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Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Italienreise als Tugendweg WEDDI
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Hendrick Goltzius’ Tabula Cebetis
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Tristan Weddigen
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Imitatio virtutis durch virtus imitationis
Im Haarlem des niederländischen Freiheitskampfes und der Glaubensspaltung stach Hendrick Goltzius (1558-1617)' unter mehreren frommen
Allegorien 1578 eine sechsteilige, jesuitisch geprägte Vita Christi für seinen
ebenfalls katholischen, im kalvinistischen Antwerpen tätigen Verleger
Philipp Galle (1537-1612): Diese Serie zeugt nicht nur von Goltzius’
humanistischem Religionsverständnis, das er unter dem Einfluss seines
freisinnigen Lehrers Dirk Volckertsz. Coornhert (1522-90) ausbildete,
sondern auch von seiner Suche nach einer theologischen und gesellschaftlichen Rechtfertigung des bildenden Kiinstlers in einer konfessionell
aus den Fugen geratenen Welt.
Das vierte Blatt dieser Folge (Abb. 1) erklärt die Nachahmungsfähigkeit der Malerei zum Vorbild christlicher ¿mitatio virsuris.* In diesem
theologisch-emblematischen Stich tritt der Heiland vor die personifizierte
Imitatio Christi und verweist auf die symbolische Bedeutung des Opterlammes, auf das leidende und liebende Herz Jesu. Dieses ist wie eine offene
Betnuss gestaltet, in welcher der Hirtenknabe zu schen ist, der die
Christenherde zum Heil führt. Beides ist in diesem Symbol vereint: die
hochmictelalterliche, katholische Ierz-Jesu-Andacht und das reformatorische Kredo der Kirche im Herzen des Menschen. Aus diesem Grundsatz
seines Lehrers Coornherts, dass der jedem Herzen eingeborene Christus die
äußere Kirche ersetze. dürfte sich die
Druckgrafik der 1570er Jahre speisen.‘
Herzikonografie in
Goltzius
An der Staftetei sitzend. mit Pinsel, Stock und Palette ausgerüster,
verfertigt die /mitario Christi ein feinmalerisches Abbild jenes geschnitzten
Vorbildes der Gortesliebe in ihr kleines, ausgehöhltes Herz, das ihr als Bildund Emotionsträger dient, womit der Kupferstich selbst als eine Art von
Andachtsamulett ausgegeben wird. Goltzius’ /mitatio erscheint geradezu als
Gegenstück
zu
Coornherts
Eingangsbild
der
Serie
der
Vergeblichen
Hoffnung aufweltlichen Gewinn nach Maarten van Heemskerck (1498-1574)
von 1550, in welchem Satan dem von der Habsucht faszinierten Menschen
weltliche und geistliche Insignien, einen prallen Geldsack und eine Venus
impudica ins Herz malt (Abb. 2).*
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Neben der /mitatio sicht cin kleiner Krug, der sie und ihr Herz als vas
virtutum kennzeichnet, wie auch ein Malkasten mit den Werkzeugen der
imitatio: auf dem Schiebedeckel die grafischen Werkzeuge des disegno, im
Page 2
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Inte Weddiger
ds E ngenduieg
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lendrick Goltzius, Exemplar virturum,
178,
supferstich (Strauss, op. cit. fn; 1), vol. 1,
g. 261.
Files
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Inneren die Gefäße des colore, darunter der steinerne Läufer für jenes
Farbenreiben, welches in frühneuzeitlichen Künstlerselbstdarstellungen und
Atelierinterieurs für den mühseligen, bloß handwerklichen und daher an
Sordo or
Gehilfen delegierten Aspekt der Malerei steht und der in diesem Falle auf
e
den kontessionellen Zzbor verweist, den der demütige und geduldige picror
christianus im Schweiße seines Angesichts vollbringe.” In einem Kupferstich
Cornelis Galles (1576-1650) wird Egidius Sadeler (1570-1629) Pictura gar als
Farben reibende Venus darstellen, um die Liebe zur Arbeit am Schénen zu
2
‘k Volckertsz, Coornhert nach Maarten
1 Heemskerk, Satan, 1550,
aferscich (Veldman, ap. cit. in. Gh tr,
Las Gto
personifizieren. Uber dem Reibstein ist ein Zitat des Paulus zu lesen Cestote
ergo
imitacores
Dei
sicut
filii
carissimi’,
Epheserbrief 5:1),
das
den
Gotteskindern jene Nach-Nachahmung des mor divinus ans Herz legr,
welche Gorrvaters Ebenbild selbst vorgelebt har.“ Bibelzirare erläutern und
TR Me ile ll de ds
de mein harte
Die hint de bff bedbrichlich Vave Her enint Eras die arOR
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Page 3
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Hulicircio abs Tugendiweg
CCE LOT COS WAREN
Passionsszenen illustrieren die zu imitierenden Tugenden - misericordia,
fidelitas, pietas, benignitas, charitas, paupertas, fortitudo und humilitas —, die
Christus als ‘exemplar virtutum’ verkörpert. Zu den Impresen Jahwes, die
das Bild säumen, gehören erwa der starke und schürzende Arm des
göttlichen Hirten Cbrachium dei’, Jesaja 40:10-11) und dic richtende und
schirmende Hand (‘manus domini”, Jesaja 49:1, 16.22), in welche der
Schöpfer den Zion gezeichnet hat, um sein Volk nicht zu vergessen.
So wie andere gegenreformatorische Druckgrafiken, etwa Theodoor
Galles (1571-1633) bekannte Kreuztragung von Malern konterfeit von 1603.
räumt dieses Blatt, das den geistlichen Exerzitien und der inneren wi.
Produktion katholischer Allegorien zu Gunsten von Porträts, Mythologien,
Reproduktionsgrafik und antikisierenden, konfessionell neutralen
Tugenddarstellungen eingestellt zu haben. Darstellungen der allgemeinen
oder der spezifisch künstlerischen Virtus, meist durch Minerva respektive
Hermathena verkörpert, sind hingegen seltener.”
Virtus, im Sinne von Tugendhaftigkeit und Mannesruhm, Kraft und
Fähigkeit, diente in der Renaissance den freien, dann den mechanischen
Künsten als humanistisch-rhetorische Selbstdefinition zum Zwecke sozialer,
intellektueller und religiöser Nobilitierung, die das aufsteigende Bürgertum
gegen den Geburtsadel einforderte.” Im humanistischen und bürgerlich-
Tugenden Christi wird metaphorisch und mnemotechnisch als grafische
kaufmännischen Welebild, wie erwa in Erasmus von Rotrerdams
(1466-1536) Sprichwort "Tugend als Führerin, Glück als Begleitung‘ (‘duce
virtute, comite fortuna’), figuriert Fortuna als ernst zu nehmende
Abbilden
Menschen
Antagonistin der Virtus, die selbst des Öfteren von Herkules als domiter der
verstanden.” Die Ausübung der Tugenden erfolgt durch Kopieren, das
naturgemäß einen Format- und Dimensionsverlust mit sich bringt. Die
Fortuna beziehungsweise der Occasio vertreten wird.* Im Neustoizismus
eines Justus Lipsius (Joest Lips, 1547-1606) befreit hingegen die
vernunitgeleitete vita contemplativa den Menschen durch Apathie und
Ataraxie von den Affekten, die auf das unberechenbare Wirken der Fortuna
reagieren, und geleitet ihn zum beständigen Glück der Tugend."
Als ein Beispiel künstlerischer Virtusikonografie des Spätmanierismus wäre
das bildnerische und theoretische Werk Federico Zuccaros (um 1544-1609),
Goltzius’ geschätzten Freundes, zu nennen. In seiner polemischen
Kunstallegorie Porta Virruris von 1581 hatte der reggente perperuo der
Accademia dei virtuosi al Pantheon seine Kunst durch Pallas Athene als die
äußeren Predigt dient, der Idee und Praxis der bildenden Kunst eit:
grundlegende Rolle ein:
ihrer
Die geistige und emotionale Imitation d.
sprechenden
Symbole
in
das
Herz
des
akribische Nachahmung durch die malende /mitatio beziehungsweise di
pictura sacra steht unter dem Zeichen der Abbildungstreue, nämlich de:
fidelitas im Wiedergeben des göttlichen Wortes, wie es im Rahmen darübe,
steht (Johannes 12:50). Indem sie über Goltzius’ Allegorie nachsinnen, sollen
die frommen Imiratoren sich die Gottesliebe in das Herz malen oder druckgrafisch
gesprochen — eingravieren, wie es Christus vor der
Ehebrecherin im Bildrahmen vorführt. Die Malerei bezichungsweise die
Kupferstecherei, die es nach der Renaissancecheorie dank ihrer Imitationsund Illusionskraft vermag, die Licbe zu abwesenden oder fiktiven Geliebten
zu entfachen, dient hier der Vermittlung und Verbreitung der Gottes- und
Nächstenliebe." Die demutsvolle fmirario Christi beziehungsweise die
Personifikation der Sakralmalerei, die hier an die reumürige Sünderin Maria
Magdalena erinnert, vollbringt ihren liebevollen Dienst am Glauben."
besteht dieser in niedriger, mühevoller und langwieriger
Einerseits
Handarbeit, die vom Mahlstein mir der Zeitangabe ‘1578° symbolisiert wird:
andererseits
wird aber die arbeitende, gute Werke vollbringende
Künstlerhand, vergleichbar jener Gortes in den visuellen Randglossen,
vergeistigt und vergeistlichr, nobilitiert und sakralisiert." In diesem Blatt
deklariert Goltzius den Maler und die Malerei, vor allem die
vervielfiltigende Kupferstecherei mit ihrer virtus imitationis, als bevorzugte
Instrumente der christlichen imitatio virtutis.4
Personifikation der künstlerischen rirrures gegen Neider und Verleumder
verteidigen lassen.” In den Wandmalereien, die rund ein Jahrzehnt später
die Innenräume seines römischen Palastes dekorierten, den er zur
Kunstakademie und zum gymnasium virtutis umzuwidmen gedachte,
erfährt der ideale Maler seine Apotheose nach einem herkulischen Lebensund Tugendweg (‘virtude duce’). Golezius hatte selbst in seiner Kupferscrie
der Römischen Heroen von 1586 die militärische strenuttas römisch-antiker
Helden mit der Virtuosität der modernen, nordalpinen Stecher verglichen —
‘die Heldenkraft seiner Zeichenkunst und die Fähigkeit seines Grabstichels’,
wie Karel van Mander (1548-1606) in seiner Golrziusrita schrieb —, dic im
Streben nach unzerstörbarer und unsterblicher Virtus historische Fama
erlangen.” In Goltzius’ künstlerischem Selbstverständnis entwickelte sich
die Idee der Virtus jedoch erst in einem zentralen Werk seines Schaffens zu
voller Blüre, nämlich in seiner dreiteiligen Tabula Ceberis von 1592 (Abb. 3),
Fortuna Virtutis
Die Darstellung von vörzutes gehört scit jeher zu den Sujets der bildenden
Künste, die dem docere verpflichtet sind. In Goltzius’ Frühwerk treten die
Tugenden, explizit oder implizit, in den verschiedensten Formen auf:
komplexe neurestamentliche Serien wie die Vita Christi, rein religiös«
Allegorien, das Kredo, die Werke der Barmherzigkeit, die Symbole de:
die bisher wenig beachtet worden ist.”
Vorbilder und Prätexte
Wie die Dedikation besagt, widmete der in Haarlem tätige Entwerfer
(‘Inventor’) Goltzius dieses 1592 von seinem Stiefsohn Jacob Adriaensz.
Historienbilder, in der Landschaft agierende Personifikationen oder auch
Matham (1571-1631) ausgeführte Sinnbild der Kupferstichkunst (artis
chalcographicæ symbolun’) dem geistesverwandten, hoch gebildeten
Bürgermeister von Amsterdam und glühenden Verehrer der Kebestafel,
legendäre Figuren wie Lukretia.® Nachdem die Reformierten 1578 die
Pieter Cornelisz. Boom (+ 1608), in Freundschaft.
Lauretanischen Liranei, die sieben Tugenden und Sünden, allegorisch:
Haarlemer Stadtverwaltung eingenommen hatten, scheint Goltzius seine
Die Schriftquelle des Kupferstichs, die so genannte Tafel des Kebes,
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Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Tristan Wedeizer
llienreise ak Tugendweg
wird in den Versen des mit Goltzius befreunderen Dichters Franco Est
(*1544) pointieri zusammengefasst (Appendix). Es handelt sich bei der
4
Marcus Ántonies Gillis, Cebetis des
thebaenschen philosoophs taferrel,
Titelblatt, Antwerpen 156,1.
fiktiven ~ Tafelgemäldes, hat sich die Bezeichnung Kebestafel (Kégnros
mut, Tabula Cebetis) cingebürgert.
Vorlage um einen anonymen, nur ein Dutzend Sciten langen, im ersten
Nachdem die spätantike Handschrift Ende des 15. Jahrhunderts in
Jahrhundert nach Christus auf Griechisch verfassten Ethikdialog über die
gute und die schlechte Bildung oder Lebensführung. Weil die Humanisten
den Dialog fälschlicherweise Kebes von Theben, Sokrates’ Schüler und
Dialogpartner aus Platons Phaidon, zuschrieben, und weil der Text, wie
etwa Philostrats Gemälde und Lukians Dialogr, als Ekphrasis abgefasse ist,
das heißt als rhetorische und poetische Beschreibung eines - in diesem Falle
Italien wiederentdeckt worden war, fand sie in mehr als hundert
Übersetzungen mit Ilustrationen und antiquarischen oder christiani-
Gillis die erste niederländische, illustrierte Ausgabe, die Goltzius als
CEBETIS DES THEbaenfchen Philofoophs Tafereet,
waerinne na Philofophilche wyfe claer-
Textgrundlage herangezogen haben dürfte (Abb. 4). Die spätantike
Ekphrasis erlangte in der frühen Neuzeit seine didaktische Funktion nicht
nur als Ethikeraktac wieder, sondern auch als schulischer Griechischtext. So
integrierten beispielsweise die Jesuiten die Kebestafel 1599 in ihre ratio
studiorum als Grammarikübung, und Joseph Plepps (1595--1642) Ölgemälde
nach Goltzius’ Tabula Cebetis hing vermurlich als anschauliches Lehrmittel
im Sommerauditorium der reformierten Theologieschule zu Bern.” Bis in
die Gocthezeit hincin war die Kebestafel ein beliebter Stoff für den
Griechischunterriche und büßte erst in der Moderne, in Folge der
tyck geleert wort, wat fmenfchen
leuen alderfalichts maect.
»M.A. G. totten goet willighen Lefer:
Desfiguers clembeyt hier veel we doen blyut, heeft,
Daerafmeer verflants,
dan theelt het fthryue,,geeft.
sierenden Kommentaren europaweite Verbreitung. Ludovicus Odaxius
lieferte 1497 die erste versio latin, Willibald Pirckheimer (1470-1530) in den
1490er Jahren die erste deutsche Übersetzung und 1564 Marcus Antonius
Auflösung des
Stellenwert ein.
humanistischen
Bildungsideals,
seinen
kulturellen
Während Sinn und Zweck der Ekphrasis in der Antike vor allem in
der rhetorischen Übung gründete, bot sic den frühneuzeitlichen Künstlern
genero, quas serio
n de
questi
ludebat, libri quinque. Bolugna 1574 4.
einen willkommenen Prárext, cinerseits um sich nach dem Prinzip des
Buch. 9, Ni. 3.
horazischen ut pictunt porsís mit der Dichckunst zu messen, andererseits um
mit den verschollenen und fiktiven Kunstwerken der Alten nach dem
Prinzip des paragone zu wettcilern, wodurch sie die eigene historische und
soziale Position neu zu definieren suchten.” So erwähnt Francisco de
Hollanda (um 1517/8-84) gerade die Kebestafel als ein Exempel für die
Belesenheir und Lesbarkeit der cioquenten und doch stummen Malerei,”
Die Kebestafel lorderte die Bildkünstler zudem heraus. sich nicht nur mit
der Poesie zu vergleichen, sondern gar cine philosophia picta zu erproben,
waren doch umgekehrt die Philosophen Platon, Kebes’ murmaßlicher
Lehrer Sokrates, bei Giulio Bonasones (um 1510-nach 1574) (Abb. 5). die
Skeptiker Metrodoros von Chios und Pyrrhon von Elis bildende Künstler
gewesen, wie dies erwa Leon Battista Alberti (1404-72), Paolo Pino (titig
eo
e.”
a
"+
D
um 1534-65), Giovanni Bartista Armenini (1530-1609) und Giorgio Vasari
(1511--74) behaupteten.“
Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert stellten sich zahlreiche Künstler
der Aufgabe,
jene allegorische,
illustrativ
ein
in
Bild
räumlich-narrariv komplexe Ekphrasis
zurückzuverwandeln
oder sie ikonografisch
weiterzuentwickeln.” Vor Goltzius schufen unter anderen der Nürnberger
>)
99
Erhard Schön (nach 1491-1542), der Augsburger Hans Holbein (1497/8- 1543)
und der Amsterdamer Lambert Sustris (um 1515/20-68) Holzschnitte,
Kupferstiche und Gemälde nach der antiken Textvorlage. Innerhalb dieser
Bildentwicklung ragt Goltzius’ Gravüre als Zenit heraus, weil sie nicht nur
die Komplexität der Allegorie am überzeugendsten wiedergibt. sondern
dem Bild eine eigene Vielschichtigkeit einräumt.
Der Lütricher Humanist, Dichter und Malercidilettane Dominicus
Lampsonius (Dominique Lampson, 1532-99), mit dem Golezius und van
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Mander bekannı waren, schreibt in der Vita seines Lehrers Lambert
Lombard (1506-66), dass unter dessen Meisterwerken eine Tabula Cebetis
‘Sirene’, ‘Kirke’ oder ‘Medea’ gleicht.” Sie trägt die Maske der Täuschung
und gibt den Kindern - manchen mehr, manchen weniger — aus einem
zu zählen sei, die dieser in Rom als Grisaille für den englischen Kardinal
Pokal den Irrtum (I7A&v0g) und die Unwissenheit (Ayvo:a) zu trinken, so
Reginald Pole (1500-88) gemalt hatte." Diese Biografie erschien 1565 nicht
nur in Brügge beim Lombardschüler, Kupferstecher, Drucker und weit
gereisten Numismaciker Hubert Goltzius Hubrecht Goltz, (1526-83), dem
Großonkel Hendricks, sondern jener harte sie darüber hinaus dem
dass sic die Anweisungen des Genius fast oder ganz vergessen.
Kaum sind die angetrunkenen Jugendlichen fröhlich durch das große
Tor des lebens (Vite Insroitus) getreten, werden sie schon von leichten
Mädchen an die Hand genommen und verführt. Diese versprechen ihnen
Glück, führen jedoch manche zum Heil, andere zum Seil. Unter ihnen sind
Antwerpener Kosmo- und Kartografen Abraham Ortelius (Oertel, 1527-98)
gewidmet, dessen Bildnis I lendrick um 1586 srach und mit dem er um 1591
in Kontakt stand.* Im 1612 postum veröffentlichten Gedicht Typus vite
die befliigelten und beflügelnden Triebe, das Streben und das Verlangen
(Appetentia), die mannigfach bebrillten Ansichten und Vorstellungen, die
humane ex Tabula Cebetis hatte Lipsius den Antwerpener Lombardschüler
Frans Floris (um 1516-70) aufgeforderr, sich an jener antiken Ekphrasis zu
gebildeten und doch uneinigen und voreingenommenen Meinungen
messen. Floris’ darauf anrwortende Tabula Ceberis — Carta vite wurde
schließlich von Galle 1561 als großer, zweitciliger Kupferstich publiziert, der
zu Goltzius’ Zeit in Amsterdam neu aufgelegt wurde. Aus diesem
niederländisch-Handrischen, bürgerlichen und humanistischen Milicu der
als auch mit einem krummen auf den Irrweg bringen können, als auch die
Begierden (Cupiditates, 'Exdivyia) und die aufgeputzien und verderblichen
zweiten
literarische,
vergessen die Wegweisung des Genius und sammeln sich hoffnungsvoll und
antiquarische und editorische Beschäftigung mit der Kebestafel einen
Höhepunkt erfuhr, entstand 1591/2 Goltzius’ Tabula Cebetis.*'
leichtgläubig um die ‘futile Glücksgötin (Fortuna, Toyy). Mit
geschlossenen Augen und mit verwachsenen Ohren, blind und taub, rast die
leichte Dirne auf einer nimmer ruhenden Steinkugel durch die Welt.
Bischöfe und Könige, Adlige, Händler, Soldaten, Handwerker und
Mirtellose, Frauen und Männer, Muslime und Christen — alle Welt liegt der
schönen Unbeständigen zu Füssen. Den einen wirft das gute Glück
Jahrhunderthilfte,
in
dem
die
künstlerische,
Fabula in Tabula
Golrzius Tabula Cebetis lädt zu einer dichten, paraphrasierenden
Beschreibung ein (Abb. 3). Der Icherzähler berichtet, dass er eines Tages,
im Tempel des Kronos spazierend, unter den vielen Votivgaben eine Tafel
(rıuaf) erblickte, die eine ritsclhafte Historie in drei konzentrischen Wallen
und darin zahlreiche weibliche Figuren darstellte. Über deren Bedeutung
(Opiniones, Ab£ar), die sowohl mit geradem Stock den rechten Weg weisen
Wollliiste (Voluprates, H8ova:).**
Die
meisten
Menschenkinder sind
unbedacht
(AzgoButAsuror),
unverdiente Ämter und Würden zu, Stand und Namen, Gold und
Lorbeeren, Nachwuchs und vieles Irdische mehr, den anderen reißt das
Unglück, ohne Wahl und Billigkeit, alles wieder aus den Armen. Auf der
einen Seite strecken die Glücklichen ihre Ilände nach der dahergewehten
Glückssträhne der kahl rasierten Gelegenheit aus, auf der anderen entreißt
das Mischgeschick den Menschen Geldbeutel und Wiirdezcichen und
hinterlässt hoffnungslose Bankrotteure, Schiffbrüchige und Gestrandete,
invalide, Siechende und Bettler,
Die Bereicherten und Beglückten geraten links im Bild jedoch umso
leichter in die Klauen der Laster. Die verschwenderisch aufgetakelte und
entwaftnend bauchpinselnde Schmeichclei (Assentario, Koñanara) blickt
ihrem Opfer tief
in die Augen, verspricht ihm ein unbeschwertes Leben in
stutzig, bar er einen alten Mann, der sich an die Erläuterungen des
fremdländischen, weisen Stifters des Gemäldes und des Tempels erinnerte,
der ein Anhänger des Pythagoras und des Parmenides gewesen sei, ihm das
Gemälde zu erklären. Bevor der Greis begann, sprach er eine Warnung an
den Wissbegierigen aus: Wie im Falle der thebanischen Sphinx, die dem
Ödipus das lebensgefährliche Rätsel über die menschliche Lebenszeit
aufgab, müssten diejenigen, welche den Sinn der Tafel verstünden, kluge
und selige Menschen werden, und hingegen die anderen, welche sic nicht
begriffen, unwissende und unglückliche - die Torheit sei den Menschen wie
die Sphinx. Der Alte nahm nun einen Stab und begann, die Allegorie zu
‘Axpaotx) die Zügel der Triebe lockert, zur voluminösen, dank Speis und
deuten.
Trank gar niche frierenden Wollust (Voluptas,, 'Aowta) im Evaskostiim.
Der Mauerkreis symbolisiert das menschliche Leben (8:09). Gencrationen von Kindern, mit alters- und geschlechtsspezifischem Gewand und
Spielzeug, entstehen im Vordergrund, im ‘vestibulum’ des Bildes, aus der
Sonnensegel und bei gekühltem Wein, an den concerts champétres und
Saus und Braus und zerrt ihn, während die unmäßige Aufruhr (Rebellio,
Nun kann sich der Verdorbene schmausend und schmusend, unterm
déjeuners sur l'herbe ergötzen.*
Erde und wachsen wie der Spross aus dem uralten Stamm eines Baumes.”
Weil aber der Wollust die Habgicr (Avaritia, 'Axknotix) im Nacken
Die Kinder, die ihre Zeit mir Spielen vertreiben, stehen für die ‘humana
exordia vite’, für den Menschen im Alter der Unschuld und
Ahnungslosigkeit. Ein hochbetagrer. langbärtiger Schutzgeist (Genius,
AϾpuv) mit Schriftrolle weist den Kindern den rechten Lebensweg.* Sie
sitzt, geht dem verlorenen Sohn — ‘fiol prodego’ heißt es in einer
gelangen jedoch alsbald zur hochmütigen, luxuriós gekleideten und
gefälschten Urkunden betrügen, Freunde ermorden, Reisende ausrauben
thronenden, durch einen schlauen Fuchs, ein Fangnerz und eine Mausefalle
gekennzeichneten irdischen Verführung (Seductio, ‘Ar&m). die einer
und erdolchen, Frauen vergewaltigen und schließlich Kirchen und Tempel
venezianischen Tabula Cebetis — bald das Geld aus und der von den Lastern
Unterjochte wird, um seine Lebensart aufrechtzuerhalten, wie man im
Hintergrund sehen kann, mit gekreuzten Fingern Meineid begehen und mit
pliindern.* Noch im ersten Ring des Lebens wird der Delinquent, mordend
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Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)hialienretse als Trgendureg
durch Odland strolchend, rechts im Bild von seinesgleichen bis zur dunklen
Höhle der rureschwingenden Vergeltung (Nemesis, Tworx) getrieben. Den
Wiistling erwarten die sich die Haare raufende Feigheit (Pusillanimitas,
OBvn), das traurige Häuflein Elend (Meror, Ann), der händeringende und
hässliche Jammer (Fiera, Obdvppoc) und dessen Schwester, die
Hoffnungslosigkeic (Desperatio, '\outa), die mit dem umgedrehten Anker
der Spes keinen Halt mehr bieten kann.* Deswegen wird der Lasterhafte in
die tiefe Grube der Unglückseligkeir gestoßen, in der er bis an scin
Lebensende darben muss, jenseits von ‘Phlegechon’, ‘Styx’ und ‘Kokytos’.
Denn das Leben ohne wahre Weisheit ist wie eine lange Haft vor der
Hinrichtung.
Es sei denn, er besinne sich auf sein Herz und beweise Alehentlich
Reue (Penitudo, Metàvora). So wird er eine neuc, vielleicht bessere Meinung
lichten Höhen der wahren Bildung verbirgt, und er trifft nun auf Kraft und
Vertrauen {Fortitudo und Fiducia, Vipooz xa: xgo8ix), die ihm Ruhe
schenken und ihm helfen, das letzte Stück zu bezwingen.
In einem schönen Hain erblicken die 'felices anima”, dank ihrer
‘inelyta virtus, nun das Ziel ihrer Lebensreise, die Stätte des Heils
(Domicilium Saluris, ebôapôves ouminewv), die erzenen, wie ‘Feuer’
glänzenden himmlischen “Tempel’, in denen Tugend und Seligkeit wohnen.
Vor dem Tor der dritten und letzten Schranke thront die wahre Bildung
(Syucera Eruditio, Kladel«) im schlichten Kleid und mittleren Alter, die nicht
wie Fortuna auf einer steinernen Kugel wankt, sondern fest auf einem
quadratischen Stein sitzt und den Ankémmling von seinen alten Lastern
gänzlich reinigt und heilt. Ihr stehen zwei "Töchter bei, Wahrheit (Veritas,
Abe) und
Überzeugung (Persuasio,
Me).
Die
wahre Bildung
vertreten (Opinio, A5Ëx) und von günstigeren Antrieben (Apperentia,
verabreicht dem Kranken einen kräftigen Purgiertrank, der aus ihm die
'Embino) bewegt werden. Diese begleiten ihn zurück in den ersten Ring, an
der Lebenspforte vorbei, und geben ihm eine zweite Chance. Auch diese
kann er als eventuell Beglückter in der ersten Lebensbahn, im Uhrzeigersinn
umherirrend, wieder verschenken und sich wieder ins Verderben stürzen —
oder aber sich in Begleitung der Meinungen und des Strebens auf den
rechten und steilen Weg des Heils und der wahren Bildung machen, der
zuvor genossenen Laster abführt, wie erwa Unwissenheit und Irrtum
durch den zweiten, inneren Kreis führt,
Doch hier erwartet den Menschen nicht die ehemals eingeborene,
sondern die akademisch lorbeergekrönte, geschminkte und falsche Bildung
oder Scheinweisheit (Fucata Eruditio, YWesdora:ösa), die vor dem engeren
und bescheideneren Tore des zweiten Rings ihr Buchwissen, nämlich eine
geflügelte Narrenschelle, zum Besten gibt. Der Scheinweisheit sind viele
ergeben, welche - angeführt von den bloßen Meinungen (Opiniones, A6&a:)
und beschlichen von den Lastern des ersten Kreises — die wahre Bildung auf
dem Berggipfel jenseits der Wolken nicht erblicken können und im zweiten
Kreis argumentierend stehen bleiben, Unter ihnen sind sowohl Liebhaber
der mathematischen Fächer, nämlich Arichmetiker (Arithimerici}, Geometer
(Geometra), Musiker (Musici), Astronomen und Astrologen (Astrologi), wie
auch Kenner der Sprache, nämlich Dialektiker (Dialectici), Rhetoriker
(Oratores),
Peripatetiker
(Peripatetich.
Epikurece
(Epicurel,
Literaturkritiker (Critic) und Dichter (Poere). Weil der Trunk der
Verführung immer noch wirkt, können die Freunde der freien Künste
weiterhin der Unbescheidenheit und anderen Lastern des ersten
Lebensabschnicts verfallen. Erst wenn der Mensch bereit ist, dem Streben
(Appetentia, Vrutspix) nach der wahren Bildung zu folgen, entledigt er sich
des Irrtums.
Der einsame, schmale, steile und steinige, wenig begangene und
gefährliche Weg zum scheinbar öden, unbewohnten, von Felsen
umgebenen Berg der wahren Bildung führt durch den zweiten Bereich oder
gar an ihm vorbei und schließlich durch ein noch schmaleres und
bescheideneres Tor, Weil es schließlich keinen gesicherten Weg zur wahren
Bildung gibt, müssen zwei verschwisterte Tugenden, Selbstbeherrschung
(Continentia, Vyrgsiex) und Geduld (Jolerantia, Kagtegia), dem
"anderer unter die Arme greifen und ihn zu sich hinaufziehen. So gelingt
es dem geläuterten Geist, die Wolkendecke zu durchdringen, welche die
(äkafoveux), Hoffahrt (éxttupia), Begierde (ixoana), Unbescheidenheit
(Öupög), Jähzorn und Geiz (giAxoyugız).
Nun gelangt der Wanderer zur Einsicht und Wissenschaft (Scientia,
‘Emorfpn) und zu deren züchtig gekleideten Schwestern, den Tugenden
(Aperti)
Tapferkeit
Auratooivy),
(Animositas,
Mäßigung
Avöge:x),
{Zemperantia,
Gerechtigkeit
Lugorim),
(Justicia,
Bescheidenheit
(Modestia, rat), Freigebigkeit (Liberalitas, "Tiheubeora), Sanftmur
(Mansuerudo, Vlgaórns), Redlichkeit (Kakozayalıa) und Enchaltsamkeit
(Eyxo&tew). Die Tugenden begleiten ihn schließlich in den dritten Kreis,
zu ihrer thronenden Mutter, dem Heil (Sales, 1S8oipovia), welche ihn auf
dem höchsten und innersten Punkt der Lebenskreise erwartet, In einem
lichten,
halb
klassischen
halb
romanischen
Tempel
mit
flacher
Tambourkuppel, mit Portikus und Ehrenhof zwischen zwei Flügeln und
zwei Kampanile, umarme die Salus den Ankómmling und zeichnet den
Scligen mit einer Siegeskrone aus.
Nachdem die Tugenden ihm vom Berg herab die Fortuna, die
umherirrenden Lasterhaften und die Schiffbrüchigen im Strom des Lebens
gezeigt haben, damit er erkenne, aus welchen moralischen Unticfen er
stammt, steigt der Gekrönte glücklich, frei und gegen jedes Laster und
Unglück gefeit hinab ins Jammertal dieser Welt, in welchem er nun Gut
und Bös zu unterscheiden und ehrenhaft zu leben weiß. Rechts im Bild
stoßen die Erleuchteten am Fuße des Berges jedoch auf die unglücklichen
Menschen, die sie einst waren und die von Schmach (Adokım),
Hoffnungslosigkeit (AGupia), Mühseligkeit (\5rat), Trübsal (OdSvat) und
Unwissenheit (Ayvorat) bedrängt und verfolge werden, weil sie von der
Bildung abgewichen sind, die Geduld nicht gefunden haben und vom
rechten Weg abgekommen sind. Sie werden daher wieder im ersten Bereich
von den Meinungen abgeholt wie die Fracht vom Schiffe, um dann wieder
zum Spielball der Fortuna und zum Opfer der Laster zu werden. Von da an
wird der Geläuterte in der Welt so sicher sein wie in der Krykischen Grotte
des Parnass, und die Menschen werden ihn so gerne aufnehmen wie die
Kranken den Arzt.
Auf die Frage des Erzählers, was der Genius den Kindern zu Anfang
der Fabel mitgeteilt habe, antwortet der Greis: Das, was die Menschen unter
Page 8
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Inslienreis els Tugendweg
dem Einfluss der Verführung mehr oder minder vergessen, seien Hoffnung
und Gutherzigkeit und vor allem, die Gaben und Leiden von Glück und
Unglück nicht als solche zu schätzen und zu beklagen, denn die zufälligen
Güter der Fortuna seien niemals sicher und beständig. Die Geschenke des
Glücks solle man als bloß geliehen berrachten und sich sogleich, ohne die
dient als vergegenwärtigendes und mnemotechnisches Mittel zur wahren
verlührerischen Laster zu beachten, auf den Weg zum einzig sicheren Gut
nützlich, der sie auf dem Tugendweg als noble Übung zu nutzen weiß. Die
machen, nämlich zur wahren Bildung aufbrechen, die lehre, was für das
Leben wirklich nützlich sei. Der Weg zur wahren Bildung gehe über die
bereits erkenninisbegierig im zweiten Kreis der freien Künste aufhalten und
Scheinweisheit der freien Künste, die sich selbst mehr nützten als der
“Tugend. Die falsche Bildung sei nicht notwendig und schon gar nicht
hinreichend für das Erreichen der Seligkeit, doch man dürfe sich auf dem
Tugendweg eine kurze Zeit bei ihnen aufhalten, um sich auf die
beschwerliche Wanderung vorzubereiten. Das Leben, der ‘Tod und die
irdischen Dinge seien nicht an sich gut oder an sich schlecht, sondern
sowohl als auch beziehungsweise gänzlich indifferent: Reichtum etwa sei
nur gut, wenn man ihn gut verwende und sich von ihm getrost trennen
könne, Es komme auf den Gebrauch der Dinge an, und der Mensch müsse
selbst, mit Hilfe der wahren Bildung, sein Schicksal meistern, um gue und
selig zu leben. Allein ihr Unwissen um Gur und Böse stürze sie ins Unglück.
Diese Lehre der Kebestafel solle man sich daher immer wieder
verinnerlichen, bis sie zur Gewohnheit geworden sei.
Artis chalcographicz symbolum
In der antiken Ekphrasis betont der erzählende Greis, wie gefährlich es sei,
die Bedeutung der Kebestafel nicht zu crkennen. Das Missverstehen der
Fabel kommt gewissermaßen der dargestellten schlechten Lebensführung
gleich, da das wahre Verständnis des Inhalts der Tafel, nämlich die Virtus,
durch diese nur in der Theorie gelehrt und schließlich allein durch erhische
Bildung und zur guten Lebensführung. Als Produkt der freien Künste, sei es
der Malerei, Dichtkunst oder Philosophie, ist die Tabula selbst geschminkte
und gemalte, das heißt scheinbare Weisheit. Sie ist daher weder notwendig
noch hinreichend, um das Heil zu erlangen, sondern nur demjenigen
Tabula dürften vor allem diejenigen betrachten und verstehen, die sich
die auf dem Weg zum Tugendberg Stärkung und Geduld suchen. Das
figurenreiche und auf den ersten Blick enigmatische Gemälde ist voll der
sinnlichen Gefahren und visuellen Irrwege und entschlüsselt sich nur dem
bereits Wissenden oder dem Unwissenden dank der Belehrung durch einen
Bewanderten. Dic Entschlüsselung des Bildes selbst erweist sich als das
halbe Lernen. Die Tabula ist nicht wahre Bildung und keine oflenbarte
Weisheit, sondern eine bildhafte Erinnerungsstütze und Wegleirung durch
das gefahrenvolle Leben — den Weg muss der Einzelne selbst gehen.
Goltzius verbildlichte Tabula Cebetis, vor der man ebenso rätseln soll
wie vor der ekphrastischen Kebestafel, stellt in Bezug auf den Text und auf
das fiktive Gemälde eine parallele Sinnebene dar: Die Betrachter, Boom,
seine Zeit-, Standesgenossen und wir, nehmen dic Rolle der unterrichteten
und dann berichtenden Kunstfigur Kebes ein; der Humanist Est fungiert
mit seinen Versen als erklärender Greis und stellt nebenbei die
Dauerhaftigkeit und Klarheit von Wort und Schrift und diejenige der
Malerei miteinander in Konkurrenz;* Goltzius als ¿nventor und Interpret
des Bildes vergleicht sich schließlich sowohl mit dem Maler der fiktiven
Tafel, mit dem Dichter der Kebe:tafel, wie auch mit dem weisen Stifter des
Votivbildes. Diese Parallelen verweisen auf die didaktische Funktion des
Kupferstiches, der als Druckgratik (chalcographia) eine ähnlich öffentliche
Wirksamkeit und Diffusionskraft besitzt wie das Schreiben (oy&Zeıv) oder
Praxis realisiert werden kann. Der dozierende Greis der Kebestafel nimmt die
wie das Exvoto, das in der Vorhalle jenes Tempels ausgestellt ist, der dem
Rolle des Genius im Bild ein, der die jungen Seelen indoktriniert.# Der
und
Kronos beziehungsweise Saturn, dem Vater der genialen und
schwermiitigen Planetenkinder, geweihr ist.” Die Illustration der antiken
Ekphrasis erlaubt es dem scu/pror, das erdichtete Gemälde trotz des
skulpturalen Farbverzichts in didaktischer Hinsicht zu übertreffen.
Goltzius’ Kupferstich unterscheidet sich zwar von jenen zwei großen
Reminiszenz der Doktrin des Genius, nämlich als die Weisheit, die wir bei
venezianischen Holzschnitien der Tabula Ceberis von 1549 und 1560/70,
der Geburt erhalten, die wir dann vergessen und derer wir uns schließlich zu
erinnern haben, wenn wir das Glück erreichen wollen. So wie der fiktive
Maler der Tatel gibt auch der Autor der Kebestafel vor, die Wahrheit
darzustellen, die er im Gedächtnis des Lesers als proleptisch angelegt zu sein
insofern als er die architetti, scultori und pittori nicht in den zweiten
lernende Erzähler, Kebes, ist hingegen mit den Menschenkindern zu
vergleichen, welche vom Genius bei ihrer Geburt unterrichtet wurden und
doch in der Regel dessen Mahnungen zu ihrem Schaden wieder vergessen.
Die
Tabula
erscheint
als
cine
allegorische
Vergegenwärtigung
vorgibt. Die Sprache der Allegorie drückt das Allgemeinmenschliche in
Bildern aus, die, wie die antike Rhetorik lehrt, sich dem Gedächtnis besser
einprägen.“ Die Funktion der Kebestafel ist daher, als geistige Landkarte
Lebenskreis der falschen Bildung und freien Künste einschließt, um die
bildliche Aussagekraft der gestochenen Ekphrasis nicht explizic als pictura
vana zu schwächen.‘ Das Blatt, cine Art Sinnbild der Kupferstecherkunst
(‘artis chalcographicæ symbolum’), wirbt dennoch für die Kunst, insofern
sie die Kunst trotz ihrer Eitelkeit implizit als ein erzicherisches Mittel zum
dem Menschen zur Orientierung zu dienen und ihn an den Tugendweg zu
Lebensglück ausgibt.
Der Fingerhut
erinnern, bis ihm die Sittlichkeit zur zweiten Natur geworden ist. Es handelt
Federzeichnung studiert hat (Abb. 6) und der prominent auf der ersten
sich,
Umschließungsmauer
wie
Est
in
der
Inschrift
kommentiert,
um
ein
Mahnund
(fingerhoedkruid),
den
Goltzius
1592
in
einer
Als Text und als ein fiktives, verschollenes oder rekonstruiertes Bild
blüht,
kann zudem als ein Symbol der
Kupferstecherkunst verstanden werden: Weil Goltzius scine verwachsene
und doch herkulisch arbeitende, gelchrte und gewandte, gottbegnadete
hat die Tabula, so wie jedes andere irdische Gut, keinen Figenwert, sondern
Zeichnerhand, seine ‘nicht unedle Hand’, wie Est in der Bildlegende
Erinnerungsbild (‘monumentum’).#
Page 9
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)schreibt,
Inlienverse als Tugendurg
wiederholt
zum
persönlichen
Erkennungszeichen
und
107
zum
Symbol seines Stils (maniera. handelinghe) erhob, verweist die Digitalis
einerseits auf Goltzius’ handwerkliches Fingerspitzengefühl: andererseits
erinnert sie als Anaphrodisiakum an den Zweck des Bildes, nämlich daran,
Trieb und Wolllust zu zügeln.‘
Amici certi in re incerta
In der Menschentraube um die zentrale Fortuna (Abb. 7), die sich auf
Jan Harmensz. Mullers (1571-1628) Kupferstich nach der Fortuna von
Goltzius Freund Cornelis Cornelisz. (1562-1638) von 1590 beruft, sind
mehrere
porträtierre
Künstler
zu
erkennen,
die
sich,
nicht
ohne
Selbstironie, cher mit der sündhaften Sinnlichkeit im Vordergrund als mit
der tugendhaften Vergeistigung im Hintergrund des Bildes identifizieren.
Mathams Porträt ist bereits in jenem jungen, prominenten Mann mit
breirkrempigen Hur und Halskrause identifizieren worden, welcher in der
linken Hand eine Münze und in der rechten einen gefüllten Geldbeutel
hält.“ Grundlage dafür war Goltzius’ eigenhändiges, 1592 datiertes Bildnis
seines Stiefsohnes und Mitarbeiters (Abb. 8), welcher die Tabula Cebesis
1592, vor seiner eigenen Abreise nach Italien Anfang 1593, ausfiihrtc.*
Weitere Künstlerporträts lassen sich jedoch ausfindig machen.
Der Herr im Profil mit kurzem Bart und Halskrause, der sich rechts
mit ausgestreckter Hand der Fortuna nähert, dürfte mit Hendrick Goltzius
zu identifizieren sein. wie sein Selbstporträt aus der Zeit seiner Iralienreisc
nahe legt (Abb. 9).” Beim Mann mit hohem, breitekrempigem Hur,
gelockten Haaren und dünnem Bart am spitzen Kinn, den die gefliigelee
Personifikation der Appetentia zur Fortuna führt und der einem der
‘vagabondi’ im venezianischen Holzschnitt von 1560/70 entspricht, handelt
es sich um Goltzius’ Mitarbeiter und Drucker Gillis van Breen {um
1560-nach 1602), welchen der Meister mehrmals, zuletzt 1592, porträtierte.*
Als Vorlage diente hier eine eigenhiindige, 1588 datierte Porträrzeichnung
(Abb. 10), die Goltzius auch als Helldunkelholzschnitt in Umlauf brachte.‘
Selbst für die aszendierende Reihe von Kindern mit alters- und
geschlechtsspezifischem Gewand und Spielzeug im Vordergrund der Tabula
Cebetis hat Goltzius, wie im Falle des Jungen mit dem Windrad.
einfühlsame Studien geschaffen (Abb. 11).* Unter den Kindern könnte sich
der junge Frederick de Vries (f 1613) tummeln, den Golrzius just aus
Venedig zu sich nach Haarlem in die Lehre genommen hatte und 1597
Tugendhelden zu identifizieren, der jene goldenen Hesperidenäpfel hält,
welche ewiges Leben im Ruhme schenken. Im Stich des Herkules Farnese
treten Macham und van Breen als bewundernde Augenzeugen auf, obwohl
sic den Meister nicht nach Rom begleitet harten. In der Tat berrachten sie
unmittelbar nach Goltzius Rückkehr in Haarlem.* Darin lassen sich Jacob
im Stich die Vorderseite des Herkules, die nicht abgebildet ist, Sie bezeugen
durch ihre damalige Abwesenheit, dass Goltzius' Zeichnungen und Stiche
die antiken und modernen Werke Roms so präzise und lebhaft wiedergeben,
als ob man sic, auf einer virtuellen Romreise, selbst vor Ort sähe.
Der Mann mit faltigem Gesicht und tiefem Schnurrbart zu Golrzius
Matham mit längeren Haaren und Gillis van Breen vermuten." Das
rechter Hand könnte den ‘discipulus Golzi’, fan Pietersz. Sacnredam
Doppelbildnis war für den Kupferstich des Herkudes Farnese geplant (Abb.
(1565-1607), darstellen, dessen Profil einem Porträt Picter Holsteijns (um
portratierte.” Weil das skizzierte Jungenbildnis für die
Tabula Cebetis
bestimmt war, ist es wahrscheinlich. dass das Doppelbildnis auf der
Vorderseite (Abb.
12)
zur selben
Zeit
entstand,
das
heißt
ebenfalls
13), der also ebenfalls um 1592 zu datieren ist, aber erst 1617 postum verlegt
1580/90-1662) entnommen werden kann (Abb. 14). Der junge Mann mit
werden konnte.“ Den Herkules Victor hatte Goltzius in Rom eingehend
charakteristisch geschwollenen Augenlidern, rechts von Goltzius, dürfte
studiere: Als ruhender Held stellt er zwar den kopierenden Künstler in
ebenfalls aus seiner Entourage stammen, zumal er ihn 1593 bärtig und im
seinen Schatten, doch scheint sich Goltzius auf dem siegreichen Höhepunkt
Pelzmantel porträtiert har (Abb. 15). Berrachter man die Gruppe der
seiner beschwerlichen und gefahrvollen Italienreise mit dem mythischen
dokumentierten Goltziusschüler, handelt es sich vermutlich hierbei weder
Ausschnitt aus Abb. 3.
Page 10
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)halienreise abs Tugenduseg
——
Pr
109
—_
e
nn
12
10
1591/92,
Breens (gespiegelt), um 1588,
(gespiegelter Ausschnitt), 1592,
Hendrick Goltzius, Bildnis Jacob Mathams
und Gillis van Breens? (gespiegelter
Kreidezeichnung. Stockholm,
Kreidereichning, Frankfurt, Städelsches
Met.llstiftzeichnung, Amsterdam, Historisch
Ausschsitt), 1592,
Nationalmuseum. inv. 1867/1863 (Reznicek,
Kunsrinistiqut, inv, 807 (Reznicck, op. cis.
Museum . inv. 1863, nr. 69 (Reznicek, op. ott
Hendrick Goltzius, Bildnis Gillis van
Hendrick Goltzius, Bildnis eines Jungen
op. cit. Lu. 1), K 255).
tn) K 388 v),
Meraltstifrzeichnung. Amsterdam, Historisch
Museum, inv. 1863, 05. 69 (Rernicck, ap, es.
tu. 1). K 488 1).
um Jaques de Gheyn (1565-1629), der dem Vortratierten unähnlich war und
von ‘amici virtuosi’, wie später Giovanni Baglione (um 1573-1644) schricb,
spätestens 1591 Goltzius’ Werkstatt gen Amsterdam verlicfí, noch um Jan
zum Zwecke der Künstlernobilitierung zu drucken.” Die Tabula Cebetis ist
auf Grund dieser Indizien durchaus als biografisch zu verstehen, als cine
Selbstrepräsentation von Goltzius, Matham und der Werkstatt, wie auch als
eine Allusion auf die Italienreise und deren Akteure. Dass die Tabula zum
persönlichen Ruhm der Künstlergruppe beitragen sollte. verrät jener Schild,
den Fortuna dem Hauptdarsteller, dem Stecher Matham, zuwirft und auf
dem eine Posaune, Ohren und Augen dargestellt sind (Abb. 7): Die
Gemälde und Bilder (sbhilderijen). nicht nur die reprodukrionsgrafische
Ausbeute von Goltzius’ lralienreise, sondern auch der vorliegende
spektakuläre Kupferstich, sollen sich in der Welt verbreiten und der
Harmensz. Muller, der um 1592 nicht in Goltzius’ Werkstaut dokumentiert
ist, wohingegen das Antlitz des Schülers Pieter de Jode (1570-1634) nicht
überliefert zu sein scheint.**
Von Goltzius’ Mitreisendem, Jan Matthysz. Ban {* nach 1626), ist
zwar kein Bildnis bekannt, doch für den Bierbrauer, Goldschmied und
Kunstsammler sprechen sowohl der schwere Pelzmantel, der sich eines
wohlhabenden Brauers ziemt, als auch das eingefasste Juwel am Halsband,
das ihn als Juwelier auszeichnen dürfte.“ Ban muss ein anerkannter
Kunstpatron gewesen sein, gab er doch Goltzius, nachdem er ihn zurück
nach Haarlem begleitet hatte, ein großes Gemälde mit der mystischen
Vermählung der Intellektuellenpacronin Katharina in Auftrag, und van
Mander dedizierte Goltzius’ Reisekompagnon 1604 sogar das Schilderboeck. Sollte cs sich um Ban handeln, dürfte der zweite Reisebegleiter, der
Goltziuswerkstatt Ruhm bringen.
Memoria mirabiliorum
Exkursionen eingeholt hatte, nicht weit sein. Jencr lumpig gekleidere, im
Gegenlicht schlecht erkennbare Mann, der sich mit Geldbeuteln davon
macht, könnte van Winghe darstellen, wenn man ihn mit Goltzius’
Matham stach die Tabula Cebetis 1592 (Abb. 3), unmittelbar nach Goltzius
Rückkehr von der ftalienreise von 1590/1. Goltzius arbeitete nicht nur
Künstlerporträts, sondern auch einige seiner Reiseeindrücke, vor allem die
Erinnerung an antike und moderne Skulpturen Italiens, in die Stichvorlage
ein und wurde so dem Spruch ‘Roma doma’, unter welchen Lampsonius
postumem Freundschaftsbildnis von 1592 vergleichen will (Abb, 16).
Goltzius' Italicnreise stellte, gerecht.” Die Figur des greisen Genius zitiert
Antiquar Philips van Winghe (1560-92), der im September 1592 in Florenz
an der Malaria verstarb, die er sich vielleicht auf den gemeinsamen
Dieses Gruppenportriit der erfolgreichen Werkstatt und der Freunde
des Meisters ist im Rahmen von Goltzius’ großer früher Porträtprodukrion
zu sehen wie auch jener bedeutenden Künstlerbildnisse, die er, zusammen
Michelangelo Buonarrotis (1474-1564) Moses von 1513/6, den Golezius in
Rom studierte.” Damit leistete er eine Hommage an Michelangelo, als
auf seiner
dessen niederländisches Alter Ego er galt, wie es sein Freund und Biograf
van Mander in den Viren von 1603/4 propagierte.* Überhaupt dürfte
Italicnreise 1590/1 zeichnete, um — wie vor ihm l.ampsonius — eine Galerie
Goltzius’ Idee. Michelangelos Moses zu zeichnen, 1572 Raffaello Santis
mic
Reproduktionen
antiker
moderner
Kunstwerke,
Page 11
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)lulienreñe als Tugendiecy
13
Hendrick Goltzius, Herkules Farnese, 1592
begonnen, 1617 publiziers,
Kupferstich {Struuss, op. ct (net, vol, 2,
fig. 312).
Quim rider, Lan.sea
tut,
Li
ram e gt, x Jasn heat. dessu
Bungee er SP men ter suda gato: LUN
San
14
lb)
Jacob Matham nach Hendrick Goltzius,
Bildnis Philip van Winghes, 1592,
Kupferstich (Rijksmuseum Amsterdam
Hendrick Goltzius, Bildnis Jan Matthysz.
Bans? (gespicgelt), 1593,
Metallstifereichnung, Milan Hebald
RP-P. O#-55.258).
tReanicek. ap. cis, En. 13, K 148).
247, fig. 405)
Pieter Holsteijn, Bildnis Jan Saenredams,
1602,
seiner Kunst machte, angesprochen haben, zumal Vasari im Moses cine
Verwandlung der Bildhauerei in Malerei und im esa Rallaels
michclangeleske Stilwende hin zum Skulpruralen erkennen wollte.”
Des Weiteren erinnert das Lebenstor der Tabula Crberis, im Stil einer
römischen Ruine gestaltet, an cin rustikales coskanisches Gartenportal in
der Art Sebastiano Serlios (1475-1554), das den Weg in die Reiselandschaft
öffnen.” Dic Fortuna lässı an eine Bronzestatuerte des Götterboten Hermes
denken, wie sie Goltzius’ Freund Giambologna (Jean Boulogne, 1529-1608),
den er in Florenz 1591 konterfeite, in mehreren Versionen schuf, wie auch an
Statuercen von Johann Gregor von der Schardt (um 1530-um 1581) und
Adriaen de Vries (um 1546-1626). Der zügellose Raffgierige, der sich im
Vordergrund mit mehreren Geldbeuteln aus dem Staub macht (Abb. 7), ist
(1483-1520) Jesajır von 1612 zu stechen und einige Wandmalercien Polidoro
eine moralisch humorvolle Umkehrung von einem der beiden nackten und
daher für genügsame Philosophen gehaltenen Rossebiindiger des
Quirinalhiigels, jene Pupazzi di Monte Cavallo, welche Goltzius nach ihrer
Versetzung und Restaurierung zeichnete, und daher vielleicht auch eine
Caldara da Caravaggios (um 1499-1543) ‘fiir Anfänger zu kopieren und zu
Allusion auf den hier eventuell portritierten Humanisten van Winghe.”
vervielfälrigen, auf den freundschaftlichen Einfluss Federico Zuccaros
zurückzuführen sein.” Zuccaro, den Goltzius in Rom porträtierte, folgte
Der Leiermann, eine Art Antipode zum Bild des wohlhabenden und
ruhmreichen Künstlers, imitiert eine dazumal in der römischen Villa
dem Urteil Vasaris undinszenierte eben diese ersten beiden Werke und das
Medici des Pincio aufgestellte antike Skulptur, die unter dem Spitznamen
Schaffen Polidoros als nachahmungswerte Meisterstücke der Kunstgeschichte
Meister in der Künstlerausbildung zu werben.“ Die beiden Werke
Michelangelos und Raffaels dürften den Reproduktionsgrafiker Goltzius,
L'Arrotino (Der Schleifer) bekannt war. Der Handwerker mit Mütze, der das
Haupt verdreht, während ihm die unbeständige Fortuna die Geldbeutel
wieder zu entwenden sucht, erinnert entlernt an die von Goltzius studierte
sprechende Skulptur, den römischen froniker Pasquino,“ Der Schiffbrüchige
der seine berühmten medialen Verwandlungskünste auch zum ‘Thema
auf dem Stoffballen lässt an die römischen Flussgörter Aff und Fiber denken,
in Deckengemälden seines Künstlerhauses, um für das Kopieren alter
Kupferstich (Hallstein, ap. cit Us, 65), vol, ss,
Page 12
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)tralionrcise als Vogendiorg
denen Goltzius seine Aufmerksamkeit schenkte.” In einem seiner
berüchtigten Verkleidungs- und Verwandlungsscherze (hoerderijen)
verballhornt und verstiimmelt der Stecher (scu/pror) Goltzius, als sei er ein
Bildhauer, schließlich in jenem Krüppel mit dem elenden Blick des Laokoon
den fragmentarischen Torso Belvedere. die er beide gezeichnet hatte."
Diese parodistische, die eigene Antikensehnsucht ironisierende
Zitatsammlung alter und moderner Plastik will nicht nur andeuten, dass
Produktion und Erhaltung von Kunst gestern wie heute auch vom Zufall,
also von der Fortuna, abhängt, zumal gerade unter Papst Sixtus V. (Felice
Peretti, 1521-85-90) die Antiken unter Roms urbanistischer Erneuerung
gelitten hatten, sondern sie will auch an eines der intellektuellen und
ökonomischen Ziele von Goltzius’ lralienreise erinnern, repräsentative
römische Kunstwerke als Kupferstichserie für den internationalen Markt zu
reproduzieren.“ In den grafischen Einzelstudien und Reproduktionen wird
der Paragone zwischen Skulptur und Malerei beziehungsweise
Kupferstecherei, wie auch zwischen moderni und antichi, ausgefochten, so
wie in Goltzius’ programmatischem Stich Pygmalion und Galatea von 1593.4
Auch Matham wird zwei Jahre später in Rom, ganz in den Fußstapfen des
Stiefvaters, sich zu seiner Liebe zur antiken Bildhauerei bekennen und in
einer Zeichnung den Skulpteur Pygmalion darstellen, der inmitten antiker
Torsi Galatea aus dem Stein schlägt und dem Stecher (sculpror) als
mythisches Vorbild für sein Streben dient, quasi lebhafte Reproduktionen
von Skulpturen nae rleven zu schaffen und die Antike wieder zu beleben.®
Hendrick im Glück
Weil Goltzius sich und seine Werkstatt in der Tabula Cebetis als Günstlinge
und Opfer der Fortuna verewigt har (Abb. 7), liegt eine biografische
Interpretation des Kupferstichs nahe. Diese muss auf van Manders Her leven
van Hendrick Goltzius zurückgreifen, das das Kernstück des Schilder-boeck
von 1603/4 bildet.* Weil die Vita wahrscheinlich unter Federführung des
befreundeten Golrzius entstand, können Biografie und Oeuvre als parallele,
sich gegenseitig erhellende und bestätigende Phänomene der tropischen
Selbstdarstellung und -stilisierung des Künstlers betrachrer werden, welche
die historische Realität allerdings nur als Gestaltungsmaterial in
durch.” In seinen frühen Zwanzigern begann Goltzius, wie van Mander
berichtet, über das Leben und das Schicksal (gheleghenheyt) nachzusinnen,
und in den späten 1580er Jahren überkam ihn, trorz seines beruflichen
Erfolgs, cine solche Schwermut (swaermoedichtheyt), dass er erkrankte und
erwa drei Jahre lang Blur spuckte, also wohl an einer offenen
Lungencuberkulose licr.®° Die Krankheit wollte sich von keinem Arzt heilen
lassen, und weitere Schicksalsschläge vertieften seine Melancholie.
Vermutlich trug auch seine Kinderlosigkeit dazu bei, die jedoch traditionell
der Frau angekreidet wurde und auf welche die Fortuna der Tabula
hinzuweisen scheint, die Ungeborene in den Schoss junger Frauen wirft.
Als er erkannte, dass sein Leben nur noch an einem seidenen Faden
hing und die Ärzte ihm keine falschen Hoffnungen mehr machten,
entschied er, trotz seiner Schwäche, nach Italien aufzubrechen, um dort
Heilung zu finden oder zumindest die schönen Kunstwerke zu bewundern,
bevor er stürbe, denn die ersehnte und schon lange geplante Bildungsreise
und Wanderschaft war ihm wegen seiner verfrühten Ehe und anderer
Missgeschicke verwehrt geblieben.” “Zwischen der kliffenden Skylla und
der reißenden Charybdis’, wie Est in der Bildlegende schreibt, erschien ihm
die Italienreise als ein aut-aue um Leben und Tod, als eine Gabelung
zwischen der via vite und der via mortis. leiblich wie geistig.” Darauf
deuten die beiden großen Personifikationen im Rahmen der Tabıla Ceberis
hin: links die Vita mit dem guten Feuer der Lebensflamme, und rechts die
Mors mit dem ‘Totenschädel und dem schlechten, verzehrenden Feuer
Flammen, beide je im Kreis der Ewigkeit.” Die Personifikationen von
Leben und Tod sind so in die Bildrahmung eingefügt, dass sic plastischer
und realer erscheinen als die allegorische Szenerie, dic als cin Bild im Bild,
als die im Kupferstich replizierte Tabula, als die neu gemalte Kebestafel im
‘Tempel des Kronos, des Zeitgottes, erscheinen soll: Sub specie eternitatis ist
die Tafel als Kunstwerk nichtig, allein die Frage nach Tod und Leben, die sie
motiviert und die sie zu stellen hilft, ist real und von Belang.
Ende Oktober 1590 machte Goltzius sich mic einem Diener auf den
Weg und ließ seinen Sticfsohn, seine Schüler und seinen Drucker, Gillis van
Breen, in der Haarlemer Werkstatt zurück." Die Schiffreise von Amsterdam
nach Hamburg, um von dort aus nach Italien weiterzusegeln, wurde jah von
einem Sturm unterbrochen, so dass sie zu Fuß durch das winterliche
Erscheinung treten lassen.
Deutschland wandern mussten. Die Schiffbriichigen, welche in der Tabula
Was die Fortuna betrifft, so stand nach van Mander das Leben
Golrzius' unter dem schlechten Einfluss der Schicksalsgéttin, ganz
besonders seine Italienreise von 1690/1, die im Zentrum nicht nur der Vita,
sondern des ganzen Schilder-boeck steht, um die translatio des guten Stils
von Italien in den Norden zu kennzeichnen." Da Fortuna ebenfalls die
Tabula Cebetis dominiert, kann der Kupferstich vor der Folie der Italienreise
gelesen werden. Unter den vielen Missgeschicken hebt van Mander in
Goltzius’ Biografie hervor, dass dieser sich als lebhaftes Kleinkind beide
Hände an glühenden Kohlen verbrannt habe, deren rechte, schlecht geheilt,
sich zeitlebens kaum mehr öffnen ließ.* Doch serzre sich in Goltzius die
natürliche zeichnerische Begabung und der Genius der fnvention, begleitet
von den "Tugenden Geduld und Unverdrossenheit, Schaffenslust und
Freiheitsliebe, gegen die widrigen Umstände und seinen schlechten Stern
Cebetis dem Unglück zum Opfer gefallen sind, verweisen nicht nur auf die
übliche maritime Ikonografie von Occasio und Fortuna, sondern ebenfalls
auf die Havarie, der Goltzius’ knapp entgangen war.”
Bereits auf der eindrucksvollen, abwechslungsreichen und heireren
Hinreise begann Goltzius zu gesunden. Am 10. Januar 1591 erreichte er
endlich, über Venedig, Bologna und Florenz, das ersehnte Rom. Dort
erwarteten ihn jedoch katastrophale Zustände: grassierendes Banditentum,
bittere Hungersnot, drückende Inflation und eine tödliche Epidemie, so
dass er Tausende in kurzer Zeit hinscheiden sah.% Zudem rafften Alter und
Krankheit eine Reihe von Päpsten dahin: Sixtus V. war im August des
Vorjahres verstorben, sein Nachfolger Urban VII. (Giovanni Barrista
Castagna, 1521-90) starb bereits im September an Malaria, Gregor XIV.
(Niccolé Sfondrato,
1535-91) verschied
Oktober und der kranke
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Innozenz IX. (Giovanni Antonio Facchinetti, 1519-91) im Dezember 1591.
Avaritia, Rebellio und die Verbrecher links in der Tabula Ceberis erinnern an
die römischen Zustände jener Zeit, als Fortuna ihr Unwesen trieb.
Siechende, Sterbende und Kadaver lagen in den Strassen und auf den
Plätzen Roms, doch nahm Goltzius die neuere Kunst mit solchem
Enthusiasmus wahr und zeichnete so Nleißig nach den wichtigsten Antiken,
dass scin Geist seinen Körper verlassen zu haben schien und ihn der
Leichengestank nicht vom fleißigen Kopieren abhalten konnte, wie van
Mander vermerkt. Die hinfälligen Opfer der Fortuna in der Tabula Ceberis
kommemorieren Goltzius’ lebensgefährlichen Romaufenthalt, den er nicht
auBerordentlichen
seiner
dank
sondern
unbeschadet,
nur
Kunstbegeisterung und ekstarischen Arbeitsfreude auch als cugendvoller
Arbeitsheld über das missgünstige Schicksal hinter sich brachte.
Rückblickend erscheint dic Tabula Cebetis, die unmittelbar auf die
Italienreise folgte, so wie die ckphrastische Kebestafel im Kronostempel, als
ein Votivbild für eine Reise zwischen Leben und Tod, jener Gottheit
gewidmet, welche im Latium das Goldene Zeitalter einführte, und als eine
Geliibdestiftung für die Heilung von saturnischer Melancholie.”
Ende April unternahm Goltzius mit zwei Freunden, die er in der
Ewigen Stadt kennen gelernt hatte, eine Studienreise nach Neapel, wo
Goltzius die Wunder der Kunst, unter anderen einen jugendlichen
sitzenden Herkules, und die Wunder der Natur in Pozzuoli besichtigte (‘te
Puzziola de vremdicheden in der Naruere'). Es begleiteten ihn der adlige
Brüsseler Antiquar van Winghe, der erwa mit Cesare Baronio (1538-1607),
Alphonsus Ciaconius (Alfonso Chacón, um 1540-1599) und Otto van Veen
(1556-1629) bekannt war, und der Haarlemer Romkenner Ban.” Weil im
Allerdings sind Goltzius’ Maskeraden, Versteckspiele und chamileontischen Verwandlungskiinste als cin gemeinsames Merkmal von Werk und
Leben bei van Mander angedeutet und von der Forschung thematisiert
worden, vor allem in Bezug auf dic sechs gefeierten Meestersrukjes aus der
Zeit nach der Italienreise, die dic alten Meister der Kupferstecherei durch
emulatio in sich aufheben.” Auf Grund seiner Begabung in
selbsrverbergender imitatio und im handelingh der Stile verglich ihn van
Mander mit Proteus und Vertumnus, deren Meramorphosen dazu dienten,
sich sowohl von anderen zu entziehen als auch andere zu verführen.!°' Ersı
auf der Via Appia nach Neapel deckte Goltzius seine Identität auf. Während
Ban ihn sogleich wieder erkannte, wollte van Winghe bis Terracina seinen
Augen nicht trauen und nicht von Golrzius liederlicher Kleidung absehen,
obwohl er ihn seit Monaten kennen zu lernen wünschte und sogar Briefe bei
sich harte, in denen Ortelius ihm mitteilte, der Künstler mit der
verwachsenen Hand befinde sich zur Zeit in Italien, Als Goltzius ihm
schließlich seine verkrümmte Hand und sein Schnupftuch zeigte, das mit
seinem Monogramm HG verziert war, ließ sich van Winghe eines Besseren
belehren.'” Sollee es sich beim von den apperentia und opiniones verführten
Banditen, hinter welchen Goltzius seine rechte Hand vorstreckt, um ein
verkapptes Porträt van Winghes handeln, wäre damit auf jene zencrale
Anekdote der Italienreise alludiert, die wie die Kebestafel \ehre, dass
materieller Reichtum für die eigene geistige Armut blind macht.
Goltzius aufdem Rückweg nackte, rudernde Sklaven studieren wollte,
schifften sie sich auf eine päpstliche Galecre ein, die jedoch — wiederum
unter dem Einfluss der Fortuna — von heftigen Winden in Gaera zu landen
gezwungen wurde, so dass sie zu Fuß nach Rom pilgern mussten. Am
Kirchenstaat und gerade in Kampanien Banditen das Reisen äußerst
dricten August verließ Goltzius, von der Künstlerschaft gefeiert, mir
gefährlich machten, verkleideten sich Goltzius und seine zwei Kumpanen
Antikennachzeichnungen, Kopien und Künsderporträts unter dem Arm,
die Heilige Stadt und kehrte zusammen mit Ban, der sich in weiteren
boerderijen als Goltzius ausgab und wie ein Hauptdarsteller uns aus der
Tabula Cebesis anblickt, über Bologna, Venedig, Trient und München in
Haarlem heil, gesund und erheitert ein. Und doch: Nur wenige Zeit nach
seiner Rückkehr brach seine melancholische Schwindsucht wieder aus,
gegen die er sich mit Ziegen- und Frauenmilch kurierte."
auf ihrem Weg nach Neapel in liederlicher Kluft selbst als Straßenräuber.
jener verlorterte, mit einem Dolch bewaffnete und einen breitkrempigen
Hut tragende Mann ohne Beinkleider und Schuhe, der sich im
Vordergrund des Stiches mit Geldsäcken davon macht (Abb. 7), stellt einen
solchen kampanischen vagabondo dar, dem Goltzius mit weiser Vorsicht
und dank seiner rirtus imitationis aus dem Weg ging.'®
Wie van Mander in mehreren Anekdoten schildert, war Goltzius
inkognito unter dem Namen ‘Hendrick van Bracht', der allein auf seinen
Geburtsort Bracht alludierte, nach Rom gereist, Dass er auf der Hinreise ‘in
itinere dissimulato’ blieb und so seine Gastgeber düpierte, wie Lampsonius
1591 Lipsius berichtete, dürfte nicht nur an einer spaßigen, an Apelles
erinnernde Neugier auf das wahre Kunsrurtcil seiner Kollegen gelegen
Bild der Stoa
Die philosophisch eklektische Kebestafel, die man sich in der Stoa poikile,
der bebilderten 'Tempelvorhalle der Athener Agora, vorstellen soll kann,
weist auch inhaltlich stoische Elemente auf: Die anticpikureische Abtötung
haben — so über seinen Großen Herkules, als er den Hofkupferstecher Johann
der Affekte und Triebe (appetentia, cupiditates, voluprates), die je nach Zu fall
Sadeler (1550-1600) in München als Käsehändler getarnt besuchte -,
sondern es dürften ihn vermurlich auch handfeste Gründe dazu bewogen
Weisheit und Wahrheit (syrcera eruditio, scientia, veritas) stare nach Wissen
haben: wie ein deutscher Bauer gekleider (‘Hooghduytsch vercleedt’)
konnte er unerkannt und ungestört als ‘Todesco’ und wie ein Lehrjunge
dem Antikenstudium nachgehen, sich einen unbecinflussten Begriff vom
internationalen deuckgrafischen Markt in Rom machen, ungenierte Kritik
an seinen Werken sammeln und sein eigenes Antiken- und Porträtprojekt
vor Konkurrenz schützen."
(fortuna) nur scheinbares Glück und Leid bringen, das Streben nach
und Meinen (fucara eruditio, opinio), das Erlernen von Indifferenz und
Apathie gegenüber allem Irdischen und Sinnlichen, die Suche nach dem
wahren Glück und Heil (sa/us) in der Tugend (virtus) als wahrer Medizin,
sind Merkmale der Stoa, die sich sowohl in der antiken Kebestufel wie auch
in Goltzius’ Stich wieder finden lassen.
Es erstaunt daher nicht, dass Lipsius, der wichtigste niederländische
Page 14
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Vertreter der Neustoa, die als Krisenphilosophie besonders während der
Glaubensspaltung und des niederländischen Freiheitskampfes eine
Renaissance erlebte, sich eingehend mit der Kebestafel und deren bildlicher
Umsetzung befasste." Nicht nur das 1587 gestochene Porträr des Lipsius mit einem SchoBhund vielleicht als Symbol cines salonfähigen Kynismus —,
sondern auch die Tabula Cebetis von 1592 bezeugt, dass Goltzius sich
stoisches Gedankengut angeeignet hatte.” Dazu könnten ihm vor allem
Coornherts Schriften verholfen haben, die das stoische Streben nach
Tugend propagieren."* In Goltzius’ Biografie und Werk dürften neustoische
Züge eingeflochten sein: etwa seine religiöse "Toleranz; seine selbstlose Liebe
zur Kunst, die ihn laur van Mander über alles weltliche Geschehen und
jedes Geschwärz einsam, ruhig und chrenvoll erhob; sein Versuch, die
Itulienreise als Tugending
künstlerisches Interesse an jener Küstenlandschaft gingen Hand in Hand
und erlebten um 1600 ihre Kulmination.
laur Vasari, der selbst in einer Villa bei Pozzuoli eine Kapelle
dekorierte, entsandte Raffael Zeichner dorthin, um Antiken zu kopieren,
und dort habe Giulio Romano (Pippi, um 1499-1546), wie vor ihm
Francesco di Giorgio Martini (1439-1501), Fra Giovanni Giocondo
(1433-1515) und Giuliano da Sangallo (1445-1516), Grundrisse antiker
Gebäude aufgenommen und in den Campi Flegsei Inspiration für seinen
Mantuaner Gigantensturz von 1532/4 gefunden."* Unter den antiquarischen
Malern profilierte sich um 1506, laut Vasari, der sonst kaum bekannte
Lorenzo Luzzo, genannt Il Morto da Feltre (um 1485-1526), durch ein
Gelegenheit selbstbewusst beim Schopfe zu packen und die eigenen
monatelanges Studium der kampanischen Ruinen, Gräber, Grotten
Sruckaruren und Wandmalercien."? Unter den nicht italienischen Künstlern,
physischen und psychischen Leiden, gegen die weder Medizin noch
marcrieller Erfolg halfen, auf der Italienreise durch herkulische
die Pozzuoli und seine Umgegend besuchten und studierten, sind Francisco
de Hollanda, van Manders Lehrer Pieter Vlerick (1539-81), Paul Bril
Arbcitsmoral (labor, diligentia) bis zur ekstatischen Selbstverneinung und
Apathie zu überwinden; sein Interesse an der Kebestafel als einem Exempel
philosophischer und hygienisch wirkender Lebenskunst; oder die implizite
rhetorische Definition seiner Tabula Ceberis nicht als künstlerischer
Selbsezweck, sondern als ein erprobtes Mittel zur besseren
Lebensführung.” Allerdings ist angesichts der überaus heiteren Iralienrcise
und auch der ironischen Selbstinszenierung der Künstler, die in der Tabula
Ceberis wie Glückskinder um die Fortuna tanzen (‘srultis fortuna faver'), der
Neustoizismus eines Goltzius’ cum grano salis zu nchmen und cher als ein
rhetorischer Habitus zu verstehen, der künstlerische Virtuosirát in ethische
Virtus hill.
Ende einer Odyssee
(1554-1616), Wenceslas Cobergher (um
1560-1632)
und Jan
Breughel
(1568-1625) zu nennen."*
Nicht nur die antiken Kunstdenkmäler, sondern auch die Narur
führte zahlreiche Künstler und Touristen nach Pozzuoli. Seit der Antike, wie
erwa Strabons fünftes Buch der Geografie zeigt, galt der vulkanisch aktive,
äußerst fruchtbare Landstrich als Ort der Naturwunder, des Mythos und
der Geschichte: Kyme war die älteste griechische Kolonie auf der Halbinsel,
die Kraterlandschaft der Campi Phlaegrei wurde als Zeugenschaft von
Jupiters Kampf mit den Giganten angesehen, beim angeblich bodenlosen,
tödliche Dämpfe ausstoRenden Lacus Avernus verorteten Homer und Vergil
den Eingang zum Hades, den Odysseus und Äneas benutzten und die
rechtgliubigen Autoren als Ort der Höllenfahrt Christi umdeuteren."
Die Begegnung mit der heroischen und mythischen Landschaft, in
Begleitung von zwei Antiquaren und Italienkennern, dürfte Goltzius dazu
Nach vier Monaten Romaufenthalt, in denen Goltzius durch intensivste
Antiken- und Kunststudien geistige Distanz von seinen Gebrechen
gefunden hatte, unternahm er eine Exkursion nach Neapel und Pozzuoli,
die den Schluss- und Höhepunkt der Italienreise darstelle." Eines der
obligaren Ziele der Neapel- und Kampanienreisen der frühen Neuzeit war,
die Besichtigung der antiken Bauren und Innendekorationen in der Gegend
Goltzius’ Biografie und Italienreise stehen dem Mythos nahe, denn auch
Ausgrabungen von Pompei als die beeindruckendste Ruinenlandschaft
Odysseus fand sich zwischen Skylla und Charybdis und erlitt Schiffbruch
auf Scheria und Ogygia (5. und 12. Gesang), wurde von Kirke in den Hades
um die Bucht von Pozzuoli und Baia, die nach Rom und vor den
Europas galt."® Dic vielen Reiseführer erwähnen ab dem Cinquecento
verschiedene sehenswiirdige Altertümer, wie zum Beispiel die
Wandmalercien der Grotte der mythischen Sibylle von Cumae oder das
Grab des Vergil, der in dieser bukolischen und lukullischen Villengegend
dichtete und in dessen poetischen Fußstapfen die Touristen die Landschaft
erkunderen.": Unrer den Kunstliteraten rühmeen etwa Vasari, Sebastiano
Serlio (1475-1554/5) und Giovanni Paolo Lomazzo (1538-1600) die Ruinen
und bunten Stuckgrotesken von Pozzuoli und Baia. Gedruckte Veduten
von Pozzuoli fanden frühe Verbreitung, wie ctwa jene von Galle nach
Zeichnungen Hendrick van Cleves (um 1525-89) aus den 15s0er Jahren,
oder auch jene Karte Mario Cartaros (tätig um 1560-88), die van Winghe
1589 in Rom für Ortelius ausfindig machte.‘ Antiquarisches und
verlockt haben, sich in van Manders Vita als verkappten Odysseus und seine
lralicnreise als Odyssee zu stilisieren. Dieser Verweis ist bereits in Ests
Bildlegende enthalten, die Skylla und Charybdis, Kirke und die Sirenen,
wie auch den Hades, den feurigen Phlegerhon, den grausigen Styx und den
unterirdischen
Kokytos als conditio humana des
Lasterhaften zitiert.
versetzt (17. Gesang), wo ihm das Orakel die Heimkehr prophezeite, und
hielt sich inkognito bei den Phäaken auf (6. bis 8. Gesang). Nachdem ihn
seine Schutzgéctin Athena in einen Bettler verwandelt harte (13. Gesang),
um den achtundachtzig Freiern seiner treuen Penelope zu entgehen, wurde
der Totgeglaubre zu Hause so lange verkannt und als Bettler beschimpft, bis
ihn seine Amme Eurykleia beim Fußbad an einer Beinnarbe identifizierte
(19.
Gesang)" Goltzius blender demnach Irrfahrt und Tugendweg,
Italienreise und Kebestafel, so übereinander, dass seine Vita, nach dem
Vorbild der kampanischen Landschaft, an mythischer Überhöhung
gewinnt."
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119
mn
Forum Volcani
Die vulkanische | lügel- und Scenlandschaft der Phlegräischen Felder lud
nicht nur zu geistiger Rekreation ein, sondern wurde von Alters her von
Kranken
und
Kurgästen
wegen
ihrer heißen
Quellen
und
Dämpfe
frequentiert. Dic vielen l'hermal- und Mineralbäder von Pureoli und Baia,
die Schwefel, Alaun oder Salze enthalten, wurden von Plinius und Strabon
als die besten Europas gerühmt und später auch von Humanisten wie
Alberti erwähnt.“ Die Vulkanfelder waren spätestens seit 1538 wieder
europaweit im Gespräch, als nämlich zwischen dem 20. und 30. September
der 140 Meter hohe Monte Nuovo unter Erdbeben, die das Thermaldorf
Tripergole und viele antike Ruinen dem Erdboden gleich machten, aus dem
Nichts entstand."
Der bei Touristen beliebteste ehemalige Vulkan der Gegend war und
ist der noch schwach aktive Schwetelkrater der Solfatara.! Im flachen, weißgelben Kraterkessel wurde Schwefel-, Alauntagebau und Vitriolgewinnung
berrieben, und weil der Boden heifSe Rauchsäulen, Schwetelwasserstoffund Wasserdampfwolken exhaliert, hieß der erloschene Vulkan beim Lacus
Anianius seit der Antike auch Forum Volcani.'* Diese pagane Identität des
Kraters als Forum des Feuergortes und Schmiedes Hephaistos wurde, wie in
einem Gemälde Salvaror Rosas (1615-73), vom Erdbebenparron Januarius
christlich neu besetzt, der dort im Jahre 304 enthaupret wurde."
So wie von Pozzuoli wurden im Cinquecento auch von der Solfatara
gernc Veduten geschaffen. Sie eröffnen meistens den Blick vom flacheren
Kraterwall aus gen Osten aul den Talgrund und auf die gegenüber liegende
Kraterwand. aus deren Ansarz Rauchschwaden steigen.” So auch jenc
Vedute des Forum Velen, die Galle 1587, drei Jahre vor Goltzius Abreise,
nach einer Zeichnung Johannes Stradanus’ (Jan van der Stract, 1523-1605)
stach: Im Talgrund, wo Schwefel und Alumen abgebaut werden, sitzt auch
der Zeichner unter einem Sonnenschirm, derweil Kranke rasten und sitzend
die sulfurischen, übel riechenden Dämpfe inhalieren.?* Dic Solfatara
gehörte mit Sicherheit zu den weltbekannten Naturspiclen, die Goltzius auf
seiner Exkursion besichtigte.”" Doch nicht nur naturwissenschaftliche
Neugier dürfte Goltzius nach Pozzuoli geführt haben, sondern auch seine
Schwindsucht, die er mittels sulfurischer Thermalbäder und Inhalarionen
des blutstillenden Alumens zu heilen versucht haben könnte.
nach Neapel, deren zeichnerischer Ertrag in die Civitates orbis terrarum
cinfloss.** Im Spätsommer 1577 weilte er in den halb paradiesischen und
halb höllischen Campanie felicis delicia, wie er mit einem Pliniuszitat den
a
Campania felix
A
.
IR Tobia gece
dp cress nas sec her
von Kampanien werden von einem Text begleitet, der in die mythologische |
zerrius. (Civitates orbis cerrarum, 3}
und historische Dimension der Landschaft einführt und sich auf Leandro
Köln reti. 158).
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.
.
.
Albertis (1479-1552) Descritrione di tutta Italia von 1550 stürzı."" Die Buchi
Ansicht folge, ist der Kupferstich des Antwerpeners Georg Hoefnagel
von Baia, cingerahmr von Füllhörnern und Amoretten, preist Hoefnagel
(1542-1600) von 1581 (Abb, 17). Das Panorama erschien im zweiten ‘Teil
des sechsbändigen chorografischen Werks Civitares orbis terrarum, das der
mit den Worten Horaz’ als den ansehnlichsten Ort der Welt und dediziert
den Kupferstich von 1580 als ‘amoris monumentum' dem Freund Ortelius."
Kanoniker
Hogenberg (vor 1540-90) 1575-1612 in Köln veröffentlichten. Hoctnagels
Beide figurieren in der Vedute des Lago Averno mit der Höhle des
kumäischen Sibylle als kritische Augenzeugen der ‘tum natura: tum arte
Veduce ist, nach seinem Motto natura sola magistra, der wissenschaftlichen
excirara
Braun
(1542-1622)
und
der
Kupferstecher
Franz
an ane ve BrauntF, Hogen!
ie
x
8
AUS Seine Veduten
4
Kern ‚seiner
Italienansichten
der Städte
de 6 Welt betitelte.‘
Die wichtigste frühneuzeitliche Vedute der Solfatara, der auch Stradanus’
Georg
17
Georg Hoefnagel, Ansicht der Solfataria
Nacurnachahmung und -darstellung verpflichtet." Nach der spanischen
miracula’, während in der Ansicht des Lago Aniano dic
Hundsgrotte, der mutmaßliche Eingang zur Hölle, und das Sudatorium
Plünderung Antwerpens 1576, bei der seine Familie ihr Hab und Gut verlor,
Sancti Germani zu sehen sind.
unternahm er mit dem Kartografen Ortelius eine Italienwanderschaft bis
Innerhalb der Italienreise, dann der zentralen Gruppe der kampanischen
upterstich,
ans
Braun!F.
Hogenberg
Page 16
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)ludienreise «bs Tugendiog
Ansichten, steht die vulkanische Solfatara für den brodelnden Schoß des
der Mensch des Öfteren vor einem bivium stele. Sowohl in seiner
Globus: ‘Die naturgemäße, äußerst genaue und vor Ort gezeichnete
neuheidnischen Form, erwa als Ziel des herkulischen Scheideweges, als auch
Darstellung der erstaunlichen Schwefelberge bei Pozzuoli, die Plinius
in seiner christlichen Erscheinung, etwa als danteskes Paradies, indiziert die
Bergmetapher den mühevollen Aufstieg zum Höheren und Besseren.*' Als
Phlegräische Felder, Scrabon
Vidkansforum und die Neapoliraner heute
volkstiimlich Solfarara nennen‘. Uber die Naturphänomene der Solfatara
notiert Hoefnagel in einer Inschrift, dass der Krater Schwefel, weißes Alaun
wie auch schwarzes und dickflüssiges Wasser aussondere, das bis zu $ Meter
ein Beispiel für die Bergmetapher ist Saenredams Bildnis Hans von Aachens
nach Pieter Fransz. Isaacsz. (1569-1625) von 1605 zu nennen, in welchem
Herkules und Picrura, unter dem Motto ‘vivit post funera virtus, an den
weit emporschieße und so heiß sei, dass ein Ei darin sofort hart werde. Zu
Glückssträhnen der Fortuna ziehen, um sie zu ziigeln, und worin auch
schen sind im Vordergrund eine neapolitanische Dame mit Page an der
Schleppe, zwei wohlhabende Touristen, in Sänfte und Karosse herbeicilende
Kurgäste und im Hintergrund Rauchsäulen schwitzende Kraterhänge und
dargestellt ist, wie Herkules in Begleitung von Hermes und Athena den
Vitriolhiitten, wic auch einige Männer, die mic langen Stangen nach
international und aktuell die Ikonografie des Tugendbergs auch zu Goltzius’
Schwefel und Alumen stochern, Rauchlöcher in den Boden reißen und das
Eiexperiment mit einer lebenden Ente wiederholen.'*
Zeit war, zeigen Zuccaros Wandgemälde der ı590cr Jahre für seinen
römischen Paluzzetto (Abb. 18). Das Höllental des Lasters hinter sich
lassend, finder der arbeitsame Heros am Ende des steilen Tugendweges, des
Diese Vedute
wird
vor allem
durch
Impresen
Hoefnagels
als
Höhepunkt seiner Reise und seines chorografischen Werkes hervorgehoben.
In einem verzierten Kartuschenrahmen sind zwei Hufeisen mit
hervortretenden Nägeln eingefügt, die als Hufnägel auf den Nachnamen
des Künstlers verweisen. Auf einen mit ‘Georgius bezeichneten Nagel, der
auf einem Amboss mit der Inschrift “dum extendar liegt, schlagen ein
Disteln fressender Esel und cine dornenumwundene /nvidia mit Hämmern
ein. Georg Hufnagel weist sich damit als denjenigen aus, der wie das Eisen
mit jedem Schicksalsschlag, den die Dummheit und der Neid seiner
Zeitgenossen ihm zufügen, dank seiner Beständigkeit größer und stärker
tempelbekrönten Tugendberg erklimmr.*“ Beide, die pagane und die
katholische Variante, finden sich in Goltzius’ Werk und Umkreis."" Wie
‘camin sovrano’, und, auf den Bergwipfeln, Eingang in dic goldenen Paläste
von virtus und honor und in die parnassischen Gärten der Künste." Das
domicilium salutis aus Goluzius” Tabula Ceberis von 1592, das die Projekte für
die noch unfertige Fassade der Perersbasilika ins Gedächtnis ruft und damit
auf die papistischen Heilserwartungen des katholischen Goltzius' verweisen,
dürfte Zuccaro zu seinen luftigen Palästen des Tugendberges inspiriert
haben.” Im Blickwinkel der katholischen Reform erscheint die Zabula wie
ein philosophischer sacro monte, dessen Besteigung eine Reihe von Erappen
der Selbstprüfung und Liurcrung darstellt.
wird.” Hoefnagel rahmte die Solfatara cin, weil sie der End- und
Höhepunkt einer Reise war, die für ihn ein ncues Leben nach der
Katastrophe von 1576 bedeutete, und weil seine Ambossimprese in das
mythische Forum des Götterschmiedes passte.'"
Betrachtet man Goltzius’
Tabula Ceberis,
jene karge, zerkliiftete
Landschaft, jenen ruinöse Eingangsbogen, jene Wanderer, die auf schmalen
Pfaden die Höhen erklimmen, und jenen in Wolken verhüllten Berg, so
drängen
sich
Reminiszenzen
an
die
Solfatara
und
die
wilde
Ruinenlandschaft von Pozzuoli auf. Hoefnagels paradigmarische Vedute
stand Goltzius’ Tugendberg Pate: Die Disposition der Fucara Eruditio im
Vergleich
zur
neapolitanischen
Dame,
die
Wegführung
zum
Domicilium salutis
Die Italienreise und insbesondere die Kampanienexkursion unternahm
Goltzius in den ethischen und ästhetischen Fußstapfen Ortelius’ und
Hoctnagels. Ortelius, der ab 1570 das große kartografische Werk Thearrum
orbis terrarum herausgab und zu dessen Bekannten Lombard, Pieter Bruegel
(um 1525/30-69) und van Mander gehörten, war in Pozzuoli so gut wie
präsent, zumal van Winghe, ein Freund Galles und Stradanus’, der in jenen
lahren für Ortelius den römischen Grafik- und Büchermarkt nach neuem
geografischem Material absuchte, Briefe von Ortelius mit sich führte, die
kraterähnlichen
Pfad
um
den
Tugendberg,
die
Darstellung
mehrer
Wanderer mir ihren Stöcken auf dem schmalen, gewundenen Steig,
schließlich die Einfügung der Rauchschwaden, die aus den Felswänden
steigen, deuten darauf hin, dass Goltzius den "Tugendberg in einen Vulkan
verwandelte und dessen äußeren Wall wie das Innere der Solfatara gestaltete.
Vor allem das ikonografische Novum der Dampfschwaden, die den Berg
einhüllen, finden weder im antiken Text noch in der frühneuzeitlichen
Bildtradition eine Grundlage und lassen sich nur als Verweis auf die
ihn dazu autmunterten, Goltzius zu treffen." Es ist wahrscheinlich, dass
Solfatara verstehen. Esıs Hinweis auf den Hades, dessen Eingang Vergil im
Goltzius, der zu jenen Incellektuellen- und Künstlerzirkeln gehörte, mit
sechsten Buch seiner Aeneis beim Lacus Avernus verortete, bekräftigt, dass
die Allegorie vor der Folie der kampanischen Landschaft zu sehen ist.
Hoctnagels Veduten vertraut war: Dessen emblematische Sofatara wurde
thm zum Vorbild für das Einschreiben der cigenen biografischen und
Goltzius’ Überblendung von Kebestafel und Solfacara ist weniger aleatorisch,
ethischen
als man vermuren könnte, zumal Holbeins beste Version des Holzschnitts
Krisenidentitár
in
eine
Landschaft
als
dem
Ziel
eines
Selbstfindungsweges,
Die Anhöhe in Goltzius’ Tabula Cebetis (Abb. 3), auf der man sich
auch den Tempel des jungen Zeus von Terracina vorstellen könnte, steht in
der Tabula Cebetis (Abb. 19) 1523 just in der grundlegenden, von Valentin
Curio
(um
1500-33)
kommentierren
Basler Ausgabe der
Geographia
Strabons als Titelblatt wieder verwendet wurde, die die wichtigste antike
der Tradition des symbolischen Tugendbergs. Dazu gehört auch der Topos,
Beschreibung der Geografie, Geschichte und Mythologie der Campania
das Menschenleben sei eine Pilgerfahrt (vita hominis peregrinatio), auf der
und der Vulkanfelder bei Pozzuoli enthält.'*
Page 17
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Federico Zuccaro, Tugendallegorie, 159001
Jahre,
Deckengemälde. Palazzo Zuccari, Galleria
(TW).
Das Feuer des Forum Volcani, aus dem die Erde entsteht und das sie
wieder in Asche und Rauch verwandelt, entspricht zudem der
herakliteischen Kosmologie des Stoizismus, den die Kobestafel vertrire,
wonach die ewige Wiederkehr des bescelenden und poietischen Feuers das
Welt- und Naturgeschehen bestimmt. Dieses kosmologische Prinzip finder
in der Lebensflamme und im zerstörerischen Höllenfeuer der beiden
Rahmenfiguren der Tabula Cebetis ein zugleich heidnisches wie auch
christliches Echo. Dass Feuer, Geist und Schwefel miteinander verwandt
sind, gehört zum alchemistischen Naturverständnis, das Goltzius, den van
Mander einen ‘natuerlijck Philosooph’ nannte, von seinem Schüler Cornelis
Jacobsz. Drebbel (1572-1634) erfahren konnte, der um 1589 in der
Haarlemer Werkstatt arbeitete, 1595 Goltzius' jüngste Schwester heiratete
und ihn später zu cigenen, von den Zeitgenossen belächelten Experimenten
der Goldmacherkunst angeregt haben dürfte.” Das Feuer der Solfatara
inszeniert Goltzius als Symbol seiner geistigen und leiblichen Erneuerung
im Rahmen ciner Landschaft des Mythos und der Naturwunder.
Im Unterschied zur antiken Textvorlage, die vom Ort der Eudämonie,
der Glücksseligkeit, spricht, und in Kontrast zu älteren Illustrationen wie
derjenigen Floris’, in welcher der Palast ‘domicilium beatorum (Wohnung
der Seligen) heißt, betirelt Goltzius die wie 'Feuer’ glänzenden Tempel mit
‘Domicilium Salutis': Beim letzten Ziel der Italienreise, der Campania felix,
handelte es sich um das Streben nach doppelter salus, das heißt einerseits
nach dem seelischen Heil der Tugendhaftigkeit und ethischen Bildung, und
andererseits - wie zuvor Michel Eyquem de Montaigne (1533-92), der in den
Thermalbädern Italiens seine Nierensteine und seine Schwermut zu heilen
suchte — nach leiblicher Heilung in den Dampfbädern von Pozzuoli und
Rauchkuren der Solfatara. die sowohl die Tuberkulose wie auch den
Überfluss an kalter und trockener schwarzer Galle des Melancholikers
heilen sollten.**
Biotopografie
Dass Goltzius in seiner neustoischen Tabula Cebetis nicht nur cin
persönliches, sondern auch ein aktuelles Künstlerideal entwarf, zeigt sich an
van Manders l.ehrgedicht über die Grundlagen der Malerei, Den grondr der
edel vry schilder-const, das dem Schilder-boeck von 1604 vorangestellt war
und das auf die ekphrastische Kebestafel, wenn nicht gar auf Goltzius
Grafik, zu referieren scheint. Van Manders Exhorte an die Jugend beginnt
mit der Feststellung, dass der Genius die narürlichen Fähigkeiten und
Neigungen eingebe, bevor die Künstder sich anschickten, den steilen
Bergpfad der Tugend einzuschlagen. Auf dem Lebenswege würden etliche
Laster auflauern, um den Maler vom rechten l.ebenswandel abzubringen.
Er solle aber den Tugenden folgen, die Gelegenheit immer beim Schopte
packen und keine Zeit verlieren, wofür Golrzius das beste Vorbild sei."
Weil es Matham war, der die Tabula Ceberis 1592 ausführte und darin
am prominentesten koncerfcit ist, könnte die moraldidaktische Borschaft
der Vorlage auch an ihn adressiert sein. In der allegorisierten Italienreise
scheint der Vater seinen gelicbten Stiefsohn und Schüler, der cin Jahr später
selbst nach Italien aufbrechen sollte, zur Tugend und Vorsicht zu ermahnen,
Page 18
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Prison Weddiges:
feakenreise als Tugendweg
damit er das Ziel seiner Reise erreiche, nämlich die wahre künstlerische
125
19
Bildung durch das Studium der antiken und italienischen Werke und durch
Hans Holbcin, Tabula Ceberis, 1523,
das Erlernen
stoischer und katholischer
Tugenden.
Denn seine
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A
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me dino dd
8»), Strabonis geographicorum
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Wanderschaft begann Matham bereits mit der Ausführung der kolossalen | commentarios, Basel 1523 (Schleier,
op. ci.
Gravüre: Als Stecher hatte er darin einen beschwerlichen Tugendweg
(9.0.fg 39).
eingeschlagen, humanistische Bildung und Tugenden wie Selbstbcherrschung, Geduld, Srandhafrigkeit, Bescheidenheit und vor allem Fleiß
bewiesen und die Reise imaginär im Kupferstich seines vorbildlichen Vaters
nachvollzogen, dem er seinem postumen Bildnis von 1630 'excelsa virtus'
zuschricb.'" Hätte Matham, wie der Greis der Kebestafel warnte, die Lehre
der Tabula nicht begriffen und befolgt, wäre ihm die Vollendung des
Meisterwerks versagt geblieben. In diesem Sinne erfüllte er jenes Ideal, dass
È
VALENT. CVRIO LECTORI.
nur die Tugend den Tugendhaften darstellen könne, wie dies etwa in Achille
Fit
Bocchis (1488-1562) Symbolon XXIV, Virtus virtutem fingere sola potest von
BAEN TIBI LECTOR STVDIOSE +
& S TR AB O NI S e. Vea
Di ARI Wi 27
rd ansia À Guaina Veron ca
bed mente, Gregorio Trifernate! atinitate ¡Y
donatos,
iam wero denuo
à Conrado He (ESE?
"| resbachio ad fidem Greci exemplaris,
di
Es ergeben sich möglicherweise auch Entsprechungen zwischen van
:
Manders Malerciprinzipien und Goltzius Tabula Cebetis, etwa darin, dass
hè
hucfacere uidebantur,non LE
Pa autorücy,qui
i‘hs
aftitnandis laboribusrecogáltos. Nos,
FR
DYrAi
is VeeSP
59 ji mus neq diligentiæ. Tueme, fruere,
& Fe
dl
noftraminduftriam candido fa
uoreadiuta,
nach van Mander in Landschaften, wie bei Bruegel, der Vordergrund mit
großen Gegenständen, etwa einem Baumstamm, auszustaffieren sci, um
erÈ :PALA
quo hoc opus,& eruditi, Kiuxta necella FE j
5% riumin noftra officina felici wicuyqnera [;)
M Ad renafceretur, neque (umptibus
1574 Bonasone illustrierte (Abb. 20).:'% In der Yabsdis schuf sich Matham
nach dem Wunsch- und Vorbild des Vaters neu, insofern als er sein eigenes
Bildnis nach Goltzius’ Vorlage stach.
Vale.
Raumtiefe zu gewinnen, oder dass ringlörmige, narrative Figurengruppen
mit mrieras einzusetzen seien." Bei Goltzius’ Tabula Cebetis handelt es sich
allerdings um eine originelle Mischung traditioneller Bildgattungen,
nämlich um die visualisierte Ekphrasis einer Allegorie, die durch Einfügung
von
und
einer
Landschaft
biografisch
konkretisiert
und
die Künstlerbildnisse, um schließlich die Solfataravedute als allegorisierte
Landschaft innerhalb einer biografisierten Allegorie zu identifizieren.
A
Allerdings sind trithneuzeitliche Veduten, wie auch die Reiseliteratur,
(2
BASILEAE,
M
Porträts
vereinnahmt wird. Zuerst liest der Betrachter die Allegorie, erkennt dann
ul
eher topisch als topografisch.'* Einerseits fand Goltzius die Umgegend von
LIETOETPELCETS
ANNO
D XXI
Ci
San
4)U
N
NY
eTN
Pozzuoli bereits als eine seit alters historisierte, mythisierre und auch
allegorisierte Ruinenlandschaft vor, die als ein exemplarischer Schauplatz
für die
wenitas menschlicher
Kultur und berüchtigrer kampanischer
Genusssucht angesichts der Naturmachte und des Schicksal betrachtet
wurde."
Matthäus
Merians
(1593-1650)
Emblem
Wie gewonnen,
so
zerronnen von 1623 stellt gar eine auf einem Schachbrert rollende Fortuna in
der Bucht von Baia dar." Auch hatte gerade Rom unter Sixtus V. cine
Christianisierung und Allegorisierung der urbanen Schauplätze erfahren.
Andererseits fing die Landschaftsmalerei erst allmählich an, sich von den
Funktionen anderer Bildgattungen zu emanzipieren, die sie zwangen,
narrative und moralische Staffagefiguren aulzunehmen.‘* Zwar erlebten
gerade
die
Nicderlande,
Hand
in
Hand
mit
der
wirtschaftlichen
Erschließung der Welt, eine Blüte der Kartografic als naturwissenschaftliche
Naturdarstellung, doch selbst Hoefnagels Chorogratien kamen nicht ohne
die
Funktion
kartografisch
der
antiquarischen
präziser
Landkarten,
Erinnerung
die durch
aus."
Einfügung
Als
Beispiel
historischer
Ereignisse, vor allem von Schlachten und Mirakeln belehren, ist Egnazio
Dantis (1536-86) vatikanische Gulleria delle carte geografiche zu nennen,
Page 19
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Italicurcise als Pugendiveg
woraus van Winghe 1592 das Latium in Ortelius’ Auftrag abzeichnete." Der
Appendix
Adressatenkreis des Kupferstichs diirfte allerdings der gleiche gewesen sein,
der von der nordeuropäischen Kartografiemode fasziniert war, die vor allem
Ortelius in Antwerpen einleitete, nämlich das wohlhabende und gebildete
Franco Ests Bildlegende
Bürgertum, das so seine Neugierde auf die Bilder einer wirtschaftlich zu
Dircæi commenta Sophi, monumenta Cebctis:
Non vili calata manu, nec digna sub evo
Que pereant ullo, quin ære perennius omni
Cerne opus, enucleans humana exordia vita,
erschließenden Welt befriedigte.'*
Weil, bis zur Aufklärung, der Schöpfung cine religiöse oder ethische
Bedeutung zugeschrieben wurde, diente die | andschaftsmalerei in der Regel
als Folie moraldidaktischer Historien, und ihre theoretische Autonomic
beschränkte sich auf das delectare zum Zwecke des besseren docere.' Als
Beispiel sind die so genannten Weltlandschafien des Antwerpeners Joachim
Er quanta miseri penctremus in æthera lucta,
Inter latrantes Scyllas, rapidasque Charybdes,
Patenier (um 1485-1524) zu nennen, die sich auch als Meditationen über den
Inter dulcisonas Syrenes, pocula Circes
Lebensweg verstehen lassen.’ Obwohl Goltzius’ Landschaften zu den
Inter, et elfrænas malesanæ Phasidos artes.
ersten niederländischen gehören sollen, die ohne ikonografische Funktion
Giulio Bonasone, Die Tugend matt den
Tugendhaften, Detail aus A. Bocchi,
Symbolicarum quastioum, de universo
genere, quas serio ludebat, libri quinque,
Rolowna 1974, 1. Buch. 52. Ne. 24
und Staffage bestechen, verrät ihr Schcinnaturalismus, dass es auch ihm
nicht darum ging, die Landschaft bloß zu reproduzieren. Darin folgt er
Vestibulum ante ipsum crispante venustula Pellex
Cæsarie, seder aurato gemmata sedili,
jenen Chorografien Bruegels, in welche Mythologien und Historien
eingebettet sind und Ortelius’ Achtung genossen.‘ Dass Goltzius in seiner
Sidonio fulgens Ostro, radiansque repertis
Tabula
Cebetis
nicht
nur
eine
Sehenswürdigkeit,
die
Lircore Erythræo cura solerte lapillis.
Solfatara,
Hic ceneris vite fallax Tyronibus offert
dokumentieren wollte. zeigt sich auch daran, dass die Instrumente der
Himmels- und Erdvermessung im Kreis der Schcinweisheit figurieren:
Melle sub | lyblao Carchesia plena venenis,
Denn sie helfen nicht, so wie in Holbeins Gesandte von 1533, die ethische
Dimension der Landschaft zu begreifen, es sei denn als Mittel zur Erfahrung
Er pubem ignaram sinuosa in retia mittit.
der menschlichen Erkenntnisgrenzen, als Messgeräte zur Unterweisung der
Mifigung.
Goltzius’
individualistische Aneignung der
humanistischen
und
ethischen Allegorie und der geografischen und historischen Landschaft
geschieht durch das Porträt und die Biografie, die er, nach dem Diktum
Leonardos ‘ogni dipintore dipinge sé, in jene cinschreibt.* Die als
Biotopografie verschlüsselte Selbstfindungsreise, dient, sei es in van
Plena imposturis, cecoque errore referta,
Grandenus Genius promissa in pectora barba
Limine stat primo: Quis ducat ad ardua cali
Culmina, stellantesque plagas stellantia ırames
Acria demonstrans, rectique incendir amore.
Indé frequens dubys occurit Opinio fucis
Vorbildlichkeit, die der virtuoso, der moralische und künstlerische Könner,
Scant et opum Illecebræ, maior pars numen adorat
Futile Fortuna, sed quéis sublimior est mens,
verkörpert.‘” Bilder haben für das niederländische Bürgertum niche nur
Longé aspernantur longè meliora sequuti.
Manders
Viren
oder
auch
in
der
Tabula
Cebetis,
der
memorablen
schön und wissenschaftlich, sondern auch moralisch nützlich zu sein. Sie
schenken allerdings nicht die Tugenden, dic sie nur darstellen und die gelebt
werden müssen. Bilder sind ein Produkt künstlerischer und akademischer
Scheinweisheit, doch erweist sich die Kunst, wie Goltzius’ Tabula Ceberis
zeigen will, als nürzliche und vor allem vergnügliche Begleiterin auf dem
Sed quos illa procax in devia duxit, et orbem
Instabulem celeri vertigine vatra rotavit,
Jam cædes meditantur, er atra incendia, fraude,
Spurcantes casti genialia foedera lecti.
langen Tugendweg zum wahren Glück: ‘Als wir dermal eins im Tempel deß
Saturni spatziren giengen'..."*
Hos Nemesis contristar atrox, Metanza lacessit
Atque ardens Phlegethon flammante minatur ab unda
Styx hos atra manet dirique fluenta Cocychi,
O misera mentes deplorandæque carervæ.
Felices anima, quas, è quas inclyta virtus
Terras despicere, ct cœli convexa tueri
Edocuit, vos templa vocant vestita Orichalco,
Chrysolito, ac flammas fulgore æquante Pyropo.
Page 20
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Fristen Weeldigen
Übersetzung
Jammerstromes Kokytos erwartet sic, die armen Seelen und erbärmlichen
Scharen!
Erdicheungen des chebanischen Weisen, Mahnbild des Kebes:
Je zu vergehen, wohlan denn, betrachte dieses Werk,
Glückliche Seelen, welche, ja welche die berühmte Tugend gelehrt hat,
Auf die Erde verächtlich hinabzuschauen und das Himmelsgewölbe zu
Das, dauerhafter als jedes Erz, die Anfänge des menschlichen Lebens
betrachten,
Von edler Hand gestochen und würdig, in keinem Zeitalter
enthüllt,
Goldbronze,
Und berrachte, unter welch großem Ringen wir Armen zum Himmel
vordringen,
/wischen der kläffenden Skylla und der reißenden Charybdis,
An lieblich singenden Sirenen und an den Zaubertränken Kirkes
Und an den unbändigen Teufelskünsten der Kolcherin Medea vorbei.
Genau vor dem Eingang sitzt dic anmutige Verführerin mit gekräuseltem
Haar und perlengeschmückt auf einem vergoldeten Sessel,
Sie glänzt in libanesischem Purpur und funkel vor Edelsteinen,
Welche von sorgfältiger Hand an der Küste des Roren Meeres gefunden
wurden.
Sie kredenzt den Lebensanfängern trügerisch Henkelkrüge,
Mit dem besten Honig Siziliens bestrichen, voller Gift
Und Betrügerei, vollgefüllt mic blindem Irrtum,
Und führt die unwissende Jugend in ihr faltenreiches Netz.
Der hochbetagte Geburtsgort mit langem, wallendem Bart,
Steht zuerst an der Schwelle: Er zeigt, welcher Pfad wohl zu den sreilen
Gipfeln
Des Himmels und zu den gestirnten Gefilden führt, zu den gestirnten
Hallen, und er entfacht die Liebe zum Rechten und Vernünftigen.
Dann eilt mit zweifelhaltem Schein die Meinung herbei,
Es stehen auch die Verlockungen des Reichtums und der Macht da, und
der größere Teil
Beret die nichtige Glücksgörtin an, aber diejenigen, in denen eine
erhabenere Secle wohnt,
Verachten sie ganz und folgen dem bei weitem Besseren.
Aber diejenigen, welche jene Fortuna frech auf Abwege geführt hat
(und verschmirzt hat sie mit geschwinder Umdrehung die unbestindige
Kugel gedreht),
Sinnen schon auf Mord und unheilvolle Brandanschläge,
Frevelhaft besudeln sie kcusche Ehebetten.
Diese Sünder verdüsrert dic harte Göttin der Vergeltung, die
Reue peinigt sie, und der lodernde Feuerfluss Phlegethon bedroht sie mit
Brennendem Wasser, die nachtschwarze Styx und die Fluten des
schrecklichen
Euch rufen Tempel, die mit Messing ausgekleider sind, mit Goldtopas und
Welche im Glanz dem Feuer gleichkommr.
Page 21
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)130
dclienreise sb Tugendwweg
Nederlands kunsthistovisch juurbork 42-43,
illustrated Bartsch, 55, Supplement), New
Opler’ (Epheserbrief5:1). Siche amor
13); Sieben
1991-1992 (1993), 77-120. Jungster
Haven 1991, 211, Abb. 5501.0561), Siche
divinus bei Knipping, «p. at. {Aum. 1). Bd.
Sünden, um 1578 (ibid.. Abb. 67-73 und
virtuous art; Alberti and Leonardo ou
Der vorliegende Aufsat: ist cine Fortführung
Überblick bei H. Leefl.ing/G. Luijren
1, 50-54.
Abb. 74-38/B. 77-91); Allegerie des Krieges.
decorum in life and art, in: Decorn in
der Untersuchung von Joseph Plepps Berner
(Hp), Hendrick Gultzius (1558-1617).
dar H.-J, Raupp, Untersuchungen zu
Kiinstlerbilduis und Kiinstlerdarsellung in
renaiss.nce narrative art, Y. Ames-Lewis/A,
den Nirderlanden im 17. Jahrhundert
(Studien zur Kunstgeschichte, 25),
Hildesheiin u. 1, 1984, op. cir. (Arm. 6),
Reichtum, um 1578 (ibid., Abb. z1/B. 109);
Bedrarck {Hg.) London 1992, 15-23; C.
Car lesu amanti sacrum, um 584/85,
Lukrezia-Serie. um 1578 (¡bid., Abb.
King, ‘Lace sixteenth-century careers’
Tabula Cebetis und Hendrick Goltzius
Tekeningen, pressen et schildevijen, Ausst.Kar. Amsterdam (Rijksmuseum), New
York (The Metropolitan Museum of Att),
Vel. Anton Wierix, Das feuskind malt div
fetsten Dinge an die Wand des Herzens. sus
1578 (¿bid., Abb. 22/B. 108): Jagd nich
Ölgemälde na dh Goltrius’ Kupferstich (siche
Kupferstich, fol. 14 (C. Gäuder, Die Kıunse
17-20/B. 104-107); Mittel zum Glück, 1582
advice: à new allepory
of artists’ training -
fealicnrcise’, in: R. Beil {Hg.), Zeiemaschizso.
Toledo (The Toledo Muscunt ofArt),
Oder: das Museum in Berocgung, Ausst.-Kac.
Bern (Kunstmuseum) Ostfildern-Ruit 2002,
Amsterdam 2003,
Zur Berichung zwischen Goltzius und
Dank
dazu hier Ano. und T. Weddigen. "Die
[ud
N
288-290.
des Fegefeucrs nach der Reformation.
(bid., Abb. 150-153/B. 110-113); Sieben:
Albertina, inv. no. 2763", Wiener Jahrbuch
Kirchliche Schenkungen, Ablaß und
Tugende::, um 1591 (E. K. J. Reanicek,
für Kunsigoschichtr 41 (1988), 173-184: Co
Denninger i. a, Reclami Handbuch der
Almosen it: Antwerpen und Bologna un:
1600 (Berliner Schriften zur Kunst, 7),
Mait:z 1996, Abb, 96). Siche dazu M,
“Drawings by Hendrick Goltzins, chirty
King, “Italisn self-portraits and the
years later. Supplement to the 1961
rewards of virtuc’, in: Ansobiographie und
catalogue raisonné", Master Drawings 11
Selbssportrait in der Renaissance, G.
Manquoy-Herdrickx, Le est.:mpes des
Wierix conservées au cabinet des estampe: de
(1993), Nr. 1, 215-278, Abb, K 89-95). Zu
Schweikhart (Hg.) (Atlas. Bonner Beitrige
Gohvius’ Frühwerk siche auch F. We HH,
Hollsicin, Goftzises — Heemskerk (Dutch
zur Ren.issineforschung, 2} Kiln 1998,
and Flemish etchings, engravings and
up. vit, (Aum, 1), Bd. 1, 22-35; P, Krüger,
autres collections. Première partie: Ancica
woodcuts, cu, 1450-1700, 8), Amsterdam
‘Istoria und sinus bei Alberti und in der
Testament, Nouveau Testament, Dies le
Père, le Christ, le Sains-Espris, les Anges et la
1953; W, 1. Strauss (Hg), Nesberlandid
Malerei der frühen Renaissance’, in: f.
Poeschke u. 1 (118), Tugenden und
Affckte in der Philisophic, Literatur und
Galle und über diese Serie sirhe M.
hiinstle: ischen Techniken, 3 Bde., Stuntgart
Sellink, "Een teruggevunden Laxsee
1984-1990, Bd, 1, 198-200. Vyl. Goltzius’
(Groningen) fi die Gekegenheir der
Oordeel vin Hetdrick Goltzios. Golezius”
relatie mit de Antwerps: uitgever Philips
Labor und Diligensin. 1582 (Strauss, up. cit.
(Ane. 1), Bd. 1, Abb. 150/B. 110). Vel.
Mathams Bildnis Jan Gevertsens «ds Lukas
Galle’, Nederlands kunsthissavisch jaarbuek
42-43, 1991-1992 (1993), 145-158, bes.
Beatrice van Wyss (Bern) für die Übersetzung
149-158. Zur religiösen [konografie in den
Niederlanden: siehe Knipping, op. cit,
(Anm. s). Vgl. Galles cmblematische
Universit Bern Ni: gute Gespräche.
Sieben Sakı.ımense und Sreben Werke der
Goldenen Kalbes (W. L, Strauss (Hz).
Nethelandih arsists, Matham —
Barmherzigkeit von 1577 (A. Doklers,
Saenredam = Muller. (The iiluseratesl
Philips Gite (Vhe itlustrated Bartsch, 56).
New Haven 1987, Abb,
<601.076:1-5601,069:8), Siche dazu
Kuipping, op. cit. (Anm. 1). Bd. 2,
29-334 R. v. Bühren, Die Werke der
Bartsch, 4, formerly volume 3, part 2) New
der durch EW Mis # Aguterhusenen
la Bibli:shèque royale Albert è. Catalogu:
ratsonné envicli de notes prises dans diverses
die Madonna malend v.ach Goltzius,
undatiert, zwar ohne Farbenrciber, aber
der Bildl:gende, und den Kolleginnen urd
Kollegen des Inssituts für Kunstgeschichte der
1 Grundlegead:O. Hirschman,
Verzei his desgraphiuchen Werks von
Hendrick Golseius 1558=161> mit Benuteung
97-101; M. Kemp. Virtuous artists and
Siche Bezeichnung der Farbenteibe bei E.
131-135). Ich danke Ralf Keil (Bern) für den
ursprünglichen Auftrag, Jan L. de Jong
Vertiefung, Julia Gelshorn (Bern), Martin
Raspe (Trier) und Gregor J, M. Weber
(Kassel) für ihre konstruktiven Kommentare,
Tugenden und Tugenden and
mit dem Stier des Lukas statt des
artists. Hendrik Goltzito,
69-91: (in den Nicderlanden) Knippi:g,
(Vhe illustrated
Vierge, Brüssel 1978, 77, Nr. 443:
Bartsch, 3, Formerly volume 3, part 1) New
Knipping. sp. ct, (Anar. 1), 100-101, Sich:
Theoduor Galles Kreuztragung sus
Joahnres Davids Chriveljcke Wacriegghir
York 1980; W. L. Strauss (Hg.),
Kunst der Rensissance, Tagung Münster,
Netherlandish artists, Hendrik Goltzius.
Commentsry, (Ue illustrated Bartscls, 3)
(Symbolische Kommunikation und
Widerkehr, ‘Jacob Matham Golrzij
privignus, Jacob Marbarn graveur et ses
von 1603 (ibid.. 94, Abb. 92). Siche dazu
New York 1982.
Raupp, «ip. cit, (Anm. 6), 292-293.
Siche Goltzius’ Virtu: sind Honor, um
rapports avec Hendrick Goltzius",
Nederlands kunsthistorischjaarboek 42-43.
Vel. L d. Vinci. The literary works of
1991-1992 (1993), 219-260, bes. 242. Siche
from the srigi nak mantscripts, J.P.
zur Gefißsymbolik U. D, Asmus, Corpres
quasi vas. Beiträge zur Ikonsgraphiv der
York 1980, Abb. 113). Siche dazu L.
grselischafeliche Wertesysteine,
Schriftentcihe des
Sanderforschungsbercichs 496, 1).
1586, Kupferstich (Strauss. op. cit. (Anm.
1), Rd. 2, Abb, 249). Val. Galles Virito aus
Münster 2002, 195-219; E. Punofsky,
Bildscoffe in der neueren Kun (Bertin
Richter/I. A. Richter (Hg.), : Bdc..
sciner Prosoprgrapl'ia, 1m 1600, dic als
Minerva den Satan mit Füssen tritt
London u. a. 1939, Bd. 1, 55, Nr. 23 und 64.
(K::ipping, op. eis. (Anim. 1}, Bd. 1, 23,
150-165: Raupp. ep. cit. (Anm. 6). 72-80;
Leonardo da Viet, Compiled und edited
Hercules ati: Scheidewege und andere antike
the Netherlands. Heaven or: earth, 1 Bde..
Barmherzigkeit in der Kunst des 12-58,
Jhebunderts. Zum Wandel eines Bildmoti
var dem Hintergrund neuzeitlicher
Rhercrikrezeprian (Suudien zur
Kunstgeschichte, 115), Hildesheica u. a.
italienischen Renais.:nce, Berlin 1977; W.
Nr. 28.
Abb. 12). Vgl. Maarten de Vos! Virtus mt:
R. Wiutkower, ‘Chance, tite and virtue’,
NicuwkoopfLeidet 1974: K. +. Mander,
1998, be... 130-137.
Occhslin/O. Birschmann (Hg), Die Vase,
Val. Goltzius’ Resurreerin Christi aus
Ypsılanführe Henos, Zeichnung (ibid. :1,
in: M. Wittkower (11g.), Allegory
and she
Zur religiösen Ikunogrufie bei Goltzius
Aussr.-Kat Zürich,
derselben Seric, Not; me sangere links oben
Abb. 65). Zur
sicht Reznicck, op. cit. (Anm. 1), 185-192.
Kunstgewerbemuscum der Stade Zürich,
Museum für Gestaltung, Zürich 1982. Vgl.
(Strauss, np. u. (Anm. DA Bd. mn Abb.
Kiefer, Emblemurische Strukturen in Svein,
28/1. 63).
Vignolas Pak:z20 Bocchi in Bol:gna
Vel. D. Klein, Sr. Lukas als Maler der
(Quellen zus Kunst, 10), Freiburg im
Fortuna in Dichtung und Emblematik
des
Madonna. Ikunographic der Lukes
Breisgau 1999; Keystof, up. cit, (Anm. 14),
B.rock. Tradition und Bı deutungswandel
Madonna, Berlin 1933; G. Kraut, Lubar
73-78: K. Levy-Van Halm/L. L. E.
cines Mattos, Stuttgart 1970; E, Meyermalt die Madonna. Zeugnisse im
känstlerischrn Selbstorrtauduts in der
Landnut, Fortes, Die Göttin des Glücks
Malerei, Worms :986. Zum Topos der
Kiinstlerhind siche Anm. 53.
Schlüter, ‘Schildertechnick: middel es
doct? De "Mer. urius' en ‘Minerva’ van
Hendeick Goltvius’, Nederlands
kunsbistorischjasrbork 499-507,
Vgl. Maler christlicher Vorbikler in
1991-1992 (1993), 219-260; J, Müller/B.
Narizen zusimmengestelli, 2. Auf.
Braunschweig 1976; J. B. Knipping,
teonograply of hy Counter Reformarinn in
The tives ofthe iscrivi Netherlandish
und German: painters, from thyfirst edition
afthe Schilder-bveck (1603-1614). Preceded
ld
by che linzuge, circumstances
and place of
Siche Goltzius’ Bildnis Coornherss, um 1591
(Strauss, op. cit. (Anm. 1), Bd. 2, Abb.
birch, life and works ofKart van Mander,
28718, 164). Zur Mischung von religiöser
painter and poet and Ekewisc his death and
und weltticher Ik nogralie in dieser Serie
Imitetione
mit Pinsch: bei E. Ripa,
fessologia, Y. BusesrolifM, Praz (Hg.), 2.
Aufl., Mailand 1993, 181-182. Vel. festeatin
burial, from the second edition ofthe
siche Knipping, up. cir, (Anm. 1), Bd. ı.
bei Raupp, +p. ris. (Arm, 6), 290-293. Vgl.
Schilder-borck (1616-1618) (Amsterdam
63-65. Zur religiösen Finvellung vin
Farbenreiber bei Cornelis Con n uk
1603-1604), H, Mizdema (Hg.). 6 Bae.
Goltziay’ Zeitge:ssen siche 1. M.
Dournspijk 1994-1999 und Kiusmenta:
Veldman, ‘Images of Labor and Diligence
in sixteenth-century Netherlandish prints:
Federico Zuccaro, li Lamento della Pitura,
1579. Kupferstich (We, L. Strauss/T.
Shimura (Hg), Necherhandish artist.
Corn: tis Cort, (Uhe illustrated Bartsch, 52)
ibid., BA, 5, 174-225 E. K. J. Reznicek,
Die Zeichnungen von Hendrick Goltzivs.
Mit einem besshreibenden Kutalog
(Utrechese kunsthistorische srudién, 6), 2
Be, Utrecht 1961; R. Schleier, Tiabsde
the work cthic rooted in civic mordity or
Protestantivm?’, Sisntofus 21 (1992), Nr. 4,
727-264, bes. 261-262.
= Goltzius, Exemplar sirrresm, 1578,
Cobeti. oder Spiegel des Menschlichen
Kupferstich, 240 x 184 mm (Strauss, <p.
Lebensddari: Tugent und untugent
cit, (Anm. y), Bd, +, Abb, 24/B. 64).
un Siche Herzen ‘bid, Abb, 23/B. 14, 29/B.
ubgenuler ist’, Studies zur Rezeption einer
New York 1986, Abb. 221-1).
Siche E. W, H. Hollsecin, Fos eel - Gule
{Durch ind Flemish ci hings, engrivings
mi +
1930), D. Wuuke. (Hg. Berlin 1997,
ierm.uhena siehe M.
migration of symbols, New York 1977,
97-106,
18 Zur Fortuna siche Antn. 17; G. Kirchner,
im Wandel der Zeises, München 1997.
Siche +. B. Marcantonio Raintindis
Kupferstich Herkules beewinge Fortuna,
121:1:3510 (K, Oberhuber (Hg), The works
Mithamy Mods meditandi, Kuplerstich,
Kaschek, “Dies: Gotthziten sind den
nfMarcanteiiv Raimondi and offbis sell,
zwischen 1620 und 1630 (Knipping, op. cit.
gclehrter: heilig’. Hermes und Athena als
(The illustrated Bartsch, 27, fotmely
(Anm. 1), Bd. 1, 66, Abb. 61). Zur imisario
Leitfiguren nachr-formatorischer
val.ızne 14, part 2) New York 1978. 67,
Kunstrhestie‘, in:
I. Müller u. a. (11g.).
Div Macken der Schönheit, Hendrick
Ablı. 378). Stehe auch ]. L. Koerner, "Ih:
fortino of Ditrer’s Nemesis", in: Forzena.
and woodcurs, ca, 1450-1700, 7),
bei Goltzius sich D, Limouze, ‘Engraving
as imitation: Golizius and his
Amsterdam 1952, 61, Nr. 379; €. G. Y.
Schncevogr (Hg), Catstogue de: estampes
contemporaries’, Nederlands
Goltzins und das Kunstideal um 1600,
hunsthinor ischjaarbock 42-43, 1991-1992
Ausst.-Kar. Hamburg, Kunsthalle.
1995, 239-294.
(1993). 440-455 D. Krystof, Werben fte
Hamburg 2002, 27-32. Siche :. B. Egidius
G. Abel, Stofzianus und Frühe Neuzeit.
W, Haug/B. Wachinge: (Hg) Tübingen
untiken Rildbeubrebiing im 16. und 17.
62, 30/1. 60, 30, 37. 54, 58/B. 67, 59/B. 63,
gravées d apres PP. Ruben, aves
Jahrhundert, Berlin 1073: W. L. Strauss,
GAB, 71, 63/B. 72, 65/B. 74. Siche
niederländische Elerikonografic bei
l'indicazion de: collection: où se trourent les
tableaux et les graves, Harlem 1873, 148.
die Kunst. Bildliche Kunsttheorie und des
Sadelers Herenathena nach Hans von
Zur Entuchnügsgeschichte modernen
Rhetirische in Kupferstichen von Hendrick
Aachen (1. d. Ramais, Aegidi:os Sadelrr 11
Knipping, ap. :11. (An:n. 1), 98-105, Vel.
Nr. 915 E. ]. Sluijter, "Venus, Vire en
Goltzius (Studien zur Kunstgeschichte,
(The illustrated Bartsch, 72, part ı,
Denken im Felde von Erik und Uitiik,
Berlin/New York 1978, 67-113.
Haven 1977. Siche Goltziuslite:atur bis
Boétius Bolswerts Malerei des Herzens von
1993 bei J. Kosten, "Bibliografie",
1620 (br, 68, Abb, 62). Siche Dokument
Nederlands kunsthiaorich jaarbock 42-43,
zu Coornhert von 1576 bei Nichols, ap. cit.
1991-1992 (1993), 509-535. Sicht
{Anni. 1}, 86-87.
Coornhert sich [hemskerk, Sur, 1550,
Pieces in Nederlands kunsihistorisch
qarback, 42-43, 337-396. 1993, bes. 166,
Abb, 273.
‘So seid nun Guttes Nachfolge: «ls dic
Hindiik Goltsins 1558-1607. The complete
exgramtugs ind woodcuts, 2. Bde. New
Gola@iusdokumente bei 1. W Nicheds,
"Hendrick Golezins = Documents and
Kupferstich, 274 x 196 mm (I. M.
printed literature concerning his lil”,
Veldmin, Dirck Volkerssz. Cooruhert (Uhr
lieben Kinder und wandelt in der Liebe,
gleichwie Christus uns hat geliebt und sich
selbse dargegeben für uns als Gabe und
107), Hildeshrim 1997, 133-137.
supplement), New York 1997, Abb.
Siche Goltzius’ Misericordia dei, ur: 1577
7201.1161 S:).
Weddigen, Federico Zuccaro zwischen
und Prudentia (Strauss, op. cit, (Anum. 1),
Zur (kürstliischer:) Vietus siche L, R.
Michelangelo und Rafael: Kunstideal und
Bd, +, Abb, 30/8. 60 und 31/B. 75);
Alberti, Das Standbild - Die Mathunst -
Christus, um 1578 fibid., Abb. 51/8. 42)
Glaube, um 1578 {ibid., Abb. 54-65);
Verkindigung, um 1580 (ibid.. Abb. 14:/B.
Grundl:gen der M:lerei, De statua — De
pictur: — Flementa picture. O.
Bilderkule zus Zeit Gregors XUL in: T,
Weddigen (I lp.). Federico Zuccaro. Kunst
zwischen Ideal und Reform, T gung Rom,
Biitschmann u. 1. (Hg.). Darmstadt 2000,
[sticutn Svizzero, Bibliocheca Hertziana,
Zu Luccaros Paras sirtatissiche culera T.
Page 22
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)hratienreise als Tugendweg
Tristan Weddigen
132
(Bibliotheca helvetica romana, 27), Basel
commentariorem, Mediaenil and
(Sammlungskataloge des Berne:
2000, 195-268.
renaissance Latin translations and
Kansunuseums, 2), Bern 1977, 241-246 S.
Zu den Wandralercien des Palazz:
Zuccari siche K, Herrmann-Finre, ‘Dic
commentarios, Anntated lists andguides, 8
Bde., Washington 1960-, Bd. 6, 1-14.
Kuthy, "Die Berner Kubes-Tafud. Eine
hellenistische Wegleitung zum Heil’, in:
Frusken Federico Zu caris in seinem
Sich edition princeps von K. Pracchtes
G. Herzog u. a. (Hg), fr Schatten des
rómischen Riinselerhaus’, Römische:
(Hg). KEBEITOLIUNAS = Cebetis
pathy back der Hibliothica Hereziana 18
Tibia, Biblivotheca scriptorum
Goldines: Leitalters, Künstler und
Aufiriggcber im bernischen 17, Jahrhundert.
30
Siche M, Boas, ‘De Hlusrratice der Tabula
Cebuuis’, Het Baek. Tweede reeks van het
Tijdschrift voor Bock-en Bibliotheekwezen.
9 (1920), 1-16/10$-114 und vor allem
Schleier, op. ces, (Aron, 0). Vel, su Schleier
—
(1979). 35-012; E. Leuschner, "ll camin
Gracorum er Romanorum Teubneriara,
À l'inibre del âge d'ur, Artistes es
Leipzig 1893. Siche auch R Joly, Le
cconmanditaires su XVIF siècle bernisis,
Tableau de Cébès es la philosophic religiritie
Ausst.-Kat. Bern, Kunstmuscum, 2 Bde.,
the College art assochirion 48 (1976), 150. 2,
und der Architekiue sein» römischen
(Collection Latomus, 61), Briissed 1963; S.
Bern 1995, 2, 273-292 und auch ¿bid., Bd.
295-297.
Kürselerhauses”, in Weddigen, up. cit.
Sider (Hp), Cebes’ Tablet. Facsimiles of thu
1, 186-187, Nr, 153; T. Bhactacharya-
(Anm. 20), 169-194. Zur Virtus bei
Greek text, and of selected Latin, French,
Suttler/N, Bäschlir:, ‘Die Berner Kehes-
Zuccaro siche King, ep. cit. (Anm. 17),
English, Spanish, halian, German, Dutch,
87-88.
send Polish translation, New York 1979; D,
Tafel, Ein Restauricrungsberiche’, Herner
Kunstmisteilungen (1995), Nr. 300, 9-19.
Mander, ep. et. (Ana. 1), Rd.1, 396-397,
fol. 284 v: ‘de heklighe kracht der
Teycken-const en t‘vermoghen des Gracf.
Pesce (Hg.), La Favola
di Cebcee, Brescia
1982; ). Y. Firzgerald/1.. M. White, ie
Tubula ufCotes (Society of biblical
Siche zu: Ekphrasis M. J. Marck, E&phrasis
und Horrscherallegorie, Antike
Bildbeschreibungen im Werk Tizisns und
risers”. Ze Goltzius' Arimichen Heroen
literatate. Tests and eranslations, 24.
Leonardis (Römische Studien der
Ribliotheca Hertzisaa, 3), Worms 1985; G.
3
Religiun und der Kunst (London 1964),
übers. v, Christa Buschendorf,
(Subrkamp-Taschenbuch Wissenschati,
1010), Frankfurt
am Main 1992; R.
Wirtkower/M. Wiukower, Born under
antichi (Venezia 1587), G. Auzzas u. a.
(Hg.). Vicenza 1996, 199.
3 Ss Vel. Goltzius' Seductio, um 1578 (Strauss,
vp, cit, (Anm, 1), Bd. 1, Abb, 82/B. 85).
Vel. Anonymus, Herkules um Scheidervege,
Saturn, The character and conduct of artists:
A documented history from Antiquity tu the
French Revolution, New York 1969.
nach Jan Sacnredam, Voduptas mit
dic Rezensionen von O, Ferrari, "La
Tabula Cebetis® Storia dell'arte. 14-15
(1975), 183-184 unıl E. |. Dwyer, "Review!
The art bulletin, A quarterly published by
sovrano... Zu Federi o Zuccaros
T'ugendbegriff ir: den Fresken der Galleria
133
Mausetalle (Panulsky. op. cit. (Anm. 17),
Abb, 60; Schleier, ap, «ir. {Anm. t), Abb.
36). Vgl. Anonymus nach Abraham Bosse
D, Lampsonins, Lamberti Lombardi apud
Eburones pictari: veleberrimi vita.
l'étoribre, sculproribus, architectis, allisque
idgenus artificibus utilis rt necenaria,
Brügge 1565. Siche J, Hubaux/]. Puraye,
Siche Schicicr, op. cit. (Anm. 1), Abb. 34
und 39. Zum Wahrheitsproblem der
Abb. 35). Vgl. Alciatis Pinta religione (A.
Alciaci, /ndex Emblematicum, Y. M. Daly
309-320. Zur pietura vana siche Raupp,
u. a. (Hg.), 2 Bde., Toronto u. a, 1985, Hd.
2, Nr. 6}, Zur Maske siche E. Lettschner,
Person, Larva, Maske. Ikonologische
Studien zum 16, bisfrühen 16. Jahrhundert
Dominique Lampson, l.:mberti
Lombardi... vita, Traduction et nates’,
so
Done um Fran Welt, Kupferstich, um 1585
(Ki:ipping, op. cit, (Anm. 1), Bd. t, 43,
Tabula siche Benedetti, op. cit. (Anm, 25),
up. cit, (Anm. 6), 266-288.
si
Siche Anm. 24. Bereit, 1582 hate Goltzius
in einer viertciligen Stichserie (Strauss, ap.
cit. (Anm. 1), Bd. 1, Abb. 150-153/B,
110-113) die Tugenden dargestellt, die dei
(Europiische Hochschi:schriften, Reihe
Mensch und dee Kinser auf dem Weg zu
Revue beige d\irchdolugie es d histoire de tart
XXVII, Kunsigeschichte, 292), Franklun
18 11949), 53-77, bes. 65; J, Becker, ‘Zur
am Main/Bern 1997.
Glück und ur Ruhe (Quies) brauche,
nämlich Arbeit und Fleiss (Labor und
siehe Krystof, op. cir, (Ann, 14), 106-116;
Graeco-Roman religion series, 7), Chico
WS. Melion, "Memorabilia aliquet
1983; 5. Benedetti, /rinieruri di Cebere,
Borhnv
H. Plorenhacer,
niederkindischen Kunstliteratur des 16,
Tradizione e ricezione della Tabula în bilis
Beichreibungskunst,
Jahrhunderes: Domenicus Limpsonins’,
Vgl. Coorthere nach Goltzius, Opinii mit
Brillen (Veldman, op, cis, (Anm. 6),
Diligentia), Kunst und Übung (Ars und
Romana strenuizatis exempla: the
thematios al'arcisanal virtue in Hendrick
Goltzius's Roman heroes’, MEN, Funded
in 1886 as Modern language notes 110 (195).
dal
XV il AVITI
seco o (Sedi (e cesti)
italiani. Collana del Dipartimento di
Ukplvasis von der Autihe bis zur Gegenwart,
Nederlands kiesuhistorischjaarbock 24
232-235. Abb. 5501.068.1-4). Siche dic
Opulentia). Dazu Krystal, op. cis. (Anm,
München 1995. Siche zu ur picture porsi
(3973). 45-61, bes. 41. Zu Lampronius und
Brille als symbol der
italianistica espertacolo, 13), Ram 2001,
RW. Lee, Ut picturs puesis: the hunsanistie
Lotibard siche Y, S, Melion:, Shaping sr
Voreingenommenhcic bei A. Henkel
A,
$2 Hendrick Goltzius, Blührnder Fingerhis,
Kunsebeshreitung.
4o
(sus), Ele und Reichtum (Homer und
14), 19-50.
M. A. Gillis, Cebeti des thebaenschen
theory ofpainting, New York 1967, Siehe
Netherlandish sun, Karel : an Mander’
Schöne (Hg), Enblemara. Handbuch zur
1492. Feulerzeichnung, 176 x 99 rami,
Bil. 1, Abb. 230-239/B. 94-103).
21 Jacob Matham nach Hendsick Golezius,
Tibula Cebets, 1592, Kaplerstich, 66,4 x
philoscaphs tafercel, Antwerpen 1564, Sicht
zum paragone Limouze, op, eft. (Anm. 14)
Sctrilder-boeck, Chicago/Landon 1991,
Sinnbildkun des XVI. und XVII,
dazu M. Buss, TD: Nederlandsche CebesLiteratu’. Met Boek, Tiveede rechi van het
und zulerzi E. Mai u.a. (Hg), Wertsereir
143-859. Zu Mander und Lampsonius
siche ibid, 160-173,
Jahrhunderts, 2. Aufl., Scuttgare 1996,
Edgware, Middlesex, Sam:ndung Edinund
Schilling, (Reznicck, op. vit. (Anm. 1),
124,5 0m, Exemplar in Wien, Grafische
Tijdschrift wur Bock-en Biblindcekwezen,
Diver bis Daumier, Ausst.-Kat. München,
Nr. 5, 1090-1134 (Strauss, vp. cit, (Anm. 1),
25
Samunl.ing Albertina, inv. H 138, 61
7 (1918), 1-28; Schleier, ap. cit, (Ani. ı),
(Srruss, ap. cit. (Anim. 7), Abb. 139).
Nicht erwihnt bei Hirschmunn, op. cit.
Zi den Jesuiten siche Benedetti, op. eit
(Ani. 1). Dazu Schleier, op. cir. (Aum, 1},
(Aum, 25), 309-320. Sicht loseph Plepp
der Künste, Malerci und Skulptur vor:
Haus der Kunst, Wulfratshauser 2002.
Siche E, d. Hollinda, Vier Gespräche uber
22-21.
die Malerei geführt zu Riv 1538.
Originaltext vit Übersetzung, Einleitung,
32
Sich: Golrzius' Bildnis de: Orselius, um
227/B. 180). Siche Dokument vam
24.6.1591 bei Nichols, ap. ir. (Anim, 1), 89.
donna vieca e pazza che sta con i piedi
D. Lampsonit:s, "Typus vite humana ex
sopra un rotondo. sasso.”
95-96, Vgl. HW +, Lailineysen, Die
nach Jacob Martha, fabulie Crbrris, zirka
Beilagen und Erläuterungen, 3. d.
Tabula Cebetis’, in: Poemata rt effigies
1633, Öl auf Leinwand, 161 x 308 cm, Bers,
Vasconcellos (Hg), Wien 1899, 74-75:
ernie fratrumi Belgarum, |, Coutcmns (Hg)
Kunsemuscum, Eigentum des Staates
Schleier, xp. efe. (Arm, 1), 61. Zur
Bern, Inv. 276 . Dieses Gemälde wird dem
Stummmheitt der Malerei siche D, Krystof,
Symbobu:11,4Humanissimo Domino Petro
Berner Architkten, Feklmesser und Maler
"Die wahre Kunst ist bescheiden und
Frans Floris, Tabula Ceheti., 1561,
Boom, viruf/Consulari Amstdredamensi,
Juseph Plepp rugeschrivben. Der Adlige
schweigs.un’. Zu Gultzius' Midasurieil
Kupicrstich, 452 x 299 ı 454 1 298 cm
David von Büren (1614-59), der eine
van 1590". Nederlands kunsthisorivh
milicärische Karriere in Frankreich und
Jasrbock 42-43, 1991-1992 (1993), 427-437-
tutta la vita umana fa la Fortuna una
42
Leiden 1612.
Kritiker, Eisenach/Kassel 1956, 270-271.
“Hor e artis Chalcugraphice
allini sus HGuleziuWInvento: imicitia
Vel. Cartari, op, cis, (Arm. 38), 418:
"Cebete in quella tivoli nella quale dipinse
ältere niederlindische Miteres, Künstler und
Cebetis Tabulafflageartissime culeori,
1423=1435.
2
1586 (Strauss, «p, cit, (Anm. 1}, Bd. 1, Abb,
34 Zu Galle siche Anm. 2. Philipp Galle nach
$601.082; Schleier, «p. cir. (Anm. 1), Abb.
4A
Identifikarion mir den Apostol Pattes von
1589 gedeuret (J. Miler, "Les masques di
la beauté, La vie L'Hendri k Golizius dans
Siche 'finl prodega’, 1544 (Schleier, op, it.
(Anni, 1), Abb. 39).
te Servire culturel du niusér du Laure,
Tagung Paris, Musée du Louvre, Paris
thy Romar: viewer. The rransformation af
art from the pagan world 15 Christisnity,
den Figures des Jacobus des Älteren,
Cambridge: 1995, 21-48; in evidentes
Jacobus des Jüngeren, Simon, Judas und in
Unkennenis von Schleier, op. cir, (Anm. 1),
abgewandelter Fornt auch in anderen
Aposteln der Serie vor, wie auch besonders
im Aerkufe von 1589, der aut dic
Holland verfolgte, gab dic kolorieite
Zur philtophia pieta siche S. Sider,
privignos sculp./Anno 1592." Za:
Kupic vermutlich nach 1633 für den
"Interwnver: with poems and piccuce’, A
cit (Aum, 7), 225.
Widmungen sich: M, Bury, 1%: próne in
Rittersa:l seines Familienschlosses in
protoemblermatic Latin translation ofthe
Itchy 1550-3620,
Vaumarcas beim Neuenbi1ger See in
Yıbıda Grbreis‘, ins BF, Scholz u, a
Lebensallegorieit in den Niederlanden
Bildnisse son Boom, der 1587
Auftrag, Es ist anzunchmen, dass er mit
(Hp). The Europeun emblem, Tagung
siche Knipping, sp, eis. (Anm. 1), Bd. 1,
beklige sich Elsner tiher die mangelhafte
73-78.
kunsthistorische Bearbeitung der antiken
Bürgermeister von Amsterdam und
dieser komplexen Allegnrie, deren
Glasgow, (Syinbola +1 emblemata. Studies
Oberst der Infanteric gewesen war, bei E.
Reproduktion er vermutlichi aus den
in reraissunce und baroque symbolism, 2),
Muller, Beschrijernde caralogus van zio
Niederlanden michrachec, seine
Leiden u. 1. 1990, 1-18, Zu den
porte teen, can nederlanders, en van
meridischen, intellektuellen und
Philosophen siehe Alberti, op. cf, (Ant,
buttenhinders, int Nederland in brtrckhing
Ssthetischen Ambitionen zur Schan zu
14), 240-241: G. B. Armenini, De' veri
stand, efkountia vis de collection: de
stellen suchte. 1689 wurde das Werk der
Biotest, Verssolk van Soelen, Lambert, oz,
Arnscerdam 1853, 42. Vgl. Pedibdicierting
van ALN, Worthen, ‘Colligraphic
35 Zur Tosbula Ceberivund zu anderen
in: M. Waschek (Hg.), La Vies d'artistes,
Actes du colloque ¡nsernasional organ isd par
(Reznicek, up, ci. (Anm. 1), Abb. K 83).
40). Zur Neuzuflage siche Widerkehr, ap.
London 2001, 78. Siche
le Schilder-Boeck de C.irel Van Mander’,
Val. Erzählsiruktur bei J. Elsner, Arr and
ergo 1). D.Hacobu:s Mathamits Golrzij
29
cit, (Auta. 1), Abb. K 432). Dic Hand
wurde als ein Hinweis uuFGoltzius’
Heiliger Fumific nach Goltsixus (Strauss,
44 Vel. Goltzius' Sper mit Anker von 1592
(Dolders, :p. cir. (Anın. 2), 113, Abb.
Goltzns’ Hand von 1588 (idid., Abb, K
165-166). Vg). Vorsrudicn (Reznicck, up.
Vgl. Sonnensegelmotiv in Matham,
op. cit, (Anm. 7), Abh, 107).
4 pr
Abb. K 409).
$3 Siche Est unten im Appendix, Siche
1996, 149-176). Sic komme jedi h such in
Tabula Ceberi:.
herkulischen künstlerischen Taten und
Bezeichnungen aus Goltzius' Table:
Crbetis gefühn wie uch einige der
Siche
;. B. E, Cocci (1538) fiber die
Tugenden Goltcius’ alludicrt (Strauss, op.
mnenmechnische Funktion der
cit, (Anm. 1), Bd. 2, Abb. 267-280/B,
Kebesraful (Schleier, up. cit, (Arm, 1), 62),
precetti della pistso
a, Raventia 1586, 32:
wichtigei: griechischen Originalbegrille.
Zitate aus der Inschrift von Est sind
Rerner Scadebiblicthek geschenki, in
deren Gemäldegalerie aufgenommen und
Giovanni Busta Adrianis Zweifel in Gi.
Vasari, Le rite de più vevellents pier!
vielleicht im Sommerauditorium der
edler! ed at whitettori seritre da Giorgio
Pisckheimers deutsche Übersetzung in
kinship of writing aud piceuring in the
Vasari pittore avetine, in: Le spore
di
Schleier. op. vis. (Anm. 1), 143-155.
curly seventewnch-centuty Netherlinds’,
Melon, ‘Love and artisanship in Hendrick
Ward
Goleius's Venus, Bacchi:s and Ceres of
inscriptions
on Dutch mannerist print’,
reformierten Uheologieschule aufgchängt,
Nederlands bunstbistiviveti jaarhoek 42-43,
we es sich als ansch auliches Lehrmittel fiir
Ginrgio Vasari con nuove anuctisioni e
1991-1992 (:993), :61-306, bes, 185,
Echik und Griechisch cipncte, Siehe dazi
commenti (Firenze 1968),
Zu den Editionsn siche 1. O. Krisseller
PL Wagner, Gemalde des 15. und 16,
(Hg), 9 Bd. Florenz 1906, Bd, 1-7, Bd, 1,
(Hg). Couulogus srandutionvnt rt
Jabrbunderts ohne Hraliro
a.
Gi. Milanesi
36 ta Klammern sird alle laccinischen
44-56 und 283/B. 14:). Es handelt sich
Tingegen in cinfichen Auführungsstrichen
47 Siche Appendix.
48 Siche Appendix.
daher eher um ein Markenzeichen als um
vine Identifikation mit Paulus, Zu
wiedergegeben. Vgl. v. a. Willibald
49 Vel, WS. Melion. ‘Memory and the
Goleiuv Hand siche Krystot, ap. «ir.
37 Der Baurn (doe) verweist vielleicht such
auf de: Adressaten des Kupferstichs,
Pieter Cornelisz. Room: (sicht Anm, 241.
38 Vel. V. Cartari, Le imagini de 3 dei de gli
fiige 8 (1992), Nr, 1, 48-70.
Siche R. Klibansky it. a, Sıruen mud
Melanchotic. Studien zur Geschichte der
Naturphilosphie und Medizin, der
(Anm. 14), 19-23 und 177-586; WS,
1606', Art History
16 (1993), Nr, t, 60-94:
WS. Medion, ‘Self-imaging and the
engraver's int, Hendrick Goltvius's Pietà
Page 23
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Prisa Weddigen
of 1598". Nederlands kunsthistivisch
featienreise als Tugendweg
(Hg), Fr Midler dinasty, (Vhe new
Holstein. Durch & Flemish etchings,
engravings and woodcuts, 1450-1700, 3
Bde,, Rotterdam 1999, Bd. 2, Abb. 33.
Kunsthalle, Hamb.irg 2002, op. cit. (Anm,
Meuallstiftzeichnung, 97 x 70 mm, Milton
von 1589 und Mathams Rildnis van
the paradigm «il Protean virtuusiey in
63), 162-153, Abh, 50; Strauss, np. vit,
Hebold, USA (Reznicek, up. cit. (Anm, 1),
Winghes nach Goltzius vor 1592 (G.
(Anm. 1), Bd. 2, Abb. 344/B, 190).
Hendrick Goltzisis, Bildris facob Mirchamns
Abb, K 345: Reznicek, sp. cit. (Anm. 15),
Denhaene, ‘Un témoignage de l'intérêt des
Haarlem «round 1600*, in: Cultural
differentiation and cultural identity in the
277, A 222). Der bardose, als lernendor
humaniste, Hlurnands pour les gras ures
W'iderkchr, op, cis. (Anm, 7), 225-226,
and Gilli: van Breens? (gespiegelter
italiennes: une lettre de Philippe van
|. Miller u. a. (Hg), Die
Manders’, io:
Marker der Schonbeîe. Hendrick Geltzins
Siche (gespiegelt) Galteius! Bildnis Jacob
Ausschnitt), 1592, Metallstiftzeichnang, y2
Zeichner in Golizius Apollo Belvedere von
1592 durgestellie Mann (Strauss, ap. cit.
Wingh à Abraham Ortelius’, Budfetin de
advanced study in the visual arts,
Mearhams, 1592, Kreideveichn
ang, 368 x
x 117 mm, Amsterdam, Historisch
(Anim. 1}, Bd. 2, Abb. 314/B. 145: vel,
l'Instscue hi torique belge de Rommel Bulletin
Symposium papers, 27/12)
and das Kunstideal ton 1600, AusstKat.
286 cin, Wien, Graphische Semmlung
Museum, inv. 1863, Nr. 69 (Reanicck, ap.
Hambu:g, Kunsthalle, Hamburp 2002,
1216; P. Roctrig, “Ob gelehricr Stichel,
Albertina, ins. 374 (Reanicek, op. oft.
cit, (Anum, 1), Abb, K 388 1). Vel.
Hirschinano, ep. cis. (Anm. 1), 60-61, Nr.
347) zeigt ähnliche Augenlider wie
52 (1992), 69-138, Abb, 1 unl 2; Hullstein,
{Anm. 1), Abb. K 279), Vgl. Worthen, op.
de Sich: Raffach fesa von 1592 nach ciner
Hischmana, op. vis, (Anm, 1), 58-60, Ne.
derjenige im Pelzmancel; allerdings weicht
np. cit. (Anm, 65), Bd. 11, 247, Abb. 405:
Vorlage von Gispare Celio (Strauss, op,
ob kunsfertige Hand’, Über Schrift und
vit, (Anm, 24), bus, 185, Siche Bild nisse
145.
cit, (Aum. 1), Bd. 2, Abb, 298/B. 269).
Mathams bei H. +. Hall, Peersrerten nan
Dass es sich beim Bärtigen um Jacob
die Nasen- und Mundpartic so sehr ab,
dass dic buiden Bildzisse, entgegen meiner
Widerkehr, ip. cit. (Anm. 7), 224, Abb,
Bild in den Kupferstichen von Hendrick
127).
Sivhe Zeichnungen nach Polidoro von
Goluzius’, in: J. Müller 1 a. (1 1g.), Die
Needertandse berldende kursitenaurs.
Savery den Älteren (um 1565-1602)
Zur Porträtproduktion siche
J. P. E. Kok,
jaarbaek 46 (1945), 104-143: Melion, up.
vit. (Anm. 22); |. Müller, ‘Die Masken der
Schörndbeie, Dic Vira des Hendeick
Goltzius im “Schilder-Boeck" Karel van
wen het Belgisch histriteh inctituus te Rove
visual arts, S.J. Barnes, $. Metion (Hy.)
(Studies in the history ofare/Center of
Hanover/Londot: 1989, 113-134.
Portraits ofDurch painters and othe artist
hander: solle, wie Arent van Buchel
ofthe Low Countries. Specimen «fan
anmerke, ise daher unwahrscheinlich
ersten Meinung, nicht mit Sicherheit mic
derselben Person identiliziere werden
können, [in Porträt M tchams (sect
irenagraphy. Repertorio, Amsterdam
(siche G, +. Ryn, ‘Arent van Buchel’s Res
Andicas Stolzenburg in: Muller, op. ir,
Leeflang/Luijien, op, cit. (Anim. 1},
Abb, B, 248-256; unter Suturn ‘in
1963, 201-202.
picture, auntcekeningen: betreffende
(Ans, 63), 114) int jedoch auszuschließen.
147-151. ‘qui in Roma ritrasse diuersi suoi
Tyronum gratin) und weitere
Zeichens. Dürer - Raimondi - Golezius.
Zur Atsstellung des Kupfesstich-Kabinetts
Siche Golrzius' Selbsrbilduis, zick.i 1591/92,
kunst en kunstenaars", Oud-Hofland,
Allerdings ist keine Ähnlichkeit mit einer
amici virtuosi" (G, Baglione, Le vite de’
Pilidorostiche van Sacnsedam nach
Krcide:cichnung, 365 x 192 mm,
Nienswe bijdrigen voor
de grschledenis der
Figur in Cornelis
pittori scultori er srrhitetti. Dal Pontificato
Goltsius’ Zeichnungen (Strauss, ap. cit.
von 25. Oktober 2001 bis 11. Januar 2002,
Dresdener Kunitbläner, Zweiuonatsichrift
der Staatlichen Kunstsnmindungen Dresden
Stuckholia, Notionalmiuseum, inv,
Nederlundsche kunst, letterkunde,
des Lazarus von 1602 oder in Galtzius'
1867/1863 (Reaniiek, ap. cit. (Anm, 1), Abb.
aijuerheid, end, 5 (1887), 143-154, bes, 15%
Mystische Vermählung der heiligen
di Gregorio XIE, del 1572. In sino a’tempi
di papa Urbano nel 1642. Scritte da Gio.
(Anm. 7), Abb. y: (230) und folgende). Zu
letzteren siehe Limonze, »p. cit, (Anm. 14),
K 255). Siche Biklnisse Golezius' bei Hall,
«gl. Hirschmann, op. ci, (Anm. 1), 59-60).
Katharina von ca. 1600/02 zu erkennen,
Baglionr roman e dedicate
445-448. Siche R. Reifsuyder, "The vight
46 (2002), 8-14. Zum Motiv der
ap. et. (Ana, 56}, 113-114. Die cigendiche
Das Doppelporträt galt bis anhir: als
dic beide nach van Mande: für Ban gemalt
Kunsderhand siche P. Barolsky, “The
artist hand’, in: The craft fre
Vorlage, vermuthich cin nach rechts
unidentifiziore, wie zuletzt in Milles, op,
worden scien (vgl. dasu Leeflang/Luijren,
all'eminentissimo, e vieverendissinti primipe
Girolamo vard. Colonna, Rom 1642, 66).
Roman gods: Goltzins and Polidoro”, in:
G. Harcourt (Hg.), Hendrick Geltzius nd
gewandtzs Profilbildiis ode: selbstporsrät, ist allerdings nicht erhalten.
Siche Goluins, Biddbiss Gillis sin Breens,
cit (Anm, 60, 116, und wurde kürzlich auf
op. ‘it, (Anm. 1), Nr. 97, 272-273),
1. Feeley, "Goltzius and the Netherlandish
ty vlassical tradition, Ausst.-Kat, Los
physingromisch nicht überzeugende
Vel. Bildris von de Gheyn bei K. v.
interest in classical art’, in: G. | larcourt
Angeles (University
of Southern
Weise als Jan Matthysz, Ban und Philips
Mander, Das Leben der niederländischen
California, Fisher Gallery}, Los Angeles
1592, Mecallsciftzeich nung, 100 x 75 mm,
van Winghe gedeutet (Lecflang/Luijten,
und deutschen Maler (var 1400 bis vu. 1615)
(Hg), Hendrick Golezits and the classical
tradition, Ausst.-Kat, Los Angeles,
chemals Sammlang Wellesley, London:
(Rernicck, up. vit, (Anm. 1), Abb. K 266).
op. «it. (Amin. 1), Nr. 42, 132-136).
(Amsterdam 1617), Fi. Flaecke (Ug.),
University of Southern California, Fisher
Ratfacls Gulatea von 1592 (Strauss, op. vic.
Hendrick Gulrzius, Herkules Farncie, 1592
Gallery, Las Angeles 1992, 32-35. Siche
(Anm. 1), Bd. 2, Abb. 288/B. 2:0),
Vgl. auch den preitkrempigen
begornen, 1617 publiziert, 418 x 300 mm
{Kunstgeschichtliche Suudien, Der
Galleriestudien IV. Fargo, 1-2),
auch Leetlang/Latijten, ep. cis (Anm. 1),
Siehe daru Luuschner, ap. ci: (Anm, :0),
{Strauss ap, oe, (Anm. 1), Bd, 2, Abb,
MinchenfLeiprig 1991, 373. Siche
117-145. Zu ‘Rom herrsche! siche Nichols,
201-214, Abb. s und 6.
Vasari, op. cis. (Anm. 29). Bd. 4, 399 und
Masken der Schönheit, Heidrick Golizius
und das Kunsrideal rim 1600, Aussı.-Kat,
Hamburg, Kunsthalle, Hamburg 2002.
T. Ketelsen, ‘lin Banne des
22-26;
Originality and industry in the hakian
Renaissance and baroque workslinp, A. Ladis
(Hg) Athens 1995, 5-24; M. O'Malley,
‘Lace fifteetith- and carly sisteensh-century
painting contracts and the stipulated use
Flat in
Cornclis:, Auferweckung
‘Artists portrayed by thei: friends, Goltzius
1590/91 (Reznicek, up. «is. (Anm. 1), Abb.
K 239-253). entsprechende Stiche von 1592
und his circle", Sioniobis 24 (1996), 163-181;
(Strauss. op. si, (Am. 1), Bd. 2, 289-296,
1992, 36-39. Siche auch des Stich nach
of the painter's hand’, in: E. Marchund?A.
Wright (Hg), With and without the
Medici. Studies in Tuscan ari sind patronage
1434-3530 Tagung London, Warburg
Goluius Bild!) Gillis van Breens vou 1590
fibid., Abb. K 265), Zu weiteren Porträies
Bildnisse de Gheyr:: bei Mall, up. ese.
sp. cit. (Anm. 1), 89. Zu möglichen
(Anni, 56), 107-108. Zu Gheysi siehe auch
Vorlagen sich" P. P, Bober/R. Rubinstein,
Bil. 7, 164.
Instiuee, Aldershot 1998, 155-178; 1..
"Een nicuw-ontdeke porirer van Gillis var:
Siebenunddreissigjährigen (1602.
JE. Koku x (Hg), The de Gheys:
Renaissance artist; und ansigue sexdpture. A
Sicptzall, “Le mati
de la tain dans la
Siche S. Seclio, Extriordinario libre de
Breca, gerekend door Hendrick Golrzius’,
lohannes. Sienredam. aeftatis). XXXVII,
h:dbowk af sesrces, Oxford 1986.
archistetenra nel guate si diner trenta
Bulletin van het Riksmuwu 48 (2000),
anno") sehcine anpeblizione zu sein. Es
family, (The sew Hollsrein, Dutch &
Flemish etchings, engravings and
Siche Golezius" Moses (Reanicck, ip. sit.
porte di upera rustica mists von diversi
150-155.
wurde von Hendrick Zoccchour
wood urs, 1450-1700, 2 Bde., Rıicterdam
specie con Li seriteura davanti, che narre il
peinture allemande, 1420-1520", in: Norms
and variutions inte. Essays 14 duna of
Most Burasch, Jerusalem 1983, 63-80; M.
Warake, "Der Kupfin der Land", in: Y.
Hofmann (Hg), Zauber der Medusa.
Europäische Maxierismen, Ausst.-Kat
Wien, Gesellschaft biklender Künstler
Österreichs, Kitnsulerhaus. Wier: 1987,
vie van Breen siche M, Schapelhoumir,
3:2/B. 143).
n Dieses Porteat des
Siche Goltgius’ Bildnis Gillis san Breen,
herausgegeben und enchäht die Inschrift
2000, Siche Bildnis Mullers bei Hall, vp.
(Anm, 1), Abb. K 332 und
Lcctlang/Luijren, op, cit. (Anm. 1), Nz 44,
zirka 1588, Helklunkelholzsehnit, 206 x
vin Theadarus Schicvelius; Saidamum
cit. (Anim. $6), 222; keine Bildnisse de
138-139), Vel. auch Leonardo Sormanis
tuto, Venedig 1558.
142 mm (Strauss, ep. eft, (Anm. 1), Bd. 2,
patric est, felici sidere nants fdiscipulirs
lodes ‘bid. Zu Muller siche J, P, F. Kok,
und Prospero Bresciano» Moses,
Vel. Johann Gregor van der Schardr,
Abb. 404/B, 239). Siche Bilduisse van
Bivens bei Hull, ap. cit. (Anz. 56), 44.
Galzi, Lixyppi imitutorin were fntentus
‘Jan H.irmensz. Muller as printmake: — Y,
Brunnensiatue, 1588, Ram.
celo, calum meditatus ct astra, ¿Cum
Prins quarterly 11 (1994), Ne. 3, 223-264; J.
Hermes, 1570, Bionzestaruette (Krystof, op.
cit. (Anm, 14), 234, Abb, 57) urd Adrian de
ue Mander, up. eft, (Anm. 1), Bd, 1, 404-407,
erden er venti di opera diticans di diverse
Siche (gespicgelt) Hendrick Golezins,
sculpsit fatuas dactasque ad sacra
PE. Kok. "Jan Harmer:sz. Muller
as
fil, 286 v-287 1: So wie Platon seinem
puctlas/ls quançus fuctit monumenca
printmaker - 11, Print querterty 11 (1994),
Geburisgott (Genin und dem Glück
Bronsestacuerce (L. O, Larsson, "Zwei
Nr. 85-86, 244-248. Siehe auch Goltrius
Bildnis eines Jungen, sitka 1592 (in spácorer
Schrift 1596), Metallstittzcichnung, 92 +
loquuntu: cu era. Theodorus Schrevelius’.
Nr. 4391-378: J, PF, Kok, Jan
(gheluck) danke, dass er nicht als Barbar
Frühwerke von Adrian de Fries’, in: G,
erudita und beste mano in Golrzius'
11} 10m, Amsterdam, Ámsterdam
Vel. FW H. Hollstein, Dusch and
Harmensz. Muller as printmaker = HI,
oder Tier, sondern als Mensch, Grieche
Cavulli-Björkman (Hg), Netherlandish
Bileinis Gales, 1582 (Strauss, ep. cit, (Anim,
1), Bd, 1, Abl156/B, 170), Zum Fingerhut
siehe H, Bichrold-Stiubli/E. Hofmann-
Historisch Museum, cat, 1863, Nr, 69
Flemish etch, Hugh, engravings and ssoudeutt,
Catalogue’, Print quecteterty 12 (1995), Nr, 1,
und zur Zeit des Sokrates gelebt habe,
mensicrism, Ausst.-K.t. Stockholm,
(Reenicek, sp. cis, (Arm. 1), Abb. K 388 +).
a. 1450-700, Amsterdizn: 1949-, Hd, 9,
3-29; Kok, «p. cit. (Anm. 54), Bd. 2; È. Ko
sank auch “an Mander seinem Schicksal,
Pas Pendanthildnis eines Dreijibrigen mit
Abb. 27/W 23). Vom Rijksmuscum
J. Reznieck, ‘Jar Harmensz. Muller as
seit gut zwanzig Jahren mie dem
{Nurionalinuscun:), Nutionalmusci
Skrifeserie N, 5., 4), Stockholm 1985,
Kiayer (lg), Handbuch des dewescher
Aberglurben, Berlin 2000. Bd, 1, 937. Zur
symholischer Tabakpflits
ze in Goltzius’
spitvers Phu und einer Fünfjährigen mir
Amsterdam allerdings dem Sohn, Pieter |
draughtsman: 1ddur:da', Master Drauungs
Haube, beide 1594 darier, sind hingegen
Hobsteyn (um 1614-1673), cugeschricben,
18 (1980), Nr. +, 119-128, Zu var Winghu
kuasdicbender Goltvius befretidet zu
sein, Diese Wortwihl (Genius, Glick)
Goltzius’ Bildnis Gtambulognas (Rernicek,
mir dern stehenden, nuitzerragenden
siehe Anm. 99,
könnte darauf hindcuren, dass vati
op. cit. (Anm. 1), Abb. K 263). Vel. auch
Zu Ban siche Manders, ap. cit. (Arun, 1),
Mander die Fabula Cebetis katte. fbid,
Willem vat: Tetrodes Nicki Kümpfer von
Bd. 1, 46-49, ful. 197 r-1, 392-395, fol, 283
400, lol. 285 +, Zeile 9: in das en ander
1565-75 und Goltzius' Apollo von 1588 (S.
1, Goddard/]. A. Gans( Hg}. Golrzins &
the third dimension, Ausst.-Kat.
55-61; Lecflang/Luijren, up. cif (Arun. 1),
Fries, dfermes, 158008 Jahre,
171026). Zu
Llermes siche Anm. 16. Siche
Herkules von 1589 sich: B. L. Holman,
Jungen ganz rechts in der Tabula und mit
*Golezius' Great Hercules: mythology, art
den puppehiltenden Mädchen ganz links
was mit dessen Geburssdaten nich:
iibercinstimmen kann. Vel. U, ‘Thieme/F,
Becker (Hg). Allgemeine: Lexikon der
and polities’, Nederlands knasthiam isch
verwand (ibid, Abb. K 381 und 382).
bildenden Kinder vox der Antike bis zur
v-284 1, 400-401, lil. 285 v, Bd, 2,
ghzlijckcnde den oymemenden Michel
Juarbuok 41-43, 1991-1992 (1993), 197-412,
Siehe Hendrick Geleziun, Bildnis des
Gegenwart, 37 Bde., Leiprig 1907-1950,
180-181, Bd. 5, 216). Siche Marcinshecher
Agnolo,’ Zu Goltzius angeborenes
bes. 400-401.
Siche Mullers Fortuna von 1590 tach
Frederick
de Vries, 1597. Kupferstich, 360 x
Bd. 17, 402-403, Siche Bikdnisse
der Haarlemer Brauergilde von 1604 mit
Genislität siche :bíd,, 384-386, fol. 281
Williamstown, Sterling and Francine
Saenredans bei Hall, a. er (Arun, 56),
Relies nach Gatizius (Lectlanp/Euijten,
v-282 n, Zu Goltvius ab nicderlindischem
Clark art institute u. a, Williamstown
Cmelia.s Genfer Gemälde (Strauss, 49,
265 nm (J. Müller u. a. (Hg), Die Macken
der Schön it. Hendrr k Gofratıs und das
vit, (Anm. 7), Abb. gg]. LE. Kok u.a
Kunstidoal wnt 160, Ausst.- Kat. Hamburg,
66 Guiiziu, BrlduisJin Matthyse. Bans?, 1593,
Michelangel+ siche W, S. Melicn, ‘Karel
van Mander’s “Life uf Goltzius': defining
siche S, Brink, Mercurio Midiveus,
287,
np. cit (Atm. 1), Nr. 6, 28-29).
69 Vel. Otro vin Veens Hildri, nan Winghe:
2091, 70, Abb, 72 und 73). Zu Merkur
Page 24
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)Studien zur paucgrischen \ erwendung der
Principato di Liegi: Roma durante il
mit Öllampe und Schädel in cinem Kreis
Merkurgestals im Florenz des 16.
Rinascimento, Ausst.-Kat. Brüssel, Palais
(bid, Abb. 74/8. 77). Vel. Kreis der
Juhrhunders (Manuskripte zu
des Beaus-ArtsfRom, Palazzo delle
Ewigkeit in Galles Veritas nach Gerard van
Kunstwisscaschafi in der W'ernerscher:
Esposizioni, Mailand 1995, 204-205, Abb,
Graeningen (Delders, ap. «i. (Anm. 2),
Verligsgesellschaf, 13), Worms 1987: H.
134). Zu Mathams satiquatische
Lee, Aussehen ie in der Kunst, Studien zur
Publikation Verscheijden cierage sii. 1611
fkonographie vin Minerva, Merkur und
siehe P, Euhring. ‘Jacob Matham's
295, Abb. 5601.075:4).
94
Siche im Gegensatz dazu Miedema, op. it.
(Anm. 86), 18,
Rad, wm 1590-1600, Tatelgemild:, 108 x
Kunstgeschichte, 247), Frankfurt am
antique’, Simiolis 21 (1992), Nr. 1-2,
75 cm, Museum Boymans Van
Main u. a. 1996.
s7-84.
Beuningets, Rotterdam, inv. 2731, mit
Desiderius, ap. rit. (Anm. 92). Bd. 7, 547.
Daven scheint Saunredams Kupferstich
Junger Msn mit dem Tod nach Guhzius
86 Zur Gultziusvits siche H. Miedema, ‘Karel
Darstellung Sc hifforuchs (Museum
von 1592 zu: zeugen (Stranss, op, cis. (Anm.
van Mander, Het leven van Ilendrick
Boymans Van Beuningen (Hp), Old
7), Abb. 123).
Siehe Gultzius’ Russebändiger (Reznicck,
Goltzius (1558-1617) met paratrase en
paintings 1400-1900. Hlustration. Published
127-129).
comments", Nederlands kunsthisterisch
an the occasion ofthe opening ofthe now
Siehe Goltzius’ Parguordibid., Abb. K
Jaurbueb 42-43, 1991-1992 (1993), 14-76:
215).
Maänder, up, cit. (Anm. 1); Mander, op. stl.
Siche Goltzius” Flussgörzer fibid.. Abb. K
(Arm. 67).
96
Parshall, "Portrait prints and codes of
amenssimo dissverto {Napoli 1535). O.
4). Neapel 1972, 10-12. Zur Grotta delli
gegen die Bindiren (M.L. Madonta (Hg).
Roma
di Sisto V. Le acs: ¢ da cudtra, 2 Boe.
Rom 1993, Bd. 1, 10, Abb. 12).
"boerderijen' siche Mander, op, cir. (Anm.
ibid., Bd. 1, 384-389, lol. 281 282 v.
t), Bd. +, 389, fol. 282 +, Zeile gz und Bd. 5,
188. Dazu Krystof, sp. cit. (Anm. 14),
o Zur Krankheic und zur Romrcise siche
ibid, Bd. 1, 389-395, lol. 282 +-284 rund
Bd. 5, 186-185.
153-156.
Virgilio siche B, d. Falco, Deserittion dei
identity in che Renaissance, Hendrik
Goltzius, Justus Lipsius, and Michel de
Montaigne’, Word & image 19 (2002), Ne.
Dacos/Meijcr, ep. cit. (Ann. 85).
88 Dazu siche Mandes, vp. cit. (Ann. 1), Bd.
89 Zur glücklosen Kindheie Galtzius’ siche
t=:rarum, 3) Köhr 1581, fol, 56 y.
113 Zur von Petrarca besuchten: Gr ta di
Zur Situation unter Caregor XIV. siche
Pastor, »p. cit. (Anm. 83), Bd, 10, 516-542.
Siche Goltzius' Tirso Belvedere {ibid., Abb.
(Anm. t), Nr, 41, 130-131, Zu den
106 Siche Anm. 19 und 33. Zu Lipsius siche
Hogenberg (Hy), Urbis pretipuarum
toting mundi liber tertius, (Civitares orbis
wrngnfihe museum, Rotterdam 1972, 38).
Sicht dic Allegorie des Kampfes Sixtus’ V.
1,386, fol. 282 1,
105
luoghi antiqui di Napoli e del swo
87 Zu anderen Romreisenden siche:
2091. Siche auch Leeflang/Luijeen, op. cit.
unddir AufzeichnungenYA E. A. von
Abel, «p. cir. (Anm. 19), bes. 67-103 PL
223, 103, 204 1).
K 201-202) und Lanka: (ibid, Abb. K
des Weiteren Horn-Onken, op. cir, (Anm.
Folge, 01), Göttingen 1978; G. Braun/F.
Veriche:jden ci-rage: an carly seventeenth-
Vel. Goltaiusumkrei-. Fortier aufdem
flegrea, Parzuoli 1955.
sız Dita si:he A. Morn-Onken, Ausflug in
elysis:he Gefilde. Das europiische
Campanienbild des :6. und 17. Jahrkundert,
Uffenbachs (Abhandlungen des Akademie
der Wissenschaften in Górtingen.
Philologisch-historische Klasse. Dritte
century model book of etchings after the
95
137
(Veröffentlichungen des Collegium
Carolinum, 77), München 1993, 63.
104 Vgl. Sprichwort Kleider machen Loure bei
Hochschulschriften. Reihe XXVUL
Leeflang/Luijten. ap. ct, (Anm. 1), Nr, 40,
97 Zur sacuenirischen Mehincholie siche
Au. 49.
98 Mander, up. cir. (Anm. 1), Bd. 1, 392-393,
fol, 283.
99 Siche zu var: Winghe Denhaere, up. cit,
1-2, 22-37.
107 Sich? Goltzius' Bildsis des Lipsius nit
Morisani (Hg), (Bibliotce: napoletani,
Sibilla Cumar. siche ibid. 71.
114 Zu der Rustik.igräbern siche Vasari, ep.
cit. (Anm. 76), Bd. 1, 194. Zu den
112), 29-31.
119 “lago Averno di Tripergole dov: discese e
cal buca nell' Inferno per veder l'ombra
del sus: padre Anchise” (Falco, ap, cit.
(Arm, 113), 67-71). Horn-Onken, op. cir.
{Aum. 112), 11. Siche Strab in, Géogriphie,
Time Hl. Livres Vee Vi, E. Lasserie (Hg)
{Collection des universitaires de France,
Paris 1967, 105-110, 4:4.4-5:4,6.
120 Zur Athena als Virtus siche Anm. 16.
121 Sich; Appendix.
122 Sich: R. Artigliere, Contribute della
bibliugrafie ed icon: grafia di Pozzuoli e dei
Campi Flegre! dal 1500 al 1963, Porzuoli
1964: E. K. Yegül, The therme-mineral
complex ae Baiae and “De balticis
puteolar is", The are bullesin, A quarierty
published by she College art associntion 78
(1946), Nr. 1, 137-168. “Nirgends sind sic
jedoch reichlicher als in der Bucht von
Hund von 1587 (Strauss, sp. sir. (Anim, 1),
Grotesker ibid, Bd, 1, 129. Siche dazu G.
Bajar und nitgends von so vicheitiger
Bd. 2, Abb. 256/6209).
P. Lomazzo, Prato:to de Livre de La Pistura,
Heilkraft' Plinius, op. cir. (Anm. 101), Rd.
108 Siche dazu R. D. Santos. La cinif
conversazione pitrorica. Riflessione estetica e
Mailund 1584, 422: S, Serlin, Regole
31, 12-17, 454-8512. L. B. Alberti, Zen
generali diarelitetura sopra le cinque
produzione artistica nel rrastaso di Karel
maniere drgl: edifie „car, Tops,
Bücher über dic Bawkosts:, M. Fheucr
(Hg.). Wien 1912, 536. Zur den bagat siche
Faleu. op. cit. (Anm. 183), 73-77. Siche
run Mander (Praspettive di storia dell'arte.
Dericn, lonico, Corman, et Composiso, cor
2}, Rom 1998, 126-137.
gli essenipi dellcnnquit., che, per la magie»
parte concordano can li dotrrina di Vitravin,
123 Hurn-Onken, op. cis. (Anm. 112), 10.
Venedig 1537.70",
124 Siche 360*-Panorama di7 Solfzr ata bei
Strabon in Anm, 119.
Zu Sixtus V. siche L. +. Pastor, Geschichte
91 Zum Tupos der Liebe zur Kunst als
der Päpste seitdem Ausgang des Mittelakers,
Kenkursentin zur Gattin siche
16 Bde., 8.-13. Aufl., Freiburg im Breisgar:
Raupp, ‘Allegorische Selbstportrirs und
Selbstdurstellungen in der Graphik um:
1600", in: Austebingr.:phic und Selb:tporrrai:
(1927), 59-82: C. Scbuddeboum, Philip
and the antique’, Print qu.crterty 18 (2001).
in des Renaissance, G. Schweikh.irt (Hg.}
wan de chrisclijke archealogie, Groningen
Nr. 2, 135-149, bes. 146. Zun:
(Atlas. Bonner Beiträge zur
1996. bes. 48-50. Mande, op. cir. (Anm.
fol. 286 ı und Bd. 5, 187. Zur Arbeitsethik
siche Gultzitus’ Laber und Diligentia von
1582 siehe Anas, 7 und 51; K. HerrmannFiore, ‘fl tema Labor” nella creazione
artistica del Rinascimenia’, in: Der
delinvatione: siche L. Fino, Vesuiis e
Latini con la vuce grec: Leucogei, civè
Repruduktionsprojeks siche W. 5. Melion.
Renaissanceforschu:1g, 2) Kiln 1998,
176-190, bes, 182-183.
1), Bd. 1, 46-49. 61, 197 r-v, Siche zus
Kinsiler über sich in seinem Werk,
Camp: flegre:. Due miti del gand sour nella
Iraliensziv: Reznivck. ip. cit (Anm. à), 83,
Internationales Spuporiso der Bibbisthrot
Heriziana Rom 1989, M. Winner (Hg.)
Weinheim 1992, 245-292; Veldmes,
grafia di tre ses ali. Stanipe e disegni e
mont bianchi, dove si fa La dumera del
solfa. qual tersa ardente è deita d Latini
1588 siche Denhaene, :p. cir. (Ann. 69),
1891-1933, Bd. 10, 445-453. Zu Goltzius
und die Antike siche A, Brandt, "Golrzius
*Hendzick Gultsius’s project of
reproductive engiavirg’, Art history.
8a
Schilder-Bork. Ein Beitrag zur
Rhsetorisierung won Kunst und Leben ani
Bei piel dev rudulfinischen Hufkünstler
Apollo im 16. Jahrhundert (Europäische
ep. cir. (Anm, 1), Abb. K 237-238 und
Bo
{Anm. 53): J- Müller, Concordia Pragensis.
Karel in Manders Kunsmhenrie im
Htulionreiso ali Tugendeg
(Anm. 69); G. }. Hoogewesff, ‘Philips van
Winghe’, Mededeclingen van het
H.-].
Nedrrlandsch hissorisch Ansritactet te Remo 9
Vin Winghe (1560-1502), En het antsraan
9 2 Vgl. Chriscot Murer bei Panolsky, up. ci,
Jowrnal ofhe Association of arr historians 14
(Arm. 17), Abb. 46. Vel. Spi.:chwort Von
(1990), Nr. 4, 458-487. Zur
Anm. 2-3.
100 Zum Berditcntum im Kirchenstaat unter
109 Mader, op. ci (Anm. 1), Bd. 1, 402-403,
der Skylla bi die Chrarybdis bei E,
Sixtus V. siche Pastor, up. cit. (Anm, 83),
Reproduktionsgrafik in Rom siche Bury,
Desiderius [Erasmus von Rotterdam,
sp. cis. (Anm. 24), 121-135.
Arsgrwählte Schriften. Acht Bande.
Bd. 10, 56-73. Zu den Briganten im 18,
Ishrhunde: siche R. Mammi:cari, /
‘linages of Labor and Diligence ini
sixecenth-century Nethelandish prints:
the work cthic rated in civic morality «1
Hendiick Gohzius, Pagmulien: und
Lateiniich und Deutch, W. Welzig (Hg),
8 Bde., 2. Aufl., Darmstads 1990, Bd. ;,
briganti. Storia — arte— letters: —
Protestancism?’, op. cis, (Anm. 3). Zu
immaginario, Citta di Castell: [2000].
Siche *vegabondi’ inde: Fabuds Crbetis
365/B. 138), Siche dazu X, S. M:lion,
396-403. Vel. van Manders Darstellung
von Rom als Ort der Kunst und der
von 1560/60 (Schleier, «p. cir. (Anm. 1),
Herkules siche Arm. 39 und 53; G.
Harcourt, 'Incroduction”, in: G, Harcorrt
(Hg), Hendrick Gulizin and the classical
“Viva dixisses virginis ora. The discourse
Verdecbais (WI. y. Löhneysen. ‘Carel
Abb. 38).
Gilarea, 1593, Kapferstich, 328 x 218 muri
(Strauss, op. cir. (Anm. 1), Bd. 2, Abb.
(Anm. 14). 444-445 zulerzı Müller, «p. cit.
Wulfenhüuel, | lerzog Augus: Bibliotlick,
Visite in München bei Sadeler am
tradition, Ausst,-Kat. Los Angeles
(University of Southern Calif nia, Fisher
Gallery), Los Angeles 1992, 8-11. Lau
Selbstverneinung lei Nachzeichnes in
Rom siehe Melion, ep. cit, (Ann, 30),
(Acm. 53), 134-136, Nr. gt. Zum
(Wolferbütteler Forschungen, 48),
24.5.1891 sich Nichols, np. cit. (Anm. 1),
Verkciltnas zwischen Kupferstecherei und
44-35.
Wiesbaden 1991, 101-134, bes. 103-105).
89. Zu Stichen von Gultzins in Rom siche
Dic Rahmefiguren gehen gestalicrisch auf
Polidoros klassische Viktor jer mit
Apelles sich Plinius {Ga iu» Plinius
of color in
Hendrick Golezius": Pygmalio::
van Mander zwischen Vasari und
tor
Mander, op. ct. (Anm, 1), Bd. 1, 390-191,
and the ivory seine”, Word & image 17
Winckelmna’, in: P. Ganz u. a. (Hg),
fol. 283 ruml Bd. 5,189, Zur Brief vor
(2001), Nr. 1-2, 153-176: Limuuze, <p, cit.
Kunss und Kunsrtheori: 1400-1940, Tagung
Lampsonius an Lipsius über Golrzius
Skulptur siche Krystof, up. cin (Anm. 14),
163-167. Zum Pygmalionnuitis siche Mai,
vp. cit, (Anm. 17), 394-405.
85 Jacob Matham, Pigmabion und Galatea,
9a
Denhacne, «p. cit. (Anm. 69), 108. Zu
Lorbecrkran: zurück und ikonngrafisch
auf cine cigene Serie von Tugenden und
1595, Zeichnung, 195 s 150 mm, Britssel,
Lasrern zus den später: 1570er Jahren,
Musées royaux des beiux-arts, collection
Siche Goltzius nach Polidoros Bacchus
de Grez, inv. 4060/2428 (N. DicodB, W.
(Strauss, ap. est. (Ant. 1), Bd. 2, Abb.
Meijer (Hg,), Famminghi 1 Roma
295/B. 155). Siche Goltzius' Frontispiz 2.1
508-1608. Artist! dei Parsi Bassi e del
den Tugenden und Lastern von ca. 1678,
Secundus], Nissurkurde, R. König/G.
Winkler (Hg.), 37 Bde. München
1975-94, Bd. 35, 36:84.
102
Siche dazu Mander, sp. cis. (Arm. 1}, Bd.
1, 396-397, fol, 284 +.
103 Siche dizu sbid., Hd. 1, 398-399, fol, 285 r:
Melion, ep. ef. (Anm. 73); Müller, up. cit.
110 Siehe ‘stultis hortuna fiver’ (E. Desiderius
[tirasunus von Rotterdam]. Esasini
Rezerdami Encomium moria i. e, Stultitia
dus. Fraise offolly. Published at Baste 5515
115 Zu Gilles Ansichs vor Puzzuali nach van
Cleves Enrwurl von zirka 1550 in
Rares um sori) prospectus rurinmg. cliquer
scquarelli dat 15.50 al 1876, Neapel 1993,
419. Zu Cartaros Vedute von Pozzuol: von
107.
116 Siehe ru Rattael und Giulio Vasari, sp. cit.
(Anm. 76), Bd. 4, 361 und Bd, 5, 552.
Raffacls Mitarbeiter Giovanni da Udine
habe für seine ersten Versuche des
Neuerfindung des Stuckreliefs
Puzzetancrde benutz fébid., Bd. 6, 552).
‘Al Sig. D. Pietro di Toledi: Vic: Re di
Napoli dipinse [Vasari] nel suv giardino di
Puzzuolo una Cappelli con alcuni
ornamenti di succ» (R. Borghini, ff
riposi, Firenze 1584, 546). Zu Sangalli:
sicht S. Borsi, Giuliano de Sangallo. 1
disegni: di architettur: e dell'antica, Rum
1985, 66-64, 73-80, 261-264.
117 Zum Morro siche Vasari, ap. vir, (Ani,
reproduced in facsimile (Basel 1515). 4. A.
76). Bd. 4, 202-203. Zu den
Irúhneuzcidichen Studier von Künstlern
siche Horn-Onken, op. ci. (Anu:. 112),
Schmid. (Hg.), Basel 1930, 5 2 v).
26-31.
and decorai:d with che marginal dis wing
ofHans Holbein the Younger, Now
1 Zur Geschichre von Pozzuoli siche R,
Annecchino, Storie
di Pozzienti : della zona
ud Vlerick in Neapel und Pozzuoli (Mander,
up. ca. (Ania, 1), 258-259, fol, 250 1). Siche
wwwalfredrichter.de.
125 ‘Quivi sere li bianchi monti del salto,
quel loco noi chiamiami la Soliarara. di
Ager phlegrav». cioè territorio il qual
s'infiame: dalle interiori suc parti, dove
furore le fattezze favolose delli giganri*
(Ealco, op. cit. (Anm. 123}, 71).
126 Sich: Rosas Martyrium des fansuring in
der Solfasara, Sädekches Kunstinsuri,
Frankfurt am Main. Nr. 1827.
127 Siche Veduten der Salfatara bei N.
Spinosa (Hg), Allombra del Vesuvio.
Napoli nclla v:dusa curopes dal
Quattro:«nto all'Otmwento, Ausse.-Ku,
Neapel (Castel Sant El), Neapel 1990,
65.
128 Philip Galle nach Johannes Stradanus,
Forum Vulcan: (La Suffatara}, 1587,
Kupferstich, wobei der Golf von Pozzuoli
aufncedlistisch: Weise eingefügt in (AL
B. Vannucci, Jan Van Der Seract denn
Ghavanni Stradarı flandrio pictur ci
inverter, Mailand 1997, 441, Abb. 786).
Siehe auch Gerard ter Broch Senior,
Suffacara, un 1610, Zeichnung (Abb. bei
A.M, Keccesing, Deswingsfrom the Ter
Horch studi» estate 1 (Catalogue of the
Durch and Flemish drawings in che
Page 25
Voir dans le PDF(s’ouvre dans une nouvelle fenêtre)dralienreise als Vugendweg
raten Wa Waiges
Rifksprentenkabinet, Rijksmuscum,
‘imavacas’, 1531 (ibid, 521-5124 Alviati, op.
Amsterdam, 5.1), 's-Geravenhage 1988, Nr.
«it. (Am, 39). Bd. 2, Nr. 36). Vil.
GSr 29-30). Zu den Ranchkuren in der
Schwein wihle ins Kar und Esel frisse
Pisten, schlechte Gelehrie, isk
tHenkel/Schéne, op, cit, (Anim. 40), 5481.
Solfataca, die bis im 18. Jahrhundert
gebräuchlich wasen, siche Hom-Qaken,
ep. cit, (Ann. 112), 57.
129 Zur Solfatara siche Reznicck, op. sir.
Invidia mit Dosnenstock, Schtingen
fressend, 1550 (¿bid.. 1570; Alciati, op. cir,
(Anm. 2), 84, Ann. $.
830 Georg Hocinagel, Ansicht der Solfataria
tAum, 39), Bd. 2, Nr, 71). Vgl, Eisco auf
131
Amboss zurechigeschlagen, ‘dum
Kenceny u. a, (Hgo), RudolfIE, Prague and
the werld, Ausst.-Kat. Prag, Prag 1998,
192-200, Vgl. Jan Muller nach
Rartholomaens Spranger Scipio und
Herkules führen Minerval Virtus zum
Bergheiligeum des Rubmes, (Strauss, op, viv
{Anm. 7), Abb. 72 ; Schleier, op. Gt (Anm
1), Abb. 130.
extendar’, Läurerung durch
(Anm. 0, Abb. 134. Siche Golrzius,
BraunfF. Hogenberg, of. cir. (Anm. 112),
Schicksatsschtäge, 1611 (Henkcl/Schóne,
Regnum dei querere (ibid., Abb. 130), Za:
58).
op. cit. (Anm. 40), 93). Vel. Átna, gegen
Bergmeiapher in van Manders Schifder-
Zu Hoefnagels kampanischen Ansichten
den die vier Winde blasen, “adversis clarius
siche Hoen-Onken, op. cit. (Anm. t12), 23.
ardet’ 161 (ibid, 64).
bueck und hei Zuccaro siche Santos, sn.
(Anm. 108), 31-37. Siche van Breen sach
140 Vel. /Dum extendar bei G. Rollenhagen,
13 » Dazu siche Mandes, op. cir. (Anm. 1), Bd.
161€ (Emblematisches Cabinet,
13 w Braun/Hogenberg, ep. cit, (Anum, 112). fol.
56 1. (Fino, op. cit. (Anm. 115), 39-40, Abb,
8-10). Zur Campania felix siche L. Nudi,
14
“The mapped views by Geurg Hoefnagel:
the merchant» eye, the liunanist's eye,
Word & image 3 (1988). Nr. 2, 545-570.
bes. $63. Zur felix illa Campania’ und
“certamen humana volupeatis’ siche
Plinius, ap. cit, (Anm, 101), Bd, 3-4, 50-53.
3:60-02.
134 A. Leandio, Deserittione di tutta Tealis,
Balogna 1550 {Nuri,
op, cit. (Anm. 133},
$67).
142
jen Garten der Künste, Zeichnung (1),
Heikamp, ‘Federico Zuccari a Firenze
landscape. The eurlyyears. Haarlem and
1975-1579", Puragone. Arte 2054207 (1912
Amsterdam 1990-1610, Ausst.-Kat.
76-77). Drei Briefe von Winghe an
Onclius, 1589, 1590 und 1591 (¿bid., 73). Zu
Zirkel des Ortelins siche ibid. 94. Siehe
auch Kritik an Vasari bei Melion, op, edt.
44-68/41-34. Abb, 20).
London, National Gallery, London 1986,
22-78, Schleier, op. cit. (Anm. 1). 5,
147 Siche Fassadenprojekte aus den 15400:
Jahren (H. A. Millon/V, M, Lampugna,:
(Anın. 30), 129-142.
Desiderius, ep. cie. (Anm. 92), Bd, 7.
architecture, Ausst.-Kat. Venedig (Palazzo
632-633. Siche zur Räumlichkeit der
Grassi), Mailand 1994, 644-645). Vel,
Erzählung W. Kemp, Die Reitero der
idater, Zur Bilderzählung seit Giotto,
tempierte des Salvatot im Holzsclinice vun:
München 1996, 146-185. Zum
{Anm. 112), fal, 56).
136 ibid. fol. 7.
"Mirabilium/Sulphurconun
Monftium
137
Bildlichkeis des Weges (Medium acvunı.
Zu Holbeins Fassung D siche Schleier, 45.
Anm. 127, Abb. 8.
149 Siche dazu H, E, C. Mazur-Contamine,
Philologische Seudien, 21), München
Bienes. Die Erfindung der Landschaft.
Nosmographie und Landschaftskunse im
Zeitatzer Bruogels {Rekonstruktion der
Künste. 2), Göttingen 2000; $. Schama,
(1994). Nr. 12, 1-45. Nichols, op. cit.
Vivumédepicta representatio.' (Inschrift
Bettini da Siena, 1H Afonte Sacro di Dia,
(Anm, 1), 98 (1605), 104-105 {t. 8. 1608),
ima linken Hufeisen von Abb, 17}, °A4Ex
horum mon/tium Terra ac lapidi/bus
Firenze 1477 CR. Stalla (Hg), Ansichten
tt7. Mander, op, cit. (Anm. 1), Hd. à,
ciudum Intincumicorum errabatır. cum
nlare/exestuat usque ad 24./pulmes
ebulliens sepefatcallitur.'
Natur. Landschaftmalerei 1750-1920
(DuMane Taschenbücher, 227). Kiln
up. cit. (Anm, 154); N.
1989: Busch,
‘Goltzius' seven oval chiaroscure-
Leiter zu Gort, Kupferstich, aus Antonio
asfpectu et crassa ita fervida nrfovum
15
dus ist Polisisches Schatskuestlein guter
Herzen und bestaendiger Freude 1623
(Fino, ep. cie. (Anm. 115), 44. Abb, 16-17).
der
Siche O. Bätschmann, Zusferuung
woodcuts = a reinterpretation’, Delizernis
prent- en tekenkunst tet omstrechs 1850
vom Berg. Der Wandel cines Motivs in der
Druckgrafik von Dürer bis Heckel. Aus der
304-405, fol. 286 v,
15 (e) Siche Floris’ Arbestafel (Schleier, ep. est,
Landscape and memory, London 1995; W.
S. Gibson, Pleasant places. The rustic
landscapefrom Bruegel to Ruisduel,
Berkeley u. a. 2000; M. Warnke,
Politische Landichaft. Zur Kunstgeschichte
Sanımlung des Alpiuen Museums des
(Anm. 1), Abb, 40). Siche Feuer in
Deusschen Alpenverein, München, Auss.-
Appendix. Zur Melancholie siche Mander,
der Natur, Miiacheal Wien 1992; K.
Müller, Policische Rime: Stadt - Land
Kat. München (Alpines Museum des
ap. cis. (Anim, 1), Bd. $, 186-187. Siche
= Nation in der niederländischen
DAY u. a), Miinchen/Berlin 2001, Abb.
auch Plinius, op. cit. (Anm. tor), Bel. 35. 50
Druckgraphik um 1600, in: Polisisehe
{15}:t74-177. Zu Montaigne siche M. d,
Montaigne, foterncl de voyage, E. Garavini
Räume, Stadt und Land in der
Frifmenzeit, C. Jöchner (bg)
N.
144 Siche dazu f, M. Hofstede. "Der Künstler
Zur Heilwirkung von Wasser und Dampf
im Humilitas-Gestus, Altniederländische
{lg Paris 19835 Miedema, op. cfs. (Ann.
(Hamburger Forschungen zur
it der Sottatara siche Braun/llogenterg,
Selbsiportedts und ihre Signifikanz im
Bildkonsexs.
Jan van Eyck - Dieric Bouts
86}, 43. Anm. 282v 32-33: Mander, up. cit,
Kunstgeschichte. Studien, Theorien,
op. cit. (Arm. 112), fol. 158),
139 TA. GW. Vignau:Schuurman, Die
~ Hans Memling - Joos van Cleve’. in:
{Anm. 1), Bd, 5, 187.
embiematischen Elemente im Werke fori»
Anstobiographie und Selbsiportrait in der
Huefinagels (Leidse kunsthistorische rocks.
Reraisunce, G. Schweikhart {Hg,) (Atlas.
Publicaties van het
Banner Beiträge zur
K v, Mander, Den grondt der edel vry
schilder-conrt, E. Micdema (Hg), 2 Bile
Utrecht 1973, Bu, 1, 70-77, fol. 15-24 un
Konimentar, Bel, 2. Siche dazu Santos,
15
Renaissanceferse hung, 2) Köln 1998,
cit, (Ain. 108), 31-44. Zu van Mander
über Historien- nid Landschafesgemäkl.
purriuntur fortes’, 1581 (denke) Schöne,
38-68, 177. Siche dazu zuletzt die falsche
Identifikation des Hermes bei L. Konecuy.
"Climbing che rocky pach: or. The
15 v Goleius élire Marhanı Fil (Mander, ve
ep. cit, (Anm. 40), 804). Fscl frisst Disschn,
Rudolfine artists in quest of fame’, in: La
cit. (Anm. 1), Bd. 1, 388-389, fol. 282 +).
Prentenkabinct/Kunsthisterisch Instiauut
des Rijksuniversiteit te Leiden, 2). Leiden
1969. Siche Strauß frise Hufeisen, ‘Sic
siche Melian, ap. cit. (Anm. 31), 1-12.
"Weltandschaft‘ Studien und Materialien
zur Landschafismalerei im 16. Jahrlundert
(Europäische Hochschulschriften. Reihe
XXVII, Kunstgeschichte, 6), Frankfurt
am Main u.a. 1977; R. L. Falkenburg,
Joachim Pasinir: het Landschap als beeld
nun de levenspelgrimage, Nijmegen 1985.
164 Siche Goltzius Bergpass von 1594 (E. K. J.
Reznicek, ‘Hendrick Goltzius and his
conception of landscape’, in: E, Brown
(Hg), Dutch Landscape. the earlyyears.
Haarlem andAmsterdam 1590-1650.
Ausst.-Kat. London (National Gallery},
157 Sebastian Furck Thesaurus philo-politicus
Mann (Selbsebildnis?) mit Ypsilon,
Zeichnung, um 1620 (ibid.. Abb. $),
143 Siche s. B, Baccio Baldini, Zeiger Berg ente
17 {t980), 85-110: CP. Warncke,
Sprechende Bihler - sichtbare Worte. Das
Bildverständnis in derfrühen Neuzeit
(Wolfenbarrelcr Forschungen, 33),
Wiesbaden 1987. 217.
163 Zu Patinir siehe D, Zinke, Parinies
und ye.
1970). Siche Jan Muller, Vitere est cogiture,
et sculpsis, Trjdschrifi voor Nederkindse
Kunstsammlungen in Baden» Württemberg
56-57.
148 G. Veronese u. a. (Hg.), Serabonts
geographicorum commentarios, Basel 1525,
Landschafesmaterei des 17. Jahrhunderts’,
Jahrbuch der Staatlichen
155 Horn-Onken, op. cit, (Anm, 112), 26.
156 Siche dazu ibid, np. cit. (Anm. 12), 14
1549 (Schleier, op. cit, (Anm. 1), Abb. 39),
Harms, Haruo vater in bivio. Studien zur
und Symbol für die holländische
Schenkeveld-van der Dussen, "Nature
and landscape in Dutch literature of the
Golden Age, in: C. Brown (Hg), Dusch
Hiklcsheim a. a, 1985, Nr. 17, Vignanamocnis’ (Braun/Hogenberg, op. cit.
Sulphur conficitus
/B AE hisce
albicantibus magna/sit copia
afuminis/CAgia hic est perennis nigra
klassischen Bildgarcungen in
Quellentexten und Kommentasen, 3)
Berlin 1997, 10-119, Ne. 17. Siche M. A.
Schuutman, op. cir. (Arma, 139), Bd. 1, 257.
Dazu siche (Denhaene, ap. cir. (Anm. 69),
pythagurcischen Weg-Signum Y siche (W,
Plin./Vukani forum Sirabw?V ulgo nunc
solfataria vofcant Neapolitan)
genuinalaccuratissimaque ad
Nr. 19 und 134, 23. Vel. C. Brown (Hg),
and Amsterdam 1590-1650, Ausst.-Kat.
London, National Gallery, Landon 1986,
38. Vel. Y. Busch (Hg),
Landschaftsmalerei, (Geschichte der
eis. (Anm. 1}, Abb. 100),
(Hg), The Renaissance from Brunelleschi: se
Michelangelo. The representation of
162 H.-]. Raupp, ‘Zur Bedeutung von Thema
Mander, op. cit. (Anon. 150, Bd. 1, 209,
Duwh landscape. The carlyyears. Harlem
146 Siche Anm. 21, Vgl. Zuccaro. fugendiich,-
135 "Nullus in orbe locas Baiis prelucer
Apud Purcolos.H(campos Flegreos
$ de
van Mander, Junge
ad divini (Schleier. -
Nucleus onblematum selectissimorum (Köln
1. 308-311, fol, 262 v-263r,
Bürtner, op. cis. (Anim. 158): Denhacne,
ap. cit, (Aam. 69).
$2, NG 24
145 Zum Berginotiv siche Schleier, up, ci
rod Pozzuoli, 581, Kupferstich G,
Anm, 41.
Zur Virtus siche Ánm, 17.
i de
153 A. Bacchi. Sy bal UN QUA fe
universa genere, quas serio Indebar. libri
quingue, 2. Aull. Bologna 1574.1. Buch,
Quellen, 2) Buslin 2003, 25-44.
199 ES. Casey, Reprosenting place. Laniicupe
painting and maps. Minneapolis/London
2002. Nuti, op. cit. (Arm, 133), 570.
160 Hoogewerff, ap. ci. (Anm. 99), 68;
Schuddebaom, op. cit. (Anm. 99), 39.
162 Zum Vechälenis zwischen Malerei und
Kartografte im 17, Jh, siehe S. Alpers, the
art ofdescribing. Dutch ars in the
seventeenth century, Chicago 1983;
London 1986, 57-42),
165
Melion, op. cit. (Anm. 31), 173-182. Siche
2, 8, 8, Wyss, Pieter Bruegel, Landschaft
mi: Ikarussturz. Ein Vexierbild des
(Kunststück,
tischen Pessimi:
}
Frankfurt am Main 1990. Vgl.
Mythologie und Kartografic in Celtis’
Amores von 1502 (C, Wiener u. à. (Hp),
Amor alt Topograph, sao Jahre Amores des
Connu Celtis. Ein Manifest des deutschen
Humanismss, Ausst,-Kat. Schweinfurt
(Bibliochek Otto Schäfer), Schweinfust
2002). Ich danke Edgar Bierende (Been)
fiir diesen Hinweis.
166 E, Zöllner, “Ogni dipintore dipinge sé”.
da Vinci and Aucomtimesis’, in:
Leonardo
Dev Künstler über sich in seinem Werk.
Internutionales Symposium der Bibliotheca
Heviziana Rom 1989, M, Winner (Ay)
Weinheim 3992, 137-160; Raupp, ap. sit,
(An. 6).
167 Vel. King, op. cit, (Ann. 17), 190.
168 Erster Sarz aus Pirckheimers Geberit Lafel
(Schleier, op. cit, (Amm. 1), 146).