Die Anfange des Menschengeslechts

Author
Dummler, F.
Published in
Akademika
Year
1889
Subject
HISTORY
Language
Deutsch
Category
C7 Philosophy
Archive number
2014

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im wesentlichen bei Plutareh vorliegt, oder ob dieser selbst die ersten Aenderungen vornabm. QO nn DUMMLEN,T RP. HN AMADEI Fr Anhang: Il. Die Anfänge des Menschengeschlechts. Oben 8. 102 ff. wurde ausgeführt, wie die orphische Mystik auch auf die ostionische Physiologic Kiullufs gewinnt, indem sie dieselbe theils zu einem offuen Dualismus drängt, wie Anaxagoras ihn vertrat, theils zu einem verhüllten, wie er im System des Diogenes vorliegt, quoitestu der feinen Luft von der schweren Akt ist, theils, was mit dein Dualismus wo das der zweite eng zusammenstehende mythologische Persönlichkeit des voüg nicht erklärt, sie weist auf den orphischen Demiurgen als ihr Vorbild. Indels glaube ich nicht, dals Anaxagoras hier direct aus der ,Mystorienidce“ geschöpft hat, er wird vielmehr von Empedokles abhängig sem. ls ist in der That wohl bezeugt durch Aristoteles Metaph. A 3 p. 984a 11, dafs das Werk des Empedokles früher als jenos des Anaxagoras erschienen ist, und dann hat auch Zeller Phil. d. Gr. 14 8. 919 überzeugend nachgewiesen, dafs die Inconsequenz des Anaxagoras, die Entstehung der Mischung statt der Scheidung gleichzusetzen, sich nur durch eine äulserliche Abhängigkeit von lómpedokles erklärt. Die Nachrichten nun, welche wir über die Kosmogonie und namentlich die, welche wir über die Zoogonie des Empedokles besitzen, scheinen mir noch nicht so abeiner ausführlichen Beschreibung der Kosmoschliefsend gonie und Zoogonie veranlalst. Diesen Satz eingehender Nüssig wäre. hängt, zu zu begründen war dort nicht der Ort, doch dürfte os sich empfehlen, auf die Geschichte der Kosmogonie zumal der Zoogonie etwas näher einzugehn, weil dadurch der Stannnbaum der Kapitel VI behandelten xenophontischen Ausführungen vervollständigt wird und weil die Philosophie erklärt, dals cine neue Behandlung über- Dafs Empedokles einen Zustand völliger Gemischtheit und einen absoluter Trennung, in welchen keine Kiuzelwesen möglich waren, und cine doppelte Kosmogonie je nach dem Uebergange der Trennung zur Mischung und der Mischung zur Trennung consequenter Weise hätte anbier in einem Grade dem Volksbedürfuifs entgegenkommt, nehmen müssen, ist allgemein wie sonst nur noch in dem ontgegengesetzten ‘Thema, dem nun Phil. d. Gr. 14 S. 711 Empedokles habe diese Consequenz nieht durchgeführt, sondern nur von der Weltbildung gchandelt, welehe nach der Trennung der Elemente Kapitel vom Leben nach dem Tode. Von den Ustioniern war Anaxagoras welchem liefs, als der erste, sich ein ausgesprochener Dualismus bei nachweisen Während Heraklit sich noch gegen jeden Dualismus ungebildetes Verkennen der Einheit aller Dinge auf das Heltigste zur Wehr setzte, ist er bei Anaxagoras unter dem Druck der eleatischen Ontologie vollständig durehgeführt. Man könnte meinen, damit die Genesis der anaxagorcischen Philosophie hinreichend erklärt zu haben, doch wird damit die der milesischen Physiologie so fernanerkannt. Zeller meint durch den Hafs die Liebe vollzogen habe und auf diese bezögen sich alle uns erhaltenen Nachrichten und Fragmente, Ich glaube in diesem Fallo Empedokles, dessen System sich allerdings im Allgemeinen nicht durch Folgerichtigkeit auszeichnet, gegen den Vorwurf der Inconsequenz in Schutz nehmen zu müssen, weil ich glaube, dals sowohl Nachrichten als Pragmente da sind, welche sich

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ungezwungen nur auf die andre Weltbilluug, die Auflösung des Sphairos durch den Streit beziehen lassen. Auniichst nämlich scheint mir die von Zeller $. 712 einschlägt, löst die Schwierigkeit nicht. Er bezieht die Zoogonie durch Zusammenfiigen auf die Thiere, die durch Auswerfen feuriger Klumpen auf die Menschen. Dann praep. hätte allein am Zustandekommen des höchsten Organismus ev. 1 8, 10 und Actius placita 11 6,3 (Doxographi S. 384) die Liebe keinen Antheil? Aber andrerseits wenn die pıAorng nicht haltbar. An beiden Stellen ist von «xdxgerg und dutxguses die Rede; ich kann daher unter der ager 10» (v. 258) Sovyeví; ardporporge, und ardoopvij Bovrzewpa hervorbringt, su ist doch auch die Möglichkeit vorhanden, dals der Stierkopf seinen Stierleib findet und sich der Menschonkopf an den Menscheukörper fügt; wir hätten also doch eine doppelte Anthropogonie anzuerkennen. vortretene Auflassung von Plutarch bei Kusebius otogsicor xpücıg Plutarchs nicht mit Zeller „den Wirbel, in dem die getrennten Elemente durch die Liche zusammengerüttelt wurden,* verstehn, sondern nur die ersto vollendete xoñotg, den Sphairos, und in dem uéroxgireucta nur die Thütigkeit des »eixog. Die Richtigkeit dieser Auffassung wird dadurch bestätigt, dals sich die verschiedenen Nachrichten über die Anthropogonic des Empedokles nur verstehn lassen, wenn man sie auf die beiden Weltperioden vertheilt, dann aber auch völlig klar sind. Die Anthropogonie der Auflósungs- Nun enthält aber die Vers 262 geschilderte Menscheneutstehung deutliche Merkmale dafür, dafs sie in die vetzog-Periode gehört. Ich meine das xpwoyevor nüp 30220» ayog dpuotor ixéudue. Das Feuer scheidet aus dem Erdinnern, und sehnt sich nach Vereinigung mit scines gleichen, das meiste ist also schon entwichen, und vorher, wie wir aus Plutarch bei Buseb. praep. ev. I 8, 10 Actius placita LL 6, 3 wissen, bereits die Luft. periode finde ich in den Versen 262 il. (Stein) : viv d ey’ dame ardoper te rolvzlaitam te YOPULKEOD emporgerissenen Klwapen, Erde und Wasser énruziovs Gprqxaas amiyaye perdera» rie code 240 ob ya ubdog uxouxoxug out depor * ovloguele pèr aporte toro yWovog eSaréredany upotéqur údaros te zul otdeog wien Éyovreg getrennt enthalten), rove pè» mio avénena’ ¿0 é2or modg dcotor der Trennung ixdoae obre th aw error ¿parón déuag îppuivortus OUT ¿voz vor au Excyuigeoy drdedor yutor. Diese Entstehungsart lälst sich mit der Schöpfung, schlechterdings nicht merkt Zeller a, a, O. 8. 719, Censorin de die noch un- Wir sehen also hier die Klemente in voller Scheidung begriffen und die ist Sache des veizog. Da nun aus diesen ungegliederten Klumpen aus Wassor und Erdo später Menschen werden, so muls für dic Menschen dieser Periode cine noch weitere Fortsetzung Lebensbedingung sein, wie für die der andern ein bestimmter Grad der Mischung, der weiter fortgesetzt die Absorbierung der Individuen durch den Sphairos zur Folge hat. Ganz vollkommen kann übrigens, so lange Organismen existieron, auch in der Treunuugswelche die Liebe durch Zusammenfügung einzelner Glieder vollzieht, vereinigen und se bezusammenwerfe. Ks ist also ganz conscquent wenn die von dem aufdrängenden Feuer mit natali 4, 8 1 auch sehr richtig, dals beide Nachrichten fülschlich Aber auch der Ausweg, welchen Zoller 1) Grundlage dieser ‘l'hoorio sind oinentheils div griochirchon Autochthonensagen, theils die vulkanischon Erschoinungen Sicilions. Sollto sich violloicht erst aus diesor Thcorio dio Sage von Empodokles Sprung in den Actna entwickelt habon

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periode die Ausscheidung von Luft und Feuer nicht gefür die Periode der gyukte ist geschildert bei Actins placita wesen sein, es muls etwas Luft und Feuer auch in jenen Klumpen aus Erde und Wasser übrig geblieben sein, da V 19,5. Empedokles die Knochen aus 25%, Lrde, 25%, Wasser und 50°, Feuer, das Blut aus den vier Elementen zu je Dogma, dafs die Männer in deu wärmeren, die rauen in 25%, endlich Zur Anthropogonie der veixog-Periode gehört noch das von Actius placita V 7, 1 den kälteren Erdtheilen entstanden seien. Durch die die Schnen aus 50%, Wasser und je 25%, Feuer und lörde bestehn lies'). Lin ganz bestimmter Grad der Zeller (S. Mischung Physik des oder Entmischung ist somit Lebensbedingung für die Organismen; wenn er noch nicht erreicht?) oder berichtete 750) vorgetragene Ansicht wird auch der von vermilste Zusammenhang Empedokles und zwischen der seinen religiösen Lehren, namentlich seinor Lehre vom goldnen Zeitalter hergestellt. wenn er überschritten ist, ist kein organisches Leben mög- Die Männer und Weiber der veëxoc-Periode sind 026 lich. wdavtot, jene der peAie-Periode waren ein glückseliges Bogreiflich ist nun auch, weshalb Empedokles den Sita der Seele in das Blut verlegte; denn dies erinnert Geschlecht, lebten im goldnen Zeitalter). noch am meisten an das Product der grlotye, den ugaipos, dafür das competente Zeuguils "l'heophrasts, welches wol 5 ist die vollkommenste Mischung. Periode kann sich beziehn, was Nur auf die veizog- Jmpedokles vom ‘lode hehauptet hatte, er bestehe aus Jintweichen des Feurigen aus dem Blute (Actius Plac. Y 23, 2. 25, 4), wobei er Wir besitzen lingst anerkannt wäre, wenn Nauck nicht ohne Grund die entscheidenden Worte verdächtigt hätte. Porphyrius de abst. 11 21 (Bernays 'Uheophrast über die Frömmigkeit S. 80, v. 405 if St.) : wohl unter dom avgddeg Luft und Neuer verstand; denn or sprach doch wahrscheinlich davon, wovon wir sterben, ovdé tig 7» xelvowów “ons Prog 000% Kudornos vvdi Zeig BuorZets odd Koovog ovdt Hoceldwr und wie Aristoteles de gen. ct corr. IL 6 p. 334a 5 berichtet, nahm er an, dals wir in der reëxog-Periode lebten. “Ade Magie BastAetu i} ¿ote À pelle. Die Worte % éocw i pela verdächtigt Nauck p. XXV Für die Weltbildung der geAöryg mulste er consequenterweise als Todesursache eine zu weit fortgesotato Mischung, seiner Ausgabe. Bernays übersetzt 8. 80 schr richtig : Unter ein Ucberhandnehmen von Luft und Feuer im Körper an- Kypris versteht or sein kosmisches Princip der „Liebe, nohmen. Auch das wichtige Mxcorpt bei Actins V 26, 4 bezieht sich auf die Kosmogonie des rezzog, auf unsre Weltperiode. Man mufs nur im Auge behalten, dafs dx y%e und weist auf S, 95 Naucks Verdiichtigung mit Erfolg ungenau demnach Theophrast die Kypris in der uns ist, und es eigentlich vob oguipov heilsen miifste. dx tie xgdosag oder &x Der entsprechende Vorgang zurück; der erklärende Zusatz ist so ursprünglich, dafs er die zweite Hälfte des Llexamelers verdrängt hat. Wenn erhaltenen Hauptstelle über das goldne Zeitalter mit der pedia identificierte, so wird er hierfür sicherlich bei Empedokles selbst genügenden Anhalt gefunden haben. *) Dio Bologo bei Zoller 14 $. 721 Amu. 2. *) Hier schoint, nebenboï bomorkt, die Quello dor vbon $. 189 11, buhandelton diogeniseh-stoischou Lehre von der Boseolung des Neugoboronen durch Abkühlung zu suchen zu sein, System jouor Philosophen so schlecht verträgt. woleho sich mit dem Vorstellen kilst sich von lieraus jedenfalls sehr gut, 1) Vel. Aristoteles de gou. et corr. 16 p.333b 19 © dh eno pelEer puivov Enuivel,

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Seelen- Während nun zwar Empedokles stärker als einer der der ersten Existenz des Philosophen, welche vor ihm schrieben, orphisch beeinfiufst Kleischgenusses nicht schuldig gemacht hatte, der brauchte ist '), so lehnt er sich doch in der streugen Durchführung die yéveves der veixoc-Periode nicht wieder durchzumachen, des doppelten Weltlaufs entschieden an Heraklit an. welchen Platz im System des Empedokles wanderung hatte. Wer sich in die sondern durfte wol aufgehn in die geAla und mit ihr entist es weichen, wenn am Sphairos der Streit sein Auflösungswerk Physiologen von ihm weit mehr den orphischen Schöpfungswieder begann. Daher ist nicht nur Empedokles guyag act itberuchmen, als den Kreislauf des Geschehns, dessen Veóder xod airıng, sondern alle mit ihm in der Welt des Erkenntnifs doch so tief in der milesischen Naturanschau- Streites lebenden. ung wurzelt. dem wol weit dale die jüngeren ostionischen Sowolil des Anaxagoras als des Diogenes und Archerolz der mystisch-poetischen Färbung war abgesehn von nun merkwürdig, Da laos System erweckt den Anschein, als hätte sein Urhebor weniger ausgeführten Versuche des erste einen einmaligen Schöpfungsakt angenommen, wonach die Schöpfungsgeschichte in philosophischem Gewande und hat die Forscher lange Zeit beschäftigt, indem sie theils zur Welt wie cine für die Ewigkeit aufgezogene Uhr ruhig Nachahmung, gehn von einem dem empedokleischen Sphairos analogen Parmenides die Kosmogonie des Empedokles theils zu Widerspruch reizte. die ihren Gang gienge. Ehe ich auf Zwar müssen alle diese Korscher ausdie nächsten Nachfolger eingehe, will ich einen Boweis für Zustand ihre welcher erst eine Trennung herbeigeführt wird bei Anaxaverhältnilsmälsig nehmen. langdauernde Popularität Ich meino die Berücksichtigung nicht nur in dem vorweg einer Mischung oder Jinheit des Weltstofls, in goras durch den roëg bei Diogenes von selbst. dureh Platon, Scheidung, scherzhaften Mythos des Aristophanes Aber diese bei welcher sich das Diinne, Leichte, Warne, im Symposion p. 1902, welche Krohn angemerkt hat !), Trockne nach oben hebt und das Dicke, Schwere, Kalte, sondern Nasse unten bleibt, wird sehr schnell abgethan und hat auch Weltlauf. im Mythos des Politikos vom «doppelten Platon wendet sich hier p. 2704 in nicht mifszuvorstchender Weise gegen Empedokles, wenn er bestreitet, dus die Verschiedenheit der Leiden Weltperioden zurück- —_a— nur den Zweck, den für die Kosmogonie nöthigen Dualismus zu schaffen, selben Lage denn auch Anaxagoras ist hier in derwie Diogenes und braucht einen zweiten zulühren sei auf duo tant ded poorobrte kauroig érartiu, Dualismus innerhalb des Weltstofls selbst, da sein vots, im ganzen alımt er aber offenbar Empedokles nach, womit uachdem er die erste xegeywenoty hervorgebracht hat, sich er allerdings eine schöne Rehabilitation des in der Jugend zunächst verschmähten protagorcischen Mythos verbindet. Verglichen auch die ursprüngliche Mischung aller Stoffe, wie Zeller um das Weitere 13 8. 88 glauben, als er das goldne Zeitalter und das der Autoch- Sphairos analog ist, und die Thiitigkeit des »00g jener des thonen identificiert, welch veixog, su ist diese T'rennungsperiode doch nur ein Ucbergerade die Epoche des letzteres war. bei in Kinpedokles ja echt ') Dies ist jetzt ondlich im einzoluon gut Aufsaty Empedokles S. 498 IL 2) Sokrates und Xouophou 8. 16 Aum. I. dem empedokleischen empedokleischer Zug ist jedoch das freundliche Verhiiltnils der Menschen zu den Thicren im goldenen Zeitalter. bemerkt, Wenn daher mit Empedokles hält er sieh in sofern näher an den Volksveixog mit Recht nicht kümmert. und die Orphiker, begründet in O. Kerns Archiv £ Gosch. d. Phil, 1

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gang, welcher bei weitom nicht mit derselben Liebe heschöpfung zur Sonneubahn betrifit, würde Anaxagoras erhandelt wird, als die positive Zoogonic durch die Emwirkung heblich von Empedokles abgewichen sein, wenn zu Aetius des Warmen auf das Kalte. V 26, 4 eine von Diels gebilligte Conjectur Reiskes richtig Ist nun schon in der Gesammtanlage des empedokleischen Systems und in dem inconsequenten Gebrauch von mig für Entstelm die Anlehnung an Umpedokles deutlich, so findet sich auch cin speciell anaxagorcischer Terminus vorgebildet bei Iimpedokles (Actius placita V 26, 4) nämlich éporouepeia [und xozvgegela] *). Nun scheint allerdings Anaxagoras sclbst das Substantivum nicht gebraucht zu haben (Zeller 14 8. 878 Anm. 1), das hindert aber nicht, dall es alt ist. Wenn es nun zum ersten Male bei Lucrez L 880 nachweisbar ist, so spricht manches dafür, dats es Luerez von Empedokles, welcher sein formales Vorbild ist, und welchen er hoch verehrte, entweder direct oder durch Vermittlung der Empedoclea des Sallustius entIchute. Beide Worte eigneten sieh ihres vollen hexametrischon Klanges wegen vortrefilich für Empedokles. Wie sich die Theorie des Anaxagoras über die &yxls zu der des Empedokles über die talxdwiz verhielt, können wir leider nicht mehr ermitteln; vorangegangen war auch hier wenigstens in der Aufwerfung des Problems sicherlich Empedokles ebenso wie in der allerdings wenig glücklichen Polemik, gegen Leukipps Lehre vom leeren Raum und der begrenzten ‘Theilbarkcit der Materie. In einem Punkte, welcher das Verhältuifs der Menschenwäre. Ueberliefert ist : ZuxedoxAñg more ta dindou tow low és zig dvaptval gna, ag voy fior regia rhode xed ag haégar xal vúxta diazoubijrar. Reisko vermuthet für das verderbte xepuxlodipar negrzvxlw- Viva. Ich glaube, dals in dem verderbten Wort éxext- Yipes steckt und To» Ho» ungenau für dessen Sphaire tor ovguvoy steht, wobei dann immer noch fraglich bleibt, ob sich Empedokles vor der Scheidung von Tag und Nacht beständigen Tag wie Anaxagoras oder beständige Nacht wie Archelaos dachte (vgl. oben $. 106). Mögliel wäre letzteres, da Archelaos den empedokleischen terminus &riziwig wieder aufnalon, drückt sich leider zu kurz aus, Actius placita IL 8, 4 um eine sichre Deutung zuzulassen. Von der Anthropogonie des Diogenes ist leider wenig überliefert. ‚Jedenfalls liels auch er die ersten lebenden Wesen nach Differencierung des Aethers in die vier verschiedenen Dichtigkeitsund Wiirmegrade, welche den empedokleischen Hementen entsprechen, durch Einwirkung der wärmsten Form, des Acthers, auf die beiden schwersten und kiiltesten, Erde und Wasser, entstehn. Wir besitzen eine autochthone Anthrupogonic, welche zeitlich in ihren Ilauptgedanken dem Diogenes nahestehen muls und sich auch inhaltlich mehrfach an ihn anlehnt, ty Die Theorie von der Emtlirung dor Pílamzen, in deren Zuyammenhange Empedokles diese Ausdrücke brauchte, fiudot sich ausführlich dargestellt in dem Tractat zegl gúsroz mucdlou 27 und 36 (Littró VIL S. 528. 541). Ebonda 17 (L, S, 496) und 27 findet sich dio vollkommne Analogio zwischen Pilanze und fotus nach Empedokles durcbgoführt. Ja wie Empodoklos don Arm ale udozırar ócov bezwichnof. hatte, so wird auch hier 17 (lu $. 498), 19 (a, 506) und 21 (L. 8. 510) die Glioderbildung als ciu dbofostr gefafst und ausdrlicklich auf dio Analogio dor Bilumo verwiesen, obne duch unmittelbar zur Reconstruction seines Systems verwendet werden zu köunen, Ws ist dies die Schrift de carnibus (Littré VUE p. 584 Il). Das wenige, was ich zur näheren Bestimmung dieser Schrift ermittelt habe, will ich mittheilen, da sie sicher nicht auf medicinischem Boden gewachsen ist, sondern besser als irgend eine andre die anthropologische Speculation des fünften Jahrhunderts vergegenwärtigt. Diimmiler, Akudemika.

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Franz Poschenrieder !) hat mit Beifall Zellers *) diese einzelnen Dogmas zu forschen. Der Verfasser beginnt mit der lirklärung, er gebrauche zur Einleitung sowohl dic bekannten Meinungen Früherer, als auch cigno. Letstere Versicherung wird man gut thun, mit Vorsicht aufzunelimen. Schrift in die Zeit nach Aristoteles wesctzt, da der Ver{asser eine Ansicht über den Ausgangspunkt der Adern vertritt, deren Erfindung Aristoteles hist. an. LIL 3 p. blda 10 für sich in Anspruch nimmt. dieser Grund nicht. Zwingend ist indessen Gleich der Anfang nimmt sodann auf Anaxagoras Kiicksicht, lehnt sich aber, sogar in der Form eng an Dio- Denn schon das ist nicht ganz richtig, was Aristoteles a, a. O. bemerkt, dafs die Früheren alle genes au. das Gehirn zum Centrum des Adernetzes gemacht hätten. De carn. $ 2: Diogenes von Apollonia, Jessen 'Cheorie Aristoteles selbst hist. an, ILL 2 p. 511, 30 allerdings nur __ Diogenes frg. 6. Simpl. in phys. 33a : Soxéet dé woe o xadsoper Oep- | zai poe doxéet TO THY vOHGLY im Auszug entbeiden srölsten Zweige nach dem Flerzeu gehn lälst, so “or, adevacor te sivac xa | lyon sirae O ang zadednevog poke sntvta xal opi» xed | èrò Tor arder zul bx0 uxote zul eidévue xuvte | tovtov Aura xab xufeprébedeutet das soviel, als ob er das Herz zum Centrum des &orta te xl èodpera. wickelt, geht vielmehr aus vou zwei grolsen, dem Rückgrat parallelen Adern, und wenn er von diesen aus die Adernetzes machte, die Verzweigungen nach dem Kopfe sind nur denen nach ILinden und Fülsen gleichartig. Der Verfasser de carnibus könnte also sehr wohl gemeinsam mit Aristoteles von Diogenes abhängig sein, und bei Aristoteles entspräche es ganz antikem Brauch, dur zei IAPTOV XPOTÉEL, a (rg. 3 ibid. : «224 tosto wor Joxése di)20v sivas ate xal péya zul loyvgor zul aldidy te zul aduvuror xu not siddg bore. von einem Vorgänger, den er au einzeluen Punkten verbessern kann, Mit Unrecht führt hier Ermerins UI p. LXXV den Dats rots des Epicharn und Anaxagoras als nächste Analogie Diogenes bereits in der Hauptsache der Ansicht des Aristoan, der wesentliche Unterschied zwischen Anaxagoras und in allgemeinen ziemlich geringschätzig zu spreelen. ivles war, wird zur Gewilsheit, wenn man sein Dogma andrerseits Diogenes und dem Verfasser de carnibus ist vom Sitz des hyejovizón è» Ti) uproux] zordla Te xayja gerade, diag (Aetius Plac. IV 5, 7 doxogr. 8. 391) und von der während Circulation der Luft durch die Adern hinzunimmt, übrigens zukonunt. beides Ansichten, welche er von Empedokles übernommen toute où» To xdsiotoy, tire traodgy navra, èéeyaipnuey sig tip «rw xeoupogny. Diese nicht ganz durchhatte, er dafs bei Anaxagoras der voög zegroros ist, bei jenen der feinsten Form der Materie Aber mag die Schrift auch immerhin verhältuilsinäfsig geführte Scheidung ist anaxagoreisch aber auch diogenisch, jung sein, bei der compilatorischen Art des Verfassers fiberhebt uns das nicht, nach Alter und Ursprung jedes du ja nach Diogenes das ganze Leben der Welt auf einem bestiindigen Durchdringen der gröberen Luftformen durch den Aether beruhte. £) Dio naturwissenschaftlichen Schrifton des Aristotolos in ihrem Vurhädtnifs zur hippokratischen Sammlung (Bamberg) 1887 $, 25, *) Archiv für Gesch. d. Phil, IL S, 271, zul orogrui por avtò doxéovew vi aulatoì aidépa. Duís hier unter den auZecoi Anaxagoras zu verstehen sei,

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schon Littré Aristoteles richtig bemerkt mit de caclo I 3 p. 270b 24; Citiormethode schliefst den Verweisung aber gorade unmittelbaren Elementen !), als ilmen ihrer Natur nach zukommend, im auf Weltcnraum zuweisen (vyl. Aristoteles de gener. cte. corr. diese Anschlufs A 11 6 p. 334, 1 ff). an Die beiden mittleren Klemente bieten keine Schwicrig- Anaxagoras aus. keit : ‘I dè toity osa 7 Tod Hé90¢ pésov yoolor slAnpe Deguoy te ov (1. te dv) zul byoor. TI dè terdotm 1} vob (Údazos ?) éyyutatw xp90s tH y] vyodtatoy te zul ray U dsotéga poiga xdrader, avrÿ xadéerar piv 7% puxoor zal Enooy xal xovdd xevoor' xal dv tovr» Eve di xovav tov deguod. Hier ist der Text verderbt, denn zovAè xwoòv gäbe nicht einmal einen Sinn wenn Littrés TOTO. Die Elemente bestimmen sich also nach den einfachen Uebersetzung plein de mouvements müglich wäre, da die Yrde ja das stabilste Element ist. Gegensatzpaaren warm, kalt und trocken, feucht in fol- Ich möchte daher vergender Weise : muthen xal (ro) xovid xeveov oder xotlor, denn dieso Höhlen sind der Grund, wefshalb Aether (@eoudv) nach warm |! kalt der Trennung in der Erde zurückbleiben kann und werden trocken Aether Erde dadurch der lferd der Zoogonie. feucht Luft Wasser Danach hiitte man sich die Erde ebenso zu denken, wie nach Aetius Plae, U 25, 10 (Doxogr. S. 349) Diogenes dic Sonne aulfaíste, Aus diesen als einen anorganischen !) porösen Körper, der erst durch den dachte, Verschiedenheit der einzelnen Körperbestandtheile zu erklären, man auch die Mitwirkung von Luft und Wasser bewahrte Hypothese über die Entstehung der Xrdbeben, seine Erklärung des Gewitters, welche annehmen mufs. in Aristowurde, Ucbrigens ist auch Diogenes ‚Erklärung des Erd- ') Dios ist bei dor Einheit des Urstoils vigentlich uulogisch, in der That Wasser, orschoint neben ihro dünnste don Verdichtungen der Luft, Form, der Aethor, als das aber erwärmt Dals auf diese "Theorie =in ninunt, hat bereits Stallbaum z. d. St. gesehn. Ermerins begeht (III p. LXXVI) wieder erwähnten deu vorhin Vehler, wenn er meint, Platon beziche sich an jener Stelle auf Anaxagoras, denn erstens liegt hier ja eine rein materialistische Naturerklärung vor und dann unterscheidet Erde und einzige Lubenspondende. *) Auch der menschlicho Körpor würde im Grunde cine Analogic bilden, Acther) bereits Sokrates im platonischen Phaidon p. 96b Rücksicht vom Losbruch des Feuers in der »eizog-Periode, wie denn dokles abhängig sind, betreffend die Stelle, welche sie den himmlischen bildeten diese Enclaven der andern Elemente um sich unrsdowag olorzep xerdvas. Lebens ersichtlich becinflulst von Empedokles Schilderung die Jüngeren ionischen Physiologen durchweg von Empe- Als nun mit der Zeit die Erde von dem ÿeouov (das hoilst dem phanes Wolken V. 404 ff. verspottet wird, eng zusammenhängt. ganze eingeschlossenen &#sgg0v die Rede ist, während, um die beweist scine von Seneca Nat. quacst. LV 2, 23 und VI 15 womit Gogensätzen wird die Allerdings kann hier der Bericht nicht vollständig sein, da immer nur von dem in die Erde in die Hohlungen sich setzenden Aether Leben erhält). Dals sich Diogenes in der ‘That die Erde so einfachen Zoogonie construiert. !) Boi Anaxagoras sind dics dio vior Haupiconglomeratsformon dor duoruese bei Diogones nur Dillerencierungon des efuen Urstoffs, vorbildlich sind abor doch für boido dio ompedokloischon Elemonte, ich bedione mich dabor dor Kürze halber dioses Ausdrucks auch für Anaxagoras und Diogenes.

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auch der Phaidon Anaxagoras auf das unzweideutigste von Adern und das Herz als Llaupisitz des Warmen und haben jenen mechanistischen Physiologen, defshalb am meisten xreëua. Zurück in das fünfte Dals letzterer Satz wieder Jahrhundert reicht jene Theorie aber sicher, denn auch diogenisch (und empedokleisch) ist, springt in die Augen. der Sophist Antiphon kennt die 077800» als Ausgaugs- Alles Einzelne erklären und alle Widersprüche ausgleichen punkt für neues Leben (Aristot. phys. IL p. 1932 9 frg. 83 zu wollen, würde ein vergebliches Bemühen sein, 8. 131 Blals), Verfasser oflenbar unvollständig und ohne rechtes Ver- Bei dem Verfasser de carnibus hat der Ausdruck ontschieden eine tibertragne Bedeutung, das Ansetzen der onmedow ist der Beginn der Hautbildung. denke mir, dafs der Ausdruck Wunden hergenommen ist. vom Zuheilen Bei der Berührung des warmen Ieisches mit der kälteren Luft bildet sich zunächst ein Schorf, stiindnifs excerpiert hat. Wenn wir aueh nur Fragmente einer Zoogonie be- Ich frischer sitzen, so illustrieren sie doch phoriazusen 14 f. : alijo yao dre ta xodita dtexogiteto xul E dv abcd Svretéxvov xevotuera (l. xevov- Dies Verharschen der Wunden mochte im Alterthum selten uevoc). daher der Ausdruck 0728007, der Aber auch an Empedokles Zoogonie durch die porns eigentlich hier nichts Kraukhattes bedeutet. Je nachdem nun der Inhalt dieser umgebildeten ILiiute verschieden ist, treffend die oben (S. 116) auf Diogenes bezogenen Verse aus Aristophanes ‘Thesmound wenn dieser abfällt ist die neue laut fertig. ohno Literung abgehn, da der bilden sich in ihnen durch weitere Einerinnert unser Mediciner, indem er die Bestandtheile des menschlichen Körpers gesondert entstehn lúfst, wie sie wirkung der Wärme die verschiedenen Körperbestandtheilo zusammengefügt werden, darüber bleibt er uns die Rechenaus, schaft schuldig !). Hier wird beständig mit den Gegensätzen Zerapo» (leicht anfzutrocknen) und z0A2ödeg (schwer aufzutrocknen) operiert. Auf Empedokles endlich kann ebenso gut wie auf Das Arxapó» ist im Grunde verwandt mit dem eouor und Engó», das xodddvdeg mit dem «puzodr und Anaxagoras (wie Ermerins LI p. LXXVI meint) die Ausvyoov. aus der Nahrung das ihnen gleichartige aufnehmen (vgl. Natürlich gibt es je nach der vierfachen Verbindung von trocken, feucht, kalt und warm mehrere verschiedne Grade des 2exagór und des x022@dec. einen Ende der Reihe stehu die Knochen, führung zurückgehn, dafs die Bestandtheile des Körpers oben 8. 224 Anm. 1). An dem Wie weit im Einzelnen der Verfasser de carnibus von dieso sind das den Physiologen des fünften Jahrhunderts abhängig ist, Uragotator und werden von der Wärme ganz ausgekaun hier nicht untersucht werden, wo es nur darauf antrocknet ($ 8), am audern Ende steht das Gehirn, welches die unrgomoltz Tod puzeod xat 202200206 ist, und welches 1) Möglich ist allordings auch die Aunahmo, dafs or dio Erdhòhniemals trocken wird; die Wärme vermag nur aulsen wn dasselbe eine Haut und Knochen zu bilden. Schr merkdie Hantbildungen in dieson Höhlen num würdig ist die Bildung der Adern $ 3 beschrieben. Uterus auflafsto wie Epikur (Censorin de die natali IV 9, Lucroz Y Sie hatten viel Kaltes, da wurde das Aculserste, was am schwerflüssigsten war, zu Haut und Wärme bezwungen flüssig. das innere wurde von der Gleichwohl erscheinen § 6 die lungeu allo zur Bildung des Leibes nöthigen Stoffo onthalten liofs und 805). analog dem animalischen Da dor Vorfassor immer nur vom Jepuór in der Erdo spricht und es überhaupt kaum zu entscheiden ist, ob die Schrift uuvollstitudig orhalton oder unverstindig excerpiort ist, so wage ich hier keine Entscheidung zu troffon.

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kam, ein vollständiger erhaltenes Beispiel für cine Zoogonic Geschlechts in gleicher Weise bei Hellenen und Barbaren, jener Zeit zu analysieren und ihren Zusammenhang mit nothwendig und jedem vernünftigen Wesen von Natur ein- Bei der kiinunerlichen Ueberliefegepflanzt, ohne sterblichen Lehrer und Mystagogen, ohne rung der Doxographen und der eklektischen Beschaffenheit Trug wegen der Verwandischaft mit den Göttern und der der Schrift de carnibus mülste man bei der Binzeluntervielen untrüglichen Wahrzeichen, welche den Acltesten und Empedokles zu zeigen. suchung der Zusammenhänge mit gröfster Vorsicht vor- Ersten nicht gestatteten einzunicken und sich nicht darum gehn. zu kiimmern. Am meisten sichere Ausbeute lielse sich noch aus der Wahrnehmungslehre jenes Medieiners erwarten ($ 15 11), Denn da sie selbst nicht lange und nicht aulserhalb von dem Göttlichen angesiedelt waren, sondern woer, ohne es zu merken, die Wahrnehmung der einzelnen mitten Sinnesorgane bald de opotwy bald dr ävanıior staltfinden standen, und auf alle Weise mit ihm zusammenhängend, láfst, konnten sie nicht länger unverständig bleiben, Letztere Fälle wären unbedenklich für Anaxagoras in Anspruch zu nehmen, bei ersteren kumint sowohl Jimda sie von und Winsicht mit ihm entnamentlich erhalten hatten, Erscheinungen des Hinunels und der Gestirne, der Sonne Dals Einwand gegen Pür der Umstand, die Benutzung dafs sein unwarme Luft ist, keinen des Diogenes wurde oben S. 140 Anm. 1 bereits ausgeführt. begründet, Zum Schlufs und des Mondes, beschreibliche in der Schrift do locis während polemisiert. Nach Poschenrieder a. a. O. Von der Zoogunie des jüngsten Physiologen Archelaos zusammengestellt. Man das sollte thatsächlich nicht überlieferte erwarten, dafs und die mannigfaltigen der See und dazu sie selbst den der zahmen süfsesten und und der Flüsse wilden Thiere, deutlichsten Klang von sich gaben und Gefallen fanden amı stolzen und klugen Klang der Menschenstimme, mit welcher sie Merkmale den 8. 10 ff. hat Aristoteles jene Schrift bereits benutzt. oben 8. 106 Schauspiele sahen Stimmen hörten der Winde und des Waldes, und in homine § 2 (Littré VI S. 278) und indem sie trafen auf das bunte und so verschiedne Antlitz des ‘Tages und der Nacht, und unsei noch bemerkt, dafs er § 15 gegen die Akustik, welche wurde bereits thm Verstaud oder vielmehr umflammt von allen Seiten von den göttlichen und grofsen sterbliches, allwissendes Wesen die wird, entstanden, die V’opularität deutiges Zeugnifs ab. gelehrt ihm legt auch dieser Medicinor wieder unzweipedokles wie Diogenes in Betracht. des Diogenes in der Wahrnehmungen anhefteten, so dafs sie alles Gedachte benennen und mitteilen konnten und so leicht Erinnerung und Begriff unendlich vieler Dinge erhielten. zug 0% schwiichliche Compromifsversuch dieses Philosophen einen ayröres eva Euellor xt pydeutar Ver dxdvocav toùdauernden Eindruck hinterlassen hätte, und dennoch finden orclourtos zul puteveartog xa duborrog xal Toéporrog, sich Anklänge an Archelaos wo schwerlich erauprugoden wartet, nämlich noch in Dion Chrysostomos 12. Rede. Es dik te Opews xal txoÿc svpadong te ureyvac handelt sich um die Frage nach der Entstchung des ersten aloft68@0g; veuouevo pip nt yo, sodvteg Y ¿5 ov- Gottesbewufstseins. gapor Hier wird man nun von p. 384 1. au goschildert : Ueber die Götter und namentlich die Natur des Alls und über den Leiter des ganzen, unter den ersten Menschen ein sie gemeinsames war zuerst wid eine gemeinsame Ansicht und Bewulstsein des gauzen menschlichen eurependapevoe vig betas poems pc, toopas di agdorove Éyortes evxogisertos xul MIORUYAIKEVAGUPTOG TOD APOMATOPOS HEOÓ, TEOTHY uEv of xoûdtuc xal avrdydoveg ey» yeady, La daxijs tte xaì nlovog tie Ado Tore duree “HO UNTOOS THs yg Acyvwpevor, rude

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reg te puià nin Firouve thy 2g würhg ixpada, Jevrégur dè vois 7,0) aQoiote. xapady ve avroparo» zul smoag 00 oxiypig Que Sodom yhuxsia xl mue vopar für den engen Anschlufs an die tonische Quelle ebenda achten ist, wie auch bei Dion wieder die Wichtigkeit der motiuos, Ex dij TOD Repuizorrog notyyttpor zul TOEPÓNENOL Sprache betont wird, welcho genau wie im Kratylos als ti} Sryprexek vob arsiuaros tsugooî, digu bygov Frorreg, ebenso unmittelbare göttliche Offenbarung erscheint, wie NEO Prior maides, ovaore tathelraovrog yudaxtog, del das Gottesbewulstsein. der iouische Terminus «rvozrd» *) für durarôr. opin Indig é&ynaytvys. Wie in den jüngeren Die Ernährung der ersten Menschen vom Erdschlamm dieser Zoogonieen Zu beder Zweckgedanke immer mehr in den Vordergrund tritt, während Dion noch Empedokles, gerade unter der Llerrschaft seines guten wird das schwerlich gewulst haben, aber auch von dem Princips der Liebe, lebensunfithige Bildungen zu Stande angeblichen Stoiker, welchen Dion ausgeschrieben ist bekanntlich speciell die Lehre des Archelaos 1). haben kommen liels, soll 2), ist mir eine Benutzung des Archelaos nicht wahrscheintich; auch deutet der unverbüllte Materialismus, Ebenso wie diese Gedanken weleber gehn. giósen gleichwohl mit Innigkeit einer fast verbunden ist, schwärmerischen veliauf cine Quelle einer ist im sechsten Kapitel von gezeigt worden. den Sophisten aufgenommen werden und von ihnen aus in die Sokratik übervon Die Behauptung des Tlippias, dafs alle Menschen Natur verwandt seien, der Prometheusmythos des jugendfrischorer Zeit und in der ganzen Rede findet sich Protagoras, und wenn ich richtig geschlossen habe, des nichts, was nieht schon kynisch sein könnte®), ja die Prodikos Schrift xegl gécsag stelm hier ganz auf gleichem meisten Gedanken werden sich bei Boden. Avchelaos gefunden haben, schon Diogenes und wie sie sich ja bereits Xenophon in verstiimmelter Form finden. bei Ich glaube da- Wenn man nicht die Macht der Tradition in Rechnung setzt, so ist es unmöglich die scheinbar anorganische Zusammensetzung der sophistischen Bewegung zu her, dafs Dion einen der ältesten Kyuiker benutzt, welcher verstehn. Aufklärung sich seinerseits eng an die ionischen Physiologen anschliefst. Sophisien, sie vertritt Protagoras auf erkenntnilstheore- Für die kynische Quelle spricht p. 268 R die Rrsetzung tischem, Hippias auf socialtheoretischem Gebiete, Antiphon der und Alysterien durch Menschengeschlechts cine in allgemeine die Herrlichkcit Jinweilung des der Schöpfung, Kritias Gleichwohl ziehn treffen ist die ursprüngliche atheistisch - egoistische wir auch bei den Devise der Folgerungen. klarsten Denkern unter ihnen Spuren von physiologischer Speculation und 1) Dom Einwande, der (wie von orphischer Mystik, welche sich mit ihrem Programm dafs Dion auch vou Epikur abhängen künue, vielleicht schon Domokrit, dieselbe Ansicht vortrat (8. 281 Anum. begognon. Gegen diese an sich vgl. Divls Doxogr. $, 1), brauche ich wohl kaum 16. 189) nicht zu discutiorbare Aunaline wiirde allein die Güttlichkoit der Luft auf das Entechivdenate sprechen. scheinbar gar nicht vereinigen lassen. Dies läfst sich nur aus der Lehrthätigkeit der Sophisten oder wie Platon sich ausdrückt, ihrem Krämerberuf erklären, sie nöthigt alles zu führen, wonach waren gedamals stark Nachfrage *) Dio Redo wird gowöhnlich als Hauptbeweis für Lions stoischo Quellen angeführt, zuletzt von Paul Woudland, Archiv €. Gesch. d, Phil. 1 8. 209. 3) Auszunchmen ist natiirlich die mit dem Vebrigen loso zusamınonhängende Polemik gegen die Epikurour p. 300, 391 R. 1) Aristotelos gebraucht das Wort einmal in gohobnem Stil in dor Redo dos gefangonon Silen Put. conselat. ed Apollon. 27 (Rose Aristotelis quao ferobantur fragmenta frg. 44 8. 48),

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Dizu gehörte aber vor allem die neue Auflage des milesischen Pantheismus, welche von Diogenes ausgieng und die von Empedokles vollzogene Verquiekung physikalischer Speculation mit orphischer Mystik, welche sich mit protagorcischen Prometheusmythos an und erinnert absichtlich an Empedokles, von welchem die eingehenden Theoriecn der Zoogonie ihren Ausgang genommen hatten !), Der Mythos des Politikos führt uns wieder zu unserm Vorliebe an Hesiod anlehnte. Beide Systeme machten es Ausgangspunkt wicder sein philosophischen Literatur seit Empedokles. möglich, fromm zu olme für altlränkisch Indem die Sophisten fühlten Kluft wobl, dem goldenen Zeitalter in der Die Literatur über das goldne Zeitalter ist in letzter Zeit so sorgfältig zu gelten. passen, zurück, sich diesem Zeitgeschnack andie schärfer denkenden unter ihnen die welche diese Speculationen von ihrer eigentliehen Lehre trennte. Um diese Kluft zu überbrücken, gesammelt und gesichtet worden ?), philosophische Verwendung der dafs ich Sage nur fir dic einiges hinzuzufügen habe. Unter den späteren Philosophen herrscht bekanntlich scheint Protagoras die Form des propiideutischen Mythos Meinungsverschiedenheit, erfunden zu haben, welche glückseligen Urzustande immer tiefer herabgesunken seien, gleichzeitig Antisthenes*), andre, dann Platon, jedenfalls aber mit solchem Erfolg handhabte, Kräften verwischten die dadurch dureh göttliche Gnade oder dic geber gerettet worden seien. Sokratikern und das ethisch-theologische in den Menschen von einem einem Zustand größster materieller Noth dafs sie das Physiologische nach wie Prodikos, scheinen den vorgearbeitet zu haben, oder ob sie aus ob Hinsicht weiser Gesetz- Auf der einen Seite steht Platon, Dikaeareh, Kyniker und Stoiker, auf der andern sich dann bei Theophrast und die Epikurcer (vgl. Weber a. a. O. 8. 118). Xenophon weiter fort, wo man die Anzeichen des physio- Schr zu bedauern ist, dafs die Nachrichten über Kmpedologischen Ursprungs der Telcologie nur der Ungeschicklichkles zu dürftig sind, keit Xenophons verdankt. zustand in beiden Weltperioden deutlich erkennen zu lassen. Vordergrund stellten. tikern wirken Dieser Procels setzt dagegen Bei den die bedeutenderen Sokra- Richtungen, welche in der um uns seine Lehre über den Ur- Wahrscheinlich waren die Zustinde für beide Perioden in Sophistik ziemlich unvermittelt neben einander gestanden scharfem Gegensatz durchgeführt. halten, der ddrys begann sein Dasein in ungetrübter Glückals miichtigo Unterströmungen fort, die physiologische Speculation und die orphische Mystik bei Platon seligkeit, Möglichkeit der Verschuldung wie durch Pleischgenuls gegeben gewesen sein; das Zeitalter bei Antisthenes, bei sophistische Aufklärung, leizterem auch welche sich ein gut ‘Theil indessen auch bei doch muls die Das Menschengeschlecht des reixug begaun wahrscheinlich mit «22720payía, doch war die Möglichkeit der Erlösung durch Askese gegeben, Platon ist gelehrt genug, um die Geschichte dieser ganzen welche zu Probleme zu überschauen, selbst sich rilmi. Platon nicht wenigstens in leidenschaftslos der Sociologie aber genug, nicht er ist in verleugnet. seiner Jugend die Verdienste Krlüsung nahezu erreicht haben seiner Vorgänger gerecht zu würdigen. Bast im Mythos des Politikos erkennt er nachträglich den speculativen Gehalt des ') Die Nachrichten über Parmouides habe ich, als zu dürftig, unberücksichtigt gelassen, *) Eichhof! in Flockeisens Jahrbüchern 120 (1879) S. 581, Ernst Gral, Leipziger Studion VII S. 1 i, Ernst Weber, 1} Vgl. oben 5. 95. Empedokles Leipziger Studion

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Die im allgemeinen weniger ausgebildote Anschauung Göttern zu fingieren und, um die Erfindung recht glaublich zu machen, verlegt er ihren Sitz dahin, woher den von der thierisch rohen Urzeit nimmt zwar ebenso wie jene vom goldonen Zeitalter ihren Ausgangspunkt von Ilesiod, nämlich von der Promothenssago, aber sie hat streng genommen mit jener vom golduen Zeitalter nichts zu thin, wie ja auch bei Uesiod beide Bogen nicht organisch verknüpft sind. Gn Anschlufs an die Volkssage wird das lülend der ersten Menschen geschildert in Aischylos Prometheus v. 447—508. Auch der Mythos des Protagoras hält sich noch ziemlich genau an Hesiod, obwohl er ganz auf dem Boden der damals neuen teloologischen Betrachtung steht. Sehr fein ist, wie Epimetheus alle Malsregeln zw lörhaltung der Gattung auf das Sorgfiltigsto berechnet, und nur den Menschen vergifst, vor der Uebermacht der ‘l'hiere zu schützen, und wie dann Prometheus durch seinen Diebstahl dies zwar erreicht, die Menschen aber fortfahren sich gegenseitig zu vernichten, bis Zeus selbst eingreift und durch die Verleihung der Dike wid Aidos deu Rechtsstaat ermöglicht. Da Protagoras den Mythos unmittelbar für seine Zeit vorwerthet, so liegt in der Verleihung von Dike und Aidos, welche fort und fort die Seele des socialen Zusaumenlebens bleiben, cine optimistische Correctur von Hesiod Erga 192 und 200, wo Dike und Aidos dem fünften Weltalter abgesprochen werden. Offenbar au Protagoras schlielst sich Kritias an in dem interessanten Pragmente des Sisyphos (Sextus Empiricus adv. math. LX 54, Nauck frg. 1). Als conscquenter Atheist kennt cr natürlich keine Gaben der Titanen und dor Götter; um offne Gewalttbat zu verhüten, erfinden die Menschen die Gesetze, das heilst, wie man aus der Rede des Kallikles in Platons Gorgias folgern darf, die Majorität der im Iinzelnen Schwächeren; da geheime Unthat fortdauert, kommt cin besonders klugor Gesetzgeber auf den Gedanken, die Wxistenz von allwissenden und gerechten Menschen aller Segen und aller Schaden kommt, in den zno Himmel. Kritias dehnt hier das von Hippias zuerst in seiner Bedeutung für die Culturgeschichte hervorgehobne Conventionelle bis an die äulsorsten Grenzen aus sicherlich gegen die Meinung des Hippias selbst, welcher die ungeschricbenen Anhaug IL). Gesetze als göttliche anerkannte (vgl. Ebenso zieht er aus der Lehre des Prodikos von der Entstehung des Polytheismus durch Apotheose des Niitzlichen atheistische Wolgerungen, gewifs sehr gegen den Willen des Urhebers jener Lehre (vgl. Kapitel VI). Awischen Protagoras und Kritias steht die von Graf a. à. O. 8, 57 nicht angemerkte Ansicht, welche in Euripides supplices v. 201 ff. ‘Theseus vertritt. Hier hat irgend ein Gott die Menschen aus einem thierischen Zustande zur Cultur ewporgehoben. Die Stelle ist ausführlich behandelt im Nachtrag zu 8.128. Der wörtliche Anklang an Kritias (Eur. suppl. v. 202 xal 9yordovs Kritias Sisyphos frg. 1 v. 2 zat Yyoewdyg) logt nahe, absichtliche Beziehung des einen Dichters auf den andern anzunehmen, doch ist leider das Zeitverhiiltnifs nicht sicher, wenn auch überwiegende Wahrscheinlichkeit für die Priorität des euripideischen Stückes spricht. Mine besonders farbenreiche Schilderung vom Elend der ersten Menschen findet sich noch bei Plutarch in der ersten Rede de esu caruium 2. Nur durch die bitterste Noth weint Plutarch hätten die Menschen zum Fleischgenuls bewogen werden können und, wenn die Menschen der Urzeit sehn könnten, inmitten welchen Ueberflusses wir den Pleischgenufs fortsotzien, würden sie uns anredon : O ihr Glückseligen und Gotigeliebten, die ihr jetzt lebt, im Genuls welch’ eines Zeitalters ärndtet und baut ihr einen reichlichen Besitz an Gutem. — — Ihr könnt üppig leben auch wenn ihr euch nicht mit Blut besudelt.

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fürchterlichsto Lebens- und poorobou, apyiv tod dóyuaros, dxrò pèv bad To doy Zeitalter empfangen und von Geburt au sind wir in viele schmutzigem und zithem Schlamm und Peuer und Winden. xuvel — — — —. où xelyor dè lug mpoavargoViacta: zal agouregponiia. to Tod Hpxeduxiéous" «Adeyogst yee ¿vraida rag pugs, Ore póremw xaì Boduems dupxdy zul cAdyhoguyias day» tivovoae smpace Punroig bvdédertat. Noch nicht war die Sonne befestigt und gieng ihren unzuiroc doxel xadudtegos ovtue 6 Aöyog elvar. cee yao di aber hat das finsterste und unüberwindliche Noth gefallen. Denn noch verbarg Nebel den Himmel und die Gestirne, welche gemischt waren aus verritekbar sichern Lauf und schied um dich Morgen und Abend. -— — Die Erde wurde verhcert durch Ueberschwemmungen ungeregelter Flüsse und das meiste war wild, formlos durch Silmpfe und tiefen Schlamm und unfruchtbares Gestrüpp und Wald. Kein Ertrag zahmer Friüchte, kein Handwerkszeug, keine Erfindung des Verstandes. Der Hunger liels keine Zeit uud keine Saat zeitigte jährliche Aerndte. Ist cs da wunderbar, wenn wir gegen die Natur zegl toy dibrusor peuvitevgére xdin Tod dwpeliopod, x ta Tiravov ¿a autor tolfujuata, yevdagéror Tod porov, xolddeg te TOUTOP za xepuuvddrig, avnyptvos (L prsyuévoc) cri idos ele tim xadtyyevectav’ To yao dr fuir aloyor zul araxror xa Blator, ov Velon aid deruorixo», of medutoì Trias ordnen, zul rodre ¿ore zolazonevov zul Sram didórros. Von den Systemen, welche das goldne Zeitalter an Thierfleisch genossen, als Schlamm gegessen wurde und den Beginn der Culturgeschichte stollten, habe ich nur zu Baumrinde genagt, und es ein glücklicher Zufall war, wenn jenem der Kyniker einiges nachzutragen. man grüne Quecken fand oder eine Wiel. Und als sie ist bei ihnen die praktische Anwendung, welche sie von die Kichel gekostet und gegessen hatten, tanzten sie vor jener Sage machten : der ‘l'ugendhafte erreicht für seine Am wichtigsten Wreude um eine Eiche oder Buche, indent sie sic als Lebens- Person jederzeit wieder jenen gliickscligen Zustand. spenderin und Mutter und Ernährerin priesen, und das classische Beispiel hierfür war der Herakles des Antisthenes. waren im Leben jener die Weste cte. Auch der Herakles knüpfte unmittelbar an die Prometheusdie Das Da bei Plutarch überhaupt und hier insbesondre durch sage an, aber in schroflem Gegensatz gegen Protagoras. vegetarianische "Tendenz Benutzung lpikurs ausge- Den bei Ilesiod unvermittelt neben schlossen ist, bleibt als Quelle eigentlich nur Xenokrates oder ‘Cheophrast übrig. sthenes allerdings nach Vorgaug der Sage in das vierte Beide sind Lieblingsschriltsteller stehenden der Schilderung der fünf Zeitalter Prometheusmythos von Plutarch; ich glaube, dafs an unsrer Stelle ersterer benutzt ist, denn obwohl die Ausführung Plutarchs Zeitalter, gut zu Theophrasts Acufscrungen bei Porphyrios de abst. IL 8 (Bernays S. 56 (È) palst, fehlt die nach Theophrasts Meinung der Thiernahrang vorangegangene Anthropophagie Menschheit ist, und das Unglück gegen seinen Rath durch bei Plutarch gäuzlieb, dann führt Plutarch a, a, O. cap. 7 Luxus wahrscheinlich die mystisch motivierte Lehre des Xenokrates ither die Entstehung des Fleischgenusses an, welchen llerakles, welcher sich durch harte Arbeit und Bediirfnilsev kurz vorher nonnt: th» dè gerade za yevutyoroidy zu cacscor dpdpace dseholg à gior 0 Lacon, zul Yvyre das der Heroen gesetzt. hatte Anti- Während bei Hesiod und noch bei Aischylos Prometheus der Wohlthäter der die Unbesonnenheit des Kpimotheus in die Welt kommt, ist nach Antisthenes der leuerraub selbst die Quelle alles und damit alles Uebels. Ihm losigkoit zu den Göttern emporringt '). 1) Dio Lehre von der Möglichkeit, Dümmior, Akudemika, gegenüber steht Dats der Lerakles sich durch grofse ''haton die

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rein protreptisch gemeint war, geht schon aus der Modernisierung der ganzen Sage hervor. [erakles wird zum kynischen Weisen, seine Geguer zu Sophisten, seine Thaten Koorov Blog doxet avtoîs, zul «tezpdg TO pede auto és rà otoputa égosty ix cod ovpurod !). Als Beleg für diese Modernimit denselben Varben geschildert werden, wie die Erde augeführien Stellen uoch sierung ist zu den S. 189 hinzuzufügen aus Platons Kratylos p. 308d die Etymologie vou joog : Gti copol Yuan zul dijtoges Öswol zul diadextiaol, ¿porá» „xal eigen ixavul évrec co Yug eigen Akysın zur Zeit des goldeuon Zeitalters, so entspricht dies zwar vielfach zur Disputation. Wenn im Axiochos dem Mysterienglauben, die Gefilde der Seligen genau wie ja der ganze Dialog stark populär gehalten ist, geht aber zurück auf die prodikeischantisthenische Lehre, dafs man sich durch Arbeit und toto. Gap od» kote Aéyouer, bv ci Arti pow) 2eyo- Entbehrung schon die Seligkeit wieder crkiimpfen kann, nevor ol Howes Óntopés tires zul ggerytinol veBalrovow, soweit cs des dere Gyréqor xi sopurd» yévos ziyretae tO ipwixòr der Kerker Leibes zulälst. Mit andern Worten : 6 copôg uörog eudalgo». Khe ich diese Nachträge schlielso, möchte ich noch pudor. Es ist begreifich, wenn in der kynischeu Literatur von der Zurückführung des goldenen Zeitalters uicht viel die Rede ist, da die Nacheiferung des Merakles mit derselben gleichbedeutend ist. Mine Stelle führt Ernst Weber ws a. O. 8 118 aus dem 32. Briefe des Diogenes (an Avistipp) an (Kercher 8. 247) : alt yay te ang Atorodim péyoi Aéyov, t2evitegia dè ij ¿2d Kooron zul Y pedi vos sutaBlogos. Is mag etwa zu lesen sein evt-cote Ob 4 dat Kodvov (dvtme zur) nad À yuddtyrug tenete Ang. Wine zweite Stelle findet sich in Lucians doué vet 17. Die Philosophie klagt hier Zeus gegenüber über gewisse Scheinkyniker, welche nicht die guten Higenschaften des Hundes, Wachsamkeit, Lläuslichkeit, ‘lreue, Wörkenntlichkeit nachahmen, sondern nur die schlechten, Gebilfer, Gefräfsigkeit, Raublust, Creilheit und Schwanzwedeln. Und indem sie so leben, nichts arbeiten, unverschämt betteln und sich nieht bedanken : tabra 0 ¿xi auf einen literarischen Ableger des Problems über den Urzustand aufmerksam machen, es ist die Litteratur über die edoruera. Manche einzelne Nachrichten machten sich hier bereits bei den rationalistischen Logographen des sechsten bis fünften Jahrhunderts finden. So scheinen die Nachrichten in Pausanias arkadischer Archacologie (VII 1—4) aus sehr guter alter Quelle zu stammen. Zu lebhalter Discussion kam die rage aber erst, nachdem der Gogensatz von gus und vozos durch Hippias scharf formuliert war, deun »opodézas und söp£rng ist im Grunde identisch. Da ist es denn bezeichnend, dafs der erste, !) Lucian bonutst Richtung gegen dio hior vino kyuischa Quello dor krateteischon Apostaten, aus welchen spiter der hedonischo Kynismus cinos Bion und Menippos horvorgegangon ist. Der Anbalmer jener Richtung scheint Mikkylos geweson zu sein, gogen wolchen noch Krates selbst seino Sillon riehteto (Wachsinuth Sillogr. ed. LU p. 194). Weun Wachsmuth p. 195 bezweifolt, dafs dios derselbo Mikkylos ist, welcher in Luciens Kataplus und Alcktryon vorkommt, so haben mich Gottliehkoit zu vrworben, orhält sich lange in der Stoa. Vgl. Cicero do legg. 1. 8, 19 colunto ollos, quos unde coolo movita collocavorint, Hereulem Liboram, Aesculapium, Castorom Pollucem, Quivinum. Uoraz opist. U1, 5 Romulus vt Libor pater ot cum Castore Pollux, | Vost ingontin (net doorum in tompla recopli ote. seino Gründe uicht überzeugt. Masko sein, nach dem Der ,Schuster* kamu ja dinlogische berülnton Muster des Simon. Dafs Lucian Quellon von ganz verschiodencr l'endonz ausschreibt, ist ihm bei soinor Oboriläehliehkoit wohl zuzutreuon. Immerhin wäre es cino lohnonde Autgabo, in seinen Schriften dio vorschiodenen Phnsen des Kynismus roiulich zu soudorn.

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wegen deren bei Cicero Herakleides angezogen wird, bei welcher die Herrschaft des vójmog auf die Spitze getrieben hat, Kritias auch eingehend über Erfindungen geforscht hat (Bergk fig. 1 lyrici 11* 8. 279). In der Folgezeit Seneca 9), 6 wicder, gehn die Meinungen über das Alter der Erfindungen weit Auseinandersetzung über die auseinander. Die, welche zu Beginn der Geschichte ein goldnes Zeitalter annehmen, müssen die meisten Erfinsicben Weisen p. 342a fl. eine Verspottung des Antisthenes dungen herrlichung der unverhältnilsmälsig hoch hinaufrücken; zu verniinfliger historischer Forschung sind diejenigen besser Dals im platonischen Protagoras die schr wortreiche lakonische Brachylogie der ist, hatten wir oben geschn (9. 51 Anm. 1). sieben In dor Verstimmt Poseidonios wit Antisthenes überein (Cicero V 3, 7, Seneca 90, 6). Da schon Weisen vorbereitet, welche, wie Theophrast, einen rohen Urzustand annehmen. Man vergleiche die Ansichten über Erfindung aber Antisthenes deu llerakles als Erlöser einer der ''öpferscheibe, die des Kritias frg. 1, 12 (5.230 Bergk), alter nicht bis auf die sieben Weisen ausgedehnt haben, verderbten Welt auftreten liefs, kann er das goldne Zeitdes Theophrast schol. Pind. ol, 13, 27, Poseidonios bei ebenso setzt sie Poseidonios erst in die nüchste Zeit, Seneca cpist. 90, 31. dem Die Möglichkeit, Erfindungen auch uoch in historischer Zeit gemacht sein zu lassen, wahrte sich Poseidonios infassungswechsels verknüpft. Im goldnen Zeitalter herrscht patriarchalisches der dessen durch die Annahme, dals zwar alle Erfindungen Illo ergo saeculo quod aureum von Weisen gemacht worden seien, dals diese aber mit fuisse regnum Posidonius iudicat. dem goldenen Zeitalter nicht ausstarben. So scheint er denn die einfacheren Erfindungen, die Handmühle und das Schiff, dem goldenen Zeitalter zugeschrieben zu haben, don Gewölbebau aber erst dem Demokrit (Seneca cpist. 90, 32). Die Theorie des Poscidonios ist von grolsem imperaro non regnum (I. pracmium !)). er damit eine interessante Königtum Construction Weisen indes Ver- Soncea 90, 5 : perhibent penes sapientes IEbenda : officium crat Die Gesetze wurden erst nithig (90, 6), postquam subrepentibus vitiis in tyraunidem regna conversa sunt, und in jene Zeit gehören die sicben Weison, sowie Lukurg Charondas und Zaleukos. Hier ist die Anlehnung an die Herrschaft des Philosophen Interesse, da sie einerseits unmittelbar an Antisthenes anknüpft, andrerseits uns Resto von Ausführungen in Platons Staat unverkennbar, die Anlehnung an Hesiod des Herakleides über dasselbe ‘Thema bewahrt hat. Wir können uns diese ‘heorie reconstruieren aus der Polemik Senecas im 90. Briefe und aus dem Beifall Ciceros mit dem heroischen identifieiert, und das silberne, sowio das eherne, ganz übergangen. use. V, 3. für Dafs Cicero den Uerakleides nicht unmitteldagegen sehr frei. Eigentlich wird das goldne Zeitalter matismus des peripatetisch ihn die ls ist der historische Praggeschulten Stoikers, Werrschaft des Kronos unbrauchbar welcher macht. bar benutzt, sondern ihn bei Poseidonios citiert vorfand, Dals geht daraus hervor, dafs die von Cicero V 2, 6 vertretne Ansicht : eos, a quibus vita hominum instructa primis est, fuisse philosophos, genau die von Seneca bekiimpfte des rectur, welche er einer Ansicht desselben angedeihen lassen muls. Poseidonios ist. Horakles bereits im hervischen Zeitalter und hatte meist Auch sonst findet sich bei Cicero unverkonnbar Stoisches, was man Herakleides nicht zuschreiben kann, endlich kehrt die Bewunderung des Pythagoras, or hierin von Autisthenes abwich, zeigt eine Cor- Antisthenes hatte, wie wir 8. 190 ff. sahen, dic Gogner des Ileraklos in Sophisten verwandelt, 1) of Cicero de rep. I 17, 27. Ihm lebte

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mit schlechten Menschen zu thun. Dies konnte Poscidonios nur Verständigkeit zugesprochen wird, gegen Herakleides aus zwei Gründeu nicht übernehmen, einmal, weil ihm das gerichtet goldne Zeitalter das des patriarchalischen Kónigthums, das jenen früheren Weisen, soweit sie sich wie Thales und heifst das heroische war, in welchen es keine schlechten Anaxagoras mit Astronomie beschäftigten, wol das Priidicat Menschen gab, copos, nicht aber den Namen des geeryeog gönnen (Aridann, weil er das, was Antisthenes zum gewesen zu sein. Die alten Kyniker wollten Beispiel dem Prometheus vorwart, Beschäftigung mit Astrostoteles nomie und Begründung des Luxus durch den L'euerraub, D. 13), die Gesetzgeber unter den sieben Weisen würden im sic wohl auch als yeo»swor anerkannt haben, was sich mit höchsten Grade billigte. Demgemäls dreht er mit oth. Nic. VI 7, p. 1141b 3, vgl. Antisthenica Antisthenes eigener Methode dessen ganze Mythendeutung den svreroi des Dikaiarch ungefähr deckt, nur dals bei um. Dikatarch Kynikern die Cicero V 3, 8: Nec vero Allans sustinere caelum, nee Prometheus adfixus Caucaso, uxore, genero, filia traderetur, nitio nomen corum ad nec stellatus Copheus cum wol die sowie gedryots höher stand. bei den alten Seneca a. a. O. $ 7 gesteht danisi caclestiun divina coggogen den Cieseizgebern mit Poscidonios unbedenklich den fabulae Ruhm der Gogie zu. cerrorem traduxisset. Hier sind dic grofsen prachistorischen Astronomen, welche der antisthenische Herakles zur Raison brachte, plötzlich zu Ehren gelangt. Citiert wird bei Cicero Llerakleides nur für die Nach- Anhang II. richt, dals seit Pythagoras der Name gelocogoe für copas aufgekommen. Pythagoras war hier in einem Dialoge mit Hippias der Elcer. dem Flerrscher von Phleius, Leon verherrlicht ganz in der Speciell an den Der von 1%. Maals im Hermes 22 8. 581 ff. versuchte antisthenischen Archelaos, aber auch an das Auftreten des Weise wie Sokrates von seinen Schülern. Nachweis, dafs von Herodot UL 80—-82 für die Verhand- Diogenes bei den Spielen erinnert die Definition des Philo- Jungen der persischen Grofseu sophen, cr verhalte sich im Leben so wie der unbetheiligte schiedenen Verfassungslormen cine schriftliche Quelle, die Zuschaner bei den Festspielen ). xutugullorres des Protagoras benutzt seien, hat mich in Wahrschemlich stammte über die Vorzüge der veraus demselben Dialog aber schon einiges dem Cital vorkeinem Punkte überzeugen können. hergehende, so wahrscheinlich die Die Resultatlosigkeit Uebersicht über den dev Erörterung, welche für eine sophistische Quelle sprechen Gag der Forschung, da Pythagoras doch motivieren mulste, soll, ist nur scheinbar, denn in der That wird von Herodot wolsbalb er sich nicht wie die früheren soyos nannte. der So Demokratie der Vorzug gegeben und ihre Vortheile scheint deun der von Laert. Diog. [ 40 erhaltne Satz des mit den Dikaiaveh, Küxsten ihr nicht auch die Palme zuerkennen, worin den sieben Weisen stait der Weisheit wärmsten fach daher, 1) Aus demselben Dialog schöpft Lacrtius Divgenes 1 12; dals dio Nachricht, Pythagoras babo sich zuerst Philosoph genannt, grinzlieh erfunden ist, braucht wol nicht gesagt zu werden. Farben gemalt; dais nach dem Gang König werden mufs. für Protagoras dals die persischen rührt einder Geschichte Darcios Der andre Grund, welcher speciell sprechen soll, die angebliche Skepsis des Verfassors jener von Herodot benutzten Schrift gegen