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View in PDF(opens in a new window)Pythagoras in der Schmiede
Dieser Beitrag beleuchtet die
physikalischen
und
musiktheoretischen Hintergründe
der Legende von Pythagoras in
der Schmiede und weist nach,
dass diese Legende eine
realistische Grundlage haben
könnte. Er basiert auf einer
gemeinfreien
Vorveröffentlichung aus dem
Jahr 2012.[1]
Vorrede
Die Zusammenhänge zwischen
Tönen und Zahlen wurde nicht
nur in der Antike untersucht. Die
Musik gehörte im Mittelalter
zusammen mit der Arithmetik
Der Kupferstich Duynkirchen von Eberhard Kieser aus dem 1626 erschienenen Thesaurus
und der Geometrie zu den vier
philopoliticus von Daniel Meisner (* 1585; † 1625).
freien Künsten des Quadriviums.
Links Pythagoras mit Winkelmaß und rechts drei Schmiede mit Hämmern an einem Amboss
Diese Fächer bieten nach wie
mit fünf Notenlinien, auf denen der Schriftzug "Guido" gezeigt wird.
vor ein lohnendes Feld für
musiktheoretische Betrachtungen
Die lateinisch und deutsch abgefassten Bildtexte haben den gleichen Inhalt und lauten wie
und Untersuchungen, und dies
folgt:
betrifft verschiedene auch heute
noch in Gebrauch befindliche
Triplicibus percussa sonat varie ictibus incus.
Stimmtemperaturen genauso wie
Musica Pythagoras struit hinc fundamina princ(eps).
zum Beispiel musikästhetische
Aspekte oder die Tonlehre. Der
Der Amboß von drey Hämmern klingt, darauß dreyerley thon entspringt.
Autor
hofft,
dass
diese
Pythagoras hie die Music findt, das hett kein Eselskopff gekönt.
Ausführungen über die antike
Legende dazu beitragen können,
das Interesse an der Materie zu wecken oder zu festigen.
Die Erfindung der Musik
Pythagoras von Samos (* um 570; † nach 510 vor Christus) soll nach der Überlieferung der Legende über seinen Besuch
einer Schmiede die Musik erfunden haben. Damit ist nicht gemeint, dass es zuvor keine Musik gegeben hätte, sondern dass er
der Musik durch die Zuordnung der Verhältnisse der natürlichen Zahlen sechs, acht, neun und zwölf zu den reinen
musikalischen Intervallen Prime, Quarte, Quinte und Oktave als erster eine theoretische Grundlage gegeben haben soll.
Die folgende Tabelle zeigt die Frequenzverhältnisse solcher vier Töne mit den beispielhaften Frequenzen 1200, 1600, 1800
und 2400 Hertz:
Page 2
View in PDF(opens in a new window)Die vier ganzen Zahlen 6, 8, 9 und 12 und deren Verhältnisse zu den reinen musikalischen
Intervallen Prime, Quarte, Quinte und Oktave.
Intervall
Prime
Quarte
Quinte
Oktave
1200 Hz
1600 Hz
1800 Hz
2400 Hz
Paarweise können vier pythagoreischen Töne
insgesamt vier verschiedene tieferfrequente
Kombinationstöne hervorrufen, die sich aus der
Differenz der Frequenzen der beiden jeweils
betrachteten Töne ergeben. Bezogen auf jeden
einzelnen der vier pythagoreischen Töne haben
die Kombinationstöne jeweils ein ganzzahliges
Vielfaches der Hälfte, des Drittels, des Viertels
oder des Sechstels von deren Frequenz. Mit den
oben in der Tabelle angegebenen beispielhaften
Frequenzen ergeben sich also die vier
Kombinationstöne mit den Frequenzen 200, 400,
600 und 800 Hertz. Wegen der ganzrationalen
Verhältnisse klingen auch alle Kombinationstöne
im harmonischen Einklang mit den vier
pythagoreischen Tönen.
Beispiel mit den vier pythagoreischen Tönen c', f', g' und c" in Notenschrift
mit Violinschlüssel.
Hörbeispiele mit den vier pythagoreischen Tönen c', f',
g' und c" in reiner pythagoreischer Stimmung und allen
15 Kombinationen
Die
folgende
Tabelle
zeigt
die
vier
pythagoreischen Töne c', f', g' und c" mit den
Schwingungszahlen ihrer Tonfrequenzen, die dem
Kammerton A mit 440 Hertz entsprechen:
Variante A.
Variante B.
Page 3
View in PDF(opens in a new window)Tonbezeichnung
g'
c"
Tonfrequenz
in Hertz
Frequenzverhältnis
zum ersten Ton c
261,6
349,2
392,0
523,3
Überlieferung in der Antike
Leider sind keine Schriften von Pythagoras vorhanden (möglicherweise hat er auch gar keine hinterlassen), und die ältesten
Quellen stammen aus einer Zeit, die viele Jahrhunderte nach dessen Tod entstanden sind. Nikomachos von Gerasa hat
mindestens 600 Jahre nach Pythagoras' Tod dessen Entdeckungen festgehalten.
Aber auch diese Aufzeichnungen sind nicht erhalten, so dass wir auf die spätantike, lateinische Schrift De institutione musica
(„Einführung in die Musik“) von Boethius zurückgreifen müssen, die erst etwa 1000 Jahre nach Pythagoras entstanden ist
und sich unter anderem vermutlich auch auf Nikomachos bezieht. Im zehnten Kapitel der De institutione musica wird
jedenfalls beschrieben, „wie Pythagoras die Verhältnisse der Zusammenklänge untersucht hat.“[2]
Nach der Legende Pythagoras in der Schmiede sei dieser „durch göttlichen Wink“ an einer Werkstätte vorbeigekommen und
hätte den Zusammenklang der durch fünf verschiedene Hammerschläge verursachten Einzeltöne bemerkt. Weil er vermutete,
dass die Einzeltöne durch die Art und Kraft der Hammerschläge zustande kämen, veranlasste er die Handwerker die
Werkzeuge zu tauschen. Er bemerkte, dass die Einzeltöne nicht mit den Handwerkern, sondern mit den Werkzeugen
verbunden waren und dass die im Wohlklang zusammentönenden Werkzeuge in bestimmten ganzzahligen
Gewichtsverhältnissen zueinanderstanden.
Laut dem elften Kapitel der De institutione musica hätte er im Anschluss diese Verhältnisse beim Variieren der Zuggewichte
von Saiten und schließlich auch beim Monochord untersucht und auch verschiedene Längen und Dicken der Saiten
erforscht.[3]
Überlieferung im Mittelalter
Noch einmal 500 Jahre später, also mittlerweile 1500 Jahre nach dem Wirken von Pythagoras, bezieht sich der mittelalterliche
Musiktheoretiker und Benediktiner Guido von Arezzo (* um 992; † 1050) in seinem ebenfalls lateinischsprachigen
Micrologus wiederum auf Boethius. Guido erwähnt im zwanzigsten Kapitel, „wie die Musik aus dem Klange der Hämmer
erfunden worden sei“.[4]
Diese Überlieferung der Legende von Pythagoras erwähnt, dass dieser an einer Schmiede vorbeigekommen sei, wo mit fünf
Hämmern auf einem Amboss geschmiedet worden sein soll. In der älteren Überlieferung von Boethius ist jedoch weder von
den die Hämmer führenden Schmieden noch von einem Amboss die Rede.
Künstlerische Darstellungen
Zeichnungen
Page 4
View in PDF(opens in a new window)Buchmalerei "Pythagoras in der
Schmiede" zum Werk "De musica
cum tonario" von Johannes Cotto
(um 1100) aus einer
Sammelhandschrift der
Zisterzienserabtei Aldersbach. Im
dritten Kapitel wird die Erfindung
der Musik durch Pythagoras
beschrieben. Das Werk enthält
unter anderem auch eine
umfangreiche Anleitung für die
Komposition des einstimmigen
gregorianischen Gesangs und des
Organums.
Guido von Arezzo (* um 992; † 1050)
unterweist Bischof Theobald von
Straßburg († 1082) am Monochord.
Wien, Österreichische
Nationalbibliothek, 12. Jahrhundert.
Page 5
View in PDF(opens in a new window)Holzschnitt mit vier Darstellungen von
Franchino Gaffurio (* 1451; † 1522) aus
dem Werk "Theorica musicae" von 1492:
Jubal an einem Amboss mit sechs
Schmieden, die Hämmer mit
verschiedenen Gewichten verwenden.
Pythagoras mit sechs Glocken
verschiedener Größe sowie mit sechs
verschieden mit Flüssigkeit gefüllten
Gläsern.
Pythagoras an einem Monochord mit
sechs mit verschiedenen Gewichten
gespannten Saiten.
Pythagoras und Phylolaus mit sechs
Pfeifen.
Der Typus arithmeticae aus der Margarita
Philosophica von 1503 des Philosophen
Gregor Reisch (* 1467; † 1525) mit
Boethius (links, bereits mit Ziffern
arbeitend) und Pythagoras von Samos
(rechts, noch mit Abakus arbeitend).
Die vier pythogareischen Hämmer mit den Gewichtsverhältnissen 12, 9, 8 und 6 nach dem
Mathematiker und Astronomen Heinrich Schreiber (* vor 1496; † um 1525) in dem 1521
erschienenen Werk Ayn new kunstlich Buech welches gar gewiss vnd behend lernet nach der
gemainen Regel detre Grammateum oder Schreyber.
Page 6
View in PDF(opens in a new window)Im 15. Jahrhundert tauchen vermehrt Darstellungen auf, die Ambosse im Zusammenhang mit Musik zeigen. Dies scheint auf
einer Gleichsetzung zwischen den biblischen Halbbrüdern Jubal und Tubal mit Pythagoras in einigen christlich geprägten
Überlieferungen des Mittelalters zu beruhen. Tubal war der Sohn Lamechs und seiner zweiten Frau Zilla, der Enkel Kains
und der Urenkel Adams. Sein Halbbruder war der von Ada, der ersten Frau Lamechs, geborene Jubal, der als Stammvater
aller Musiker gilt. Tubal gilt nach Isidor von Sevilla (* um 560; † 636) hingegen als Urvater aller Schmiede.
Künstlerische Darstellungen mit hämmernden Personen
Pythagoras oder Tubal mit zwei Hämmern auf
einen Amboss schlagend und lauschend. Die
Darstellung gilt auch als eine Allegorie der
Astrologie oder Harmonie. Das sechseckige
Marmorrelief Nummer 19 des florentinischen
Renaissance-Bildhauers Luca della Robbia (*
um 1400; † 1481) befindet sich seit der Zeit um
1438 an der Nordseite des Glockenturms des
Giotto di Bondone in Florenz.
Die vier der sieben freien Künste Grammatik, Logik, Rhetorik und Musik im Fresko der
ehemaligen Bibliothek der Kathedrale Notre Dame in Le Puy-en-Velay vom Ende des
15. Jahrhunderts. Die Musik ist mit einer kleinen Orgel dargestellt, vor ihr schlägt der Tubal mit
zwei Hämmern ein Amboss. Die lateinische Inschrift lautet: Invenere locum per me modulamina
vocum. (Übersetzung: Durch mich haben die Melodien der Stimmen einen Ort gefunden.)
Page 7
View in PDF(opens in a new window)Widersprüche
Bei der physikalischen Analyse der überlieferten Behauptungen ergeben sich eine Reihe von Widersprüchen. Der
Musiktheoretiker Vincenzo Galilei veröffentlichte 1589 in seiner Streitschrift Discorso di Vincenzio Galilei nobile Fiorentino
intorno all’opere di messer Gioseffo Zarlino da Chioggia, et altri importanti particulari attinienti alla Musica („Abhandlung
des edlen Florentiners Vincenzo Galilei über die Werke des Herrn Gioseffo Zarlino aus Chioggia, und andere wichtige
Einzelheiten in Bezug auf die Musik“), dass die Angaben in der überlieferten Legende über die Klangerzeugung von mit
Gewichten belasteten Saiten nicht zutreffen. Aber auch in Bezug auf die Schallerzeugung durch Hammerköpfe können die
Schilderungen in der überlieferten Form nicht korrekt sein.
Hierzu betrachten wir einen idealisierten
Hammerkopf in Form eines quaderförmigen Stabs
mit der größten Länge . Dessen Volumen
ergibt
sich
zusammen
mit
seiner
Querschnittsfläche zu:
Stab mit der Länge und der Querschnittsfläche
Die Masse
.
beträgt bei einer Dichte :
Die Gewichtskraft
des Hammerkopfes kann aus der Masse
Erdbeschleunigung
unmittelbar durch die Proportionalkonstante der
berechnet werden:
Die Eigenfrequenz beziehungsweise die Tonhöhe
von Hammerköpfen aus gleichem Material ist in der Regel nicht
umgekehrt proportional zu deren Gewicht , sondern hängt wesentlich von ihrer genauen Geometrie ab. Je länger die
geometrische Ausdehnung in einem Körper ist, desto tiefer ist die Eigenfrequenz in dieser Richtung beziehungsweise des
dazugehörigen longitudinalen Schwingungsmodus. Die tiefste hörbare Frequenz ist demzufolge mit der größten Länge des
Hammerkopfes korreliert.
Die Eigenfrequenz von Hammerköpfen ist praktisch allerdings gar nicht hörbar, da sie in einem zu hohen Frequenzbereich
liegt. Die Schallgeschwindigkeit
in Stahl beträgt ungefähr 5000 Meter pro Sekunde, und mit einer typischen
Schmiedehammerkopflänge
von 10 bis 16 Zentimetern ergeben sich mit
Eigenfrequenzen zwischen 15 und
25 Kilohertz, was nicht in Verbindung mit einer Tonhöhe wahrgenommen werden kann.
Schließlich ist festzustellen, dass das Zuggewicht
einer Saite mit der Länge weder proportional
noch umgekehrt proportional zur Frequenz der
Saitenschwingungen
beziehungsweise
zur
Tonhöhe ist. Vielmehr ist diese proportional zur
Quadratwurzel des Zuggewichts . Im Übrigen
ist die Tonhöhe umgekehrt proportional zur Länge
und zur Dicke der Saite:
Erklärungsversuch
Schwingende Saite mit der Länge l und der Spannkraft F.
Diese Widersprüche können ausgeräumt werden, wenn die folgenden Sachverhalte erwogen beziehungsweise berücksichtigt
werden:
Pythagoras könnte den komplizierten und aufwendigen Bau des über 1000 Meter langen Tunnels von
Eupalinos auf seiner Heimatinsel Samos mitverfolgt oder sogar begleitet haben.
Page 8
View in PDF(opens in a new window)Zu Lebzeiten des Pythagoras wurde das monumentale
Heraion von Samos aus Kalkstein und Marmor gebaut.
Das lateinische Wort "faber" muss nicht mit „Schmied“,
sondern kann auch mit „Handwerker“ übersetzt werden.
Es gab damals sicherlich mehr Werkstätten und Handwerker
zur Steinbearbeitung als zur Metallbearbeitung.
Das lateinische Wort "fabrica" bedeutet Werkstätte und nicht
Schmiede.
Werkstätten, in denen mindestens vier Handwerker
gleichzeitig mit verschieden großen Hämmern auf einem
Amboss geschmiedet haben, dürften nur selten zu finden
gewesen sein.
Bei Meißeln liegt die Eigenfrequenz im gut hörbaren
Bereich.
Bei Meißeln ist die Eigenfrequenz der longitudinalen
Schwingungen umgekehrt proportional zu deren Länge
Lage des Heraions und des Pythagoreions auf
Bei Meißeln gleicher Querschnittsfläche ist die
Samos.
Eigenfrequenz daher auch umgekehrt proportional zu
deren Länge , zu deren Volumen , zu deren Masse und
zu deren Gewicht .
Die Eigenfrequenz einer schwingenden Saite ist umgekehrt proportional zu deren Länge .
Die Eigenfrequenz einer schwingenden Saite ist umgekehrt proportional zu deren Dicke .
Es liegt also nahe, davon auszugehen, dass Pythagoras nicht an einer Schmiede, sondern an einer Werkstätte mit mehreren
tätigen Steinmetzen vorbeigekommen ist. Ferner ist es nicht abwegig, dass er im Anschluss an seine Entdeckung weitere
Experimente mit einem Monochord durchgeführt hat.
Die folgenden Klangbeispiele verdeutlichen die klingenden Tonhöhen von fünf verschieden langen Metallstäben respektive
Meißeln bei mechanischer Anregung entlang der Längsachse mit einem Schlag zum Beispiel durch einen Hammer. Die
Metallstäbe haben alle die gleiche Querschnittsfläche, wobei die Verjüngungen an den Schneiden und die Verdickungen an
den Schlagköpfen von tatsächlichen Meißeln hier in guter Näherung vernachlässigt werden können. Die Längen sowie die
Eigenfrequenzen und die Tonhöhen stehen im Verhältnis von 12 zu 9 zu
zu 8 zu 6 Längeneinheiten.
Page 9
View in PDF(opens in a new window)Vier pythagoreische Meißel mit den in harmonischen Längen- und Massenund Eigenfrequenzverhältnissen 12:9:8:6.
Tonhöhen von fünf Metallstäben verschiedener Länge
Grundton mit 12
Längeneinheiten.
Quarte mit 9
Längeneinheiten.
Quinte mit 8
Längeneinheiten.
Oktave mit 6
Längeneinheiten.
Page 10
View in PDF(opens in a new window)Tritonus (exakt eine
halbe Oktave) mit
Längeneinheiten. Der
entsprechende Meißel
ist oben im Bild nicht
dargestellt und hat
eine Länge zwischen
den beiden Meißeln
mit 8 und 9
Längeneinheiten.
Die Metallstäbe mit den ganzzahligen Längeneinheiten ergeben in allen Kombinationen harmonische Zusammenklänge,
wohingegen der Metallstab mit der nicht rationalen Längenverhältniszahl
zu allen anderen dissonant klingt.
Mit einigen entsprechenden und plausiblen Annahmen ergibt sich ein Szenario, das sich zu Pythagoras' Zeiten zugetragen
haben könnte, ohne dass es zu Widersprüchen mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten kommt:
Wenn die Geschehnisse der Überlieferung von Boethius, die weder Schmiede noch Ambosse erwähnt, in einer Werkstätte für
Steinmetze stattgefunden haben und in dem Punkt der Benennung der Werkzeuge dahingehend ungenau war, dass nicht nur
die Hämmer, sondern Ensembles aus Meißeln gleichen Querschnitts aber unterschiedlicher Länge und Hämmern gemeint
waren, wären die Töne und Tonhöhen gut hörbar und durch Hammerschläge verursacht, aber den Meißeln zuzuschreiben
gewesen. Unter dieser Voraussetzung wären die ganzzahligen Verhältnisse der Tonhöhen identisch mit denen der Längen
oder Gewichte der Meißel und völlig unabhängig von den Handwerkern und den verwendeten Hämmern gewesen.
Beim Experimentieren mit einem Monochord und
konstanter Saitenspannung und -beschaffenheit
hätte Pythagoras bei einer bestimmten Saitendicke
exakt die gleichen Verhältnisse zwischen
Saitenlänge und Tonhöhe und bei einer
bestimmten Saitenlänge exakt die gleichen
Zwei parallele Monochorde auf einem gemeinsamen Resonanzkasten im
Verhältnisse zwischen Saitendicke und Tonhöhe
Deutschen Museum in München.
gefunden, wie zwischen Meißellänge respektive
Meißelgewicht und Tonhöhe. Eine doppelt so
lange Saite mit gleicher Dicke oder eine doppelt so dicke Saite mit gleicher Länge klingen also exakt eine Oktave tiefer, als
die Saite mit der einfachen Dicke beziehungsweise mit der einfachen Länge.
Die hierbei zu beobachtenden rationalen Zahlenverhältnisse mit Produkten aus den natürlichen Zahlen Eins, Zwei und Drei
entsprechen den konsonanten Intervallen Oktave, Quinte, Quarte und Prim. In Bezug auf einen beliebigen Grundton ergeben
die entsprechenden vier pythagoreischen Töne einen sogenannten Tetrachord.
Bei der weiteren kaskadierenden Untersuchung dieser Verhältnisse ergibt sich die diatonische Tonfolge aus den sieben Tönen
A – B – C – D – E – F – G. Diese heptatonische Tonleiter bildet sowohl die Grundlage für das antike Systema Téleion der
Griechen, das sich in den Jahrhunderten nach Pythagoras herausbildete, als auch für die vier Hauptkirchentonarten Protus,
Deuterus, Tritus und Tetrardus, die sich in den Jahrhunderten nach Boethius herausbildeten.
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View in PDF(opens in a new window)Die antiken Untersuchungen mit den Zuggewichten von Saiten mögen durchgeführt worden sein, sind jedoch für diese
Erkenntnisse weder hinreichend noch erforderlich. Wird die Spannkraft der Saite verdoppelt, ergibt sich eine um den Faktor
Quadratwurzel von zwei (≈ 1,4142) erhöhte Frequenz, die einem gemeinhin als dissonant empfundenen Tritonus-Intervall
entspricht. Nichtsdestoweniger war auch diese irrationale Zahl sowohl den Pythagoreern als auch schon lange zuvor den
Babyloniern bekannt.
Kompositionen
In der Harmonielehre haben die vier pythagoreischen Töne eine große Bedeutung, da sie das Gerüst einer der am häufigsten
verwendeten Schlusskadenzen bestehend aus Tonika, Subdominante, Dominante und Tonika bilden. Das nachfolgende
Beispiel zeigt die Kadenz C-Dur – F-Dur – G-Dur – C-Dur mit dem jeweiligen Grundton der vier Akkorde in der
Bassstimme.
Die vier pythagoreischen Töne c – f – g – c'
sind blau dargestellt.
0:00 / 0:00
Hörbeispiel der Schlusskadenz in CDur.
Diese vier pythagoreischen Töne sind zum Beispiel ein zentrales Motiv der Impromptus (Opus-Zahl 5) von
Schumann (* 1810; † 1856) für Klavier von 1833 über ein Thema von Clara Wieck.
Robert
Gregorianik
Die ersten Niederschriften der Melodien des Gregorianischen Gesangs erfolgen mit adiastematischen Neumen, bei denen die
Richtung der Tonhöhe für den Folgeton nach oben, auf die gleiche Tonhöhe oder nach unten sowie die ungefähre Dauer der
Töne festgehalten werden konnte. Erst mit der durch Guido von Arezzo im 11. Jahrhundert eingeführten Linienschreibweise
mit der diastematischen Neumenschrift konnten auch die Intervalle der diatonischen Melodien exakt notiert werden. In den
verschiedenen Überlieferungen aus dem Mittelalter gibt es für die liturgischen lateinischen Texte leicht abweichende
Melodieverläufe. Es wurden zwar schon C- und F-Schlüssel verwendet, ein Stimmton war aber noch nicht vorhanden, so
dass die absoluten Tonhöhen trotz der Benennung der sieben Töne auf der diatonischen Skala nicht festgelegt sind.
Ad te levavi
Die gregorianische Antiphon Ad te levavi wird als Introitus am ersten Sonntag im Advent gesungen. Die Melodie im
VIII. Ton (Tetrardus plagalis) mit der Finalis (Schlusston) G beginnt auf dem Text „Ad te levavi animam meam“. Der
lateinische Text aus der Nova Vulgata mit den drei ersten Versen des 25. Psalms und den dazugehörigen hebräischen
Buchstaben Aleph, Beth und Ghimel lautet wie folgt:
Psalm 25 (24),1-3A[5]
1 Aleph. Ad te, Domine, levavi animam meam,
2A Beth. Deus meus, in te confido; non erubescam.
2B Neque exsultent super me inimici mei,
3A Ghimel. etenim universi, qui sustinent te, non confundentur.
Ins Deutsche übersetzt (Einheitsübersetzung 2016):
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View in PDF(opens in a new window)Psalm 25,1-3A[6]
1 Zu dir, HERR, erhebe ich meine Seele,
2A mein Gott, auf dich vertraue ich.
2B Lass mich nicht zuschanden werden, lass meine Feinde nicht triumphieren!
3A Es wird ja niemand, der auf dich hofft, zuschanden;
Der Text des ersten Verses taucht im Psalm 143 noch einmal auf (Nova Vulgata):
Psalm 143 (142),8[7]
Auditam fac mihi mane misericordiam tuam, quia in te speravi.
Notam fac mihi viam, in qua ambulem, quia ad te levavi animam meam.
Ins Deutsche übersetzt (Einheitsübersetzung 2016):
Psalm 143,8[8]
Lass mich am Morgen deine Huld erfahren, denn auf dich vertraute ich!
Lass mich den Weg erkennen, den ich gehen soll, denn zu dir erhob ich meine Seele!
Die nach dem Graduale Novum restituierte Melodie besteht im ersten Vers aus zwanzig Tönen, von denen vierzehn zum
pythagoreischen Tetrachord c – f – g – c' gehören und die restlichen sechs als Verzierungen oder Durchgangstöne betrachtet
werden können. Der Melodieabschnitt endet auf dem Ton F, die Repercussa (der Halteton oder der Tenor) ist das C.
Der Beginn der Antiphon Ad te levavi vom ersten Sonntag im Advent nach
dem Graduale Novum in Quadratnotation mit einem C-Schlüssel notiert.
Die vier pythagoreischen Töne c – f – g – c' sind blau dargestellt.
0:00 / 0:00
Hörbeispiel des Beginn des Introitus
Ad te levavi vom ersten
Adventssonntag nach dem Graduale
Novum.
Die folgende Tabelle gibt die Häufigkeit der pythagoreischen Töne für die vier Abschnitte des Psalms 25 des Introitus nach
der Version des Graduale Novum an:
Vers
Schlusston
Anzahl
c
Anzahl
f
Anzahl
g
Anzahl
c'
Summe
pythagoreisch
Anzahl
andere
Summe
alle
Anteil
pythagoreisch
1
f
1
3
8
2
14
6
20
70,0%
2A
g
0
4
8
10
22
10
32
68,8%
2B
f
0
2
4
11
17
12
29
58,6%
3A
g
0
2
13
3
18
17
35
51,4%
In alles vier Abschnitten überwiegen die vier pythagoreischen Töne, in den ersten beiden Abschnitten sogar deutlich. Diese
Koinzidenz ist recht auffällig, und es scheint, als wollte uns der anonyme mittelalterliche Komponist mit diesem ersten Stück
des gregorianischen Repertoires im christlichen Kirchenjahr auf den pythagoreischen Ursprung der Musiktheorie und der
Systeme der antiken und gregorianischen Modi hinweisen.
Factus est repente
Page 13
View in PDF(opens in a new window)Ein weiteres Beispiel aus dem gregorianischen Repertoire ist die Communio vom Pfingstsonntag Factus est repente de caelo
sonus (Gemacht ist plötzlich vom Himmel ein Tönen)[9] im VII. Ton (Tetrardus authenticus) mit dem Tenor D und der
Finalis G. Der Text beschreibt das Pfingstereignis, bei dem sich der Heilige Geist mit Feuerzungen auf die christliche
Gemeinde herabsenkte und die Zungenrede bewirkte. Bis auf die ersten drei Töne der einen starken Akzent setzenden
Gruppenneume (Porrectus flexus) mit den beiden Spitzentönen f' und dem einen Halbton darunterliegenden Durchgangston
e' besteht die urgewaltige Melodie des ersten Verses nur aus den pythagoreischen Tönen g – c' – d.
Der Beginn der Antiphon Factus est repente vom Pfingstsonntag nach dem
Graduale Romanum in Quadratnotation mit einem C-Schlüssel notiert. Die
pythagoreischen Töne g – c' – d' sind blau dargestellt.
0:00 / 0:00
Hörbeispiel des Beginn der
Communio Factus est repente vom
Pfingstsonntag nach dem Graduale
Romanum.
Hochbarock
Es gibt zwei Werke vom Ende des 17. Jahrhunderts mit explizitem Bezug zur Legende, die beide von Schülern des
italienischen Komponisten Jean-Baptiste Lully (* 1632; † 1687) komponiert wurden.
Die durch Hammerschläge verursachten Klänge wurden 1690 vom französisch-deutschen Organisten und Komponisten
Georg Muffat (* 1653; † 1704) mit der Orgelkomposition Nova Cyclopeias Harmonica in C-Dur und im 3/4-Takt in Töne
gesetzt. Diese Komposition ist von einer Aria eingerahmt, die aus zwei Teilen mit je 16 Takten besteht. Ansonsten umfasst sie
acht Variationen mit jeweils 21 Takten zum Thema Ad Malleorum Ictus Allusio (Zur Anspielung auf die Schläge der
Hämmer) und endet mit dem Spruch Summo Deo Gloria. Die einzelnen Stücke bauen alle auf den Fundamentaltönen c-f-gc' auf, die abwechslungsreich umspielt und harmonisiert sind. In den letzten vier Takten der Aria und in den letzten sieben
Takten der Variationen ist auf jeder Zählzeit mindestens einer dieser pythagoreischen Töne zu hören:
Page 14
View in PDF(opens in a new window)Titelbild vom ersten Band der in Rom veröffentlichten "Musurgia
Universalis, sive Ars Magna Consoni et Dissoni" des Jesuiten Athanasius
Kircher (* 1602; † 1680) aus dem Jahr 1650. Der Bildentwurf stammt von
Johann Paul Schor (* 1602; † 1680), und dieser wurde von Paulus Pontius
(* 1603; † 1658) gestochen. Unten links ist Pythagoras zu sehen. Rechts
neben ihm sind in der Bildmitte drei Schmiede abgebildet, die mit ihrem
Hammer auf ein Amboss schlagen. Im sechsten Kapitel ("Die Musik der
alten Griechen und ihre Instrumente") des zweiten Buches "Philologicus,
soni artificialis, sive Musicae primam institutionem, propagationemque
inquirit." ("Philologie: Über den künstlichen Klang oder die »Musik« und ihre
vorzügliche Einrichtung, ihr Alter, ihre Geschichte und ihre Verbreitung")
wird der falsche Sachverhalt der überlieferten Legende kurz erwähnt:[10]
"Er hat nach den Größenverhältnissen von Hämmern als erster die
Proportionen der musikalischen Bewegungen überliefert, die er auch mit
Zahlen darstellte."
Page 15
View in PDF(opens in a new window)Partitur der letzten sieben Takte der ersten Variation Ad Malleorum Ictus Allusio der Komposition Nova
Cyclopeias Harmonica von Georg Muffat aus dem Jahr 1690. Die pythagoreischen Töne C, F und G sind blau
gekennzeichnet.
0:00 / 0:00
Hörbeispiel der letzten sieben Takte
der ersten Variation Ad Malleorum
Ictus Allusio der Komposition Nova
Cyclopeias Harmonica von Georg
Muffat.
1692 veröffentlichte der deutsche Geiger,
Komponist und Hofkapellmeister Rupert Ignaz
Mayr (* 1646; † 1712) die sieben dem
Kurfürsten von Bayern Maximilian II. Emanuel
gewidmeten Orchestersuiten:
Pythagorische Schmids=Fuencklein
Bestehend in unterschiedlichen
Arien / Sonatinen / Ouverturen /
Allemanden / Couranten / Gavotten /
Sarabanden / Giquen / Menueten /
&c.
Mit 4.Instrumenten und beygefügten
General-Baß, Bey Tafel=Musicken /
Comœdien / Serenaden / und zu
anderen fröhlichen
Zusammenkunfften zu gebrauchen.
Die Haupttonarten der sieben Suiten für
Sologeige sind F-Dur, D-Dur, G-Dur, d-Moll, FDur, D-Dur und B-Dur.
Titelseite der sieben Orchestersuiten "Pythagorische Schmids=Fuencklein"
von Rupert Ignaz Mayr aus dem Jahr 1692 mit einer Illustration des
deutschen Malers Johann Andreas Wolff (* 1652; † 1716).
Kanon mit blauen Markierungen bei den vier pythagoreischen Tönen g'-c"d"-g" auf der Titelseite der sieben Orchestersuiten "Pythagorische
Schmids=Fuencklein" von Rupert Ignaz Mayr aus dem Jahr 1692.
Page 16
View in PDF(opens in a new window)Kanon in G-Dur auf der Titelseite der sieben Orchestersuiten
"Pythagorische Schmids=Fuencklein" von Rupert Ignaz Mayr aus dem
Jahr 1692.
0:00 / 0:00
Vierstimmiger Kanon in G-Dur auf
der Titelseite der sieben
Orchestersuiten "Pythagorische
Schmids=Fuencklein" von Rupert
Ignaz Mayr aus dem Jahr 1692.
Spätbarock
Der deutsche Komponist Johann Sebastian Bach (* 1685; † 1750) hat 1741 mit den Goldberg-Variationen ein großartiges
Werk geschaffen, das ebenso wie die über fünfzig Jahre vorher entstandene Nova Cyclopeoas Harmonica von Georg Muffat
aus einer zweiteiligen Aria mit Variationen besteht. Die beiden Ariae lassen etliche Ähnlichkeiten erkennen.
Als junger Mann hatte Johann Sebastian Bach bereits ein ebenso herausragendes Werk für die Orgel komponiert, nämlich die
Passacaglia und Fuge in c-Moll (Bach-Werke-Verzeichnis 582). Das achttaktige Hauptthema der Passacaglia besteht aus
fünfzehn Tönen, von denen zehn den pythagoreischen Tönen entsprechen.
Das Thema der Passacaglia in c-Moll (BWV 582) von Johann Sebastian Bach mit den blau dargestellten
pythagoreischen Tönen.
0:00 / 0:00
Thema der Passacaglia in c-Moll
(BWV 582) von Johann Sebastian
Bach.
Page 17
View in PDF(opens in a new window)Schlussbetrachtung
Die Legende von Pythagoras in der Schmiede
kann auf einer tatsächlichen Begebenheit beruhen.
Unabhängig von der Frage, welche der hier
beschriebenen Gesetzmäßigkeiten in der Antike
tatsächlich untersucht und gefunden worden sind,
sind bei den mittelalterlichen und neuzeitlichen
Überlieferungen offensichtlich Ungenauigkeiten
aufgetreten.
Ferner sind an der überlieferten Legende
unhistorische
Ergänzungen
vorgenommen
worden, die für die Interpretation der
Überlieferung des Boethius jedoch nicht weiter
berücksichtigt
werden
müssen.
Moderne Graphik mit der Darstellung von Pythagoras in einer Werkstatt mit
Nichtsdestoweniger haben Ungenauigkeiten bei
vier Steinmetzen.
den Überlieferungen und die praxisfernen
Hinzufügungen und Änderungen sicherlich dazu
beigetragen, dass auch die ältesten Berichte über Pythagoras' Untersuchungen von vielen Autoren - nach den obigen
Ausführungen aber vielleicht völlig zu Unrecht - in das Reich der Legenden verbannt wurden.
Der deutsche theoretische Physiker Werner Heisenberg (* 1901; † 1976) schrieb 1937 in seinem Aufsatz Gedanken der
antiken Naturphilosophie in der modernen Physik:
Die Abstraktheit des modernen Atombegriffs und der mathematischen Formen, die der heutigen Atomistik als
Abbild für die Mannigfaltigkeit der Erscheinungen dienen, leitet bereits über zu dem zweiten
Grundgedanken, den die exakte Naturwissenschaft unserer Zeit aus der Antike übernommen hat: dem
Gedanken an die Sinn gebende Kraft mathematischer Strukturen.
Die Harmonien der Pythagoräer, die Kepler noch in den Bahnen der Gestirne zu finden glaubte, sucht die
Naturwissenschaft seit Newton in der mathematischen Struktur des dynamischen Gesetzes, in der dieses
Gesetz formulierenden Gleichung.
Die Erfolge dieser Naturbetrachtung, die zum Teil zu einer wirklichen Beherrschung der Naturkräfte geführt
hat und damit in die Entwicklung der Menschheit entscheidend eingreift, haben dem Glauben der
Pythagoräer in einem nicht vorhersehbaren Maße Recht gegeben.
Diese Wendung bedeutet insofern eine konsequente Durchführung des Programms der Pythagoräer, als
damit die unendliche Vielfältigkeit des Naturgeschehens ihr getreues mathematisches Abbild findet in den
unendlich vielen Lösungen einer Gleichung, etwa der Newton'schen Differenzialgleichung der Mechanik.
Siehe auch
Wikibook-Abschnitt Zahlen / Tonsysteme
Till Eulenspiegels lustige Serie
Quadriviale Kuriositäten
Widmung
Page 18
View in PDF(opens in a new window)Der Hauptautor dankt seinem Lehrer Lorenz Weinrich (*1929). Er hat ihn mit seiner fundierten Kenntnis des Mittelalters und
des Gregorianischen Gesanges die mittelalterliche Kirchenmusik nahegebracht.
Weblinks
Commons: Pythagoras and the smithy (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pythagoras_and_the_smith
y) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
1. Markus Bautsch: Über die pythagoreischen Wurzeln der gregorianischen Modi (http://www.mater-dolorosa-la
nkwitz.de/wiki/doku.php/musik:ueber_die_pythagoreischen_wurzeln_der_gregorianischen_moden), Mater
Dolorosa Berlin-Lankwitz, März 2012
2. X. Wie Pythagoras die Verhältnisse der Zusammenklänge untersucht hat (http://12koerbe.de/arche/boe-mu1.
htm#X.), in: De institutione musica : Von der musikalischen Unterweisung, Boethius, nach Gottfried
Friedlein, Leipzig, Teubner, 1867; ins Deutsche übersetzt von Hans Zimmermann, Görlitz, 2009
3. XI. Auf welche Weisen von Pythagoras die verschiedenen Verhältnisse der Zusammenklänge ausgemessen
wurden. (http://12koerbe.de/arche/boe-mu1.htm#XI.), in: De institutione musica : Von der musikalischen
Unterweisung, Boethius, nach Gottfried Friedlein, Leipzig, Teubner, 1867; ins Deutsche übersetzt von Hans
Zimmermann, Görlitz, 2009
4. Kapitel XX. wie die Musik aus dem Klange der Hämmer erfunden worden sei (https://archive.org/details/micr
ologusguido00hermgoog/page/n129/mode/2up), in: Micrologus Guidonis de disciplina artis musicae / Kurze
Abhandlung Guido's über die Regeln der musikalischen Kunst, ins Deutsche übersetzt von Michael
Hermesdorff, Trier, 1876
5. Psalm 25 (Nova Vulgata) (https://www.vatican.va/archive/bible/nova_vulgata/documents/nova-vulgata_vt_ps
almorum_lt.html#PSALMUS%2025)
6. Psalm 25 (https://www.bibleserver.com/EU/Psalm25), Einheitsübersetzung, 2016
7. Psalm 143 (Nova Vulgata) (https://www.vatican.va/archive/bible/nova_vulgata/documents/nova-vulgata_vt_p
salmorum_lt.html#PSALMUS%20143)
8. Psalm 143,8 (https://www.bibleserver.com/EU/Psalm143%2C8), Einheitsübersetzung, 2016
9. Vergleiche Apostelgeschichte Kapitel 2 (https://www.bibleserver.com/EU/Apg2), Einheitsübersetzung, 2016
10. Zweites Buch der Großen Kunst der Konsonanz und Dissonanz - Philologie: Über den künstlichen Klang
oder die »Musik« und ihre vorzügliche Einrichtung, ihr Alter, ihre Geschichte und ihre Verbreitung (https://ww
w.hmt-leipzig.de/home/fachrichtungen/institut-fuer-musikwissenschaft/forschung/musurgia-universalis/volltex
tseite/content_759158/D_A02.pdf), Kapitel 6: "Die Musik der alten Griechen und ihre Instrumente",
Paragraph 4: "Der Stoff der Musik der Alten, der Grad ihrer Vollendung, ihre Zeichen und die musikalischen
Noten", Seite 46
Zusammenfassung des Projekts
„Pythagoras in der Schmiede“ ist nach Einschätzung seiner Autoren zu 100 % fertig
Zielgruppe: Musiker, Historiker, Naturwissenschaftler
Lernziele: Ganzrationale Verhältnisse anhand einer antiken Legende, historische Entwicklung der
Musiktheorie
Buchpatenschaft/Ansprechperson: Benutzer:Bautsch
Sind Co-Autoren gegenwärtig erwünscht? Ja, sehr gerne. Korrekturen von offensichtlichen Fehlern direkt
im Text; Inhaltliches bitte per Diskussion.
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