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Ueher die Auszüge aus griechischen Schriftstellern
bei al-Ja‘qabt.
Van
Dr. M. Klamroth.
IV.
Mathematiker und Astronomen.
Aufser den Ärzten. und Philosophen interessierten die Araber
nur noch die Mathematiker und Astronomen der Griechen, während:
ihnen infolge ihrer. nationalen und religiösen Beschränktheit die
noinois derselben, d. h. Dichtkunst, Beredsamkeit und Geschichtsschreibung, fremd blieb, Die exakten Wissenschaften, kurzweg Phi‘losophie genannt, zertielen den Arabern der spätern Zeit in vier
Klassen (Hag. Chalf. IV, 461):1) Mathematik, (Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Musik),
2) Logik (in dem weitern Sinne des Organons, doch ohne die
wenig gewürdigte Poëtik),
3) Physik (ebenfalls. im Sinne und Umfange der ‘Duaixd des
Aristoteles) !),
4) Metaphysik (niit der. Theologie als Grundstein
und der
Politik. als Schlufsstein) *),
Die angewandten Wissenschaften wurden als secundüre diesem
Schema eingereiht: die Physik in modernem Sinne (Mechanik, Optik
u,8. w.) rechnete man zur Mathematik, die Medizin zur Physik, Nach
dieser. Einteilung der Wissenschaften gehören die Werke des Hippokrates und Galenus in die dritte Klasse, während diese sonst ebenso
wie die zweite und vierte fast nur durch Aristoteles vertreten ist.
Die Vertreter der ersten Klasse sind vor allen Kuklides. Nikomachus 4) und Ptolemiius, und. diesen dreien: ist auch von Jat yübi ein
verhältuismäfsig grofser Raum gewidmet (p. 135—189, 139—143,
150.- 161.
Den Namen eines
Auszuges verdient indes nur die
1) Das erste dur {73 physikalischen Werke handelt nach „Ja'qûbi ivgl.
ZDMG. XU; p.-428) von den fünf Dingen: Stoff, Form, Ort, Bewes unig
und Zeit.
Demgemäls ist Hag. Chall u. a 0. KS ‚> für eN zu lesen,
2) Vgl. Dieteriei, bie Logik und Psychologie der ‚Araber‘ (18681, pill.
—17-und-p., 19690,
:
3) ZDMG, XVITL 693.
„Bd. XLIL
Página 2
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Ueber die Auszüge aus griechischen Schriftstellern
bei al-Ja‘qubi.
Dr. M. Klamroth.
IV.
Mathematiker und Astronomen.
Aufser den Ärzten und. Philosophen interessierten die Araber
nur noch die Mathematiker und Astronomen der Griechen, während
ihnen infolge ihrer nationalen
und religiösen Beschränktheit die
moinots derselben, d. h. Dichtkunst, Beredsamkeit und Geschichtsschreibung, fremd blieb. Die exakten Wissenschaften, kurzweg Philosophie genannt, zerfielen den Arabern der spätern Zeit in vier
Klassen (Hag. Chalf. IV, 461):
1) Mathematik, (Arithmetik, Geometrie, Astronomie, Musik),
2) Logik (in dem weitern Sinne des Organons, doch ohne die
wenig gewürdigte Poëtik),
3) Physik (ebenfalls im Sinne und Umfange der Wuorxd des
Aristoteles) 1),
a
4) Metaphysik (mit
der Theologie
als Grundstein
Politik als Schlufsstein) 2).
und
der
Die angewandten Wissenschaften wurden als secundäre diesem
„Schema eingereiht: die Physik in modernem Sinne (Mechanik, Optik
u.s.W.) rechnete man zur Mathematik, die Medizin zur Physik. Nach
dieser Einteilung der Wissenschaften gehören die Werke des Hippokrates und Galenus in die dritte Klasse, während diese sonst ebenso
wie die zweite und vierte fast nur durch Aristoteles vertreten ist.
Die Vertreter der ersten Klasse sind vor allen Euklides, Nikomachus®) und Ptolemitus, und diesen dreien ist auch von Ja'qúbt ein
verbältnismäfsig grofser Raum gewidmet (p. 185—189, 189—143,
150-161).
Den Namen eines Auszuges verdient indes nur die
1) Das erste der (7)
physikalischen Werke
handelt
nach Ja‘qûbi £vgl,
ZDMG. XLI, p. 428) von den fünf Dingen: Stoff, Form, Ort, Beweyung
und Zeit. Demgemäfßs ist Hag. Chalf a. a,
0. XS > für X4X> zu lesen.
2) Vgl. Dieterici, Die Logik und Psychologie der Araber (1868), p. 11
—17 und p. 195—96,
8) ZDMG. XVIII, 693.
Bd. XLII.
Página 3
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Darstellung der Nikomachischen Arithmetik; beim Ptolemäus sind
nur die griechischen Capitel-Uberschriften — mehr oder weniger
wörtlich — übertragen; beim Euklides sollen gar die ersten Worte
jedes Buches eine Inhaltsangabe ersetzen. Trotzdem will ich auch
diese Partie, soweit es angeht und erforderlich scheint, wortgetreu
verdeutschen ').
Pythagoras und Archimedes.
Nach ihm (Sokrates!) Pythagoras ?). Er sprach zuerst tiber
die Zahlen, die Arithmetik und die Geometrie, die Anordnung der
Töne und die Verfertigung der Leier. Er lebte zur Zeit eines
Königs Namens Augustus. Vor diesem mulste er fliehen. Derselbe
verfolgte ihn, und Pythagoras fuhr übers Meer, bis er zu einem
Tempel auf einer Insel kam. Diesen verbrannte der König über
ihm mit Feuer®). — Pythagoras hatte einen Schüler Namens Archimedes. Derselbe verfertigte Brennspiegel, durch welche die Fahrzeuge des Feindes im Meere verbrannt wurden ‘).
Philon.
Ferner gehört zu ihnen Philon®), der Erfinder der Mechanik.
Das sind Maschinen im Wasser, die dem gezeichneten Bilde gleichen(?).
1) Die eckige Klammer bezeichnet im Folgenden ein fehlerhaftes Plus
oder Minus des arabischen Textes, die runde einen erklärenden Zusatz des
Übersetzers. Die Bemerkungen wollen und können nicht erschöpfend sein; sie
enthalten keine abgeschlossenen Ergebnisse, sondern Vorarbeiten für solche und
Fingerzeige für weitere Untersuchungen.
2) Vgl. Fibr. p. 245, 1. 15—20, dasa A. Müller, Die griech. Philosophen
in der arabischen Überlieferung p. 5 und Anm. 6—8 (p. 31—34).
8) Die beiden ursprünglichen, von Dicaearchus (Diog. Laert. VIII, 21,
Cobet p. 218, 1. 48; Porphyrius 56, Cobet, Appendix p. 100, 1. 18) und Aristoxenus (Jamblichus, Vita Pythag. XXXV, Cobet, Append. p. 80—81) gewährleisteten Nachrichten von der Verbrennung der Pythagoreer im Hause des Milo
und dem Hungertode des Pythagoras im Musentempel zu Metapontum sind
bekanntlich schon von den Griechen (Platarch, Moralia, Dübner p. 1286, 1. 23;
Scholia in Platonem, Bekker II p. 421) und christlichen Apologeten (Athonagoras, Legat. pro Christ. XXVII, Dechair p. 123; Arnobius, Ady. gent. I, 40,
Orelli p 27) zu der Sage von einer Verbrennung des Pythagoras versehmolzen (Arnob. 1. L concrematus in fano est). Ähnlich sind die beiden
bei Porphyrius (Cobet, Append. p. 100) noch getrennten Erzählungen bei Ibn
abi Usaibi'a (I p. 40 unten) mit einander vermengt. Die „Insel“ erklärt sich
wohl aus den Worten des Porphyrius: eis 420» #menögevro (Cobet, Append.
p. 100, 1. 12). Wen wir uns aber unter dem Augustus zu denken haben, ist
mir wenigstens ein Rätsel.
Página 4
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das Wasser setzt dieselben in Bewegung, ohne dals etwas von
ihnen bewegt wird, hebt sie an einem Orte heraus und senkt sie
an einem andern.
Die Maschinen, welche durch das Wasser bewegt
werden, ohne dafs sie sich (von der Stelle ?) bewegen, tauchen hervor, werden von ihm (dem Wasser) verschlungen und
tauchen
wieder
hervor, entledigen (??). sich (des geschöpften Wassers?) und gehen
weiter(?). Hierfür zeichnet er Figuren, so dafs sie (zu der Beschreibung) stimmen.
Polemon oder Philemon gedeutet werden könnte, hat zuerst Steinschneider
scharfsinnig den Namen Philon entdeckt.
p. 104 vgl. Hag. Chalf. I, 400,
Zeitschr. f Math. u. Phys. XXXI,
E
1) Eine der beschriebenen ähnliche Maschine findet man weder in den
beiden im Original erhaltenen Büchern der Schrift Bedomosixé (Veterum Mathematicorum Opera, Paris 1693, p. 49—104) noch in der lateinisch erhaltenen Abhandlung De ingeniis spiritualibus (V. Rose, Anecdota II, p. 283 sq., p. 299 sq.).
Doch
führt die seltsame Beschreibung wohl am ersten auf ein
Schöpfrad (rota
aquaria = 3,0) cf. Vitruv. X, 10 oder eine
Wasseruhr (@lKis) Hag. Chalf.
II, p. 69/70.
Vgl. Fleischer, Studien über Dozy's Supplément, in den Verhandl.
4, Kgl. Sächs, Ges. d. Wissensch. z. Leipz, Phil-hist. Kl. XXXVIII, p. 19091.
2) Seit meinem Versuche über den „arabischen Euklid“
(ZDMG. XXXV,
p. 270—326) ist dieser interessante Gegenstand von verschiedenen Seiten neu
behandelt
worden,
nämlich
abgesehen von Weissenborns lehrreichen Abhandlungen über. die Euklid-Übersetzungen des Adelhard von Bath, des Campano
und Zamberti, von dem verdienten Herausgeber des griechischen Textes der
Elemente,
Ludwig Heiberg in
der Zeitschr.
f.
Math. u. Phys. XXIX, 1 und
von dem handschriftenkundigen Moritz Steinschneider ebend. XXXI, 3. Heibergs
Versuch,
meine Resultate,
legen, ist, wie ich gern
abgesehen
einräume,
welcher um so mehr Anerkennung
die arabische
von
in
einigen Zugeständnissen,
zu widerder Hauptsache gelungen, ein Erfolg,
verdient,
als Heiberg
sich
in Bezug
auf
Version lediglich auf die von mir veröffentlichten Thatsachen
stützen konnte. Für die Erörterung untergeordneter Meinungsverschiedenheiten
ist diese Abhandlung nicht der geeignete Ort.
3) Dieselben dem Ptolemäus zugeschriebenen Worte lesen
wir im Cod.
Lugd. 965 (899) als Vorwort zur Euklid-Übersetzung des
Haggig ibn Júsuf
ibn Matar. Dieser Text ist auch vom Herausgeber benutzt (ef. Anm.
2); aus
ihm sind auch wohl die Worte in eckigen Klammern hinzugefügt.
Eine weitere
Variante ist Lg! (Legal?) hinter past 1 8. Eine Reminisconz an diese
Einleitung in die Elemento findet
sich in hebräischen Übersetzungen
der Optik
(Steinschneider, Die mittleren Bücher der Araber, in der Zeitschr. f. Math. u.
Phys. X,
p. 471),
nur
dafs
zum Almagest bezeichnet.
hier Euklid selber
(!) seine Elemente als Vorstufe
Página 5
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Astronomen Stufen +) (Grade) heifsen — zur Bestimmung der Bahn
der Sterne], über Länge und Breite, ihr (der Planeten) Eilen und
Stumen, Geradläufigkeit und Rückläufigkeit, Aufgang und Untergang, den Fall ihrer Strahlen, die Kunde von den Stunden des
Tages und der Nacht, die Aufsteigungen (oder: Aufgangsörter) der
Sterne und die Verschiedenheit derselben in jedem Klima der Erde,
die Berechnung der Conjunction und Opposition, die Sonnenfinsternis und die Mondfinsternis und die verschiedene Ansicht (derselben) von den (verschiedenen) Horizonten der Erde in allen Himmels- -
strichen.
È
Die Schrift „Euklides“ besteht aus 18 Büchern, und in diesen
13 Büchern sind 452%) Figuren (Lehrsätze) mit dem Beweise und
der Erklärung, nach deren Verständnis dem der Rechenkunde Beflissenen jedes Capitel vom Rechnen leicht wird und sich erschliefst.
Zuerst nennt er die Grundsätze, von denen die Wissenschaft aus-
Ich will indes hiermit nur sagen, dafs die Veränderung in clp sinngemäls
und naheliegend ist, ohne dem Worte SS die Existenzberechtigung abzusprechen, zumal auch sonst in diesem Abschnitte mehrere seltenere Lehnwörter
2
vorkommen, 3. B. aim p: 170, L 9. Ist 2 = pehl. chúrtak (Justi,
Bundehesch p. 126/7; Lagarde, Beitr. 2. baktr. Lex. p. 39: PEN), so hat
man die Wahl zwischen den Bedeutungen „Tierkreiszeichen“ (d. h. 30 Grad)
und, da > = exiguus, minutus ist, „Minute“ 22455 (d. h. 3/50 Grad).
2) Vzl. ZDMG. XXXV, p. 272 und 274 Mitte.
Meine an der letzten
Stelle ausgesprochene Ansicht wird durch die Angaben des Ja‘gübi bestätigt; demselben lag ohne Zweifel die ältere Übersetzung des Haggdg vor, zumal zu der
Zeit, wo er schrieb, diejenige seines Zeitgenossen Ishaq kaum schon vorhanden
war. Der Hauptbeweis hierfür liegt darin, dafs die vorstehende Einleitung
sich auch in der genannten Leidener Handschrift findet.
Die grofsenteils wörtliche Übereinstimmung der Definitionen mit der Übersetzung des Ishaq beweist
nach dem a. a. O. p. 310 unten bis 311 oben Gesagten nichts dagegen.
Auch
finden sich in der That einzelne bemerkenswerte Abweichungen, auch in der
Terminologie, 2. B. Awaa orageds für us (doch p. 188, I. 13 scheint
dus vorschriebene Amel} d. H. cher auf Kamel} als auf das vom Horausgeber hergestellte Xtesal} zu deuten), ferner liza osupergos für Ski,
gb nldros für VOLE u sw
Página 6
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)geht),
5
durch deren Kenntnis man das Gewulste begreift,
nämlich Satz, Beispiel, Umkehrung, Construction, Determination,
Beweis, Abschlufs. Der Satz ist die Aussage, welche der
®). Das Beispiel ist die Gestalt der
Erklärung vorangestellt ist
i
, von der etwas ausgesagt wird, und deren Beschaffenheit
ist das Gegenden Sinn des Satzes erklärt. Die Umkehrung)
teil des Beispiels und die Verkehrung des Satzes zum Unmiglichen.
©), wie sie
Die Construction!) ist die Herstellung der Zeichnung
der jedesmaligen Stufe der Wissenschaft entspricht. Die Determination ist die Unterscheidung zwischen dem möglichen und unmöglichen Satze. Der Beweis ist der Nachweis für die Bestätigung (d. h. die Wahrheit) des Satzes. Der Abschlufs ist die
Beschliefsung der Wissenschaft durch das Gewulste °).
Buch 1. Über den Punkt, welcher keine Teile hat”), und
p. 137
die Linie, welche eine Länge ist ohne Breite*). 47 Stitze?).
Buch 2. Über jegliches Viereck mit parallelen Seiten und
rechten Winkeln, gebildet von zwei Seiten, die den rechten Winkel
n 14 Sätze 11),
10).
einschliefse
ANA pr 9 AUK SI È Luis SLAM La ets
pet post Lede Al but N KE. Dio gewöhnlichen Bedeutungen von a; „nahe kommen“ und „vorwärts schreiten“ geben hier
>» 655
+ Be
schwerlich einen befriedigenden Sinn. Denkbar wäre Wat,» oder ASL
(„aus denen sich die Wissenschaft zusammensetzt‘).
2) Der Text ist verderbt.
Ich übersetze die Worte der Leidener Hundschrift: prodi Khem cys ps
Y,
3) Der Terminus scheint aus der a. a. O. p. 287 oben besprochenen
Formel RIS ¡ÁS entstanden zu sein, also den indirecten Beweis zu
bezeichnen.
4) Eig. „Anordnung“ (gr. xaraoxevn).
5) Ueber has vgl. ZDMG. a. a. O, p. 285 unten.
6) Hiermit ist wohl nichts anderes gemeint als die bekannte Schlufsformel „Quod erat demonstrandum*.
7) defin. 1.
8) defin. 2.
9) Vgl. ZDMG. XXXV, p. 273, 1.20 und p. 275, Absatz 1. Der fehlende
Satz ist der letste (48.) des Originals, die Umkehrung des Pythagoras.
10) defin, 1.
11) Statt oso ka; ist gewils we in) zu lesen,
Página 7
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Buch 8, Über die gleichen Kreise, deren Durchmesser gleich
sind und die Linien von den Mittelpunkten zu den Umflingen 1),
und über die Berührungslinie, die am Kreise vorbeigeht, ohne ihn
zu schneiden
?).
35 Sätze 5).
Buch 4. Wenn eine Figur in der andern ist, und die Ecken
der inneren Figur die Seiten der Sulseren berühren 4). 16 Sätze.
Buch 5. Über den Teil, d. h. die Gröfßse von der Gröfse,
die kleinere von der gröfseren, wenn sie dieselbe mifst5). 25 Sätze,
Buch 6. Über die ähnlichen‘) Flächen, wo die Winkel
der einen denen der andern gleich sind, und wo die Seiten, welche
die gleichen Winkel einschliefsen, proportional sind 7), und tiber
die Figuren mit reciproken Seiten, deren Seiten proportional sind $).
32 Sätze,
Buch 7. Über die Einheit®) und die gerade Zahl, welche
sich teilen läfst in zwei gleiche Teile 1°), und die ungerade Zahl,
welche ‘sich nicht in zwei gleiche Teile teilen lafst und die Gerade um eine Einheit überragt!?), und die Zahl, welche gerademalgerade heifst, d. h. die, welche von irgend einer geraden mit einer
geraden Anzahl von Malen gemessen wird 12), und die Zahl, welche
1) defin. 1.
Die Umschreibung des Begriffes „Radius“ (1) de rod xdv.
zeov) ist hier dieselbe wie in der Version des Ishaq an dieser Stelle. Über den
gewöhnlicheren und kürzeren Ausdruck vgl. ZDMG. a. a. O. p. 294.
2) defn. 2, Für
333 hat Ish.
ia.
8) Vgl. ZDMG. a. a. O. p. 278, L 20 und p. 275, Absatz 2.
4) defin. 1. Für lS hat Ish. pg.
5) defin. 1.
Einfacher als die Emendation des Herausgebers und dem
griechischen Originale mehr entsprechend ist die Streichung des Wortes pSY,
wenn man es nicht hinter whey stellen will, welches dann sein Suffix verHeren muls,
6) Statt Kigluxel} ist Relive! zu lesen.
7) defin. 1.
8) defin. 2. Diese Definition, deren Achtheit von Heiberg (IL p. 78)
mit Recht beanstandet wird, lautet bei Ish. fast wörtlich ebenso; die Worte
PER pr Ae sind in unserm Texte wohl nur durch ein Versehon
ausgefallen.
9) defin. 1.
10) defin. 6.
11) defin. 7. Für ule Origa hat Ish. ASL = gr. diapdgo».
12) defin. 8.
Wörtlich: mit einer Anzahl von Maien, deren Zahl gerade
ist. Bei Ish. fehlt das Wort xy (Doppeltschreibung von wh2j?), so auch
in den beiden folgenden Definitionen.
Página 8
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)gerademalungerade heifst, d. h. die, welche von irgend einer geraden
mit einer ungeraden Anzahl von Malen gemessen wird), und die
Zahl, welche ungerademalungerade heifst, d. h. die, welche von
irgend einer ungeraden Zahl mit einer ungeraden Anzahl von Malen
gemessen wird 2), und die Zahl, welche Primzahl heifst, d. h. die,
welche nur von der Einheit gemessen wird®), und die Zahlen,
welche im Verhältnis zu einander Primzahlen sind, d. h. die, welche
sich von keiner gemeinsamen Zahl aufser der Einheit messen lassen 4),
und die zusammengesetzte Zahl, d. h. die, welche von einer andern
Zahl gemessen wird’), und die Zahlen, welche im Verhältnis zu
einander zusammengesetzt sind, d. h. die, welche von einer andern
gemeinsamen Zahl gemessen werden), und die mit einer andern
Zahl vervielfältigte Zahl,
d. h. die, welche vervielfältigt wird, so
oft die vervielfältigende Zahl Einheiten hat, so dass eine andere
Zahl hervorgebracht wird‘), und die Quadratzahl, d. h. die, welche
entsteht aus der Vervielfältigung einer Zahl durch sich selbst [und
eingeschlossen wird von zwei gleichen Zahlen ®), und die Kubikzahl,
d. h. die, welche entsteht aus der Vervielfältigung einer Zahl durch
sich selbst] und wieder durch sich selbst und eingeschlossen wird
von drei gleichen Zahlen®), und die Flächenzahl, die eingeschlossen
wird von zwei Zahlen !%), und die Körperzahl, die eingeschlossen
wird von drei Zahlen !!), und die vollkommene Zahl, welche allen
ihren Teilen (i. e. Factoren) gleich ist '*), und die proportionalen
Zahlen, wo die erste ein ebenso Vielfaches der zweiten ist wie die
dritte von der vierten!*), und die ähnlichen Flächen- und Körperzahlen, d. h. die, deren Seiten proportional sind !4),
falst) 89 Sätze 15).
Dies Buch (um-
Buch 8.
Über die Zahlen, welche der Reihe nach (pro-
1) defin. 9.
Heiberg
(Die arab, Tradition der Elemente Euklids p. 19
unten) ist mir gegenüber (ZDMG. XXXV, p. 288) ohne Zweifel im Recht.
2) defin. 11.
8) dein. 12. Ish. is adi dall viali Lal Gd.
4) defin. 13.
Diese Definition soll im Euklid des Ishaq erst von Thäbit
nachgetragen worden sein.
5) dein. 14. Ish. > Le Odes dal st Gost.
6) defin. 15.
7) defin. 16.
8) defiv. 19.
9) defin. 20. Ish. alte 3 ago ya mais Lend vie Dis.
10) defi. 17.
11) defin. 18.
12) defin. 23.
18) defin. 21.
14) defin. 22.
15) So jotat auch in Heibergs Ausgabe des Originals.
Página 9
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)portional) sind, und die äufseren Glieder, die im Verhältnis zu
25 Sätze®).
einander Primzahlen sind !).
Buch 9.
Über die Multiplication uer ähnlichen Flächenzahlen, so dass aus ihrer Multiplication die Quadratzahl entsteht *),
[und die Zahlen, welche einander messen *),] und der Kubikzahl mit
der Kubikzahl5), und was entsteht aus der Multiplication einer
Kubikzahl mit einer Nicht-Kubikzahl
‘), und was entsteht aus den
verbundenen proportionalen Zahlen, die auf einander folgen von der
Quadratzahl(?) an, und wie die Kubikzahl entsteht”), und was
entsteht aus den proportionalen Zahlen, der körperlichen Kubikzahl
und der Flächenzahl $), und die Zahlen, welche einander messen °),
und wie abgezogen werden die geraden von den geraden !%), die
ungeraden von den ungeraden 11), die geraden von den ungeraden 1?)
und die ungeraden von den geraden!*). 38 Sätze,
Buch 10. Uber die Linien!4), welche ein gemeinsames Mafs
haben, welches sie zugleich mifst, und welche commensurabel heifsen,
[und die incommensurabeln Linien], welche kein gemeinsames Mafs
haben, welches sie zugleich mifst15), und die (potentiell) commensurabeln Linien, [deren Quadrate] eine Fläche zum gemeinsamen
Mafse haben 15). 104 Sätze!?).
Buch 11.
hat 18).
Über das Feste, welches Länge, Höhe und Breite
41 Sätze 1%),
1) prop, 1.
Das Wort Xiwlika (== ävdloyoy) ist ausgefallen.
2) Heiberg: 27.
8) prop. 1.
Der Wortlaut des Textes giebt einen andern, doch verkehrten Sinn.
4) Die Worte gehören gewiís nicht hierher.
5) prop. 4.
6) prop. 5,
er
7) prop. 8. Der Text ist verderbt: XáJ,4J) entspricht dem oúwderos
SILA
8) prop. 8—13 ().
9) prop. 14.
10) prop. 24.
11) prop. 26.
12) prop. 27.
13) prop. 25.
14) Man orwartet „EA (usyid).
15) defin. 1.
a
16) defin. 2. Die Worte Bal) è sind ausgefallen.
17) Peyrard 117, Heiberg 115, Ishäq 109, Tüsi (und Campano) 107, Ja'g. 104.
18) defin. 1. Ish. hat Free für ema, (ys für gle.
19) Helberg: 39.
Página 10
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)zu einander. verbalten wie die [Zahl der] Quadrate aus dep Kreisdurchmessern 1). 15 Sütze ?).
Buch 18, das letzte Buch des Euklid. Über die Linie, welche
stetig (eig. nach Art eines Mittelgliedes und zweier Aufsenglieder)
geteilt wird®)..
21 Sutze4).
Von diesem Euklid giebt es auch eine Schrift über die Anblicke) und ihre Verschiedenheit infolge der Ursprünge der
Blicke (eig. Augen) und .der Strahlen. Er sagt darin: Die Strahlen
geben vom Auge in geraden Linien aus und bewegen sich auf unermefslich zahlreichen Bahnen ®). Diejenigen Dinge also, auf welche
die Strahlen fallen, werden gesehen, und diejenigen, auf welche die
Strahlen nicht fallen, werden nicht gesehen. Und hierüber zeichnet
er verschiedene Figuren, durch welche er die Ausstrahlung des
Blickes, und wie (sehr) üieselbe verschieden ist, erläutert. Die Anzahl der Figuren, durch. welche er dies erläutert, beträgt 64 7).
Nikomachus.
Ferner gehört zu 1hnen Nikomachus, der Weise, der Pythagoreer. Derselbe trigt den Namen „Sieger im Rangstreit*, und er
ist der Vater des Aristoteles*), Von ihm giebt ‘es eine Schrift über
die Arithmetik ®), ‘in welcher er die Absicht verfolgt, die Zahlen .
1) prop. 1. Natürlich ist 8,2) za zu lesen.
2) Heiberg: 18.
8) prop. 1.
4) Heiberg: 18.
Vgl. ZDMG. a. a. O.
5) D. h. Optik.
Näheres bei M. Steinschneider, Die mittleren Biicher
der Araber in der Z. f Math. und Phys. X, p. 468—472.
Das Angeführte
entspricht etwa dem 1., 3. und 4. Grundsatze des Originals.
6) Vgl. Ibn al Haitam ZDMG. XXXVI p. 218—215, besonders p. 214,
13 vy. uw
*
.
7) So auch Bodl. 875, 6; dagegen enthält Lugd. 976 (133, 5 Gol.) 24 Sätze.
8) Schon der Herausgeber hat nach Leclerc, Hist. de la méd. arabe I
p. 227, bemerkt, dafs diese Verwochselung des Arithmetikers aus Gerasa, der
um die Mitte des zweiten nachçhristlichen Jahrhunderts lebte, mit dem königlichen Leibarzte aus Stagira bei den Arabern gewöhnlich war.
Dem entsprechend heifst denn auch p. 144, L 1 Aristoteles der Sohn des Geraseners
Nikomachus. Noch gröfser ist die Verwirrung bei al-Qiffi geworden (Anmerk. 9
zu Fihrist p. 269), welcher die Stadt Welt in eine Provinz: y&l.g>
verlegt.
Die Form e in vou den Arabern ohne Verständnis aus
Fegaonyds transscribiert, da nach dom arabischen Namen der Stadt (jbl
>
zu erwarten wäre. Ähnlich heifst Fihr » <-,, 1. 14 Thales von Milot ample}
= Midrforos, hingegen bei al-Qint bls.
9) Ebenso kurz lautet der Titel im Fihrist p. 269, 1. 28: LAS
ise ibi
Y). Auffallender Weise wird hier eine arabische Über5
Página 11
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)zu erklären und dasjenige mitzuteilen, was die Philosophen vorausschicken. Nikomachus sagt: Die Alten und Ersten, welche die
Wissenschaft ans Licht brachten und sich in sie vertieften — der
erste von ihnen war Pythagoras —, bestimmten den Begriff so,
dafs sie sagten, die Bedeutung von Philosophie sei die Weisheit,
und von diesem Worte (cogía) sei ihr Name abgeleitet’). Sie
sagen, die Weisheit sei das wahre Wissen der ewigen Dinge?). In
der Einleitung des Buches bringt er Verschiedenes vor über den
Ruhm und den Vorzug der Weisheit und Aussprüche der Weisen
über die Vortrefflichkeit des Wissens *). Dann beginnt er sein Buch
und sagt:
Alle Dinge in der Welt, welche in der Natur bestimmt sind,
sind nur durch die Zahl geordnet, und es bestätigt die Analogie
unsere Behauptung, dafs die Zahl gleichsam das Muster ist, welches
zum Vorbilde dient(?) 4). Sie ist ganz und vollkommen intelligibel 5).
Mit den Dingen, welche das Wort Quantität angeht, d. h. verschiedenartigen Dingen, ist unumgänglich diese notwendige Zahl
setzung des Werkes nicht erwähnt.
Nach Casiri 1 p. 390 verfelste Thabit ibn
Qurra Summarien (| el) oder einen Auszug, aus der Arithmotik (cf. R.
Hoche's Ausgabo p. IX).
Indes scheint der Codex 426, 15 in London nach
den im Cataloge p. 208 mitgeteilten Proben eine eigentliche Übersetzung zu
enthalten. Der Titel lautet hier in der Überschrift: A Jess Ulis
chat „Le, in den Unterschriften der beiden Bücher mit dem Zusatze
bus
Vu gii
1) Hoche I, a, 1: Of malauo xal poros pedodevonvtes dniorjunv
(Thabit: cysts Gt ple ds ty e oe!) xardekavros Tudayögov dgitovre yılooopiav elvas pıllav copies (Thäbit: LJ] al),
de na abro 13 Svown gupaíves.
Bei Ja'q. vermifst man ein Wort, welches
dem gidia des Originals entspricht.
(Sollte dasselbe etwa in dem Lg
x
des Codex stecken ?).
2) a, 2: nv oopia» adoltero èrioriunv vis du raie odow Alndeias
- - Srra da oldperos elvas - - del Statehoivra tv tH xdop@ mai oùdémore zod elvas dfsordueva. (Darnach erwartet man für whall Xi 1 5
8) y, 47.
4) Der Satz ist im Original ebenso wenig zu verstehen s, 1: Mavra za
- - tnd givews dv th «dono Siarerayuiva - - paiveras sarà dpidudy
- - SianexgtaPas xal xsxoounodas Befasovnévov tov magadetyyaros olov
Aöyov rpoyapdyuaros dx tov émbgriv tov ápiduo» ngovxostavra.,
Araber las wohl tov Adyow,
5) ibid. vontéw abröv póvov xal navednaow aviov.
Página 12
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)verknüpft, für sich allein bestimmt, nicht wegen eines andern 1).
Alles Verbundene besteht ohne Zweifel aus verschiedenen Dingen
und aus wirklichen Dingen?). Denn diejenigen, welche nicht wirklich sind, kann man nicht verbinden; und die Verbindung dessen,
was wirklich ist, ist möglich, es sei denn, dafs es kein Verhältnis
zu einander habe®). Alle verbundenen Dinge können also nur zusammengesetzt werden aus wirklichen, verschiedenen, zusammen
passenden Bestandteilen‘). Denn wenn es nicht verschieden ist,
so ist es eins und bedarf keiner Verbindung; palst es nicht zusammen, so ist es nicht gleichartig, und wenn es nicht gleichartig
ist, so ist es Entgegengesetztes, bei welchem eine Verbindung nicht
eintritt). Zu diesen Dingen gehört die Zahl‘). Bei derselben
giebt es zwei verschiedene, zusammen passende, gleichartige Arten,
nämlich das Gerade und das Ungerade*) und ihre verwickelte
(kreuzweise) Verbindung nach Mafsgabe ihrer Verschiedenheit hat
keine Grenze®). Das erste Buch der Arithmetik zerfällt in
(mehrere) Capitel. Das erste handelt von den Begriffsbestimmungen
der Zahl. Sie zerfällt in zwei Klassen: die eine heifst das Ungerade, die andere des Gerade®). Das Ungerade zerfällt in drei
Klassen. Dazu gehört die erste, unzusammengesetzte Zahl, d. h.
die, welche von keiner andern gemessen wird, z. B. 7 und 11;
ferner die zweite, zusammengesetzte Zahl, d. h. diejenige, welche
eine andere hat, [von welcher sie gemessen wird,] z. B. 9 und 15;
endlich die dritte, die zwar ihrer Natur nach eine zusammengesetzte,
aber im Verhältnis za einer andern zusammengesetzten eine erste
ist, d. h. zwei Zahlen, deren jede zwar eine Zahl hat, von welcher
1) 6,20: dvaynator dea ès dncorrpovendy (= Spline) fin dostuòv
ini tiv towstav bndprovta xa? savrov fopbodas al ody bn’ &hkov,
GAR ig! davor.
2) 5, 3: máv dè ñeuoouévov ¿E Evarıiov xdvrws fenootas xai
dvrov ys.
8) ibid. odre yào tà un Seta ápuosdivas old te ovte ta Svta pév,
- - hoya dè mods &lmla.
4) ibid. úxodelmeras di rd, dE dv dendteras, xal övra slvar nai
duégoon xai Aöyov meds ¿linda Egovra, Es ist also Dosa = de,
LES = Ayo» mode linia tre.
5) Dieser Zusatz beweist, dafs unser Schriftsteller auch hier einen Commentar oder einen schon vorhandenen Auszug des commentierten Textes benutzte.
6) 5 4: du rowourow dea xal 6 (dnsornuovinds) ¿get uós.
7) ibid. fore yde 14 dv aùrÿ moostiora sidn dio - - drapipovra
alloy nal ody érepoyevi, megerréw nai doriov.
8) ibid. xa? bvaldal - - dinguoouéva &M]loss aywelorws nai évosidOs.
9) 5, 1: rod dé dpiduod mean Tour rd uèv ägrıov, zo dè megırzörv.
Página 13
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)sie gemessen wird, welche aber im Vergleich zu einander keine gemeinsame Zähl haben, wie 9 : 251),
Das Gerade zerfällt in drei Klassen, erstens das Gerademalgerade, d. h. was sich in Gerades zerlegen
läfst bis zur Einheit, z. B. 64; ferner das Gerademalungerade, d. h. was sich einmal in zwei Hälften zerlegen läfst und dann stehen bleibt, z. B.
14 und 18; endlich das Gerademalgerademalungerade, d. h. was
sich
öfter als einmal in zwei Hälften zerlegen läfst
nicht bis zur Einheit kommt),
Abhandlung.
Das
zweite Buch
und
doch
Darüber handelt er in klarer
handelt über die für sich bestehende
Quantität, d. h. die überschüssige, die gleichmiifsige und die mangelhafte Zahl).
Überschüssig ist die, bei welcher die Summe ihrer
Teile (Teiler), wenn dieselben zusammengezählt werden, ihre Summe
übertrifft, z. B. 12 und 24; denn von 12 giebt es eine Hälfte, ein
Drittel, ein Viertel, ein Sechstel und ein Zwölftel, und wenn man
diese zusammenzählt (i. e. 64 4 + 8 + 2+ 1), so ist die Zahl (16)
gröfser (als 12)*). Gleichmälsig ferner heifst die, bei welcher die
Summe ihrer Teile ihrer Summe gleichkommt, z. B. 6 und 28;
denn von
6 giebt es eine Hälfte, ein Drittel und ein Sechstel,
deren Summe (i. e. 3 + 2 +1), wenn man sie berechnet, gleichfalls 6 beträgt). Mangelhaft endlich heifst die, bei welcher die
Summe ihrer Teile geringer ist als ihre Summe, z. B. 8 und
14; denn von 8 giebt es eine Hälfte, ein Viertel und ein Achtel,
und wenn man diese zusammenzählt (i. e. 4 + 2 + 1), so giebt
1) «a, 1: tela sión sigioxeras adljhwv diapépovra, dv To pio
xaleiras nodirov xal dovyderor, 16 dè dvtixeluevoy tovry Fevrspov nai
cúvdero», zö di - - à nad" éavrd wiv dntvegov nal vw ero», mods dilo
dè xgdrov ai dovvdetor,
Der Ausdruck rotrow (ASS) erst sy, 1.
2) 7, 3: xa® Sxodiadgeow Sì tod Apriov tò pèv dpridrc dorso,
20 dè negıogagzıov, zo di &griomégutror, cf. n, 5; 9,1; 4, 2.
Die beiden
letzten Ausdrücke übersetzt der Araber, als habe er gelesen: tó de aprıonéguttov, tò dè dgridxrs dgtionégerror,
3) 43, 1: caw amis (el of, 1: 10 ad avró moody = WA)
agrimv dorduav oi pév siow Ömegreleis, of dè éhlimsis, - - of dî - -,
of xai Réyovrae réleros.
4) 48, 8.
5) 46, 1—2: 6 Asydpevos télsios bv ¡oórnte ebguoxdusvos - - Gel loos
1015 davroù péoeciv Ömagymv- - dorso 10 pirgiov- - xal 20 dudpwvor,
Der Ausdruck des, dia mufs aus dieser Erklärung stammen, da das
Página 14
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Am vollständigsten ist das dritte Buch über die bezogene
Quantität.
Dieselbe zerfällt in zwei Klassen, erstens die Quantität,
welche der mit ihr verglichenen gleich ist, 2. B. 100
— 100, 10 =
10,
ferner die Abweichung von der Gleichheit 2);
diese
zerfällt
wieder in zwei Klassen, erstens das Grofse (Gröfsersein), zweitens
das Kleine (Kleinersein) *).
Das Grofse hat fünf Klassen, 1)
Vielfache
*), z. B. 2:4 und 4:8; 2) das um
eine Einheit
das
:
schiefsende
5), z. B. 3 im Vergleich zu 4, da 4 — 8 + 1}, 8 ist;
3) das um zwei nn
eric
> [sende ©), wie 8, die erste ungerade Zahl, im
zu
Vergleich
5, der zweiten ungeraden Zahl, wobei ein Überschufs von zwei Einheiten stattfindet, ferner nach
dieser Anordnung auch der Überschufs um mehrere Einheiten
?);
4) das Vielfache und um eine Einheit Überschiefsende®), ein Verhältnis, welches zwischen zwei Zahlen stattfindet, deren eine [dem
Vielfachen] der andern und der Einheit gleich ist, z. B. 5 im Vergleich zu 2, da 5 dem Doppelten von 2 und einer überschüssii
Einheit gleich ist; 5) das Vielfache und um mehrere. Einheiten
Uberschiefsende ®), z. B. 4 im Vergleich zu 1.
1) ce.
Im Texte steht als zweites Beispiel 24.
Diese Zahl ist aber nach
dem Vorausgehenden vielmehr eine überschüssige (denn 12 + 8 + 6 +4
+3
+2
+
1=
36
7
24).
Da das Original
«9° hat,
so
ist statt
2) «E, 2: tod mode te toivuv mocos dio ai dvordro yerixai Fiat
gdosıs elotv, iodıns xai ävsodrns.
8) iL, 6: 0 di dussov - - dy oxiterat wa Fore abroù cd piv
meibor, ro dè tharroy.
4) en, 1: rrodhanddorov.
5) «9, 1: érudpos dov uds.
6) x, 1: drcueorie oxdow, bray agsPuds tòv ovyupiwduevov bn dv
Baur Shov nai neooëts wien abroü nheiova évôs.
7) ibid. ro dè mictova ¿vos deysrar máliv dò tod B val npdecow
dni névras tods Speke (ungeschickt übersetzt durch asia tho sts)
desuode.
8) «f, 1: noldanlacisnuógios oxéos, Stay tv vvyxpivouévo» 5
paltov nlaovdnis 4 anak En dv david tòv èhaocova mal mods toro
nögid» te Ev adrod olov dimora.
9) xy, 1: mollankaoısmıuspns - - oyéow rod ugePuov.
>
ñ y À D A e nal bpebîo
Ich leso
wegen der Worte des Originals: uso” tiva aùroù mislova évès 7) ß
Página 15
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das Kleine zerfällt
in fünf Klassen, 1) das was unter
dem Vielfachen ist, 2) das was unter dem um eine Einheit
Überschiefsenden ist, 3) das was unter dem um mehrere Einheiten Überschiefsenden ist, 4) das was unter dem Vielfachen
[und nm eine Einheit Überschiefsenden ist, 5) das was unter
dem Vielfachen und] um mehrere Einheiten [Überschiefsenden] !)
ae redet er über die drei Zahlen, von denen die eine grofs,
ist 2),
die zweite mittelgrofs und die dritte klein ist. Sucht man nach
ihrer Gleichheit, so zieht man von der mittleren den Betrag der
kleineren, von der gròfseren den doppelten Rest der mittleren und
die kleinere ab*); sind dann die Zahlen gleich, so ist ihre Beziehung
vollkommen 4). Ferner redet er über die Zahlen, welche man bei dem
Vielfachen hinzufügt und abzieht®), und zeichnet hierfür eine dreieckige Figur mit zwei Seiten (?), und in der Figur sind 21 Fächer:
zuerst‘ sechs Fächer, in dem ersten 1, dann immer das Doppelte
bis 82; zweitens fünf Fächer, in dem ersten
3, dann immer das
Doppelte bis 48; drittens vier Fächer, in dem ersten 9, dann immer
das Doppelte
bis 72; viertens drei Fächer, in dem ersten 27, dann
immer das Doppelte bis 108; fünftens zwei Fächer, in dem ersten
81, dann das Doppelte, also 162; sechstens ein Fach, das ist
das letzte, darin 243 9).
1) Die eingeklammerten Worte sind durchaus unentbehrlich, da ohne
diese Ergänzung weder die fünf Klassen herauskommen,
noch der Text einen
Sinn giebt; ihr Ausfall erklärt sich vermutlich so, dafs sie gerade eine Zeile
füllten.
2) 4,8: dmonodlanidowy, Unenınögıov, dnemiuegis, vnonollanlaosemsucgso», vronollanhnossriuspé.
3) Il, 8, 1: aiei 70» dldrzova dpaíges and rod péoov - - 10 da
deipdèr und rod devrégov - - évos dè rowovrov roro xal dio rososray devrigwv dpugstivrwy and rod loumoÿ, tovriotiv and tod peltovos - -.
Wegen des duo torovtwy devrégmy lese ich uk La Mía
(bez. a, falls sil activisch Ist),
4) Nicht ganz
Ende.
deutlich,
vielleicht:
dann hat os mit dem Beziehen ein
Durch die gegebene Operation wird z, B.
aus
der Reihe 5, 20, 80
zuerst 5, 15, 45, sodann zuerst 5, 10, 20, endlich 5, 5, 5,
Av eis lodınra (goles) dvagdaow,
cf. 8, 2: mages
Página 16
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Ferner redet er von dem Vierfachen, zu welchem er das
und Punkte?) und
ee handelt A über die Flächen,*)Linien
und sechseckigen Flächen
elte hinzufügt !).
beschreibt die dreieckigen 3), viereckigen
sowie die Seiten, aus denen die Flächen bestehen, und ihre Mafse.
Ferner redet er von der fünffachen Zahl mit fünf gleichen Seiten,
und wie dieselbe anwtichst 5), dann von der sechsfachen, siebenfachen,
achtfachen. Dann beschreibt er ihre Verbindung und entwirft daden, Nach der Beschreibung müfste die Figur ()K& hier = didyeappa)
bei den Araberh einer der beiden nebenstehenden gleichen.
E
R
ER)
1) Der Sata ist unverständlich, könnte sich indes, fall ¿1-34 hier nicht
Quadratzahl heifst, sondern = rergamkusıos ist, auf die Reihen 1, 4, 16:
3, 12, 48 in dem Teınlaolov Sedygaupa È, 1 bezichen.
2) 5, 1 =e meg te ygauuımav ägıducv nai énincdwv (xai oregedy),
ef. 3: foras ody $ pèv uovûs onpelov témov. ¿xégovoa.
3) n: zelyavos agrPuds, d. h. die Reihe 1, 8, 6, 10, 15...
4) 9: rerodyovos deePuds, d. h, die Reihe 1, 4, 9, 16, 25 . . .
5) sai — nçonom oder éxavénoss, veranschaulicht durch die Figuren
Página 17
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)für eine Tafel mit 5 X 9 Fächern 1) und handelt von den Teilen
der Trigonal-, Tetragonal-, Pentagonal- und Hexagonalzahlen und
den Zahlen mit Körper ohne Fläche und mit Körper. und Fläche ?),
Ferner redet er von der Verbindung der Dinge, die aus verschiedenen
Bestandteilen verbunden sind 3).
Ferner redet er über die Mittel, von denen es drei Arten giebt,
eines in der Arithmetik, das zweite in der Geometrie, das dritte
bei der Verbindung der Tünet). Er sagt, dafs einige von den Alten
zehn daraus machen 5), und er erklärt die Mittel der Arithmetik,
der Geometrie und der Töne®), und er behandelt jede dieser Arten
in klarer Behandlung und deutlicher -Beweisführung,
Aratus”.
Ferner gehórt zu ihnen Aratus. Derselbe stellte das Bild der
Himmelskugel in Form eines Ei's dar und bildete damit die Himmelskugel nach und bildete darauf die Burgen (Tierkreisbilder) ab.
1) Die beschriebene Figur («f, 4) wird im ‚arabischen Nikomachus dieses
Ansehen haben.
a}
a
Mv
to]
n
y
ar
ve
of | Po
vr
A
%
“4
fo
Pa
Ù
tad | Ma
ll
a |
oo | MF
Ù
2) ıy 1: è oregeds úpiduós.
Der arabische Text giebt keinen Sinn;
für Las sollte man jedenfalls L443 erwarten.
3) 19, 1: dx pagopevov wai dvarılov avvéotn ta övza,.
4) #8, 1: Avaloylas — roeîs noarioras agsPuntixn, yemuerpinij,
Benen, d. h, nach moderner Bezeichnung und Darstellung das „arithmetische“
a= ee) „geometrische (g = WE. «) und „harmonische! [h — +)
e
—
2b
Mittel.
5) ibid. ¿idas rosis - - Aeyduevar peodrntes terdorn, xéumen,
turn: ped? ds ai didas rioangas of vedrepos sboloxovos, ovunlngodvres
tov Séxatov Agıdudv.
Zahlenbeispiele für die zehn Arten des Mittels x7,
6) deiPuntixy peodrys xy, yempetyixn peodtne xd, peoórns duos
ving xe = nb
7) Aratus scheint auch
gewesen
zu
sein.
Jayübi
den Arabern
macht
aus
der
der spätern Zeit wenig bekannt
poétischen Beschreibung
Himmels (Pasvopeva xai droonusia) eine bildliche Darstellung.
Página 18
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Ptolemäus.
Ferner gehört zu den Weisen der Griechen Ptolemäus !).
Derselbe verfafste die Schrift Al-magistt, die Schrift über das Reifenwerk (Armillarsphäre), über das Scheibenwerk, d. k. das Astrolabium und den Kanon.
x
Die Schrift Al-magisti handelt von der Stern- und Bede.
Das Wort Al-magistt bedeutet „die grúlste Schrift*,
Sie besteht aus 18 Büchern. Das erste Buch vom Almagest beginnt mit der Lehre von der Sonne; denn sie bildet das Fundament,
und ohne sie gelangt man zu keiner Kenntnis irgend einer Beinung am Himmelsgewölbe 2).
Im ersten Capitel sagt er: Das Centrum der Sonnensphäre liegt aufserhalb des Weltoentrums, indem sie (die Sonne)
bald nach einer Seite sich erhebt, aufsteigend in die Nachbarschaft
der Sternbildersphäre und sich entfernend vom Centrum der Erde (?),
bald sich der andern Seite der Welt nähert, sich senkend nach
Erde zu und sich entfernend yon der Nachbarschaft der Sternbildersphäre, Der Ort der Erhebung ist der Ort, an welchem die Sonne
stiumt, und der Ort der Näherung derjenige, an welchem sie eilt 3).
Dartiber handelt er weiter in klaren Worten. Das zweite Capitel
(handelt) Sak artes
Ganzen des
Himm
ler
tae
er geneigten $
et
und der
des bewohnten Teiles der Erde, der Dauer sg nt cta
1) Wenrich, p. 226—287.
€
Mit dem Hauptwerke, der Meydin obstatic
), steht es bel den Arabern genau wie mit Euklids Elementen, vgl.
ZDMG. XXXV, p. 270, 303 sq. Es giebt zwei alte Übersetzungen, die um den Vorrang streiten, von Hagéd£ und Isháq, und dazu eine spätere Bearbeitung
von
Têsi. Ich glaube, dafs die beiden alten Übersetzungen ebenso wenig wie die
der Euklidischen Elemente durch die Syrer vermittelt sind, zumal nach der
Leidener Handschrift 1194 (680) HaggAg durch einen Griechen unterstützt
wurde. — Der Verwaltung der Leidener Bibliothek spreche ich den schuldigen
Dank dafür aus, dafs sie mir die Benutzung dieser Handschrift in der Hamburger Stadtbibliothek
bereitwilligst
gestattet hat. — Die Almagest
- Übersetzung verdient gewifs vor allem veröffentlicht
zu werden. Ferner
ist daran
zu erinnern,
dafs
die
im Originale
verlorenen
‘Prosdosıs
arabisch
(als
oles} WL Cod. Lond. 426, 11) erhalten sind.
2) I, 1 Halma p. 5 unten: devregoy di to magi vis Nlıaxiis surjan
xai tie osinvıanijs nal tov Tavira dnivußawörraw Össhehdeiv * yogic
yee vis tovtay xpoxaradijyeos odds tà regi toùs dorépas old» ve ay
yivorro Siekodinds Fempijoan
8) Der Epitomator denkt augenscheinlich hier an den Unterschied des
Perihel und Aphel, wovon erst III, 8 die Rede ist; im Originale hingegen
(Halma p. 7, 0.) ist nur von dem täglichen Auf- und Untergange die Rede.
Lou und Juro)
= ävapspsodaı und usrempiteoda:, ps = y tane
vos ylyveodas,
Bd. XLII.
Página 19
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)für die (verschiedenen) Horizonte: nach Mafsgabe der Verschiedenheit der Wohnplitze der Erdbewohner*) und von der
der Sonne und des Mondes). Das dritte Capitel (handelt)
von der geraden Sphäre nebst den bestimmten (?) Bogen der Sphäre
3).
der Burgen (à. h. der Ekliptik)
Buche
PS ersten
ee
tt
L aie Ueber
154,
u.—p.
v.
n
4
L
151,
(p.
folge
Almagest
des
von Bch à, 3 und 4. Sie
der 18, 10 und 11 Cspitel,
schriften
im ci ae 1194
Wortlaut
denselben qe
grofsenteils
haben und
ay wie a e
carme
i
Ich sehe deshalb hier yon einer Verab und bemerke nur, dass. das Abbrechen mit dem
g
motiviert
L 14 durch die naive Versicherun
vierten Buche p. 154,
wird, dafs die ersten vier Bücher des Almagest allen Bedürfnissen
= Es folgen nun die Capitelüberschriften von drei weiteren Schriften
des Ptolemäus, von denen die beiden ersten überhaupt unbekannt
Origi
sind“), während die dritte nur zum kleineren Teil im
ala Bee abe any ih. det, Hasbro den pie Sera
ek de
Ron, tia erhalten ist 5), nämlich 1) Über die ArDa die Andas Astrolab, 3) Der Kanon.
millarsphäre,
oder Werke arabischen Ursprungs
gefälscht
Santa
are
dafs
Fe
dem Ptolemäus untergeschoben hat, gewils ausgeschlossen ist, so
bleiben nur zwei Möglichkeiten: entweder sind uns in diesen Titeln
und Überschriften die Reste von verschollenen Achten PtolemäusWerken erhalten; oder es liegen denselben andere astronomische
den
Werke in griechischer Sprache zu Grunde, welche mit Unrecht
Be
a
en Die erste dieser möglichen Erklärungen hat zwar etwas Verlockendes, ist jedoch wenig
dem Namen
, unter
griechischen Nachrichten,
einlich
ds uns in
wahrsch
1) Dieser nicht ganz correct überlieferten Stelle entsprechen im Originale
(Halma p. 5) die Worte: 16 tiv xudólov ogéour idsiv ohne tie yi nuòs
Show cov oiparov - = 10 dsekedPeiv xdv Adyov vèy megi sic Piosws Tod
Aokot xóxlov xal tav ténwy tis ma? dais oixovpsvne, bre te ris meds
allnkovs avra nad! Exactoy dpltovra maga ras éyxlions ywopévns dv
taîs tdgeos Fiapogds.
*
8) Cf Anm. 2 zu p. 17.
p. 56.
von Cap. 12. Halma
3) Gleichfalls verderbt cf. die Überschrift
he
jedoch M. Steinschneider.
4) In Bezug auf die zweite vergleic
Zum
Speculum astronomicum des Albertus Magnus, Zeitschr. f. Math. u. Phys, XVI
(1871), p. 398.
5) Delambre, Hist. de l'astr. anc. IL, p. 616—638.
Halma, Commentaire
de Théon sur les tables manuelles astronomiques ——n
(Discours préliminaire XIII).
Página 20
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Ptolemius; vom dritten dieser Werke abgesehen, nicht einmal die
Titel’ erhalten sind, und auch die anderen bekannten arabischen
Quellen dieselben nicht erwähnen!).
Es bleibt also nur die zweite
Mögliehkeit, welche dadurch zur Gewifsheit wird, dafs wir sowohl
über die fraglichen Schriften finden.
Im Fihrist (p. 268, 1. 27'sq,)
werden von Theon Alexandrinus vier Schriften angeführt, 1) Über
den Gebrauch der Armillarsphäre, 2) Die Richtschnurtafelndes
Ptolemäus, bekannt unter dem Namen „Handkanon*
2), 3) Über
den Gebrauch des Astrolabs, 4) Einleitung zum Almagest, von
welchem
es eine alte Übersetzung giebt.
Diese vier
Titel ‘entsprechen genau den vier von Ja'qúbt angeführten und
machen es wahrscheinlich, dafs er auch den Almagest
nur aus der
Einleitung des Theon kannte, wenn auch die arabische Übersetzung
aller 18 Bücher von Haggag ibn Júsuf schon seit dem Jahre 827 $)
vorhanden war: Die zweite und vierte dieser im Fihrist angeführten
Theonischen Schriften liegen nun in der That noch im griechischen
Originale vor (die vierte unvollständig) 1), und sind von Halma (Paris
1821, 1822, 1828, 1825) veröffentlicht. Der dritte Titel ist durch
Suidas (I, p. 1153) bezeugt, welcher hinter dem Commentare Ele
tòv Ilrodeuaiov modysioov xaydve einen zweiten Commentar erwähnt: Eig tov puxpov AorooAeßov (1. aorgoddfov) vrouvmue.
Fabricius (IX, p. 179) macht daraus freilich: Zig To» pexpov
"dorgoAöyov incpvnua und versteht darunter im Gegensatze zum
mmentare einen Commentar zu
einer gewissen Anzahl
kleinerer Astronomen); Aber gesetzt, worpolafov wire bei
Suidas Schreibfehler,
- wie wäre es denkbar, dafs die Araber im
10. Jahrhundert dem-Theon ein: Werk über das Astrolab zuschreiben,
und dafs die Araber im 9. Jahrhundert noch den Inhalt eines
solchen Werkes kennen? Nur von der ersten Nummer des Fihrist,
der Schrift. über die Armillarsphäre (sphaera armillaris, xgexwrr
1) Wenrich p. 232 identificiert allerdings die Titel „De astrolabio“ und
„De planisphaerio“.
Indes hat ‘unsere Inhaltsangabe.
der Schrift über das
Astrolab mit dem in lateinischer Übersetzung erhaltenen Werke Alma èrspuvslas opalgas nichts zu schaffen.
Dieses bespricht rein theoretisch die
Methoden für die Projektion einer sphärisch gekrümmten auf eine ebene Fläche
(Midler, Geschichte der Himmelskunde 1 p. 81/2), während es sich bei jener
um die Anfertigung und praktische Benutzung des Astrolabs handelt,
2) Statt panel} möchte fon papal vorsenlagen, obwohl ich vorläufig
keinen Beleg fir diese Wiedergabe des griechischen: 1gógsipos habe.
* 8) Cod. ‘Arab. Lugd. 1194 (680).
4) Fabric: Bibl. Grace. IX, p. 180, 182.
5) Der „Parvus Astronomus" (Mixeds &orgorduos) führt bei den Arabern
bekanntlich den Namen „die mitdoren Schriften (coLlawyell) Wenrich p. 205.
M. Steinschneider in der Ztschr. £ Math. u. Phys. X, pi 456-498.
Página 21
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)apaga), kennen wir aus griechischen Quellen nicht einmal den
Titel. Hier würden also die Araber in der That unsere Kenntnisse
vom griechischen Altertume bereichern, es mülste denn ein gegründeter Verdacht gegen die Achtheit des Titels im Fihrist oder
der Inhaltsangabe bei Ja‘gübt vorliegen. Ein solcher Verdacht ist
Quellen,
aber um so mehr ausgeschlossen, als die beiden arabischen
welche die besprochene auffallende Übereinstimmung hinsichtlich
der vier Titel zeigen, von einander völlig unabhängig sind 1). Andrerseits müssen wir uns aber mit der bestimmten Angabe des Fihrist
begnügen, dafs der Verfasser der Schrift über die Armillarsphäre
Theon Alexandrinus ist, und können es nur als möglich hinstellen, dafs als der Verfasser des Mixpos &orgoAdßog, zu welchem
Theon ein irouynpa schrieb, Ptolemäus galt, wie er als Verfasser des ZIpóysipos Kavwv ausdrücklich bezeichnet wird. Selbst
wenn alle drei Werke von Ptolemäus stammen sollten, hat sie doch
Ja‘qibi gewifs nur in den Commentaren des Theon gekannt und
benutzt, da sich nur so die Auswahl gerade dieser Werke erklärt.
Ich muß mich darauf beschränken, die Übersetzung der
Capitelüberschriften dieser neuentdeckten Werke vorzulegen und
mufs
das Urteil über
den Wert dieses Fundes den klassischen
Philologen und den für die Geschichte ihrer Wissenschaft interes*).
sierten Astronomen anheimstellen
p.154, 1.7
1) Dazu kommt, dafs auch Bar-Hebracus (Chron, Syr. p. 59) dem Theon
Alexandrinus dieselben vier Werke zuschreibt. Dafs derselbe nicht blofs den
Fihrist benutzte, beweist der Umstand, dafs er vom „Kanon“ den Inhalt angiebt.
Seine unten mitgeteilten Worte beziehen sich auf das Ilsgè reonüs überne II, p.625—627). Die vier Titel lauten: a) [SAD
Capitel (Delambre
sehriebe
aus fae Loiasoy, b) lia1oy Jah, e)
oi
Jado,
a) Lady Ps Aso) dano) qu) Joho
GPofocdhap) gasmajuaco. Da die letzten drei Titel ohne weiteres
klar sind, müssen „die ehernen Kreise (Reifen)“ im ersten Titel eine Bezeichnung der „Armillarsphäre“ sein.
Bemerkenswert
ist, dafs Bar-Hebracus
kurz
vorher folgende vier Werke des Ptolemäus nennt: die Meydin Sussafıs, die
Geographie, den Kagros (Centiloquium) und die Tergafsflos Zuvrakıs
(Quadripartitum).
2) Ich bin weit entfernt, dieses Ergebnis höchst mühseliger Vorarbeiten
für ein befriedigendes
zu halten; wenigstens habe ich mich redlich bemüht,
den Fehler so vieler Übersetzer, über Schwierigkeiten leichtsinnig und stillschweigend hinwegzugehn, möglichst zu vermeiden.
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Innern des andern ist. Der erste ist der am Riemen (?), Der zweite
steht quer in ihm von Osten nach Westen, Der dritte ist der
Reifen, welcher sich in den beiden ersten in der Richtung von
unten nach oben dreht.
Riemen.
Der vierte läuft unter dem Reifen
am
Der fünfte trägt den Gürtel der Burgen; an diesem ist
die Axe befestigt.
Der sechste trägt den Gürtel der zwölf Burgen.
Der siebente ist unter den beiden Reifen der Sphäre; derselbe ist
an der Axe befestigt und dient zur Bestimmung der Breite der
Fixsterne, welche sich in dem Raume zwischen den Vierteilen der
Sphäre bewegen. Der achte Reifen läuft in den beiden Rändern
der Axe. Der neunte Reifen ist befestigt im achten für den Umlauf der graden Sphäre; derselbe (?) ist an den Seiten mit (Teil-)
Strichen versehen, und der Himmel erhebt sich je nach der (Einstellung der) Leiter (d. h. Kreisteilung in Grade) der geraden
Sphäre
1), — Er zeigt in der Schrift, wie man mit der Anfertigung
desselben beginnt, wie man darauf (die Teilstriche) zeichnet, wie
ein Reifen am andern befestigt wird, wie man sie zerlegt, bezeichnet
und nietet, so dafs sie nicht fortrücken, und wie man (das Ganze)
sufstellt.
Dann beschreibt er seinen Gebrauch in 39 Capiteln
Über die für den Gebrauch wichtigen
Cap. 1.
Stellen (?) am Reifenwerk
und die Kreise daran. Cap. 2.
seine Prüfung. Cap. 8.
Wie man mit ihm den Sonnenschatten nimmt (milst). Cap. 4.
Wenn man mit ihm die Breite eines Klimas, einer Stadt (oder:
Provinz) oder eines Platzes messen will.
Cap. 5.
Wenn man mit
ihm die Breite eines beliebigen Klimas messen will. Cap. 6. Wenn
man wissen will, wie der Tag unter dem Krebse kurz und lang
wird. Cap. 7. Wenn man die Länge eines beliebigen Tages im
Jahre wissen will Cap. 8. Wenn man die Gleichheit von Tag
und Nacht im ersten Klima erkennen will. Cap. 9. Wenn man
1) Eine Armillarsphire mit sechs Ringen (Tierkreis, Meridian, grófserer
und kleinerer Längenring, Aquator, Breitenring) beschreibt Hag. Chalf. I, 396,
nach ihm die ,Encyklopädische Übersicht der Wissenschaften des Orients“
1,367.
Für die Quelle halte ich Almagest V, 1 (Halma I, 284).
Obwohl hier
eigentlich nur fünf Ringe gezählt werden, nennt doch Proclus (bei Halma,
Hypothöses, Paris 1820, p. 186) das hier beschriebene Instrument den Astrolab
zu sieben Kreisen (row dia rav darà xúxlow doro:
ov) und setzt ihm
ein Instrument mit neun Ringen (ustewpooxdmioy —
did évvéa xelxov)
als
vollkommeneres
wähnung zu thon.
eine Reconstruction
an
die Seite,
freilich ohne des Theon Alexandrinus Er-
Gar nicht in Betracht kommt Ptel. Geogr. VII, 6. Dafs
des Instrumentes nach den mangelhaften und ungenauen
Angaben unseres Textes möglich ist, versichert mir wenigstens Herr Rümker,
der Direktor der Hamburger Sternwarte. Derselbe verweist mich auf zwei Abbildungen in dem Buche Tychonis Brahe Astronomiae Instauratae Mechanica,
Norib. 1602.
Aus der ,,Armillae Zodiacales“ überschriebenen Figur überzeugt
man sich leicht, dafs der fünfte und sechste Reifen in unserm Texte keineswegs identisch sind. — Näheres verspare ich für einen andern Ort, wenn mir
nicht eine sachkundigere Feder diese für die Geschichte der Wissenschaft
gewils nicht unwichtige Untersuchung abnimmt,
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)wissen will, ‘wie die Burgen in den Klimas aufgehn in (einer
Breite von) mehr oder weniger als 80 Graden. Cap. 10. Warum
die Grade der Burgen (d. h. die Tierkreiszeichen) : auf einen Grad
der ‚geraden Sphäre zurückgeführt werden (?)*).
Cap. 11. Über
die Kunde von jeder Burg, und wie-die eine untergeht beim Aufgange der ihr opponierten und beim Untergange derselben auf der
andern Seite (wieder) aufgeht. Cap. 12. Wenn man wissen will,
wie die Burgen
der Himmelsmitte mit ihren einzelnen Graden
(eig. nach der Unterscheidung ihrer Grade) ‚aufsteigen. Cap. 13.
Wenn man eine dieser Burgen kennen lernen will. Cap. 14. Wenn
man die Aufsteigung (den Aufgangsort) und die vier Cardinalpunkte
am Tage im Verhältnis zu (etwa: trotz?) der Sonne kennen lernen
will Cap. 15. Wenn man die Aufsteigung (den Aufgangsort)
von dem Monde und den Sternen in der Nacht kennen lernen will:
Cap. 16. Wenn man wissen will, wie viele Stunden vom Tage
vergangen sind Cap. 17. Wenn man wissen will, in welcher
Stunde der Mond oder ein Fixstern erscheint. Cap. 18. Wenn
man die Stunden der Conjunctionen wissen will. Cap. 19. Wenn
man die Zeit?) der Auf- und Untergäinge in jeder Gegend kennen
p. 156 lernen will. Cap: 20. Wenn man von jeder Burg die Zeit *) ihres
Aufganges im Osten und ihres Unterganges im Westen wissen will.
Cap. 21. Wenn man die Sterne wissen will, welche in jeder Gegend
verschwinden (unsichtbar sind). Cap. 22. Wenn man die fünf ®)
Strafsen wissen will, welche dis Gelehrten am Himmelsgewölbe in
‚jeder Gegend bezeichnen: Cap. 28. Wenn man die sieben Klimas
kennen lernen will. Cap. 24. Wenn man jedes einzelne Klima
kennen lernen will Cap. 25. Wenn man wissen will, wie es mit
dem kürzesten
Tage ist, wenn die Sonne in den Steinbock tritt,
an dem Punkte, dessen Breite 63 Grad beträgt
— dies ist nach
Norden -der &ufserste bewohnte Punkt —; der ‚Tag dauert hier
vier Stunden u. dgl., seine Nacht zwanzig Stunden, während der
längste Tag‘) zwanzig Stunden und seine Nacht vier. Stunden dauert,
1) Ich verstehe diese Stelle von der Bestimmung der Länge. Streicht
man mit dem Herausgeber das «J und versteht unter der „geraden Sphäre‘
nicht den Äquator, sondern den Meridian, so wäre unter der „Rückkehr zu
derselben“ die sich wiederholénde Culminstion zu verstehn.
3) Da indes Ar eigentlich nur ,Mafs bedeutet, ist vielleicht cher
an die sogenannte Amplitude, ? à. die Morgen- und Abendweite zu denken
(Pro Ai).
5
3) D.h. ¿anuegevds, úgxrixós und dyragursxds, teonids Pepivós und
zemuegeós Theon. Smyrn. p. 162 Geminus Isagoge cap. 4 (bei Halma, Table
chronologique, Paris 1819 p. 20).
4)Ptol. Geogr. VIII, cap. 8 (Nobbe II, p. 197, 1. 6): ‘A pè» od» Oovdy
thy psylorny jpdeav dyes ciguiv ionusgw@y x. Ebenda cap. 30 (p. 261)
Página 24
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das ist eine Insel, welche die Insel Tült (0047) heifst und zum Lande
Europa gehört, und sie ist der nördlichste (Punkt) des Landes Rim.
Cap. 26. Wenn man die Gegend kennen lernen will, von welcher sich die
Sonne auf sechs Monate entfernt, so dafs völlige Finsternis herrscht,
während sie auch sechs Monate scheint, so dafs vülliges Licht
herrscht: das ist die Nachbarschaft des Nordpols. Cap. 27. Wenn
man von einem Fixstern wissen will, der für einen beliebigen
Ort
der Erde aufgeht, zu welchem Grade der Burgen er gehört. Cap. 28.
Wenn man wissen will, wie viel Grade zwischen dem Haupte des
Widders und dem Aufgangspunkte in irgend einer Gegend liegen
1).
Cap. 29. Wenn man von irgend einer Stadt oder Gegend wissen
will, zu welchem Klima sie gehört. Cap. 30. Wenn man die Breite
des Mondes oder eines Sternes wissen will. Cap. 81. Wenn man
die Mittellinie des Himmels in ihrer Lage vom Zenith einer Gegend
aus bestimmen will. Cap. 32. Wenn man Länge und Breite der
Sterne wissen will, nachdem man die Richtung (eig. den Gang) der
Himmelsmitte kennt. Cap. 33. Wenn man den Ort vom Haupte
und Schweife des Drachen wissen will, und ob sie zusammentrifft
mit der Sonnen- und Mondsphire*). Cap. 84 Wenn man die
Aufsteigungen mittelst der Wasseruhr (?) kennen lernen will. Cap. 85.
Wenn man den Lauf der Fixsternsphäre kennen lernen will, Cap. 86.
Wenn man den Aufgang und Untergang der Sterne kennen lernen
will. Cap. 87. Wenn man die Länge einer Stadt wissen will.
Cap. 88. Über die Kunde von den Längengraden der Städte.
Cap. 89. Über die Ermittelung des Bogens (?) durch Berechnung.
Dies sind die Capitel des „Reifenwerks*.
Die Schrift über das Scheibenwerk (Datu-ssafa'ib),
d. h. das Astrolabium. Er beginnt mit der Beschreibung seiner
Anfertigung, wie man seine Grenzen und Mafse macht und die
Ränder, die Scheiben, die Spinne und die Regel?) (Diopterlineal)
wird die nördlichste Breite Europas, also doch auch wohl Thule, d. h. die
Shetlandinseln (Kiepert, Lehrbuch der alten Geographie p. 533 nach, Müllenhoff), durch den 63. Grad bezeichnet.
1) Don Zusatz ellos} 5i;>) ¿ya habe ich als unverständlich unübersetzt gelassen. Grammatisch scheint sale nicht sowohl von abr als
vielmehr von > abzuhängen.
Da es sich augenscheinlich um Längenbestimmungen vom Früblingspunkte aus handelt, miülste „Aufsteigungsgrad“ so
viel heißen wie „Längengrad“ oder ,Rectascension“, Vgl. die Überschriften
zu: Cap. 35, 38, 39 von Cod. 957, Casiri I, p. 395.
2) Zur Erklärung dient vielleicht Delambre
II p. 546, Auch höre ich
von einem Sachverständigen, dafs die alten Astrologen von einer Drakonitischen
Periode reden.
8) Die Ausdrücke 3,A>, SiO, aie und vola sind
bekannt.
Vgl. Woepeke in den Abhandlungen der Kgl. Akademie der Wissenschaften zu Berlin 1859, Math. Abh. p. 1—2 und B, Dorn in den Mémotres
de l'academie Imp. de st Pétersbourg T. IX, Nr. 1. 1865 p: 27.
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)verbindet, wie man es auseinandernimmt
und zerlegt, so dafs es
trotz der Zerlegung in seine Teile unversehrt bleibt, (spricht über)
seine Brücken (Horizontalkreise) 1) und seine Neigung. Dies erliutert und beschreibt er: eine Scheibe für jedes Klima, die Länge
und Breite jedes Klimas, die Örter der Sterne, die (Bezeichn
der) Stunden (oder: Jahreszeiten) daran, Aufgang(s-) und Untergang
(-shorizont), den geneigten, den südlichen, den nördlichen (Kreis),
das Haupt des Steinbocks und des Krebses, des Widders und der
Wage?). Dann zeigt er, wie man es handhabt, Cap. 1. Seine
Prüfung, damit (oder
— bis) es richtig ist (zeigt).
die Prüfung der beiden Enden der Regel.
Cap. 2. Über
Cap. 3. Wie man erkennt, wie viel Stunden vom Tage vergangen sind, welche Burg,
und welcher Grad der Aufsteigung. Cap. 4. Wie man erkennt,
wie viel Stunden von der Nacht vergangen sind, und was (wie
grofs) die Aufsteigung ist in Burgen und Graden. Cap. 5. Wie
man den Ort der Sonne in den Burgen und Graden erkennt,
Cap. 6. Wie man die Örter des Mondes erkennt, in welcher Burg
und welchem Grade er steht, und wo die sieben Sterne stehen.
Cap. 7. Wie man die Breite des Mondes erkennt. Cap. 8. Wie
man die Aufgänge der zwölf Burgen in den sieben Klimas und jede von
diesen Burgen erkennt. Cap. 9. Wie die Aufsteigungen die gerade
Sphäre schneiden, und was (welche Burg) einen bestimmten Gleichheitsgrad erreicht).
Cap. 10. Wie man erkennt, wie viel Nacht- und
Tagesstunden in irgend einer Jahreszeit in irgend einem Klima sind,
Cap. 11. Wie man die Länge des Tages (Tagbogens) irgend eines
Fixsternes erkennt, und was von der Sphäre läuft von der Aufgangszeit bis zur Untergangszeit der Sterne. Cap. 12. Wie man
die Länge und Breite der Sterne erkennt.
Cap. 13. Wie man
1) Delambre, Hist. de l'Astr. anc. II, p. 452 Mitte: almicantarats.
2) Vor © Lui, ai enginze ich (3) 8,510 (Woepoke p. 27: gt
(
Hr und piedi (38), vor MSN: LIS oder AS. Fir Of,
vor GAI ‘und obi erwartet man 8,50, da es sich augenscheinlich
um die beiden Wendekreise handelt.
Das „Haupt des Widders und der Wage"
ist, wie die Überschrift des Cap. 14 zeigt, der Aquator (Woepcke p. 16: Uyae
Página 26
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)die Ortsveränderung der Fixsterne kennen lernt: sie beträgt in je
hundert!) Mondjahren einen Grad. Oap.14, Wie man die Geneigtheit der Burgen gegen die Gleichheitslinie (den Aquator), d. h.
den Kreis des Widders und der Wage, kennen lernt.
Cap. 15.
Wie man erkennt, welche Städte dem Norden und dem Süden am
nächsten liegen.
Cap. 16. Wie man die dem Osten und dem
Westen am nächsten gelegenen Städte kennen lernt.
Cap. 17.
Wie man die Breite jedes Klimas kennen lernt. Cap. 18. Wie
man erkennt, in welchem Klima man wohnt. Cap. 19. Wie man
die Breite jedes beliebigen Klimas und jeder beliebigen Stadt erkennt.
Cap. 20. Wie man die Anordnung der fünf Strafsen
*)
erkennt, und wie ihre Balınen sind. — In jedem dieser Capitel hat
er eine ausführliche Erklärung, in welcher er darlegt, was zu seiner
Erkenntnis erforderlich ist.
Das also sind seine Absichten im
„Scheibenwerk*.
Seine Schrift „der Kanon“ (al-Qanún)?) über die Kunde
und Berechnung der Sterne, die Einteilung und Bestimmung ihrer
Teile (Bilder) gehört -zu den vollkommensten und klarsten Schriften
über die Sterne Das erste, was er sagt, bezieht sich auf die
Himmelskugel, an welcher sich diese Sterne herumdrehen.
Ein
Cap. (1) handelt von der Kunde des Weges der Sterne an jedem
Tage.
Er sagt: Der Weg der Sonne an jedem Tage beträgt 59
Minuten, der Weg der Höhe (d. h. Erdferne) des Mondes
nuten (?), der Weg des Hauptes des Drachen, d. h, des
7 MiGauzahar
1) Statt Xi lese ich LA; vgl. Alm. VII, 2 (Halma II, p. 18): vio
vis prùs polgas eis ta Indneva mapaydenow dv ixardv Eyyıora res
yeyeynuevnv.
Delambre II, p. 626; doch vgl. Albérûni, Chronologie, p. 29, 1. 11.
2) Vgl. Anm. 3 zu p. 22.
3) HAG, Chalf 6471 (II, p. 470) LyLillo di == a,
4
>
..
va 1. 6941 - (II, 563);
); Alböräni
;
p p. 28, L 9: «5AE
ARS OÙ
ol À
a salco
au
gr Soul asus.
4) Nur bei Sonne, Saturn, Jupiter und Mars stimmen die Zahlen; die
übrigen Angaben sind verkehrt.
5) Geminus, Isagoge cap. 2 (Halma p. 18): xagdla Adosros - und de
away Baosltonos xadeiras.
heifsen
,,1 Secunde in
manuelles I, p. 127.
Statt „6 Secunden an einem Tage mufs es
6 Tagen“.
Vyl. Halma, Commentaire sur les tables
Página 27
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)der Sterne, ihre Bestimmung und Ausgleichung, da sie nur durch
ihre mittleren Bewegungen bestimmt werden können.
Ein Cap. (8)
von der Bewegung der Himmelsquartiere nach der Lehre der Astrologen, dafs sich nämlich die Himmelsquartiere acht Grade vorwärts
und acht Grade rückwärts bewegen und in je achtzig Jahren (einen
Grad) fortschreiten und in je achtzig Jahren einen Grad zurückgehen!).
Ein Cap. (4) von der Neigung der Sonne und der Breite
der sechs Sterne, ihrem nördlichen und südlichen Abstand.
hierfür für jeden dieser Sterne eine Tafel auf.
Er stellt
Mit der Neigung
der Sonne ist ihre Neigung gegen den Äquator, mit der Neigung
der Breite der Sterne ist ihr Abstand von der Sonnenbahn gemeint,
Ein
Cap.
(5) vom
Stillstande und
Rücklaufe
der
sieben
Sterne
(Planeten), und wie jener eintritt (?)*) für Saturn, Jupiter und
Mars,
wenn zwischen einem derselben und
der
Sonne 120 oder
240 Grad sind, für Venus und Mercur, wenn sie ihren gröfsten
Abstand von der Sonne erreicht haben, so dafs die Venus 46, der
Mercur 23 Grad von ihr entfernt ist. Ein Cap. (6) vom Aufgange
der sieben Sterne unter dem Sonnenstrahl und ihrem Un
vor und hinter demselben *). Ein Cap. (7) von der Berichtigung
und Ausgleichung der Stunden und ihrer Verwandlung aus krummen )
Stunden in gleichmäfsige.
Ein Cap. (8) von der Kenntnis der
Länge und Breite der Städte und der Verteilung der Städte der.
1) Bar-Hebraei Chronicon Syriacum p. 59: Jaco 045) fia10) Joho
So «al Laso fresco) Juan m0) (ipodos =) porno)
‚is JOBS Lord (oiga
=) ao Jp vesti ant Lo 0)
«aso Solo.
Delambre Il p. 625 sq:
Halma a. a. O. p. 58.
Den
agorà omuela des Originals entsprechen hier die “SL! &af (a. h. 00
90°, 90°—1809,; 180°—270°, 270%—3601); der Übersetzer falst also den griechischen Ausdruck als pars pro toto.
2) Dafs dieses der Sinn ist,
a. a. O. p. 59):
beweisen die Worte
des Originals (Halma
spi ris tw ormeiyuav épédov - oltives anoreloëvras
émi pèv Kodvov ete.
Man hat also die Wahl, entweder in dem
3
ein grobes Mifsverständnis zu sehn — denn azozedeiv heifst wohl „darbringen“,
auch „verehren“(?), aber schwerlich „bitten“ — oder eine Verderbnis des Textes
»
anzunehmen.
Im letatern Falle könnte man an tes
denken; dus
wire dann zu streichen und etwa noch das (ya in $ zu verwandeln.
3) Halma a. a. O. p. 61:
negl tav meds tov Alıov noditov $ goxdtov paosav - - magi ve tv dur dvatoldy xal rw éonegioy dúos»
- - magi te tiv somsgimy dvatoldy xal tiv ¿mw Övosaw - - sig ta
meonyovusva tov HAlov - - p. 62: eis tà énduera 100 nAtov.
4) Ein
entsprechender Ausdruck findet sich meines Wissens nicht im
Griechischen.
Zur Sache vgl. Halma a. a. O. p. 35: tas re didopévas pas
xasgixas nerakaußdvew eis lunnepıwas,
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Welt auf die sieben: Klimas, Er bestimmt für jede Stadt Länge
und Breite und verzeichnet sie (die Städte) auf einer Tafel, welche
er Tafel der Städte nennt, und stellt es dar in drei Abschnitten.
Im ersten steht die Benennung der Städte, im zweiten die Länge
jeder Stadt, im dritten die Breite jeder Stadt, d. h. ihre nördliche
Abweichung von der durch das Haupt, des Widders und der Wage
bezeichneten Grenze. Auch bestimmt er die Breite jedes Klimas,
d. h. die nördliche Abweichung seiner Mitte vom Haupte des Widders
und der Wage, und verzeichnet dieselbe an der Spitze seiner Aufgangstafel (?). Wenn man also die Breite irgend einer Stadt in
der Welt erfahren will, und dieselbe zu dem gehört, was er in
(dem Abschnitte von) der Benennung der Städte aufgezeichnet hat,
so sieht man nach, die Breite von welchem Klima (ihr) am nächsten
liegt, und die Stadt gehört dann zu dem Klima, dessen Breite man
ihrer Breite am nächsten findet. In einem Cap. (9) ist (die Rede
von). der Breite jedes Klimas. Er sagt: Das erste (geht bis zu)
16° [27Y, das zweite bis 23° 11’ (?), das dritte bis 80° 22‘, das
vierte bis 86°, das fünfte bis 40° 56‘, das sechste bis 45° 1‘, das
siebente bis 48° 32°'), In einem Cap. (10) wird die Abweichung
des Mondes erörtert, welche Parallaxe heifst. Er lehrt, dieselbe
sei der scheinbare Ort (eig.. Augenschein) ?) des Mondes, da der
Mond zwei Örter habe, erstens seinen scheinbaren Ort, zweitens
seinen mittleren Ort. Ein Cap. (11) von der Conjunction und
Opposition der Sonne und des Mondes, und wie man dieselbe berechnet, so dafs es stimmt, Kin Cap. (12) von der Verfinsterung
des Mondes und ihrem Gebiete. Ein Cap. (13) von der Verfinsterung
der Sonne, und wie man dieselbe berechnet zur Zeit der Conjunction.
Ein Cap. (14) von der Ausgleichung der Angaben (eig. dessen, was
man findet in den) der Sterntafeln, Aufgangstafeln u. a. Ein Cap.
(15) von der Ausgleichung. bei der Berechnung. des Aufgangs. —
Darin sind 180 Tafeln, und jeder Satz wird durch Figuren erläutert *).
1) Die nördlichen Grenzen dieser vom Aquator aus gemessenen: Breitenzonen sind bekanntlich Meroë, Syene, Südspitze des Nildeltas, Rhodus, Hellespont,
Da die Zahlen der Grade
Méoog Iovros und (Mündung des) Borysthenes.
und Minuten im ganzen mit den Angaben des Ptolemäus stimmen (Ogitdotaw
xatayoagr bei Halma I p. 450), so habe ich kein Bedenken getragen, beim
ersten und sechsten Klima die Minutenzahlen zu ändern: an der ersten Stelle
ist vor X45) die Zahl ausgefallen, an der zweiten hat sich die Minutenzahl
des folgenden Klimas eingeschlichen.
Beim zweiten Klima erwartet man 51‘
statt 11°
2) Auch Almag. III, 4 wird gaswdwevos wiedergegeben durch ill è
»
8) So. nach der Änderung des Herausgebers. Dio Lesart der Handschrift wäre zu übersetzen „und er beweist jeden Satz durch unzweifelhafte
Gründe“,
Página 29
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Alphabetisches Verzeichnis der astronomischen
Kunstausdricke auf p. 151—161 und in den Capitelüberschriften
der Almagest-Ubersetzung
nach
der Leidener Handschrift!).
dvayoagi, labs VII 4.
avanodıondg (unosroopn) Er) 95, kam, Shahr. p. 240, Gg.
dvaron xaì xatdduots (dvaun) Li,
à, (eb) 65 VII 5; 8 11.
dvapoga pla IL 8,9; 8 8,9 ab II 7; db 83,4. cuvavaog NE sas} I 9-18 (Cod. Lugd. bi lo
Berne
avaualla Yu} vel xivnarg.
dnöysiov Dadi ess} IX 7; X 1,7; XI 1,5 Gg. repiyeróraros
PAM dagli & IX 8; Dsl Q1, Gg. gap Shabr. p. 240.
anodertis ol IX 7us. w, om V 18.
_Gnoornpa (didotamıg, &ndotagis) Da V 18, VI 6, XII 9;
QELSQ 4, 55 gg Le VIT 13 lic Tail dagli
V 15.
únorelenparixós emba nolo Q 8.
diotepi
do UN SA VII 5, VIN 1.
dote, dndarie cli I} VI 1 u 5. w H 170.5. w,
of mlaveimevor corto tn cat a) Sty xt
1) Nicht beriicksichtigt sind die Namen der Sterno und Tierkreiszeichen
und
die
allgemeinen
mathomatischen Ausdrücke.
Die Almagest-Stellen sind
ohne weitere Bezeichnung nur durch Buch- und Capitelzahlen aufgeführt.
H = Datu--halq (Armillarsphäre), 8 = Dätu-ssaf’ih (Astrolabium), Q = Qäntin
(Kanon).
Bei
der letztern Schrift habe
ich die Capitel wie in meiner Übersetzung gezählt. Bei dem geringen Umfangs diesesWörterverzeichnisses, welches
vor allem dem Verständnisse und der Controlle der Übersetzung dienen soll, hat
es wohl kein Bodenken, die griechischen Ausdrücke voranzustellen und nach
dem Vorgange von Dieterici die Attribute unter den Substantiven aufzuführen.
Página 30
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)aus griech. Schriftstellern.
Klamroth, Ja‘qübf's Auszüge
TX 1-5 0 sw, u Q 45 Karel! UST
SI
8 6, Q 5, 6; bowl) ASIN Shahr. p. 240.
àotçokd Bog ei ots 8.
Badpds s. polpa.
yvouay caia II 5.
yoappixiic ij) DybSU XI 9.
dicixprors (Stevxglyysis) siga V 19, XI 11 u. s. w.
didperoog ¿Lis Y 14 n sw, xarû Suiperpoy yevöusvog Las
H 11.
drdioracis 8. andormua . peylory dedotaog pbs} dal XII 10
(gr. 8).
Side Foarg passi IV 7 (Gr. 6) u. 0. Sarai Q 14, 15 (= mgoo-
Jagalgeois); Judía mis Q 2, 7 vgl. Shahrast, p. 241
1, 1; Albörünt p. 186, L 2.
dyxuoug ur XII 2 vgl. Aokdrns.
ExPeorg 8. xavwv.
w.
duxevtoorne zi ga IV 55 5 zt St X 3,708.
Exlenpie dp VI 9—11 n. s. w.; door ixdesmizoi DA
Risp) VI 5; Com Loti Q 12; um txdenrinde
BS ei VI 6.
Bagua s. ados.
&nxootov s. dentov.
dnixvxhog a wl IV 5 us. w. vgl. x/vnot.
inloxspıg CAS IT 5; (paces VI 4
=
dmogí goya IX 11 u 8. w, gay} sizi> II 9 (gr. 7)
eben, al dy tH xp BS shot Li 19, di „us
() vgl. Anm. 1 m pi.
loLil) I 10, 11 (gr. 9), ro
Página 31
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Klanwoth, Ja‘qibt’s Ausziige aus grisch, Schréftstelsern,
H 10, 11 4 (ar), 8 (ar), pie Lit zu 8 8 © da
dexarnuogee) ?).
fipuogaigior, Böpsuv pesi or Hut) Cásaili VII 5, vórioy
BM ye AA adi VII 1.
"eng 1) = Tomos 2) = andornua; ga sio VII 2,
Sewonun „>, I 2 (gr. 1).
lonusoia (vvydnutcov icori) dette ll st IN 8, H 8.
xavııy (nivaf) Sd> Q 4, 8; xavómov Jia Squad I 2,
SAZÓN Jus Kio T 10 (gr. 9), II 8; xavovoroila wo,
diodi IV 4 us. w. dde xavovxñ 3 os SU
DAS VII 5, VIN 1; Peo xavovwr SX} e
TL 18 us. w, Sods Jos Le XII 5, 10.
xaracxeví, dpydvov 1} kero V 1, 12 (JLosaxco Bar Hebr.
Chr. Syr. p. 59).
xivnor >, À Eyxúxicos stili sul IE 8, 7 xar
dxxevrgörnte z SU La IV 5 (gr. 4), % xar' énixvxdoy
A «kb IV 5 (gr. 4), à ele ra énóueva s4> sel
‚ls VII 2, 8, % pon mt (fiel) II 2 (ar),
IV Sw 8 w ASI XH blu! Q2 % perafarixí (ueradora, peráfacis) SESS as> 1 7, # ópado xaacty
IN 8, % smeprodixr ga >, pl > V 6,
X 4 uo. dvualía tig mmjows ¿SS GAS
Il 4,5 uo.
xAina LA, tà xAlnora sad «YN Q 8, 8 8, H 23, SI)
xloall IT 18 (Cod. Lugd).
xogupy, {ro xaro xogupijv onusior) ums cow 13,408, w.
(ALI) Grew H 81.
1) Die Himmelsburgen der Araber sind ebenso wie die Tierbilder der
Griechen lediglich ideelle Abschnitte der Ekliptik zu jo 30% Vgl. die Definition bei Dieterici, Die Naturanschauung und Naturphilosophie der Araber
(1861) p. 30—81. Diese Thatsache mufs/man sich. stets „gegenwärtig, halten,
um die vorstehenden Übersetzungen nicht mißszuverstehn.
Página 32
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)aUxdog 509, BSW, pig, bra, lannägıvdg stud} 38 14,
Q 4, „ui Jona I 18, 14 (gr. 12) u. 8 we, Lest diosa
TL 5, pal Jedi re 814, giallo Jedi Url,
Q 8 (vgl. 6097) apaipa), At Ds I 5 (=lonuspiva
onuela); lobos s. byxexduubvn oqaiga; usonuPorvog 4,5
JUS) Guerin IT 10 (Cod. Lugd. Lu iui DS); 6 die
péowy tav Ewdlwv 2A sd 18, an Dl ws
VIL 3 (vgl. ¿yxexduévy oqaiga); ol xara napddiniov
cot Lets Le su È Lions Laon sil
AT Doha
vejall IL 6, ill Jure iostetall SEM! Cod, Lug. 11:13,
oi (iv tj cquipg) xvxlor magdhanior névre Gb
yl H:22, 8 20; of zoonıxol yubidi I 12 (gr. 10)
vgl. onueñov; è agxtixdg xal avragxtixdg sb Je
8 Einl.
dantov (dönxoorov = Minute) xiv Q 1, 9, Aenrov (¿Enxooróv)
deuzegov (= Secunde) suis Q 1.
Aobórns (done) Jar, zul der 814, renti Je Q 4,
I, XII 2-8, tout Q 8.
uecovpdvnou (usoovodmoua, pécog ovgardc) slaw} Lou I 8
(ar),
H 12, 82, slows} Longs VII 5, clint! bu Ds
H 31, slam! Lui spout II 8 (ar) vgl. Dorn a, a. 0.
p. 9, Anm. 1.
perantwoe Jus IX 7 vgl. perafarexh xlynorg.
poiga (= faduós vgl. Delambre II p. 627) s;> H 9 u. 5 w,
sp 8 8—6, Q 8 (Rep za) as. w.
olxovuéyn Go} pyr met zoll I 1 „le 1 2 (aq).
ópiZwv (dioplbwr) EI 83 II 12 us w. GI (395) 5,50
gli TI 2, 11.
Página 33
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)navotänvos(r) IL VI 1.
nagditatig ums; Q 10, bist Lust V 11, 12, 17, 19.
(oil Stu} Q 10.
magaysionors deli XII 6.
napodog
(coorti,
good,
megındAnaıg,
TEPLOTEOPÑ, meo
peta!) u.s.w.) 5-> H 82, (52 H 85, ¡as XIII 1, 4;
pom Q 1, 4; néon mcgodog (= péon xlymorg) met
dong’! IN 8 (gr. 6); dose meigodog E penali
IV 9 (gr. 8), V 6,
Ast ¡al XI 9.
meplodog ‚zo, mepiodixds no} 23 VI 4 vgl. cvtvyla.
megupégeve 1)
= xvxlos (jus, pl i yupi 2) = rrégodos.
nAarog vos XIII 1,5, H 80,87 u 5, Q 4u. 5. Gg. unxog
db XI 12, H 87,8 12, Q 8. glas shal vgl. Anm. 1
zu p. 28, slow} >, vgl. Anm, 3 zu p. 24.
sólos Ls II 12, VII 8, 6 Aéguog SI il I 2 (Ja),
Sla
„# H 26; Bogue tov nov bit es) I 8
Ga. hat an dieser Stelle als Seitenstück zur Polhöhe eine
sPoltiefe“ lat), was wohl nur vom Supplementwinkel
verstanden werden kann).
noayuatela gs VI 2, Labs! rio VI 7.
MOT NOG pas XI 1—6, E XI 7 vgl. avanodıaudg.
no6de01 ESN) a IX 2.
nooAaußavöneva poy le X 6, od sa XII 1, 7, La
modovevorg > V 5, stil Q 8 (vel. 2otórng), tus}
duello VI 11,
StG3}, Just VI 12, 18.
1) „Umschwung“, sonst 801 vgl. Dieteriei, Die Logik und Psychologie
der Araber, p. 185 s. v. kreisen lassen.
Página 34
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)onuslov, tè lomuequrà custa situ} lp) IL 5, ra toonexe
cute Dis >?) II 5 (Cod. Lugd. HN), ré
técoapo s. teraprnuoglaı, dvattàlov s. avatoly, us
Govgavoùy 8. MECOVPAVNOL.
axe, à TOV HALOV mats} Jb H 8, è rig ceding Gar Jas
V 14, Aaußavuy tiv xv jis} dst H 8 (Kalt Jia
I 5).
armgıyuög „ir XII 7 -8, Q 5.
culuzia, à phon md} SLaiy) V2, à dxouffe is Ja
VI 4, n maspiodixr BER) SLaSy VI 4; oi ovbvyiaı
Lai} VL2, 4, Slide chiodi V 10 (gr. 9), 14, Q 11,
Sud, oll p. 186, 1.7 25adi, ALL) Shahr. p. 240.
avvodog ei VI, 1, ols E 18.
apaipa Sls, 5,5,
éyxexluévn (= Aokög xúxios) JEU «Kali
I 2, xi 50 II 7 (Cod. Lugd.), Jútet S Einl, Jue!
1 18, just A ai Lu (gr. 12), % xpuxwrí
(GE
AS Es 4 6097) Kit 650} 18, exil al
TL 2,7,
H10, 89 (off = Lest sro lonnegiwög xÚxlog,
2. B. Il 2, 7); 9 oveavia slam!
ao Q El; % orsosd
BOS 30) VIE 8; opasgoude GS 1 8—4 (gr. 2—8).
ognportiouos (Sternbild) zx VII 4.
tek ul X 1.
taneivwo (L 2 im Texte) 550 1 1 (Ja'q) Gg. Zum; Jus Shabr.
p. 240, Gg. iù.
1) Albérônt p. 326, 1. 1: esas SUBS, RES bi,
Ba. XLII
Página 35
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)E16
Ein gal y,
ole vbs del Ube ea ys).
Tenors (mapatrenots) do, IV 1 (jLojagy Bar Hebr. a. a. 0).
Tonos, è parvopevog sugli gar Q 10, à óuedós (loog) Rad
wrist} Q 10.
FORT $ Q 3; al toonai = ta roonıxd onuela.
toomos xivo VII 4, a>, XII 2.
indPeorg xg> IV 11 (gr. 10), V 2, XIII 1 uo.
quo xai xpupis (= üvaroln xal vois Theon Smyrn. p. 176)
Ash ged VII 6, XI 7—10, és alla H 11,
Lis gib de
z06vos, péysdos évavaiou zodvov kit Syb Jude TIT 1 (gr. 2),
drv iuepiv Kind els cyt ppd GS jaa H 7, sespioexo yoovor SN Lat IV 2.
ympogopie Dlu> II 7 u. s. w. (aaa. Bar Hebr. a. a. 0),
7 cémiax Gas Omi V 9 (gr 8), Zen
api H 89 (,Umrechnung*, sonst auch Jy98).
Soa, + dvapados (1006) ya?) seul Q 7 (const neluli
agi = À xeugent), öpadı (lon) gioni Relat} Q 7.
p. 166
Beigabe?. Übersetzung von Ja‘qubi I p. 166—171.
Die Könige der Griechen und die Römer, welche nach ihnen
herrschten, hatten verschiedene Ansichten.
Página 36
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Eine Partei von ihnen (lebte) nach der Religion der Sabier,
und man pflegte sie die Hanifen') zu nennen. Das sind die,
welche einen Schöpfer bekennen und anerkennen und behaupten,
dafs sie einen Propheten haben, z. B. Üräni, ‘Abidiman und Hermes,
den dreimal Gniidigen*), Man sagt, der letztere sei der Prophet
Idris (Henoch), und er sei der erste, welcher mit dem Schreibrohre
geschrieben und die Sternkunde gelehrt habe. Vom erhabenen
Schöpfer reden sie nach dem Worte des Hermes, Gott zu. begreifen
sei schwierig, ihn auszusprechen unmöglich, Gott sei die Ursache
der Ursachen und habe die Welt auf einmal bereitet.
Eine andere Partei sind die Anhänger des Zenon, das sind
die Sophisten, ein Name, der im Griechischen Irreleitung bedeutet; auf arabisch heifsen sie Widerspruchsleute. Sie lehren:
Es giebt weder ein Wissen noch ein Gewulstes. Als Beweis hierfür führen sie an, dafs die Menschen verschiedener Ansicht sind
und einer gegenüber dem andern auf seinem Rechte besteht.
Sie
sagen: Wir betrachteten die Behauptung der verschiedenen Menschen
und fanden, dafs sie uneins sind und nicht übereinstimmen; doch
bemerkten wir, dafs sie trotz ihrer Uneinigkeit darin einig sind,
dals die Wahrheit gemeinsam, nicht verschieden, der Irrtum aber
verschieden, nicht gemeinsam sei. In (dieser) ihrer Übereinstimmi
liegt ein Zeugnis gegen sie, dafs sie die Wahrheit nicht kennen.
Nachdem sie
dies zugestanden haben, hat die Wahrheit (für sie)
keinen Platz, dessen Erreichung zu wünschen wäre, aulser im einzelnen Menschen. So erkannten wir, dafs dieselbe (die Wahrheit)
nur unter einer von zwei Voraussetzungen existiert, indem man
nämlich entweder dem, welcher (auf sie) Anspruch macht, sich ergiebt oder seinen Anspruch aufdeckt, Wir betrachteten also den
Anspruch und fanden nur, was ihnen bequem war); da hielten
1) Fihr, 22, 1; dagegen Shabrast. p. 208: Kadgil lioè dewalt.
2) Andere Schreibungen
für -, p+araile
sind ¿, 94Le Shahrast. a. a. 0.,
Hag, Chalf. I, 65, ¿y
9+4LE] Albèronî p. 318, 1. 16, Hag. Chalf VI, 51, Fihr.
353, 23, ©,pele} (Ayadodaiuor) Hag, Chalf II, 391, Fihr. 818, 20.
Weitere Nachweise über Seth-Agathodaemon-Cneph in Anm. 15 zu Fihr. p. 853.
Statt ¿),9) steht Fihr. 318, 20 ¿31 Hermes Trismogistos-Idris-Henoch
Ras cui, =. B. Usaibia p.9, 1 5; Abulf. Hist, Dyn. p. 9 (hier wird
aufsordem pilu
unmb wiedergegeben durch shui 308). Als
Vater der Sternkunde erscheint er auch Shahr. p. 240. Zu dem Ganzen ist
natürlich Chwolsohns Werk über die Ssabier zu vorgleichen.
8) Ich möchte die Lesart der Hds. beibehalten, die zwar keinen völlig
befriedigenden Sinn giebt, aber, wie mir scheint, einen erträglicheren als die
Emendation des Herausgebers.
Página 37
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)wir es aus zwei Gründen nicht für recht, ihnen die Wahrheit zuzuerkennen, erstens, weil sie sich gegenseitig Lügen strafen, zweitens,
weil sie darin einig sind, dafs sie die Wahrheit nicht kennen. So
blieb nichts anderes übrig, als den Anspruch aufzudecken. Das
thaten wir und bemerkten, dafs bei ihnen insgesamt der Sieg
p. 167 (@ h. das Recht) in gleichmälsigem Wechsel schwankt und herumgeht 1), indem ein Mal diese (Partei) die Obmacht hat, ein anderes
Mal die andere, und wir entdeckten bei keiner Partei einen Vorzug,
und es giebt keine Gemeinsamkeit in ihr (der Wahrheit?) und,
keinen Beweis, oder Gleichmäfsigkeit und Einstimmigkeit in demselben (dem Beweise?). Da also bei der Gesamtheit und bei den
Einzelnen weder durch (Ergebung an) den Anspruch noch durch
Erörterung das Auffinden der Wahrheit gelang ?), so blieb für das
Wissen kein Platz, wo man es finden könnte, noch für die Wahrheit eine Methode, auf welche (eig. von welcher aus) man sie erreichen könnte. Da urteilten wir, es gebe kein Wissen und keine
Erkenntnis. Denn ist etwas unzweifelhaft bestimmt, so mufs man
es an der Übereinstimmung oder an dem Unterschiede erkennen
können, ohne dafs jemand es [als seiend] bezeichnen darf, während
es doch nicht ist, oder dafs jemand behaupten darf, es sei nicht,
während er es doch [als seiend) bemerkt. Denn wenn er oder
sonst jemand etwas für seiend ausgäbe, was es nicht ist, so würde
er sich von der Wahrheit entfernen; träte ihm dann ein anderer
entgegen und bezeichnete es als nichtseiend, so mülste ohne Zweifel
einer von beiden Recht haben. Denn ist etwas bestimmt und wirklich, so muls es unbedingt entweder sein oder nicht sein. Ist es
aber nichts, so ist beides falsch, mag man behaupten, es sei, oder,
es sei nicht. Denn das Seiende ist etwas, und das Nichtseiende
ist etwas; doch was nichts ist, ist weder seiend noch nichtseiend.
In ähnlicher Weise argumentiert auch eine andere [Klasse von
ihnen], nämlich folgendermafsen: Begreift man alle Dinge durch
das (vorangehende) Wissen und dieses Wissen wieder durch ein
(anderes vorangehendes) Wissen, so hat dies entweder eine Grenze,
oder es hat keine Grenze. Ist es begrenzt, so (kommt man schliefslich) zum Nichtgewufsten. Was aber nicht gewufst wird, ist unbekannt; und wie könnte man die Dinge durch Unbekanntes er-
Página 38
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)kennen? Ist es aber unbegrenzt und hat kein Ende, so läfst es sich
nicht begreifen, und was sich nicht begreifen läfst, ist gleichfalls
unbekannt. Also: sind in dieser Schlufsfolgerung beide Voraussetzungen unbekannt und nicht gewufst. Und wie könnte Unbekanntes gewulst werden, es sei denn, dafs man alles wülste, was
doch unmöglich ist! In diese beiden Klassen zerfallen sie; ihr
"Streben ist grofs und ihr Kifer stark!).
Eine Partei, welche die Dahritische?) heilst, sagt: Es giebt
weder eine Religion noch einen Herrn (Gott), noch einen Gesandten,
noch ein Buch (Offenbarung), noch eine Rückkehr (Auferstehung),
noch eine Vergeltung des Guten und Bösen, noch Anfang und
Ende, noch Entstehen und Vergehen eines Dinges. Vielmehr ist
die Entstehung dessen, was man entstanden nennt, seine auf die
Trennung folgende Vereinigung, und sein Vergehen die der Verbindung folgende Trennung. Beide Annahmen (eines Entstehens
und eines Vergehens) bedeuten in der That das Sein eines Nichtseienden oder das Nichtsein eines Seienden. Sie (die Partei) heifst
aber die Dahritische, weil sie behauptet, der Mensch (die Menschheit) sei nicht verschwunden und werde nicht verschwinden, und
die Welt sei rund ohne Anfang und Ende. Sie begründen aber
ihre Behauptung mit folgenden Worten: Hinsichtlich des Seins und
Nichtseins eines Dinges giebt es nur zwei Zustände, die keinen
dritten zulassen, nämlichpoe Zustand des Dinges, in welchem es
existiert — und wie könnte etwas entstehen, was bereits ist und
existiert? — und den Zustand, in welchem nichts ist — und wie
könnte etwas entstehen in einem Zustande, der keine Vergleichung
damit zuläfst? Also ist das unmöglich. Desgleichen sagt der,
welcher das Vergehen bestreitet: Man kennt nur zwei Zustände,
nämlich den Zustand des Dinges, wo es besteht — ungereimt aber
ist es, das Vergehen eines Dinges zu behaupten während des Zustandes, wo es ist und besteht —, und den Zustand, wo nichts ist —
und wie könnte da das Vergehen das Nächste (das Geringere?) sein?
Also ist das ungereimt. Gestehen nun unsere Gegner unser Recht
ein, so treten sie unserer Ansicht bei und verzichten auf ihre Ansicht; leugnen sie aber unsere Meinung‘, so behaupten sie einen
1) Man findet in diesem Abschnitte leicht manche Anklänge an die bekannten Lehren der Eleaten und Sophisten, am meisten wohl des Melissus und
Gorgias. Als Quellen, aber schwerlich als solche, welche Ja‘qibi direkt benutzte, kämen also vor allem in Betracht: Sextus Empiricus, Adversus Mathematicos, und die Scholien des Simplieius zur Aristotelischen Physik. Dasselbe
gilt von dem ganzen folgenden Abschnitte; die in demselben vorgetragenen
Lehren sind sensualistisch-skeptische, und es ist schwer zu sagen, welche andere
Richtung aufser der
eleatisch-sophistischen mit dem Namen Dahriten gemeint
sein soll.
2) Shahrast. p. 201 heifsen die Dahriten (Atheisten, Materialisten) auch
Tabtiten, 94x44 (Naturaliston); 06 heifıt von ihnen: Vine (y 9448 Y.
Página 39
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)dritten Zustand, wo es weder Nichtsein noch Dasein giebt. Dieses
wäre der häfslichste (— undenkbarste?) der drei Zustände.
Eine Abteilung von ihnen sagt: Der Ursprung der Dinge in
der Ewigkeit ist ein Korn '), welches entstand und sich dann spaltete;
aus diesem ging die Welt hervor mit ihrer sichtbaren Verschiedenheit in Farben und Wahrnehmungen, Von ihnen behaupten die
‚einen, sie (die Welt) sei nicht verschieden in ihren Merkmalen,
sondern ihre Merkmale unterschieden sich nur hinsichtlich ihrer
(der Welt) Wahrnehmung. Die andern stellen dies in Abrede und
erkennen ihr Verschiedenheit in ihren Merkmalen und in ihrer
Wesenheit zu. Diejenigen, welche die wirkliche Verschiedenheit
leugnen, sagen: Die Dinge unterscheiden sich nur, sofern sie verschieden wahrgenommen werden, und keines besitzt eine Wesenheit,
durch welche es ausschliefslich zu bestimmen wäre. Sie behaupten,
ein Beweis bierfür sei die Thatsache, dafs die an der Gallenkrankheit Leidenden, z. B. die Gelbsüchtigen, ‘wenn sie Honig kosten,
ihn bitter finden, während die Leute, welche von diesem Leiden
verschont sind, ihn süfs finden. Ferner werde die Fledermaus vom
Tageslichte geblendet, während die Nacht ihren Blick schärfe. Ist
es nun das Licht, welches den Augen mehr Licht verleiht, und die
Finsternis, welche sie trübt, so ist notwendig das Tageslicht für
die Fledermaus Finsternis *). Dies kommt auch bei manchen Menschen
und andern Tieren, Vögeln
u. s. w. vor. Schärft nun, wie wir
gezeigt haben, die Nacht die Augen, so ist für diese (Augen) die
Nacht Licht, ebenso wie für die von ihnen verschiedenen der Tag
Licht und die Nacht Finsternis ist. Sagt ihr aber, dies rühre von
einem Fehler her, von welchem diese (Tier-)Arten betroffen seien,
so fragen wir euch: (Findet sich dieser Fehler) bei den von jenen
Verschiedenen oder bei den mit ihnen Verwandten? Sagt ihr: Bei
den Verschiedenen, so sagen wir: Nein, mit dem Fehler sind die
mit ihnen Verwandten behaftet; sagt ihr: Bei den Verwandten, so
sagen wir: Nein, mit dem Fehler sind nach ihrer Meinung (?) die
von ihnen Verschiedenen behaftet. So hat keine der beiden Arten
vor der andern einen Vorzug. Weiter sagen sie: Seht ihr nicht,
1) Da es nicht klar ist, welche Philosopheu unter den Dahriten zu verstehen sind — denn die ihnen zugeschriebenen Ansichten sind weder die der
alten ionischen Naturphilosophie noch die der Atomistik noch die des Epikur —,
so läfst sich schwer sagen, woher diese Lehre von dem Urkorne stammt.
Haben
wir etwa an das Weltei der Orphischen Mysterien zu denken? Oder ist gar
Página 40
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)wie der Schreiber die Schrift gleichmAfsig und aufrecht: schreibt?
So sieht er sie jedoch (nur) von vorne; schaut er sie aber von
rückwärts an, so erscheint sie ihm von der ihm bekannten verschieden, und neigt er sich von ihr weg, indem er sich búokt,
oder nimmt er sie von hinten, so erscheint sie ihm verkehrt, Z. B.
das Alif wird in einer Form geschrieben, welche sich von derjenigen
aller Buchstaben unterscheidet; doch siehst du es von vorn, so ‘erscheint es als Alif; siehst du es von hinten, so erscheint es als Ba;
und neigst
du dich von ihm weg, so erscheint es als Nün oder als
Ba. (
ich ist es?), wenn einer, der von seinem Platze verschwindet, auf einem andern erscheint. Dem entspricht die Lehre
von den Farben, Tönen, Geschmäcken, Gerüchen (?) und Berührungen !).
Z. B. erscheint eine Person aus der Nähe als grofs und aus der
Ferne als klein; so oft sie aber näher kommt, wird sie für den
Augenschein gröfser, und so oft sie sich entfernt, wird sie für den
Augenschein kleiner. Ebenso ist es mit der Stimme: sie hört sich
von nahe stark, von fern leise an. Ebenso ist es mit dem Geschmacke: kostest du etwas nur wenig, so findest du es mäfsig
süfs; kostest du aber mehr davon, [so findest du es sülser]. Ebenso
ist es mit dem Gefühl: berührst du etwas nur wenig, so findest
du es lau; berührst du es stark, so findest du es heifs. Ferner
erscheint eine Gestalt, von nahe gesehen, als bestimmt und unterscheidbar, wenn man sie aber mehr aus der Ferne sieht, als gleichförmig (verschwommen) und ununterscheidbar. Sie behaupten, dafs
alle Dinge in schwankendem Wechsel herumkreisen, und sie gehören
fast zu den Sophisten.
Eine andere Partei?) sagt: Die Dinge sind Sprôfslinge
von vier. Elementen, welche unsufhôrlich zeugten und zeugen, aus
denen die Welt entsprungen ist. Das sind die einfachen, reinen
Dinge: Hitze, Kälte, Feuchtigkeit, Trockenheit; dieselben entstehen durch sich selbst, nicht durch Beschlufs, Befehl oder
Willkür.
1) Während (¿adi offenbar blofser Schreibfehler ist (vgl. p. 170, 1. 8),
weifs ich mit LAS
ST gar nichts anzufangen, zumal in der weiteren Ausführung
gerade dieser Begriff überschlagen wird (der Herausgeber deutet an der betreffenden Stelle p. 170, 1. 3 eine Lücke an).
Man erwartet e.
So
finden wir Shahrast, p. 218 als Objekte der Sinneswahrnehmungen aufgezählt
1, für dus Gosicht: JLLAM „INN, 2. für das Gehör: LAC, cho,
3, für den Geschmack: layalasl}, 4. für den Geruch: Sly), 5. für den
Tastsinn: ade.
2) Empedokles.
Wurzeln.
Sind
dio
Dinge
Sprófslinge,
so
sind
die Elemente
Dieser Ausdruck ($:Saara) findet sich gerade bei Empedokles.
Página 41
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Eine andere Partei!) sagt: Es giebt vier Elemente.
selben sind die Mütter dessen, was in der Welt ist.
Die-
Aufser diesen
giebt es ein fünftes, welches sie unaufhörlich leitet und vereinigt
durch Befehl, Willkür und Weisheit und ihr Paariges vereinigt,
so dafs daraus ihre Erzengnisse hervorgehen, indem es die gegenseitige Annäherung der entgegengesetzten nicht verhindert: das ist
das Wissen.
Eine Partei — die Anhänger der Substanz, d. h, die Aristoteliker — sagt: Die Dinge zerfallen in zwei Klassen, Substanz
und Accidens, Die Substanz zerfällt in zwei Klassen, Lebendes
und Nichtlebendes. Dieselbe wird definiert: als „das durch sich
selbst Bestehende“, und ihre Verschiedenheit beruht auf dem eigentümlichen Merkmale, nicht auf dem Begriffe. Accidenzien giebt
es 9: 1) die Quantität, d. h. die Zahl, die vier Formen hat, Mals,
Ausdehnung, Gewicht *), Wort; 2) die Qualität, welche acht Formen
hat, Entstehen und Vergehen, Zustand und Anlage, Kraft und
Schwäche, Gewöhnung und Gewöhntes *); 3) die Beziehung, welche
vier Formen hat, natürliche, künstliche, Billigung und Liebe 4);
4) das Wann, d. h. das die Zeit Betreffende5), und die Formen
1) Anaxagoras. Der Ausdruck Clas; entspricht etwa dem griechischen
óuowouegi, Sporomégacas; gal wäre dann onéguara, ps wohl oder
übel = voös. (Man erwartet je of. Shahr. p. 257). Die Bezeichnung der
Elemento (solic) als Mütter findet sich auch sonst, 2, B. Shahr. p. 204,
1.5 v.u.. Dieteriei, Die Naturanschauung und Naturphilosophie der Araber, p. 55.
2) Dies Wort beweist, dafs auch diese Schilderung der Aristoteliker aus
den Scholien stammt, da das Gewicht (dom xal oraPudc) als Art der Quantität zuerst von Archytas bezeichnet wurde.
Schol. 74b, 28.
3) Die Stelle mus verderbt sein. Nur 8,3 und Cásuo entsprechen der
Sévapee und ¿duvapla in den Katogorion Zenker: #5, 5,39). Liest man
für them: slo, so könnten die Worte XLS, Expl! cino Übersetzung
von dud3eoss und Hu sein (Zenker: Jl> und XK la).
Die Worte ost
Smile und pial LAI! entsprochen aber keineswegs den Ausdriickon
des Originals vyjpa und poggi, madntım) moderns und mddos.
4) Auch hier ist die Identificierung der Ausdrücke schwierig. In den
Scholien (David) 60b, 7 heifst es: raw mods rs tà dv puoss — và di
ign — tè dd wegen — rà Sè mponspicros,
Ist rpoalesom= iu,
so ist Soya pleonsstisch, während tà d¿ túxy unübersetzt bleibt.
5) Glosse: Mit wd meint er ue:
Página 42
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)der Zeit sind drei, Vergangenheit, Zukunft und Dauer; 5) das Wo,
d. h. das den Ort Betreffende, die sechs Richtungen, nämlich vorn
und hinten, oben und unten, rechts und links");
6) das Haben
oder Besitzen, und die Form des Besitzens ist eine zwiefache, entweder äulseres oder inneres *), wobei unter äulserem z. B. Sklave,
Haus, Gerst u. dgl. zu verstehen ist, unter innerem z. B. Wissenschaft und Weisheit; 7) die Lage, d. h. die Haltung eines Dinges,
wie wenn man sagt: jemand steht, sitzt, geht, kommt; 8) das Thun,
welches ein zwiefaches ist, indem man etwas thut entweder vermöge des freien Willens oder vermöge der Natur — das Freiwillige
ist z. B. das Leben und Bestehen, das Essen und Trinken, das
Thun vermöge der Natur z. B. die Bewegung der vier Elemente,
z. B. des Feuers, welches von der Mitte zur Höhe aufsteigt ®), oder
der Erde, welche von der Höhe nach der Mitte (zustrebt) bis zu
dem ihr eigenen Mittelpunkte, oder des Wassers, welches von der
Höhe bis in die tiefsten Örter der Erde (fiefst); 9) das Leiden,
d. h. die Annahme der Einwirkung des an ihm Thätigen, wie es
z. B. der Lehm zuläfst, dafs man ihn rund oder viereckig formt
und ihm alle (möglichen) Gestalten giebt 4).
Dies sind die Abhandlungen der Griechen und der ihnen folgenden Römer und die Ansichten ihrer Dogmatiker, Philosophen
und Weisen und der Forscher unter ihnen.
Emendationen zu Ja‘gübi I, p. 135—143, 151-161, 166-171."
p. 185, L
8: st. sui L Kia).
p. 186, 1. 4: ol>o
9 L arar. Vgl. p. 4, Anm. 1.
L
9: st. [FR Lab.
1.18: st. ul ui.
p. 197,1
Sist al de.
L 10: st. rpg L split.
p. 188, L 12: st lit Ll.
1) Vgl. Dieteriei, Die Logik und Psychologie der Araber, p. 38 unten
und p. 187 unten.
2) A. a. O. p. 40 und p. 188.
8) Die Worte ‚UN 390 LUS pyle „X sind unverständlich; vielleicht
Página 43
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva). 188, L 15 hinter [Loss] erg. iui.
. 139, L 10: st. Rt 2 L 8 AR zit.
L
. 140, L
5 v. u: st Am ls.
8: st. lll Kult.
1 10: st. KA} L xls,
. 141,1
7: hinter Ode erg. wd,
L 14: tilge das Y hinter soll.
. 142,1
8: sh gio
L fio.
1, 13: hinter Jia l ciclos wie L 14.
1.15: st. at> des Cod. und DE des Herausg. L si,
L
5 y. w: hinter Cácluadi OTE. msj nio de > SJ
as) cicli.
L
4v. w: st.
L
L dol.
. 151, 1. 5: st old L LX.
1. 12: st. 20 coso, L wo, (ohne eine Lücke anzunehmen).
. 158, L 7: st GSS L KS,
. 154,1
L
5 vu: st xl L xulo.
1v.u. und 155, 1.1: Die Stelle ist verderbt. vpi or
(dI pe?) ist überflüssig, vor gola fehlt è,
. 156, L 14: st. ae L Yale.
. 157, L 18: st.
45 ¿io L (mit der Handschrift) LS 5.
. 158, L 12: st. kim L ita
159,L 4 vu: st ki le quels Li
lin (oder
Página 44
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva). 167, 1. 14: die Lücke ist vielleicht durch das Wort pi auszufüllen.
. 169, L
3v.u: oss bedarf der Emendation.
St, elle L dl, (= cilugela?).
. 170, L
2 v. u: st. au L La Hy.
171, L 10: st
Gi L „u (fir au).
Am Schlusse dieser Arbeit, welche umfangreicher geworden ist
und mehr Zeit und Mühe gekostet hat, als sich voraussehen liefs,
sei mir noch eine kurze Bemerkung über den Wert meiner Ergebnisse
gestattet. Durch die Vergleichung der griechischen Quellen ist eine
Reihe sicherer Verbesserungen des Ja'qúbi-Textes ermöglicht worden. Desgleichen sind einzelne Angaben Wenrichs,
wenn auch nicht in dem Umfange wie in den verwandten Arbeiten
Steinschneiders, vervollständigt oder berichtigt worden.
Vor allem aber gewährt uns der übersetzte Text manche Einblicke
indie Anfänge des Studiums der griechischen Wissenschaft bei den Arabern und legt uns die Frage nahe, ob nicht
die Araber aufser auf dem bisher bekannten Wege durch Vermittelung der Syrer auch unmittelbar, etwa in Alexandria (Johannes
Philoponus !), die Wissenschaften der Griechen kennen gelernt haben’).
1) Die Frage, ob die arabischen Übersetzungen direkt aus dem griechischen Originale geflossen oder aber durch das Syrische vermittelt sind, läfst
sich weder aus allgemeinen historischen Erwägungen noch aus den (ziemlich
diirftigen und nicht immer zuverlässigen) Angaben arabischer Schriftsteller entscheiden; vielmehr mufs die Untersuchung für jedes übersetzte Werk einzeln
geführt werden.
Obwohl mir ein mafsgebendes Urteil in dieser Frage vorläufig nicht zusteht, möchte ich doch auf die Möglichkeit hinweisen, dafs sich
die syrische Vermittelung im wesentlichen auf die Werke philosophischen Inhalts, d. h. auf Aristoteles und seine Commentatoren, beschränken dürfte. Für
künftige Untersuchungen möchts ich auf zwei allgemeine Gesichtspunkte auf-
Página 45
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Was aber wichtiger ist als die Entscheidung dieser Frage, und was
die Wissenschaft als die nächste Frucht dieser Studien fordert, ist
nichts Geringeres als — ein neuer Wenrich. Derselbe miifste nicht
nur vollständiger, correcter und übersichtlicher sein als der alte !),
sondern auch geschickter das Wichtige vom Unwichtigen
scheiden.
In erster Linie sind doch die wirklich vorhandenen
rsetzungen
beachtenswert, und hier wieder vorzüglich diejenigen, deren Originale
verloren sind *); bei dieser Klasse verlangt man, auch für die erste
Orientierung, mehr als die blofse Katalogsnummer.
Denn das
Hauptziel dieser Studien kann kein anderes sein als die Bereicherung
der klassischen Literatur. Der neue Wenrich wird also nur dann
seinem Zwecke entsprechen, wenn er kiinftigen Herausgebern vorarbeitet.
Erst wenn die Hauptwerke dieser Übersetzungsliteratur
in kritischen Ausgaben vorliegen, werden wir die Verdienste der
Araber auf diesem Gebiete richtig würdigen können.
merksam machen, die zwar keineswegs neu sind, aber, wie mir scheint, doch
nicht hinreichend beachtet werden.
1) Das Prineip der syrischen Übersetzer
ist sklavische Wörtlichkeit (ZDMG. XXXV, p. 290 oben); bei diesem Prineip
können, sobald es sich um zwei Sprachen handelt, die sich so fern stehen wie
das Griechische und das Syrische, die allerärgsten Mifsgriffe in der Wahl der
Worte und im Bau der Sätze nicht ausbleiben.
Hat der arabische Übersetzer
die so entstandenen Undeutlichkeiten vermieden, so liegt die Vermutung nahe,
dafs er das Original benutzte.
2) Bekanntlich behalten die syrischen Übersetzer ungemein häufig die griechischen Kunstausdrücke bei, während die arabischen durchweg Puristen vom reinsten Wasser sind, die aufser der lobenswerten Absicht auch
die
bewundernswürdige Fähigkeit haben,
die höchsten
Ideen und die kleinsten Einzelheiten der griechischen Wissenschaften
in ihrer
Muttersprache auszudrücken.
Ist die Wiedergabe geschickt und sinnentsprechend,
so verstanden sie die griechischen Fremdwörter in den syrischen Übersetzungen.
Waren sie aber des Griechischen kundig,
so konnten sie auch die Originale
benutzen.
1) Vgl. Bd. XL, p. 612.
2) Besonders wertvoll ist in dieser Hinsicht die p. 9 schon genanute
Abhandlung von Steinschneider „Die mittleren Bücher der Araber und ihre
Bearbeiter“.
Página 46
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Miscellen.
M. Grünbaum.
Der Stern Venus.
In einem früheren Aufsatz (ZDMG. XXXI, 225 fg.) habe ich den
Namen 7508 mit andren ähnlichen Benennungen verglichen.
Auch
Geiger (Was hat Mohammed etc. p. 109) sagt mit Bezug auf 89,
dasselbe sei „ganz wie das Jalkutische “mor, gleich nor, dem persischen sli, dem gr. dore“.
Mit der persischen Benennung des
Venussterns vergleicht Gesenius (Thes. p. 1083, Comment. zu Jes. II,
338) das syrische JA
=90 „Sternin“ für Venus. Dieselbe Bedeutung
hat wahrscheinlich auch das Nna>1> bei Levy (Chald. WB. I, 357,
Neuhebr. WB. II, 304).
Dass namentlich www na als Uebersetzung von ov“wm mob» den Venusstern bezeichne, kann kaum
zweifelhaft sein, da bei Payne Smith unter den s. v. Jioo/ nach
Bar Bahlul angeführten Namen auch na
|
Kai vorkommt,
Auch
in
der
8.
Ausgabe
von
Gesenius Handwörterbuch wird
(p. 476 8. v. mab) — zugleich unter Hinweisung auf M. A. Levy
in ZDMG. XVIII, 63 — das Dow" n>5n des Jeremias mit Morgenund Abendgöttin, Istar-Beltis erklärt.
Im Talmud und in den
jüdischen Schriften überhaupt ist 25% die Benennung Mercur's,
während Venus 71313 heisst.
Thomas a Novaria (ed. Lagarde, p. 56)
übersetzt, ebenfalls poli 15,5 mit Joes an09 und ola
mit an», also 133, Schreiber des Himmels, assyr. nabà (Gesen.
Handwörterb. 8. A. s. v. 133). Es ist wohl mit Bezug hierauf,
dass bei Abulfida (Hist. anteisl. p. 74, Z. 18) pas us, also
92375199, mit
¿gl ¡las erklärt wird und ebenso bei Abúlfarag in der von Gesenius (Thes. 8. v. N23) angeführten Stelle
(Hist. dyn. p. 47) sowie bei Albtränt (ed. Sachau, p. tv, Z. 1);