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Clio Medica, Vol. 7. pp. 249-258, 1972
SION À
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Titos Statilios Kriton
EIN BEITRAG ZUR MEDIZINHISTORISCHEN EPIGRAPHIK DER ANTIKE
JOST BENEDUM
Für die kritische Geschichtsschreibung der Antike stellen die inschriftlichen
Denkmäler seit langem einen unschätzbaren Zuwachs an primärem Quellenmaterial dar. Ihre grosse Bedeutung hat sich seit der Herausbildung der Epigraphik
im 19. Jahrhundert aber nicht nur in der Überwindung einer einseitig auf literarischen Zeugnissen fussenden Betrachtungsweise gezeigt. Oft bilden die Inschriften vielmehr die einzigen Dokumente, die noch einen Einblick in geschichtlich
dunkle Abläufe gestatten. Darüber hinaus ist es z.B. nur mit Hilfe des epigraphischen Materials möglich, die sozialen und wirtschaftlichen Faktoren zu erfassen,
die für die Entwicklung staatlicher Formen etwa zur Zeit der römischen Kaiserherrschaft entscheidend waren.
Dies gilt in ähnlicher Weise für die äusseren
Organisationsformen einer Reihe weiterer Bereiche des öffentlichen Lebens. Erst
jüngst!
ist daher wieder gefordert worden, dass die traditionelle Bezeichnung
“historische Hilfswissenschaft" für die Epigraphik wie auch für die ihr verwandten
Disziplinen Numismatik und Papyrologie endgültig aufgegeben werden sollte.
Auch für die antike Medizingeschichte dürfte diese Trias historischer Grundwissenschaften kaum ohne Belang sein. Denn die Forschung hat gezeigt, dass der
Medizinhistoriker selbst dann auf sie angewiesen ist, wenn er sie nicht zu einem
sciner Spezialgebiete erheben will. Für die Papyrologie sei hier nur K. Sudhoff
genannt, dem es darauf ankam, die “Kontaktflächen herzustellen zwischen Papyrusforschung und
medizinischer Historik, damit ein gemeinsames Arbeiten
möglich werde”.? Ebenso sei daran erinnert, dass K. Sudhoff dem Plan des Pariser
Bakteriologen R. Blanchard, alle die Medizin betreffenden Inschriften auch über
die Antike hinaus zu sammeln, seine volle Unterstützung zusicherte.? Freilich
wurde dieses Vorhaben nur zu einem Teil verwirklicht und noch H. Gummerus
musste im Jahre 1931
inscriptionum
— wie auch wir heute — feststellen, dass kein “Corpus
latinarum et graecarum ad medicinam spectantium” vorhanden
war. So unternahm er es als erster, die ihm bekannten Ärzteinschriften des
römischen
Reiches
in einer verdienstvollen Arbeit vom “sozialgeschichtlichen
Standpunkte aus” zu behandeln.*
Von der Bedeutung gerade inschriftlicher Zeugnisse für die verschiedensten
Kragen der antiken Medizingeschichte legen auch heute noch die Untersuchungen
von R. Herzog? über Kos und Epidauros beredtes Zeugnis ab. Auch zeigen, um
nur einige Namen zu nennen, die Arbeiten von R. Pohl, J. Ochler?, A.G.
Woodhead® und 1. Cohn-Haft?, dass so manche Ärzte des Altertums, von deren
Person die literarische Überlieferung nur ein unvollständiges Bild vermittelt, erst
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ärztlichen Prosopographie der Antike anhand von epigraphischen Dokumenten
einen Arzt herausstellen, der zwar schon lange bekannt ist, aber von der medizinhistorischen Forschung weder in seiner gesellschaftlichen Stellung noch in seiner
Bedeutung für eine der wichtigsten medizinischen Ausbildungsstätten des Alter-
Titos Statilios Kriton
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ntAen.,
tums entsprechend berücksichtigt worden ist.
Überprüft man in medizinhistorischen Nachschlagewerken die Daten zur Person des bekannten Arztes Kriton, so sieht man sich weitgehend im Stich gelassen.
Erst der sorgfältige Artikel von F.E. Kind'® in Pauly-Wissowa's Realenzyklopadic
informiert darüber, dass er Leibarzt des Kaisers Traian war, vermutlich an dessen
dakischem Feldzug teilnahm und auch “Getika” verfasste. Doch hat F.E, Kind
ebensowenig wie M. Wellmann'' die entsprechenden Inschriften herangezogen,
auf die erst jüngst H. Bengtson'? wieder hingewiesen hat.
Das Verdienst, alle bisher im Zusammenhang mit Kriton bekannten Inschriften erfasst, durch einen Fund bereichert und in ihrer Bedeutung gewürdigt zu
haben, gebührt L. und J. Robert'?. Vor ihnen hatte jedoch schon W.H. Buckler”
den inschriftlich mehrfach erwähnten Kriton mit dem gleichnamigen Arzt identifizicren können, nachdem die Steinzeugnisse von J.R. Sterrett'5, Le Bas/Waddington '* und J. Keil '” erstmals vorgelegt worden waren.
Der bislang vor allem aus Martial'® und zahlreichen Stellen bei Galen (s.
Index der Kühn-Ausgabe) einfach als Kriton bekannte Arzt tritt in den Inschriften
Abb. 1
Marmorblock (91 x 112 x 32 cm) von einem Brunnen bei Karahisar. An der linken und unteren
Kante abgebrochen. Rundloch in der Mitte. Die Inschrift erwähnt die testamentarische Verfügung des kaiscrlichen Leibarztes Titos Statilios Kriton. Aufnahme aus: W.H. Buckler/W.M.
Calder, MAMA VI Tafel 17 Abb. 91.
der T.St. Kriton Arzt am kaiserlichen Hofe war. Sie bestätigt damit nachträglich
den “Leibarzt des Traian”, den M. Wellmann bereits erschlossen hatte °°. Gleichals Titos Statilios Kriton entgegen. Wie W.H. Buckler bereits zeigen konnte,
zeitig bleibt jetzt kaum mehr fraglich, dass der Herakleote als Leibarzt den Kaiser
stammte er aus der karischen Stadt Hcrakleia Salbake '?, die in der römischen
Kaiserzeit eine Reihe namhafter Persönlichkeiten in Politik und Medizin hervorbrachte. Neben einflussreichen Verwaltungsbeamten sind es vor allem bedeutende
Traian — zusammen mit dessen Gattin Plotina, dessen Nichte Marciana, Hadrian
Ärzte, deren Herkunft aus Herakleia Salbake durch Inschriften gesichert ist:
bedeutenden Arzt in Rom voraussetzt, wird er mit dem Kaiser am 25. März 101
Statilios Attalos ?°, Schüler Sorans und Leibarzt der Kaiser Marcus Aurelius und
Lucius Verus in Rom; ferner die Stadtärzte Statilios Artemidoros, Grossonkel des
genannten St. Attalos, Markos Aurelios Charmides?' und Papias?? aus einer
Familie von Stadtärzten. Schliesslich die Ärzte Archelaos??, Apollonides ?* und
Diogenianos?*. Dank der Inschriften, zu denen noch die Münzzeugnisse hinzutreten, dürfte daher nicht nur die Existenz von Herakleia $. in vorchristlicher Zeit
gesichert sein #. Die grosse Zahl der namentlich bekannten Ärzte erlaubt vielmehr
und dem Architekten Apollodoros von Damaskos — auf dessen dakischem Feldzug begleitete”, Da ferner das Martialzeugnis vom Dez. 96 n.Chr. T.St. Kriton als
n.Chr. von Rom aus aufgebrochen sein. Ebenso darf nunmehr als sicher gelten,
dass er mit dem Verfasser von Getika, einer Darstellung der Dakerkriege in
griechischer Sprache, die Cassius Dio benutzt zu haben scheint, identisch ist **.
Solche literarische Tätigkeit von Ärzten ist überdies mehrfach bezeugt *. So weist
schon F. Jacoby * auf den Militärarzt Kallimorphos hin, der am Partherkrieg des
Lucius Verus (162-165 n.Chr.) teilnahm und “Historiai Parthikai” verfasste. Auf
cinc hohe und vertrauensvolle Stellung deutet darüber hinaus die Bezeichnung
einen Einblick in die Entwicklung der ärztlichen Organisation wie ihn kaum eine
“Freund des Kaisers” hin. Sie begegnet zwar verhältnismässig selten 35, schliesst
vergleichbare antike Stadt bictet. Freilich bleibt vorerst offen, auf welchen Statiaber offenbar wie auch “Archiatros” an die Titulatur der Leibarzte des Antiochos
lios sich die zahlreichen Statilii in Herakleia S. zurückführen?”.
VII Euergetes (164-129 v.Chr.) * und des Mithridates Eupator (132-63 v.Chr.) ?’
In Herakleia S.
wurden auch die Inschriften Nr.49, Nr.75 und Nr.126 (nach der Zählung von L.
an. Wie diese “Vertrauten des Königs’ z.T. hohe politische Ämter bekleideten, so
und J. Robert) gefunden, die über die Familie des T.St. Kriton und seine engen
scheint auch T.St.
Bezichungen zu Traian und seiner Heimatstadt Auskunft geben.
ausgeübt zu haben, wenngleich unbekannt ist, welcher Art dieses prokuratorische
Kriton als
kaiserlicher Procurator *
wichtige Funktionen
So besagt die Inschrift Nr. 49, dass der Leibarzt (archiatros), Procurator
Amt war. Immerhin ist im Verlauf der Regierung Traians die Zahl der Procura-
(cpitropos) und Freund (phjlos) des Kaisers Nerva Traianus (98-117 n.Chr.) T.St.
torenstellen, zu denen auch die sincmmaren Posten a bibliothecis und a studiis
gehörten, stark vermehrt worden
*. Zudem überrascht ein derartiges Amt nicht.
Kriton die Aufstellung eines Standbildes des Kaisers in Herakleia S. ek diathékés
verfügt hat ?*. Dieses Zeugnis ist in mehrfacher Hinsicht von Bedeutung. Zunächst
Denn die Inschriften bezeugen zahlreiche Ärzte in angeschenen Stellungen von
präzisiert die Angabe “Archiatros” die literarische Nachricht bei Galen??, nach
Staat und Gesellschaft *°. Es sei nur auf C. Stertinios Xenophon, den Leibarzt des
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Kaisers Claudius, aufmerksam gemacht, der im Jahre 43 n.Chr. als tribunus
militum (angusto clavo) und pracfectus fabrum an dem britannischen Feldzug
teilnahm “!.
seiner Gattin Statilia Kritonis zu Ehren des Varers bzw. Gatten aufgestellt. Damit
Die zitierte Inschrift Nr.49 gibt aber nicht nur über einen Teil der Titel und
dienste um seine Vaterstadt 7. Auf ihr ist nämlich T.St. Kriton als einer der
Kristai tes patridos genannt. Diese auffällige Bezeichnung (“Gründer der Vaterstadt’) haben L,, und J. Robert® dahingehend erklärt, dass der Leibarzt, Procurator
und Freund des M. Ulpius Traianus die Gunst des Kaisers auf Herakleia S. gelenkt
hat, so dass Traian der Vaterstadt seines Vertrauten gestattete, seinen Namen Ulpius
als Ulpia Heraclea*® zu tragen. Wenngleich das genaue Datum dieser neuen
Namensgebung unbekannt ist, dürfte feststehen, dass sie im Zusammenhang mit
dem Besuch Traians in Herakleia S. steht (Ende 113 n.Chr.). Hierauf nahm nach
Amter des T.St. Kriton Auskunft. Sie bietet auch Anhaltspunkte für die Lebenszeit dieses Arztes, die cs gestatten, den bisherigen Ansatz um die Jahrhundertwende zu präzisicren.
Den ersten Fixpunkt bildet die Abfassungszeit der Urkunde, die trotz der nur
fragmentarisch erhaltenen Nomenklatur Traians nach dem August des Jahres 114
n.Chr. angesetzt werden darf*.
Damit steht zugleich das ungefähre Todesdatum
des T.St. Kriton fest, da die Inschrift sein Testament erwähnt, das wahrscheinlich
die Errichtung der Statue des Kaisers in Herakleia S. verfügte. Anlass für diese
Ehrung dürfte, wie schon W.H. Buckler zeigen konnte *, der Aufenthalt Traians
in der Heimatstadt seines Leibarztes gewesen sein. Als Zeitpunkt für den Besuch
kommt dabei
das
Ende
des Jahres
113
n.Chr.
in
Frage,
da
der
Kaiser als
Sechzigjähriger auf seinem Zug gegen die Parther am 27.0kr. 113 n.Chr. von Rom
aus aufbrach und über Athen, Ephesos, Antiocheia, Herakleia S., Kibyra nach
ist auch die Familie des kaiserlichen Leibarztes bekannt.
Eine weitere Inschrift aus Ilerakleia S. (Nr. 126) gibt Auskunft über die Ver-
L. und J. Roberts überzeugender Vermutung auch die Inschrift Bezug, nach der
T.St. Kriton in seiner Heimatstadt Ulpia Heraclea als cin zweiter Ktistes gegolten
hat. Freilich scheinen die Herakleoten diesen Namen nur kurze Zeit getragen zu
haben, da er spätestens 129 n.Chr. wieder aufgegeben wurde. Dass solche Liberalität seitens der römischen Kaiser 5° keineswegs ungewöhnlich war, kann wieder der
koische Leibarzt C. Stertinios Xenophon lehren, der im Jahre 53 n.Chr. für seine
rien angelangte *. Zwischen beiden Zeitmarken, dem Ende des Jahres 113 n.Chr.
Vaterstadt die Immunität von Kaiser Claudius erlangte.
Aber auch über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus scheint T.St. Kriton
und der Mitte des Jahres 114 n.Chr., dürfte daher der ‘Tod des T.St. Kriton erfolgt
Verdienste erworben zu haben. So beweist cine Inschrift aus Ephesos *', dass die
Attaleia reiste, von wo aus kommend er am 7. Jan. 114 n.Chr. in Antiocheia/Sysein *. Zieht man die erste Erwähnung bei Martial hinzu, die den Herakleoten
nach dem Muster von Alexandrien im gleichnamigen Museion °? vereinigte Ärztenach dem Tode Domitians (18.9.96 n.Chr.) bereits als berühmten Arzt *9 vorausschaft unter dem Priester Tiberios Klaudios Demostratos und dem “Archon der
Ärzte” 1.. Atilios Varos den Leibarzt und Procurator des Kaisers Nerva Traianus
T.St. Kriton mit einem Standbild geehrt haben. Diese Ehreninschrift ist in
mehrfacher Hinsicht aufschlussreich.
Zunächst unterrichtet sie über ein weiteres Amt, das T.St. Kriton als Priester
der Anaktores (Kabiren), Alexanders des Grossen und der Augustusenkel Gaius
und Lucius in der Hauptstadt der Provinz Asia innchatte. Diese Priesterschaft mag
überraschen, zumal ein Hinweis auf das Fortbestehen dieser Kulte im 2.Jhdt.
n.Chr. in Ephesos bislang fehlte”. Doch darf nicht übersehen werden, dass gerade
setzt, so dürfte seine Geburt bald nach 50 n.Chr. fallen.
die Inschriften der römischen Zeit zahlreiche Ärzte mit den verschiedenartigsten
Abb. 2
Abklatsch (21 x 48,5 cm) des in der Hofmauer der Moschee von Vakıf eingebauten Marmorblockes. Die fragmentarische Inschrift nennt die Gattin und den Sohn des Titos Statilios Kriton.
Aufnahme aus: L. und J. Robert, La Carie II Tafel XXXII, 3.
Noch zu seinen Lebzeiten wird man sich die Errichtung seiner Statue in
Herakleia S. denken dürfen. Wie die Inschrift apf der Basis aus Herakleia S.
(Nr.75) bezeugt, wurde das Standbild von seinem Sohn Statilios Markianos und
kultischen Funktionen zeigen®*, Als Beispiel sei der schon mehrfach erwähnte
Asklepiade C. Stertinios Xenophon angeführt, der “nicht nur alle Ehrenämter und
Titel auf sich vereinigte, sondern auch so ziemlich alle bekannten Priesterthümer
von Kos bekleidete”
°®, Entscheidend ist jedoch, dass dieses dreifache Priesteramt
des T.St. Kriton einen längeren Aufenthalt in Ephesos voraussetzt und zugleich
auf engere Beziehungen zu dieser Stadt schliessen lässt. Zwar fehlen hierüber
genauere Angaben, wie auch der Anlass der Ehrung vorerst nur vermutet werden
kann. Doch hat schon |. Keil zu Recht darauf hingewiesen, dass T.St. Kriton
bestimmte Privilegien seitens des Kaisers Traian zugunsten der ephesischen Arzteschaft oder der Stadt Ephesos erlangt haben könnte. Diese Annahme gewinnt
nicht nur im Llinblick auf die Gönnerschaft Traians und die Verwendung T.St.
Kritons für seine Vaterstadt Heraklcia S. an Wahrscheinlichkeit. Eine Reihe
weiterer Anhaltspunkte kann vielmehr eine solche Vermitticrrolle als nahezu
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sicher erscheinen lassen.
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NOTES
So dürfte eine zweite Inschrift aus Ephesos *? vermutlich die Vergünstigungen
‘Traians gegenüber der ephesischen Ärzteorganisation im einzelnen genannt haben.
Da auch dieses Zeugnis — wie das vorhergehende — unter dem Priester Tiberios
Klaudios Demostratos und dem “Archon der Ärzte” L. Atilios Varos abgefasst
. H. BENGTSON, Einführung in die Alte Geschichte, München 1969, 6. Aufl, S. 130.
. KR. SUDHOFF, Arztliches aus griechischen Papyrus-Urkunden, Studien zur Geschichte der
Medizin 5/6,
1909, S. XI. Von den älteren Arbeiten zur medizinhistorischen Papyrologie
wurde, entstammen beide etwa der gleichen Zeit. Als Entstehungsdatum kommt
scien u.a. erwähnt: J. NICOLE, Un questionnaire de chirurgie, Archiv für Papyrusforschung
dabei die Spanne zwischen der Beendigung der Dakerkriege und dem Tode des
T.St. Kriton in Betracht. Somit dürfte eine Fürsprache des kaiserlichen Leibund verwandte Gebiete 2, 1902, 1 ff. und J. ILBERG, cbda 4, 1908, 269 ff. l'erner K.
KALBFLEISCH, Papyri Argentoratenses Graecae, Rostock 1901; DERS. Papyri Graecae
Musei Britannici et Musei Berolinensis, Rostock 1902 und K. KALBFLEISCH/H. SCHOarztes, Procurators, Priesters und Freundes in Ephesos sehr wahrscheinlich sein.
NE, Griechische Papyri medizinischen und naturwissenschaftlichen Inbalts (Berliner Klassi-
Sie könnte nicht nur seinen Aufenthalt, sondern auch seine Ehrung in dieser Stadt
kertexte III), Berlin 1905. Ebenso G.A. GERHARD, Ein dogmatischer Arzt des 4.
plausibel machen. Wenigstens steht fest, dass Traian als Sechzigjähriger von Athen
aus kommend in Ephesos an Land gegangen ist,
Traian
neue
Flügeltüren
Jahrhunderts v. Chr., Sitz. Ber. der Heidelberger Ak. d. Wiss. phil. -bist. KL 13, 1913.
Ebenso ist gesichert, dass
. Dem ersten Band der Epigraphie Médicale, Paris 1909-1915, hatte K. SUDHOFF zwei
ins Artemision stiftete, wofür ihm ein Standbild in
Arbeiten vorausgeschickt: Ein Corpus inscriptionum ad medicinam biologiamque spectantium, Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der Naturwissenschaften 7, 1908,
247—249 und 423-424. Vgl. auch: Die Pariser medizinische Epigraphik, Feuilleton der
Ephesos errichtet wurde*?.
Zieht man ferner die Nachricht bei Suidas * hinzu, so dürfte die Annahme
berechtigt sein, dass T.St. Kriton in Ephesos seine Ausbildung erfahren oder
Frankfurter Zeitung vom 4. Mai 1908.
. H, GUMMERUS, Der Arztestand im römischen Reich nach den Inschriften, Soc. Scient,
wenigstens zur dortigen Ärzteschule gehört hat. Diese Vermutung erhält eine
Stütze dadurch, dass auch sein späterer xolicge und Landsmann St. Attalos, der
Leibarzt der Kaiser Marcus Aurelius und Lucius Verus, der nach W.H. Buckler
sogar sein Enkel oder Grossneffe war, ebenfalls enge Beziehungen zu Ephesos
Fennica Comment, Human. Litt. 11, 6, Helsingfors 1932 S. 13.
. Angeführt seien nur: R. HERZOG, Koische Forschungen und Funde, Lpz. 1899 und
DERS. Die Wunderbeilungen von Epidauros, Philol. Suppl. 22,3 Lpz. 1931.
. R. POHL, De graecorum medicis publicis, Diss. Bln. 1905.
. J. OEHLER, Epigraphische Beiträge zur Geschichte des Arztestandes, Janus 14, 1908, 4 ff.
unterhielt. Für ein Medizinstudium in Ephesos, das etwa in die Zeit zwischen 70
und 90 n.Chr. fiele, spräche abgeschen von der räumlichen Nähe zu seiner
und 111 ff.
. A.G. WOODHEAD, The state health service in ancient Greece, The Cambridge Historical
Journal 10, 1952, 235 ff.
Vaterstadt Herakleia S. vor allem die grosse Bedeutung der Hochschule in jener
Epoche, in der auch ein Ruphos und ein Soranos ihre Ausbildung erhielten.
Freilich käme auch ein Unterricht in Alexandrien in Frage, wohin ihn allein schon
Jie guten Beziehungen zwischen beiden Städten geführt haben könnten.
Gestatten diese wenigen Anhaltspunkte auch keine endgültige Aussage über
icn Werdegang des Heraklcoten, so dürften sic doch bis zu einem gewissen Grade
. L. COHN-HAFT, The public physicians of ancient Greece, Smith College Studies in History
42, Northampton 1956.
. F.E. KIND, RE XI Sp. 1935, 46 ff. Art. Kriton Nr. 7 und F. JACOBY, RE XI Sp. 1934, 40
ff. Art. Kriton Nr. 5. Vgl. auch Prosopographia Imperii Romani ed. E. KLEBS, Bln. 1897
Bd. I S. 484 f, Nr. 1306 und 1307.
. M. WELLMANN, Pneumatische Schule, Philol.
ür das Synedrion in Ephesos Vergünstigungen erwirkt hat. So wie der Herakleote
n seiner Heimat als “Ktistes” gegolten hat, so scheint er auch in Ephesos als
"Euergetes” geehrt worden zu sein. Doch wird vorerst offen bleiben müssen, ob
uch die Einrichtung der medizinischen Wettkampfe wenigstens zu einem Teil auf
Untersuchungen
14, Bln. 1895 S, 14
Anm. 7.
wahrscheinlich machen, dass T.St. Kriton aufgrund seiner einflussreichen Stellung
. H. BENGTSON, Grundriss der römischen Geschichte 1 (Hdb.d. Altertumswiss. HI, 5),
Miinchen 1967 S. 326 Anm. 1.
. L. und J. ROBERT, La Carte, Paris 1954 Bd. Il S. 167 Nr. 49; S. 178 Nr. 75;
S. 179 und S,
200 f. Nr. 126. Dazu S. 222 ff.
. W.H. BUCKLER, T. St. Crito, Traiani Augusti medicus, Jahresbefte d. Österr. Arch. Inst.
len “Freund des Kaisers” zurückzuführen ist. Immerhin sei auf Tiberius Claudius
30, 1936, 5 ff. Beiblatt. Vgl. W.H. BUCKLER/W.M. CALDER, Monumenta Asiae Minoris
salbillus hingewiesen, der als Vorsteher des Museion und der alexandrinischen
Antiqua Manchester 1939 Bd. VIS. 34 f. Nr. 91.
‘ibliothck, als kaiserlicher Procurator und Oberpriester unter Claudius und Nero
vahrscheinlich das gesamte
“Ressort eines Ministers für Kultus und höheres
‘ildungswesen in seiner Hand" hattef!.
Eine ähnliche Funktion hat schliesslich
uch der berühmte Lucius lulius Vestinus®? als Oberpriester von Alexandreia und
\gypten, als Vorsteher des alexandrinischen Muscion und der römischen Biblioheken und als Inhaber des Amtes ab epistulis und a studiis unter Hadrian
usgeübt.
d
15. J.R. STERRETT An epigraphical journey in Asia Minor, Papers of the Americ. School of
Class, Stud. at Athens Il, 1883/84, 16 f. Nr. 13.
16.
LE BAS/WADDINGTON, Voyage archéologique en Grèce et en Asie Mineure III Nr. 1694
(nach der Kopie von Falkener). Vgl. HENZEN, Inscriptiones Graecae, Ann. Inst. Corr.
Arch. 24, 1852, 155 Nr. III.
. J. KEIL, XII, Vorl. Bericht über d. Ausgrabungen in Ephesos, Jabreshefte d. Österr. Arch.
Inst. 23, 1926, 263 f. Vgl. Suppl. Epigr. Graec. IV Nr. 521.
. MARTIA1., Epigr. XI, 60, 6: “quod sanare Criton, non quod Hygia potest.” Das Buch ist
Dez. 96 n. Chr. ediert worden.
. Zur Geschichte dieser Stadt vgl. L. und J. ROBERT, La Carie Bd. 11 S. 153 ff. und S. 220
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Vgl. J. BENEDUM, Statilios Attalos. Ein Beitrag zur medizinhistorischen Numismatik der
1880, 217 ff. Nr. 10 = CH. MICHEL, Recueil d'inscr. gr. S. 843 f. Nr. 1158 A = W.
58 =
Or. Gr. Inser. Sel. Bd. 1 S. 416 Nr. 256 = R. POUL 220. S. 26, Ferner
DITTENRERGER
FE. KIND, RE XI Sp. 1622, 23 ff. Art. Krateros Nr. 3. Krateros nahm gleichzeitig das
Paris/Holleaux, Bull Carr. Hell. 9, 1885, 336 f. Nr. 19 und Nr. 20. Sein Onomastikon legt
nahe, dass er um 200 n. Chr. gelebt hat. Vgl. J. BENEDUM RE Suppl. XUL Art. Charmides.
jungen Antiochos IX Kyzikenos, Die Nachricht bei Eusebius, chron. 1, 257, er sei Eunuch
Antike, Medizinhistorisches Journal, 6, 1971, 264 ff.
21.
22.
Inschriften
bei
ot. und
J.
ROBERT,
La
Curie
Bd,
H
S.
170
Nr.
57
und Nr.
Inschrift bei L, und J. ROBERT, La CarielBd. IL S. 197 Nr, 115 = CIG III Nr. 3953 h, ed.
Franzius. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Ilerakleote zur Familie des Papias aus Amisos
gehörte, der Leibarzt des Mithridates Fupator war. Vgl. J.
BENEDUM, RE Suppl. XII Art.
Ami Ext tod xourüvoc The Banıkiaorg (Kleopatra Thea) wahr. Ebenso war er Erzicher des
uam
gewesen, verdient wenig Vertrauen.
37. Zum Archiatros Papias aus der pontischen Residenzstadt Amisos vgl. die Inschrift aus Delos
bei S. REINACH, Fouilles de Délos, Bull. Corr, Hell. 7, 1883, 358 f. Nr. 10 = W.
DITTENBERGER, Or. Gr. Inser. Sel. Bd. I S. 579 f. Nr. 374 = R. POUL aaO. $. 26. Als
Papias.
23.
257
Titos Statilios Kriton
I.xcibarzi, Justizminister und xpôtoc pide des Mithridates Eupator dürfte er die toxikolo-
Inschriften bei t.. und J. ROBERT, La Carie Bd. II S. 177 Nr. 70 A/B = BUCKLER/
gischen Experimente seines Königs an zum Tode verurteilten Verbrechern (Galen XIV, 2
CALDER, MAMA VI Nr. 114. Um 50 n. Chr. Fraglich ist seine Identität mit dem bei Galen
K.) mitbestimmt haben.
(XIII, 312 K.} erwähnten Archelaos. Der IG XIV Nr. 2019 angeführte Archelaos stammte
38.
aus Nikomedeia in Bithynien. Vgl. J. BENEDUM, RE Suppl. XIII Art. Archelaos.
24. Inschrift bei L. und J. ROBERT, La Carie Bd. US. 187 Nr. 88 = KAIBEL, Epigrammiata
Gr. Nr. 289. 2. Jhdt. n. Chr. Vgl. J. BENEDUM RE Suppl. XIII Arr, Apollonides,
25. Vgl. Suidas s.v. Atoyevetavós
26. In der Literatur wird Herakleia S. erst von dem Geographen Prolemaios im 2. Jhdt. n. Chr.
und
im
6.
Jhdt.
n. Chr. von
Itierokles erwähnt. Ähnlich verhält es sich
snmure
Vgl. STEIN, RE III A Sp. 2192, 3 ff. Art. Starilius Nr. 18.
40.
—~.-
exemple du caractère sporadique de nos sources littéraires géographiques, et de la caducité
41.
Orientales Bd.V), Paris 1937 S. 330.
28. Name und Titel des T. St. Kriton haben W.H. BUCKLER/W.M. CALDER, JO 30, 1936, 5
+2.
Aaxtrós (Dacicus), *\pytepesc Méy:ote: (Pontifex Maximus), Axuapyizi ovale 74 m' oder
ad0.
Nr. 13) ist von W.M. RAMSAY, The Class. Review 3, 1889, 327 énutpénev
vorgeschlagen worden, das durch SEG IV Nr. 521 gestürzı wird. Vgl. L. und J, ROBERT,
Y (tribunitia potestas XVIII: ab 10 Dez. 113 n. Chr. oder XIX: ab 10. Dez. 114 n. Chr.)
Alroxpizop (Imperator VI ~ XI? ), "Yrame to e (Consul Vi: ab Okt. 111 n. Chr.),
Ilarhe =erpidoc (Pater patriac). Hieraus ergibt sich als terminus postquem der August 114 n.
La Carie Bd. 1 S. 167. Vom Wort gide¢ ist nur mehr das & zu erkennen, doch kann an der
Richtigkeit der [.esart nicht gezweifelt werden,
30. Vgl. auch F.E. KIND, RE XI Sp. 1938, 18 ff. Art. Kriton Nr. 7, der unter Hinweis auf
Galen XIII, 877 K. “den Stolz des kaiserlichen Leibarztes” hervorhebt.
Chr,
43. W.H. BUCKLER, MAMA Bd. VI S, 34 Nr. 91.
44.
32, F. JACOBY, FHG II B Nr. 200. Vgl. F. JACOBY, RE XI Sp. 1934, 50 ff. Art. Kriton Nr. 5
und R. HANSLIK, RE Suppl. X Sp. 1058, 12 ff. Art. M. Ulpius Traianus.
33. Hingewiesen sei nur auf den Arzt Hermogencs aus Smyrna, der ua. auch “I listorika”
schrieb. CIG 11 Nr. 3311 ed. BOECKH
= KAIBEL, Epigrammata Gr. Nr. 305 = Coll. of
anc. gr. inser. Brit. Mus. Bd. IV, Oxford 1893-1916, Suppl. Nr. 1020. Vgl. H. GOSSEN,
3, 1946, 5 ff.
45. Vgl. W.H. RUCKLER, MAMA Bd. VIS. 34 Nr. 91: “he probably died soon after the visit
to Herakleia.”
46.
history of discoveries at Halicarnassus, Cnidus and Branchidae, London 1863 Bd, 11, 2 S.
711 Nr. 7 = Coll. of anc. gr. inscr. Brit. Mus, Bd. IV, Oxford 1893-1916 Nr. 799. Ferner
die Inschrift des Archiatros L. Gellios Maximos bei D.M. ROBINSON, Greck and latin
inscriptions from Asia Minor, Trans, and Proc. of the
Americ. Phil. Ass. 57, 1926, 224 Nr.
48,
2
36. Zu Krateros aus Antiocheia, der als Archiatros im Rang der mpartat pida: Buotkéec stand,
vgl. die Inschrift aus Delos bei Th. HOMOLLE, Dédicaces Déliennes, Bull. Corr, Hell. 4,
Man wird annehmen dürfen, dass zu diesem Zeitpunkt schon die vier Bücher seiner
Kosmetik, die zu Galens Zeit in aller Hände waren (Galen XII, 446 K.), vorlagen.
47. W.li.
BUCKLER, Jabresbefte d. Osterr. Arch, Inst. 30, 1936, 5 ff. Beiblatt, hat das
Verdienst, den Namen des T. St. Kriton auf der stark zerstörten Inschrift wiedererkannt zu
RE VIII Sp. 877, 65 ff. Art. Hermogenes Nr. 23.
34. F, JACOBY, RE X Sp. 1648, 64 fl. Art. Kallimorphos Nr. 1 und H. GOSSEN, RE X Sp.
1649, 13 ff. Art. Kallimorphos Nr, 2.
. Vgl. die Inschrift des Arztes Servios Sulpicios Hekataios aus Knidos bei C.T. NEWTON,
A
Näheres zu dieser Reiseroute, die z.T, auch Caracalla im Jahre 215 n. Chr. benutzte, bei
W.H. BUCKLER, MAMA Bd. VIS. 34 Nr. 91 und L. ROBERT, Ulpia Heraclea, Hellenica
31. JOH. LYDUS, De magistratibus 1, 28:6 Kpizcwy mapóv té morgue Vgl. R. ITANSLIK, RE
Suppl. X Sp. 1062, 17 ff. Art. M. Ulpius Traianus.
vgl. R. HERZOG, Koische Forschungen und Funde, l.pz. 1899 und DERS. Nikias und
Xenophon von Kos, Historische Zeitschrift 125, 1922, 216 ff.
Die Nomenklatur Traians lauter nach den sicheren Ergänzungen der Inschrift:
“Apiazoz (Optimus: ab Aug. 114 n. Chr.), XeBaozóc (Augustus), Tepuavıxös (Germanicus),
f. Bciblatt wicderhergestelle. Starr des unwahrscheinlichen oregawosgw, , (STERRETT
29. Galen XII, 445 K.: Kpitovi.... xatà thy witoxpatopizhy olxtav lucpedonve.
Vgl. die übersichtliche Zusammenstellung bei J. OEHLER aaO. S. 16 ff., der inzwischen
jedoch ein berrächtliches Material hinzugefügt werden kann. Auch der Sophist Dionysios,
der Schüler des Isaios, der Mitglied des alexandrinischen Museion war, bekleidete unter
Hadrian mehrmals das Amt eines prokuratorischen Statthalters. Vgl. die Inschrift in:
Forschungen in Ephesos, veröffent. v. Österr. Arch, Inst. Wien 1923 Bd. 111 S. 133 Nr. 47.
Ferner W. SCHMID, RE V Sp. 975, 32 ff. Art. Dionysios Nr. 126.
des raisonnements fondés sur leur silence.”
27. Zur Familie der Statilii in Herakleia S. vgl. L. ROBERT, Etudes Anatoliennes (Etudes
der zwischen 161 und 169 n. Chr.
Finanzprocurator der Provinz Thrakia war und sicher zur Familie des T. St. Kriton zählte.
39. Vgl. H.G. PFLAUM RE XXIII Sp. 1249, 57 ff. Art. procurator.
mit dem
nahegelegenen Apollonia S., das schon im 3. Jhdt. v. Chr. existierte, aber erst von Plinius
genannt wird. Zu Recht bemerken L. und J. ROBERT La Carie Bd. ILS. 221: “Frappant
Aufmerksam sei gemachi auf St. Kritonianos,
haben.
48.
L. ROBERT, Ulpia Ileraclca, Hellenica 3, 1946, 5 ff. Vgl. auch L. und J, ROBERT, La
Carie Bd. 11 S,
223 f.
49.
Als Belege vgl. bes. die beiden Inschriften aus Claros aus den Jahren 120 und 121 n. Chr.
50.
bei L. und J. ROBERT, La Carie Bd. 11 S. 203 Nr, 132 und S. 206 Nr. 136.
Erwähnt sei in diesem Zusammenhang auch der Arzt €. Calpurnius Asclepiades (87 — 157
n. Chr.) aus Prusa am Olympos (Inschrift bei R. BRIAU, L'urchiatrie romaine, Paris 1877
S. 10 ff. Nr. 1 =H. DESSAU, Inscer. Lat. Sel. Rd. 11,2 5.828 I. Nr. 7789 = H. GUMMERUS
aaO. S. 66 Nr. 242), der von Traian für sich, seine Eltern und seine vier Geschwister das
römische Bürgerrecht erhielt. Ob er freilich Leibarzt Traians war (M. WELLMANN, RE II
Sp. 1633, 51 ff. Art. Asclepiades Nr. 40) bleibe dahingestellt. Vgl. auch die Hinweise bei ı..
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)ROBERT, Hellenica 3, 1946, 9 Anm. 1.
51. Inschrift bei J. KEIL, JO 23, 1926, 263 f. = Suppl. Epigr. Gr, IV Nr. 521 = L. und J.
ROBERT, La Care Bd. 11 S, 179, Die Statue scheint ursprünglich im Asklepieion gestanden
zu haben, das der ephesischen Ärzteschaft als Amtslokal diente. Durch eine Inschrift ist
gesichert, dass das Asklepieion bereits in frühhellenistischer Zeit bestand.
. Die
Existenz cines Muscion in Ephesos geht aus der inschriftlich mehrfach belegten
Bezeichnung der medizinischen Fakultät als of ax 105 Movacio» ixtpoi hervor. Ähnlich
nannten
sich
die
Vertreter
der
geisteswissenschaftlichen
Disziplinen
ol mepi th Movociov naußeural. Beide waren im Muscion zusammengeschlossen. An der Spitze
des Arzteverbandes stand ein &pywv tiv lergóv bzw. cin yopvaciipywv rüv larpiv. Die
parallele Organisationsform in Alexandrien beweist eine Inschrift aus Delos, in welcher der
Arzt Chrysermos als ¿ni rv larpav und émarérys où Mauselsu fungiert, Inschrift bei TH.
HOMOLLE, Bull. Corr, Hell. 3, 1879, 470 f. Nr.2 = CH. MICHEL, Recueil d'inscr. gr. Nr.
1154 = W. DITTENBERGER, Or. Gr. Inscr. Sel. Nr. 104 = R. POHL aaO. S. 27 f. Auch
weisen die ephesischen Agone auf die “Problemata” im Muscion von Alexandrien zurück.
Zur Bedeutung der Ärzteschule vgl. J. ILBERG, Rufus von Epbesos, Abh. d. Sachs, Ak. d.
Wiss. phil.-hist. Kl. 41, 1930.
53. Zu den Kabiren vgl, jetzt S. KARWIESE, RE Suppl. XII Sp. 284,46 ff. Art. Ephesos.
54.
Vgl. die knappe Übersicht bei J. OEHLER aaO. S. 15 f. Dass Ärzte vielfach Asklepiospriester sein konnten, bedarf keiner Erklärung. In Ephesos war das im Bereich des Museion
liegende Asklepicion Amtslokal der Ärzte, wo der Kult des Asklepios Propator bestand.
Auch veranstaltete der ephesische Ärzteverband wahrscheinlich am Fest der grossen
Asklepieien zu Ehren seines Hegemon Asklepios die bekannten zweitägigen Agonc. Zu
diesen vgl. ua. J. KEIL, Arzteinschriften aus Ephesus, JO 8, 1905, 128 ff. und s.
KARWIESE, RE Suppl. XII Sp. 275, 45 ff. Art. Ephesos.
55. R. HERZOG. Das Heiligtum des Apollo in Halasarna, Sitz. Ber. d. Kónigl. Preuss, Ak. d.
Wiss. Berlin, phil.-hist. Kl. 21, 1901, 489 Anm. 1,
J. KEIL, JO 30, 1936, 8 Beiblatt.
57. Inschrift in: Forschungen in Ephesos, veróffentl. v. Österr. Arch. Inst. Wien 1932 Bd. IV, 1
56.
Nr. 1, Die Inschrift is z.T. stark zerstört, doch können die erhaltenen Reste die obigen
Vermutungen stützen.
58. Aufbruch von Rom am 27. Okt. 133 n. Chr.
59. Inschrift in: Coll. of the anc. gr. inscr. Brit. Mus. Oxford 1890 Bd. III Nr. 500.
. Suidas s.v. ‘Poüpos: "Epéotog larpóc, yeyovos el Tpatavoii suv Kpiruw Bezeichnenderweise
spricht Ruphos auch von karischen Ärzten. Vgl. ORIBASIUS, Collect. med. VII, 127 (CMG
VI 1,1 p. 238 Raeder).
61.
.
Vgl. die Inschrift in: Forschungen in Ephesos, veröffent. v. Österr. Arch. Inst, Wien 1923
Bd. WES. 127 ff. Nr. 41/42,
62. Vgl. CIG 8111 Nr. 5900 ed. FRANZIUS und J. KROLL, RE X Sp. 872, 3 ff. Art. Julius Nr.
530.
Criton Medicus.— BENEDUM J., Titos Statilios Kriton. Ein Beitrag zur medizin- .
/
historischen Epigraphik der Antike : CM VII 1972 249-258. | Les inscriptions
d'Héracléia No» 49, 75 & 126 (selon la numérotation de J. & L. Robert) :
révélent des aspects inconnus de la carriére et de la personne du médecin de
‘ Trajan. Deux inscriptions d’Ephtse s’ajoutent à ces témoignages, et l’on peut
admettre que Criton obtint des faveurs pour le synédrion d'Éphèse grace
à son influence. Considéré comme xtloty¢ dans son pays, il était honoré
comme évepyéenç à Éphèse.