Zur Basilika an der Porta Maggiore

Autor
Meautis, G.
Publicado en
Philologische Wochenschrift
Año
1922
Tema
BASILICA
Idioma
Deutsch
Categoría
C8 Historia y arqueología
Número de archivo
5497

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Zur Basilika an der Porta Maggiore. Die Tragweite der Entdeckung einer unterirdischen Basilika nächst der Porta Maggiore im Frühjabr 1917 kann erst dann ganz ermessen werden, wenn die endgiiltige Publikation der Bilder und Sticke, welche sie zieren, stattgefunden hat. Erst dann wird man mit Sicherheit feststellen können, welchem Kultus sie gewidmet war. Cumont hat jedoch eine interessante Hypothese aufgestellt, die es verdient, weiter verfolgt zu werden. Das Bild, welches sich im Hintergrund der Apsis befindet, stellt zwei Personen dar auf zwei vereinzelten Feleriffen inmitten des Meeres. Eine derselben sitzt und ihre Haltung drückt Verzweiflung aus, die andere, eine verschleierte Gestalt, die eine Lyra trägt, schreitet dem Meere zu, ein geflügeltes Wesen stößt sie an den Schultern vorwärts, eine weibliche Figur, die bis über die Hüften im Wasser steht, breitet vor den Füßen der Schreitenden einen Schleier in der Form eines Nachens aus, vermüge dessen sie einen dritten Felsen erreichen kann, auf dem Apollo mit dem Bogen steht. Cumont (Revue Archéologique VIII 1918 p. 52.) glaubt, daß die Basilika den religiösen Zeremonien der Pythagoreischen Kongregationen gewidmet war, und bat dieses Bild mit mehreren Stellen antiker Autoren, die eine ähnliche Auffassung bieten, verglichen; sie weisen darauf hin, daß die Pythagoreer die Materie als einen Ozean betrachteten, welchen die Seele durchqueren müsse, um zur Befreiung zu gelangen. Denjenigen Stellen, die er angibt, kann. man noch andere hinzufügen, die geeignet scheinen, seine Annahme zu bestätigen, und zwar Plutarch De genio Socratis 593 F und 591 C, wo die Seelen mit Schwimmem (vgl 591 C: Tposviyopévas) verglichen werden, welche von einer Strömung mit fortgerissen werden; nur wenigen gelingt es, sie zu vermeiden, wodurch sie gezwungen werden, sich immer wieder zu verkörpern. Vgl. auch De Facie 943 D, wo ein ähnlicher Vergleich angestellt wird. Daß diese Stellen pythagoreischen Einfluß zeigen, dafür werde ich den Beweis zu erbringen suchen 647 [No. 27.] PHILOLOGISCHE in einer im Druck befindlichen Abhandlung: Rechercbes sur le Pythagorisme (Re@ueil de travaux publiés par la Faculté des Lettres de l'Université de Neuchâtel, fasc. IX). Obwohl man in der Basilika die Knochen eines Ferkele und eines Hundes gefunden hat, kann darin kein Beweis gegen die Zuweisung dieses Gebäudes an die Pythagoreer gefunden werden. Stellen wie Plutarch Quaest. Conv. 728 E u. a. m. zeigen, daß die Pythagoreer sehr verschiedene Ansichten über dev Vegetariemus batten. Neuchatel. Georg Méautis. Saar MEAWWS, &. IS. PAIE. NN AMEN ANAVET Ui