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Schluß bilden die sogenannten kleinen Verba auf
ue Im übrigen schließt sich die Einteilung des
Buches dem bisherigen Gebrauche an, nur sind der
Einübung der unregelmäßigen Zeitgörter auf -w
(Abschn. IV) besondere Abschnitte über die in U III
Pas ATI & A
260
.
No. 6, Göteborg, Juni 1918, S. 129—132) veröffentlicht
der Herausgeber, Prof, Vilhelm Lundström, einen
Bericht über jene Ausgrabung nach Mitteilungen des
in Rom ansässigen schwedischen Architekten Sven
Kristensson, welcher in friheren Jahren auch für die
eine Anzahl Übungsstücke zur Repetition der Pro-
„Mitteilungen des römischen Instituts“ öfters tätig
gewesen ist.
Der sachkundigen Beschreibung
Kristenssons, für deren Übersendung ich Herm
nomina, in erster Linie der Correlativa, vorausge-
Lundström auch hier danken möchte, schließe ich
noch nicht gelernten Besonderheiten der verba pura,
muta und liquida (érawéw, yekdw, Bépw usw.) und
schickt. Der Übersetzungsstoff besteht aus leichteren mich im folgenden mit wenigen Kürzungen an,
Einzelsätzen und schwereren zusammenhängenden
Lesestücken und ist so reichlich bemessen, daß auch
Als im Oktober 1917 an dem Damme der Eisenbahn Rom—Neapel bei der Porta Maggiore, unmittelbar innerhalb der Mauer, Ausbesserungen vorgenommen wurden, stieß man auf eine Öffnung in
den Repetenten des Obertertiakursus Abwechslung
geboten werden kann. Einen besonderen Hinweis
verdienen die geschickt abgefaßten Paraphrasen der Erde. Arbeiter, die sich hinablieBen, gelangten
aus dem ersten und zweiten Buch von in einer Tiefe von nicht weniger als 14 Metern an
Xenophons Anabasis, die unter Verwertung
des im Schriftsteller Gelesenen die grammatischen
Kenntnisse der Schüler sichern sollen. Über jedem
den Eingang eines reich dekorierten unterirdischen
Raumes, aus dem ein zweites Portal in einen
Abschnitt sind die Verben zusammengestellt, deren
Einprägung bzw. Wiederholung vor Übersetzen des
Abschnitts notwendig ist,
Die sehr ausführlichen
Wörterverzeichnisse sind in der neuen Auflage
noch vervollständigt; sie enthalten jetzt auch
alle Vokabeln des Untertertiateils, Ref.
kann sich mit der gesamten Anlage des Buches
einverstanden erklären. In Preußen sind seit geraumer Zeit die sog. Übungsarbeiten eingeführt.
Die hierauf bezüglichen Vorschriften werden verschieden gehandhabt, jedenfalls empfiehlt es sich
nicht, diese Übungssätze dem in der Klasse benutzten Buche zu entnehmen. Ausgezeichnetes
Material für diesen Zweck bringt das vorliegende
größeren Saal von basilikaler Form führt. Dieser
Übungsbuch. Es kann in jeder Hinsicht warm
Hauptraum von etwa 15 Meter (50 röm, Fuß) Länge
empfohlen werden. Druck und Papier sind vorbei 9 Meter (30 röm. Fuß) Breit: hat eine halbzüglich, was unter den heutigen Verhältnissen berunde Apsis, das Mittelschiff ist von den Seitensonders hervorgehoben werden muß, SUS RY
schiffen durch je drei rechteckige Pfeiler getrennt.
—
Mitteilungen.
AL}
.
Das Mittelschiff ist etwa 7 Meter hoch, die ScitenEISEN Of
8
va À
Das Grab des Antinous?
In den Tagesblättern las man unlängst von
einer merkwürdigen, in Rom unweit der Porta
Maggiore, direkt unter der Bahnlinie Rom—Neapel
gemachten Ausgrabung; man habe dort eine unterirdische Basilika aus dem 1. Jahrh. n. Chr. gefunden, die noch in rein griechischem Stile gehalten
und nach Ansicht der Gelehrten der Académie des
Inscriptions zum Versammlungsort einer neupythagoreischen Vereinigung bestimmt gewesen sei. Das
Augustheft der Comptes rendus, in dem der Fund
besprochen sein soll, ist mir einstweilen unzugänglich; dafür ist mir — auf einem für die Epoche des
Weltkrieges charakteristischen Umwege — ein
brauchbarer Bericht über das merkwürdige Denkmal zugegangen, der auch die deutschen Fachgenossen interessieren dürfte, zumal sich daran
schiffe etwas niedriger; alle drei haben Tonnengewölbe. Der Scheitel des Mittelschiffes liegt
etwa 7 Meter unter dem Bahndamm, mit dessen
Richtung die Längsachse der Basilika einen spitzen
Winkel bildet. Der der Apsis gegenüberliegende
quadratische Vorraum (etwa 4>< 4 Meter, 15
> 15
röm. Fuß) hat in seinem Scheitel eine bis zum antiken Niveau reichende groBe Lichtöffnung, welche
die einzige Lichtquelle auch für den Hauptraum
bildete. In den Vorraum mündet der Eingangskorridor, welcher zunächst der Querachse, dann,
im rechten Winkel umbiegend, der Längsachse der
Basilika parallel läuft; das Ende dieses Korridors,
die vorauszusetzende Eingangstreppe und der oberirdiache Zugang zur ganzen Anlage sind einstweilen noch nicht erforscht. (S. den beigefügten
Plan nach Kristenssons Zeichnung.)
Sehr reich und geschmackvoll ist die Dekoration
des Vorraumes wie der Basilika selbst, Wände,
vielleicht eine überraschende, wenn auch vorläufig
Pfeiler
fragliche Kombination knüpfen läßt,
weißem Stuck geschmückt, welche an Kunstwert
In der „Svensk humanistik Tidskrift“ (Jahrg. TI
mit
und
Wölbungen
den berühmten
des
sind
mit
Reliefg
römischen Hauses
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o
Schluß bilden die sogenannten kleinen Verba auf
No. 6, Göteborg, Juni 1918, S. 129—182) veröffentlicht
41 Im übrigen schließt sich die Einteilung des
Buches dem bisherigen Gebrauche an, nur sind der
Einúbung der unregelmäßigen Zeitgörter auf -w
(Abschn. IV) besondere Abschnitte über die in UII
noch nicht gelernten Besonderheiten der verba pura,
muta und liquida (izawto, ydiw, ¿tp usw.) und
der Herausgeber, Prof, Vilhelm Lundstrôm, einen
eine Anzahl Übungsstücke zur Repetition der Pro-
Kristenssons, für deren Übersendung ich Herm
nomina, in erster Linie der Correlativa, vorausge-
Lundstrôm auch hier danken möchte, schließe ich
mich im folgenden mit wenigen Kürzungen an.
Als im Oktober 1917 an dem Damme der Eisenachickt. Der Übersetzungsstoff besteht aus leichteren
Einzelsätzen und schwereren zusammenhängenden
Lesestücken und ist so reichlich bemessen, daß auch
den Repetenten des Obertertiakursus Abwechslung
geboten werden kann, Einen besonderen Hinweis
verdienen die geschickt abgefaßten Paraphrasen
Kristensson, welcher in früheren Jahren auch für die
„Mitteilungen des römischen Instituts“ öfters tätig
gewesen
ist.
Der
bahn Rom—Neapel
sachkundigen
bei
Beschreibung
der Porta Maggiore, unmittelbar innerhalb der Mauer, Ausbesserungen vorgenommen wurden, stieß man auf eine Öffnung in
zweiten Buch von
Xenophons Anabasis, die unter Verwertung
den Eingang eines reich dekorierten unterirdischen
des im Schriftsteller Gelesenen die grammatischen
Raumes,
dem
ersten
und
Kenntnisse der Schüler sichern sollen. Über jedem
aus
dem ein zweites Portal in einen
Abschnitt sind die Verben zusammengestellt, deren
Einprägung bzw. Wiederholung vor Übersetzen des
Abschnitts notwendig ist, Die sehr ausführlichen
Wörterverzeichnisse sind in der neuen Auflage
noch vervollständigt; sie enthalten jetzt auch
alle Vokabeln des Untertertiateils. Ref.
kann sich mit der gesamten Anlage des Buches
einverstanden erklären. In Preußen sind seit geraumer Zeit die sog. Übungsarbeiten eingeführt.
Die hierauf bezüglichen Vorschriften werden verschieden gehandhabt, jedenfalls empfiehlt es sich
nicht, diese Übungssätze dem in der Klasse benutzten Buche zu entnehmen. Ausgezeichnetes
Material für diesen Zweck bringt das vorliegende
Übungsbuch. Es kann in jeder Hinsicht warm
empfohlen werden. Druck und Papier sind vorzüglich, was unter den heutigen Verhältnissen besonders hervorgehoben werden muß,
Mitteilungen.
A
in Rom ansássigen schwedischen Architekten Sven
der Erde. Arbeiter, die sich hinabließen, gelangten
in einer Tiefe von nicht weniger als 14 Metern an
aus
F€f4urSsenG.
Bericht úber jene Ausgrabung nach Mitteilungen des
Das Grab des Antinous?
größeren Saal von basilikaler Form führt. Dieser
Hauptraum von etwa 15 Meter (50 röm. Fuß) Länge
bei 9 Meter (30 rom. Fuß) Breit» hat cine halbrunde Apsis, das Mittelschiff ist von den Seitenschiffen durch je drei rechteckige Pfeiler getrennt,
Das Mittelschiff ist etwa 7 Meter hoch, die Seitenalle drei haben Tonnengewólbe.
Der Scheitel des Mittelschiffes liegt
schiffe etwas niedriger;
etwa 7 Meter unter dem Bahndamm,
mit
dessen
In den Tagesblättern las man unlängst von
einer merkwürdigen, in Rom unweit der Porta
Richtung die Längsachse der Basilika einen spitzen
Maggiore, direkt unter der Bahnlinie Rom —Neapel
gemachten Ausgrabung; man habe dort eine unterirdische Basilika aus dem 1, Jahrh, n. Chr. gefanden, die noch in rein griechischem Stile gehalten
und nach Ansicht der Gelehrten der Académie des
Inscriptions zum Versammlungsort einer neupythagoreischen Vereinigung bestimmt gewesen sei. Das
Augustheft der Comptes rendus, in dem der Fund
quadratische Vorraum (etwa 4 >< 4 Meter, 15> 15
besprochen sein soll, ist mir einstweilen unzugänglich; dafür ist mir — auf einem für die Epoche des
Weltkrieges charakteristischen Umwege — ein
brauchbarer Bericht über das merkwürdige Denkmal zugegangen, der auch die deutschen Fachgenossen interessieren dürfte, zumal sich daran
vielleicht eine überraschende, wenn auch vorläufig
fragliche Kombination knüpfen läßt,
In der „Svensk humanistik Tidskrift“ (Jahrg. II
Winkel
bildet.
Der der Apsis gegenüberliegende
röm. Fuß) hat in seinem Scheitel eine bis zum antiken Niveau reichende große Lichtöffnung, welche
die einzige Lichtquelle auch
bildete.
In
den Vorraum
korridor, welcher
für
den Hauptraum
mündet
zunächst
der
Eingangsder Querachse,
dann,
im rechten Winkel umbiegend, der Längsachse der
Basilika parallel lauft; das Ende dieses Korridors,
die vorauszusetzende Eingangstreppe und der oberirdische
weilen
Zugang
zur ganzen Anlage
noch nicht erforscht.
sind
einst-
(S. den beigefügten
Plan nach Kristenssons Zeichnung.)
Sehr reich und geschmackvoll ist die Dekoration
des Vorraumes wie
Pfeiler
und
weißem Stuck
mit
den
der Basilika
Wölbungen
sind
selbst.
mit
geschmückt, welche
berühmten
des
an
römischen
Wände,
Reliefg
aus
Kunstwert
Hauses
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Garten der Farnesina gleichgestellt werden. Durch
keit.
die figúrlichen Darstellungen geht als Leitmotiv
der Gedanke des Abschiednehmens, der Entführung u. a. Im Zentrum der Wólbung des Mittelschiffes sieht man eine gefliigelte Gestalt, die eine
lichen Darstellungen mit hoher Wahrscheinlichkeit
schließen, daß die Anlage zu sepulkralen Zwecken
männliche Figur nach oben trägt;
das Motiv erinnert an das Relief in der Mitte der Wolbung des
Titusbogens mit der Apotheose des Raisers. Gleichfalls am Gewôlbe des Mittelschiffes, doch näher
Dagegen darf man aus dem Inhalte der figür
bestimmt gewesen ist.
Hier ist charakteristisch vor allem die an hervorragender Stelle, in der Mitte des Hauptgewölbes erscheinende Darstellung einer Consecratio, wie sie
sich
in
Rom
auf oder an
Grabdenkmälern
Privatleuten meines Wissens
vou
sonst) nicht findet *).
dem Eingange zu, findet sich ein Relief mit dem
Ea scheint, daß die Vorstellung, die Seele des Ver-
Raube der Leukippiden. Auch die Pfeiler und die
unteren Teile der Tonnengewölbe sind mit mythostorbenen werde von
logischen
Darstellungen
in
viereckigen Feldern
einem Genius
direkt in den
Himmel getragen, im kaiserlichen Rom für die Mitglieder des Herrscherhauses reserviert gebliebeu
geschmückt: hier sieht man Jason, der mit Medeas
sei.
Hilfe das goldene Vlie8 raubt; Herakles, der die
Hesperidenäpfel nimmt; Paris, wie er die Helena
man sich an das Basisrelief der Antoninssaule, an den
großen Pariser Cameo (Furtwängler, Gemmen Taf.
entführt.
LX),
Zablreich finden sich in den Bögen und
an den Wänden getligelte Viktorien.
Besonders bemerkenswert ist die Dekoration der
Halbkuppel der Apsis. Hier sieht man rechts eine
weibliche Gestalt, die auf dem hohen Ufer eines
Wassers steht. Links unterhalb von ihr taucht
aus den Wellen der Oberkörper einer tritonähnlichen Gestalt auf, welche in beiden Händen ein
Tuch hält, Es sieht aus, als solite das Tuch dazu
Außer dem Mittelfelde des Titusbogens wird
an
die Consecrationsmünzen,
reichen,
von Deubner
an
die
zahl-
Rim. Mitt. 1912, 1—20 zusammengestellten Denkmäler eriunern.
Wie aber soll es denkbar sein, daß am Anfange
des 2. Jahrb. n.Chr. ein Mitglied des Kaiserhauses
hier, im äußersten Osten
Ruhestätte
der Stadt, seine letzte
hätte, während bekauntlich
gefunden
seit Hadrian das Mausoleum im vatikanischen Gebiete für die Beisetzungen der kaiserlichen Familie
dienen, die weibliche Gestalt über das Wasser zum
gedient
anderen Ufer zu führen. Auch andere, männliche
und weibliche, zum Teil geflügelte Figuren, der
Persönlichkeit, die dem Kaiser, wenn nicht verwandt,
hat?
Und
doch gibt
Nike ähnlich, finden sich in der Halbkuppel.
der wir wissen,
so doch sehr nahestehend
daß sie
es vielleicht
gewesen
eine
ist, und von
im äußersten Osten von
Rom, in der Nähe der Porta Maggiore ihr Grab-
Der Fußboden besteht aus weißem Marmormosaik von guter Technik, die Pfeiler sind mit
schwarzen Rändern umgeben. Spuren auf diesen
denkmal gehabt
Rändern
Es sind nunmehr zwanzig Jahre, daß Ad, Erman
dem ägyptisch-römischen Obelisken, der seit fast
zeigen.
daß im Mittelschiffe vor jedem
Pfeiler ein Bildwerk, eine Büste oder Statue, gestanden’ hat, Dieser plastische Schmuck ist vielleicht schon im späten Altertume geraubt. Ebenso
zeigen Spuren, daß aus der Deko:ation der Pfeiler
hat — es
ist
der
Liebling des
Hadrian, der schüne Bithynier Antinoos.
einem
Jahrhundert
in
den
Anlagen
des
Monte
Pincio steht,
das Geheimnis seiner Inschrift entrissen hat: der Text (publiziert zum ersten Male in
einzelne rechteckige Felder — wohl eher Marmorden Rom. Mitt. 1896 S. 115 ff.,
reliefs als Gemälde — entfernt worden sind,
heiten verbessert in den Abhandl. der Berl. Akad.
1917 No. 4 S. 41 ff) spricht es deutlich aus, daß er
Der hohe
künstlerische Wert der Reliefs und
die Technik des Fußbodens spricht dafür, daß die
ganze Anlage aus der ersten Kaiserzeit, etwa dem
Anfange des 2. Jahrhunderts n. Chr., stammt.
Es erhebt sich nun die Frage nach der urspringlichen Bestimmung des merkwürdigen Denkmals
Die Entdecker haben zuniichst an ,ein Lokal fir
Versammlungen einer sodalitas, die den Seelenkult
zum Zweck hatte“, gedacht, wobei auch an die
unterirdischen Mithraeen erinnert wurde,
Aber
man sieht nicht recht ein, weshalb ein solches
Lokal mit großer Mühe und beträchtlichen Kosten
in
vielen
Einzelzum Schmucke des Grabmals des Antinoos gehört
habe, des Antinoos, welcher „ruht in dieser Stätte,
die im Grenzfelde der Herrin des Genusses Hrome
liegt“.
Der Obelisk,
einer der kleineren in Rom
aus denen er zuaufgestellten — die drei Stücke,
sammengesetzt ist, messen in der Hühe 3,06 bezw.
*) Ganz singulär ist die Darstellung auf dem Sarkophag in Villa Panfili (früher in Tivoli) Matz-Duhn
No. 3087: „Eine jugendliche Figur mit bogenförmig
wallendem Schleier führt
auf einem von Hermes
geleiteten
auf welchem
Zweigespann,
ein
Adler
unterirdisch in so bedeutender Tiefe anzelegt wersitzt, über die liegende Gaia hin“ (Jahn zu Pighius
den mußte, Auch die tadellos frische Erhaltung der
f. 290,
weißen
No. 222).
Stuckdekoration
wäre
schwer erklärlich,
wenn in dem Raume häufige Versammlungen, die
doth ohne künstliche Beleuchtung kaum denkbar
sind,
abgehalten worden wären.
Mit den spelaea
Ber.
der Sächs. Gesellschaft 1869 S. 226,
Dies
ist
unter
den bei Matz-Duhn beschriebenen Denkmälern das einzige, welches eine
solche Darstellung der Auffahrt der Seele hat; das
zweite
im
Index
als
„Consecration®
angeführte
des Mithraskultes, deren typische Einrichtung wir
(No. 1861) könnte einen orientalischen Gott, wie das
ja aus zahlreichen Beispielen kennen, hat die neu
schöne kapitolinische Relief Righetti 197 (Reinach
gefundene ,Basilika* nicht die geringste Ähnlich-
Rep. de reliefs III 187, 3), darstellen.
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[No.11.]
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2,75 und 3,52 Meter —, hat mannigfache Wande- ; Stuckrelief der Apsis statt einer weiblichen eine
rungen gemacht, ehe er an seinen jetzigen Platz
jugendlich- männliche wäre.
Man dürfte dann angelangt ist.
Bevor er im Jahte 1823 auf dem ı nehmen, daß die Darstellung sich nicht im allPincio aufgestellt wurde, lag er ein halbes Jahr- ' gemeinen auf die Wanderung einer Seele über das
hundert im Giardino della Pigna des Vaticans, vor- '* Wasser zu den Inseln der Seligen, sondern speziell
her etwa 140 Jahre im Hoe des Palazzo Barberini ‘auf den Opfertod
auf dem Quirinal,
des Bithyniers beziehe. Diese
Die Barberini hatten ibn 1633 , Frage sei zu erneuter Prüfung den Fachgenossen
aus der Vigna Saccocci, etwa 3 Kilometer vor Porta
Maggiore westlich der Wasserleitung der Aqua
empfohlen, welche in der Lage sind, das merkwiirneue Monument selbst in Augenschein zu
dige
Claudia, herbeischaffen lassen; die Stelle, an der nehmen,
ihn die Besitzer der Vigna, Curzio und Marcello ¡
Heidelberg, Oktober 1918.
Saccocci,
im Jahre 1570
,
Ch. Hülsen,
hatten aufrichten lassen,
ist noch heute durch eine Inschrift auf einer großen
bezeichnet (s. meine Ausführungen '
Rim. Mitt. 1896 S. 122f).
In noch früherer Zeit
Marmortafel
Die Namen der griechischen Buchstaben
Pi und Beta.
scheint er der Stadtmauer näher gelegen zu haben,
Wochenschrift 1918 Sp. 1173 f. hat Arthur Mentz
da Andreas Fulvius (A ntiquit. lib. IV f. 67 ed. 1557) |. meine Ausführungen über die Herkunft des grie.
ihn gesehen
hat
post
mocnia urbis el coenobium . chischen Alphabets (NGWG. 1917,
476 f.) zu wider-
$. Crucis in Hierusalew (auf einer etwa gleichzeitigen ‚legen versucht, indem er mir die Voraussetzung
Zeichnung Antonio da Sangallos d. J. wird der Ort _unterschiebt, daß der Erfinder des griechischen Urgenannt la rigna di messer Girolamo Milanese, che ‚ Alphabets die Buchstabennamen Pi und Beta NEI
ci lavora Rugieri scarpellino, s. Rim, Mitt. a. a. O, ‚and BHTA geschrieben habe. Diese Voraussetzung
S. 125). Aber auch dies ist vielleicht nicht sein habe ich nicht gemacht, ebensowenig wie sonst
ältester nachweisbarer Platz: auf der großen An- ; jemand, weil sie die griechische Epigraphik auf
sicht von Rom, die sich auf einem Cassone des . den Kopf stellen würde, Ich habe wie jeder, der
Städelschen Museums in Frankfurt a. M. findet .auch nur die Elemente der griechischen Epigraphik
(Bull. arch. comunale di Roma 1892 Taf. I. TIL IV) kennt, angenommen. daß dieser Erfinder nur NE
siebt man zwischen Porta Maggiore, den Bogen- . und BETA geschrieben haben würde. Ich habe
reihen der Aqua Julia-Tepula-Marcia und dem sog. ‚ das allerdings in dem genannten Aufsatz nicht geTempel der Minerva Medica einen Obelisken ‚sagt, da ich gar keinen Anlaß dazu hatte; meine
liegen, der ganz so wie der Antinous-Obelisk in Ausführungen beziehen sich auf die Aussprache,
drei Stücke gebrochen ist. Diese Stelle entspricht nicht auf die Schreibweise. Da Mentz meinen Aufziemlich genau dem Orte der neuen Ausgrabung, satz nicht richtig verstanden hat, sind die gegen
und es kann wohl sein, daß die Frankfurter Vedute, meine vorsichtig geäußerte Hypothese gerichteten
deren Glaubwürdizkeit ich Rum. Mitt, a.a,0.5. 124 ; anlogischen und verkehrten Bemerkungen gegeuangezweifelt babe. iu der Tat Zeugnis ablegt für den standslos. Sethes auf meine Hypothese aufgebauten
ursprünglichen Stan-lort des Monolithen. Der Trans- Folgerungen gehen mir zu weit,
port von dort nach der etwa 1 Kilometer entfernten
Göttingen.
Eduard Hermann.
ntigna di messer Girolamo Milanese“ würde eine Erklärung darin
finden,
daß
nach Sangallos Angabe Steinmetzen in jener Vigna ihre Werkstätten
hatten.
Von den Kultstätten des Antinous erzählt die
Inschrift des Obelisken (Erman, Rom. Mitt, S. 120,
Abhandl, d. Akad. S. 47): ,Sphinxe sind umher
und Staruen und viele Säulen, wie sie vordem von
den Vorfahren gemacht wurden, und ebenso wie sie
von den Griechen gemacht werden.“ Es dürfte
also nicht verwundern, wenn die innere Ausschmückung des Kenotaphs im w-sentlichen in griechischem Stile gehalten war — möglich, daß in den
jetzt fehlenden Skulpturen auch das Agyptische
seinen Teil hatte.
|
Unsere Vermutung gewönne stark an Wahrscheinlichkeit, wenn die eine Hauptfigur in dem
Eingegangene Schriften.
Alle eingegangrnen, für unsera Leser beachtenswerten Werke werden
an dirser Stelle aufgeführt. Nicht für jedes Buch kann eine Besprechung gewährleintet werden. Kückseudungen finden nicht statt.
Jahresberichte über das höhere Schulwesen hrsg.
von C. Rethwisch.
Weidmann.
XXXII. Jahrg. 1917.
Berlin,
34 M,
U. von Wilamowitz-Moellendorff, Platon.
1. Bd.
Berlin, Weidmann. 28-M.
E.: Landshoff, Wiederholnngatabellen
zur lateinischen Grammatik nebst Musterbeispielen. 3. A.
Leipzig u. Berlin, Teubner. 2 M. + Zuschl.
A. Wolf, Die Quellen von Livius XXI, 1—88.
Gießen, R. Lange.
Diss.
—_——>
Die Herren Verleger wie Verfisser werden gebeten, datür Sorge tragen zu wollen, daß alle für
die Redaktion bestimmten Bücher, Dissertationen und Zeitschriften gleich nach Erscheinen entweder
direkt an den Herausgeber, Gymnasialrektor Oberstudienrat Dr. F. Poland, Dresden-A., Wettiner
Gymnasium, oder un O. R. Reisland in Leipzig gesandt werden.
Verlag von O. R. Re island in Leipzig, Karlatraße 20. — Druck von der Piererschen Hofbuchdruckerei in Altenburg, S.-A.