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HANS
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Titre du document
/ titre traduit :
Sind die pythagoreischen Tripel
der pythagoreischen
Dreiecke?
Auteur {s) :
FRITSCH, K-H..
Titre de revue / nom d'ouvrage
dépouilté :
Göttinger Miszellen
Edition :
Göttingen : Universitat der Géttingen, Seminar für Agyptologie und Koptolagie
Tomaison/Volumaison :
110
Pagination :
p. 19-25
ISBN/ISSN :
ISSN : 0344-385X
Type de document :
extrait
Mots-clés :
Métrologie.— Repport mathématique — Triangle— Malhématiques— Triple — Egypte
— Pythagore — Archéologie
du Proche-Orient
Base d'origine :
Francis
Localisation :
http://www.daphne.cnrs.fr/daphne/viewNotice.html?daphneldentifier=INIST-90-526-0... 22-1-2009
Seite 2
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)Sind die pythagoreischen Tripel Vorgänger der
pythagoreischen Dreiecke?
Göttinger Miszellen
Volume 110 / 1989 / Journal Part / Article
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Seite 3
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)GM 110 (1989)
SIND DIE PYTHAGOREISCHEN TRIPEL
VORGANGER DER PYTHAGOREISCHEN DREIECKE ?
Das Auftreten pythagoreischer Tripel und pythagoreischer Drelecke In der vorgriechischen Zeit wird
In der Regel mit der Aussage kommentiert, daß zu jener Zeit der Satz des Pythagoras bekannt gewesen
sein muß. Die folgenden Oberlegungen zeigen, daß diese Ansicht zutreffen kann, aber nicht zutreffen
muß.
Wenn man ein Quadrat vergrößern wilt, dann genügt es, einen "Haken’ anzulegen. Wil man das Vergrößern systematisieren, dann wird man das Ergebnis In einer Tabelle festhalten.
Abbildung
1
Tabelle 1
altes Quadrat
Haken
Seite | Fläche | Fläche
m
neues Quadrat
Fläche | Seite
1
2
1
4
3
5
4
8
2
3
3
4
8
16
7
9
16
25
4
5
49
64
81
100
121
144
169
7
8
9
10
11
12
13
5
25
11
6
7
8
9
10
11
12
36
49
64
81
100
121
144
13
15
17
19
21
23
25
36
6
Die Auswertung der Tabelle zeigt :
Die Tabelle kann durch Addition fortgesetzt, das Aniegen zur Kontrolie benutzt werden.
Die Tabelle kann auf eine Tabelle der Quadratzahlen verklirzt werden. .
Das Bildungsgesetz n° + (2n+1) = (n+1)? kann erkannt werden.
Es gibt Haken, die einem Quadrat flächengleich sind.
Mt 4? +3? = 5? mußauch 3? +4? = 5? gelten.
Diese Erkenntnis kann dazu anregen, Haken mit größerer Breite zu verwenden .
Seite 4
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)Für das Aufsuchen weiterer Tripel ist es von Vorteil, den Haken
genauer zu betrachten : Er besteht aus zwel gleichen Rechtecken
und einem Eckquadrat der Seltenlänge d.
Die Innenselten umspannen ein Quadrat der Seite b, die Aub
ten ein Quadrat der Seite b + d = c
Abbildung 2
l
Wenn der Haken die Fläche A = a? hat,
danngita =2bd+d?
nn
hu...
b?+a?=b?+2bd+d?=(b+dY?=c?
Man kann also eine binomische Formel ablesen.
Ferner erkennt man, daß a? > d?,
In den Tabellen 2 wird nach den Hakenbreiten d geordnet.
Tabellen 2
2
d=12b=a-1c=-b+1
2
2
|d=2
4b=a-4
2
4b
c=b+2
a2bla
b
_c
a
la
bi
9
813
4
5
16
12 | 4
3
c
5
25
24/5
481 7
49
80|g
81
121 120111
169 168,13
12
24
40
60
84
13
25
41
61
85
36
64
100
144
196
32 | 6
60 | 8
110
96
140 |12
192 114
8
15
24
35
48
10
17
26
37
50
2
2
d=4 8b=a —16 c = b+4
d=8 16b=a-64 c=b+8
a
2
8b|a
64 48|
144 128|
256 240}
8
12
16
2
b
c
a
6
16
30
10
20
34
144
400
784
16b | a
801
3365|
720;
12
20
28
b
c
5
21
45
Seite 5
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)Diese Tabellen und ihre Erwelterungen lassen viele Zusammenhänge erkennen.
Hier sel festgehalten :
1. Zu jedem a23 gibt es mindestens ein ganzzahliges Tripel.
2. c kann nicht jeden Zahlenwert annehmen.
Will man dieser zweiten Frage nachgehen, dann kann man von c ausgehen und b aus b = c-d bestimmen. Wenn A= 2bd + d? eine Quadratzahl a? Ist, dann ist a die dritte Zahl. Die Kontrollrechnungen
bringen keine weiteren Zahlwerte für c, sie sind zum Telt langwierig, aber nicht schwierig.
Einige Ergebnisse sind In Tabeile 3 festgehalten :
Tabelle 3
2
b=c-d
ce
d
5
1
a =d(2b+d)
b
4
2b+d
9
13
17
25
29
37
41
53
61
65
65
1
2
1
8
2
1
8
1
2
9
12
15
24
21
35
40
45
60
63
56
3
32
49
50
72
81
98
121
128
121
73
18 55
128
85
85
1 84
8 77
89 9 80
169
162
169
a ?
c
b
9
5
2304
73
3
12
16
24
21
35
40
45
60
63
56
5
8
7
20
12
9
28
11
16
33
169 | 85
1296 | 85
84
77
13
36
72
899
65
20
1521 | 89
25 72
2 99
18
91
169
200
4225 | 97
400 | 101
113
125
1
8
112
117
225
242
225 | 113
1936 | 125
200
4
25
13
64
17
49
25
400 | 29
144 | 37
81
41
784 | 53
121
61
256 | 65
1089 | 65
97
101
109
a
3600 | 109
55
80
91
112
117
48
39
Seite 6
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)Wer genau zeichnet, wird auch genau messen.
Es fällt auf, daß die Längen der Diagonalen keine ganzen Zahlen sind. Legt man die Quadrate der
Flächen 9 und 16 aneinander, ( Abbildung 2 ), dann haben die eingezeichneten Querstrecken ( Rechtecksdiagonalen ) die Länge 6 .
Abbildung 3
Für Jede dieser Querstrecken Ist eine Kontrolle durch Flächenvergleich möglich. Dieser Vergleich kann
im Quadratraster durchgeführt werden, das Prinzip Ist auch für die anderen pythagoreischen Tripel anwendbar.
Abbildung 4
Abbildung 5
Seite 7
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)Die hier vorgefUhrte Entwickdung setzt sich aus recht einfachen Schritten zusammen :
Legespiele - Systematisieren des Anlegens - Festhalten der Ergebnisse In Tabellen - Kontrolle an Zeichnung und Rechnung - Ausbau durch Rechnung.
Erst am Ende dieser Datensammlung mag es zu der Erkenntnis gekommen sein, daß fUr alle recht winkiigen Dreiecke die Summe der Kathetenquadrate gleich dem Hypotenusenquadrat ist Zum Bewels
dieser Tatsache Ist dann allerdings ein geändertes Denken notwendig, nämlich die ZuruckfUhrung auf
einfache andere Grundtatsachen.
Das bedeutet : Obergang vom Induktiven zum deduktiven Schließen.
Es gibt Hinwelse darauf, daß zumindest das Tripel 3/4/6 und einige seiner Vielfachen bekannt waren,
und daß die zeichnerische Lösung der rechnerischen vorausgegangen Ist:
Die Probleme 1 und 2 im Berliner Papyrus 6618 ( BP)
6
Im Moskauer Papyrus ( MP )
LV, 4 Im Kahoun Papyrus ( KP )
befassen sich mit der Summe von Quadratzahlen. Das Zeichen knbt = r wird dabel unterschledlich Übersetzt :
Schack- Schackenburg : Nimm die Quadratwurzel daraus
Struve : Berechne Du seinen Winkel ( Quadratwurzel 16 )
Griffith: make thou a corner
(sqare root of 16)
(1}, (3]
Ss an el
oh
Fundstelle
BP1, KP, MP
BP2
KP, MP
BP1
BP2
—
2
1
c
NO
b
NO WN A
a
Doen
Zusammenstellung der Tripel :
Eine Gegenlberstellung der Übersetzung ( nach Gillings ) [3], [6]
und der möglichen zeichnerischen Lösung am Beispiel des Problems 1 Im Berliner Papyrus 6619 :
Seite 8
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)"wenn man Dir sagt, die Fläche eines Quadrats von 100 Ist gleich der von zwei kleineren Quadraten.
Die Seite des einen ist 2 4 der Seite des anderen. Welches sind die Selten der beiden unbekannten
Quadrate ?*
Obersetzung
Auftrag zum Zeichnen
* Nimm stets ein Quadrat der Seite 1.
Zeichne zunächst ein Quadrat der Seite 1.
Zeichne das andere mit der Seite 2 4.
Die Seite des anderen Ist dann 2 4.
Muttipilziere dies mit2 4.
Es ergibt 2 16, die Fläche des kleineren Quadrats.
Zähle seine Fläche aus.
Sle beträgt 2 16.
Dann haben die belden Quadrate zusammen die
Fläche 1 2 16.
Mache einen Haken mit der gleichen
Fläche.
Le
Er umspannt ein Quadrat der Fläche 1 2 16.
Nimm die Quadratwurzel daraus, das gibt 1 4.
Seine äußere Länge Ist 1 4.
Nimm die Quadratwurzel aus 100, sle Ist 10.
Vergrößere dieses Quadrat auf eine Fläche von
100, seine Seite Ist 10.
DMidiere diese 10 durch 1 4, es ergibt 8, die
Sette des kleineren Quadrats.
Nimm 24 von diesen 8, es gibt 6, die Seite des
Zeichne den zugehörigen Haken.
Er hat die Innere Länge 8 und die Fläche 36. Das
Quadrat dieser Fläche hat die Seite 6.
anderen Quadrats."
Der Vergleich dieser beiden Vorgänge führt zu dem Eindruck, der Schreiber wolle zeigen, daß man die
Zeichnung durch Rechnung ersetzen kann.
Seite 9
Im PDF ansehen(öffnet in einem neuen Fenster)Weitere Hinweise :
1. Eine Textstelle in Apastamba-Schulva-Sûtra (lil, 9) [2]
"Man fligt das, was man mit der jedesmaligen Verlängerung umzieht, an zwei Selten hinzu und
an der Ecke das Quadrat, welches durch die betreffende Verlängerung hervorgebracht wird.
2. Das Agyptische Längenmaß Remen : * a doubie-remen was the length of the diagonal of a sqare
whose side was ons cubit [3]
3. Die Verwendung
von Maßstäben bel der Vermessung von Innen. und Hofräumen ( Hesekdel 40,3,5.
. Offenbarung des Johannes
21; 15,16)
4. Bel den Indern findet man Zerlegungsbewelse zum Satz des Pythagoras
5. Die Winkelgenauigkelt bel den Pyramiden ohne Verwendung von Winkelmaßen.
6. Meyer-Christlan hat in den Plänen von Lauer vom Djoser-Grab 16 pythagoreische Dreiecke nachgemessen, von denen sind 8 primitiv oder auf primitive zurückzuführen.
Die zugehörigen 8 Tripel sind In Tabelle 3 erfaßt
Literatur :
[1]}Kurt Vogel : Vorgriechische Mathematik, Telt 1
Hermann Schroedel Verlag 1959 ( S. 34, 67, 84)
[2]Oskar Becker-Jos. E. Hofmann : Geschichte der Mathematik
Athenäum Verlag 1961 S. 40
[3]Richard J. Gillings : Mathematics In the time of the Pharaos.
Dover edition Mineola N.Y. 1982, 161-162, 216
[4]Kuno Flad : Mathematik Band 1
Verlag Morttz Diesterweg 1952
[5]W. Meyer-Christian : Pythagoras in Ägypten am Beginn des Alten Reichs.
Mitt des Deutschen Archäologischen Instituts Abt. Kairo
Verlag Philipp von Zabern Band 43 ( 1987 ) 195-203
[6)Cella Bibé : Les Egyptiens ont ils été pré-Pythagoriens ?
Göttinger Miszellen 1988 Heft 106 S. 7-14.
St D 1A. Kart Heinz Fritsch, Frfedberger Anlage 20
6000 frankfurt
arm Main 7
Marz 1989
Seite 10
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