Das Grab des Antinous?

Autor
Hulsen, C.
Publicado en
Berliner philologische Wochenschrift
Año
1919
Tema
BASILICA
Idioma
Deutsch
Categoría
C8 Historia y arqueología
Número de archivo
5459

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259 [No. 11.) Schluß bilden die sogenannten kleinen Verba auf ue Im übrigen schließt sich die Einteilung des Buches dem bisherigen Gebrauche an, nur sind der Einübung der unregelmäßigen Zeitgörter auf -w (Abschn. IV) besondere Abschnitte über die in U III Pas ATI & A 260 . No. 6, Göteborg, Juni 1918, S. 129—132) veröffentlicht der Herausgeber, Prof, Vilhelm Lundström, einen Bericht über jene Ausgrabung nach Mitteilungen des in Rom ansässigen schwedischen Architekten Sven Kristensson, welcher in friheren Jahren auch für die eine Anzahl Übungsstücke zur Repetition der Pro- „Mitteilungen des römischen Instituts“ öfters tätig gewesen ist. Der sachkundigen Beschreibung Kristenssons, für deren Übersendung ich Herm nomina, in erster Linie der Correlativa, vorausge- Lundström auch hier danken möchte, schließe ich noch nicht gelernten Besonderheiten der verba pura, muta und liquida (érawéw, yekdw, Bépw usw.) und schickt. Der Übersetzungsstoff besteht aus leichteren mich im folgenden mit wenigen Kürzungen an, Einzelsätzen und schwereren zusammenhängenden Lesestücken und ist so reichlich bemessen, daß auch Als im Oktober 1917 an dem Damme der Eisenbahn Rom—Neapel bei der Porta Maggiore, unmittelbar innerhalb der Mauer, Ausbesserungen vorgenommen wurden, stieß man auf eine Öffnung in den Repetenten des Obertertiakursus Abwechslung geboten werden kann. Einen besonderen Hinweis verdienen die geschickt abgefaßten Paraphrasen der Erde. Arbeiter, die sich hinablieBen, gelangten aus dem ersten und zweiten Buch von in einer Tiefe von nicht weniger als 14 Metern an Xenophons Anabasis, die unter Verwertung des im Schriftsteller Gelesenen die grammatischen Kenntnisse der Schüler sichern sollen. Über jedem den Eingang eines reich dekorierten unterirdischen Raumes, aus dem ein zweites Portal in einen Abschnitt sind die Verben zusammengestellt, deren Einprägung bzw. Wiederholung vor Übersetzen des Abschnitts notwendig ist, Die sehr ausführlichen Wörterverzeichnisse sind in der neuen Auflage noch vervollständigt; sie enthalten jetzt auch alle Vokabeln des Untertertiateils, Ref. kann sich mit der gesamten Anlage des Buches einverstanden erklären. In Preußen sind seit geraumer Zeit die sog. Übungsarbeiten eingeführt. Die hierauf bezüglichen Vorschriften werden verschieden gehandhabt, jedenfalls empfiehlt es sich nicht, diese Übungssätze dem in der Klasse benutzten Buche zu entnehmen. Ausgezeichnetes Material für diesen Zweck bringt das vorliegende größeren Saal von basilikaler Form führt. Dieser Übungsbuch. Es kann in jeder Hinsicht warm Hauptraum von etwa 15 Meter (50 röm, Fuß) Länge empfohlen werden. Druck und Papier sind vorbei 9 Meter (30 röm. Fuß) Breit: hat eine halbzüglich, was unter den heutigen Verhältnissen berunde Apsis, das Mittelschiff ist von den Seitensonders hervorgehoben werden muß, SUS RY schiffen durch je drei rechteckige Pfeiler getrennt. — Mitteilungen. AL} . Das Mittelschiff ist etwa 7 Meter hoch, die ScitenEISEN Of 8 va À Das Grab des Antinous? In den Tagesblättern las man unlängst von einer merkwürdigen, in Rom unweit der Porta Maggiore, direkt unter der Bahnlinie Rom—Neapel gemachten Ausgrabung; man habe dort eine unterirdische Basilika aus dem 1. Jahrh. n. Chr. gefunden, die noch in rein griechischem Stile gehalten und nach Ansicht der Gelehrten der Académie des Inscriptions zum Versammlungsort einer neupythagoreischen Vereinigung bestimmt gewesen sei. Das Augustheft der Comptes rendus, in dem der Fund besprochen sein soll, ist mir einstweilen unzugänglich; dafür ist mir — auf einem für die Epoche des Weltkrieges charakteristischen Umwege — ein brauchbarer Bericht über das merkwürdige Denkmal zugegangen, der auch die deutschen Fachgenossen interessieren dürfte, zumal sich daran schiffe etwas niedriger; alle drei haben Tonnengewölbe. Der Scheitel des Mittelschiffes liegt etwa 7 Meter unter dem Bahndamm, mit dessen Richtung die Längsachse der Basilika einen spitzen Winkel bildet. Der der Apsis gegenüberliegende quadratische Vorraum (etwa 4>< 4 Meter, 15 > 15 röm. Fuß) hat in seinem Scheitel eine bis zum antiken Niveau reichende groBe Lichtöffnung, welche die einzige Lichtquelle auch für den Hauptraum bildete. In den Vorraum mündet der Eingangskorridor, welcher zunächst der Querachse, dann, im rechten Winkel umbiegend, der Längsachse der Basilika parallel läuft; das Ende dieses Korridors, die vorauszusetzende Eingangstreppe und der oberirdiache Zugang zur ganzen Anlage sind einstweilen noch nicht erforscht. (S. den beigefügten Plan nach Kristenssons Zeichnung.) Sehr reich und geschmackvoll ist die Dekoration des Vorraumes wie der Basilika selbst, Wände, vielleicht eine überraschende, wenn auch vorläufig Pfeiler fragliche Kombination knüpfen läßt, weißem Stuck geschmückt, welche an Kunstwert In der „Svensk humanistik Tidskrift“ (Jahrg. TI mit und Wölbungen den berühmten des sind mit Reliefg römischen Hauses

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(15. März 1919.] 260 o Schluß bilden die sogenannten kleinen Verba auf No. 6, Göteborg, Juni 1918, S. 129—182) veröffentlicht 41 Im übrigen schließt sich die Einteilung des Buches dem bisherigen Gebrauche an, nur sind der Einúbung der unregelmäßigen Zeitgörter auf -w (Abschn. IV) besondere Abschnitte über die in UII noch nicht gelernten Besonderheiten der verba pura, muta und liquida (izawto, ydiw, ¿tp usw.) und der Herausgeber, Prof, Vilhelm Lundstrôm, einen eine Anzahl Übungsstücke zur Repetition der Pro- Kristenssons, für deren Übersendung ich Herm nomina, in erster Linie der Correlativa, vorausge- Lundstrôm auch hier danken möchte, schließe ich mich im folgenden mit wenigen Kürzungen an. Als im Oktober 1917 an dem Damme der Eisenachickt. Der Übersetzungsstoff besteht aus leichteren Einzelsätzen und schwereren zusammenhängenden Lesestücken und ist so reichlich bemessen, daß auch den Repetenten des Obertertiakursus Abwechslung geboten werden kann, Einen besonderen Hinweis verdienen die geschickt abgefaßten Paraphrasen Kristensson, welcher in früheren Jahren auch für die „Mitteilungen des römischen Instituts“ öfters tätig gewesen ist. Der bahn Rom—Neapel sachkundigen bei Beschreibung der Porta Maggiore, unmittelbar innerhalb der Mauer, Ausbesserungen vorgenommen wurden, stieß man auf eine Öffnung in zweiten Buch von Xenophons Anabasis, die unter Verwertung den Eingang eines reich dekorierten unterirdischen des im Schriftsteller Gelesenen die grammatischen Raumes, dem ersten und Kenntnisse der Schüler sichern sollen. Über jedem aus dem ein zweites Portal in einen Abschnitt sind die Verben zusammengestellt, deren Einprägung bzw. Wiederholung vor Übersetzen des Abschnitts notwendig ist, Die sehr ausführlichen Wörterverzeichnisse sind in der neuen Auflage noch vervollständigt; sie enthalten jetzt auch alle Vokabeln des Untertertiateils. Ref. kann sich mit der gesamten Anlage des Buches einverstanden erklären. In Preußen sind seit geraumer Zeit die sog. Übungsarbeiten eingeführt. Die hierauf bezüglichen Vorschriften werden verschieden gehandhabt, jedenfalls empfiehlt es sich nicht, diese Übungssätze dem in der Klasse benutzten Buche zu entnehmen. Ausgezeichnetes Material für diesen Zweck bringt das vorliegende Übungsbuch. Es kann in jeder Hinsicht warm empfohlen werden. Druck und Papier sind vorzüglich, was unter den heutigen Verhältnissen besonders hervorgehoben werden muß, Mitteilungen. A in Rom ansássigen schwedischen Architekten Sven der Erde. Arbeiter, die sich hinabließen, gelangten in einer Tiefe von nicht weniger als 14 Metern an aus F€f4urSsenG. Bericht úber jene Ausgrabung nach Mitteilungen des Das Grab des Antinous? größeren Saal von basilikaler Form führt. Dieser Hauptraum von etwa 15 Meter (50 röm. Fuß) Länge bei 9 Meter (30 rom. Fuß) Breit» hat cine halbrunde Apsis, das Mittelschiff ist von den Seitenschiffen durch je drei rechteckige Pfeiler getrennt, Das Mittelschiff ist etwa 7 Meter hoch, die Seitenalle drei haben Tonnengewólbe. Der Scheitel des Mittelschiffes liegt schiffe etwas niedriger; etwa 7 Meter unter dem Bahndamm, mit dessen In den Tagesblättern las man unlängst von einer merkwürdigen, in Rom unweit der Porta Richtung die Längsachse der Basilika einen spitzen Maggiore, direkt unter der Bahnlinie Rom —Neapel gemachten Ausgrabung; man habe dort eine unterirdische Basilika aus dem 1, Jahrh, n. Chr. gefanden, die noch in rein griechischem Stile gehalten und nach Ansicht der Gelehrten der Académie des Inscriptions zum Versammlungsort einer neupythagoreischen Vereinigung bestimmt gewesen sei. Das Augustheft der Comptes rendus, in dem der Fund quadratische Vorraum (etwa 4 >< 4 Meter, 15> 15 besprochen sein soll, ist mir einstweilen unzugänglich; dafür ist mir — auf einem für die Epoche des Weltkrieges charakteristischen Umwege — ein brauchbarer Bericht über das merkwürdige Denkmal zugegangen, der auch die deutschen Fachgenossen interessieren dürfte, zumal sich daran vielleicht eine überraschende, wenn auch vorläufig fragliche Kombination knüpfen läßt, In der „Svensk humanistik Tidskrift“ (Jahrg. II Winkel bildet. Der der Apsis gegenüberliegende röm. Fuß) hat in seinem Scheitel eine bis zum antiken Niveau reichende große Lichtöffnung, welche die einzige Lichtquelle auch bildete. In den Vorraum korridor, welcher für den Hauptraum mündet zunächst der Eingangsder Querachse, dann, im rechten Winkel umbiegend, der Längsachse der Basilika parallel lauft; das Ende dieses Korridors, die vorauszusetzende Eingangstreppe und der oberirdische weilen Zugang zur ganzen Anlage noch nicht erforscht. sind einst- (S. den beigefügten Plan nach Kristenssons Zeichnung.) Sehr reich und geschmackvoll ist die Dekoration des Vorraumes wie Pfeiler und weißem Stuck mit den der Basilika Wölbungen sind selbst. mit geschmückt, welche berühmten des an römischen Wände, Reliefg aus Kunstwert Hauses

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(15, März 191 Garten der Farnesina gleichgestellt werden. Durch keit. die figúrlichen Darstellungen geht als Leitmotiv der Gedanke des Abschiednehmens, der Entführung u. a. Im Zentrum der Wólbung des Mittelschiffes sieht man eine gefliigelte Gestalt, die eine lichen Darstellungen mit hoher Wahrscheinlichkeit schließen, daß die Anlage zu sepulkralen Zwecken männliche Figur nach oben trägt; das Motiv erinnert an das Relief in der Mitte der Wolbung des Titusbogens mit der Apotheose des Raisers. Gleichfalls am Gewôlbe des Mittelschiffes, doch näher Dagegen darf man aus dem Inhalte der figür bestimmt gewesen ist. Hier ist charakteristisch vor allem die an hervorragender Stelle, in der Mitte des Hauptgewölbes erscheinende Darstellung einer Consecratio, wie sie sich in Rom auf oder an Grabdenkmälern Privatleuten meines Wissens vou sonst) nicht findet *). dem Eingange zu, findet sich ein Relief mit dem Ea scheint, daß die Vorstellung, die Seele des Ver- Raube der Leukippiden. Auch die Pfeiler und die unteren Teile der Tonnengewölbe sind mit mythostorbenen werde von logischen Darstellungen in viereckigen Feldern einem Genius direkt in den Himmel getragen, im kaiserlichen Rom für die Mitglieder des Herrscherhauses reserviert gebliebeu geschmückt: hier sieht man Jason, der mit Medeas sei. Hilfe das goldene Vlie8 raubt; Herakles, der die Hesperidenäpfel nimmt; Paris, wie er die Helena man sich an das Basisrelief der Antoninssaule, an den großen Pariser Cameo (Furtwängler, Gemmen Taf. entführt. LX), Zablreich finden sich in den Bögen und an den Wänden getligelte Viktorien. Besonders bemerkenswert ist die Dekoration der Halbkuppel der Apsis. Hier sieht man rechts eine weibliche Gestalt, die auf dem hohen Ufer eines Wassers steht. Links unterhalb von ihr taucht aus den Wellen der Oberkörper einer tritonähnlichen Gestalt auf, welche in beiden Händen ein Tuch hält, Es sieht aus, als solite das Tuch dazu Außer dem Mittelfelde des Titusbogens wird an die Consecrationsmünzen, reichen, von Deubner an die zahl- Rim. Mitt. 1912, 1—20 zusammengestellten Denkmäler eriunern. Wie aber soll es denkbar sein, daß am Anfange des 2. Jahrb. n.Chr. ein Mitglied des Kaiserhauses hier, im äußersten Osten Ruhestätte der Stadt, seine letzte hätte, während bekauntlich gefunden seit Hadrian das Mausoleum im vatikanischen Gebiete für die Beisetzungen der kaiserlichen Familie dienen, die weibliche Gestalt über das Wasser zum gedient anderen Ufer zu führen. Auch andere, männliche und weibliche, zum Teil geflügelte Figuren, der Persönlichkeit, die dem Kaiser, wenn nicht verwandt, hat? Und doch gibt Nike ähnlich, finden sich in der Halbkuppel. der wir wissen, so doch sehr nahestehend daß sie es vielleicht gewesen eine ist, und von im äußersten Osten von Rom, in der Nähe der Porta Maggiore ihr Grab- Der Fußboden besteht aus weißem Marmormosaik von guter Technik, die Pfeiler sind mit schwarzen Rändern umgeben. Spuren auf diesen denkmal gehabt Rändern Es sind nunmehr zwanzig Jahre, daß Ad, Erman dem ägyptisch-römischen Obelisken, der seit fast zeigen. daß im Mittelschiffe vor jedem Pfeiler ein Bildwerk, eine Büste oder Statue, gestanden’ hat, Dieser plastische Schmuck ist vielleicht schon im späten Altertume geraubt. Ebenso zeigen Spuren, daß aus der Deko:ation der Pfeiler hat — es ist der Liebling des Hadrian, der schüne Bithynier Antinoos. einem Jahrhundert in den Anlagen des Monte Pincio steht, das Geheimnis seiner Inschrift entrissen hat: der Text (publiziert zum ersten Male in einzelne rechteckige Felder — wohl eher Marmorden Rom. Mitt. 1896 S. 115 ff., reliefs als Gemälde — entfernt worden sind, heiten verbessert in den Abhandl. der Berl. Akad. 1917 No. 4 S. 41 ff) spricht es deutlich aus, daß er Der hohe künstlerische Wert der Reliefs und die Technik des Fußbodens spricht dafür, daß die ganze Anlage aus der ersten Kaiserzeit, etwa dem Anfange des 2. Jahrhunderts n. Chr., stammt. Es erhebt sich nun die Frage nach der urspringlichen Bestimmung des merkwürdigen Denkmals Die Entdecker haben zuniichst an ,ein Lokal fir Versammlungen einer sodalitas, die den Seelenkult zum Zweck hatte“, gedacht, wobei auch an die unterirdischen Mithraeen erinnert wurde, Aber man sieht nicht recht ein, weshalb ein solches Lokal mit großer Mühe und beträchtlichen Kosten in vielen Einzelzum Schmucke des Grabmals des Antinoos gehört habe, des Antinoos, welcher „ruht in dieser Stätte, die im Grenzfelde der Herrin des Genusses Hrome liegt“. Der Obelisk, einer der kleineren in Rom aus denen er zuaufgestellten — die drei Stücke, sammengesetzt ist, messen in der Hühe 3,06 bezw. *) Ganz singulär ist die Darstellung auf dem Sarkophag in Villa Panfili (früher in Tivoli) Matz-Duhn No. 3087: „Eine jugendliche Figur mit bogenförmig wallendem Schleier führt auf einem von Hermes geleiteten auf welchem Zweigespann, ein Adler unterirdisch in so bedeutender Tiefe anzelegt wersitzt, über die liegende Gaia hin“ (Jahn zu Pighius den mußte, Auch die tadellos frische Erhaltung der f. 290, weißen No. 222). Stuckdekoration wäre schwer erklärlich, wenn in dem Raume häufige Versammlungen, die doth ohne künstliche Beleuchtung kaum denkbar sind, abgehalten worden wären. Mit den spelaea Ber. der Sächs. Gesellschaft 1869 S. 226, Dies ist unter den bei Matz-Duhn beschriebenen Denkmälern das einzige, welches eine solche Darstellung der Auffahrt der Seele hat; das zweite im Index als „Consecration® angeführte des Mithraskultes, deren typische Einrichtung wir (No. 1861) könnte einen orientalischen Gott, wie das ja aus zahlreichen Beispielen kennen, hat die neu schöne kapitolinische Relief Righetti 197 (Reinach gefundene ,Basilika* nicht die geringste Ähnlich- Rep. de reliefs III 187, 3), darstellen.

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(15. März 1919.] [No.11.] 264 2,75 und 3,52 Meter —, hat mannigfache Wande- ; Stuckrelief der Apsis statt einer weiblichen eine rungen gemacht, ehe er an seinen jetzigen Platz jugendlich- männliche wäre. Man dürfte dann angelangt ist. Bevor er im Jahte 1823 auf dem ı nehmen, daß die Darstellung sich nicht im allPincio aufgestellt wurde, lag er ein halbes Jahr- ' gemeinen auf die Wanderung einer Seele über das hundert im Giardino della Pigna des Vaticans, vor- '* Wasser zu den Inseln der Seligen, sondern speziell her etwa 140 Jahre im Hoe des Palazzo Barberini ‘auf den Opfertod auf dem Quirinal, des Bithyniers beziehe. Diese Die Barberini hatten ibn 1633 , Frage sei zu erneuter Prüfung den Fachgenossen aus der Vigna Saccocci, etwa 3 Kilometer vor Porta Maggiore westlich der Wasserleitung der Aqua empfohlen, welche in der Lage sind, das merkwiirneue Monument selbst in Augenschein zu dige Claudia, herbeischaffen lassen; die Stelle, an der nehmen, ihn die Besitzer der Vigna, Curzio und Marcello ¡ Heidelberg, Oktober 1918. Saccocci, im Jahre 1570 , Ch. Hülsen, hatten aufrichten lassen, ist noch heute durch eine Inschrift auf einer großen bezeichnet (s. meine Ausführungen ' Rim. Mitt. 1896 S. 122f). In noch früherer Zeit Marmortafel Die Namen der griechischen Buchstaben Pi und Beta. scheint er der Stadtmauer näher gelegen zu haben, Wochenschrift 1918 Sp. 1173 f. hat Arthur Mentz da Andreas Fulvius (A ntiquit. lib. IV f. 67 ed. 1557) |. meine Ausführungen über die Herkunft des grie. ihn gesehen hat post mocnia urbis el coenobium . chischen Alphabets (NGWG. 1917, 476 f.) zu wider- $. Crucis in Hierusalew (auf einer etwa gleichzeitigen ‚legen versucht, indem er mir die Voraussetzung Zeichnung Antonio da Sangallos d. J. wird der Ort _unterschiebt, daß der Erfinder des griechischen Urgenannt la rigna di messer Girolamo Milanese, che ‚ Alphabets die Buchstabennamen Pi und Beta NEI ci lavora Rugieri scarpellino, s. Rim, Mitt. a. a. O, ‚and BHTA geschrieben habe. Diese Voraussetzung S. 125). Aber auch dies ist vielleicht nicht sein habe ich nicht gemacht, ebensowenig wie sonst ältester nachweisbarer Platz: auf der großen An- ; jemand, weil sie die griechische Epigraphik auf sicht von Rom, die sich auf einem Cassone des . den Kopf stellen würde, Ich habe wie jeder, der Städelschen Museums in Frankfurt a. M. findet .auch nur die Elemente der griechischen Epigraphik (Bull. arch. comunale di Roma 1892 Taf. I. TIL IV) kennt, angenommen. daß dieser Erfinder nur NE siebt man zwischen Porta Maggiore, den Bogen- . und BETA geschrieben haben würde. Ich habe reihen der Aqua Julia-Tepula-Marcia und dem sog. ‚ das allerdings in dem genannten Aufsatz nicht geTempel der Minerva Medica einen Obelisken ‚sagt, da ich gar keinen Anlaß dazu hatte; meine liegen, der ganz so wie der Antinous-Obelisk in Ausführungen beziehen sich auf die Aussprache, drei Stücke gebrochen ist. Diese Stelle entspricht nicht auf die Schreibweise. Da Mentz meinen Aufziemlich genau dem Orte der neuen Ausgrabung, satz nicht richtig verstanden hat, sind die gegen und es kann wohl sein, daß die Frankfurter Vedute, meine vorsichtig geäußerte Hypothese gerichteten deren Glaubwürdizkeit ich Rum. Mitt, a.a,0.5. 124 ; anlogischen und verkehrten Bemerkungen gegeuangezweifelt babe. iu der Tat Zeugnis ablegt für den standslos. Sethes auf meine Hypothese aufgebauten ursprünglichen Stan-lort des Monolithen. Der Trans- Folgerungen gehen mir zu weit, port von dort nach der etwa 1 Kilometer entfernten Göttingen. Eduard Hermann. ntigna di messer Girolamo Milanese“ würde eine Erklärung darin finden, daß nach Sangallos Angabe Steinmetzen in jener Vigna ihre Werkstätten hatten. Von den Kultstätten des Antinous erzählt die Inschrift des Obelisken (Erman, Rom. Mitt, S. 120, Abhandl, d. Akad. S. 47): ,Sphinxe sind umher und Staruen und viele Säulen, wie sie vordem von den Vorfahren gemacht wurden, und ebenso wie sie von den Griechen gemacht werden.“ Es dürfte also nicht verwundern, wenn die innere Ausschmückung des Kenotaphs im w-sentlichen in griechischem Stile gehalten war — möglich, daß in den jetzt fehlenden Skulpturen auch das Agyptische seinen Teil hatte. | Unsere Vermutung gewönne stark an Wahrscheinlichkeit, wenn die eine Hauptfigur in dem Eingegangene Schriften. Alle eingegangrnen, für unsera Leser beachtenswerten Werke werden an dirser Stelle aufgeführt. Nicht für jedes Buch kann eine Besprechung gewährleintet werden. Kückseudungen finden nicht statt. Jahresberichte über das höhere Schulwesen hrsg. von C. Rethwisch. Weidmann. XXXII. Jahrg. 1917. Berlin, 34 M, U. von Wilamowitz-Moellendorff, Platon. 1. Bd. Berlin, Weidmann. 28-M. E.: Landshoff, Wiederholnngatabellen zur lateinischen Grammatik nebst Musterbeispielen. 3. A. Leipzig u. Berlin, Teubner. 2 M. + Zuschl. A. Wolf, Die Quellen von Livius XXI, 1—88. Gießen, R. Lange. Diss. —_——> Die Herren Verleger wie Verfisser werden gebeten, datür Sorge tragen zu wollen, daß alle für die Redaktion bestimmten Bücher, Dissertationen und Zeitschriften gleich nach Erscheinen entweder direkt an den Herausgeber, Gymnasialrektor Oberstudienrat Dr. F. Poland, Dresden-A., Wettiner Gymnasium, oder un O. R. Reisland in Leipzig gesandt werden. Verlag von O. R. Re island in Leipzig, Karlatraße 20. — Druck von der Piererschen Hofbuchdruckerei in Altenburg, S.-A.