einem Zustand der Aufregung“ erkannt
wurde, s. Waldstein/ Wisse, Apocryphon 109. Allerdings ist, gerade angesichts
des Eindringens des zusätzlichen &, sehr unwahrscheinlich, daß dies den Nutzern
der Beschwörung noch klar war.
152 Pleyte, Mentions, 152.
153 Pleyte, Mentions, 152 schlägt dagegen mote efimr Adoyı vor und übersetzt „O
Divine faithful Lord, I cast out Adam.“ Dabei ist eËtmit ausgeschlossen
und beruht nur darauf, daß Pleyte irrig eks‘ymy statt ek-3-ymy liest, riote scheint mir
der demotischen Wiedergabe deutlich ferner zu stehen als das hier
vorgeschlagene nıotebo.
Pagina 40
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)ter VerschluBlaut vorliegt'”*, kann dies kaum etwas anderes als griechisch kÓpte Ge00 sein. Sofern man den Genitiv dabei ernst nimmt,
dürfte dies „Herr des Gottes“ bedeuten. Unabhängig von der syntaktischen Frage ist die Vokabelbedeutung dadurch praktisch gesichert,
daß pMag. LL. vs. 27, 3 direkt anschließend in ganz traditioneller
_ ägyptischer Orthographie Ari nèr steht, entweder als Apposition „Herr
Gott“ oder als direkte Annexion „Herr Gottes“ zu deuten. Um die
komplexe Interaktion von Griechisch und Agyptisch in diesem Text
zu demonstrieren, sei darauf hingewiesen, daß eben dieses ägyptische
hri ner anschließend nochmals in einer unetymologischen, an der
griechischen Wiedergabe orientierten S chreibung 3rynwte auftaucht;
als Variante hierzu gibt es pMag. LL. 1, 14 noch hrenwte, mit einer
durch kif Cf markierten Glosse apevoute. Ebenfalls leicht als Genitiv
des griechischen Götterwortes erkennbar ist thew Geov pMag. LL. 16,
1.2.
|
Sofern man es aufgrund dieser Belege akzeptiert, daß knpiöev auch in
pMag. LL. 7, 28 gleichartig zu analysieren ist, tut sich noch eine weitere Perspektive auf. Wie oben schon erwähnt, liegt an der betreffenden Stelle eine feste Abfolge von sieben Namen vor. Von ihnen sind
drei, nämlich kavtev, kevrev und kovrev oben als leichte Variationen von der semitischen Wurzel für „schaffen“ gedeutet worden. Als
zweites Element möchte ich in ihnen ungeachtet der fehlenden Aspirierung'” griechisches Oeoû „des Gottes“ verstehen, es wäre somit ein
„Schöpfer-Gott“ oder „Schöpfer Gottes“, je nachdem, ob man den
Genitiv ernst nimmt oder als Ersatz des Vokativs akzeptiert.
Heikel ist auch ein anderes Wort, das ich ebenfalls als Ableitung vom
griechischen Gotteswort verstehen möchte und das innerhalb einer
vierfach belegten Formel in drei recht verschiedenen Wiedergaben
- bezeugt ist, nämlich etsye Bie pMag. LL. 7, 6; etsy 25. pMag. LL. 16,
17 und yesy teot pMag. LL. 16, 21; 17, 25. In letzteren Formen ist das
auslautende e irrig an das folgende Wort angeschlossen worden, das
ursprünglich ägyptisches km3-t2 „Erdschöpfer“ darstellt, aber eben
durch diese Fehlsegmentierung für den Abschreiber nicht mehr sicher
analysierbar war (s.o.). Mein Vorschlag wäre, das scheinbare anlautende e bzw. ie noch zum vorherigen W
ort zu ziehen und als A usgangspunkt gr. ete „Göttlicher!“ anzusetzen. Zu vergleichen ist Ore
154 Wechsel zwischen stimmhaftem und aspiriertem VerschluBlaut 148t sich im
nächsten hier diskutierten Fall, bei dem edı und ee als direkte Varianten zueinander stehen, eindeutig absichern.
155 Sie tritt immerhin in g3nth“ pMag. LL. vs. 27, 2 auf, das angesichts des direkt
folgenden gyn-&3w gyry-&3w sicher als Variante zu kavrev zu bewerten ist.
Pagina 41
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)PGM VI 341, das ebenfalls keine vox magica, sondern einfach der
Vokativ „Göttlicher!“ sein wird.
Ebenfalls dieses Wort zu erkennen ist wohl in tsye Oraı pMag. LL.
10, 4. Direkt darauf folgen gite cAartan 3rkhe noxn (10, 4£.). Hierin
möchte ich den Imperativ xpéte „herrsche“ und das Substantivàpxh
„Herrschaft“! erkennen.
Eindeutig in der Identifizierung ist wieder mekyste neyıote pMag.
LL. 14, 8 (mit Fleisch-Determinativ), das den griechischen Superlativ
Léyiote „Größter“ darstellt!”’ und im Text als Epitheton des Anubis
verwendet wird. Auch das dem Anubis vorangehende m“stsynks
postıv& (pMag. LL. 14, 8; ebenfalls mit Fleisch-Determinativ) ist
eindeutig als gr. u&otıyE „Peitsche“ zu erkennen. '”
Als Götterepitheton ist auch h“ky? vaxie pMag. LL. 29, 10, Variante
h°ke vake pMag. LL. 7, 30 recht gut deutbar, nämlich gr. öyıe „Heiliger“.'”” Dagegen dürfte es zweifelhaft sein, ob man “ry“-tw-tw-w
opıorertov pMag. LL. 9, 32 als Textfehler für gr. &y16tat0v „des
Heiligsten“ erkennen darf, aber die Lautform an sich spricht doch für
einen griechischen Superlativ und der Lesefehler wäre in der Majuskelschrift gut möglich.
Ein anderes griechisches Epitheton könnte in ‘n‘ks‘y’br--ks avo&f.Bpo& pMag. LL. 14, 9 zu erkennen sein, nämlich &vaë
First“. Allerdings ist die Deutung des hinteren Teils unsicher.
Möglicherweise ist auch das Femininum des Wortes auszumachen,
jedenfalls kann man erwägen, “n‘sn avaoav pMag. LL. 29, 14 als
&vacoo „Fürstin“ zu verstehen.
Eine ganze Sequenz, die als Griechisch unter Einschluß semitischer
Götterbezeichungen zu verstehen ist, findet sich pMag. LL. 16, 1-3.
Dort heißt es im teilweise mit Varianten überlieferten Spruch b-3-th
BoB thew 6eov ye in we ovn!™ 3-n owv'™ yr ia w° ova pthkh rOax
el-3-e choo’ yth 108 e-3-n ewv peryph‘e Ropipan yew inov y-3
to ywe ıovn. Hier sind einerseits etliche leicht verschiedene Lautfol-
156 Ebenfalls &pxn, aber mit dem Bedeutungsansatz „Anfang“, erkennt Johnson, in
Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 212 Anm. 230.
157 So bereits Leemans, Papyrus égyptien démotique, 29.
158 So bereits von Leemans, Papyrus égyptien démotique, 29 erkannt und von Johnson, in: Betz (Ed.), Greek Magical Paypri, 218 Anm. 314 erwogen. Vgl. pao159
160
161
162
rıyE PGM XTXa, 10.
Zum beidemale vorausgehenden vooipa s.o.
So bereits Müller, Lehnwörter, 177.
Variante -e on.
Variante 3 Geo we.
163 Variante (mit kil &m“ „anderes Buch“ eingeführt) e[Aov, mit nfr sp 2 markiert.
Pagina 42
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)gen zu erkennen, die den hebräischen Gottesnamen wiedergeben'““,
ebenso ist eÀmpat eindeutig hebräisches „Gott“, allerdings eigentlich
im status constructus, der aber unabhängig von der sprachlichen Korrektheit in den magischen Texten häufiger als der status absolutus ist.
Ursprünglich ägyptisch ist nOax (s.o.). Den Rest würde ich als griechische Sprache verstehen, nämlich Border 8600 ınoun 6 dv iaova
pray evo 108 aidv ropipañ iov iw 1oon „Hilf, Gott (gr), Jahwe, der Seiende, Jawa, Ptah, Gott (hebr.), Jath, Aion’, Feuerleuchtender’, Jeu, Jo, Joue!“
|
Bislang habe ich hier vorrangig griechische Substantive behandelt, es
gibt aber mutmaBlich auch einschlägige Verbalformen.
Zuerst zu erwähnen ist epysghes pMag. LL. 28, 1, in dem man bereits
früher den gr. Imp. &rıox£g „halte stand!“ gesehen hat. Problematisch daran ist leider das nachfolgende emyme mit nachgetragenem m
über dem y.’® Verdächtig ist auch kB’w kakeov pMag. LL. 25, 4, in
dem ich xaAéo „ich rufe“ vermuten würde. Schließlich wäre kr trys
Kpatpic pMag. LL. 29, 14 zu betrachten. Mit einer kleinen Emendation wäre daraus kpotete „du bist stark“ zu gewinnen.
Neben diesen sozusagen isolierten griechischen Vokabeln gibt es
auch einige längere Folgen, die den Spezialisten für spätantike Magie
als sogenannte Logoi bekannt sind, die in vielen verschiedenen Texten immer wieder auftauchen. In ihnen ist von Fall zu Fall zu entscheiden, welche Sprachelemente das Hauptgewicht haben, jedenfalls
ist bei den entwickelteren Logoi normalerweise eine monolithische
Herleitung nicht möglich. Hier soll nur eine kleine Probe gegeben
werden, zumal für diese Elemente in besonderem Maße eine über die
demotischen Texte weit hinausgehende Aufnahme aller magischen
Papyri nötig wäre. Aus einer solchen typischen Formel, nämlich dem
164 Vgl. hierzu die recht ähnliche Stelle PGM IV 1564f., wo 100 1an twa ot 6 dv
belegt ist.
165 So bereits Leemans, Papyrus égyptien démotique, 30 und Müller, Lehnwörter,
177. Vgl. PGM VII 584, wo mutmaBlich 100 6 &<v> aidv wiederherzustellen
ist.
166 So bereits Leemans, Papyrus égyptien démotique, 30 und Müller, Lehnwörter,
177.
167 Müller, Lehnwörter, 178 deutet &rioyeg éxi pe „komm zu mir“. Das äg. im n=y
„komm zu mir“, als dessen griechische Version er den Text versteht, entspricht
allerdings tatsächlich in den PGM dem häufigen 8eôp6 pot (dazu Merkelbach,
Abrasax 4, S. 100
zu Z. 1171).
168 Das tatsächlich mit der Ausgabe von Griffith und Thompson so zu lesen ist,
nicht etwa mit Müller, Lehnwörter, 178 epymme, hat mir J. Dieleman freundlicherweise am Original überprüft — die Lesung ist deshalb leicht unsicher, weil
hier auch die (in der englischen Edition unterschlagene) Kolumnenbegrenzungslinie verläuft.
Pagina 43
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Maskelli-Logos, stammt hrekssygth-3 pn&ıx6w pMag. LL. vs. 15, 3,
das griechisch fn£ix0wv „Erdbodenspalter“ darstellt.'® Der immer
darauf folgende Ausdruck perygthe-3-n nopix8ov pMag. LL. vs. 15,
3 dürfte „Feuererdiger“ oder ähnlich bedeuten. Als nächster in der
Reihe folgt perypeg‘neks ropianyavvé pMag. LL. vs. 15, 3, das jedenfalls mit gr. mupianyyñ „Feuerquell“ zusammengesetzt ist, unabhängig davon, wie man das letzte Glied auffaßt — „Feuerquellstampfer“ wäre vielleicht die plausibelste Lösung.'”
Zu erwägen wäre, ob es eventuell auch Passagen gibt, die griechische
und ägyptische Sprache mischen. Verdächtig ist hier vor allem ‘rkhe
khem phe apxn xe pot pMag. LL. 17, 18. Eine mögliche Deutung
wäre àpxh hn p3y „Anfang in diesem“.'”' Sachlich wäre dies plausibel, da mit diesen Worten tatsächlich im Anschluß an die Handlungsanweisung die konkrete Rezitation eingeleitet wird.
Bereits früher als Kombination ägyptischer und griechischer Wörter
angesehen worden ist die Folge petery sp 2 p‘ter enphe sp 2 netepr
zatp evpe evpe B. pMag. LL. 5, 17 bzw. petery petery p‘ter enphe
enphe retepr nezept narnp evpe eve pMag. LL. 7, 13 bzw. petery
sp 2 netep. p‘ter emphe sp 2 eon pMag. LL. 17, 6 bzw. petery sp 2
rerepı emphe sp 2 eon pMag. LL. 17, 31. Das Wort notnp wirkt
sehr nach gr. natñp „Vater“, und eve bzw. eon ließe sich als äg. m
p.t „im Himmel“ verstehen, auch ist schon vorgeschlagen worden
rerepı als griechisches „Vater“ mit ägyptischem Suffix der 1. Sg. zu
analysieren.!”” Letzterer P unkt ist allerdings insofern problematisch,
als die ägyptische Sprache in der betreffenden Zeit normalerweise
keine Possessivsuffixe direkt an Substantive anfügt.
Als Testfall für die Vermischung ägyptischer, jüdischer und griechischer Elemente möchte ich eine Passage im Ganzen behandeln, auch
wenn noch nicht alles darin klar ist, nämlich pMag. LL. 7, 19-24,
einen Aufforderungsspruch zum Lampenorakel, der kurze Passagen in
demotischem Klartext mit vielen voces magicae verbindet. Diese seien zunächst durchgesprochen.
169 Bereits von Leemans, Papyrus égyptien démotique, 41 erkannt. Brashear, Greek
Magical Papyri, 3597 nennt neuere Literatur.
170 Vgl. Brashear, Greek Magical Papyri, 3597.
171 Johnson, in: Betz, Greek Magical Papyri, 223 versteht apxn bereits als „beginning“, 1a8t den Rest aber ungedeutet.
172 So insgesamt von Ritner, in: Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 203 Anm. 88
vorgeschlagen, gleichartig auch Gee, Structure, 209f. Deutung von zomp bereits bei Müller, Lehnwôrter, 177.
Pagina 44
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)ths Bec tnn-3-r envop (pMag. LL. 7, 20) ist nicht von der Kombination tev Onvop PGM IV 2764 zu trennen. Für den hinteren Teil, der
öfters für sich auftritt, ist die Deutung als hebräisch TR M „gib Licht“
anerkannt.'” Die Frage wäre vor allem, ob man im einleitenden Ges
eine Verschreibung für Oef „Gott“ sehen will.
_ sIgm-3 cokkpo und blkm-3 Bakkpa (pMag. LL. 7, 20f.) sind mir
noch unklar.
brk Bpax (pMag. LL. 7, 21) könnte hebr. pa „Blitz“ sein.'”*
nephr-3 veppo und b“-n-p3-R“ Bapxpe (pMag. LL. 7, 21) wurden
bereits oben als 4g. nfr-hr „schöngesichtig“ und b3 n p3-R“ „Seele des
Sonnengottes“ gedeutet.
Für bry‘s Bpiac käme gr. Bpı&g „du bist machtvoll“ in Frage.
sry-ner.w capivtep (pMag. LL. 7, 21) wurde bereits oben als äg. hriner.w „Oberhaupt der Götter“ betrachtet.
melykhryphs peAvypips (pMag. LL. 7, 21) ist mutmaßlich griechisch
zu deuten. Erster Bestandteil ist wohl péA1 „Honig“, der zweite bereitet in der vorliegenden Form Schwierigkeiten. Sofern man sich auf
Emendationen einläßt, wäre neiixpag „honigfarben“ wohl die einfachste Lösung.
Krnkn°nes hapyvavns (pMag. LL. 7, 22) erscheint ebenfalls als mutmaBlich griechisch. Denkbar wäre eine Verbindung mit Adpvaég „Kasten, Urne, Sarg“, vielleicht im Sinne desäg. Götterepithetons £b3.ti
„der zum Sarg gehörige“.'”
Potentiell könntein herephes vpvong pMag. LL. 7, 22 gr. edpupuñs
„breit gewachsen“ zu erkennen sein.
mephr-3 neppw (pMag. LL. 7, 22) ist oben bereits als Textfehler für
veppw, ag. nfr-hr „schöngesichtiger“ nachgewiesen worden.
phrg“ popya (pMag. LL. 7, 22) ist mir derzeit noch undurchsichtig.
" phekse pole (pMag. LL. 7, 22) ist nicht restlos klar, aber mutmaBlich
mit gr. pedvyo „fliehen“ zu verbinden.
ntsywp$y“ Sioveia (pMag. LL. 7, 22) wirkt auch griechisch, ist allerdings nicht sicher ableitbar. Denkbar wäre ein hypothetisches *ötöpıo, „zwei Schlangen habende“.
Bei m'rm‘reke kappapexe pMag. LL. 7, 23 kann man an gr. kappapoyn „Flackern, Glut“ denken.
In I-3-re grepsye haope xpripie pMag. LL. 7, 23 wäre für den hinteren Teil der Vokativ kpÓpte „Verborgener“ in Betracht zu ziehen.
173 SM, 151 zu Z. 32.
174 Eine Verbindung mit der Wurzel brk „segnen“ wäre ebenfalls nicht auszuschlieBen.
175 Belege dafür bei Leitz, Lexikon VII, 618.
Pagina 45
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Akzeptiert man dies, wäre fiir den vorderen Teil eine Emendation zu
éépate „Unsichtbarer“ zumindest erwägenswert.
Nimmt man diese Vorschläge zusammen, könnte man unter Einbeziehung der demotischen Passagen folgende Ubersetzung in Betracht
ziehen:
„Siehe die Schriften des Antreibens, ebenso, die du rezitieren sollst:
‘Gott, gib Licht! Oh Vater der Neheh- und Djet-Ewigkeit, oh Gott, der
über der ganzen Erde ist, Salkmo, Balkmo, Blitz, S chöngesichtiger,
Seele des Sonnengottes! Du bist mächtig, Oberhaupt der Götter, honigfarbener, zum Sarg Gehöriger, breit Gewachsener, Schöngesichtiger. Du bist mächtig, Phyrka, Phyxe, zwiegeschlängelte Glut, verborgener, unsichtbarer. Zeig mir die Antwort auf die Frage, deretwegen
ich hier bin! Möge man mir auf alles antworten, worüber ich hier und
heute frage, in Wahrheit, ohne Lüge!’“ (pMag. LL. 7, 19-24).
Auch wenn sicher nicht alle Probleme dieses Abschnittes restlos geklärt sind, scheint das bisher erzielte Ergebnis doch in sich plausibel
genug, daB man auf dem hier eingeschlagenen Weg weitergehen sollte, also konsequent nach ägyptischen, semitischen und vor allem griechischen Sprachelementen suchen, wobei auch die Annahme von
Schreibfehlern nicht gescheut werden darf. DaB angesichts des
schwankenden Fundaments dabei eine sehr behutsame Vorgehensweise und stete Absicherung am größeren Zusammenhang nötig ist, versteht sich von selbst.
Es wäre noch zu diskutieren, wo und unter welchen Umständen die
komplexe Sprachmischung, die hier fiir die voces magicae der spätdemotischen Papyri nachgewiesen wurde, entstanden sein kann. Einerseits wird man angesichts des doch beträchtlichen Anteils echtägyptischer Sprache kaum an eine Konzeption auBerhalb Agyptens
denken, andererseits war sicher ein nicht einfach ägyptisches Milieu —
grundlegend. Von den Lautformen der ägyptischen Wörter her wäre
prinzipiell eine eher nördliche Lokalisierung zu postulieren.
Die erheblichen jüdischen Elemente sind mit in Betracht zu ziehen.
Einerseits denkt man hier zuerst an die groBe jüdische Gemeinde in
Alexandria'”, andererseits gab es im ganzen Land Siedlungen mit
spürbarem jüdischen Bevölkerungsanteil. Speziell erwähnen sollte
man auch den jüdischen Tempel von Leontopolis’”’, der schon von
anderen als möglicher Ort jüdisch-ägyptischer Religionskontakte ausgemacht worden ist.'”
176 Zu ihr s. etwa Frazer, Alexandria I, 54-58; 83f.; 281-286; 687-716; Méléze
Modrzejewski, Jews; Haas, Alexandria, 91-127.
177 Zu ihm s, Wasserstein, Notes, 119-129; Méléze Modrzejewski, Jews, 121-133.
178 Jackson, Lion, 108-131.
Pagina 46
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Unsicher bleibt dabei, wieviel vom griechischen Gut durch die prinzipell griechischsprachige jüdische Bevölkerung Agyptens eingedrungen ist, allerdings sind einige Punkte, etwa die Anrufung des Zeus
Helios, doch eher in einem paganen Milieu denkbar.
SchlieBlich wäre, gerade im Sinne dieses Kolloquiums, über die Bedeutung der hier vorgeführten Befunde für ägyptisch-nichtsemitische
Sprachkontakte generell zu handeln. Einerseits handelt es sich um
einen absoluten Sonderfall. Im Allgemeinen wurden die hier behandelten griechischen Sprachelemente weniger als semantisch transparente Entitäten übernommen, sondern als wirksame Lautfolgen. Insofern kann man den Befund nicht direkt als Musterfall etwa für die
Aufnahme der griechischen L ehnwörter im späten Ägyptisch heranziehen. Allerdings scheint mir auf einer höheren Ebene doch eine
gewisse Parallelität gegeben zu sein, nämlich darin, daß hier das
Griechische als S prache eine Dominanz besitzt, während indigen ägyptische Sprache und Schrift sich demgegenüber nur in geringem
Umfang als Traditionsträger behaupten konnte. D.h. diejenige Situation, in der ein A gypter beim K ompilieren eines magischen Handbuches mehr auf griechische als auf ägyptischsprachige Vorlagen zurückgegriffen und dabei etliche Sprachelemente unübersetzt übernommen hat, entspricht gerade der kulturellen Übermacht des Griechischen als Sprachform schriftlicher Überlieferungen in der römischen Kaiserzeit, die auch zu einer so ungeheuren Aufnahme griechischer Lehnwörter in das Koptische geführt hat.'”
179 Die von Clarysse, in: Vleeming (Ed.), Aspects of Demotic Lexicography, 9-33
aufgeführten etwa 100 griechischen Lehnwörter im ptolemäerzeitlichen Demotisch würde ich als relativ realistisches Bild, nicht etwa mit Ray, How Demotic
als Ergebnis einer bewußten Ausfilterung ansehen. Erst in der schlechter dokumentierten Römerzeit haben sich die Verhältnisse substantiell geändert. Zur
Aufnahme der griechischen Lehnwörter s. Oreal, Contact linguistique.
Pagina 47
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Index der magischen Namen und verwandter Erscheinungen
Technische Vorbemerkungen: Um die Vergleichbarkeit mit Listen von voces magicae
aus griechischsprachigen Texten zu erleichtern, werden sämtliche einschlägigen Fälle
nach Maßgabe des griechischen Alphabets eingeordnet, auch solche, bei denen keine
griechischen Glossen vorhanden sind. Die aus dem Demotischen stammenden Zusatzzeichen sind nach Maßgabe des koptischen Alphabetes eingereiht worden. Bei Wörtern, deren Segmentation unsicher oder im Falle mehrfachen Vorkommens uneinheitlich ist, habe ich im Zweifelsfall die Belege unter beiden Möglichkeiten verbucht.
Parallelen aus der griechischsprachigen Magie sind notiert, ebenso in knapper Form
auch Angaben zur Etymologie, sofern mir diese ausreichend klar erschien.
“CtsyPwy
aotiever pMag. LL. 25, 4. Vgl. acoder Gemme Köln
28.
Bert
aßepaye vo
pMag. LL. 20, 18. Vgl. tar?
pMag. LL. 23, 17. In der Io Erbeth-Formel’™, außerdem
PGM LIX 6; vgl. auch PGM XXX VII 20f.
b3y
oft pMag. LL. 16, 12. Im Griechischen Text Schreibfeh-
3by3th
oßeıo pMag. LL. vs. 22, 13, by foBiz pMag. LL.7,
ler für „Seele“, s. bai.
3by3h-3
IE
3bInÄthn“lb‘
34,
pMag. LL. 19, 39. Ob hebr. „Vater Jaho“?
ofÀa pMag. LL. 7, 33. Vgl. die Deutungen von ablanathanalba.
ofAavabavaaBa, pMag LL. 1,16; 3bln{“th] nlb:
oBAvadavalkBa pMag. LL. vs. 22, 13; 3bl‘n“th*nlb°
pMag. LL. vs. 27, 8. Vgl. oBAavaBovaABa PGM Ill,
63f.. 79. 150. 341. 362. 442. 448. 710; IV 363. 981.
3030; V 63. 142. 476; VIT 311. 647; VIII 61; XIc 9; XI
63. 112. 157. 183; XVIla, Schema; XVIIc, 1; XXXV
23; XXXVI 43. 1 90 (verderbt). 227; X LHI, 1; LIX 2;
LXXI 4; SM 9, 1; 10, 1; 18, 20; 20, 2; 21, 3; 42, 57; 67,
1; Kot. 7, 3, 15, 1 (entst.); 17, 3f. (entst.); 29, 4; 32.
14f.; 38, 4; 39, 7£.; 48, 4; 57, 4. Auch auf Gemmen.
MutmaBlich hebräisch, vgl. Brashear, Greek Magical
Papyri, 3577.
3br‘sks
pMag. LL. 13, 27 (Abrasax); ‘br‘-sti-‘ks oBpacot
pMag. LL. 23, 24 (hieratisch); 3br‘s‘ks pMag. LL. vs.
12, 8. Vgl. oBpaoaë PGM II 154f; HI 150. 213. 3259;
V 367£; VII 221. 649; VIII 49; IX 8; X 41; XII 205.
180 Zu den Belegen in den PGM und der Pistis Sophia sowie zur Deutung s. auch
den eher problematischen Vorschlag von Tardieu, Aberamenth5. Zu beachten ist
die abweichende Version oBepav veuve 0000 PGM XXXVIIL, 20f.
Pagina 48
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)206. 269; XIII 84; XIXa, 31. 43. 47, XXVHla, 2;
XXXIla, 6, XXXVI 42. 350; LIX 4; LXI 33. 54;
LXVIN 7; LXIX 1. 2; LX XIX 2; LXXXI 4; SM 13, 1. 2.
3. 16; 45, 42; 46, 16 = 47, 15; 49 35; 50, 40; 57, 20. 40;
58, 4; 63, 7; 89, 24. 29; Kot. 11, 9f.; 32, 16; 33, 20. 24;
“br*-hme
38, 3; 62, 13. Häufig auf Gemmen. Vgl. Brashear, Greek
Magical Papyri, 3577.
oBpaxop pMag. LL. 8, 8; ofpoxou qunv.] xv}
pLeiden I 384 *I, 16f.. Der hebr. Patriarch Abraham.
Vel. etwa PGMI 219; V 481; VII 315; XII 287 (oßpeav); XII 817. XXIIb, 6; XXXV, 14; XXXVI 311; SM
2, 6; 19, 10£.;-88, 11; Kot. 59, 6.
3brytsy
Ingelws
rel
ofp pMag. LL. 14, 26.
pLouvre E 3229 vs. 4. Gr. &yyeAog „Bote, Engel“.
ni aödomA pMag. LL. 7, 24. Vgl. adapnd Gemme Delatte/ Derchain 362; PN°DTN Naveh/ Shaked A 26, 7?
Oder Fehler für aZonÀ PGM XXXVI 174; XLV 7. 14?
adavon
pMag. LL. vs. 15, 6.; Hebräischer Gottesname „der
Herr“. S. auch unter atmve. Vgl. PGM III 146. 220.
533. 653; IV 92. 389. 1485. 1539. 1555. 1560. 1567.
ae va,
3 thrwph pt“thn‘g
3thr-3-er
3thr-3-y
„1735. 1940f. 2771; V 128. 480; VII 220. 311. 596. 626.
649. 751; VII 61. 96. 102; X 7. 48; XII 54. 63. 74. 89.
92. 166. 264; XIII 80. 147. 454. 592; XXlla, 15; XXVIIla, 2; XXXIla, 6.; XXXV 21f. XXXVI 42. 203. 350;
XLII, 12 XLV 5; LIX 4; LXI 22. 38; LXVIII 14£; P 2,
4; SM 10, 1; 46, 16 = 47, 15; 50, 36. 40; 51, 3; 64, 2; 91,
4; Kot. 2, 1; 12, 15; 23, 3; 29, 2; 32, 14; 38, 1; 41, 42;
57, 4; 58, 2; 60, 2.
pMag. LL. 23, 17. In der lo Erbeth-Formel. Vgl. PGM I
294; IV 196; LIX 7.
o.8p0v » zaraBvax pLeiden 1384 IV, 17.
a@ponp pLeiden I 384 II, 26. Ob ag. Hwt-Hr wrt
„Hathor, die GroBe“?
«pol pLeiden 1384 II, 26.
e e-"3-th
ax ou 08 pMag. LL. 10, 5.''
“gin gwp
axavoxour pMag. LL. 23, 28. Ob Fehler für anak
Anoup „ich bin Anubis“?
krwr-3b-3-re
axpovpoBope pMag. LL. 7, 26. Griech. &xpovpopépy
„Schwanzspitzenverschlinger“. In der HesemigaddonFormel, s. dort.
181 Bei Griffith/ Thompson, Demotic Magical Papyrus, T. X ist a at o@ angegeben,
ein Blick auf Leemans, Papyrus égyptien démotique lehrt aber, daß tatsächlich
in Übereinstimmung mit der demotischen Lautform auch vorne ar steht, wobei
das 1 sich direkt unter dem Abstrich vom Gôtterdeterminativ der darüber befindlichen Zeile befindet und deshalb wohl in der englischen Edition Gbersehen
worden ist.
Pagina 49
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)CK TOL
pMag. LL. 23, 16. Vgl. PGM 1 239; IV 2473. 2484.
2601. 2749. 2913; axbwopr PGM VII 317; axtıop
‘ Gemme BM EA 56293 (Michel Nr. 251, S. 154f.). Ob.
gr. "arg „strahläugig“.
axgA pMag. LL. 25, 34. Vgl. tattaxivéoKoA PGM
X11 985.
Ib
bl
oAoßorxoßnA pLouvre E 3229 6, 10. Vgl. unter aAßevorxanßpn.
3lb“n‘gh“mbre
oAßervoxanßpn pLeiden I 384 IE, 25 (= PGM XII 471).
Vgl. caABavofyauBpy] PGM III 474; kaaßavaxonßpn
PGM IV 340; s. auch Baxxaßpn PGMI 36. kaußpn
youBpn PGM 1237.; vgl. auch oBAovabo PGM XXIII,
7; aßpoßaoo Boxaufnx Gemme Skoluta 50; Bokoyßırg Gemme BM EA 56487; oABovaxofpn Gemme
BM EA 56285 (Michel Nr. 6 S. 4); codfpavalyopBpn
Gemme BM EA 35434 (Michel Nr. 102, S. 66f.); caABavaxouBpn PGM VIII 83f. 102; Gemme BM EA
56512 (Michel Nr. 149 S. 96). Bislang gedeutet als
aramäisch-äg. galb ‘nh n p3 R“ „lebendes Herz des
Re“'® s, Michel, Gemmen BM, 316 (PGM VII 668f.
steht aber einfach gr. ëvkópöte!) bzw. hebräisch 13291
(„Der Mond) + TAN (,,Sonne“)'® + ag. Re;'™* bzw.
Anagrammbildung aus Bo Zouov “Ay Pfj „Herr des
Himmels, Glanz-Re“.'#
3lyps
Ighh
pLouvre E 3229 6, 8.
pMag. LL. 15,30; gr. [oAlxas pMag. LL. 15, 27. Gemeint ist der ägyptische Ort k-hh (heilige Stätte bei
Abydos), der pMag. LL. 1, 6; 9, 15; 9, 23 u. 19, 2 ety3lw3p-3-khry
mologisch korrekt geschrieben wird.
aAovaroxpı pMag. LL. 16, 21; auch in thmyl3 3lwip-3
khry OuAuodoverzoxpi pMag. LL. 17,25f.; vgl. auch
m
mm3rkr
3m
hr n p.t
3me|s]-9-tsye r
mr-"3-ks
gthwb‘sthwry thmyl“T-3 webov Boca GovpiOptAcof.Jo pMag. LL. 16, 17 mit anderer Segmentierung.
og pMag. LL. 9,6. |
ouonaprop pMag. LL. 29, 9. Vgl. opoppoppoap PGM
IV 2413; opopo Hogt PGM VII 446.
apowpp pMag. LL. 9, 6.
ape © @ 1..p pLeiden I 384 II, 25.
apfipoé pMag. LL. 14, 9. Nachhall-Variante zum vorangehenden ovolí.Bpol.
182 So Thompson in: Bell et al, Magical Texts, 15 (unter Verwendung eines Vorschlages von Griffith).
183 Eigentlich „Hitze, Glut*, aber in poetischen Texten übertragen von der Sonne
gebraucht.
184 So Dölger, Sol Salutis, 361, erwähnt bei Martinez, P. Michigan XVI, 108f.
185 Fauth, Helios Megistos, 38.
Pagina 50
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)ouv 1 pMag. LL. 2, 10. Ob Textfchler für äg. im n3=y
opov vn „komm zu mir? Vgl. ogovv @ nt PGM I
144; ayıovv ner PGM IV 928; XII 344.
3mph-3w
aupoov pMag. LL. 9, 14. Ob äg. m p3 hrw „am Tage“?
Johnson, in: Betz, Greek Magical Papyri, 210 Anm. 202
denkt an 3 m p.wt „Großer in den Himmein“, aber das
sollte *opanov o.ä. ergeben.
m-3
oy pMag. LL. 16, 16. Ob Fehler für 4g. opov
„komm!“? Vgl. ao PGM VI 751.
œuovv pMag. LL. 23, 24 (hieratisch). Der ägyptische
Imn
Gott Amun, noch in traditioneller Orthographie.
“mpthw
aux0o pMag.'LL. 29, 9. Ob ag. m p3 #3 „in der Erde“?
3mp..3?
of...] pMag. LL. vs. 22, 10.
in
3nkth-3-m
av pMag. LL. 16, 20; 17, 25.
avaxdou pMag. LL. 14, 13. Vielleicht ägyptisch „ich
RSR
bin Thom“; s. unter Bop.
avacav pMag. LL. 29, 14. Vel. &vocoa „Herrscherin“
PGM IV 2355. 2567. 2617. 2929; Kot. 61, 17f.
nks'y'br-3-ks
avoë] Bpoë pMag. LL. 14, 9. Ob mit gr. val „Fürst“?
Vgl. avoéifon PGM VII 568; avast PGM I 284; TH 68.
219. 565; IV 196; XII 292.
r{nlep-3
3nyel
avefxlo pMag. LL. 10, 30 = 27, 8. Wohl ägyptisch Inp 3
„Anubis, der Große“.
avinà pMag. LL. 17, 7. 32; avind pMag. LL. 7, 13 (als
Nachtrag über BonA). Jüdischer Engelname. Vgl. 28719
“nwg
Naveh/ Shaked G 11 1, 19.
avovk pMag. LL. 20, 29.
jn-t3-rg-B-r
pMag. LL. vs. 12, 10. Nachhall des vorangehenden
3p-S-psy ~
„Pantokrator“.
ane wi pLeiden I 384 IV, 17; 3ps...s «no. w pLeiden I
" &phnw
384 IX, 10. In Io Erbeth-Formel.
apagvov pMag. LL. 29, 15. Ob äg. iri-3 p3 nn.w „Türhüter des Nun“?
3rbnth{°
pMag. LL. vs. 12, 10f.
3rbeth
apBn6 pMag. LL. 16, 12; 3rbth apBn® pMag. LL. 18, 4;
auch in 3rbethb3y nwtsy apBn0 Baïvovubt pMag. LL. 17,
11 (vel. unter bainuthi). Vgl. apBy8 PGM VI 35;
BopBnB IV 677; sonst im gr. epBn6 PGM IV 2213 u.
2225. Johnson, in: Betz, Greek Magical Papyri, 224
Anm. 390 versteht „Horus der Falke“; ebenso bereits
hrenwte
Müller, Lehnwörter, 178.
opevovte pMag. LL. 1, 14. Vgl. 3rynwte vs. 27, 3.
Angesichts des vorangehenden Ari nér in vs. 27, 3 wohl
als dessen unetymologische Wiedergabe zu verstehen.
186 Hierzu Quack, Kontinuität, 90 Anm. 79.
Pagina 51
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)‘re-3-b°sgr"
apeoßocarypa pMag. LL. vs. 15, 4. Vgl. unter opovBa-
Gapya.
3ryimwsy
aptapoven pMag. LL. vs. 16, 2. Möglicherweise Textiry*n
fehler für apocyimat, das PGM I 154; III 583; IV 988f.
1000. 1049. 1076. 1556; XII 92; XIII 626. 926; wohl
auch apoogiæ PGM XIXa, 7. 31 belegt ist. Dieses ist
wohl fg. Hr.w-#3-msy.t „Horus, der zuerst geboren
wurde“,
pMag. LL. 14, 8 bis; 3ry3n pMag. LL. 14, 8. Der griechische Personenname Areion (oder Arrianos?), jeweils mit
ägypt. Epitheta versehen.
€,ryAe
r:iry Kg S3y
Irynwte
Fy-tw-tw-w
apLiBcve
op{t}ava pMag. LL. 8, 6.
apt korvet pMag. LL. 7, 29.
pMag. LL. vs. 27, 3. Vgl. hrenwte apevovte pMag. LL.
1, 14. Zusammensetzung mit „Gott“ als zweitem Element; erstes Element mutmaBlich Ari „Oberhaupt“.
apıorartov pMag. LL. 9, 32. Ob Textfehler für gr. ywótarog ,,Heiligster“?
pMag. LL. 5, 20; 3rmy-3-wth oppwoovd pMag. LL. 16,
10; 3rmy-3-wg appoovt pMag. LL. vs. 16, 1; kit ém°
app1008 pMag. LL. vs. 16, 1; vgl. gry3mwsy apıajLovan
pMag. LL. vs. 16, 2; appeovd pMag. LL. vs. 31, 2 (als
Variante zu ootueovt).!*” Wechselt mit sisihoth u.ä.
ir p3y hpe
3rpythn3pyr“
Tp-"3-n khnwph
Vgl. auch apownd PGM IV 1635.
aprı [Jax pMag. LL. 7, 33; geschrieben wie „was diese
Formel betrifft“ und vielleicht auch so zu interpretieren.
pMag. LL. 27, 20f.
opxov xvove pMag. LL. 16, 6. In der Harponchnuphi-
Formel. Vgl. apxovyvovgi u.ä. in der gleichnamigen
Formel PGM 1 27f. 236f.; II 158; III 435f. 560-562;
2199-2203; 2433; VII 590a 1023-1025; XXXVI 219f.;
Gemme BM EA 56257 (Michel Nr. 1 20, S. 7 8f.; neuzeitlich!); EA 56449 (Michel Nr. 181, S. 115f.). Wohl
ägyptisch Hr p3 iwn n knm.t „Horus, der Pfeiler von
Kenmet.“'®
Twns“lb‘
apotapha pMag. LL. 16, 8; apeoBaxaypo pMag. LL.
vs. 15, 4; apeoBaoox{pol pBM 10808 I, 7. Vgl. apoveLappa PGM 128; 238; IV 2200. Das Wort erscheint in
der Harponchnuphi- und Maskelli-Formel und dürfte
Variante zum dort ebenfalls belegten opeoBaZoype: sein.
Vgl. opte Laypa PGM IN 547 (in Maskelli-Formel);
187 Belege in den PGM und der Pistis Sophia sowie Deutungsversuch bei Quack,
Dekane, 117£.; zusätzlich PGM VII 361; wohl auch gopteuoo8 PGM VII 506;
opdie PGM VII 447; yop PGM XII 341.
188 So Meeks, Harponknuphi. Andere Vorschläge Hr p3 ‘nh nfr Müller, Lehnwörter,
178; ebenso Vergote nach Delatte/ Derchain, Intailles magiques, 106 Anm. 9.
Pagina 52
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)3rsyng ghl°
Irtm-3
3rte[my]
477
apovakap Ba PGM I 28.
opoivya xAa pMag. LL, 27, 5; 3rs° n gTbel pMag. LL.
vs. 27, 5 (als Variante zum Vorherigen).
optopo pMag. LL. 14, 3. 4.
fapckui pMag. LL. 10, 1. Griechisch „Artemis“. Vgl.
PGM Ill 434; IV 2523, 2720£. 2816; Kot. 33, 13; Gemme BM EA 56040 (Michel Nr. 3, 8. 2£.).
iri wy
3rkhe
“rkhe khem phe
apovei pMag. LL. 10, 30 = 27, 9.
npxn pMag. LL. 10, 5. Nach Maßgabe des demotischen
Textes ist apyn zu lesen, griechisch „Anfang“,
apın xe por pMag. LL. 17, 18. Eventuell gemischt
griechisch-ägyptisch &pyñ hn p3y „Anfang in diesem“.
Tkhnwtsy
apyvovtcet pMag. LL. 29, 8. Wohl in appvovtoet zu
korrigieren, ägyptisch Hr-p3-nér „Horus der Gott“.
3t°m
pMag. LL. vs. 13, 6. Der Urmensch Adam,
13-n3.W
atove pMag. LL. 10, 4; “t3-n3.w atove pMag. LL. 29,
10. Als Bestandteil in my r“n-B-n3.w Lopapo pMag.
LL. vs. 22, 13; verderbt in i3-‘n-n3.w vaa ve pMag. LL.
“twgy
sw
wh-3
iwi hw
iwi ht
web-3-th ybthb yth-3bev
h-3
3pthe
“ 3ph-9-e
Kkh’kh“ nbw
25, 35. Vgl. abovo.
vroßeowv pMag. LL. 5, 22. s. unter kabaon.
pMag. LL. 18, 13.
avvo pMag. LL. 7, 33.
avo pMag. LL. 8, 5. Geschrieben wie „es kommt Hu“,
wohl auch so zu interpretieren.
av pMag. LL. 8, 5 Geschrieben wie „es kommt der
Anfang“, vielleicht auch so zu interpretieren.
avepotiofabefa debra pMag. LL. 29, 18 (bei Bron
über n noch e als Glosse). Palindrom.
av pMag. LL. 29, 10. Wohl Verkürzung von iva, s.
dort.
.
a6 pMag. LL. 7, 24.
open pMag. LL. 28, 8; pMag. LL. vs. 26, 4; apoe
pMag. LL. vs. 26, 9.
axoxovBov pMag. LL. 7, 6; auch in KAS gh kh'n
gr'bwns“ nwny ayoyopyav xpaßovviavouvi pMag.
LL. 16, 16f.; vgl. bwns‘-nw Bovlavav pMag. LL. 16,
20. Vgl. etwa ayayay PGM IV 240; axxax SM 42,
48.5
GYPELATO
pMag. LL. 7, 17; 3khrem-p3-8 axpenat@ pMag. LL. 17,
9. Wohl Fehler für (a)kempto „Erderschaffer“. Vgl.
oxpeip8o PGM IV 2029.
khkhw
oyxov pMag. LL. 7,7. Vgl. axxap PGM IV 239. 1385;
189 Zu ähnlichen Bildungen s. auch die abwegige Etymologie von Fauth, Helios
Megistos, 89.
Pagina 53
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)th n hr rhwe
Joachim Friedrich Quack
pMag. LL. 18, 11. „Sistrumspieler am Abend“.
ap pMag. LL. 9, 5. Agyptisch 34 „wirkmächtiger“;
ägyptische Form noch historisch korrekt geschrieben.
b3bel
Bofina pMag. LL. 5, 9. Vel. porpnA PGM IV 1010;
BeABoAı PGM XIII 75; PNIL Naveh/ Shaked A 22, 6.
Mutmaßlich jüdischer Engelname oder Verzerrung
davon.
bly
oft pMag. LL. 16, 12. Lies Bat, ägyptisch 53 „Seele“;
auch in 3rbethb3y nwtsy apBn@ Baivousı pMag. LL. 17,
11; bewtsy BonovOt pMag. LL. 16, 14. bynwisy-3
Baivovéiw 18, 5. Dort ägyptisch b3 ner 3; Bow vov8un
„Seele des großen Gottes“, teilweise mit Schreibfehlern
überliefert. Vgl. vovsı PGM IV 2017; VII 341; vové
PGM XII 81; LXI 20.
by-sriw-by
pMag. LL. 10, 28 = 27, 5. Vgl. eventuell BaicoApou
PGM IV 1668; XXXVIII 24; Gemme Philipp Nr. 83;'”
s. aber auch unter #lby.
bkksykhekh
Baxo£tyuy pMag. LL. 8, 10. Häufig in den PGM. Wohl
ägyptisch b3-kklw s3 kk.w „Seele der Finsternis, Sohn
des Finsternis-Urgottes“. Vgl. PGM 1 241; V 11; IX 3;
X 42-49; SM 44, 15. Häufig auf Gemmen.
bT
fe
pMag. LL. 19, 22
y y À blbel
et eı n Boo pMag. LL. 29, 10. Vgl. unter BoßnA.
BoAßox pMag. LL. 7, 33. Wie „Auge des Dieners“
geschrieben, aber vielleicht eher „Rabenauge“ gemeint.
Bouc p Mag. LL. 7,21; vgl. b3lkh°m pMag. LL. vs.
bI-n-b3k
b'lkm-3
27,7.
b‘Imenthre
Borrnevöpn pMag. LL. 16, 7. Vgl. Bol uroBpnv PGM
TV 1624, Bad pivepn PGM IV 1633, verderbt zu Aaapnevöpn PGM IIE 132, jeweils in derselben längeren
Formel wie im demotischen Text. Semitisch-ägyptisch
B'l-mnë.w-R°.w Baal-Month-Re.'°'
bels
Baka pLouvre E 3229 6, 10. Vgl. BuAooyıng PGM IV
ER
b’Ikhm
pMag. LL. 21, 30. Vgl. Borxo.
pMag. LL. 28, 3; b3lkh°n pMag. LL. vs. 27, 7. Vgl.
<n-p3-K°
BoAxan PGM XII 151.
Boyınpe pMag. LL. 7, 21. Agyptisch b3 n p3-r‘ „Seele
des Re“?
1019; XII 4947
b3-m3l
b’pth-3
pMag. LL. 5, 9. Agyptisch „Seele-Löwe“.
pMag. LL. 28, 3. Eventuell ägyptisch b3-Pth „Seele des
Ptah“.
190 Vgl. auch Fauth, Helios Megistos, 71 Anm. 215.
191 Vgl. Quack, Königsweihe, 95 Anm. 2.
Pagina 54
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)b’rb‘rethw
popoBopadou
pMag.
LL.
16,
6.
Variante
479
zu
(Brapfoërac etc.'%, vgl. etwa Bopapibo: PGM IV 362;
cafappapBatuee PGM IV 1241; poppapave PGM V
481; BopBopat Pappapawd PGM IV 1008f.
b’res%k
Bopepork pMag. LL. 13, 5.
Boplov Boußapfav vapLaLovgav Paplofovtae
XIV a 4). Eventuell iranisch *bfa)rza „hoch“ als
pMag. LL. 14, 12f. (in griech. Beschwörung = PGM
Mithras-Apellativam’™”, val. PGM IV 2919. 2936,
bryKSft Sy
Bapıkarzeı pMag. LL. 7, 29, vgl. apuxatet.
b‘s‘e th-3-ry
Basa zBopı pMag. LL. 7, 7; auch in gthwb's‘thwry
thmyl“1-3 kebov Base. Bovpi8uuAaoï.ko pMag. LL. 16,
y-3b3s3wmpth-3
17; Vel. Bocapa SM 42, 33.
1mBacaovuräo pMag. LL. vs. 24, 6; auch in 1
Bacaovuntoypeprehovzop pMag. LL. vs. 24, 8. Ob
hebr.-äg. „im Namen der Erde“. Vgl. Basaou PGM
LVIII 26. 29
b3swkh'm
Bacovyou pMag. LL. 16, 16; vgl. Baxaxay SM 42,
b3s...swm
11.
‘
Bao.ou pLeiden I 384 I, 10. Vgl. Bacon PGM IV
1377; LVII 35; LXX 3; SM 57, 23. 30; 87, 10; Gemme
Delatte/ Derchain 139 Boouu PGM XIII 593; Becoovp
PGM XII 289; Boonup PGM XII 147. 454; hebr. WA
„im Namen“.
°*
ETAT. ]-<e.t
r-3-th-3 bwb-3
BarA[..IpLouvre E 3229 2, 7.
op6e Bove pMag. LL. 7, 25; [opéæBovBo pBM
10588 rt. 2, 7. Im Hesemigadon-Logos, s. dort. Vgl.
BoavBo PGM IV 1257. 2202. 2715; VII 886. SM 57, 1.
Gr. Göttin.
b3-3-th
b3h.[.]
b‘hne
~ y-3-beth
bel-k$
b3-b3.w
Baod pMag. LL. 5, 9.
pLouvre E 3229 2, 6.
pMag. LL. 19, 34.
vo Bnd pLeiden 1 384 IV, 17. Vgl. Erbeth.
pMag. LL. 13, 5, mit hieratischem „Kusch“; geschrieben
wie „kuschitisches Auge“
pMag. LL. 6, 26; 27, 6; by-by.w pLouvre E 3229 2, 16.
17; bybyw pMag. LL. 8, 6; 28,2; bybyw BiBrov pMag.
LL. 29, 6. Agyptisch b3 b3.w „Seele der Seelen“; vgl.
BrBrov PGM 1 239f; V 484; XII 81; XIII 325f. 806;
XIXa, 2.5 Auf Gemmen s. Michel, Gemmen BM, S.
315 zu Nr. 522 (dort BiBrov Pibiov oon opn); [ochen
oct ocgn
192
193
194
195
foecgn toeg Tocqn BIBIOY BIBIOY
Belege und Deutung bei Fauth, Arbath Jao.
Vgl. Fauth, Helios Megistos, 18.
Fauth, Arbath Jao, 70; Fauth, Helios Megistos, 102.
Assmann, Lieder, 78-80; Fauth, Helios Megistos, 46f. S. auch Philonenko,
Prière.
Pagina 55
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)bygt
r:msi bynwy
byr‘
pLouvre E 3229 2, 16 als Variante zu bibiou.
Bur pMag. LL. 11, 13.
byryb3j
pMag. LL. 18, 8; byrb3t BipBat pMag. LL. vs. 16, 2.
sısıoy Michigan Ms 136, Z. 150f.
°°
pMag. LL. 28, 3, ag. „den Binui geboren hat“.
Bipa [Bar pMag. LL. 25, 34; byr'g“thf Bipaxa bat
pMag. LL. 26, 10; byr‘gethf Bıpa. kebor pMag. LL. 26,
2.
by-h°
Vgl. Buppra PGM VII 394.
\
pLouvre E 3229 2, 15; by-h[.]Louvre E 3229 2, 18.
bl khinspl“
BAoxavoria pMag.
b-9-el
PAnOoppoyad PGM I 204.
Bond pMag. LL. 7, 8; b-3-el Bon). pMag. LL. 17, 1. 27;
b-3-el Bam) pMag. LL. 17, 7; pMag. LL. 17, 10 (bis);
LL.
16,
5f.
Vgl.
eventuell
pMag. LL. 17, 11 (bis). 32; pMag. LL. 18, 3 (bis); b-3el Bond pMag. LL. 18, 4; auch bwi3y Bound 5, 11; auch
in pe-bwni sp 2 naBonAfoni pMag. LL. 5, 19; p3y-i
bwnl Bond avenA pMag. LL. 7, 14; b-3-el Bana pMag.
LL. 16, 12. 13. 14; b-G-el 18, 5; b-3-el vs. 27, 6; in
bwel Bound pMag. LL. 5, 11; ist o aus © korrigiert oder
umgekehrt.; redupliziert [b-3-]/-bwel BoABour{A] pMag.
LL. 1,15; b-3-Ibwel BoAßonA pMag. LL. 5, 11; b-9-Ib3-el pMag. LL. vs. 27, 5. Vgl. Bound PGM IV 972.
1030. Jüdischer Engelname.
y-3-b-3-Igh-3-seth
pLeiden I 384 IV, 8 Glosse BoA 0 6.0; y-3-b-3-Igh-3seth wo Bodyoon® pLeiden I 384 IV, 18; BoAxoone
pMag. LL. 23, 15; BoAxoond pLeiden I 384 IV, 22; y-3b-3lgh-3-seth Y...Jon® pLeiden I 384 II, 9. Im loErbeth-Logos, vgl. PGM IV 224f. 2025f XII 372;
XIXa, 7; Bohxoln SM 42, 46.
b-3-rylmm°y
bwns-nw
BoprAcyyicer pMag. LL. 14, 7.
Bovlavav pMag. LL. 16, 20; bwns‘-nw Bovfavan
pMag. LL. 17, 25.
br‘g
Bpory pLeiden 1 384 IV, 15; br Bpax pMag. LL. 7, 21.
br‘gh
Vgl. Bpax PGM XXXVI 28-33.
Bpax pLeiden I 384 IV, 15. Vgl. Bpa& SM 97, 9; Bpwy
Gemme Delatte/ Derchain 421. Ob. hebr. 7712 „Blitz“?
brysth“
bhrenth e gh bispheth-‘3-y
bry's
brymb3ynwy-3
pMag. LL. 19, 17.
Bpe1.5 01 x Bacpv.w 1 pLeiden 1384 IV, 16.
Bpras pMag. LL. 7, 21; brysr3 pMag. LL. 19, 17. Ob
gr. Bots „du bist stark"?
BoyBalvoviad pMag. LL. 16, 9. Erster Teil Brimo (gr.
Bout „die Schreckliche“, Epithet der Hekate u. Persephone), vgl. PGM IV 2270. 2291. 2611. 2964; VII 692;
196 Worrell, Coptic Texts, 24 u. 34.
Pagina 56
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)LXX 20; SM 57, 1; Gemme Philipp 138. Hinterer Teil
verderbt für Beivoveie „Seele des großen Gottes“, s.
dort. Vgl. auch Boy SM 45, 4.
brynt‘ten-3-phry
bryn sk(?)3imn*
Bprvrarnveerp. pMag. LL. 16, 7. Im ArponkhouphiLogos, s. dort.
Borveo{?jvApa pMag. LL. 16, 8 (sonst BpioxvAua
PGM| 26 etc.). Im Arponkhouphi-Logos, s. dort. Ob gr.
Bot-oxdApa „gewaltsam Ausgerissenes“?
nbr-3-khr©
b-9-th
ne-3 ngethygs
Vpoxpra pMag. LL. 14, 10 (mit Bein-Determinativ?).
Bw6 pMag. LL. 16, 2; ob griech. Boñfer ,,hilf!*?.
yeayoo pMag. LL. 28, 9; ng-S-ngetsyks yoyo BE
pMag. LL. vs. 26, 6.
ntreng-3
Sopvvko pMag. LL. 7, 28. Vel. dapvyxa PGM VII
415. Öfters auf Gemmen, wohl Bezeichnung des Merkur.
177
tsytsyw
tov pMag. LL. 2, 26.
ntynhs
pMag. LL. 12, 19.
dvosKopeg
pMag. LL. vs. 15, 6. Gr. ô6oxovpoc „Dioskur“.
nisywpsy<
étovqux pMag. LL. 7, 22.
n-B-te g'gyste
ôoôe Kaxiotn pMag. LL. 7, 26. Im Hesenmigadonnt-3-ntr-3-m“
dovipoja pMag. LL. 28, 9; nt-G-ntr-G3-m° Sovépopa.
pMag. LL. vs. 26, 7.
pMag. LL. vs. 22, 14 (mit Schlangendeterminativ). Vgl.
Logos, s. dort. Vgl. sonst noch XIXa, 12; SM 42, 30.
n-13-s‘tr'trper-km3-°e
unter satrapermet.
eb-3-rks
emmymy
eBop&&ov pMag. LL. 14, 9.
etsy-km3-13
edixoyite pMag. LL. 16, 17; s. exoppew.
” etsye
b's‘e th-3-ry
pMag. LL. 28, 1.
edie pMag. LL. 7, 6. Wohl mit anderer Wortsegmentierung als Ge = gr. Sete „Göttlicher“ zu verstehen.
Baca zdopı pMag. LL. 7, 7; vgl. mit anderer Segmentation sethwry oeßoupı pMag. LL. 16, 21; seth-3-ry
geBopt pMag. LL. 17, 25; g“thwb's“thwry thmyl“1-93
keBov Pace BovpwBjiiaol.ke 16, 17.
eôpe
À val
pMag. LL. 23, 17. Vgl. e6pevhow 8 PGM I 294;
c{Oplehvowed PGM HI 68 (Wortabgrenzung jeweils
problematisch!).
ek-Gymy
eg-3-m-p3-t3
pMag. LL. vs. 13, 6. Gr. Eyò ei „ich bin“.
exoupôw pMag. LL. 16, 21; eg-S-m-th-3 exougbo
pMag. LL. 17, 25; fehlerhaft mit dem vorangehenden
Wort verbunden in etsy-km3-13 eöixouto pMag. LL. 16,
197 Philipp, Mira et Magica, 85 zu Nr. 120.
Pagina 57
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)17. Agyptisch km3 p3-13 „Erderschaffer“.
eAwcı (Var. efÀkov) pMag. LL. 16, 2 u. 1. Hebräisch
„Gott“. Vgl. ede PGM 1320; eAwou PGM IV 1578; V
481; VII 400. 564; XLIIL, 13; Kot. 57, 9; eAmerv PGM
XII 285; LXXXI 7; Kot. 41, 43-45 eime PGM XXXV
21; XLV 6; SM 10, 1; Kot. 41, 42; 45, 4£; nova
enp“‘ye
epysghes
LXXXI 6; eäwaıe Kot. 2, 1; 38, I.; eAoe Kot. 41, 23.
evra vo, pMag. LL. vs. 22, 10.
pMag. LL. 28, 1. Imp. Aorist von gr. éxéxo „zurückhalten, standhalten“?
y-3-erbeth
pLeiden I 384 IV, 8; dabei e und 70 als Glosse; y-3-
erbeth 1. epñn@
p Leiden I 384 II, 9; vo epBn pMag.
LL. 23, 15-17. In gleichnamiger Formel. Vgl. PGM II
114-117; IV 185; 279, 2224f.; 3262ff; VII 942; XII
370-372; 461; XXXVI 5-8. 12-34. 78-80; 85-101;
XLVI, 6f.; LVHI 22-34; SM 58, 3; 95, 8-11.
eresysyng
pMag. LL. 7, 26; epeoyt yaa p Mag. LL. 23, 16 (in lo
Erbeth-Formel). Vgl. PGM IV 1417. 2484. 2749f. 2913;
V 340; VII 317. 984. XIXa 7; LXX 4. 5. 9; SM 42, 28;
46, 2; 54, 8; Gemme BM EA 56028 (Michel Nr. 66, S.
43); Inv. G. 583 (Michel Nr. 92 S. 61); Delatte/ Derchain 254 bis. Die babylonische Unterweltsgöttin Ereëkigal, vgl. Brashear, ANRW II 18/5, S. 3585.
eseks
et‘le
eos’ pMag. LL. 6, 20.
y Sy
e o e pMag. LL. 25, 5; e-3-e eme pMag. LL. 28, 8; e-3ee we pMag. LL. vs. 26, 3. Vgl. eon PGM VII 342.
ewv pMag. LL. 16, 3. Griechisch „Aion“. PGM IV 594;
e-3-n
er vohe pMag. LL. 29, 8.
VII 371. 584; XIII 299. 996f.
sTbh-3
CeBonponvvmv
n-sew
Cocos pMag. LL. 7, 30.
pMag. LL. 4, 14 (in griech. Beschwörung).
Ceov pMag. LL. 17, 18. Griechisch „Zeus“. Vgl. PGM
nsemwks
mpoubiov ekTovÂA
IV 825. 1473. 1715. 2772; V 471. SM 87, 7 u.ö.
O(Nepov’ pMag. LL. vs. 22, 9.
pMag. LL. vs. 18, 1-3.
nppepEët
3rkhe
npxn pMag. LL. 10, 5. Lies apyn nach der demotischen
Version.
thblyps
pLouvre E 3229 6, 8.
th Tks
pMag. LL. vs. 12, 11.
pMag. LL. vs. 12, 11. Nachhall zum vorangehenden
Wort.
Boy. pMag. LL. 14, 11. Zusammengesetzt sowie mit
Varianten in th°mth-3-m Gou0ou pMag. LL. 14, 11;
Pagina 58
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)thmth-3-m GogoBop pMag. LL. 14, 11; th
mthwmth'm GoyoBopBop pMag. LL. 14, 12; th
m“thwtsy Oouiañove: pMag. LL. 14, 12. Vgl. 6ououctpa
thin
PGM 1205.
6av pMag. LL. 23, 25 (hieratisch); erweiterte L autformen t3h3nn“ Gove. pMag. LL. 23, 26 (hieratisch); t3hn‘th® BavaBa 23, 26 (hieratisch), Variante dazu Ont.
th*n‘sym°
rimsi thrmyth}
pLouvre E 3229 6, 9.
ayoıeßapıdot pMag. LL. vs. 16, 2. Agyptisch „den
Tharmithat geboren hat.“
thly
the?
th-\wi-yf
Barkar pMag. LL. 7, 34; vgl. AaB O 2,4.S. tatund
latflot.
- pMag. LL. vs. 13, 6. Griechischer Vokativ „Gott“; auch
im Genitiv thew 6eov pMag. LL. 16, 1. 2.
pMag. LL. 18, 14.
nsemwks
821008 p Mag. LL. vs. 22, 9. Lesung des ersten Buchstabens unsicher.
therenth-3
ths (hier.)
8epevôw® pMag. LL. 16, 5.
Ge
PopoBep oDPEKAPEVOUTLAE O10XBOV GENILOPOBELLOD VALOOD _
thythy
tsye
Ges pMag. LL. 7, 20. Vgl. Gor SM 42, 52; 0005 SM 96,
54; tev PGM IV 2764 (vor Onvop).
pMag. LL. vs. 10, 6-10; zu erkennen ist oypermmoyTi
ne „ein Mann Gottes ist er“.
pMag. LL. 25, 2.
Brat p Mag. LL. 10, 4. Für Geîe „Göttlicher“? Vgl. Ore
PGM VII 341.
thyby (93)
thmyl“
pMag. LL. 10, 30 =27, 8f.
Quika pMag. LL. 7, 7; 16, 21; auch mit anderer Segmentierung in g‘thwb‘s‘thwry thmyl“I-3 xe000 Bao
80vpôu
oo jo pMag. LL. 16, 17; thmyl° 3lwip-3 khry
OptdooAovexozypt pMag. LL. 17, 25f. Ob gr. 6enéAto
„Fundamente, Weltecken“. Vgl. Geue PGM XII 293.
th-3 g-Gm phrwr
th-3-m
pMag. LL. 28, 2. Vgl. unter kom.
Gop pMag. LL. 14, 12; auch in 3nkth-3-m avaxbop
pMag. LL. 14, 13 („ich bin Thom“), syth -i3.t-m o10ouù
pMag. LL. 14, 13 („Sohn des Thom“), ‘“nyth-i3.t-m
ovı6ayı pMag. LL. 14, 13 („Hol Thom“?). Vgl. Gay
PGM XII 156. Eventuell der ägypt. Dekan ém3.t.
th-3-my
thwyn
thwtsy
pLouvre E 3229 vs 3.
„Euv pLeiden 1384 II, 26.
00081 pMag. LL. 14, 13. Vgl. Gove: Gemme BM EA
56182 (Michel Nr. 77 S. 52, allerdings dort eher Fehler
Bovy
für covbi).
pBM 10588 rt. 5, 6. Äg. Thot mit zusätzlichem x, das
parallel hier auch an Re angefügt wird.
Pagina 59
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)y3blw
va pMag. LL. 16, 1; y° ta pMag. LL. 16, 1. 3 (bis); y°1a
SM 45,
pMag. LL. 16, 7. Vgl. io: io ten io te ie ie ovwa
Jahwe.
ens
Gottesnam
20. Kurzform des hebräischen
pMag. LL. 19, 11 (mit Becher-Determinativ).
y-twi
wev pMag. LL. 7, 32; auch y3° iem pMag. LL. 10, 4;
y'e vorn pMag. LL. 16, 6; y3° euom pMag. LL. vs. 22, 10;
y3-3 en pMag. LL. 29, 9. Der hebräische Gottesname
Jahwe. Vgl. tafe PGM IV 1186; voor PGM XII 4. won
PGM IV 1131. 1564; V 22; Kot. 11, 10; wen PGM IV
953; ven PGM IH 457; XII 111. S. auch unter Iaho.
yth
108 pMag. LL. 16, 3.
yam“
Toya, pMag. LL. 10, 4.
yikwmby3y
wxovußıei pLeiden I 384 IL, 8. In Io Erbeth-Formel
(vgl. 1oxooufio PGM LVIIL, 23).
yıyın
yinwme
yarn
yrmekh
y-93-imi-r
yh-3
vavuxy pMag. LL. 8, 7.
|
pMag. LL. 28, 4.
pMag. LL. 12, 18 (Variante zu R*).
tapuny pMag. LL. 29,9.
vaarde pMag. LL. 16, 5.
wig pMag. LL. 1, 28; yh-3 wro pMag. LL. 1, 15; 7,
33 (bis); 10, 30 = 27, 9; 16, 20; y’h-3 vavo pMag. LL.
7, 32; yh-3 pMag. LL. 6, 19; 19, 18; 19, 39; vs. 27, 7;
y3h-3 pMag. LL. 13, 27; 28, 7; yh-3 vavo pMag. LL.
8, 2. 6; i3-hw vavoo pMag. LL. 26, 14; yhw pMag. LL.
21, 6; y’h-3 100 pMag. LL. vs. 12, 7; y“h-3 pMag. LL.
vs. 12, 10; ohne À in y“-3 taw pMag. LL. 10, 4 (bis); y‘
3 woo pMag. LL. 10, 5; 16, 5; y-3 pLouvre E 3229 vs.
9; pLeiden I 384 II, 8; y3-3 wovon pMag. LL. vs. 26, 3;
Verkürzte Form y-3 io 1 pMag. LL. 6, 3; y-3 vo pMag.
LL. 2, 11: 7, 6; In Zusammensetzungen als erstes Element in y-3 € 53-3 vo toBow 17, 24; I3-n-n3.w oo VE
pMag. LL. 25, 35; y-Sbis3wmpth-3 vopacooupx00
pMag. LL. vs. 24, 6 (ob hebr-äg. „im Namen der Erde“?); woßosaoviLrdexpeperougap pMag. LL. vs. 24,
8; y-3-phphe pMag. LL. 21, 30(7). Verzerrte Formen:
Permutation y-3-° vo pMag. LL. 10, 5; Abfall des
ersten Lautes in ‘h-3 vw pMag. LL. 29, 10; zusätzliche
“ Endung in yhw} wrooor pMag. LL. 26, 5; Eventuell in
Zusammensetzung 3by3h-3 19, 39. Vgl. va PGM passim, voot PGM
V 141.
yb-3-th
ye mn
eBot6 pMag. LL. vs. 22, 10.
pMag. LL. 16, 1; ye in 16, 2.
ye 2
ine pMag. LL. 10, 5.
yew
(nov pMag. LL. 16, 3; yew ieov pMag. LL. 16, 6. Vgl.
teow PGM 1 227; wov PGM VII 476; XII 111. 810; XIII
929; SM 42, 41; une PGM VII 894.
Pagina 60
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)ive pMag. LL. 8, 3.
Iyl-iyi-y-3 n3.w-iyi-3
yr“
ixpa, pMag. LL. 10, 6; val. gr. ptkpo in Formel.
yesy
veo. pMag. LL. 16, 21; yesy eo. pMag. LL. 17, 25.
yks
pMag. LL. 9, 7.
Eventuell falsch segmentiert und verderbt für gr. Geîe
„Göttlicher“.
i& pMag. LL. 14, 9, Nachhall-Variante. Vgl. iva& PGM
IV 983.
yppel
1ranÀ pMag. LL. 29, 16.
tny yryss3
ipıoco; pMag. LL. 27, 21; yrys 33 ipıooa pMag. LL. 27,
ywe
21. Vgl. voapı PGM 1158; voop SM 48, 45.
won pMag. LL. 16, 3. Ob Verdrehung für den hebr.
Gottesnamen.
y-3-hel
woord pMag. LL. 5, 11 0 aus @ oder umgekehrt. Vgl.
wen PGM IV 3010; V 132; XXXVI 173; SM 39, 9;
toun PGM V 55f.; XXXVI 173; wer SM 16, IL 1;
ONT Naveh/ Shaked A 11, 8; 9817 Naveh/ Shaked B 5,
8; PNT Naveh/ Shaked A 21 r. 6.
yith
73
110 pMag. LL. 14, 13. Vgl. 18100 PGM IV 1327; 181
PGM XXXVI 349.
1 s. Iaho.
y-3-yeth
pLeiden I 384 IV, 8 (7) Glosse n6.
y-ih
tog pMag. LL. 8, 2. Agyptisch ih „Mond“; das zusätzyph
liche anlautende y soll wohl eine von “oog unterschiedliche Aussprache anzeigen.
pMag. LL. 28, 8; yph ipe pMag. LL. vs. 26, 3. Vgl. NE?
Naveh/ Shaked A 4, 25.
‘twey
vrkoBocwv pMag. LL. 5, 22; n k3b3h-3 pMag. LL. 18, 8.
Name eines Berges.
perp. wthT
kakaropl..
Bap p Louvre E 3229 6, 9 (mehrere Einzelteile?).
kw
gm
kakeov pMag. LL. 25, 4. Ob gr. xaAée „ich rufe“?
ko pMag. LL. 14, 25. Unetymologische Schreibung für
ig. km „schwarz“, was dahinter in normaler Schreibung
folgt.
gm my str“
pMag. LL. 28, 3.
gnh
xavoß pMag. LL. 7, 29.
ginth°
pMag. LL. vs. 27, 2. Wohl entstellt aus kavGev 0.2; vel.
unter semea. Vgl. auch DXTOIP Naveh/ Shaked B 13,
gx
pMag. LL. 18, 11.
16.
gt sl gt
pMag. LL. 11, 13. Agyptisch & s3 kt; Bezeichnungen
zweier Dekane. Vgl. auch mkt syky poxat ovtaKat
pMag. LL. 25, 5?
pLouvre E 3229 6, 23.
Pagina 61
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)geth-I-5
webos pMag. LL. 7, 7; mit anderer Segmentation keth-3
gen-Äw
kool. pMag. LL. 16, 17.
xevrev pMag. LL. 7, 28; gyn-c3w pMag. LL. vs. 27, 2.
gepk‘er s-I-re
kepaspouwpe pMag. LL 28, 10; geph'ers-SG-re KE
xeGo pMag. LL. 16, 21; geth-3 wee pMag. LL. 17, 25;
gcthwb'sthwry thmyl“1-3 webov Boon Govpifit-
Vgl. xevrev PGMV 428 (in direkt paralleler Formel).
poepowpe pMag. LL. vs. 26, 8. Ob durcheinandergeratenes gr. xepuogöpog „Hörnerträger“?
ER
ke «n
gery-n-C3w
pLouvre E 3229 6, 10.
pMag. LL. 29, 16 (bis).
kmpiôeo pMag. LL. 7, 28; gyry-c3w pMag. LL. vs. 27, 2.
Ob griechisch xöpıe 8200 „Herr Gott“? Vgl. kopie Bee
PGM II 78; koptov Beov PGM III 103; 6eov KUPIOD
gymythwrw phws s3
gynntethwr
PGM 150f. Vgl. besonders knpiöev PGM IV 3105.
3119; XII 288 (parall. Formel); <«npt>dev PGM V 429
(in direkt paralleler Formel).
pMag. LL. 27, 22 (mit Glosse v über zwei der w’s);
KyLevdape pncce pMag. LL. 27, 32f.
kıvraßoup pMag. LL. 28, 8; gynntithwr xıvöadl.ip
pMag. LL. vs. 26, 3; xıvöa8oup pMag. LL. vs. 26, 9.
gyre
pMag. LL. vs. 13, 6. Ob gr. Kópie „Herr“? Vgl. PGM
gyt‘thngs
gibin-3
HI 271. 565; IV 713. 1024. 1031.
[L.jtaOva & pLeiden 1384 IE, 10.
KAoBavo pMag. LL. 12, 15; kl3kyn-3-k pMag. LL. 12,
gite
g'sntr°
18 als Variante dazu.
«Actor pMag. LL. 10, 4.
KAoKacavtpa, pMag. LL. 1,15; Variante dazu gl-3 Ko
g3s’ntr“ pMag. LL. vs. 27, 6. Ob Kassandra?
kml° kykh
gnwryph 3rys*
k3 (hier. ,,Stier“)
k3 (hier. hoch“)
,
g-S-niere
km3 R°
KAM Kikg pMag. LL. 8, 1.
pMag. LL. 27, 21; Glosse Ca über Schlußteil.
xo pMag. LL. 7, 33.
xo pMag. LL. 7, 33.
koönpe pMag. LL. 7, 26. Teil des Hesenmigadon-Logos,
s. dort. Vgl. roënpieuc PGM IV 3111.
xoppn pMag. LL. 12, 15; äg „Schöpfer des Re“; g‘mren
pMag. LL. 12, 19 als Variante dazu; km3-r km3-r km3-r
km3-r mip pMag. LL. 8, 9; vgl. yuonp PGM LVII 187;
gm-r'.w pMag. LL. 12, 19.
km3-t3
kopt pMag. LL. 7, 6. Agyptisch „Erderschaffer“, noch
etymologisch korrekt geschrieben. Vgl. ekopg0o u.
etsy-km3-t2 eöukopto; jkhrem-p3-t3 œypenrto pMag.
LL. 17, 9. Vgl. koup6o PGM IV 1323; x@xto PGM IV
2696; xouxed Tafel Augustodunum, Text C, Z. 3.'%
198 Marcillet-Jaubet, Tabella, 185f.
Pagina 62
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)th-3 g-3m phrwr
pMag. LL. 28, 2. Lies wohl <kop>0w xopvovv, äg.
<km3> 13 km3 p3-nn.w „Erschaffer der Erde, Erschaffer
des Abgrundes“.
g-3-n-Ë3w
pMag. LL. xovrev 7, 28.
kwy
root pMag. LL. 2, 11. Agyptisch „klein“, noch etymologisch korrekt geschrieben.
.
kerr
«poove: pMag. LL. 29, 14. Ob. aram. 718 Np „ich
rufe“?
greb
xpoß pLeiden I 384 IV, 15. Vel. axpaß PGM IV 6;
Kappa PGM IV 1806; kpoBpovopikov PGM XII 460.
kr“trys
kportpu, pMag. LL. 29, 14. Ob mit gr. Wurzel für „Starker“ zu verbinden?
kr-3-m KY
Kpo pa Kat pMag. LL. 25, 3.
g-S-ksyrhr-9-nt-9-r
Kox
wp poöop pMag. LL. 28, 9; Variante dazu g-3-ghyr
Koxip hr-3-n-t3-r poöop pMag. LL. vs. 26, 7.
gré-“e.t
pMag. LL. 19, 34. Ob äg. „Gliederzerbrecher“?
B 3kh
Inkhekh
Aa ox2 pMag. LL. 25, 34.
Aaavxox pMag. LL. 16, 9. Vgl. Acavyvx PGM II
131f; TV 1623. 1632 (jeweils in derselben Formel); s. u.
khykh.
Aaßıvovex
Ibr<th“
lppt-t3-th°
pBM 10588 rt. 5, 7. Ob xasmoyre „Löwe-Gott* mit
zusätzlichem x?
pMag. LL. 12, 21. Vgl. Aaßpıa PGM IV 3029.
Aoertoßeı pMag. LL. 1, 14; Var. {bt3th° pMag. LL. vs.
27, 3; I3ptwth“ pMag. LL. vs. 27, 3. Vgl. Aaparrta PGM
[tht
TV 3029,
Root pMag. LL. 26, 11. Vgl. Anbwd PGM IV 1945, s.
unter tai.
[Sykh'm
Aoixoyı pMag. LL. 16, 10. Fehler für Aaïou, dafür vgl.
PGM I 226; III 413f. 430; IV 946. 1804. 1982; V 349;
VII 361. 506. 850; XH 27; XIII 82. 149. 458; auch auf
Gemmen.
EL...
Bksnth°
I-S-re grepsye
kadar pMag. LL. 13, 4.
AuEaveo pMag. LL. 1,14; Kksnth° pMag. LL. vs. 27, 4.
kaope Kkpnpie pMag. LL. 7, 23. Ob gr. kpûpte
,, Verborgener“?
Irnknnes
Isminwi
rw.il
Aapyvavns pMag. LL. 7, 22.
Maopatvout pMag LL. 9, 18 (mit FremdlandDeterminativ).
Aar pMag. LL. 11, 13. Ag. rw.tt „Löwenpaar“, wie in
der hieratischen Version geschrieben. Vgl. auch Aor.
I
pMag. LL. 19, 22. Nachhall-Form.
Bhy
Ihs
Ih-“.et
pMag. LL. 12, 20.
pMag. LL. 12, 20.
Aou pMag. LL. 5, 11; Ih-iyi pMag. LL. 12, 20.
Pagina 63
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pMag. LL. 23, 17. In Erbeth-Logos, s. dort.
heopatet pMag. LL 9, 18 (mit FremdlandDeterminativ). Vgl. Aucune PGM XII 72.
pLeiden I 384 IV, 10 Glosse Anenev..n.
pMag. LL. 5, 23 in 'nb’IyBs (ob AanÂas 7).
[Ahau pMag. LL. vs. 22, 15; vgl. lailam. Vgl. À A
oye Aat PGM XIE 987; Aero PGM XXXVI 351.
lemtel.t-f
leemeng.re
lis
bit}
u
134
AoA pMag. LL. vs. 12, 3; auch in mwll 202 pMag. LL.
vs. 12, 3. Wohl Textfehler für Aot.
|
Aor pMag. LL. 18, 13. Agyptisch rw.ti „Löwenpaar“;
auch in mwi-3-5 vor pMag. LL. 18, 13; wohl ägyptisch mi rw.ti „wie das Löwenpaar“. Vgl. Aat. Vgl. Awd
fouled PGM LXII 26; povAcog PGM IV 1582.
ES-tery
1-3-w
pMag. LL. vs. 27, 6; bwtery Aovcnpr pMag. LL. 1,15.
wlshr
[Aovylap
pMag
LL
vs
24,
8
in
we
BacaconsBeypepehovgop vs. 24, 11.
Ausov& pMag. LL 7, 28. Vgl. gr Avkavyig
»Dammrige“? Vgl. AokvvEovra PGM V 429, Mdekwks
Aoov pMag. LL. 9, 6 (mit Fremdland-Determinativ).
xvEavta PGM XII 289 (ziemlich parallele Formel). Ob
hoKvEv<z>uy PGM XVI, 1; AokovE Gemmen (Michel, S. 26f. zu Nr. 40); Avvkoygoxvygogov Gemme
Köln 3. *Avyxotave. „Luchsgelbe“.
leph-3-gyr
Augoxep pMag. LL. 28, 9; leph-3-ger Av gokep pMag.
LL. vs. 26, 8. Ob Avxégope „das Wolfszeichen Tragender“ zu verbessern.
mer
mkt sytKY
mne-by
pMag. LL. 19, 33. Vgl. pope6 PGM XII 336.
akar ovtaxot pMag. LL. 25,5. Vgl. kat.
pMag. LL. 27, 20. 32 („NN-Seele“). Vgl. naveßıa PGM
IV 1587; uevefouv PGM VII 900. Vgl. menebariachych.
mntwn-3-b-S-e
kavrovvoßon pMag. LL. 28, 9; auch mntw povrov n-
3-b-3-e voßon pMag. LL. vs. 26, 6f. (ob MandjetBarke); vel. nov PGM VII 518; pavdovlevoBonÀ
mr? n-B-n3 Ww
PGM XIXa 11.
nopape pMag. LL. vs. 22, 13 (hinterer Teil für Adonai;
vorderer vgl. Mopapapee® ut). Vgl. papopov PGM
VI 357.
mrkhohwt
pMag. LL. vs. 27, 4. Eindeutig Fehler für poppopozer,
aram. „Herr der Herren.’ Vgl. poppaptom8 PGM I
260; 52, 17; papepopaved PGM IV 946f. XII 235;
Rappa<p>eaß poppopoonB poappapaed) PGM IV
365f. XII 187; SM 42, 52; 46, 17f. = 47, 17; 50, 45-47;
199 Fauth, Helios Megistos, 104f. Anm. 381,
Pagina 64
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)my iri=y bnr
51, 4; peppeptout PGM VII 482. 483; noppapıoveı
PGM
V I1487£., peppepes PGM VII 533; pappopove
PGM VII 607; poppopued PGM XII 72. 289; papnuapowd Kot. 41, 41f; pappapamnd Kot. 48, 6; pappopaus Gemme BM EA 56433 (Michel Nr. 496 S. 303f.).
papBor pMag. LL. 7,35 = 8, 2. Wohl einfach ägyptisch „möge ich entkommen“.
mryghry
popiıxapeı pMag. LL. 1, 22. Ob. Ag. my friy B3“ r’sy
„möge ich schweigsam sein“?
m‘rmreke
Hoppopeke pMag. LL. 7, 23. Ob gr. naptiapuyn
„Glanz“?
m’skelly
paokeAli pMag. LL. vs. 15, 2; peoxeAAr pBM 10808
Il 6. Im gleichnamigen Logos, PGM I 90. 120f. 546;
IV 1570. 2058. 2203. 2753ff. 3175f.; VII 302, 419; IX
10f.; XIc 6f.; XII 290f; XIXa, 9; XXXVI 154f. 342345; LXXVIH 10f.; SM 12, 3-5; 45, 34f.; 54, 27-29; 57,
3f.
mskell-3
pookeAio pMag. LL. vs. 15, 2; peoxe{AAo] pBM
m‘stsynks
paotivé pMag. LL. 14, 8. Wohl griechisch „Peitsche“.
m‘sph-3-neke
m°t mt
mkhh’y
poopoveke pMag. LL. 14, 10.
pMag. LL. 23, 28.
mkh-3-pnewm®
poyonvenia pMag. LL. 10, 16. Griechisch „Geist des
Kampfes“.
mit
pow pMag. LL. 14, 25. Vgl. pope PGM IV 2413;
veGpopoco PGM VII 988f.
poopxapou pMag. LL. 16, 9. Im Arponkhnouphi-
10808 II 6. Im Maskelli-Logos.
Vgl. paotiy§ PGM XIXa, 11.
m‘-3-rkh’rm
paxoazot pMag. LL. 10, 5.
Logos, s. dort.
mekyste
Heytote pMag LL. 14, 8 (mit Fleisch-Determinativ).
Griechisch „größter“.
melykhryphs
meneb'rykhekh
peArypips pMag. LL. 7, 21.
peveBoperagox pMag. LL. 16, 7. Wohl Fehler bzw.
Verzerrung aus peveBaryoy PGM V 362f.; peveBayoy
PGM IX 5; [peveBorvyooox PGM VII 3118; povept
xox PGM XIII 812, auch entstellt in BeveBarygox PGM
IV 1633; poayeBoryox Gemme Delatte/ Derchain 515.
Vgl. naveßon.
mer
mes
meseghryph
Lepa pMag. LL. 2, 25. Vgl. Aoucpuepx PGM V 15.
kes pMag. LL. 2,10.
uecexo1p pMag. LL. 16, 8. Vgl. pegevkpup PGM I 28;
IV 2201; peceyxpipt PGM VI 32; pecevtpigt PGM
XXXVI 220.
meiwb'nes
mephr-3 bry‘s
pMag. LL. 15, 29; gr. 15, 25 als petovBarves.
keppaBpwas pMag. LL. 7, 22, vgl. nephro und brias.
Pagina 65
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)mythr°
pLouvre E 3229 vs. 2. Der iranische Gott Mithra. Vgl.
PGM II 80. 100. 462; IV 482; V 4. O 2, 9; SM 42, 56;
ju8pr Kot. 40, 6.
mymy
my my-3
myry p3 3-R°
mylslyryth°}
mystemw
pMag. LL. 28, 2.
pMag. LL. 28, 3.
jiipt nope pMag. LL. 10, 30 = 27, 8,
picipi8fode pMag. LL. vs. 16, 2.
pMag. LL. 21, 6. Ob hebr. Mastema; vgl. catapo PGM
IV 390.
mykh‘el
mnnf
mn
n p3 le3s phwf
mwnekh
mwr‘th-3
mwr3y
11
pMag. LL. 21, 6. Hebräischer Engel Michael. PGM
158; IH 148. 214. 405; IV 16. 1815. 2356. 2769; VII
597. 609. 977£.1012; X 42; XIII 928; XXIIb, 29.
XXXVI 171. 309; XLII, 17; XLIV, 9. 15; LXXXIX 3;
SM 92, 3£., 93, 4; Kot. 26, 1; 33, 2. 18. 29; 38, 2; 41, 29;
j
48, 11; 57, if.
pMag. LL. 28, 14 (bis).
pMag. LL. 28, 13. 14.
uaieoo pwr pMag. LL. 5, 23. Ob ag. n p3 imi-r’ ih p3
‘hw.t „des männlichen Rinderhirten“? Vgl. negaovd
PGM II 130; [X 12]; pnovs 90008 PGM IV 1683f.
povvartx pMag. LL. 10, 6. Vgl. povviax PGM VII 342.
pMag. LL. 5, 10.
pMag. LL. 5, 9 Glosse n. Vgl. povpar PGM IV 203;
popoiovx PGM VII 711; povpor povpipar Gemme
Delatte/ Derchain Nr. 79 (moderne Kopie davon Philipp
Nr. 130).
mwry-by
pMag. LL. 5, 9; 27, 33 (als Alternative zu ManebaiDivination genannt). Vgl. pop. PGMIV 2228; povptpor PGM XII 343 (mit Apparat).
pMag. LL. 2, 16 Vgl. poupn® PGM IV 3160; popnêtpo
PGM Xia 9.
mwi-3-f
poor pMag. LL. 18, 13; s. Aor. Vgl. povkoëi PGM IV
2515; O 2, 11; Gemme Delatte/ Derchain 204; 110108
PGM VII 554.
m3i-hr-?
mwses
plovigtavt pMag. LL. 5, 11.
pMag. LL. 5, 14; Fehlerhaft swmy pMag. LL. vs. 12, 7
(vgl.
Glosse piyf glemw-R° mwse). Moses. Vgl.
pavers PGM II 444; PGM VII 619; XIII passim; Kot.
32 passim.
mie
pMag. LL. 23, 28. Ag. „Richtiger“.
m-G-mw
p@pov pMag. LL. 10, 6.
nibiry]§-9-tht
voBpiyoû@(] pMag. LL. 14, 29.
pMag. LL. 14, 2. Wohi ag. nb „Her“ in der oberg.
Lautform, vgl. ‘nen „Herr“, dem *nanr entsprechen
Pagina 66
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n3.w-pe-phnwn
pMag. LL. 14, 10. Äg. „die vom Nun“, Artikel unetymologisch geschrieben.
n‘ser©
vacepa pMag. LL. 29, 9; n‘syr“ vacipa pMag. LL. 7,
n3y=i-sth-i3.t-m
n3y=i-se-3.1-t
vab pMag. LL. 14, 7. Koptisches „sie schärfte“?
vaoxæt pMag. LL. 14, 7. Koptisches „sie durchbohrte“?
voc?at$ pMag. LL. 14, 7. Koptisches „sie tötete‘?
vacov pMag. LL. 10, 6.
30; 29, 6; 29, 9; 29, 10.
n3y=i-sh-B.t-tb
n-3-n
n$bt
nb 1-i3.t-t
[nebw]-t?
vepovrogovaÂns
vogßert pMag. LL. 7, 33. Ag. „meine Stäbe“?
pMag. LL. 5, 23.
pLouvre E 3229 2,20f.
pMag. LL. 23, 16; [...]-3-sw3lfh veßovtocovofAndl
pLouvre E 3229 2, 21; {...]-2-[s]wUgh pLouvre E 3229
2, 22; veBovtocovefAn®] pBM 10808 II, 8. veBoxocooAn® pMag. LL. 23, 16. Vgl. veBoutocovaAn® PGM
IV 306. 1418. 2213. 2485. 2602. 2665f. 2750. 2913f.
SM 54, 13; Gemme Delatte/ Derchain 517; 254 bis;
veBovyoooveAns PGM VIT 317f; veBovtog ovnpt
PGM VII 496f. vofovoovaan6 PGM XII 116; veBouf...]
PGM XVI 27, veßl..] PGM LXXII 9.
nel‘ts(?)
venapeßo,
nme.t
nr...
nrymbr.
ne-3
nephr-3
” nephr
ny
nythy
pLouvre E 3229 vs. 8.
pMag. LL. 23, 17. In der Io Erbeth-Formel, s. dort.
vee pMag. LL. 2, 16.
pLouvre E 3229 vs. 4.
pLouvre E 3229 vs. 10.
pLouvre E 3229 2, 18; nwn-ne-3 pLouvre E 3229 2, 18.
veppw pMag. LL. 7,21 (wohl ägypt. nfr-hr „schöngesichtig“). Vgl. voBpew PGM IV 309; veBpav Kot. 25, 4
(dort auf Ptah folgend); evepepax Kot. 42, 3.
vnpop pMag. LL. 28,8; nephr vnpop p Mag. LL. vs.
26, 3; vepap pMag. LL. vs. 26, 9.
vi pMag. LL. 7, 34.
vier pMag. LL. 25, 36; s‘ypwnyth’s gauovviBag
pMag. LL. 26, 7f.
nyptwmykh
vintoupiy pMag. LL. 16, 8 (ob Nefertem?). In Arponkhnouphi-Fromel, s. dort.
n-3-b-3-e
voßon pMag. LL. vs. 26, 7 (vg. 28, 8). Vgl. voveBoun
PGM V 446.
n-3-ere
vonpe pMag. LL. 7, 25 (Vokativ von voepéc?® Vel.
nwn
nwh
PGM 11 33). In Hesenmigadon-Formel, s. dort.
pLouvre E 3229 2, 15; nwn-ne-3 pLouvre E 3229 2, 18.
pLouvre E 3229 2, 15.
200 Abweichend Martinez, P. Michigan XVI, 38, der an kopt. voype „Geier“ denkt.
Pagina 67
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)nwh-r’
pLouvre E 3229 2, 17.
nph'l‘m
pMag. LL. 21, 30.
ks-‘S-n
tov pMag. LL. 14, 9. Nachhall- Variante.
‘to
pMag. LL. 9, 5. Ag. „Großer“.
B pkys
bis gr"
warxıg pMag. LL. 29, 6.
oBaaaypa pMag. LL. vs. 15, 4 als Variante zum hinteren Teil von apeoBaxaypa, s. dort.
‘Le
on pMag. LL. 16, 1.
pMag. LL. 27, 22.
op pMag. LL. 9, 5.
opp pMag. LL. 16, 9.
ox pMag. LL. 14, 13. Geschrieben wie ag. „denk“.
pMag. LL. 27, 22; auch ‘re-“-b‘s‘gr‘ apeoßaxaypı
pMag. LL. vs. 15, 4 sowie 3-b3s‘gr“ oPacaypa pMag.
LL. vs. 15, 4 (als Variante zum hinteren Teil des vorher-
.kmitsys?
Jm
Y-mph
ip
opecfalaypa
r-3-th-3 bwb-G
G.rthwmenkhr-3-3-n
Garytsymby
G-rnw-Serf
oee pw
y-3-9-sesr-a?)
In
gehenden Wortes). Sonst geme in ArponkhnouphiLogos, s. dort. Vgl. opoßaatpıa PGM II 46;
polplopBalayya PGM III 432; opeaßaplaypa Kot. 48,
“ 201
3. Wohl gr. „welche die Berge beschreitend jagt“.
op0w Bavo pMag. LL. 7,25. Wohl gr.
opBwpevxpoov pLouvre E 3229 6, 10.
opeidiußaeı pMag. LL. 28, 1.
opvovwpg bzw. wpvovwpy pMag. LL. 2, 10.
pLeiden 1384 IV, 23. Wohl Textfehler für o ceopu.
pLeiden | 384 IV, 10 ww o oeopw.
owv pMag. LL. 16, 1. Gr. „der Seiende“; verderbt zu ‘3
Ge o we pMag. LL. 16, 2. Vgl. 6 &v PGM IV 1566, XII
111, XII 1021. 1048; Kot. 36, 10; 41, 35; ev. auch SM
38, 8. Auf Gemmen BM EA 56147 (Michel, Nr. 244 S.
149f.); EA 56106 (Michel, Nr. 498 S. 305).
Gkh-3-kh khn
ox ox xav pMag. LL. 16, 20; auch “3-kh ox 3-kh khin
ox yav pMag. LL. 17, 24f. Vgl. ogavav PGM I 134;
oxxa evaov PGM VII 300. Vgl. auch unter axaxopxav.
w ova
wall
pMag. LL. 16, 1; w‘ [Ja pMag. LL. 16, 1.
ovavtw pMag. LL. 1,28. Ag. „Erdöffner“, etymologisch
korrekt geschrieben. Vgl. avavtw PGM I 132.
we
we-by
B wr-t3
WT AWI
ovn pMag. LL. 16, 2.
ovrBat pMag. LL. 16, 6.
2, 16 (vgl. ovepto PGM XII 2657), folgt 4g. Ausdruck
py ‘hw. nfr „dieser gute Männliche“).
pLouvre E 3229 2, 18.
201 Ritook, Zauberpapyrus, 437.
Pagina 68
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)wr Ser
sy
pMag. LL. vs. 12, 1; Variante wr 3°-3y pMag. LL. vs.
wih'ny
oveavi pMag. LL. vs. 16, 1. Ob äg. im“ (¢)-tnn „Erbe
des Tatenen“? Vgl. unter sithani.
ovêtw pMag. LL 16, 12. Fehler für 4g. vovdue „großer
12, 2.
wisy-“3
Gott“. Vgl. ov@t PGM XII 393.
pte-bwrl sp 2
raßonAßonA pMag. LL. 5, 19; piyzi bwnl Bond avind
pMag. LL. 7, 14. S. Boel, erster Teil geschrieben wie dg.
y-3-p*gerbeth
pinkt
p'n-Br-gOB-r
P‘pypetw
ratadvot
pittksor’y
p} gerwbe
piv=i-#m-"
wi
p3h{..Jb..
ph-9-r'f
piher =f
pyntt
p3-k$
p.yre
per3g-‘3-mekh
„mein“ und wohl auch so zu deuten.
pLeiden 1 384 IV, 9 Glosse xepfn® (nicht «?); yepBn@
pLeiden 1 384 IV, 22; y-s-p'gerbelt]h ww naxepßn
pLeiden 1 384 IV, 18. In Erbeth-Formel, s. dort. PGM
XIXa, 30f.
zav kat pMag. LL. 25, 4.
pMag. LL. vs. 12, 10. Verderbt aus gr. Pantokrator
„Allherr“. PGM Il] 218; IV 968, VII 668, XII, 238;
XLVIH, 6; Kot. 47, If., Gemme Delatte/ Derchain 460.
rarıreg.jpMag. LL. 15, 29, pMag. LL. 15, 25 als
karıretov voll erhalten.
pMag. LL. 23, 15; y-“?-p‘tth'ngs pLeiden I 384 IV, 9
Glosse 8voë. In Erbeth-Formel, s. dort.
nata&y pat pMag. LL. 25, 4.
pMag. LL. 14, 29. Semitisch-äg. „der Cherub“; Verderbt
zu plerwbe vs. 12,7. Vgl. xepovBeiv PGM XII 296.
ragam pMag. LL. |, 26.
pLouvre E 3229 2, 6.
zazopog pMag. LL. 2, 10.
{..Jpoq pMag. LL. 2, 11.
newrar pMag. LL. 2, 13.
pLouvre E 3229 6, 22. Ag. „der Äthiopier“, Name des
Osiris.
pLouvre E 3229 2, 6.
pMag. LL. 27, 23; pert3-(j-mekh pMag. LL. 27, 22.
Vgl. Bildungen wie repakovxulnx} PGM II 140, xepaxoupôw PGM III 141, neptaxavndy PGM IV
1009f.; reptaoung PGM IN 140, IV 1009; XII 188
(teilweise zerstört); XIII 820, gatparepxung PGM XII
petery sp 2 p‘ter enphe sp
185.
xetepı xermp evpe evpe B. pMag. LL. 5, 17, petery
2
petery p‘ter enphe enphe RETEPL KETNP EVE EVPE
pMag. LL. 7,13; isoliert als petery netept pMag. LL.
17, 6. 31; p‘ter pMag. LL. 17, 6, emphe exon pMag.
pth-3
LL. 17, 6; 31.
pMag. LL. 28, 2. Wohl 4g. p? #3 „die Erde“, s. unter
Pagina 69
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)mou pMag. LL. vs. 22, 10. Ag. „das Meer“.
py3-t3.w
ziatwov pMag. LL. 8, 8. Ob äg. p3 iti 3.w „der Vater
der Größe“?
pMag. LL. 27, 21.
ziÄrtovv pMag. LL. 26, 4; Variante plyprn rAınpov
pMag. LL. 26, 13.
mopet@t pMag. LL. 14, 26.
pMag. LL. vs. 12, 7. Ob Fehler für Cherub?
pyl?? 353
pylpywn
p3y-srytsy
plerwbe
p3-nb-by
nveßßoi pMag. LL. 28, 1. Ag. „Der Herr der Seele“,
noch etymologisch korrekt geschrieben. Vgl. exveBat
SM 44, 7.
p3 wr tiw
p3-S-e pge
pysytw
pls plwn
rovepteiov pMag. LL. 2, 26. Ag. „der Große der Fünf“,
noch etymologisch korrekt geschrieben.
pMag. LL. 6, 20.
pMag. LL. vs. 13, 6. Wohl gr. motedo „ich glaube“.
rAN)arAov pMag. LL. 25, 35; Variante pylpywn nuÀztovv pMag. LL. 26, 4.
p3-hr}
xpat pMag. LL. 19, 19. Agyptisch „das Kind“, noch
perypeg‘neks
etymologisch korrekt geschrieben.
rupırnyavv& pMag. LL. vs. 15, 3. Im Maskelli-Logos,
s. dort. Gr., mit „Feuerquell“ zusammengesetzt, evtl.
„Feuerquellstampfender“.?”
peryph‘e
perygthe-3-n
p3 3-m-3
hr b°- 3-7
rks
r’-m-Sw
rprks
hrekssygth-3
rnf
ropipan pMag. LL. 16, 3. Vgl. rupipañ PGM XII 176;
zepgan PGM II 77. Gr. „Feuerleuchtender“. Vgl. auch
als ähnliche Bildungen z.B. zopupavn PGM IV 3023;
ropırvon PGM IV 592.
rupıx@wv pMag. LL. vs. 15, 3. Im Maskelli-Logos, s.
dort. Gr. „Feuererdiger“
rayıo pMag. LL. 9, 3.
paßwt pMag. LL. 29, 14. Ob hebr. „die Großen (fem.)“?
pMag. LL. 21, 34.
papwaov pMag. LL. 8, 13. 16.
pMag. LL. 21, 34. Ob für Abrasax?
pn&ıx6o pMag. LL. vs. 15, 3. Gr. pnéix8ov „Erdbodenspalter“. Im Maskelli-Logos, s. dort. Außerdem PGM IX
3; SM 54, 17.
pMag. LL. 19, 34. Wohl syllabisch geschriebenes 4g.
rnzy{ „mein Name“.
ryé
s3b33th\
pMag. LL. 2, 16.
podop pMag. LL. vs. 26, 7; auch in g-3-k£yrhr-3-nt-3-r
K@x
wp podop pMag. LL. 28, 9.
cofanbar pMag. LL. 25, 35.
sb3el
pMag. LL. 21, 6. El-isterung von Sabaoth.
hr-Q-n-t3-r
202 Ritoók, Zauberpapyrus, 442.
Pagina 70
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)sbtk(?)
sb<-3-th
495
pLouvre E 3229 vs. 9 (sic?).
oofaw® pMag. LL. 10, 4; 18, 2f.; sb-3-th pMag. LL.
vs. 22, 10; s‘b‘wth caBaovs pMag. LL. 26, 6; s“b‘h-3
pMag. LL. 19, 39; s‘b3h-3 oaBaw pMag. LL. vs. 12, 7;
s‘b3hw pMag. LL. vs. 12, 10; s‘b“khta oopaxvwt pMag.
LL. 26, 15. Außer 18, 12 (dort nach p3 nér “3 „der große
Gott‘) immer mit vorangehendem Jahwe. Hebr. Zebaoth
„Heerscharen“. Auch in der Lautform tb tofao, s.
dort. Vgl. coBawe PGM II 15, 111 56. 219. 266. 268.
275. 447; IV 14. 92. 390. 981. 1485. 1538. 1627. 2052f.
3259; V 352. 355. 479; VI 33. 41; VII 220. 301. 318.
597. 626. 649; VIII 60. 96. 102; IX 7; X 6. 47; XII 74.
80. 207. 264. 268. 285; XIII 79. 146. 451. 591; XV 14;
XVI 9; XVIIla, 1; XXIla, 15. 20; XX VIIa, 2 XXVIIIb,
5; XXXXIIa, 7; XXXV 20. 27f. XXXVI 42. 197. 308.
349; XLIII, 11; LIX 4; P 2, 4; SM 6, Sf. 10, 1; 57, 38;
64, 2; 87, 10; 92, 12; 98 2, 3; Kot. 2, 2f.; 7, 2; 12, 14;
14, 3; 32, 6. 14. 29f; 33, 18. 25; 38, 1; 41, 23. 39; 48, 1;
49, 20; 52, 3; 56, 16; 62, 4f.; ouBazo SM 96, 14; sabohot Kot. 17, 1.
s3br3
skgyste
pMag. LL. 19, 17.
oayyiotn pMag. LL. 7, 26. Im Hesenmigadon-Logos, s.
dort. SM 38, 8.
s 3-3 nkh‘b
sypwnyth's
stkmeph
o ae w vxaß pMag. LL. 29, 13.
caırovvıdag pMag. LL. 26, 7f.
pMag. LL. 27, 23 (enthält Kmeph = km-3.tzf). Vgl. ax
xunp PGM I 141; caxunp PGM XII 188; Aaxunx
PGM XIII 821 (jeweils in derselben Folge).; Gavexunt
O2, 24.
caABavaya
pBM 10588 rt. 5, 9. Vgl. unter aABavaxauBpn. S. auch
cavpaAyavpar SM 87, 8.
slgm-3
s3ls-3-%h°
sm
gok pMag. LL. 7, 20.
oadcwaba pMag. LL. 29, 16.
smT
capapa pMag. LL. 26, 3; Variante s‘smyr oaopipa
pMag. LL. 26, 12 s3smry3-imi-r’ ououpr aA pMag. LL.
s‘nw‘ny
sn („Bruder“) g‘th°r°
pBM 10588 rt. 6, 11. Ob für gr. Semele?”
25, 34.
oavavavi pMag. LL. 7,6; auch mit anderer Segmentierung u. Phonetik bwns‘-nw Bovlavav pMag. LL. 16,
20; bwnz‘-nw BouÇavav pMag. LL. 17, 25.
cav KaGapa pMag. LL. 7, 25. Im HesenmidagonLogos, s. dort. Außerdem [cav]xavéapa PGM III 430;
cavkavdapıı PGM IV 2668; XII 184; XIXa, 12. Hinterer Teil wohl gr. kaBapa „die Reine“.
203 Vorgeschlagen von A. von Lieven.
Pagina 71
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)sn Eskl
sbi-%ks
oay Took pMag. LL. 25, 3.
ook pMag. LL. 23, 24 (hieratisch); sti-ks ca& pMag.
LL. 23, 24 (hieratisch).
sA.]
srhykw
s*rbyth©
oao pMag. LL. 14, 13.
sopBiakov pMag. LL. 10, 6.
copßı Ba pMag. LL. 19, 16. Als „Tochter des SchicksTy-ncr.w
soptvrep pMag. LL. 7, 21. Hinterer Teil ag. „Götter“,
Srys©
pMag. LL. vs. 27, 4.
capot pMag. LL. 29, 6; pMag. LL. srpt 29, 10. Agypsalsgottes“ bezeichnet.
vorderer eventuell für äg. Ari „Oberhaupt“.
srpt
tisch „Lotuspflanze“, noch etymologisch korrekt geschrieben.
sismry3-imi-r’
Siswpw
owonpı aA pMag. LL. 25, 34; s‘smyr‘ cacpipa pMag.
LL. 26, 12. Vgl. samara.
cacovrov pMag. LL. 25, 35; Varianten s‘ypwnyth Gs
gatrovvibag pMag. LL. 26, 7f; s‘swpwnyth® 60000
xovvila pMag. LL. 26, 16f; cacovxovvibac pMag.
LL. 26, 19.
sty
strperm}
pMag. LL. 25, 3.
catpanepint pMag. LL. 17,19. Vgl. catpaxepkine
PGM XII 185; XIII 917; SM 66, 5); Gemme Philipp
132; vgl. 2-B-strtr‘per-km3-“.e pMag. LL. vs. 22, 14;
Vgl. auch xatoxepxvne PGM XII 288; caetpoxexyn
Kot. 41, 2f; catponexvnp Kot. 48, 2; catacepxind
Gemme BM G 601 (Michel Nr. 500 S. 306); actpanctkine Gemme BM G 1986.5-1,1 (Michel Nr.
457, S. 283f. = Delatte/ Derchain 408); satıanepxung
Gemme Princeton 42.58; ooxpuxepkunp Delatte/
segenb‘y
Derchain 510.
geyev Bal pMag. LL: 16, 10. Ob mit Sesengen Barpharanges zusammenhängend; dieser PGM II 109. 174; III
12. 79£.; 110. 217. 436; IV 364. 981. 1025; VI 34; VII
302. 978f; XII 170. 295 (entstellt); XXXVI 242. 310;
XLI, 15f.; XLVHI, 3f; SM 10, 2; 42, 42. 58; 46, 16;
49, 36; 50, 41; 51,4; 75,22; Kot.4,5;7,4£; 18,4.
10f.; 48, 5f., 57, Sf. Häufig auf Gemmen.
sethwry
pMag. LL. se@ovpt 16, 21; seth-3-ry oe0opi pMag. LL.
17, 25. S. auch unter ethori. Vgl. cettopa PGM XII
onp
seme® g°n-C3w
286.
pLeiden 1384 IV, 21.
amie kavren pMag. LL. 7, 28 (griechisch vorher
xavvav, dem. Sw (oder ow) in &3w verändert). Vgl.
omen xevten PGM V 428 (dieselbe Formel); ovpe-
204 Zwierlein-Diehl, Gemmen, 20 Anm. 39.
Pagina 72
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)kovtev PGM XII 289; kovreo PGM XII 288 (wohl
ebenfalls dieselbe Formel), s. auch [onhiea Yon
PGM IH 29.
5nn
senkl‘y
syth‘ny
syme
syr3thm3
syrb“
sysyh-B.t-w}
pMag. LL. vs. 22, 14.
pMag. LL. vs. 12, 8.
owWov. pMag. LL. vs. 16, 1. Eventuell ag. s2 (13)-Enn
„sohn des (Ta)tenen“.
oun pMag. LL. 20, 29,
pLouvre E 3229 2, 20; Variante syr‘thm3 pLouvre E
3229 2, 21.
oppa pMag. LL. 29, 17.
sy Sy py tsyrypy
or où Dool] kii Cf appıwove pMag. LL. 5, 20; syi-syihw{o.cigeat pMag. LL. 7, 16; sy s3-3-th ot caovd
pMag. LL. 17, 9; sysy3h-3 pMag. LL. 18, 8; c1ovv@0vt
pMag. LL. vs. 31, 1; o101000 PGM XXXVI 364; s.
auch o1o1opw SM 42, 32. 49; 57, 14; 79, 28.
get [Jet net Oiperm pMag. LL. 29, 13. Vgl. otoipva
si-tme-sr
PGM IV 1490.
oitoueopo pMag. LL. 15, 10. Enthält äg. s3 „Sohn“ und
syi-B-k3
syst
eventuell sr.f „Schaf“.
pMag. LL. 1, 13; syft-3-k3 pMag. LL. vs. 27, 1. Ob äg.
s3-3 „Basilisk“ und k3 „Stier“? Ersetzt semea der Parallele pMag. LL 7, 28. :
pMag. LL. 12, 16, sy[...]JpMag. LL. 12, 19 (Variante
dazu).25
oo pMag. LL. 20, 29; s° pMag. LL. 23, 28; s-3 ow 2, 8.
s3
Eigentlich sicher Ag. s3 „Schutz“, aber wie ein Gottess-3-br-&
[s}-3-th-3-n
s-I-ntsyr
~ s-3-kh°m mw}
name geschrieben.
cofipror pMag. LL. vs. 16, 2.
omBwv pMag. LL. 10, 6. Vgl. oovôcv PGM VII 536.
pMag. LL. 28, 1.
Goxof pow pMag. LL. 16, 20; Variante swemmw
Govxaponov pMag. LL. 7, 6; s-3-kh-G-mmw3 coy
oppoo pMag. LL. 17, 24. Vgl. tpoyioguovow PGM IV
2430 oder gogov podopim PGM V 124; caypovofoto
swilleth]
h-3 sperthn*ks
PGM VII 300; cayuouvk PGM VII 365; soxaoyoyt
sopoxav ooloxoy SM 42, 11?
pLouvre E 3229 2, 21. Vgl. nebuthosoualeth.
pLouvre E 3229 2, 22.
oxepOvaé pLeiden 1384 IV, 15.
srytsy
opevit pMag. LL. 14, 26.
sr-9-$nbft
pMag. LL. 23, 29 („Widder mit großer Kehle“?); vgl.
auch Kn-sr garv opo 14, 13.
205 Ritner, in: Betz (Ed.), Greek Magical Papyri, 215 Anm. 272 versteht „the image
of“, d.h. wohl s$#3.
Pagina 73
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)swmy
pMag. LL. vs. 12, 7. Fehler für Mose; vgl. Glosse p3y=f
glemw-R° mwse.
sit
stel
stsyth-3
pMag. LL. 23, 29.
stsylyps
pLouvre E 3229 6, 9.
sere
ovpe pMag. LL. 7, 25 (bis). In Hesenmigadon-Logos, s.
sphewph‘s
dort. Ob gr. spe „Syrer“.
pMag. LL. 28, 3.
to TROPOV
pMag. LL. 23, 16. Vgl. swpwv PGM J 253.
tb-3
topo pMag. LL. 7, 6; 363-3 tofow pMag. LL. 16, 16;
ota pMag. LL. 1, 28.
ouôw pMag. LL. 10, 6. Ob gr. Imp. othe „er soll
stehen“?
auch in y-3 € b3-31e ToBow
p Mag. LL. 16, 20; y-3
Bbe-3 voraBorcw pMag. LL. 17, 24. Fehler für soßawe;
alle Belege V arianten einer Formel in Lampendivination. Vgl. topaas PGM V 61f., XII 80; weraBaac PGM
XII 295.
tbekr()
TOKPTAT
rl
tmh-3
£-p3y-Steh-Cwi
Kskl
tt
pLouvre E 3229 vs. 8.
pMag. LL. 5, 22; 7, 18 (nur griechisch jeweils zusätzlich
zu kaBamv u.ä); Bgrty taxptat pMag. LL. 16, 11;
Berit taxptat pMag. LL. 16, 13; Bgriit taxptat
pMag. LL. 17, 10; t3grt3f taxptot pMag. LL. 18, 4.
tod pMag. LL. 29, 8.
pMag. LL. 20, 29. Ob aus Tabaho/ Sabaoth entwickelt?
zo. Kuprevnı pMag. LL. 1, 25.
rookk pMag. LL. 25, 3 (in cuvraokÀ).
Tar pMag. LL. 2, 13; & tat pMag. LL. 5, 11; 7, 8; 14,
2; 8t var pMag. LL. 16, 13; 17, 1 (ter); 17, 11. 27; 18,
3. Der ägyptische Djed-Pfeiler. Wohl auch in den Zusammensetzungen s-3-br-&i coBptat pMag. LL. vs. 16,
2; my[slyryth’g pioipfo}t p Mag. LL. vs. 16, 2; r'msi
thr myth { aot ebappwWat p Mag. LL. vs. 16,2; th‘
Barat pMag. LL. 7, 34. Vgl. 600 PGM XII 292f;
rek
Bt-B.t-f
thne
tel
tn-n-fyw
tiny yryss3
inn-93-r
LXVI 8; GatéapabavdmrSapa PGM XXXIX, 1; tat
SM 42, 31.
pMag. LL. 25, 2.
rotor pMag. LL. 5, 11. Vgl. tatiovd PGM IV 3238.
pMag. LL. 19, 34. Syllabische Schreibung für 4g. &hn.t
Fayence“.
nA pMag. LL. 29, 9.
evxıov pMag. LL. 2, 26.
tpıooo, pMag. LL. 27, 21.
mvop pMag. LL. 7, 20. Vgl. Onvop PGM IV 1291.
1937. 2764; XIII 918; SM 42, 52. 56. Ob hebr. „Gib
Licht!“ (so Daniel/ Maltomini, Suppl. Mag. I, S. 151).
Pagina 74
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)teret“
mink
tmiptrphne
8
Bw
B srpt n p3 nws-ti-r
twrm-n3.w
twl-B.t-t
tw-Hr
phtkthy-93-p
n-phlm
ph‘lekmy
pagfolopovs Oto.
pthkh
499
pLouvre E 3229 vs. 8.
pMag. LE. 25, 2.
tLaxtapapvn pMag. LL. 29, 14f.
pMag. LL, 18, 14. Wie 4g. „Erde“ geschrieben.
toov pMag. LL. 9, 6.
roaprot Lrvactop pMag. LL. 2, 16; s. capxot.
rovpauvni pMag. LL. 2, 10.
covAat pMag. LL. 2, 13.
zrovzop pMag. LL. 2, 11.
pax6e1or pMag. LL. 29, 14. Vgl. oxtup?
pMag. LL. 21, 30.
poker pMag. LL. 10, 5.
pBM 10588 vs. 1, 14f.
pôax pMag. LL. 16, 2. Der 4g. Gott Ptah. Vgl. pôa
PGM IV 3013; VII 362. 730; XII 81. 155. 156; XIII
1056; XXIII, 6; Kot. 32, 19; Gemme Delatte/ Derchain
490; pda. gba pband PGM IV 972; plav PGM IV
1585; xapOa PGM
V 22; pBev0a PGM IV 961; Avoıp6a PGM VII 640; como, PGM XII 287. repBopata
PGM XXXVI 43f. 228; pegewp0a, PGM XXXVI 353;
gnovep pba PGM LXI, 26; x018 pba Kot. 40, 4. Vgl.
pSyby?’g
auch wnpupBa SM 46, 3 = 47, 3 = 48, 4; kra Kot. 25, 4.
oubink pMag. LL. 10, 6. Ob urspr. ag. p3-bik „der Falke“?
phyrym ph<n>wny
pMag. LL. 28, 2. Ag. pri m p3 nn.w „Der aus dem Nun
phnwgent‘b3-3
kam“, Vgl. prpyivoov PGM XII 345; XX, 25.
pvookevropan pMag. LL. vs. 15, 2; pephnwn pMag.
LL. 14, 10. In Maskelli-Formel
2% Vgl. Beupvoov PGM
XIII 809. gveßevvovvi PGM XXXVI 44, 228; pvovveBen PGM LXIX 1; gvoußoun SM 58,4. S. auch pve-
Bevvove Amulett Kotansky 1, 2;”” gvovvoßonA Gemme
Philipp 191.
p3 hr n iwiw
pMag. LL. 18, 15; Wohl unetymologisch ph-3-ny
pMag. LL. 28, 14. Ag. „Hundsgesicht“.
phryks
gpei& pMag. LL. 14,9. Ag. p3t rn=k „ist dein Name“.
Vgl. oplo, PGM1 203; ppt PGM III 413; IV 1196.
PPNX
pBM 10588 rt. 5, 8. Ag. p3-R° „der Sonnengott“.
phekse
phrg“
ruée pMag. LL. 7, 22.
popko pMag. LL. 7, 22.
POOOE
pMag. LL. 27, 33. Vgl. kimithoro.
206 Zur Deutung s. Thissen, Beiträge, 297f.; Quack, Kontinuität, 92 Anm. 85.
207 Kotanskys Deutung (Greek Magical Amulets, 2) als p3 nb (n) n3 nèr.w „Der Herr
der Götter“ ist der Vokalisation nach ausgeschlossen. Allenfalls „Der Herr des
Gottes“ wäre möglich.
Pagina 75
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)gh3 bw.ti
yo oft pMag. LL. 8, 6. Ag. 43° iw.ti „Mangel bewirghbh-3
ken“; s. Quack, Kontinuitat und Wandel, 86 Anm. 62.
xaBoi.ke taxptat pMag. LL. 5, 22; g2b3w{[gylln pMag.
LL. 7, 18; ghbh-3 yPoga@taxaptat pMag. LL. 7, 18.
Jeweils Bezeichnung eines Berges, s. Kabaon. Semitisch.
xa Parxer
pMag. LL. 27, 20 (jeweils dem. Glosse h über dem x).
kh“rm‘y
zappai pMag. LL. 10, 6.
iw=f-hin
Var. ht-Twnw pMag. LL. 6, 20.
ghthethwny
pMag. LL. 27, 20 (Glosse w über w); gtheth-3-ny pMag.
LL. 28, 2. Vgl. x6e0œvt PGM I 202; gOeBavie PGM IV
281; y@eOu:ve PGM IV 1982; x6e0ofvh PGM VII 368;
xdedovı PGM V 485; PGM XIII 966, XIXa, 1. 6;
gengBovie PGM I 81. 101f. yee@a ov PGM XVI 36.
y-3-ghl-3-n-B-eps
p3 gerwbe
16 yAovtony pLeiden 1384 IV, 11.
kh-3-khrekhy
14, 29. semitisch-ägyptisch „der Cherub“; verschrieben
in plerwbe pMag. LL. vs. 12,7.
xoxojLoAn pMag. LL. 7, 24.
xoxpexı pMag. LL. 10, 5. Vgl. xpexpew PGM VII
kh-S..]
iv pMag. LL. 10, 5.
gh-3 gh-3 m-3-le
3427; xapxepßep PGM XII 5.
gh-3-wkhe
yoovye pMag. LL. 16, 10. Agyptisch kk.wt, die Finster-
(ghr-3-me
nis-Urgöttin. Vgl. x800x PGM II 117; V 477; VI 361
(in derselben Formel); XIXa, 5; SM 6, 6.
xpope]
pMag.
LL.
vs.
24,
8;
10Bacnovpxdoypmperovyap pMag. LL. vs. 24, 8.
xox pMag. LL. 16, 8; auch in den Zusammensetzungen
khekh
Inkhekh haavxor pMag. LL. 16, 9 und eventuell
menebrykhekh neveBoperaxox pMag. LL. 16, 7.
Agyptisch kk.w, der Finsternis-Urgott. Vgl. xox PGM I
241; TH 53. Vgl. Bakaxichych; xux yox PGM LXVI 9,
yoy xox yor SM 42, 34. Häufig auf Gemmen.
psy
psyr
psykfymekhe-imi-r
wi pMag. LL. 27, 21 (bis).
pLouvre E 3229 2, 6.
yıryıeoxeio pMag. LL. 16, 5 (ob mit gr. „Seele“ gebildet“): Vgl. woeknuigaAng PGM VII 574; wogen
PGM IV 1197.
el
mehr. pLeiden 1384 II, 11.
iw’
wov pMag. LL. 9, 5; iw‘(?) ovwov pMag. LL. 10, 30 =
27, 9. Ag. „Erbe“, noch etymologisch korrekt geschrieben.
pMag. LL. 12, 20. Vgl. casagex PGM IV 21.
Pagina 76
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)pMag. LL. 12, 20.
pMag. LL. 12, 20.
pMag. LL. 18, 8. Hinterer Teil ag. „Zwerg“?
bw
$T..]
$b3-nm
S{n-sr
dw
sm
SL knws
Sfy sp 2
he we pMag. LL. 29, 6. Ägyptisch. Vgl. cen cen
SLby
PGM | 240; V 484. Immer mit Bibiou verbunden, s.
dort.
pLouvre E 3229 2, 15; slby pLouvre E 3229 2, 17; Alby
§Bye
PGM IV 1941.
pMag. LL. 19, 22. Vgl. gaar PGM IV 21.
œarv opo pMag. LL. 14, 13.
waav pMag. LL. 8, 13. 16.
pMag. LL. 19, 33.
vovg pMag. LL. 8, 9.
pMag. LL. 23, 29. Vgl. ooïfor PGM IV 1668; covApoi
{Gpr
pLouvre E 3229 6, 22. Hieratisch geschrieben, Name
der Sothis.
St-“e.t
pMag. LL. 19, 34. Ob ag. „Gliederbeschwörer“?
h3y (hier.)
he“ k3rhre
da Kappy pMag. LL. 16, 7. Vel. a kappn PGM III 132;
htke
Gemme Delatte/ Derchain Nr. 507?
vake pMag. LL. 7, 30; kky3 vaxie pMag. LL. 29, 10.
vaer pMag. LL. 7, 33. Ag. „Hey“.
IV 1623. 1632 (jeweils in derselben Formel). Vgl. kapn
Ob gr. „Heiliger“? Vgl. auch voxvopoe PGM V 14.
h3B-hr
hme-3
pMag. LL. 18, 10.
pMag. LL. 14, 3. Geschrieben wie 4g. „großer Handwerker“.
hm(?)-nfr
pMag. LL. 23, 29. Ag. „guter Steuermann“, etymologisch korrekt geschrieben.
Amst
hr n bk
pMag. LL. 28, 11.
hr-‘nw, var. hr-nwn n Bwi
pMag. LL. 18, 10.
pMag. LL. 25, 5.
pMag. LL. 7, 34. Ag. „Falkengesicht“, etymologisch
korrekt geschrieben.
Bp tr’
Hr-rn
har
Ath
hb.w(?) y
hth k3i “mi r’
hele
her
herephes
hewe
hby-kii
pMag. LL. vs. 13, 5; Hr $-r’-n pMag. LL. 19, 18.
pMag. LL. 18, 15.
pMag. LL. 14, 4. Ob äg. „Million“?
vor £ pMag. LL. 25, 6.
pMag. LL. 23, 28.
pMag. LL. 17, 19, Griechisch „Sonne“. Vgl. PGM I
229; IV 1281; V 91; VII 508; 528f. 537. 983; SM 87, 7.
pMag. LL. 19, 17.
vpvens pMag. LL. 7, 22. Ob gr. edpvpvit, „breit gewachsen“?
Sove pMag. LL. 16, 27.
pBM 10588 rt. 5, 12.
Pagina 77
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)hpkk3
pBM 10588 rt. 5, 12.
vepleov pMag. LL. 2, 16. Ag. PN Ari=w; auch als PN
heryew
konstruiert, aber unetymologisch geschrieben.
hfkie
pBM 10588 rt. 5, 11.
hesen myng“ nd-3-n
voeviyodev pMag. LL. 7, 25. Hesemigadon-Logos, s.
PGM II 22-24; IV 337; V 424ff. VIT 680-684; 895-897
(unvollständig); XIII 923f.; SM 46, 2; 48, 2f, 49, 7f.
h-93-ry-3-n(?)
h-3 sperthnks
hwhs
46f.; 54, 7. Ob gr. „Regenvermischer“?
goeq pMag. LL. 9, 14.
pMag. LL. vs. 12, 10. Epithet des Jaho-Sabaoth.
@ oxepôvaé pLeiden 1 384 IV, 15.
vovvas pMag. LL. 8, 5. Enthält 4g. hs „singen“.
Anti-i3btiw
pMag. LL. 10, 27; vel. kevtoPpawd.
PGM IV 3176; IX
hy-tre.t
10f; XIX a 19f; Im Maskelli-Logos III 90 etc. Ag.
„Erster der Östlichen“.
hevtwpe pMag. LL. 8, 8. Zweiter Teil äg. tr.t „Weide“.
hsf
h-3
po pMag. LL. 29, 9; vgl. zow PGM V 73. Letzteres
sicher aufgrund des ähnlichen Zusammenhangs mit 4
pBM 10588 rt. 6, 8 zusammenzubringen, wohl der
héysyphth
ägyptische Dekan 43.w™
px£101p0 pMag. LL. 29, 10.
Unvollständig erhaltene Formen:
I... Jr ul...
pMag. LL. 2, 13.
E.Jeh*r
6a pMag. LL. 1, 25.
Llrp3yery-p3-f
pMag. LL. 12, 19(?).
L.Hng
pMag. LL. 12, 21. Ob Kolanthes?
[bars
[...]s
T...]brs“.
[..-16°5y
EL...)
pLouvre E 3229 2, 20.
pLouvre E 3229 2, 21f.
pLouvre E 3229 vs. 2. Wohl Oreobazarga u.ä.
pLouvre E 3229 vs. 8.
pLouvre E 3229 vs. 10.
„Bako E 1
pLeiden 1 384 IH, 10.
208 Vgl. v. Lieven, Osiris, 85f.
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