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LACK E HO PEER
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law
ws
Beiträge zur anliken Optik.
bei Sextus Adv,
¿y dè &ypnyöposı réliv
Gta Tüv aladytixOy möpwv donep did tivwv JuplÜwv npoxôbac xal tH
les
Les diverses théories de la vision que l’on peut relever dan:dans
rite,
Démoc
de
ppe,
Leuci
de
e,
frag ments d’Alcméon, d'Empédocl
Platon.
les œuvres du Corpus hippocr
math. VIT 130 gebraucht:
35
nepieyover cup Bald
Aoyınıjv Evöberar Sbvayev [sc. 6 2v pty vos]. Was
hier im allgemeinen behauptet wird, hat Chaleidius im besonderen
atique et dans le Timée de
auf den
Gesichissinn
angewendet.
Und in einem
Fragment des
Philon Hepi xoouonotlac (p. 665 Mang.), das mit der Sextusstelle große
Ähnlichkeit. hat, wird ausdrücklich der Gesichtssinn erwähnt: af
aistnaeıg Duptow Eoluaar Sa yap tobtwy bouvel Yuplöuv èretobpyetat
TO vo N natdinpis tv aisnrüv xal mél: 6 vobs éxxbmtet à adtéy.
Beitrage zur antiken Optik.
pépos GE dort ray duplôuv, Xéyw 5} tiv aisiMsewv, % Spaots'). Wenn
auch hier der Gesichtssinn angeführt wird, kann man doch zweifeln,
1.
Theophrastos nennt in der Einleitung seiner Schrift, Tips alodruv Herakleitos zugleich mit Anaxagoras unter den Forschern,
die dureh Entgegengesetztes die Sinneswahrnehmungen zustande
kommen lassen, ohne aber etwas Genaueres über seine Lehre im
weiteren Verlaufe seiner Darstellung hinzuzufügen. Deswegen sana
man an die Stelle von Herakleitos’ Namen den eines anderen I hilosophen !) setzen. Doch erscheint. ein derarliges Vorgehen unnülig,
wenn man erwägt, daß — gerade entgegengesetzi als der beeranstandete Fall — mehrere Gelehrte in der Einleitung nichtdarwähnt werden, deren Lehren Theophrastos späler ausführlichch mit
legt. Dazu kommt, daß, wie erwiihnt, Herakleitos’ Namen zuglei Hime
dem des Anaxagoras angeführt. wird, dessen Abhängigkeit van
skleitos offenkundig ist, so daß er vielleicht. auch die auf die Sinne
Endnte.
enlleh
m
wahrnehmungen bezügliche Hauptichre von diese
derlieh stimmt. diese Lehre zur übrigen Philosophie Herakleitos’, dann
zufolge
geht, um sich
l
ans dem Urstolf Entgegengeselztes hervor
wieder zu dem einheitlichen Stoffe umzubilden.
Obwohl die Sinnesorgane bei dem Ephesier eine grote one
one
spielen, da dureh sie die menschliche Secle mit dem Line
t ef doch
in Verbindung tritt, dureh den sie vernünftig wird, schein
über die Tätigkeit der einzelnen nichts gelehrt, zu haben. Chalcidins,
freilich jiberliefert, e 237: af vero Heraclitus intimuan motiumn
qui est intentio animi sive animadversio, porrigi dicit per oct
lorum meatus atque ita tangere tractareque visenda. Dies ist
m. È. nur aus Wendungen erschlossen, wie ste z. B. Ainesidemos?)
à
1) 7. B. Demokritos, Kleidemos.
2) Vgl. Doxogr. 210.
4
e:
.
"
.
+4
.
à
£
2
ob man diese Lehre Herakleitos zuschreiben soll, denn höchst auffallend bleibt es, daß man bei Theophrastos nichts derartiges liest,
Hälte Herakleitos wirklich eine solche Lehre aufgestellt, so hätte
sie Theophrastos gewiß nicht mit Stillschweigen úbergangen,
Nun
fragt es sich, wieso der Name des Ephesiers einer solchen Lehre
vorgeselzt werden konnte, Dies BL sich wohl daraus erklären, daß
die Stoiker,
die in ihren physikalischen Lehren dem Herakleilos
folgten, auch diese Lehre ihrem Führer zuschreiben wollten. Dazu
stimmt, daß die Abhängigkeit. Philons von den Stoikern offenkundig,
die des Chaleidius
von
ode
seinerseits
Adrastos,
der
dem
Timaioskommentar des Poseidonios
Poseidonios benutzte, sehr wahrscheinlich ist.
2.
Genaueres überliefert Theophrastos in dem erwähnten Fragment über die Lehre des Alkmaion aus Krolon. Er führt diesen
Arzl an erster Stelle unter denen an, welche durch Entgegengeselztes
die Sinneswahrnehmungen zustande kommen lassen. Speziell über die
Gesichiswahrnehmung berichtet. er folgendes [FV 2) 101, 22 = I 139,
29]: Sptarods SE 6pav Sd 105 rép (Tod mupds) 3) Góaros. Ste d' Eyer
Tp Sidov elvar mryyévtos yap ExAdjrew. Sp&v BE Tip otffovr nal vé
Stapavel, brav dveupalvy xal Boov dv xatkapwtepov 7, paeddov.
Es gill
nun, die Bedeutung der Ausdrücke 19 répi Gimp, to ottfov und
To Stapavés zu ermilleln. Da ist es unzweilelhafi, daß der erste das
im Auge selbst befindliche Wasser bezeichnel. Dieses Wasser um1) Vel.
Heinze, ‘7.
Lueretins Carus De rerum natura
Buch
NL zu
Vers 360.
3) FV = ‘Die Fragmente der Vorsokratiker von IL Diels, 2., bzw, 3. Aull,
3) Nach eigener Ergänzung.
Pagina 2
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)gibl etwas, das nach der handsehriftlichen Lesart nicht ausgedrückt
den
ist. Es ist wohl das Feuer gemeint, wenn man den darauffolgenAnge
im
sich
Daß
zieht.
Sulz: -6tt 5 Eye mip 5MAov elvaı in Betracht
Wasser befindet, erschien nicht wunderbar; um aber die Anwesens
heit von Feuer zu bekräftigen, glaubte Alkmaion einen Bewei
Eyet
hinzufügen zu müssen: dies geschieht durch die Worte ón 3' die
nip Sijdov elvar myyévtos yap exddpnew. Es drängt. sich nun
AnFrage nach dem Subjekt des Verbunts yer auf. Diels in der
kt
Subje
als
denkt
merkung zum Worte èptaA pois (Doxogr. 506)
das Auge, wenn er schreibt: “ego propter sequentia Sptadysy exspecto. Ich meine, es sei aus dem vorgehenden 632705 Böwp als
Subjekt zu ergänzen, das nach Alkmaion der wichtigste Bestandleil
des Auges ist. Ist diese Annahme richlig, so findet. die vorher beribrie Konjektur, daß to mupés nach Tod ato ausgefallen sei, eine
Stütze, eine Konjektur, die übrigens auch dureh die Ähnlichkeit der
Buchstaben empfohlen wird.
Was aber hedeulel td otfBov? Was td Stapaves? Wachtler 1)
gibt. folgende Erklirung: “neque aliud est tb stor nisi tT TOP nec
t atque eis
To Bapavés nisi td böwp, quae in ipsis oculis insun
ung steht
Erklär
dieser
Aber
.
ulgenf
off
quae percipiuntur rebus
Theowäre,
richlig
sie
wenn
daß,
m. E. der Umstand enigegen,
n
präzise
seiner
bei
was
phrastos zweimal dasselbe gesagt. hätte,
diawenn
Ferner
ist.
ich
und knappen Ausdrucksweise kaum glaubl
mil
pavés dasselbe wie wp ist, so erregi auch die Verbindung
aber
75,
Stay aytupaivy Bedenken, da dieses Verbum allerdings zu
kaum zu döwp paßt. Unter diesen Umständen sieht. man sich gezwungen, dasjenige, welches durch otiABov und Starpavés bezeichnet
wird, außerhalb des Auges zu verlegen. Beide Ausdrücke scheinen,
worauf der Singular dvepeivg hindeutet, einen Gegenstand zu bezeichnen. Dieser außerhalb des Auges befindliche Gegenstand muß
cine Art Zwischenglied zwischen dem Auge und dem Sehohjekt
sein. Dieses Zwischenglied wird als glänzend und durehsiehtig bezeichnet. Bei der Wahl dieser Ausdrücke dachte, wie ich meine,
Alkmaion in erster Linie an das Tageslicht, durch das die sichtbaren
Gegenstände um so besser wahrgenommen werden, je mehr es vom
Glanze der Sonne erhellt. wird und je reiner es ist.
Demnach sind bei der Gesichtswahrnehmung zwei Dinge unbedingt. notwendig: erstens das Auge, das aus Wasser und Feuer
Beiträge zur antiken Optik.
37
zusammengeselzt. ist, zweilens ein durchsichliges Intermedium,
das
mit dem Lichte (oder der Luft?) identisch ist"). Wenn das Außenbefindliche dem Innenbefindlichen entgegenstrahlt, kommt die Gesichtswahrnehmung zustande. Diese beiden Dinge sind ihrer Natur
nach völlig verschieden,
was
zu
den Worten Theophrastos’ paßt:
tHy dè ph Tip Spot movobytwy Thy alalmarv "AXtalwv Ha Te À
Weiter
ist
bei
den
Worten
des Theophrastos
die Wiederholung von 6ép&v auffallend, Sie JABL sich am leichtesten damit. erkliiren,
daß
auffaßt,
was die Annahme des Ausfalls
man
die Worte von du bis éxAdprev als Parenthese
von to6 rupós nach rép
voraussetzt. Als Theophrastos nach dieser Parenthese zum Hauptthema zurückkehrte, setzle er der Abwechselung halber nach ópav
den dativus instenmentalis statt 5% cum genetivo. Vergleichen lAßt
sich die Ausdrucksweise in
dem auf das Gehör bezüglichen Fragment, wo, wie Wachller S. 41
gezeigt
hal,
die Worte piéyyectar
se tp zolm als Zwischensatz aufzufassen sind.
Schließlich betrachten wir die Alkmaion betreffende Stelle in den
Placita (FV 101, 38 =1 133, 7 = Doxogr. 404): “Adoatwv xatà thy
TOD Starpavods dvctdythey |se. thy Spacty yivesthat|. Diels (Doxogr. 223) hält
die Verbesserung avtQapdby für adverb fiir wahrscheinlich, wenn
auch nicht für notwendig. Waehtler wahrl évtiAqpy und meint, die
Erwähnung des Feuers sei durch die Nachlássigkeit der Schreiber
oder des Stobaios selbst ausgefallen (S. 49). Diese Meinung Wachtlers
hängt mil seiner Krklärung der Schtheorie des Alkmaion zusammen,
die von melner völlig abweicht. Durch Diels’ Konjektur wird aber
m. E. die Stelle geheill,
Krotoniaten
Stapavés
weil
so
das Kigentümliche der Lehre des
klar genug ausgedrückt ist.
Daß
nämlich das Wort
bei Theophrastos und bei Aétios dasselbe bedeutet,
muß
man billigerweise verlangen 3). Da es selbstverständlich ist, dal beim
Sehakt das Auge oder, besser gesagl, die Bestandteile des Auges
eine’ Rolle spielen, konnte die Erwähnung dieser fehlen: die Frwähnung des zweiten zum Sehakte nolwendigen Gegenstandes aber
mußte unbedingt
erfolgt;
daß
erfolgen
und
avtfropdee und
ist
tatsächlich durch 105 Stapovods
dvtepatverv einander entsprechen,
ist
ohneweiters ersichtlich. So ist alles, was fir Alkmaion shnenkterlalfseh
ist, bei Aétios vorhanden.
$ Vel. unten S. 56 f.
2 Zugleich ist es offenbar, daß auch der Verfasser der Placita tó oz{)Bov
1) ‘De Alemacone Crotoniata’ S. 48.
und 75 Stagavézs als ein Ping auffaßte,
da er nur den einen Ausdruck wählte
Pagina 3
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Den anf die Gesichtswahrnehmung bezüglichen Sätzen schließt
Theophrastos Worte an, die uns von der Weisheit des unterilalischen
Arztes ein deutliches Bild geben und uns Achtung vor seinem
Wissen einflößen: ¿moco SÌ tag alalmseıg ouwmpriiottel mms mpds tov
éyxéparov 6d xal mypotcthan xivaupévov nal petalAdtrovtos Ti, par
errdapBavery yap tobe mopouc, St’ y af alotysetc.
Unzweifelhaft hat
Alkmaion, der nach Chalcidius (ec. 246) als erster eine Exslirpation
39
bei der anatomischen Zergliederung des Auges eine helle Mlüssigkeit
herausrinnen sah; nichts lag näher, als diese für Wasser anzusprechen.
Die Notwendigkeil eines hellen,
durchsichtigen Mittelgliedes dürfte
er aus der Talsache erschlossen
haben,
daß man bei Nebel und
Dunkelheit schlecht oder tiberhanpt nicht sieht. Die wichlige Rolle
des Gehirns
endlich
fand
er
durch
die
bei Irschitterungen
sich
einstellenden Störungen der Sinneswahrnehmungen.
des Bulbus wagte, die zum Gehirn gehenden Augennerven gesehen;
im Gehirn aber est sita potestas animae summa ac principalis).
Wachtler (S. 51) will über die Form und Beschaffenheit jener rópot
Genaueres ermittelt haben, namentlich auf Stellen aus dem hippokratischen Corpus und aus Aristoteles gestützt: doch scheinen mir die
diesbezüglichen Schlüsse zu gewagt, die Grundlage zu unsicher,
Ebenso nützt. Chalcidius nichts in diesem Bezug, da in seiner Dar-
Das Verständnis der Sehtheorie des Empedokles wird dureh
eine größere Zahl erhaltener Verse seines Werke gefördert, die sich
auf die Zusammensetzung und
yeınspinv dtà vinta, nupèc ceiac atibopévoto
sind. Seine Worte lauten: demonstranda igitur oculi natura est,
exercitatus quique primus exsectionem adgredi est ausus,
bas, navroiwy Avéjuoy Acyuntijpas dopyous,
»
el
Adpreoxer xatà fnAdy dtetpésiv dutivecatyTM
in lucem protulerunt: duas esse augustas semitas, quae a cerebri
Os dè tot Ev guijveykıv ÉEPYILÉVIY wyvytov Op
sede... ad oculorum cavernas incent naturalem spiritum condenthaty <t'> dibbvpor Aoyaksro xdxdonz xovpny,
Während letzteres zur Lehre des Herophilos?) stimmt,
ist es zweifelhaft, ob
es
für Kallisthenes
(al) yodvyst Olavra tetpyjato teanestyaty
paßt! denn dieser, ein
at d' Gdatog pèv Pévidos anéoteyov dppivaévias,
Schüler des Aristoteles, ist wohl nieht allzusehr von der Auffassung
seines Meisters abgewichen; dieser aber lehrle, daß sich durch die
Augengiinge Flüssigkeit vom Gehirn in die Augen verbreite 5). Daher
muß man auf die genauere Beschreibung der röpo: verzichten, wie
auch über die feinere Beschaffenheit des Intermediums und der
Bestandteile des Auges nichts mil überzeugender Kraft. überliefert isl..
Aber wie Alkmaion dazu kam, die Anwesenheit von Fener
im Auge zu behaupten, überliefert Pheophrastos: erhalte das Ange
einen Schlag, so habe man eine Liehterscheinung, daher müsse im
Auge Licht sein.
Ks ist ferner sehr wahrscheinlich, daß der Arzt
*) Chalcidius c. 246, vgl. Aet. IV
17,1
und V 17, 3.
Die Lehre des
Alkmaion berührt, worauf Hirzel Hermes X1 244 hinweist, Platon im Phaidon 96 B.
Gt T avéjwy pv vespa Stasxtdvdow GÉVTWY,
pic 3° Ew Otalphoxov, Boov tavawtepov Fev,
Callisthenes, Aristotelis auditor, et Herophilus multa et praeclara
tinentes.
des Auges beziehen (FV
ws 5 Ste tte mpóodoy volwv @rAlocato Abyvov
stellung offenbar die Lehren verschiedener Forscher konfundiert
de qua cum plerique alii tum Alemaeo Crotoniensis in physicis
Aktion
Frg. 84):
nip d' tw Sticsxov, Baoy tavawtepoy TE.
Es ist überflüssig, sich bei der Erklärung der einzelnen Worte
aufzuhalten, da Alexandros (23,8 Wendl.) zu Aristoteles De sens.
2 (437° 23), der die Verse zitiert, und Diels ‘“Poetarum philosophorum. fragmenta’ 138 das Nötige geleistel haben ').
Es ist unzweifelhaft, daß nach der Ansicht des Agrigentiners das Feuer, der
innerste
Bestandteil
des
Auges,
von
sehr
«dünnen
Hläuten
eingeschlossen ist, die ihrerseils von trichterförmigen Gebilden durchbohrt werden;
Aufgabe
der Gebilde ist es, einerseils das ringsherum befindliche Wasser vom Feuer fernzuhalten, anderseits das
Feuer austreten zu lassen.
Denselben Stoffen und derselben Anordnung sind wir schon früher bei Alkmaion begegnet, dem hierin
2) Galen, De usu part. X 12 (11 93 Helmr. = HI 813 K.) tv yap ent cobs
“mpedokles gefolgt zu sein scheint. Aber gemäß seiner Lehre von
dptadpcis an’ éyrepdhou xatlovtay venpmv tav alsdnrınmv, & By nal répous dvéden vier Hlementen sah er sich gezwungen, die Anwesenheit aller
pater “Heépedoc,
Ste póvor abrolg alatytat xal angel; elo: al toh nvebpatog
ódol x. t. À
.
3) De gen. anim. B 6. 744 8,
1) Erwähnung verdient noch Blass wegen
seiner scharfsinnigen Wiederherstellung des neunten Verses (Neue Jahrb. f. Philol. 127, 19 f.).
Pagina 4
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)vier im Auge zu behaupten (Fre. 86). Er räumte daher auch der
Erde und der Luft, einen Platz, allerdings einen kleineren, ein. Von
"Epreôoxkñs nai IAdtuvy t@ spot rovobat thy alobystv'). Dieses Sony
dem Anteil der Erde handelt. Fragment. 85:
Form und Farbe wie die
40
i) SE AE Depa puvovitading Toys vaine.
komm von den Ausflüssen der gesehenen Gegenstände, die die gleiche
Gegenstände selbst. besitzen.
der Anschauung des Empedokles
Aevnsy und Td prédav,
nur zwei
Da es nach
Grundfarben gibt,
td
und da td pv Aeuxdy tod mupds, td DE puedo:
Dieser Vers wird von Simplikios (Phys. 331, 3) unter denen angeführt, durch die bewiesen werden soll, daß nach der Lehre des
105 Bars got?) so (riff. Ähnliches zusammen,
Empedokles tà pöpıx av Chwv dnd woyng ylveraı tà mdetoza, doch
haben Erde und Luft beim Gesicht kaum irgendwelche praktische
noch folgende unberührt: évappéctery yap Exatépats Exatepe, sie: können
mit der eben vorgetragenen Erklärung nieht vereint werden. Denn
Bedeutung. Das bisher Gesagte stimmt aufs beste zu ‘Theophrastos’
das Wort. éxarépo:s bezieht sich auf die népot nupéç und népoe Bdatoc,
Worten (De sens. 7. FV 168, 11 = J 217, 9): xal qual tó py evtds
ads [sc. ths Spec] elvas nip, td BE mepl adtd (Üdwp xal) yijy nal
Von
den
oben
zitierten
Worten
Enatepa uf 1% lux und 1% pédava,
des
Theophrastos
blieben
woraus folgi,. daß die Ausfliisse in die röpor eindringen, was mit der obigen Erklärung in Widerdéox 5: thy Suévat Lentby dv zattarep td ey vois Adyemrijpst pbc.
spruch stehl, dagegen trefflich zu den im Anfang des Paragraphen
Dann fährt der Eresier so fort: tobe Sì népous ¿vadAdE xelotrat
100 te mupès nai 105 USatac, div Tolg yey tol mupde tà hevnd, vols dì
tob Gdatos te prédava yvwpikerv dvapuétrew yap Exatépors Exdtepa.
oy |se. atathyjcewy| önolog Ayer xal pros tá evappdttety |sc. tas dmopstehenden Worten des Theophrastos paßt: "EptedoxAfg SE nepl drapoke] eig tabs népous tods Éxdotys |se. alathisews| alodávecdar Stò xal
pépeodor 52 tk ypúparo mods Tv Bdey Sd thy dropponv. Hier werden
zwei Arlen von môpst genannt, die abwechselnd einander folgen.
od Givacthat ta dido xplverv, Ett tHv pev edpútepol zus, tH Sè
Es handelt sich nun um das Verhältnis dieser mépot zu den yodva
des Empedokles, weshalb die oben angeführten Verse noch einmal
geprüft werden müssen. In diesen wird das in der Laterne befindliche pós mil dem im Auge befindlichen xp verglichen: die pnveryes
peva Gtevtovetv tà 3° Sung siceAthety où öbvaatker. Dieser Widerspruch
und é%éva, welche von yo&var durchbohrt sind, entsprechen dem
äußeren Teile der Laterne, der das Licht gegen die Winde schülzt.
Man muß sich hüten, die pyeyyes und ôdévet als die Äußeren Augenotevitepor Tuyy&vousıv ol mópol mpds Td alodytów, the tà pèv oby éntéhatte zur Folge, daß die Lehre des Empedokles von den Gelehrten
verschieden
aufgefaßt wurde.
So
sagt Zeller (Philos. d. Gr. 15 2,
800): >Umgekehrt [wie beim Gehör] sollte beim Sehen der sehende
Körper aus
dem Auge heraustreten,
um sich
mit den Ausíltissen
des Gegenstandes zu berühren«, Diels dagegen (Sitzungsber. d. pr.
Ak. 1884, 8. 345): »Er nahm an... „daß sieh feine Teile der Elehäute zu verstehen, vielmehr sind dies feine Häutchen zwischen
dem Feuer und dem Wasser des Auges. Das Wasser endlich entmente
spricht. in jenem Vergleiche den Winden. Wie hat man sich nun
die yodver zu denken? Wie die Bezeichnung selbst besagt, haben
Wahrnehmungsakt soll
von
den
sichtbaren Objekten loslósen
organ eindringene,
und
in das Sinnes-
Gomperz endlich (Griech. Denker 1 189):
sich
in
der Weise vollziehen,
daß
»Der
beim
Herannahen feuriger oder wässeriger, von den Körpern ausgehender
sie eine weile und eine enge Öffnung; die weite ist gegen das Fener
Ausllüsse
gerichtet, dureh die enge können die Feuerteilchen hinaus-, nicht aber
die Wasserteilehen hineingehen, weil sie zu dick sind: also stellen
die yodva: die Verbindung zwischen dem Fener und dem Wasser
des Auges her in der Weise, daß zwar Feuer in die Wassersphire
formigen Poren des Auges hervortrelen. Die wechselseitige Anziehung
stattfindende Berührung der von außen in die Poren eindringenden
dringen kann, aber nicht umgekehrt. Die Verbindung mit. der Außenund
well wird dann durch die wpe hergestellt, die verschieden sind,
je nachdem sie Fener oder Wasser hindurchlassen, wobei immer
Wahrnehmung vermitteln helfen«.
auf einen mpeg mupé¢ ein rópas daros folgt. Die Feuer-, respektive
Wasserteilchen treten heraus, um mit ähnlichen zusammenzutreffen,
heraustritt, stützt sich auf die oben angeführten Verse, Aristoteles,-
weil «dadurch der Sehakt zustande kommt.
Denn lIeppevlöng xa!
Feuer-,
beziehentlich
Wasserteilchen
aus
den
triehteralles Gleichartigen soll dieses Hervortreten veranlassen und die
außerhalb des Auges, wahrscheinlich aber hart an seiner Oberfläche
der
von
innen
Die” Meinung,
aus
diesen hervortretenden Teilehen
derzufolge
soll die
der sehende Körper aus dem Auge
3) Theophr. De sens. 1 (Doxogr. 499).
*) Ebenda 59 (Doxogr. 516).
Pagina 5
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)dem wir sie verdanken, schickt folgendes voraus (De sens.
9, 437 23): EuneSoxAñe 8 dorme vojlGovte Ste pes éEtovtos 109 purós,
Gonep elpytat rpórepo, PAëmew und Alexandros (28, 8 Wendl.)
bemerkt dazu: xal moüréy ye maparidera: abro tá Emp, 20 ay
fryetvar mal adtdg nip elva td pic za toto Di Toy piety
rpoyeistral te nal éxnéprecthat nad tobty td Spay Yiveotta:. Mit ii à
elpytar mpdtepov spielt Aristoteles aut die vorausgehende Stelle 437° 9
an: énetvos 8 abro abrbv ópa 5 éplaléc, diorep nal ev ti Yard AGE,
¿nel ef ye nop iy, xathdnep “EpureBoxAfie quot val Ey vip Dial verga
tat, nal auvéparve td Spay èEtbyvros (omep Ex Aauntpos toh pwtds, dtà
té où ual dv th ander Empa av % Bic; Alle diese Stellen sprechen
deutlich für die Auffassung, wie sie z. R. Zeller vertreten hat. Die
andere stützt sieh auf das nicht minder deutliche und vertrauenswürdige Zeugnis des Theophrastos, wenn auch wir heute die Auf
fassung nicht mehr ans Empedokles selbst gewinnen können; gewiß
muß es aber Verse von ihm gegeben haben, aus welchen auch
diese Ansehauung erschlossen werden konnte. 50 erklärt es sich,
daß Diels a. a. 0, S. 354, in Widerspruch zu dem 5. 345 Ausgeführten, bemerkt: »Er nahm an, daß wie das Licht. in einer Laterne
vor dem Winde, so das Feuer in der Pupille durch dünne Membrane vor dem umgebenden Wasser des Augapfels geschützt und
getrennt. sei, aber es stehe durch triehterförmige Poren mit der
Außenwelt in Verbindung, so daß das Licht (Feuer) der Augen
hinaus und ebenso das draußen befindliche ins Innere dringen
könnee, Also gab es, wie es scheint, Verse des Agrigenliners, aus
denen sieh die widersprechenden Lehren ergaben, und zwar der
Art, daß jede für sich selbst bestand, ohne daß der Versuch der
Verbindung gemacht wurde. Beide treten uns bei Theophrastos entgegen, beide anch bei Aristoteles, der nach der Anführung der schon
oft erwähnten Verse und in Wiederaufnahme und Fortführung der
ihnen vorausgeschicklen Worte "EynedorArg 8° fore vopitove: ôtè puèv
afövrog 100 putos... Pres fortfährl (438° 4): rt pèv obtux 5pav
nahme auf,
+2
.
unsere
Berichterstatter aus
was zu schöpfen
war,
Empedokles'® Versen
so dal sie zweierlei
Lehren aus ihnen herauslasen, aber ihre Verknüpfung nicht berücksichligten.
Denn
die Annahme, daß
eine solche von Empedokles
beabsichtigt war, ist m. E. die einzige Möglickheit, um den Wiaerspruch zu lösen. Diesen Weg hat deutlich auch Gomperz beschrilten,
Diels in der zweiten oben angeführten Stelle am Schluß angedeutet.
Zu diesem Lösungsversuch ist Empedokles’ Lehre von der Entstehung
der Spiegelbilder heranzuziehen, die uns in den Placita erhalten ist
(IV 14,1.
FV 171,30 = 1 221, 18 = Doxogr. 405): Epredoxf Hart
ámoppolas tas cuviatapiévas py ¿ml tí Exupavelag toh xaténtpou, movpevas dotò tao Exnptvotévou Er. TOO xathntpou nupWöoug val tov rpoxeinevov dép, eis By pépetar tà peúparo, aujyretapépovtos: Danach ist
der Vorgang folgender: Von dem im Spiegel sichtbaren Gegenstande
lösen sich
Abflüsse,
die
sich an der Spiegeloberfläche vereinen:
gleichzeitig kommt in entgegengeselzter Richtung aus dem Spiegel
etwas Feuerarliges;
dieses verdichlet die Abllüsse,
d. h. verleiht
ihnen größere Konsistenz und anBerdem reißt. es die dem Spiegel
vorgelagerte Luft mit.
Neu ist hier die Erwähnung von Luft,
die
mifgerissen wird, alles andere findel sich auch sonst beim Schakt:
einerseits die vom sichtbaren Gegenstande sieh ablösenden Abfitisse,
anderseits
das
Feuerarlige,
respektive
das Feuer
des Anges.
Es
fragt sich, wo nach Empedokles’ Meinung das Spiegelbild entsteht.
Darüber gibt der Ausdruck ovujyretagépoytos Aufschluß;
die Luftschichte, in welche sich die Abfliisse bewegen, wird von dem aus
dem Spiegel dringenden Feucrarligen
vorwärts gelrieben, die Abflüsse selbst mit der Luft wohl ein wenig zurückgetrieben,
allzuweit, sondern
artigen:
wenn
auch
nicht
hur bis zu ihrer Vereinigung mil dem Feuervon einer Vereinigung nicht ausdrücklich die
Rede ist, so wird man doch annehmen müssen, daß erst nach einer
Vereinigung beider Hanptfaktoren das Spiegelbild erscheint; außerdem deutet der Ausdruck rrdovpévas auf eine solche Vereinigung hin.
eoroty, Ste dè tats droppolars taic amd viv ópera», ohne allerdings
den zweiten Teil durch Empedokles’ Worte selbst zu bekräftigen.
Hier zu voller Klarheit zu gelangen, ist wohl schwer möglich.
Man könnte daran denken, die widersprechenden Lehren verschiedenen Perioden der wissenschaftlichen Forschung des Empedokles
*zuzuweisen. Aber dem steht entgegen, daß er unseres Wissens die
Iirgebnisse seiner auf Physiologie bezüglichen Studien nur in dem
Gedichte Hep? póceos niedergelegt hal. So drängt sich denn die Andaß
nicht alles schöpften,
43
Die hier
sich
vom
Spiegelbilde
mit Modifikationen
auch
dargestellten
auf den
Verhältnisse lassen
Sehakt tibertragen,
da ja
Ähnlichkeiten zwischen beiden, wie früher erwähnt, offenbar bestehen. Von dem Sehobjekt kommen unaufhörlich Abflüsse, welche,
dem Auge sich
puóras ') ans
nähernd,
die
verwandten Elemente
mit Hilfe der
dem Auge auszutreten veranlassen; so kommen die
Y Vgl. Fre. 22. Arist. Eth. Nic. VIII 2. 11655 7.
Platon, Lys. 214 B.
Pagina 6
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)ähnlichen Teilchen zusammen und vereinigen sich. Aber die bloße
Vereinigung in der Außenwelt genügt beim Sehakt nicht, die vereinigten Teilchen müssen durch die zöper, und zwar die Feuerteilehen dureh die pot mp, die Wasserteilehen durch die mopot
6datos in das Auge gelangen. Dies macht eine größere Bewegungsenergie der zum Auge kommenden Teilchen notwendig. Die größere
Bewegungsenergie wird dureh die Masse der sich unaufhörlich ablösenden, von größerer Entfernung kommenden Teilchen bewirkt,
die überdies die entgegentretenden Luftteilehen mit sich fortreißen,
so daß ein gegen das Auge gerichteter Elementen- und Lufistrom
Was die Quellen der Theorie des Empedokles betrifft, so ist
er in dem Teile seines Gedichtes, in dem er lehrt, daß Ähnliches
44
entsteht, der anch die aus dem Auge herausgetrelenen Feuer-, beziehungsweise Wasserteilehen nach ihrer Vereinigung mil den ent-
45
nur von Ähnlichem wahrgenommen werte, unzweifelhaft dem Parmenides gefolgt, indem er diesegemeinsame Grundlehre näher ausführte®). Schon oben ist bemerkt worden, daß er in der Anatomie
des Auges sich die Forschungen des Alkmaion zunutze machte. Ob
er die Lehre
von
den
mépot zuerst. aufgestellt. hat,
ist zweifelhaft.
Diels?) sieht in Leukippos den Urheber dieser Theorie, da sie mit
dessen Lehre von einem Vakuum gut vereinbar ist.
Ks ist daher
wahrscheinlich, daß Empedokles die Aufstellung des Leukippos benülzte
und
mit seiner eigenen Lehre
von den Ausflüssen in Einklang zu bringen suchte.
gogenkommenden verwandien Teilchen mit sich fortreißt. Wie hei
den Spiegelbildern eine kurz dauernde rückläufige Bewegung der
Abllüsse zu konstatieren war, so hier auch eine verhällnismälig
geringe rückläufige Bewegung der aus dem Auge dringenden Feuer-,
beziehungsweise Wasserteilehen. Erst wenn die vereinigten Teilehen
in die betreffenden mépot eingedrungen sind, kommt die Wahrnehmung zustande.
Man könnte die Frage aufwerfen, ob die répot voll oder leer
zu denken seien. Empedokles scheint darüber nichts ausdrücklich
bemerkt. zu haben, weil Theophrastos diese Frage nicht entscheidet (De
sens. 13. FV 169, 18 = I, 218, 29 = Doxogr. 503): mótegov ol népot zevoi
3) wAipets; el pv yap xevol, supBatver Srapwveiv faut pol yap Eux
cò» elvar xevóv. el SÈ mAijpec, del Av aiathdvorto ta Car Do yap wx
évappétre . . . To Spoov. Trotzdem kann man annehmen, daß der
Agrigentiner die Anwesenheit von Luft in den Poren voraussetzie.
Sehwieriger gestaltet sieh die Untersuehung bei Leukippos,
weil
seine
Lehre
daß man kaum zu
mit
der
des
Demokritos
unterscheiden vermag,
was
so
zusannnenfloß,
das Eigentum
des
Lehrers; was das des Schülers ist. Doch kann man jetzt mil einiger
Sicherheit. behanpten, daß die Grundlehren alle sehon von Leukippos herrühren. Daher erscheint. es a priori wahrscheinlich, daß
er duch der Lehre von den Sinneswahrnehmungen seine Aufmerksamkeit zuwandle.
Zeller’) ist nun den
auf den Gesichissinn bezüglichen Spuren der Lehre nachgegangen. Er ging aus von Plutarchos
Plac. IV 13, 1 (Doxogr. 403), wo Demokritos und Epikuros genannt
werden, die behauptet hätten xatá eidwAwy eloxpraw 1) td dpatexdy
cupfalvevv, während bei Stobaios Eel. I 52 diesen zwei Philosophen
hoch Leukippos vorgesetzt ist. Zeller, der ursprünglich den Namen
Denn dureh uns noch erhaltene Verse!) steht es fest, daß er ein
des Leukippos für einen
Vakuum leugnete, ferner erklärt Philoponos zu Aristot. De gen. et
corr. A & (178, 2 Vitelli) allgemein: Topev 32, Ste tobs mépoug brottfépevor où xevodg breriteyro Tobroug, GAL Terinpwpévous Aemtojtepeotépou tivos amato olov dépos. Derselbe bemerkt (160, 7), daß der
Ausdruck röpor ein spezifisch empedokleischer ist. Indlich ist es
zeugte sich von der Unrichtigkeit dieser Annahme durch die Stelle
sehr wahrscheinlich, daß Empedokles eines seiner vier Elemente
auch in die wöpo: verlegte, von denen die Luft als das indifferenteste
am besten geeignet. erscheint?)
1) Fre. 13. 14.
2 Vgl. neuerdings W. Kranz, ‘Empedokles und die Atomistik” Hermes
47, 27.
bei Alexandros De sensu
späteren
Zusatz angesehen hatte,
über-
(24, 14 Wendl): Aéyet yap Anpéxptros td
bpav elvar td thy Ejipaow thy
and thoy Spupévy Séyeothon tom dè
Epos Td eyuparvdjtevoy eldos dy th xdpy, épolus Sè nal ev tole dor
Thy Srapavay, Boa old te thy Eppasiy pudrrev dy abtotc. tyetra 82
atic te xal mpd adrob Aebxirnos «al Gotepoy Sè of mepl tdv "Ex{xoupov
elöwAd tiva dnoppéovra ópotópoppa tote dp' thy droppet (tata SE tom
tà Spach)
eimimrery
vois
tiv
épovruv
spthadole
xal
obres
td dpav
1) Vgl. Theophr. De sens. 2 (Doxogr. 499).
2) Verhandl. d. 85. Vers. deutscher Phil. u. Schulm. 104, Anm. 28.
2) Archiv f. Gesch. d. Philos. 15, 135.
4) So die Kodizes, nicht &réxptow, wie Zeller schreibt.
Pagina 7
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)yivestaz.
An einer anderen Stelle (56, 12) teilt Alexandros wieder
deutlich dem Leukippos die Lehre von den «ode zu: eBwix yap
tiva Önordpoppe dro iv Öpwpevwv ouvexOs droppéovta «al Eprimiovra
ty) Set to Spay Yutvto. torobtor Sè Yoav of te repli Aeúxirmos val
Anjdupttov, ci xal Ex Tis tiv dopdtwy dt puxpórytz ropalégeme thy
thy petaËd ypopétwy pavraciay énoiouv. Auf Grund dieser Stellen,
die nach Zellers Meinung aus Theophrastos stammen, schließt er,
daß schon Leukippos diese Sehtheorie aufgestellt habe.
Dieser Schluß Hit sich durch eine andere Beobachtung stülzen.
Alexandros, der in derselben Schrift. auch anderwärts auf den
tesichtssinn bezügliche Lehren der Atomisten berührt, erwähnt nur
an den zwei oben angeführten Stellen, die denselben (Gegenstand
behandeln, Demokritos und Leukippos, während er an allen übrigen
Stellen, an denen er von anderen Dingen spricht, nur den Namen
des Demokritos hinzusetzi. Die Stellen sind folgende: (15,5 Wendl.)
TAY thy Sw not (se. Aristoteles] rotetv Ex mupds mavtas, rot toh:
eis otoyela dvdyovras tà alothytijpia 7 nai todg ¿ws nepl todtuy
eindvras nai yap névres drcàéig mupds elvar elmov, Anpórprros Sè 2
GSarog und (124, 3 Wendl.) ¿ml dè tig Stems past [sc. Aristoteles|
Intestata: tobto, el xat ent tabrnc obtw yivetat, Gonep “Epmedoxiet Soxel.
Meyer yap Enelvos td dd 100 Aou ps rpürov dv tH peratò tod flou
nal Tis yis yivesdar, eli obteng èv ti yi. tis d' adris D6Ene xal Anjtoxpttés tom mal néviec xa ofs and thv Spativ dmoppkov tt pépetat
rpds tiv Spy. Es ist somit offenbar, daß Alexandros nicht willkürlich den Namen des Leukippos hinzugefügt hat, sondern nur der
Lehre, welche er für sicher leukippisch hielt. Woher verschaffle er
sich aber diese Gewißheit? Entweder aus einer Schrift des Leukippos selbst oder einer des Theophrastos. Das erstere ist bei dem eigentümlichen Schicksal der Schriften des Leukippos schwer glaublich.
des
Also hat er Theophrastos benützt, den er bei der Abfassung
Kommentars zu Aristoteles’ De sensu sehr oft heranzog, wie aus
dem Namensindex bei Wendland s. v._ Ocoppastos zu ersehen ist.
Es fragt sich, welche Schrift des Eresiers er zugrunde legte. In der
Schrift, Iept aistycewv findet sich keine Spur von Leukippos, doch
hat Theophrastos, wie überliefert ist, in Eiuzelschriften ausführlich |
die Lehren des Demokritos behandelt. 9. Eine dieser Schriften führte
den Titel Tept tv elfo 2 (Diog Laert. 5,43), In der Binleitung
könnte Theophrastos, der Geschichtsschreiber und Kritiker der
Philosophie, die Verdienste des Leukippos erwähnt haben. Vielleicht
) Vel. Usener, Analecta Theophr. 25.
Beiträge zur antiken Optik.
47
hat Alexandros
diese Monographie benülzt.
Daß der Namen des
Leukippos in den Placita IV 13, 1 sich findet, nicht aber in Theophrastos’ Fragment Nepi «isdYsewv, mach! keine wesentliche Schwierigkeil, wenn man sich Diels’ Urteil (Doxogr. 219) vor Augen hält,
demzufolge bei den Atomisten diese Schrift. des Theophrastos nicht
die einzige Quelle gewesen zu sein scheint.
Was die Lehre des Leukippos selbst betriffl so kommen von
den sichtbaren Gegenständen Bildehen in das Auge, wodureh die
Wahrnehmung entsteht.
Daß sie in das Auge kommen, ergibt. sich
aus dem in den Kodizes erhaltenen Worte elsxptotv.
Diese Lehre
kann
man
zuschreiben:
weiter
zu
aus den
gehen,
angeführten Gründen Leukippos
verbietet
das
Urteil
über
diesen
Philosophen,
wonach er nur die Grundlehren aller Teile des Systems aufgestellt hat.
5.
Auslührlicher sind wir über die Ansichlen seines Schülers,
des Demokritos, unterrichtel, Auf seine Lehre vom Gesiehtssinn
bezieht, sich der Paragraph 50 bei Theophrastos Heel aiotysewy,
dem in 51—55 die Kritik folgt. Bedanerlicherweise ist der Text
an vielen Stellen schwer verderbt. In der Handschrift steht. folgendes (F V 373, 32 = Il 40, 36 = Doxogr. 513): Tabs bypabs ty aniyp@v
dptharpdy Apelvous elvar ripds td Spay, el 6 pv Ew yırlov be hertótaros
HA TUXVÓTATOS el, ta D évrds We pddiota coqupà ul never TU VS net
toyupas capróz, Eri DE indios nayetas te val Airapñs, nal at pléBes
Cai) 1) noth todo dpbadjods edbeion hal divixpo: nal ¡uy edoxmpLovelv tots
AROTITOVYLÉVO:S. TÁ yap Spopula palote Exactov yvwpller.
‘0 &o ytrov ist unzweifelhaft die Kornea, die, damit man gut
sieht, sehr fein und sehr fest sein mınB. Treflend gewählt erscheint,
das
Wort coppa zur Bezeichnung der inneren
Teile des Auges,
die sich aus dicken Flüssigkeiten zusammenseizen.
Auffsllend erscheint aber das Wort o&p& in der Beschreibung des Auges. Aus
den
oben
sich
Fleisch
angeführten
im
Auge
Sehschitele abhängt.
finden,
Auch
auch in
was
von
Worten
muß ja
befindet,
von
geschlossen
dessen
werden,
daß
Beschaffenheit.
die
Dieses Wort ist m. E. hier nieht nm Plalze:
den Wörterbüchern steht keine passende Stelle 9),
xev& abhängt,
paßt nicht zu coppa,
weshalb Diels
') Ergänzt Diels.
*) Bei Hippokrates De carn. 17 (VIII 606 Littré) bezeichnet Aeuxdv xpéu:
die Außere weiße Augenhant.
Pagina 8
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Konjektur re Pri
für Eu peorá schreibt. Wenn auch diese
utung von at me
ist, so bleibt damit doch noch immer die Bede4)
Anm. überselzl es nal
geklärt. Zeller (Philos. d. Gr. 15 2, 911,
Gewebe? Oder soll it
sGewebes. Doch wo sind im inneren Auge des
s nicht Kanne
annehmen, daß Demokritos die Anatomie versAuge
teht Zeller La 0.
Unter den gléfies af zatà tobs idolos
setzung nicht erdie »Gänge der Augens. Doch ist aus diesertÜber
die, welehe vom
oder
. mein
sichtlich, ob er die Gänge im Auge selbsten.
d eutigkeit wird
Zwei
e
Gehirn oder anderswoher zum Auge führ Dies
stos’ Worten über die
beseitigt. dureh den Vergleich mit’ Theophra
nn (FV 874, 30 = 1142, 11
Lehre des Demokritos vom Gehörssi
yırlov ely Tux, tà
6° duoveuv, El 5 ey EE
o
Doxogr. 515): dbitatov
26
1
[A ota divinita mol eUtpyta KATA[4 TE hf 7
“a puodi
we
mal
meva
x
Be œhéfu
GE ve dota Tuxva KO 9 Y
5
cia nol vi) xepadi,v noi tae anode, En
xépahos simpatos nal th rept adrèv ws Enpotatoy.
Die Ahnlichkeit
auf
zwisehen den Stellen über den Gesiehts- und Gehörssinn ist zu
à
.
.
ct y
a...
»
.
u
es unzweifelhaft die
fallend. Bei letzterem sind unter den phéf
dns Analoge kann man
den Ohren führenden Gänge zu verstehen; sich
:
a erunge des
ß sich diedic AfAffizi
beim Gesiehlssinn annehmen: denn, daß
mit
er
Körp
en
ganz
dem
Sehorganes nach Demokrilos gleichsam
,32 = Doxogr. 514):
teilt, bezeugt Theophrastos (rv 374, 18 [4= 141val bypo
e
r
mta wvalx Èdel»HA
not yàp [se. Demokritos] tà toto xEVOTNTO swpeatt Tapadtài.
oy aplhadby, iv Ent mito Beyytar vol tH Ay
der VerDie Stelle über das Gehör kann vielleicht auch bei ollen
wir
chst: w
besserung der Stelle über das Gesicht, helfeit.r Zunä
zuwenden. Diese ist.
Gehö
uns der Beschreibung der phéfes beimglic
hen sehr Ähnlich mit nl
der anderen, auf die Augengänge bezü
Aber warum
‚nahme des Wortes xévx, das beim Gesichtssinnh, fehlt.
Aufgabe
ja
da
es hier fehlen sollte, ist nicht. recht ersiclbehtlicist. Nimmtdieman
un
der Gänge im Auge und im Ohre diese
ward
au
es
phëf
den Ausfall dieses Wortes an, so ergibt sich: e
r könnte Dur
Kin Lese
tod Spthadpobe edihelar noi (veval ral) vooanr den
Rand xevat Tux
or
Zvirp
und
Erklärung der Adjekliva xeval. sm
ss € not
äs Gapuos, ett DE trad nayelas T
mai isyup
a
CE
57
DS
dimapas
peseizt
. s&p& nicht 0 unpassend
haben. In diesem Falle ist auch das enWortAuges
, ee im ae
wie bei der Beschreibung des inner
Parte oe
higen
Körper verbreitet sind und auch die Neisc
sons
durehdringen '). Das Adjektiv isyupäs aber widerspricht der die
258, 14) und
n Vel. des Empedokles oapxtiy obpry7es (FVnes200,von16 =]
onia, besonders
Apoll
Dioge
bei
6)
Frg.
(FV
s
Beschreibung der «pAtBe
s TelvOUTtY.
(339, 4 = 1 429, 4) Etapas Y And To Bépno xal Br tHe
dapnd
so
präzisen
49
Ausdrucksweise des Theophrastos, daß Usener dafür
ottppäs schreiben wollte; das Unpassende im Ausdruck könnle man
auch dadurch erklären, daß der ganze Satz nicht von Theophrastos
stammt,
sondern
von
einem
préBeg genauer bestimmen
gelehrten Leser, der
zu müssen glaubte,
die Leere
der
weil nach der Anschauung späterer Zeiten die pA&ßes — man achte, daß Theophrastos
prépes,
nicht mopot sag —
von
einem lufifürmigen oder flüssigen
oder festen Körper erfüllt sein müssen. Ist auch isyvp& nicht glücklich gewählt, so muß man doch zugeslehen, daß anderes gut ausgedrückt ist, sogar mit Beobachtung lheophrasteischer Schreibweise:
so ist Ett d£ ausgesprochen theophrasteischer Brauch, vgl. FV 374,
32 = II 42, 13. 378, 41 = Il 48,5. Zum ganzen Ausdruck ließe sich
vergleichen Galenos De usu part. XI 5 (11 123, 6 Helmr.): odxéte
pos fot, DA dupeBys ylyvetar tévwy yulıyds retos obolag cuproeDobs.
Später fiel durch einen Irrtum des Abschreibers xeval xa aus, die
Randglosse aber blieb, die hierauf — xeval geht leicht in xevé über
— an unrechter Stelle eingefügt wurde,
wodurch
die jelzl in den
Handschriften stehende Lesart entstand.
Auch die folgenden Worte des Paragraphen 50 sind schwer verderbt. Schneider schlug vor xal öpatooynpovolev, Diels ws Spooynpoveiv
unter Heranziehung von Plac. IV 19, 3,
Burchard xai py &voydeiv.
Die Konjekturen von Schneider und Diels weichen sehr stark von
der Überlieferung ab; außerdem ist eine Schwierigkeit wegen des
Subjektes vorhanden:
bei
Schneiders Vermutung ist af pAéfes als
Subjekt zu denken; wie aber pAéBes ähnlich gestaltet werden sollen
mit ¿rotorovp.eva, ist schwer vorzustellen.
wohl
das Auge
Bei Diels’ Vorschlag ist
als Subjekt zu ergänzen, eine Ergänzung,
dem Zusammenhang
mutung
ist wegen
möglich.
|
nicht leicht zu machen ist.
des folgenden
Satzes,
in
die aus
Burchards Verdem
yep steht,
un-
Unter diesen Umständen wollen wir an die Sache von einer
anderen Seite herantreten.
Wieder soll die Stelle über das Gehör
den Ausgang bilden. Hier ist auch vom Gehirn und dessen Häuten
(td rep! adtév) die Rede‘). Etwas Ähnliches erwartet man auch beim
resichtssinn. Dieser Erwartung genügt der Vorschlag: . . .
dvexpor
Cxal 6 Eyrepaloc) nat (al) phÇvyyes adtod) ebaynoves Tols drowdroupévots. Die Bedeutung von edsyñnoves erläutert Phrynichos 309
(Rutherf.): edoynpwv tobto pév of duade int 100 mAcuolou xal év
1) Vgl.
Brieger,
‘Demokrits
angebliche
Leugnung
der
Sinneswahrheit’
Hermes 37, 75.
Wiener Studien. XXXV. 1913.
Pagina 9
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)HANS LACKENBACHER.
51
Eupen bvros tárrovow: ol è dpyato: éml od xa mal ouppétpou.
daß man beim Fehlen des Lichtes weniger scharf sieht, weswegen
Dazu vergleiche man Theophr. De sens, 39: tobtov [sc. tov éyxéman in der Nacht nichis genau wahrnimmt. Mit der Verdichtung
scheint eine Veränderung der Farbe der Luft Hand in Hand ‘zu
pahoy] yap &dpouv elvar xal obpytetpov ty} dopfi.
Nach dem bisher Ausgeftihrten lautet die ganze Stelle folgendermaßen: tà d' évrès ag pradtata coppà [kal neva muxviig rai tayupac
capnéc, Exc Sì ixuédos nayelag te xal Atmapac], nai al piéfeg (al)
vata tors dpadpods ebdelat nal (xeval al) Avexpor, (nal 6 éyxépadog>
nal (al) piCveyyes aùtob) edoyiptoves Tolg dnoruroupévois.
Nachdem der Text festgesetzt ist, soll die Lehre selbst erortert werden. Von der Oberfläche des Sehobjektes strömen unaufhörlich Bilder (ewe), welche die zwischen diesem und dem
Auge befindliche Luft vor sich hertreiben und so verdichten; zugleich kommen Ausflüsse aus den Augen, welche ebenfalls die Luft
verdiehten.
So entstehen Abdrücke des Sehobjektes in der Luft,
deren Bilder im Auge erscheinen. Hierauf treten die feuchten Luftteilchen in das Auge, von wo sie zum. Gehirn und dem übrigen
Körper gelangen.
Die Lehre von den Ausflüssen ergibt sich aus Demokrilos'
Philosophie, derzufolge eine Fernwirkung ausgeschlossen ist, alle
Sinneseindrücke durch Berührung entstehen, so daß Aristoteles (De
sens. 4, 442% 29) sagen konnle: Anpéxpitos dt nai of mhelato: tüv
quatohdywy, Sua Léyouot rep! aloiseux, dtonbratéy Tı rotolo TÁVTA
yap tà alctyta arta rmotobow. Durch cine andere Aristotelesstelle
(De an. B 7. 449° 15) erhalten wir Aufschluß, warum Demokritos
die Luft als Medium annahm: da er merkte, daß die Gegenstände
in größerer Entfernung schlechter wahrgenommen werden, hielt er
die Luft. für das Hindernis einer scharfen Wahrnehmung. Durch
die Ausflüsse erhält. die Luft eine solche Dichte, daß sie, dem Wachs
vergleichbar, die Form der Gegenstände annimmt). Aber die Aus-
{lüsse reichten nicht aus, wenn nicht das Sonnenlicht hinzukäme,
das nach Demokritos die Luft verdichtet, eine Anschauung, die
Theophrastos tadelt®). Obwohl auch uns diese Lehre merkwürdig
anmutet, läßt sie sich doch verteidigen, weil Demokritos ohne
Zweifel das Licht für einen Körper hielt; da an ein und demselben
Orte gleichzeitig nicht zwei Körper sein können, weicht die Luft
vor den Sonnenstrahlen zurück; dabei stößl sie auf andere Luftatome, wodurch der Zwischenraum zwischen den einzelnen Luflatomen enger wird, d. h. die Luft. wird verdichtet.
So kommt es,
1) Theophr. De sens. 51 (F Y 373, 38 = II 41, 6 = Doxogr. 513).
*) Theophr. De sens. 54 (FV 374, 14 = 11 41, 28 = Doxogr. 514).
gehen, wodurch die Zupaoıg bewirkt wird). Diese entsteht nämlich
dann, wenn verschiedene Farben einander begegnen. Weil aber die
Augen, namentlich die Pupillen dunkel sind, ist auch zur Entstehung
der ¿pao das Licht notwendig, dessen Aufgabe in dieser Beziehung
Demokritos nicht deutlich angegeben hat, wie aus Theophrastos
(FV 374, 13=1I 41, 27 = Doxogr. 514) folgt: Towg thy Zupaarv
6 Atos mowt [ua] td pig Gonep + x énipépuv ¿ml thy Sv, xabanep
Forme Povlecda: Aéyeuv?). Ist die Zupaoız erfolgi, so lassen die feuchten
Augen das Feuchle in den Bulbus eintreten, Fs ist klar, daß hier
die Lehre vorliegt, es werde Ahnliches nur durch Âhnliches wahrgenommen,
während
erzeugt wird.
die £pyaoıg durch entgegengesetzte Farben
Daher ladelt Theophrastos?), daß Demokritos nicht
beständig einer Lehre gefolgt ist. Nicht alle tórot, deren Bilder in
den Pupillen entstehen,
treten
in das Innere des Auges, sondern
nur diejenigen, welche ihrer Zusammensetzung nach dazu geeignet
sind.
Man könnte fragen, warum
Demokrilos diese Auswahl der
toro: getroffen hat. Man darf wohl annahmen, er sei dazu veranlaBt
worden, weil überall toro: aller Dinge entstehen, doch nehmen wir
nicht alle Dinge wahr, besonders
nicht die weil entfernten; die
toro dieser verlieren auf dem Wege ihren Feuchtigkeitsgehalt, wodurch sie von der Beschaffenheit. der Augen so verschieden werden,
daß sie zwar die Enpasts hervorrufen, aber am Eintritt in das Auge
behindert werden. — Sowie die Luftabdrticke in das Auge getreten
sind,
entsteht
die
Gesichtswahrnehmung,
aber
zum
Bewußtsein
kommt sie erst dann, wenn sie dem übrigen Körper, besonders dem
Gehirn übermittelt ist.
Theophrastos hat,
wie
oben
bemerkt,
Demokrilos
weil er nicht beständig einer Lehre gefolgt sei,
seits lehrte, daß
getadelt,
insofern er einer-
Verwandtes am besten Verwandtes wahrnehme,
anderseits, daß die &ppaots durch Verschiedenfarbiges entstehe. Wenn
man
auch zugeben
vorliegt,
muß,
daß
hier eine gewisse Unbeständigkeit
so scheint diese doch verzeihlich, weil der Abderite verschiedenen Vorgänge verschieden erklären konnte. Warum aber hat
er die verschiedenen Vorgänge angenommen? Die ganze Lehre von
!) Ebenda 50. 54.
1) Diels’ Ergänzung &xtlva scheint nicht überzeugend.
9) De sens. 54.
Pagina 10
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)der Zupaotg ist m. E. überflüssig !). Demokritos kam es vor allem darauf
an, daß Luftabdrücke in das Auge gelangen, was auch ohne Epa,
geschieht. Welche Aufgabe also die ¿past hal, ist nicht recht einzusehen. Dies führt zur Vermutung, daß diese Lehre nur eine Zutal
ist, veranlaBl durch die Lehre eines anderen. Tatsächlich findet
sich die Lehre von der Engasç hei Anaxagoras, von dem sie Demokritos übernommen zu haben scheint. Seine Abhängigkeit von
Anaxagoras, besonders in astronomischen Dingen, wird ja allgemein
zugegeben 2). Doch dar! man nicht glauben, daß er sie ohne Grund
sich angeeignel habe, vielmehr scheint er dazu durch eine Beobachtung geführt. worden zu sein. Was man bei Alexandros zu Aristoteles
De sens. 2 (24,21 Wendl.) als Beweis für die &upaatz liest’), könnte
der Ausgangspunkt gewesen sein. Da Demokritos-beobachtete, daß
ein Bild der sichtbaren Dinge in der Pupille des Sehenden erscheint,
schloß er, «daß diese ätpasx bei der Entstehung der Cesichtswahrnehmung eine Rolle spielt. Da er aber von den Lehren seines
Meisters sich nicht entfernen konnte und nicht wollte, suchte er
verschiedene Lehren zu vereinen, doch wurden sie nicht vollkommen
Beiträge zur antiken Optik.
53
dünner ist als die äußere, die innerste aber zugleich die dünnste.
Die
Haut,
welche,
die
Flüssigkeit
unmittelbar
schützt,
scheint
identisch zu sein mit der heutzutage Relina genannten Haut, die
folgende mit der Chorioidea samt Iris, die Außerste mit der Sklerotika saml Kornea. Frwihnung verdient, daß der Autor keine termini
lechnici anwendet, sondern die einzelnen Häute, die er alle pijveyyes
nennt,
nur nach ihrer Dicke und
den Gefahren unterscheidet,
welchen sie ausgesetzt sind, eine Erscheinung, die sich leicht aus
dem primitiven Zustande der damaligen Medizin erklärt.
Auch eine Sehtheorie scheint, wie ich oben bemerkte, berührt
zu sein. Man liest nämlich folgendes (VI 278 I): tata Sì tà préBra
[sc. von Gehirn kommende] thy dtv tpépouar tH bypH tH xadapuTar tH And Tod éyaepékou, ds È nal épupalverar Ev tota dpihaApotory,
Eppaiverar ist offenbar identisch mil ¿past ylyvetat#). Aus jenem
Satze allein kann man noch nicht schließen, daß nach der Meinung
des unbekannten Autors eine Wahrnehmung entsteht, wenn Bilder
in der Pupille erschienen, da es ja möglich wäre, daß er nur diese
merkwürdigen Bilder erwähnen
wollte, ohne dabei an eine Sehtheorie gedacht zu haben. Aber bei den vorausgehenden Beschreiineinander gepaßt.
6.
Nur weniges aus dem corpus Hippocraticum bezieht. sich
bungen der Gehörs- und Geruchsorgane wird auf die Wahrnehmung
selbst Rücksicht genommen ?), weshalb wohl auch die auf das Geauf Anatomie und Physiologie des Auges. In der Schrift [ep TÉTUY
sicht bezügliche Stelle die Andeutung einer Sehlheorie enthalten
selzung des Auges und, wie es scheint, auf eine Sehtheorie. bezieht.
Sehstörungen
tev xat dvdpwrov komunt einiges vor, das sich auf die Zusammen-
Im Anfang des zweiten Kapitels verkündet der Autor den
wunderbaren Satz, dessen Wahrheil bis auf den heuligen Tag auf
recht. geblieben ist (VI 278 Lfittré]): poste dè tod amparos dpyt) Tod
2y inten Aöyov. Nachdem er über die Organe des Gehörs und des
Geruchs gesprochen hat, geht er zum Auge über. Dieses erfüllt
eine klare Flüssigkeit, die aus dem Gehirn, die Gehirnhaul durchbrechend, durch zarte Aderchen hineinfließt; das Auge schützen
drei‘) Häute von verschiedener Dicke so zwar, daß die mittlere
1) Es mag daran erinnert werden, daß Epikuros diese Lehre wegläßt.
2) Vgl. Zeller, Phil. d. Gr. 15 2, S. 1026. Brieger, “Das atomislische System
dürfte. Dazu kommt, daß im folgenden Kapitel erklärt wird, mit
sei
ein Fehlen dieser Bilder verbunden 2).
Zugleich
beweist diese Stelle, daß es für das Zustandekommen der Wahrnehmung notwendig ist, daß der Affekt zum Gehirn geleitet werde.
Aus dem Gesaglen ergibt sich offenbar eine Verwandtschaft
zwischen den Lehren
des Anaxagoras und des Anonymus.
Beide
legen das Hauptgewicht auf die Eppzog und die Weiterleitung des
durch die Egpasts erzeugten Affekts zum Gehirn. Beide lehren, daß
Wasser das Auge erfüllt, und beide berücksichligen die Augenhäute,
1) Vgl. Theophr. De sens. 27: dp&v piv yap Ti dypdası the xépne, oùx
éppalveadat de ele td Subypwv.
1) B tr 8’ bv
&xobetat tabty.
Bid 7% pryveyyog de tov eyxdgahoy scéAdy, tolto Siappaddwe
Dann weiter: xatà 33 tac fivag tpiipa pùv odx Éveortv, copay dè
durch Korrektur des anaxagoreischen entstanden’ Hermes 36, 161.
olov onoyyta: wal Bid tolto Bd mAdovog dxober Y doppatverat.
pévou Eupacty xat elBwdov.
áro cav pdf Adfy, +7 fos: tapdsostut xal oùx aupatverat Es abro xal npoxt-
3) Texjujpiov napariterar td del cay dpdvtwy Ev tH x6py slvar thy to) ópw-
4) Doch vgl. Galenos Introd. 11 (XIV 711 K): 6 2è depdadid; ouvéotyxsY
pèv xa ‘Innoxpdtyy Ex xtubvev do, obs niveyyas 6 ‘Innoxpatyg xadet, eredi Ex
voy pyviyywv éxmepbxcaty.
3) 280 L.: Y dè Spec tH and vod éyxepdhou yo tpépetar Bray dé ct tod
vécotar Boxter dy abr tot pev olov eldwAov dpvidwv, tors 34 olov paxol pédavec
nal tálla obdèv atpexdwg xat' &Andelnv dóvara: 6pav.
(VII 8 L.).
Vgl. De morbis IL
Pagina 11
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Daß die anatomischen Kenntnisse des unbekannten Autors die des
Anaxagoras überragen, erklärt. sich durch das verschiedene Interesse des Arztes und des Philosophen.
Eine eigene Besprechung verlangt das Buch Ilep! sapx@v, das
Littré (VIII 579) une espece de physiologie generale nennt. Im
ganzen 17. Kapitel ist vom liesichissinn die Rede, nachdem in deti
beiden vorausgehenden vom Gehörs- und Geruchssinn gesprochen
worden war, so daß also hier dieselbe Reihenfolge vorliegt wie in
dem früher besprochenen Buche.
b5
dieses Häutchens. Mit den Worten xat& tóv adrèv Adyov dionep mept
tod &Adov Seppatos EXeEa wird auf das dritte Kapitel verwiesen, wo
einiges über den Ursprung der Häute ausgeführt wird, und auf eine
Stelle des neunten Kapitels,
wo von dem Häutchen die Rede ist,
das bei Erkaltung an der Oberfläche von Blut entsteht.
Dies
vorausgeschickt, kehren wir zum Gegenstande
und betrachten
die
folgenden Worte,
wie sie
zurück
die Handschriften
bieten: modA& dè tabt' dor tá Séppata mpd to Ödpkovros Sapavéa,
óxoióv ep aùti éottv.
Diese Stelle birgt große Schwierigkeiten
in
Zunächst werden die anatomischen Verhältnisse untersucht.
Die Adern werden beschrieben, welche, von der Gehirnhaut ausgehend, durch die Orbita zu den Augen kommen und diesen aus
sich, dä man nicht weiß, was unter den vielen und durchsichtigen
Bik totor tatv pheBotv ard toh eyxepat)ov Styhéetar Td Aemtotatov
rob xoMuwseorátoo. Die folgenden Worte sind so zu schreiben: xat
Biz tosto abro mepl Ewurd Spy motéet totobroy oldv wep adtd got, to
Brarpaves toh Spbadiod td mpd¢ tab Hépac, npèc È mposfiille: tà -Teved-
Konjunktiva gemeint; er selbst möchte sich für die erstere Idenlidem Gehirn eine eigentümliche Flüssigkeit bringen (VIII 604 L.):
pata, nate tov abtdv Adyov Gonep mepl 106 ¿Mov Béppatos Eheba. Von
Littré weiche ich insofern ab, als ich wut slatt adtóv?) schreibe
und der Deutlichkeit wegen nach éott einen Beistrich setze. Offenbar ist dem Autor eine etwas breite Ausdrucksweise eigentümlich.
Wiederholt findet sich in unserer Schrift der Nominativ des Pronomen adtès in Verbindung mit dem Rellexivpronomen: (S. 584)
viv Sè dropatvopar adtde Zrewurod yropas, (S. 600) af yvaitot phËfas
Eyovarv adtai dy Ewutaiot, (S. 602, es ist von den Knochen die Rede)
xal mrbova thy tpopijv gyovta nol dibpowtépny tiv extppoy drotiztet
ado adrá dp’ Emutéwv torabınv old mép tor aval, (S. 604) où YÀp
rdv Hépa Elmer abris mpds Ewurdv. tabu dè xal Bray &rotizy 6 eyxépedos mielstoy adm ap’ éwvtoi . . . Auch liebt der Autor, Frläuterungen hinzuzufügen, wie an unserer Stelle 1) Brapavig Tod Spthadpoo xt. A. Vergleichen läßt sich: (S. 588) eyxépadog . . . ev TO
ypovp yırava ivrea mayelnv ¿lae, (S. 602) 1d dè Bippo TÒ npds TH
duo) mods tip daréy wh oxAnph Aerróv tot, (S. 604) ard too Eyxepahov the juiveyyos pb nadimer ¿e toy dptaddv. — Der Anonymus
versichert, er habe die eigentümliche Beschaffenheit. der inneren
Augenllüssigkeil. selbst. oft. beobachtet. Nach seiner Meinung bildet
sich um die Flüssigkeit ein Häutchen; er lenkt. seine Aufmerksamkeit. besonders auf den vorderen, der Außenwelt zugewendeten Teil
1) Dies eine Konjektur von Cornarius für die Lesart der Hss. abrió.
Häuten zu
verstehen ist.
den Griechen
Magnus, ‘Die Anatomie des Auges bei
und Römern’ S. 13 stellt zwei Möglichkeiten auf:
entweder seien
die Schichten
fizierung enlscheiden.
der Kornea oder die Kornea und
Der Grund hiefür ist hinfällig,
weil er eine
Beziehung zur Schrift “De locis in homine voraussetzt,
nicht. besteht.
die aber
Ferner, wie kann man annehmen, daß man in der
damaligen.Zeit. Kenntnis hatte von Schichten einer Haul, die selbst
nur 0°9—1'2 mm dick ist?
Auch die zweite Möglichkeit ist kaum
glaublich, da man schwerlich zwei Hänte, Kornea und Konjunktiva,
mit roA& déppata bezeichnen wird. Überhaupt erregen die Worte
roda 82 tabr éotl tá Séppata Bedenken,
da im vorausgehenden
Satze nur von einer Haut die Rede ist.
So erscheint
die ganze
Stelle verderht. Will man sie heilen, so muß man von dem Worte
ro ausgehen, weil dieses unerklärbar ist. Von dieser Erwägung
geleitet, könnte man IIQMA vorschlagen, das leicht aus IIOAAA entstanden sein kann. Nicht weniger leicht sind die anderen Änderungen,
die sich infolge davon ergeben. Also ist das Ergebnis: ropa dè tobt’
Earl td Seppia to mpd rob Spfovrox Blapavéc, óxolóy rep adtb Zotıyv. Der
Autor meint, daB durch diesen Deckel gleichsam die innere Flüssigkeit zurtickgehallen wird. Ein Blick auf das menschliche Auge rechtfertigt den Ausdruck vollkommen. Wie ein Deckel ist auf den Augapfel jener Teil der durchsichligen Kornea aufgesetzt, der kreisrund
über der Iris lieg Auch zum Folgenden paßt die Konjektur. Freilich das unmittelbar Folgende bezieht sich auf den Wahrnehmungsakt,
dann
aber wird
Aevxdv xpéag éottv.
fortgefahren: td dt &Alo td mepl tobs dpadpods
Hier
ist offenbar
im Gegensatz zu dem farbig
erscheinenden Teil der Kornea von der weißen Augenhaut die
Rede. Daran schließt der Autor folgendes: Y GE xöpn xadeopéw tob
Spihaiod jédatva palverat Stà toto, Eu dy Batheı doti xal yırloveg mepl
Pagina 12
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)57
Hält man beide Sätze, den mit tù dè Go und
aa 0: tout obv do] Th dvtavyéovet (tH Stapavel), was allerdings
den mit 4 Sì xépn beginnenden, zusammen, so ergibt sich klar,
zu seiner Erklärung aufs beste paßt, der zufolge bei Theophrastos
adthy elot pélaves.
Farbengegensatz ankommt.
nur die inneren Teile des Auges erwähnt sein sollen. Daß aber tó
Daher ist es unrichtig, wenn Fuchs (Hippokrates, sämtliche Werke
otiAfov und td Stapavés bei Theophrastus außerhalb des Auges gedaß
es hier im wesentlichen auf den
I 162°?) gegen Littrés Übersetzung (S. 607) ‘le restant autour de
dacht sind, ist oben gezeigt worden und wird durch die Hippol'oeil est une chair blanche devxdv zu ¿Mo ziehen will. Das Wort
kratesstelle bestätigt.
pélay darf man nicht als schwarz verstehen, sondern, wie oft, als
7.
dunkelfarbig. Der Plural ytt@ves findel wohl darin seine Erklärung,
daß nach der Meinung des Anonymus mehrere Hänte so zusammen-
Platon bespricht im “Timaios' !) den Bau des Auges. Danach
gewachsen sind, daß in der Mitte ein Kreis entstand. Um die anabefindet sich im Auge Feuer, das nicht verbrennt, sondern ähnlich
tomischen Angaben zu vollenden, wollen wir das Folgende be-trachten, in dem das Wort yırwv erläutert wird: yırava dì xakéopey
tb évedv Gonep Séppa. Dann steht in den Kodizes: ¿ou 5& où péloy
dem Tageslicht nur Licht spendet; das Feuer im Auge besteht so-
Brpet, ¿AA Aevndv Stapavés,
Daß diese
bohrt ist; die Gänge haben Öffnungen, deren Größe abnimmt, je
zwei Adjekliva ohne jede Verbindung nebeneinandergestellt sein
mehr sie sich dem mittleren, von außen sichlbaren Teil des Auges
nähern.
was sich auf Séppo bezieht.
sollen, ist kaum glaublich, vielmehr scheint Aeuxóv später eingefügt,
um den Gegensatz zu péAav herzustellen.
Jetzt wollen wir die Worte erwägen, welche sich, wie oben
bemerkt, auf den Wahrnehmungsakt beziehen.
Aus dem vorherwohl aus gröberen als auch aus feineren und reinen Teilchen und
wird von einem Häutchen eingeschlossen, das von Gängen durch-
Dies ungefähr ergibt sich aus der Timaiosstelle und anscheinend
ist. hier alles niedergelegt, was Platon über die Beschaffenheit des
Auges wußte,
weshalb Galenos nach Anführung der Platonworte
gehenden Satze n@pa dì tobt éotl td Sépja td mpd tod Öpkovros Stavon tav d’ dpyavwv pèv bis abro xatapdy dmdelv so fortfährt (De
pavés, Sxotéy rep avté éot:v ergibt sich,
das Sehende durchplac. Hipp. et Plat. 7. V 630 K = 628 M): önolov pév obv u tó the
sichtig ist. Dies wird begründet: todtw yap tH Stapavel dvtanyel 1) td
pios xal tà hapmpa névra. tobtp*) od dpf tH dvtavyéove 8 tr dì
ph Aaurpóv dor junds dvtauyet, toótp?) ody Spf. Die Ähnlichkeit
Es. Aber durch eine andere Timaiosstelle (68 A) erfährt man, daß
nach Platon auch Wasser im Auge ist;
hier werden auch «al tv
zwischen der Lehre des unbekannten Autors und des Alkmaion ist
dpdarpaey dtekodor namentlich
die
handgreiflich. Ohne Zweifel hat ersterer die Schrift des Krotoniaten
schlossen aus den Worten: 8%ov pév, padtota dè td péooy EvpemtAndaB
ëbeuws ¿ori Spyavov, Ev Tobtots eywaev' Bmw de Öplöpev, Ev Tolg épeangeführt,
wir
früher
nur
erbenutzt, worauf schon Diels in seiner Abhandlung ‘Gorgias und
gavtes thy Ölyıdıwv, Mote to prev dido Boov naybtepov otéyeiy nav,
Tb
Empedokles 3) (S. 3531, 3541) mit vollem Rechte. hingewiesen hat,
obwohl seine Auffassung der auf Alkmaion beziiglichen ‘Theophrastostorobrov Se póvov adtd zatapèv ömdelv. Besonders das Verbum àmdetv
stelle von meiner wesentlich abweicht‘).
sehr kleinen Löchern durchbohrt, durch das nur die reinen Feuer-
Hippokratescorpus
Diese Stelle aus dem
unterstützt meine frühere Erklärung der Lehre
des Alkmaion. Es steht fest, daß sich t 966 und tà Aayınpı außerhalb des Auges befinden.
dp
tH
dvravykove.
Es
Dann
beachte man den Satz toótp odv
ist evident,
daß
setzen kann t@ «uri xal tots Aatımpols.
ist passend, wenn man sich eine Haut vorstelll wie ein Sieb von
teilchen hindurchgehen.
Die
oben
angeführten Worte
leiten
zum Wahrnehmungsakt
über, zumal man vorher liest: tó yap évtds Gy aeApdv dy toutou
für tH dvravyfovu
[se. des Tageslichtes] nip eldtxpevég Enolnsav Stà . tHv dupatwv pelv
Trolzdem schreibt Diels
Aeloy xal ruxvóv, Giov pév x.t. À Wenn das reine Feuer des Auges,
vgl.
gegnet, dann vereinigen
man
das fiir Platon kérperlich ist, dem ihm verwandten Tageslicht be1) Die kontrahierte Form
ist herzustellen;
ausgabe I S. XCIV ff.
?) Mit den Handschriften; vgl. ebenda S. XCl.
Kühlweins
Hippokrates-
3) Sitzungsber. d. Berl. Ak. 1884.
4) Vel. oben S. 36.
sich
die ähnlichen Lichtarten gemäß der
Richtung des Auges zu einem Körper, der, in allen seinen Teilen
1) 45 BC (c. 16).
Pagina 13
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)gleicharlig, die AuBendinge, soweit sie sich innerhalb bestimmter
: $at2). Im folgenden werden nur zwei Lichtarten, tò &vrds und td éxtds
Grenzen befinden, berührt oder von ihnen berührt wird. Durch die
pic, angeführt. Ebenso unterscheidet Alexandros zu dieser Aristoteles-
Berührung entsteht eine Bewegung, welche durch die Augen und
59
stelle (28, 7 Wendl.) nur zwei Arten: of dè péxpt tivos 1d exmeprd-
Jetzt endlich er-
3 pevov and tiv éphaluüy pis npotévar paslv, Eretta oupyuyès ylvectat
folgt der Wahrnehmungsakt. Zweifelhaft ist, wie jene Bewegung
aufzufassen ist, weil sich Platon nur allgemein darüber äußert (45 C):
@wtds yarı To mépac Tole Spharpols npooninrsvros xal SeayyéAdovtos td
öpnoronadt; Sh Sv Spordtyta Tav yevéptevov, Stov te Av abró note Épérnados tH ¿pda td dpav ylveotar, we ILdtuv doxel x. 7. À.
tytat xai d Av ¿Alo Exeivou, todtwy tac xivyoers Stadıööv,
Nicht anders urteill Theophrastos über Platon (De sens. 5.
Doxogr. 500): xal thy piv Sdev motel mupds, . . „Ws drroppofig te yivopéwng
den ganzen Körper bis zur Seele geleitet wird.
Man kann
tH Fw url xal tobtov tod ¿E Alıpolv ovordvtog te nal cuppúvros
aber zur Erklärung vielleicht eine andere Timaiosstelle (67 C)
heranziehen, wo Platon die Farbe erklärt als plóya av cwpatwy
xal
éxaotwy dnoppéousay.
oder
&noppoÿ nat obtme Spay frac, Gomep Av els 1d jtécov tubele thy Exvtod
Karben vereinigen sich mit jenem cigentiimlichen Gebilde, das aus
S6Eav thy te pacxdvtwy mpoonimtery thy bhiv Kal Tv pépesdat pds
dem Augen- und Tageslicht besteht.
abthy and t@v épativ. Während Theophrastos offenkundig nur zwei
Die
Ausflüsse
der gesehenen
Durch
Körper
die Vereinigung entsteht. die Bewegung,
‘die nach der Größe der Ausflüsse variiert.
Weil jedes Sehen
mit der Wahrnehmung von Farben
Séov
ouvappétret AAANdors
¿Eto0oay
péyp tivos
supbecthat ty
Bestandteile erwähnt, führt der Verfasser der Placita deren drei
veran (IV 13, 11. Dóxogr. 404): Iletwy nat auvabyetav, tod pèv èx
bunden ist, sind drei Dinge beim Gesicht nötig: erstens das Feuer,
thy pda purès ¿mi moody dmoppkovrog eis tov dttoyevi dépa, too
das aus dem Auge kommt, zweitens das Tageslicht,
dt dnd TÜV cmpatwy dverpepopévov, TOD SE mepl tov petatò dépa eddradrittens
die
Ausflüsse der Sehobjekte. Daher schreibt. Chalcidius e. 245 richtig
yutoy Svta xal edtpentoy Juvextelvopiévos tH nupwôe tio Spews.
über Platons Sehtheorie folgendes: tribus ergo his concurrentibus
die Luft, als
Da
dem aus den Augen dringenden Licht gleichartig bevisus existit trinaque est ratio videndi: lumen caloris intimi
schrieben
per oculos
extra
Zweifel dureh das Tageslicht, so daß auch der Verfasser der Placita
positum,
et
means,
quae principalis
est
consanquinceum lumini nostro,
adiuvat:
lumen
specierum fluit,
quoque,
lumen
wird,
muß
sie selbst lichtartig sein.
Sie
ist
es ohne
quod simul operatur
die Anwesenheit des Tageslichies beim Sehakt als notwendig vorausea: corporibus visibilium
selzte. Ferner was sollte tó nepl tov pertatd dépa eddiayutov dvra xal
qui perinde est atque sunt
eStpertov pus anderes sein als das Tageslicht? Endlich wird durch
quod
flamma seu color,
causa;
omnia, sine quibus propositum opus effiei non potest,
ut sine
das Verbum ovvextelvestor ausgedrückt, daß dieses Licht mit dem
ferramentis, quae sunt operi faciendo necessaria; quorum si
Augenlicht sich vereint. und zu etwas dritlem sich hinerstreckt. Es
quid deerit, inpediri visum necesse est.
könnte die Frage anfgeworfen werden, wie sich die Verschiedenheit
eidius
ist
nicht geringzuschätzen,
Poseidonios
oder
Adrastos
weil
schöpft.
Das Zeugnis des Chaler seine
Kenntnisse aus ¡PY
Doch ist es nicht nötig, sich
zwischen Theophrastos und den Placita erklärt.
Da sei daran crinnert, daß letztere mit der Wirksamkeit des Poscidonios zusanımenauf Erklirer zu berufen, da Platon selbst die Notwendigkeit jener
hängen.
Es
drei Dinge deutlich hervorhebt De republ. VI 18 (507 DE): ¿vodons
Schülern
alles
nov dy Epyaow Shews nal Emiyerpodvrog Tod Eyovros ypijotta: adti, Tazumal bei einer Lehre, welche das Schulhaupt in seinem Kommenpoban 5E ypdac Ev alrols,
¿av py mapayévynta: yévos tpirov (Big En’
abt tobro mepuzós, olotha, Str % te Big oditv Shetar tá te ypéyiata
ist
unwahrscheinlich, daß
kritiklos
aus
von
Theophrastos
lar zum Timaios gewiß behandelt hat.
diesem
oder seinen
übernommen
Unter diesen
wurde,
Umständen
État dépata: 'livoz SH Akyeız, Eon, tobtov; “O di où xadelc, Fv d' &yın, 3 À
ist es nicht auffallend, wenn in den Placita das Richtige steht. Das
pg. Obwohl
dürfen und so ergibt sich, daß die oben?) gemachte Bemerkung,
gesprochen
hier
die Anwesenheit
ist, wird doch
dreier Faktoren
deutlich
ausoft einer von den Späteren übersehen.
Schon Aristoteles scheint einen ausgelassen zu haben, wenn Platon
zu
den gewissen
der
Sehakf
Forschern (twéc) zu rechnen ist, die behaupten, i
entstehe
(ti
tiv
Ev)
péype
rivès
éEtoDoay
cuppdes-
Gleiche wird man auch von der Chalcidiusstelle e. 245 annehmen
Poseidonios
oder ein Benutzer desselben sei die Quelle des Chalcidius, berechtigt ist.
Y De sens. 2. 4382 26.
Pagina 14
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)61
Nachdem das Feuer des Auges und das Licht der Sonne sich
findet, und zwar außerhalb der Augen. Den Ausgangspunkt für die
vereinigt haben, nähern sich die Ausflüsse der Gegenstände, die ihrer
Abweichung scheint die Lehre der Atomisten gebildet zu haben,
Größe nach variabel sind. In dem durch Vereinigung entstandenen
derzufolge
Gebilde sind dagegen Zwischenräume von konstanter Größe. Wenn
Ausdehnung und Zusammenziehung zurückgeführt werden!) War
einmal diese Lehre gebilligt, so mußte der Vorgang außerhalb der
Augen verlegt werden, weil Ausdehnung und Zusammenziehung
also die festen Teilchen der Ausfllisse kleiner sind als die Öffnungen
der Zwischenräume, dringen sie in das erwähnte Gebilde ein und
lockern
dabei
dessen
Unterschiede bei
den meisten anderen Sinnen auf
diese Ausdehnung
unmöglich innerhalb der Augen stattfinden können. Wahrscheinlich
Dagegen, wenn die Teilchen der Ausstammt auch die Einsicht, daß beim Sehvorgang Sonnen-, respek-
Zusammenhang:
entsteht die weiße Farbe.
die
durch
flüsse zu groß sind, als daß sie in das Gebilde eindringen könnten,
tive Tageslicht notwendig ist, von Demokrilos, wenn nicht Platon es
wird dieses von außen zusammengepreßt, so daß seine Zwischenräume
deswegen für unentbehrlich
kleiner werden: durch diese Zusammenziehung entsteht. die schwarze
Farbe !). Haben die Teilchen die gleiche Größe wie die Öffnungen,
nur von Gleichem affiziert wird ?). Also hat Platon die Grundlehren
des Empedokles angenommen und durch Zusätze aus Demokritos
so findet keine Empfindung statt;
erweitert.
Dinge,
welche solche Ausflüsse
hiell; weil nach Empedokles Gleiches
haben, sind durchsichtig. Das Glänzende entsteht durch eine heftige
Bewegung der Ausflüsse, welche die Augengánge' auseinandertreibt
und
bewirkt, daß
kommen . Wasser
Feuer und Wasser aus dem
Auge
und
zusammen,
sozusagen ein Flimmern
verschiedene
der Farben
Feuerarten
zur Folge hat.
treten;
so
was
1) Vgl. Tim. 67 D.
Das Wasser
2) Vgl. Tim. 45 D.
spielt außerdem auch bei Rot eine Rolle. Alle übrigen Farben entstehen durch Mischung.
Durch
diese Auseinandersetzungen
berührte Bewegung ein Licht.
fällt auch auf die oben 2)
Sie entsteht nämlich durch
Ausdehnung oder Zusammenziehung des aus dem Augenfeuer und Tageslicht zusammengesetzten Gebildes; sie setzt sich bis zu den Augen
fort und gelangt in den Körper bis zur Seele.
Wenn im Timaios die Lehre von den Ausflüssen vorgetragen
wird, so erinnert man sich an die ähnliche des Empedokles. Doch
besteht ein Unterschied. Bei Empedokles müssen nämlich die vereinigten Ausflüsse des Auges und der Schobjekte den Augengiingen
angepaßt sein, damit das Weiße und Schwarze entstehe, während
nach Platon nur beim Weißen eine Anpassung der Ausflüsse statt1) Tim. 67 E: odrwg ody abtà mpoopytéov, td pèv dtaxpırındv ts Spews
Asuxóv, td 8° évavtlov aros [d. i. to ovyxprtixdv] pédav.
schichte der Farbenlehre':
Vel. Goethe in der ‘Ge-
»Er [sc. Platon] kennt den Hauptpunkt
Farben- und Lichtschaltenlehre;
der ganzen
denn er sagt uns: durch das Weiße werde das
Gesicht entbunden, durch das Schwarze gesammelt.
griechischen Worle cuyxplvew und
dtaxpiveıv
in
Wir mögen
anstatt der
anderen Sprachen setzen, was
wir wollen: Zusammenziehen, Ausdehnen, Sammeln, Entbinden, Fesseln, Lösen,
rétrecir und developper etc., so finden wir keinen so geistig-kérperlichen Ausdruck, in welchem sich Leben und Empfinden ausspricht«.
München.