Mostra testo completo2 pagine
Pagina 1
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)Sa
|
F
ALE REELDER A. |
pac.
__d
XXXIII
Sitzung
am 26. April 1902 im Zoologischen Institut.
Vorsitzender: Herr Schatz.
Schriftführer: Herr Ehrich.
1) Herr L. Will: Ueber die Entwicklung
der Nesselkapseln der Coelenteraten.
2) Herr A. Thierfelder:
Die pythagoräische Terz.
\
Th ¡er feld.er, À,
US]
|
Archive, Vereins der Freud ler
Naburgeschighta 19) Vlechlenlurg
Mar ASÍ cn ARA
e.sollpchafE2 D AUS)
SbJahr (190%) XXXI.
|
|
Nach Helmholtz sind die Töne der griechischen
Musik im Quintenzirkel gefunden worden, und in der
That lässt sich in der ältesten griechischen Notenschrift ein Quintenzirkel nachweisen, welcher zunächst
die uralte, aus Asien stammende fünftönige Naturscala ergiebt. Zu dieser traten dann die durch Umlegung zweier Buchstaben gewonnenen beiden letzten
Quinttöne hinzu, welche mit zwei Tönen der Urscala
in Halbtonsverhältniss traten.
Die Aufeinanderfolge
von drei Tönen, die in dieser Tonleiter im Verhältniss 8:9 stehen, hi
die sogenannte pythagoräische Terz: $$.
Dieselbe ist um ein Komma
(89) grösser als die natürliche Terz: $= 84. Beide
erzen kommen in der Enharmonik der Griechen
vor, die bis auf den heutigen Tag vielfach zu Missverständnissen geführt hat.
Die älteste Enharmonik
trug auch den
Namen „Harmonie“ und stammt von
Olympos her, welcher auf seinem Aulos (Schnabelflite) auf den Halbtonsschritt die Terz folgen liess.
Pagina 2
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)XXXIV_
XXXV
Letztere wird, da die Flüten-Blasinstruente die
Obertóne begünstigen, mit der natürlichen Terz
identisch gewesen sein. In den im Quintenzirkel gedem dunkleren Vokal der tiefere Ton zueriheilt
wurde.
Aehnlich verhält es sich in einer von
Wessely aufgefundenen Chorstelle aus dem euripideischen Orestes, wo der um ein Komma erhöhte
enharmonische Ton auf den betonten Silben steht,
während die unbetonten Silben den tieferen Ton aufweisen.
Jedenfalls geht aus diesen beiden Musikresten zweifellos hervor, dass die Enharmonik, in
welcher die pythagoräische und die natürliche Terz
dicht nebeneinanderstehen, in Wirklichkeit ausgeübt
worden ist. — Je weiter die beiden mittleren Töne
des enharmonischen Tetrachordes sich von einander
entfernten, desto schlechter und schwieriger in Bezug
auf Ausführung wurde die Enharmonik, die schliesslich
ihre ursprüngliche Bedeutung ganz verlor. Der Halbtonschritt vergrösserte sich allmählich zu einem wirklichen Hemitonion (16:15), und die natürliche Terz
(5:4) wurde seit Didymos (1. Jahrh. n. Chr.) in zwei
ungleiche Theile (9:8 und 10:9 oder umgekehrt)
zerlegt, wie es noch heute bei der sogenannten unfundenen diatonischen Reihen kommt dieses Intervall
nicht vor, wohl aber in der späteren Enharmonik,
die wahrscheinlich aus den Uebergangsakkorden herzuleiten ist. Wenn nämlich der Grieche von einer
Tonart in die andere überging, setzte er für die
ditonische Trite, welche zu ihrem tieferen Nachbartone im Verhältniss von 323 stand, einen um ein
Komma erhöhten Ton ein, welcher den Uebergang
in die neue Tonart ermöglichte und mit der Nete im
Verhältnis von 5:4 stand.
So fand schon der
Pythagoräer Archytas um das Jahr 400 die natürliche Terz, welche den Sängern mehr im Ohre lag,
als der aus zwei Ganztönen bestehende pythagoräische
Ditonus, und die es ihnen ermöglichte, die von
Alters her damals noch vorhandenen, auf Trichorden
basirenden spondäischen Gesänge rein zu singen,
indem sie bei aufsteigender Melodie die Trite durch
stärkeren Nachdruck der Stimme unmerklich erhöhten und so über das grosse Intervall des Ditonus
bequem und sicher hinweg kamen. Bei absteigender
Melodie wurde umgekehrt der höhere der beiden
enharmonischen Töne unmerklich etwas erniedrigt
und dann erst: der Limmaschritt GRA gemacht, der
' wieder zurück zur Mese führte.
Wollte man diesen
Limmaschritt gleich
an diesen um eine Diesis
(Komma) erhöhten Ton anfügen, so würde man nicht
genau zur Mese gelangen, sondern eine Diesis oberhalb derselben die Quarte schliessen, welche dann um
eine Diesis zu klein wäre (Plutarch, de musica,
cap. 11).
Diese Auffassung der griechischen Enharmonik wird vollständig
bestätigt durch den in
‚Delphi aufgefundenen, mit Vokalnoten notirten Apollohymnus,
dessen zweites Fragment in der Mittelgleich schwebenden Temperatur der Fall ist.
-
(Modulations-)
Partie
die
enharmonische
Folge
—as - as’ und den Sprung as’— vielfach aufweist.
ie durch zwei im Alphabet aufeinanderfolgende
Buchstaben ausgedrückten Tonhöhen dienten in
diesern Falle hauptsächlich dazu, um die verschiedenen
Klangfärbungen zweier aufeinander folgenden Vokale
oder eines im Gesange gespaltenen Diphthonges zu
markiren, wobei dem helleren Vokal der höhere, und
<
.e
u
m
|
TZrer feld.er. À.
—
mme
—
—.
nen
nr
--—
-_—_—~—
E:
BOZZE US]
bed209 Archived. Vereis de Free rele der
Naturgeschighte 191 Mecklenburg
Sifaeasterzhle Her
TZ Cosolleha leoz eli |
SArschenAen
SE.Jahr (01902) XXXI.