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Il. Zeittafel. 600-390 v. Chr.: Anfänge der
Mathematik bei den Griechen. lonische Schule.
Pythagora...
by Müller, Felix
in: Zeittafeln zur Geschichte der Mathematik,
Physik und Astronomie bis zum Jahr 1500, mit
p
l Le
| 2
Hinweis …
Leipzig; 1892
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)600—390 v. Chr.
600— 390 y. Chr.
Anfänge der Mathematik bei den Griechen.
Jonische Schule.
Pythagoras und andere gleichzeitige Philosophen.
600.
Älteste Bezeichnung der griechischen Zahlen durch Anfangsbuchstaben der Zahlwórter.
Herodianische Zahlen, nach
Herodianus (II. Jahrh. n. Chr.), der sie beschrieben.
Bis:
300 v. Chr. allgemein, bis 100 v. Chr. vereinzelt in Gebrauch.
Lit, P. Treutlein, Gesch. unserer Zahlzeichen und Entwickelung der Ansichten über dieselbe. Pr. Karlsruhe 1875. —J. A. Picton, On the origin and history of numerals. Proc. of
Liverp. XXIX, 69—116, 1875. — Stoy, Zur Gsch. d. Rechenunterrichtes.
I, Jena 1876. — K. Zangemeister, Entstehung
der röm. Zahlzeichen. Berl. Ak. Ber. 1011—1028, 1887.
600.
Die Wasseruhren (eherne Cylinder, aus denen durch eine
kleine Öffnung Wasser tropfte), bei den Assyrern, bald auch
bei Griechen und Römern in Gebrauch.
Lit.
G. Bilfinger, Die Zeitmesser der antiken Völker.
Pr.
Stuttgart 1886.
594.
Solon (639—559) zu Athen führt den Schaltmonat von
30 Tagen für jedes zweite Jahr ein.
Vor ihm bestand das
Jahr aus 6 vollen (30tägigen) und 6 leeren (29tägigen)
Monaten.
Lit. R. Wolf, Gesch. d. Astronomie.
590.
München 1877,
8. 12 f.
Thales. (Milet 640 — Athen 548.) Einer der 7 Weisen,
gründet nach seiner Rückkehr aus Ägypten, wohin er als
Kaufmann gereist war, zu Milet die ionische Schule.
ionische
Schule
beschränkte
sich
im
allgemeinen
Diese
darauf,
das aus Ägypten Überkommene zu erhalten und zu verbreiten.
Satz von den Scheitelwinkeln; Gleichen Seiten eines
Dreiecks
liegen gleiche Winkel gegenüber.
Dreiecke sind
bestimmt durch eine Seite und zwei Winkel.
Der Satz von
der Winkelsumme wird für das gleichseitige, gleichschenklige
und ungleichseitige Dreieck besonders bewiesen.
fläche wird durch den Durchmesser halbiert.
winkel im Halbkreis ist ein Rechter.
Die Kreis-
Der Peripherie-
Erste Idee der geometrischen Örter. Messung der Höhe der Pyramiden aus
deren Schatten.) — Thales kennt die Astronomie der
Ägypter (Schiefe der Ekliptik, 5 Zonen auf der Himmelskugel, das Sonnenjahr zu 365 Tagen, Ursache der Mondphasen
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)und Verfinsterungen).?) — Die Erde ist eine schwimmende
kreisrunde Scheibe.
Das Princip,
der Urstoff aller Dinge,
ist das Wasser.)
Lit. 1) C. A. Bretschneider, Die Geometrie und die Geometer vor Euklides. Leipzig, 1870, 8. 35 ff. — M. Cantor, Vorl.
ti. Gsch. d. Math. I, 114 ff — P. Tannery, Pour l'histoire de la
science helléne. De Thalés & Empedocle. Paris 1887, 52—80. —
G. J. Allmann, Greek Geometry from Thales to Euclid. Dublin
1889, 7—17. — 2) R. Wolf, Gsch. d. Astr. 8. 10, 24 f. —
3) Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen in ihrer geschichtl.
Entwicklung dargestellt. I, 4. Afl. Leipzig 1876, S. 168 ff.
585.
Am 28. Mai die Sonnenfinsternis des Thales.
Lit. Zech, Astron. Untersuchungen über die wichtigsten
Finsternisse, welche von den Schriftstellern des klass. Altertums
erwähnt werden.
Leipzig 1853. — R. Wolf, Gsch. d. Astr.
S. 10. — G. Hofmann, Die Sonnenfinsternis des Thales vom
28. Mai 585 v. Chr. Triest 1870.
560.
Anaximander.
Schule.
(Milet 611—545.)
Philosoph der ionischen
Erläuterte die Geometrie durch Figuren.
Benutzte
den Gnomon (einen vertikalen Stab, um dessen Fufspunkt
in
der
Horizontalebene
drei
concentrische
Kreise
gezogen
waren,) als Schattenuhr und soll mit dem Gnomon die Schiefe
der Ekliptik gemessen haben.!) Entwarf Landkarten.?) —
Die Erde ein frei schwebender Cylinder. Ilegì púcews (das
Unbegrenzte ist der Grundstoff des Alls).?)
Lit. 1) C. A. Bretschneider, Die Geometrie u. die Geometer vor Euklides.
Leipzig 1870, 8. 57 ffi. — P. Tannery,
Pour l’histoire de la science hellène.
Paris 1887, 81—118. —
2) M. C. P. Schmidt, Zur Gesch. d. geogr. Litteratur bei Griechen
u. Römern. Pr. Berlin 1857. — 3) Ed. Zeller, Die Philosophie
der Griechen. I. 4, Afl. 1876, 8. 183 ff.
555.
Diogenes von Apollonia.
ist
das
Urwesen;
durch
Altionischer Physiker.
ihre Verdichtung
Die Luft
entstanden
die
Weltkörper.
Lit.
Ed. Zeller, die Philosophie der Griechen.
S. 236 ff. — A, Heller, Gsch. d. Physik.
550.
I. 4. Afi.
I, 11 u. 155.
Ameristus oder Mamerkus, auch Mamertinus.
Bedeutender
Geometer,
des
Stesichorus.
Nachfolger
des
Thales.
Bruder
Dichters
Wird von Proclus erwähnt.
Lit. Bernardino Baldi, Vite inedite di matematici italiani.
Pubbl. da Enrico Narducci. Boncompagni Bull. XIX, 1886,
p. 358. — Procli Diadochi in primum Euclidis elementorum
librum commentarii. Ed. Friedlein. Leipzig 1873, p. 65.
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Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)600—390 v. Chr.
535. Pythagoras. (Samos 580 — Megapontum 501.) Griindete,
nach längerem Aufenthalte in Agypten und zu Babylon, zu
Kroton in Unteritalien die nach ihm benannte Philosophenschule
Zahlenmystik, In den Zahlen ist das Wesen, das Princip
aller Dinge zu sehen.
Anfänge der Zahlentheorie, Zahlengattungen, befreundete Zahlen, Beispiele für x? + y? = 2°.
Der
pythagoräische
Lehrsatz.
Regel
für
Bildung
2
recht-
2
winkliger Dreiecke mit rationalen Seiten: (2 2+) = m?
2 __
2
+ (2 5 2) . Proportionen: arithmetische, geometrische, har.
2
.
monische:
a: are = i)
: b, babylonischen
Ursprungs.
Harmonische Intervalle.
Allgemeiner Beweis des Satzes von
der Winkelsumme im Dreieck.
lären n-Eck.
Sternfünfeck.
Grdéfse des Winkels im reguGnomon, ein Quadrat, von
dem an einer Ecke ein kleineres Quadrat fortgenommen ist.
Zerlegung von Figuren in gleichschenklige rechtwinklige Dreiecke.
Anlegen (nogaßdAAsıv) von Flächen gegebenen Inhalts
an eine Gerade.
Irrationale Strecken, die Hypotenusen gleichschenkliger rechtwinkliger Dreiecke.!) — Pythagoras lehrte,
dafs die Erde kugelförmig sei und frei schwebend.
die
Ungleichheit
der Bewegungen
geocentrisches Weltsystem.
der Planeten.
Er kannte
Erstes
Sphärenmusik.?) — Anwendung der Rechnung auf die Musik, Einteilung der Töne,
Handhabung des Monochords.?)
Lit. 1) J. E. Montucla, Histoire des mathématiques. 2. éd.
Paris 1799, p. 115 sq. — C. A. Bretschneider, Die Geometrie
u. d. Geometer vor Euklides. 8. 67 fi — A. Ed. Chaignet,
Pythagore et la philosophie Pythagoricienne contenant les fragments
de Philolaus et d’Archytas. Paris 1873. — M. Cantor, Vorl. ü.
Gsch. d. Math. I, 124 ff. — H. Hankel, Zur Gsch. d. Math. in
Altert. u. Mittelalter. S. 92 ff. — E. Narducei, Vita di Pitagora,
scritto da Bernardino Baldi, Boncompagni
Bull. XX, 197—308,
1887. — P. Tannery, Sur l’arithmetique Pythagoricienne. Darboux
Bull. (2) IX, 69—89, 1885. — P. Treutlein, Ein Beitrag zur
Gsch. d. griech. Geometrie. Z. f. Math. XXVIII, Hl. Abt. 209—227,
1883. — 8. Günther, Lo sviluppo storico della teoria dei poligoni
stellati nell’ antichità e nel medio evo. Boncompagni Bull. VI,
313—340, 1878. — Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen.
I, 4. Afl. 8. 254 ff, — 2) Th. H. Martin, Hypothèse astronomique
de Pythagore. Boncomp. Bull. V, 99—126, 1872. — R. Wolf,
Gsch. d. Astr.
S. 25 ff — 3) A, Heller, Gsch. d. Physik. I,
Pagina 5
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)7
Anaximenes. (570-—499.) Schüler des Anaximander. Denkt
die Planeten
entstanden
durch Diinste,
ausströmen und sich entzünden.
die
aus der Erde
Die platten Scheiben der
Planeten werden von der Luft getragen.
Die Luft ist das
Grundprincip aller Dinge.
Lit. P. Tannery, Pour Vhistoire de la science hellene.
Paris 1887, 146—167. — Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen,
I, 4. Af, 8. 219 ff. — A. Heller, Gsch. d. Physik. I, 10—11.
500.
Heraklit aus Ephesus.
púceos,
Philosoph.
vom
‚Über die natürlichen
Dinge“,
resol
ewigen Flufs der Dinge,
Urfeuer
als Grundelement und von der alles gesetzmäfsig
vom
lenkenden Harmonie.
Lit. P. Tannery, Pour l'histoire de la science hellène,
168—200. — Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen. I, 566 ff.
500.
Bezeichnung der griechischen Zahlen 1 bis 24 durch die 24
Buchstaben des ionischen Alphabets (nebst S bau,
koppa, 2 sampi).
È
Lit. A. Kirchhoff, Studien zur Geschichte des griech. Alphabetes.
475.
Berlin. 3. Afl, 1877.
Die Zersprengung des pythagoräischen Bundes bewirkt
eine
470.
Verbreitung
der
Mathematik
in
verschiedene
Städte
Griechenlands.
Die Mathematik wird Gemeingut der Nation.
Agatharchus.
Baumeister.
Athen.
Blüte zur Zeit des Äschylus zu
Schrieb über die Anwendung der Stereometrie auf
die Perspective.
Lit.
465.
4%
|
Vitruvius, De architectura.
Oinopides von Chios.
|
Lib. X.
Mathematiker.
Brachte von einer
Reise nach Ägypten die Lösung einiger geometrischer Konstruktionsaufgaben
mit.
Soll
die Aufgaben
gelöst haben:
„Von einem Punkte auf eine Gerade eine Senkrechte fällen,“
und „An eine Gerade
einen gegebenen Winkel antragen.“
Stellte nach ägyptischen Beobachtungen einen Cyklus von
59 Jahren auf, um Sonnenjahr und Mondlauf auszugleichen.
Lit. M. Cantor, Vorles. ti. Gsch. d. Math. I, 162 ff.
460.
Parmenides.
Lehrte
zu
Philosoph
Athen und
aus
Elea
verkehrte
in
Grofsgriechenland.
mit Sokrates.
Soll
aus
mathematischen Gründen die Erde als Kugel betrachtet haben,
die in der Mitte des Weltalls schwebt.
Lit. P. Tannery, Pour l'histoire de la science helléne,
218—246. — Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen. I, 4. Afi.
Pagina 6
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)600—390 v. Chr.
Herodot. Sein Geschichtswerk ist eine wichtige Quelle für
die Geschichte der Mathematik und Physik bei Ägyptern
und Griechen.
460.
|
|
Das Rechnen mit Steinen (wypifev) bei Ägypterh und
Griechen in Gebrauch, auf einem mit senkrechten Linien
versehenen Rechenbrette.
Lit. M. Cantor, Vorles. ü. Gsch. d. Math. I, 43 ff.
456.
Anaxagoras.
(Klazomenä in Ionien 499 — Lampsacus 428.)
Der letzte und bedeutendste Philosoph der ionischen Schule.
Nach Reisen in Ägypten lehrte er 464—434 zu Athen
Philosophie.
Lehrer des Euripides und Perikles.
Versuch
einer Quadratur des Zirkels. Anfänge der Perspektive.!) —
Erklirte die Verfinsterungen und die Mondphasen, hielt aber
die Planeten für platte Scheiben.?) — Die Umwandlung des
Stoffes
beruht
auf einer
Trennung der kleinsten Teilchen,
aus denen der Notg die Welt schuf.*)
Lit. 1) Schaubach, Fragmenta Anaxagorae. Lips. 1817. —
Schorn, Anaxagorae et Diogenis Apolloniatae fragmenta. Bonn
1829. — Mullach, Fragmenta philosophorum graecorum. 2 vol.
Paris 1860—67. — M. Cantor, Vorl. ti. Gsch. d. Math. I, 160 ff. —
P. Tannery, Pour l'histoire de la science hellène. Paris 1887,
275—303. — Montucla, Histoire des recherches sur la quadrature
du cercle, avec une addition concernant les problémes de la duplication du cube et de la trisection de l’angle. Paris 1754, nouv.
éd. p. Lacroix ib. 1831. — 2) R. Wolf, Gsch. d. Astronomie, $. 9,
25, 187. — 3) Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen. I, 4. Afl.
S. 864 ff.
455.
Zenon von Blea.
Dialektik.
(Geb. um 500.)
Philosoph, Erfinder der
Machte heftige Angriffe auf
die
mathematische
Bewegungslehre.
Lit. M. Cantor, Vorles. i. Gsch. d. Math. I, 168 ff. —
P. Tannery, Pour l'histoire de la science hellène. Paris 1887.
247—261. — Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen. I, 4. Afi,
S. 534 ff. — Gerling, Über Zeno des Eleaten Paradoxen über
die Bewegung. Marburg 1846. — P. Tannery, Zenon d’Elee et
M. George Cantor, Revue philos. 1884.
450.
Philolaus.
Pythagoräer.
Begriff des Gnomon.
Harmonisches
Verhältnis.
Die Zahl der Ecken eines Würfels ist das harmonische Mittel zwischen der Zahl der Flächen und der der
Kanten.
Kennt die 5 regelmäfsigen Körper.
in Figuren bestimmten Gôttern.
Weihte Winkel
Giebt ziemlich genau die
Revolutionszeit der Planeten, des Mondes und der Sonne an.
Philolaus, des Pythagoreers Lehren nebst den Bruch-
Pagina 7
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)stücken seines Werkes von Aug. Böckh.
Berlin 1819. —
Th. H. Martin, Hypothese astronomique de Philolaus.
Boncompagni Bull.
V, 127—157, 1872.
450
— 430. Der goldene
Schnitt wird
als ästhetisches Element
in den athenischen Bauten, bes. unter Perikles, verwertet.
Lit.
M. Cantor, Vorlesungen über Geschichte der Mathematik. I, 151 ff. — A. Zeising, Ästhetische Forschungen. Frankfurt a. M. 1855. — 8. Günther, Adolph Zeising als Mathematiker.
Z. f. Math. XXI, Hl. Abt. 157—165, 1876.
444.
Empedokles, (7 424.) Von Agrigent in Sicilien. Ilsol puce,
ein Lehrgedicht.
und Feuer an.
Nimmt die 4 Elemente Erde, Wasser, Luft
Entstehen und Vergehen ist nur eine Mischung
und Entmischung der Dinge.
Lit.
Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen.
I. 4. Afl.
Leipzig 1876, $. 678 ‘ff — P. Tannery, Pour l'histoire de la
science helléne, Paris 1887, 304—339.
440.
Hippokrates von Chios.
Anfangs Kaufmann zu Athen, wo
er mit Pythagoräern verkehrte, dann Mathematiker.
Schrieb
das erste griechische Elementarbuch der Mathematik.
Bezeichnete die geometrischen Figuren durch an die Ecken gesetzte Buchstaben.
Der Satz vom Peripherie- und Centriwinkel
auf gleichem Bogen ist ihm noch unbekannt.
Die Kreisfläche
ist
Entdeckte die
dem
Quadrate
des Radius proportional.
nach ihm ben. Möndchen, lunulae, bei dem Versuch der
Quadratur
des
Kreises.
Consequente
Anwendung
der
analytischen Methode bei der Behandlung des Problems der
Würfelverdoppelung,
zweier
mittleren
die
Konstruktion
Proportionalen
das
er
auf
zurückführte
(a:ax=x:y=y:b).
Lit. C. A. Bretschneider, Die Geometrie und die Geometer
vor Euklides. Leipzig 1870. S. 97 ff. — M. Cantor, Vorlesungen
liber Geschichte der Mathematik. I, 171 ff — P. Tannery,
Hippocrate de Chios et la quadrature des lunules. Mém. de Bordeaux (2)
II, 179—184, 1878; Le fragment d'Eudème sur la
quadrature des lunules. ib. (2) V, 211—237, 1882, u. Hippocrate
de Chios. Darboux Bull. (2) X, 213-226, 1886. — N. T. Reimer,
Historia problematis de cubi duplicatione sive de inveniendis
duabus mediis continue proportionalibus inter duas datas.
Göttingen 1798. — Ch. H. Biering, Historia problematis cubi duplicandi. Kopenhagen 1844.
433.
Meton, Astronom und Mathematiker zu Athen.
Einführung
des Cyclus von 19 Jahren (12
à 12 und 7 à 13 Monate)
und 235 Monden (125& 30 und 110 & 29 Tage).
Pagina 8
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Ordnungszahl
600—390 v. Chr.
des Jahres
im Cyclus
wurde im Mittelalter
gtildene Zahl genannt.
Lit. R. Wolf, Gesch. d. Astr. 8. 15. — L. Ideler, Handbuch der mathematischen und technischen Chronologie. Berlin,
1826. — Redlich, Der Astronom Meton und sein Cyclus. Hamburg 1854.
430.
Antiphon.
Versuchte
die
Quadratur des Kreises
mit
Hilfe eingeschriebener Vielecke, deren Seitenzahl verdoppelt
wird, und eines eingeschriebenen Dreiecks, tiber dessen Seiten
gleichschenklige Dreiecke, u. s. f.
Lit. M. Cantor, Vorles. ti. Gsch. d. Math. I, 172 ff. —
Bretschneider, Die Geometrie und die Geometer vor Euklides.
Leipzig 1870, 101—102, 124—129.
430.
Bryson
aus
Heraklia.
Der
Kreis
ist
das
arithmetische
Mittel zwischen dem letzten eingeschriebenen und dem umgeschriebenen Vieleck.
Vorbereitung
der geometrischen
Exhaustion.
|
Lit. M. Cantor, Vorles. ti. Gsch. d. Math. I, 173 f. —
Bretschneider, Die Geometrie und die Geometer vor Euklides.
S. 125—129.
420.
Demokritos, (Abdera in Thracien 460—c. 370.) Philosoph,
Schüler des Leucippus, des Begründers der Atomistik.
5 Jahre
in Agypten, bereiste auch Vorderasien und Persien.
Seine
Atomenlehre ftihrte ihn auf das mathematische Gebiet.
Anfinge des Infinitesimalbegriffs.
Schrieb
über
Zahlen
und
über
Theorie des Irrationalen.
Geometrie.
Anfänge
der
Perspektive.
Lehrte die sphärische Gestalt des Mondes und
der Sonne.
Mechanische Welterklärung.
Lit. Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen. I. 4. Afl.
S. 761 ff. — P. Tannery, Démocrite et Archytas. Darboux Bull.
(2) X, 295—302, 1886.
420.
Das Fingerrechnen ist bei den Griechen in Gebrauch.
Lit.
Rödiger, Über die im Orient gebräuchliche Fingersprache für den Ausdruck der Zahlen.
Jahresber. d. Dtsch.
morgen]. Ges. für 1845, 111—129. — G. Friedlein, Die Zahlzeichen und das elementare Rechnen der Griechen und Römer
etc. Erlangen 1869. 8.5 ff.
420.
Hippias von Elis.
(Geb. c. 460.)
Eitler Sophist, aber
tüchtiger Mathematiker, Astronom und Naturforscher.
Entdeckte eine Curve, die Quadratrix, welche die Dreiteilung
des Winkels und die Quadratur des Kreises bewirkte.
Lit. P. Tannery, Notes pour l’histoire des lignes et surfaces
courbes dans Pantiquité, Bull. d. sc. math. (2) VII, 278—291, 1883;
Pagina 9
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)VIII, 19—30, 101—112, 1884. — M. Cantor, Vorlesungen über
Geschichte der Mathematik. I, 167 f.
415.
Sokrates.
(Athen 469—399.)
Philosophie.
Lehrer des Platon in der
Induction und Definition.
Lit. Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen.
1. Abteilung. Leipzig 1878.
410.
Theodorus von Kyrene,
matik.
Beweist
II. Teil,
Lehrer des Platon in der Mathedie Irrationalität der
Quadratwurzeln
aus
3, 5, 7, bis 17.
Lit.
393.
M. Cantor, Vorles. ii. Gsch. d. Math.
Isokrates, der Redner.
I, 154 u. f.
Als Quelle ftir die Mathematik der
Agypter und fiir Pythagoras nennenswert.
Lit.
M. Cantor, Vorlesungen tiber Geschichte der Mathematik. 1, 53—54, 126— 127.
390.
DI
Thetitet zu Heraklea. Schüler des Sokrates, "Philosoph und
Astrolog. Lehre vom Irrationalen. Verhältnis der Kanten
der 5
regulären
Polyeder
zum
Radius
der
umschriebenen
Kugel (de quinque solidis).
Lit.
M. Cantor,
Vorles. ti. Gsch. d. Math.
I, 203 f. —
P. Tannery, La constitution des Eléments. Darboux Bull. (2)
X, 183—194, 1886.
390.
Archytas.
(Tarent 430—365.)
goräer, Staatsmann, Feldherr.
Freund des Platon, Pytha-
Weitere Ausbildung der Lehre
von den Proportionen (Definition des arithmetischen, geometrischen und harmonischen Mittels). Unterschied rationale
und irrationale Zablen.
Führte die Torus-Fläche mit ihren
Schnitten, den spirischen Linien, ein.
Verdoppelung
des Würfels mit Hilfe von Cylinderschnitten.
Mathematische
Erfin-
Behandlung
der Mechanik.
Mechanische
dungen: Bewegliche Rolle, Schraube (Schraubenlinie), Rad
an der Welle, Automaten.
Lit.
Jos. Navarro, Tentamen de Archytae Tarentini vita
atque. operibus.
Diss. Kopenhagen 1819. — Gruppe, Über die
Fragmente des Archytas und der älteren Pythagoreer. Berlin 1840.
— L. Böckh, Über den Zusammenhang der Schriften, welche der
Pythagoräer Archytas hinterlassen haben soll. Pr. Karlsruhe 1841. —
M. Cantor, Vorles. ti. Gsch. d. Math.
I, 143 ff. — P. Tannery,
Sur l’arithmétique Pythagoricienne. Darboux Bull. (2) IX, 69—89,
1885. — P. Tannery, Démocrite et Archytas. ib. (2) X, 295
— 302,
1886. — Bernardino Baldi, Vite inedite di matematici italiani.
Boncomp. Bull. XIX, 1886. Archita 359—373. — P. Tannery,
Sur les solutions du probléme de Délos par Archytas et par
Eudoxe. Mém. de Bordeaux. (2) II, 277—283, 1878.
Pagina 10
Bekijk in PDF(opent in een nieuw venster)Thymaridas von Paros.
metik.
390—300 v. Chr.
Pythagoräer.
Förderte die Arith-
Soll die Benennung geradlinige Zahlen für Primzahlen
erfunden
haben.
Sein
Epanthem
ist
eine
Methode,
ein
Gleichungssystem [Zx;=s,x, ti =ai_,i=13,...n]
aufzulösen.
Lit. P. Tannery, Sur Varithmétique Pythagoricienne. Darboux Bull. (2) IX, 69—89, 1885, u. Ann. d. 1. Fac. d. 1. de
Bordeaux 1881. — M. Cantor, Vorles. ti. Gsch. d. Math. I, 370 ff. —
P. Tannery, Pour l’histoire de la science hellène. Paris 1887,
383 sq.
7
III. Zeittafel. 390—300 y. Chr.
Platon und die Akademie.
387.
Platon.
Aristoteles und die Peripatetiker.
(Athen 429—348.)
Grinder der Philosophenschule
zu Athen, die den Namen Akademie hat.
Philosophie der
Mathematik: Analytische Methode, Definitionen, Axiome, apagogischer Beweis.
Regel fiir die Bildung rechtwinkliger Dreiecke mit rationalen Seiten; BE 1 ‘= mi + BE 1.
Die
Platonische
Ausbildung
Zahl
im
8.
der Stereometrie
Buche
bei
=
1000.
dem Versuche der
vom
Staat
Verdoppelung des Würfels.!) — Den 4 Elementen: Feuer
(tetraedrisch), Luft (oktaedrisch), Wasser (ikosaedrisch) und
Erde (hexaedrisch) entsprechen 4 Regionen. Seine physikalischen Ansichten sind enthalten im Timaios.?)
Lit. 1) C. Blafs,
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B. Rothlauf, Die Mathematik zu Platons Zeiten und seine Beziehungen zu ibr nach Platons eigenen Werken u. den Zeugnissen
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Uber die geometrische Hypothesis in Plato’s Menon. Elbing 1867.
— ©. Demme, Die Platonische Zahl.
Z. f Math.
XXXII, HI.