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W. Scnurrz, Mutayógas : AGPh XXI 210-252. | Sur la mystique des formules ct des SCH
\ a oa
‘Ombres.
x
241
zwar ihre Namen, aber ich nenne sie nicht“. An der zweiten
Stelle (IV 95) ist ihm Zalmoxis, der seinen Thrakern den Glauben
an die Scelenwanderung beibringen will, zwar Sklave des Pythagoras,
aber er nennt den Pythagoras mit irreführender Redewendung
bloß „keinen von den schwächsten Sophisten“, umgeht es jedoch,
ihn als Lehrer der Wiedergeburt zu kennzeichnen. (1131 nennt
er die Schule und nicht den Meister.)
XIII.
Aber welcher verborgene Sinn soll in dem Advis ya, welcher
in dem Namen Iludayépas liegen?
Von den geheimen Lehren der Pythagoreer wissen wir fast
TTIYOAFOPAZ.
.
Von
Dr. Wolfgang Schultz.
Wien.
I.
Die Schüler des Pythagoras zogen dem
Keden das Schweigen,
* dem Denken das Schauen, dem Bewei
se die Einsicht vor. Wer
einen von ihnen nach den Gründen ihrer
lehren oder ihrer Handlungen fragte, erhielt eine gar kurze Antwo
rt: Adzss gga.
Diese zwei Worte wurden den Zeitgenoss
en der Pyth agoreer
und allen Spiiteren zur stehenden Forme
l des Auktoritiitsbeweises.
Man belächelte die Einfalt dieser Leute,
welche allem Anschein
nach vermeiden wollten, etwa mehr oder
weiter zu denken als der
Meister. Aber wer immer aus den Handl
ungen der Pythagoreer
die Weisheit entnehmen mochte, welch
e ihr Schweigen verhüllte
der mußte in jenen zwei lakonischen Worte
n mehr séfinnterse
vielleicht den Schliissel zur geheimen
Lehre des Pythagoras, vielleicht das Losungswort für den Wissenden,
die Mauer gegen den
Unwissenden. Weshall sagte man nicht lluday
ópas ton, oder
wenn schon auf dem aùzis der Nachdruck liegen
sollte: Nodarydoas
abtds Eva?
INBATOPAZ.
|
Aber die Pythagoreer vermieden nach
Môglichkeit, den Namen
ihres Meisters zu nennen, und auch Männe
r, die außerhalb der
Schule standen, taten dasselbe. Herod
ot hat an zwei Stellen
Gelegenheit, von Pythagoras zu sprec
hen. Aber über jene Leute
welche die Lehre von der Seelenwanderung
nach Hellas gebracht
hätten, sagt er an der ersten dieser Stelle
n (Ii 123): „Ich weiß
nichts; denn was davon überliefert ist, stammt von Autoren,
welche wir so wenig auf ihre Glaubwürdigkeit prüfen können
und welche so oft ihrer Phantasie zu unterliegen scheinen, dal;
dieser „Wust“ uns eher abschreckt. Ilierzu kommt, dab die
Doktrinen der Schule und die Lehren des Meisters für uns fast in
Eines verilieBen und daß wir die Scheidung in esoterische und
exoterische Lehren kaum mehr vollziehen können. Y
nis der Pythagoreer wurde gut gewahrt.
Das Geheimein
pythagoreisches Geheimnis verraten wurde, ist uns überliefert.
Hippasos
Aber ein
charakteristischer Fall,
in
welchem
von Metapont soll die Eigenschaften des Pentagondodekaeders preisgegeben und als Strafe dafür seinen Tod im Meere gefunden haben.
(Diels, Fragmente der Vorsokratiker, erste Auflage [im folzenden stets
als DFV. gekürzt]p34n 4). Ob wir dies glauben oder nicht, ist viel
nebensächlicher als die Tatsache, daß Jamblich, Porphyr, Clemens
und andere sich eine geheime Lehre der Pythagorcer als kosmologisch-mathematisches Symbol vorstellen.
Der Pentagondodekaeder
war den Pythagoreern ?) das Symbol der Sphäre, der letzte der
—
eee
1) Vgl. meine Studieu zur antiken Kultur (im folgenden STUD.
kürzt).
Heft 1: Pythagoras und Heraklit.
S. 92.
abye-
Aum. zu $. IS, 2, à.
*) Bei Pythagoras selbst entsprachen einander: Gott — Sphäre — Kronos —
Wasser — Weinen — Jkosaeder.
8. STUD, I,
12M. und I, 27, 27.
Erst
physikalische Bemerkungen über die Beweglichkeit der Elemente führten die
Umstellung herbei.
Die Behauptung, Ilippasos
habe die Eigenschaften des
Ikosaeders, dem wir in späterer Überlieferung die zwölf Tierkreiszeichen znsammen mit den paarweise angeordneten (AN, BE, TO... A0) Buchstaben zugeteilt finden (vgl. Boll, Sphaera cap. 7, S. 4701. 1903... verraten, greift daher
auf die ältere Tradition zurück.
Archiv für Geschichte der
Philosophie.
Page 2
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fünf regulären Körper; ihm entsprach als Element der Äther, den
10‘). Sie bedeutet die Vollendung, welche in sich selbst abveschlossen ist, die höchste Vollendung.
Wer einem vorlauten Frager adrès ¿ga zurief, «dachte sich also
mehr als bloß: „Der Meister hat es gesagt“. Er dachte sich auch
noch, daß in der Lehre des Meisters die Vollendung liegt und dal:
Philolaos (DFV. p. 254, 16 fr. 12) als räs opatpas 6Axds bezeichnete.
Philolaos vermied hierbei, den Äther ausdrücklich zu nennen.
Auch Platon (Tim. p. 55C) ist betreffs aller übrigen Elemente und der
zu ihnen gehörigen Körper ausführlich, aber*kurz und rátselhaft, wo
er vom Pentagondodekaeder, der Sphäre oder dem Äther reden soll.
Lehre des Pythagoras habe sich überhaupt nur mit der kosmologisches vergeblich wäre, sich um einen Unwissenden zu bemühen, dem
die Zahlenwerte der Worte, in denen das Wesen der Dinge nachgebildet ist, noch verschlossen sind. AYTOX EA, das heißt also
auch: „Du Tor, du kennst nicht den Ausdruck der Vollendung
und willst über die Lehre reden, in welcher die höchste Vollendung
mathematischen Deutung exoterischer Symbole befaßt.
beschlossen ist.“
Wir wollen der Versuchung widerstehen, ‚aus “diesem Verhalten des Philolaos oder des Platon
oder aus’ den Mitteilungen
über Hippasos
zu
von
Metapont gleich
der Wiedergeburten
folgern,
(xúxkos nadtyyevésews),
die esoterische
Der Kreis
der seelenerzeugende
der
vor-
Die Pythagoreer verwendeten mehr Symbole, als man gemeiniglich annimmt. Das AYTON EA stand bloß an der Schwelle.
Wir haben oben in Zusammenhang mit den geheimen Eigenschaften des Pentagondodekaeders von OAKAË bei Philolaos gesprochen. Das Wort OAKAZ und die Dunkelheit der Stelle haben
zu den verschiedenartigsten Vermutungen Anlalı gegeben °). Dabei
hat man nicht gesehen, dali ihm der Zahlenwert 55 entspricht °).
suchen haben.
Den
Es ist also ein kosmologisch-mathematisches Symbol.
Würfel (Yoyoyovexds x6fos), die fünf Arten der Lebewesen (Deb;
datıwmv,
avOpwros,
ov,
putóv) sprechen
zwar
für eine
solche
Folgerung; sie schließen aber andere Symbole von der esoterischen
Lehre gewiß noch nicht aus.
Soll,
wie
der
Schlüssel
dann
werden
angehenden
Worten
oben
zur
wahrscheinlich
esoterischen
wir nach
in
Betrachtungen
ihm einen
autos ¿pa
wurde,
Lehre
das
des
von
Zahlenwert zu
adth;
Eva
Pythagoras
sein,
der
Art
entspricht die Zahl 100°), das Quadrat von
—.-
3) Man erhält diese Zahl, wenn man jedem Buchstaben in AYTOS F@1
seinen Stellenwert im Alphabet als Zahl zuteilt und die Summe aller dieser
Zahlen bildet.
Dann ist:
A
Y
T
0
Z
E
+
I
Worep iv yopeta. Ein solcher Reigentanz erinnert sofurt an die orphischen
Lehren von Dionysos. Nun vergleiche man Schol. ad Soph. Antig. 1146, woselbst Dionysos xatd tiva pusrtz6v Adyuv den Beinamen Zstpw, y0027%; führt.
Die Beziehung der Stelle auf Petron ist an sich klar (man beachte gleichzeitiz
das Hereinspielen orphischer (iedanken in die pythagoreische Tradition’. Sie
wird aber erwiesen, wenn man berechnet:
A
1+20+
194 15+18 + 54+ 21 + f= 100
Dieses Verfahren werden wir künftig unter der Bezeichnung additives
TP
ZZ
A
+ 17
TIN IY
5
|
T
va
0
N
N
A
D4 LIT + 22+I5+IT7T+1+0+15t+fx= 1
Plut. de
defect. or. 23. p.422 D (DFV. p. 83cf. Procl. in Tim. 11 138) behauptete Petron,
Man ersieht hierans auch gleichzeitig, dafi in der Tat das additive System
schon in den ältesten Zeiten zu mystischen Zwecken verwendet wurde, —
Wir werden im folgenden die Berechnung der Symbole dem Leser überlassen,
System verstehen,
DaB es wirklich zur Berechnung von Symbolen verwendet
wurde, wollen wir an einem Symbole des Petron erhärten.
Nach
einer der ältesten Pythagoräer, es gebe 183 Welten (Vgl. STUD. J, 67, 35).
der die einfach
zu einem gleichseitigen Dreieck mit je 60 Welten in jeder Seite und je einer
gebenen Verfahren jederzeit nachprüfen kann.
au jeder Ecke angeordnet.
+) Zur Bedeutung der 10 S. STUD, 1, 15, 2.
5) Vgl. G. Gudermann, Philolaos über das fünfte Element, Rhein, Mus.
Bd. 59 (1904) S. 145 und Garbe, Wr. Zeitschrift f. d. Kunde des Morgenlandes 1894 XIII, 303, der die tileichung HOARAZ
= 110-AAK AS = ikisa,
Diese
Verteilung setzt die Kenntnis
von
der
Winkelsumme im
voraus.
Dreieck (180°) und die Teilung des Kreises in 360 Grado
Diese wieder ist aus dem habylonischen Sonuenjahr von 860 Tagen
(welches schon Thales [DFV. p. 3,29 und Anaximander (DFV. p. 19 und 22)
ihren Berechnungen zugrunde legten) hervorgegangen, und so erklärt es
sich, weshalb Petrons Lebre vielfach
Petron behauptete
dem ange-
Aether wagt.
wurde.
6) Im folgenden werden wir wiederholt in arabischen Ziffern nach dem
épefñs MAhlwv acpéua mepu/vras
dekadischen System angeschriebene Zahlen um der Symmetrie willen, welche
als BagSaptxh
ferner ärtesda dì cobs
neben die Worte gesetzten Zahlenwerte nach
bezeichnet
Page 3
View in PDF(opens in a new window)Welchen Wert es hat, solche Symbole zu kennen, soll sofort
an einem Beispiele gezeigt werden.
Philolaos nennt vier Prinzipien
vernünftiger Wesen: xegadí. xzpdia, ¿poadós, alösiov (DEV. p. 254
fr. 13).
So lautet die Überlieferung.
Aber da später in der Erläuterung zu dieser Zusammenstellung
statt’ xecaà das
Wort
éyxépahos gebraucht wird, vermutete Hermann Diels FV..p. 254, 19,
ob nicht überhaupt xepair durch ¿yxépaños zu ersetzen sei.
Unsere
- vier Worte sind aber gleichzeitig vier Zahlensymbole, deren Zahlenwerte diese Frage verneinend beantworten.
Es ist:
:
dl
= 93 =3><
OM@AAOS
Beide
Randglieder
Vielfache
von
11
— 66
=
AI40ION
sind
dadurch
sind,
sie
aufeinander
beide
haben
bezogen,
11
zur
daB sie
Differenz.
5, die Vollendung, ist dem Denken zugeteilt, 6, die Zah] des seelenerzeugenden Wiirfels, dem Zeugen.
Auch die beiden Mittelglieder
verweisen durch ihre Zahlenwerte aufeinander.
sind konform gebaute Produkte.
2>< 21 und 3>< 31
Die Summe der simtlichen Worte
des Schemas, 256
= 44, ist besonders beachtenswert: 4 Prinzipien
werden
genannt und
in solchen Symbolen ausgedrückt,
daß sie
selbst wieder zur 4ten Potenz der 4-Zahl führen.
Die Zahlenwerte der Randglieder des Schemas verdienen auch
in Hinblick
auf das rein philosophische System
volle Beachtung.
der Pythagoreer
Dem Zahlenwerte 66 von AIAOION entspricht die
der makrokosmischen Himmelskugel ”). Die Symbole des Philolaos
überliefern uns diesen Gedanken.
In den pythagoreischen Uberlieferungen finden sich noch manche
Symbole von der Art des betrachteten, manche auch, die weniger
konzinn sind. Jünger sind z. B. die Deutungen der Worte unväs
und xsopos nash dem milesischen Zahlensystem $), uralt ist die
Reihe 8EOX, AAIMQN, ANOPQINOX, welche allem Anscheine nach
noch vor Platon erweitert und künstlich in ein neues Symbol übergeführt wurde”). Die wenigen angeführten sollen bloß dem
?) Eine ausführliche Darstellung der antiken Zahlensywbolik werde ich
in der zweiten Hälfte meiner Altionischen Mystik (STUD. IV u. V) geben.
e$) Auch Alkmaion von Kroton hat nur durch diesen grofien Analori
das
daß
n,
gefunde
n
htunge
Beobac
schlufi, nicht aber durch physiologische
Gehirn das Zentralorgan ist. Den Nachweis für diese Behauptung siehe in
Himmelssphäre,
symbolisiert hat.
die Grundzabl 5 im
welche eben
Pentagondodekaeder der
Philolaos im
Worte OAKAY=
55
Die Hirnschale galt als mikrokosmisches Abbilıl
_
STUD. Il u. III, S. 200ff. (Altjonische Mystik).
% Wie dasselbe angewandt wurde, lehrt uns die pythagoreische Uber-
Ast.) ssvapibprbiv
lieferung selbst. Nach den Theologumena arithmetices (p. 6 slot
ist:
xa povas Cva tía” drodibwa, dre ‚wötauch xbxhos papal
M
2
d
N
O
ria — 40 + 70 + SU +1 + MN = 361,
oder ibid 7, suvapldursıs 205 26305 (KOYMNS ist nach dem additiven System
88) ovönaros draxdord ¿ore ist:
O
A
=
M
O
=
y = 20 + 70 + 200 + 40 + 70 + 200 = 6000.
Tes
Und schließlich sei auch ibid. p. 64 dav dyplays sò Ev iv yodhpasw, istLopr
=
55
Stelle
dieser
sarà obvdeas tiv ve (d. h. [E] 5 +(N]} 50=— 5; an
Bedeudie
es
weil
erwähnt,
gesetzt)
0
142+3+4+5+6+7+85+9+1
tung der Zahl 5 in 55 = OAKAS und REOAMI neuerlich beleuchtet.
10) GEOS
Grundzahl 6 im seelenerzeugenden Würfel; dem Zahlenwerte 55 in
KE@AAH jedoch
245
NYBATUPAS.
W. Scbultz,
- 244
= 4;
46 die Inversion von 64: Der selige Gutt
ist der Gegensatz zu dem unseligen
Dimon.
= 64=4.16;1=2+2, die tierechtigkeit (vgl. STUD
1, 15, 3ff.), die Wiedergeburt.
ANOPLIIO=N 112 = 7.16: î=3+4 zur Gerechtigkeit tritt in der
AAIMON
Dreizabl die Versöhnung von Gut und
Böse,
ihnen in dieser Schreibweise zukommt, als Symbole betrachten und deuten.
Obgleich sich die Hellenen zumeist des milesischen Zahlensystems bedienten
und
in diesem ganz andere Verhältnisse zutage treten, ist doch das erwähnte
Verfabren richtig; denn im dekadischen System wurden die Zahlen ausgesprochen, und auch größere Zahlen wurden stets nach den höheren und
niederen Einheiten des dekadischen Systems angesagt.
man in
Selzt wan, gleichwertig mit AN@PQUOL, das Symbol HPUE, so haterte
=
Gesamtw
dem
mit
@EOY-HPOSAN@PLUOS 24 = 42— 16 Buchstaben
Unsere
eburt.
Wiederg
der
ik
Symhol
die
16—42 verweist ebenfalls auf
Symbolfolge drückt aus: Was die Gottheit besitzt, was der Dämon verloren
hinzu ZOUN, PYTON, rechnete
hat, muß der Mensch erringen. Man fügte rte
um des Endresultates willen
jedoch im milesischen Systeme und erweite
Page 4
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Leser zeigen, wie man Zahlensymbole berechnete.
Eine eingehende
pe mtb Do
1. dvapéperat ye pùv els zods MuDayopizobsr in
a sal vob sr
aldo piy rotoopévov bvopdéetv Modayópa
e
¿vónao: ¡proba rol» gard Énotodvre) aa diav.aeJamb. Vita
sig terpautios Gyhoovemy thy dvópa + vat pd—Syovg
Darstellung der pythagoreischen Symbole würde auch die zum Teil
vorpythagoreischen
Zahlensymbole der Orphiker,
und anderer zu erörtern haben.
heit '°) verspart werden.
des
Pherekydes
Sie soll für eine andere Gelegen-
Für den vorliegenden Zweck beachten
wir bloß jeneSymbole, welche tauglich sind, den Nameg
I}
OATOPAS
zu beleuchten.
,
111.
Die Scheu
war so groß,
der Pythagoreer
daß sie,
wo
ein
”
vor dem Namen TIY@ArOPAY
„er selbst“
oder «,jener Mann“
wegen der Wichtigkeit der Sache nicht angezeigt war, ein Symbol
für ihn verwendeten. Eine solche Gelegenheit war der Schwur
der Pythagoreer:
nd ud Tbv Austépa ever mapañóvta tezpaxtóv
raya devvdou púaios pizwpa +£ynucav ??).
Die
späten
Pythagoreer
stimmen
in
der
Interpretation
dieses
Schwures in so merkwürdiger Weise überein, daB wir eine Uber-
Pyth. 150 p. 54
za va pl had
Aw; + wat npds modi Graselvev pudi
ho en =
peyougvyy tetpaxtoy ot auri,s ¿mó ds
Beparonpsvots.
yópav Enıpdeyyöpevit mávies Ent ragt Tots UT Be
;
0d pa — Eynuoav. Porph. Vita Pyth. o p. Mi s ao
re
3. dida ai tiv [ludayépar dia Tr» cespanzby mu
) zai price Guvanıy.
ds rapadévia tolto Thy ETOUHY TOY S.abrl’eut
ec. MAY BR
Nie. Paraphr. Greg. Naz. orat. in
ip serpy
4. idia dE vv Spvoodar xata tov napadivtas ylegni wer wie
èddovador, Es ada iv tiv abavarwv ei,s ) xat zn we
fpowv, XX avdpwxos duna Deus xoopyiet aur. carmen +!
de faurod Deíav droswiwy sixóva. Hierocl. in
as die h ierlen ergibt sich, dablerPythderagore
Ape diesen Stel
n,
ihn im Eide als Erka
9
ANOPOTIVS zu ANABPLIUS (vgl. Platon. Cratyl. cap. XVI. 397. C, E fl.
den
Etymologien
t#eds-dsiv,
daipovec-Catipoves:
[jows-Epws]:
avdewzos-
2wi0pwros avalpei yao, 2 rune) und erhielt:
4#X7\
4
@EOS
984
Gi
AAIMAN
95
9
ANAOPOIIOS 1311
4
ZEON
927
| 5 BYTOX
1320
en
4747
Hierin ist 47 die Zahl des Wortes apy%: denn es ist additiv APMI=47.
Das bei Platon überlieferte Wort 7pws ermöglicht, das alte Schema mit Umgehung von avatlpwros ebenfalls zu einem Symbole umzugestalten, wenn mun
AAIMON durch HPQY ersetzt.
Symbole,
wie
Hierdurch wird in der Zablenfolge der alten
sie in der vorangehenden Anmerkung gegeben
geändert; denn bezeichnender Weise ist auch PQS
= 64.
System entspricht ihm die
Zahl
wurde, nichts
Aber im milesischen
1108 und GBEUS-HPOS-ANGPOIIOS-ZEON-
WITON gibt 4949 als Summe von 25 =5? Buchstaben.
Die Verdoppelung
der Zahlen deutet auf das Böse, auch auf das Unendliche.
11) Unter anderem auch Theolug. arilbem. p.
ibid, p. 168 Asts Erläuterungen.
a
dunt sv È : »
2. yaì wera tv Deiv tov Mudayipar xarnpduouv.
y ao
nap’ abınis èv tots padíuaci CEA LAN Rpoysiprodpevo:
sicht einiger einschliigiger Stellen geben wollen:
mit
247
18 Ast. überliefert.
Vyl,
zalıl gelehrt, daß man
der anfierondentite ie om
nannt und gepriesen habe. Auch nur vera
nlaßte die or en
welchen man der Vierzahl zuschrieb,
und Mensch poe:
Meister fiir einen Vermittler zwischenKräfGott
en, welche ihm als
und bloß um der übernatürlichen te willsie
Erfinder der Vierzahl innewohnten, schwurensich zuZu ihm.
vielen Fragen
Wer all dem unbefangen zuhört, sieht PAKTYS
des
statt r
Wort TET eh
| alb das sonderbare =
ä . Wesh
gedringt
a
der TE.
üblichen terpas? Ferner, welche tiefe Einsicht soll innder
Erli kraft, e ; a
verborgen sein? Was bedarf es besonderervon
Vierzah , dal
vier zu zählen? Wohl lehrte Pythagoras diederW ieıle
rerstattung
sie den Wandel der Seelen, die Cierechtigkcit, lehren waren nicht
des Bösen durch Böses bedeute: aber diese
—
AEOS-HPOS-ANOPENOS verwendet und
1) Mier ist direkt die Reibe gesetz
POS an die Stelle von AAIMQN
Page 5
View in PDF(opens in a new window)eigentliche dxpoyca,
FIY8ATOPAS.
und sie waren insbesondere nicht geeignet,
den, der sie verkündete, als halbgöttliches Wesen erscheinen zu
lassen.
Die Tetraktys jedoch muß, wenn anders unsere so übereinstimmenden Berichte uns nicht täuschen, die Gúttlichkeit des
Pythagoras direkt offenbart
haben.
[Pythagoras
soll
nach
(3.)
seinen Schülern in jenem „Gevierdte“ seine eigene, gehejme Macht,
nach (4.) ein göttliches Bildnis übergeben haben.
May nun dies
ein Bildnis der Gottheit, der Welt oder der Menschheit gewesen
sein: Pythagoras ist mit Gott, mit der Welt, mit der Menschheit
nach seinem eigenen System so innig verknüpft, daß jenes Bild in
irgendeinem Sinne auch ein Bild
des Pythagoras gewesen sein
muß.
Das Wort TETPAKTYS = 128 =27, das siebenfach gesteigerte Böse, welches in seiner höchsten Potenz zum Guten umschlägt, ist ein Symbol, hinter welchem ein zweites steht, eines,
in welchem das Wesen des Pythagoras nachgebildet war, eines, in
dem seine eigene, geheimste Kraft sich ausdrückte.
„Sage mir deinen Namen“, sprach Isis zum ehrwürdigen Re,
als sie seine
Herrschaft durch den
Namens an sich reißen wollte. '*)
Zauber dieses
verborgenen
Pythagoras hat seinen Schülern
seine Macht übertragen: er hat sie auch die Geheimnisse seines
Namens gelehrt. Pythagoras selbst ist die Tetraktys, INBATOPAN
ist ein Zahlensymbol.
IV.
Die Zahlenwerte, welche dem Worte INBATOPAY entsprechen,
wenn man es nach den Methoden berechnet, welche wir bei den
bisher mitgeteilten
interessant
und
Symbolen
verraten
verwendet haben,
deutlich
sind zwar sehr
sich als TETPAKTYY darstellt.
249
Trotzdem setzen wir sie ausführlich hierher:
+ 1004-9 + 14-384+-70-4- 100 4-1-2004
86480
I
Y
@©aAT
O
P
2 16=4< 68
AS
16 + 204-8 +1484 154-17 +1416 = 99
—
44
55
Die einzelnen Stellen der Zahl 864 liefern, aufeinander bezogen, die harmonischen Intervalle '/,, */,, */,: jede Stelle übertrifft die nachfolgende um 2. das Böse in der Zahl nimmt ab.
Die Zahl 216 ist für den duyoyovexds xößo; überliefert, und die
Zahlensymbolik im Namen Pythagoras erbringt den Nachweis, daß
der seelenerzeugende Würfel nicht späte Erfindung der Schule ist,
sondern vom Meister selbst in seinem Namen verewigt wurde.
99 verZur Verdeutlichung der Zabl 99 sei auf OYPANOY=
864 als
in
wiesen. '') Aber die Vierzahl, welche ja allerdings
Koeffizient von 216 auftritt, ist weder hier noch in IIYA = 44 das
Grundsymbol des Namens.
|
Wir dürfen billig annehmen, daß IYOACOPAS wohl im námlichen Sinne eine TETPAKTYS sein wird, in dem uns andere
Symbole als TPIAS gekennzeichnet sind, wenn wir nur noch hinzufügen, daß die Art der Symbolberechnung eine andere sein wird.
Als TPIAS aber bezeichneten die Pythagoreer die Hekate (Theolog.
arithm. p.37 Ast). Ihr Name führt, wenn man A wegläßt, zu
EKTH, die Sechste, und diesen Buchstaben entspricht nach milesischem System die Zahl 333. Um jedoch EKATH selbst als Dreiheit
tiefe Absicht, offenbaren aber
noch nicht jene Eigenschaft des Namens, auf Grund welcher er
15) A. Erman, Agypten, Tübingen 1885 p. 362. Wir führen diese Stelle
nicht an, um irgend eine Beziehung des Pythagorismus zu Ägypten (so nahe
dies im Hinblick auf Herod II 81 lige) zu konstatieren, sondern wollen vielmehr ausdrücklich hervorheben, daß die angedeutete Vorstellung von der
Macht des Namens allen antiken Völkern gemein ist. Vgl. die Bedeutung
des Qu’ im jüdischen Schriftum und — der Tradition nach hiervon ganz
unabhängig — die Sprachtheorie des Heraklit STUD, I, 63.
das älteste Instrument des Zaubers.
Der Name ist
= 123 (man beachte die
14) Der Vater des Pythagoras biel} MNHZAPNOS
Folge 1, 2, 3), sein Ahne THAEKAII=S 88, dessen Konkurrent BASYKAHS=77.
Zableusymbolisch bedeutsame Namen scheinen also in jenen Geschlechtern gebräuchlich gewesen zu sein. Gleichwohl mócbte ich vermuten, daß die komplizierte Symbolik in MY@APOPAX aus der mit diesem Namen verknüpften
Tradition etwa ähnlich geschaffen wurde, wie spiter in sonst schwer erklärlicher
S (vgl. STUD. 1 u. IU
= 888
Abweichung von dem hebräischen ya JIZOY
zu dem legendären
Pythagoras
S. 325 f.). Über das Verhältnis des historischen
durch den Sohn
u
Verheiliunge
chen
pythagoräis
der
Erfüllung
und über die
des Gemmenschneiders Mnesarchos s. STUD. Il u. HI. S. 318
Page 6
View in PDF(opens in a new window)IT8ATOPAZ.
darzustellen, änderte man ihr hesiodisches Epitheton pouvoysvis (Th.
Hiermit ist der letzte Symbolwert des Namens Pythagoras, der
Grund der Bezeihung TETPAKTYZ und die geheimste Lehre des
250
426) in MOYNOTENEIA = 111 (Procl. in Tim. II. 139 cf. Lobeck,
251
Aglaophamus545) und erfand ein zweites, EKATHBEAETIX(T'heolog.
Pythagoras selbst erschlossen.
arithm. p. 37 Ast) ebenfalls = 111.
Man versteht auch jetzt zum ersten Male jenes, wie sich nunmehr herausstellt, sehr alte pythagoreische Symbol, das uns
Hekate wurde also in der Form
111 als TPIAS dargestellt.
Von dem Namen I\'@ATOPAY werden
wir demnach vermuten,
daß ihm nach irgendeiner ungéwühn-
Jamblichus in seiner Vita des Pythagoras (82.) überliefert hat.
lichen Berechnungsweise, die so altertiimlich und abweichetrd sein
Dieses Symbol nämlich lautet: ti ¿om to èv Ackzais pavtetov;
mag, wie TETPAKTYS im Gegensatz zu TETPAS, die Zahl 1111
Die Zahl 25 muß in einem solchen Systeme mit der Basis 24 als
tetpaxtéc Srep dotiv %, dppovia, dv q at Sepives. In diesem Symbole
ist nämlich mit aller jener Kürze, die der Schule des Pythagoras
stets eigen war, die ganze Erläuterung des Namens MVYBATOPAF
enthalten. Daß das Orakel in Delphi als Tetraktys bezeichnet
wird, sagt uns, daß es Pythagoras ist. Die in der Pythagoraslegende
gegebene Deutung des Namens Iludayópas führt das Wort darauf
zurück, daß Pythagoras von dem pythischen Gotte verkündet
worden sei (Mudayópas = JlóDios dyopeús:), unser Symbol aber
betrachtet ihn direkt als Gotteswort, als Inhalt und Wesen des
Orakels und der Orakelstätte. Daß er die Tetraktys ist, haben
AA, d.h. 1><24-+-1
angeschrieben
werden.
wäre z. B.
wir soeben aus dem Zahlenwerte seines Namens erkannt. ‘Es erübrigt
AA=4Xx24+4;
aber
man
[OQ => 3 < 24 + 24
nur noch, zu verstehen, wieso die Tetraktys die Harmonie ist. in
der sich die Sirenen befinden. Den Zusammenhang der Sirenen
als ,Gevierdte“ entsprochen habe.
Es ist nur noch die betreffende
Art der Berechnung zu ermitteln.
Ein von den gebräuchlichen
und bekannteren abweithendes _
System der Zahlenbezeichnung durch Buchstaben
im Sinne
von
Steinmetzzeichen hat man an den Quadern des, selbst eine Art
Ataxôgurots enthaltenden pergamischen Altarfrieses gefunden,
Vergegenwärtigen wir uns das dem additiven System zugrunde liegende
Verfahren,
bloB
vermittelst der Buchstaben
9
müßte
A—
zu
100
rechnen.
schreiben, weil kein Zeichen von der Art der Null vorgesehen ist.
Diese Art der Zählung durch Gruppen von je zwei im Sinne eines
Vierundzwanzigersystemes zu
verstehenden
Buchstaben,
wie
sic
uns in Pergamon vorliegt, ist eine so naturgemäße Weiterbildung
der den einzelnen Buchstaben nach dem rein additiven Systeme
zugeschriebenen Zahlenworte, daß wir ihren Ursprung wohl sehr
hoch, vielleicht in die Zeit der endgültigen Redaktion der hellenischen Buchstabenreihe von A—Q, hinaufdatieren dürfen.
Wenn
man das Wort ¡IN8APOPAZ in Gruppen zu je 2 Buchstaben abteilt
und jede Gruppe als Zahl von der Form 24a
+ b auflalit, su erhält man durch das additive Verfahren:
JIY
—
16> 244-20
nigi
403
OA
—
8$xX2+1
FO
—
3xX24+15
IT
sur
+
193
PA
—
al
2447
18
e
+
87
ga
1111
+
409
HIS
—
mit dem Gedanken an eine Harmonie im Weltall entnehmen wir
dem bekannten Gleichnisse der platonischen Republik, in dem
geschildert wird, wie auf jedem der acht, einer ‘Oktave entsprechenden, konzentrischen Wirtel eine Sirene die Spindel der
Ananke umkreist. Noch heute heißt das elementare physikalische
Instrument, auf dem die harmonischen Tonverhältnisse aus der
Zahl der Luftstöße abgeleitet werden, Sirene. Daß aber auch die
harmonischen Tonverhältnisse, (Quart, Quint, Oktave) in dem
Namen Pythagoras liegen, sofern ihm die Zahl 864 entspricht,
wurde oben hervorgehoben. So ist denn jenes pythagoreische
Symbol nichts anderes als die kurz zusammenfassende, selbst wieder
symbolisch gestaltete Erläuterung des Namens INHALUPAN.
Daß man aber in jenen Zeiten subjektiv wie objektiv durch
die Eigenschaften dos Namens die Göttlichkeit seines Trägers lür
erwiesen erachtet, wird, wenn man das Gefundene sich vergegenwärtigt, begroiflich. Man konnte diesen Beweis als subjektiv er-
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bracht ansehen: denn die Vereinigung der bedeutsamen Zahl 1111
nach einer, der Zahl 864 nach einer anderen, der Zahl 99 nach
einer dritten Zählweise in ein 9 Buchstaben
umfassendes Wort
scheint in der Tat mehr als menschlicher Einsicht entsprungen, —
als objektiv erbracht: denn der Zahl 1111 liegt die Einheit, das
Symbol der Göttlichkeit, zugrunde, die Zahl. 864 verweist auf
den Wandel der
Wesen, der in harmonischen Intervallen von
Stelle zu Stelle das Böse in der Zahl vermindert uhd zum Guten
emporführt, die Zahl 99 deutet auf den Himmel selbst.
'
Pythagoras brauchte nicht seine Einsichten in unständlicher
Schul2,W
|
Sprache zu erörtern oder durch logische Folgerungen scheinbar zu
erhärten, um sie von einer unberufenen Öffentlichkeit wieder an-
7 YOAMOPAE
gegriffen zu sehen, sondern in dem Namen selbst geheimnisvolle
Zahlen verborgen, deren wechselseitige Verbindung dem Kundigen
nicht als Mißverständnis, nicht Widerspruch, sondern bloß Einsicht
verstattet.
Mit dem Namen
teilhaftig geworden.
ist
die ganze Lehre
der Ewigkeit
a Philosophr'e
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