Masseinheit und Entwurf des alten Heratempels (basilica) in Paestum

Author
Waele, J. de
Published in
Mitteilungen des Deutschen Archaeologischen Institut
Year
1995
Subject
PAESTUM
Language
Deutsch
Category
C8 History & archaeology
Archive number
4157

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(BASILICA.) IN PAESTUM Nach seinem umfangreichen Buch über den Tempel von Segesta, in dem auch die klassische Tempelbaukunst des griechischen Westens untersucht wird, hat Dieter Mertens' nun auch eine lang unausgeglichene Rechnung des deutschen Bauforschers Friedrich Krauss eingelöst, indem er auf die gleiche vorbildliche Weise ein Werk über den archaischen Heratempel («Basilica») in Paestum und die archaische Baukunst in Unteritalien veröffentlicht hat. Durch seine Tatigkeit in Unteritalien, vor allem Metapont, war dieser Bauforscher, wie kaum ein anderer, fiir diese Aufgabe gertistet. Der alte Tempel der Hera war schon von Koldewey und Puchstein? 1899 aufgenommen worden, aber jetzt liegt eine komplette Dokumentation samt den seitdem ans Licht geförderten Dachterrakotten vor, die in ihrer Genauigkeit wohl kaum zu übertreffen ist. Wir verfügen jetzt über Plane und Aufrisse, die so genau wie nur möglich den heutigen Befund, in Metermafen gemessen, darstellen. Als solches ist die Arbeit dieses Bauforschers beispielhaft). In der Interpretation der Maße läßt sich jedoch noch einiges bemerken, was hier zu Ehren von Bernard Andreae dargeboten wird, als Zeichen der Dankbarkeit für eine langjährige Freundschaft seit meiner Bonner Studienzeit (1962), die sich über seine Stationen Bochum und Marburg bis zuletzt in Rom fortgesetzt hat. In allen diesen Jahren hat er meine Forschungen zur griechischen Architektur immer mit großem Interesse, jedoch auch kritisch verfolgt. Das FussMass IN DER GRIECHISCHEN ÄRCHITEKTUR Um die Überlegungen des antiken Architekten beim Entwurf nachvollziehen zu können, sind die von ihm zugrundegelegten Abmessungen zu ermitteln. Darum sind die Metermaße in antike Fußmaße umzurechnen, wofür man unbedingt die antike Maßeinheit des Abkürzungen: Krauss Mertens Fr. Krauss, Die Tempel von Paestum, ı. Der Athenatempel (1959). D. Mertens, Der alte Heratempel in Paestum und die archaische Baukunst in Unteritalien (1993). ' Mertens. * R. Koldewey - O. Puchstein, Die griechischen Tempel in Untericalien und Sicilien (1899), 13 ff. Tat. 2. 3 Als Punkt der Kritik läßt sich sagen, daß in den angeführten Maßen (Mertens, Beilage 2) schon von der Richtigkeit der Maßeinheit 32,7 cm ausgegangen wird, daß die gemessenen Strecken u. E. aber nicht immer ent-

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Architekten kennen muß. Die Bauforschung zur antiken Architektur ist hierbei Dörpfeld gefolgt, der nur eine beschränkte Anzahl von Fußmaßen annahm. Dieser Ausgangspunkt wurde weiter von Armin von Gerkan zum Axiom gemacht, so daß dieser in der antiken Bauforschung als sicher gilt und kaum noch zur Diskussion gestellt wird+. Ohne die Existenz dieser Maßeinheiten zu leugnen, muß man aber feststellen, daß ein solcher Ausgangspunkt neu zu überdenken ist, zumal auf einem seit kurzem bekannten Eichrelief aus Salamis! zwei Maßeinheiten erscheinen, die in der deutschen Bauforschung nicht anerkannt werden. Damit ist nach der Popperschen Wissenschaftstheorie diese Grundhypochese als falsifizierbar erwiesen, und es ist zu erwägen, ob nicht alle Umrechnungen in Fuß neu zu überprüfen sind. Wenn es nämlich mehr Maßeinheiten als die drei angenommenen gegeben hat, dann sind mehrere Tempel in eine falsche, nicht die vom Architekten zugrunde gelegte Maßeinheit konvertiert. Man kann jedes Metermaß in jedem beliebigen Fußmaß, in Daktylen, unciae oder inches ausdrücken, ohne daß damit gesagt ist, daß dann auch die vom Architekten gewollten Dimensionen wiedergefunden wären und daß der Entwurfsvorgang so nachzuvollziehen wäre. Vielleicht ist gerade in dieser Hinsicht ein großer Teil der griechischen Architekturgeschichte neu darzulegen. In dieser Untersuchung werde ich zuerst auf die Maßeinheit eingehen und versuchen, diese aus dem Gebäude selbst zu ermitteln. Dann werde ich zeigen, wie im klassischen Tempel eine Faustregel zur Bestimmung der Stereobatmaße angewandt wurde, die sich an klassischen Tempeln wie dem Hephaisteion in Athen und dem Poseidontempel in Sunion beobachten läßt, die aber auch schon dem Architekten des alten Heraion bekannt war. Wenn an zwei poseidoniatischen Bauten, am alten Heraion und am Athenaion, die Abmessungen sich absolut, d. h. in Metermaßen gemessen, unterscheiden, die Bauteile jedoch relativ, d. h. in verschiedene Maßeinheiten konvertiert, gleich groß sind, ist aus diesem Zusammenhang ein weiteres Argument zu entnehmen, daß der Vorgang der Analyse richtig ist. Dann erst sind Beziehungen zwischen zwei Bauten zu bestimmen. Ist dies bei mehreren Tempeln der Fall, dann sind die Beziehungen und Einflüsse untereinander erst deutlich und kann man versuchen, die Geschichte der griechischen Architektur zu schreiben. Schließlich kann auch dargelegt werden - ein weiteres Argument! -, wie sehr die Abmessungen der Quader, wie sie auch in den griechischen Bauinschriften erscheinen, zugleich auch die Gesamtabmessungen bestimmen. Es ist dies eine weitere Bestätigung für die Richtigkeit der angenommenen Maßeinheit. scheidend für den Bau ins Gewicht fallen. Es handelt sich also cher um eine Maßinterpretation als cine Maßdok- MASSEINHEIT UND ENTWURF DES ALTEN HERATEMPELS IN PAESTUM 505 Die Maßeinheit Riemann® war der erste, der mit dem dorisch-pheidonischen Fuß von 32,8cm versucht hat, das alte Heraion von Paestum in seinem Entwurf zu verstehen. Mertens? sieht keinen Grund, eine andere Maßeinheit zu erwägen: «Nachdem es als sicher gelten muß, daß der Athenatempel als Hekatompedos auf der Grundlage des dorischen Fußes geplant worden ist, und dasselbe Fußmaß mit sehr geringen lokalen Schwankungen sich auch an den Tempeln Siziliens hat verifizieren lassen, kommt dem immerhin große Wahrscheinlichkeit zu.» Diese Ansicht basiert auf die Annahme, daß in ein und derselben Stadt immer die gleiche Maßeinheit verwendet wurde. Dies ist jedoch eine Voraussetzung, der eine andere Frage vorangeht: «Ist in ein und derselben Stadt immer die gleiche Maßeinheit verwendet worden?» Ist dies nämlich nicht der Fall, dann hat dies eine konsequent falsche Umrechnung aller Maße eines Bauwerkes zu Folge. Darum ist es angebracht, mit einer anderen, aus dem alten Heraion selbst erschlossenen Maßeinheit eine Analyse zu versuchen. Obwohl dieses Fußmaß schon vor 15 Jahren vorgeschlagen worden istf, hielt Mertens es nicht für nötig, sich damit auseinanderzusetzen und damit zu rechnen. Inzwischen sind jedoch neuere Erkenntnisse und sogar Beweise dazugekommen, vor allem das metrologische Relief von Salamis, das uns mahnt, weniger apodiktisch zu sein und unsere festen Standpunkte neu zur Diskussion zu stellen. In früheren Studien habe ich das Bestehen mehrerer Maßeinheiten unterstellt, was sich aufgrund von externen Kriterien begründen läßt: 31,5 cm für die Oststoa am Südmarkt von Milet?, die inschriftlich als stadiaia, d.h. 1 Stadion = 600 Fuß, lang bezeugt ist. Teilt man die Länge (189.20 m) durch 600, bekommt man einen Fuß von 31,5cm, mit dem die Breite in glatten Fußmaßen aufgeht. Außerdem ist die Einheit in der Triglyphenbreite (31,5 cm = 1F) und in der Mauerstärke (63cm = 2F) ausgedrückt worden. 30,69cm für die Werkstatt des Pheidias in Olympia‘*, die in einer anderen Fußeinheit (30,69 cm) als jener des Zeustempels (32,55cm) die gleichen Dimensionen aufweist. 30,2 cm für die Propyläen auf der Akropolis von Athen, mit der alle Proportionen und Hauptdimensionen des Gebäudes als Vielfaches von 7 Einheiten zu verstehen sind. Das Bestehen dieses Fußmaßes ist durch das Eichrelief von Salamis unstreitig bezeugt. 32,2cm für das Hephaisteion in Athen. Mit dieser Maßeinheit, die gleichfalls auf dem Eichrelief von Salamis erscheint, ist das Hephaisteion im Stylobat wie ein Schachbrett gebaut, das ohne die Eckkontraktion in der Länge aus 25 Plinchen (t3 für die Säulen, 12 für die Interkolumnien) zu 4F - also 100F - bestand, während für die unkontrahierte Breite ut Plinthen (6 für die Säulen, 5 für die Interkolumnien) zu 4 F - also 44F - verlegt waren. In der Praxis konnten durch die Eckkontraktion von 1%: E die Euthynterie und die Auftritte erweitert werden. Obwohl durch einen solchen Vorgang der Stylobat nicht mehr exakt 100 F, sondern (bei einer Eckkontraktion an beiden Ecken von je Y, F) nur 98% F lang war, wurde ein solcher Tempel zweifellos ein Hekatompedos genannt. mentation, 1 Zuletze ina. W, Müller-Wiener, Griechisches Bauwesen in der Antike (1988) 31: W. Kocnigs, in: Polyklet ~ Der Bildhauer der griechischen Klassik (1990) 126. i [. Dekoulakou-Sideris, A Metrological Relief from Salamis, AJA 94 (1990) 445-451; E. Berger. Der Entwurf des Künstlers - Bildhauerkanon in der Antike und der Neuzeit (1992) 28ff.; Verf, in: L. Braccesi - E, De Miro, Agrigento e la Sicilia greca (1992) 175 fig. to. * H, Riemann, RM 72, 1965, 198 ff, ? Mertens 84. * Verf., AA 1980, 369 ff; vgl. dazu Mertens AA 1981, 426-430. * Verl. a.O. (Anm. 5) 167 Abb. 5: vgl. zuletze: H. Schaaf, Untersuchungen zu Gebäudestiltungen in hellenistischer Zeit (1992) 26-33. 1 Verf. in: Bathron - Festschrift H. Drerup (1988) :88ff.; ders., Cultura Antiqua 1994, 573-586.

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Faustregel Wenn man in der Krepis für die 4 Auftritte je 1 F festlegte, dann wurde der Tempel (ohne Eckkontraktion) in der Stereobatfliche theoretisch 4 F größer: Breite: 44 +4 F = 48F; Länge: too + 4F = 104 F. So hatte der Architekt die folgende Faustregel, um die Stereobatfliche festzulegen: Breite: Säulenzahl (6) x Jochgröße (8F) = 48F; Länge: Säulenzahl (13) x Jochgröße (8F) = 104F. Das ATHENAION ZU PAEsTUM Für das Athenaion (Abb. 1-2) herrscht wohl Einstimmigkeit über das verwendete Fußmaß: 32,88cm"”. In dieser Maßeinheit sind die Stylobatmaße schon wie ein klassischer Hekatompedos ohne Eckkontraktion ausgeführt: 44 x 100F. Die Säulenmitten sind über die Fugen der Stylobatsteine von 8F Länge gesetzt, so daß die Stylobatquader und Epistylblöcke die gleiche Länge von 8F haben. Die Nähte der Blöcke im Stylobat hatten somit die Funktion von Aufschnürungszeichen. Im Stereobat maß der Tempel jedoch 49/4 x 105F, da die Auftritte je 1/,F breit waren. 1. Die Breite (von Nord nach Süd; Abb. 1-2; Tabelle 1) Tabelle ! Istnoß Fu8 Solima8 | Difffem) Auftritt (0.41 rm} 2 2% 2% Auttritt N- SAP, (0.4m) | 1% L405m | 4% A 10% «10 2.055 m ~0,4 23% —24 | 7.6446 m -0,06 N = Pleron 2051m | 6% Noostreite | 7.644m | 23% 0.411m 0.411 m 13974 m S-SMP. | 1399m at 10% +10! ,3974m| S -Pteron 2058m 6} Auftritt Auftritt 003m | 0.415m | I) 1% Stereobat 8 ; 16195m | 2.055 m 2, a 49% 74 i -0. -0,1 +0,76 | = +016 +0,3 0.411 rm 0.411 m -0,8 +0,4 +49 | 161934m +0,16 -— :72'— 10” . [LE 10° 2 Es ist deutlich, daß der Tempel in der Breite'* um Y, Fuß breiter genommen wurde: —4 °— _49-—. 4944 F anstatt 49 Fuß. Eine Alternative wäre, die Maßeinheit aus der Gesamtbreite abzuleiten (16.195 m:49 = 0.33cm), aber dann wird das Fußmaß zu groß für die anderen Umrechnungen. x x) O: 2. Die Länge (von Ost nach West; Tabelle 21) 14 , ‘| ie o. 12 Gere LE ha pd 4 , c... LL " 32,8 cm Mertens. Le Be = Ich bekomme für dic Stylobatbreite aus den aufgezihlten Maßen insgesamt 14.557 m, während Krauss 14.540 m (Ostseite) und 14.522 m (Westseite) angibt. Y Im Längenmaß des Nuos 13.054 m (idealiter: 40 x 32,88 = 13.152 m) ist die Cella um 9,7 cm zu kurz ausgeführt; dies ist im Westpteron ausgeslichen. Athenaion. Grundriß mit den Maßen in Fuß

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Tabeile 2 Auttitt Avfiritt Istmo8 0.409 m [PA 0.407 mt Salem IR 2% 24 O- Sty Fi. O-Ph 1409 m ont S31im 4% 114 lé 16 Pron. Styl. Pi. Pron, Vvorhale Platten 8. 1416m 2.265 m 4% 7 2) Platten 8. 0.50 m 1% Pron. Lichte 2.949 m 9 Teppenhaus 3.278 m Noos tichie Noos Rickwd. Rand 12286m 0.656 m} 0113m W - Pleron W-SMP 2.032 m eh, 3.435 m 6% 4% 10% Aufinitt Auftritt 0.415 m} sal | 4) 24 0.405 m ly Stereobot L 34.515m 0.67 m Fuß 7.80 m 23% 13,055 m | Off form} -0,2 um 0822m | L3974m nt 5.2608 m 1,3974 m 2.3016 m —>24 | 0.6576 m 7.809 m -0,4 +5,02 PELLI | 2203 -09 0,4932 m 2.9592 m 10 37% 2) % SolimoaB 0.411m 10 39% 3.288 m -1,0 12.2476 m +40 | 0.6576 m) 13.0498 m 0.1644 m -1,48 +10 2.055 m 1.3974 m 3.4524 m -174 0.411m nn Bam -0,6 34.524 m -0,9 2% 105 123143 +0,4 Man gewinnt den Eindruck, daß der Tempel im Entwurf ganz regelmäßig geplant war: z/ıF für die Auftritte und 100F für den Stylobat, welcher in 40+10+40+10 oder so+soF gegliedert war. Da das Westpteron 10'/: F tief war, ist wohl das Restmaß in dem Pronaos (24-23/, =, F) und im Naos (40-394 = Y, F) zu suchen, und so liegt es nahe, ein Abstecken von der Westseite aus anzunehmen. Es ist deutlich, wie der Tempel in der Länge eingeteilt wurde. Für Ostpteron (16 F) und Pronaos (24 F) wurde eine Proportion von 2:3 gewählt. Insgesamt waren diese Bauteile 40F, was die gleiche Länge des Naos (einschließlich Rückwand und Rand) bedeutete. Die Tiefe des Treppenhauses war 10F, so daß Naos (40F) und Treppenhaus (10 F) zusammen die Hälfte der Stylobatlänge (100 F) ausmachten. Im allgemeinen stellen die Maße der Länge auch Proportionen dar, die ein Vielfaches der Jocheinheit (8F) sind: Ostpteron 16 F Pronaos 509 24 F Naos i.L. 40 F, was eine Proportion von 2:3:5 bedeutet. Die Breitenmaße haben damit einige Zusammenhänge. Die Naosbreite war 24F (= Pronaostiefe) und verhielt sich also zur Naoslänge (40 F) wie 3:5. Diese Maße sind als Vielfaches der Jocheinheit auszudrücken. Es ist nicht unbedingt nôtig, die Proportionen, die auf der Zahl 4 basieren, mit pythagoreischer Zahlenmystik in Verbindung zu bringen“. Abb. 3 Athenaion. Aufriß Krepis, Säule und Gebälk sind zusammen 29 F hoch, wodurch die Héhe, soweit ich sehe, sich nicht mit dem Proportionsschema des Grundrisses (Vielfache von 8F: 16, 24 und 32 F) verbinden läßt. Die Gesamthöhe (37'/: F) ist fast die Hälfte der Naoslänge (mit Proanos 74F). Das ALTE HERAION («BasiLICA») Es ist ersichtlich, daß die Auftritte des Athenaion (r/, F) nicht die Breite haben, um im Stereobat das Verháltnis der Siulenzahl 6 : 13 widerzuspiegeln. Diese Faustregel wiirde Stylobatmaße von 48 x 104F und nicht von 49 x 105F erfordern. Es liegt nahe, daß diese Auftritte ursprünglich der Jochgröße des alten Heraion entstammen. 1. Die Linge Wenn das alte Heraion wirklich nach der Faustregel errichtet wurde, dann ware die Linge: 3. Der Aufriß (Abb. 3; Tabelle 3) Säulenzahl (18) x Joch = Stereobatlänge. 1.1 Die Achslänge Tabelle 3 | tstmos Fuß | Somo8 | Dil fc) Krepis 1202 m Sdute &122m | 18.66) 29 | 612m sal ‘120m Gebök | 2203m, 671 Giebel | 28lém | 8% | 220m Ges.tt. |12343m| 37% =| 1233m! 2788 m +13 4 N. Nabers - $.F. Viltshire, GRBS 21, 1980, 207-215; R. Ross Holloway, PP 21, 1966, 60-64. In der Länge bestand der Tempel aus 18 Säulen, 17 Längsjochen. Die Längsjoche sind alle nahezu gleich (3.10 m), so daß keine Eckkontraktion durchgeführt worden ist (Tabelle 4; Maße nach Mertens, Beil. 2). Der Mittelwert des Joches der Langseite ist als 3.10 m (52.711 m: 17 = 3.10m; 52.688 m : 17 = 3.099) zu berechnen. Nehmen wir an, daß hier to F zu jıcm genommen sind, dann ist der alte Heratempel nicht nur in seinen Abmessungen und Quadergrößen mit dieser Maßeinheit zu verstehen, sondern wird auch der Zusammenhang mit dem Athenaion in den Auftritten deutlich.

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Tabelle 4 istmoë | S- Seite | 3.107 m 3.103m 3.095m 3.085 m 3.128 m 3.097 m 3.120m 3.084 m . vaio Jene 3.093m 3.097 m 3108m 3.090 m 3102m 3.088 m 3.097 m | je 10 | je 10m 3111m Tabelle 5 bstmod u 3.092 m 3.098 m Jochweite | 3099m _ timo AG O: Seite W-Sete 2861m 2.875m | 2.867 m 2.879 m 12.856 m] 12.856 my 283m 2852m arm 2845m 2863m 2845m 2.872m 5, 2869m i Lariam | | 109, 2026661 | | 2.870m | [2961m __ T 22946m Achsbreite | 22.935m Sol aß | -|—— a 241 22944m 3.090 m 3.071m 3108m 3.097 m 3.109 m 3.098 m 3.092 m 3.107 m 3.109m 3.107 m 3.098 m 3.085 m 3113m 52711m 52688m| {3.101 mm) Achsänge stmoë | Fuß | Solos N - Seite SII Der Mittelwert der Breitenjoche ist: Ostseite 22.945 m : 8 Joche = 2.868 m oder 9/,F. Westseite 22.946 m : 8 Joche = 2.868 m oder 9/,F. 3.120 m 170 | 5270m 1.2. Das «18. Joch: Wenn die Faustregel wirklich angewendet worden ist, dann war die Stereobatlänge: 180 x 0.31m = 55.80 m: ausgeführt: 55.768 m, 55.707 m Falls das letzte Joch, das «18. Joch», über die beiden Außenseiten (von der Mitte der Ecksäule bis zur Kante der Unterstufe) verteilt war, dann betrug dieses: Nordseite Stereobatlänge - Achslänge = «letztes Joch Nordseite: 2.2. Das «. Joch. Der Architekt ist auch in der Breite von der Faustregel ausgegangen: 9 Säulen x Jochweite = 90 F. Dann wäre der Tempel im Stereobat 90 : 180 oder 1 : 2 proportioniert gewesen. Indem er - wahrscheinlich aus statischen Gründen - beschlossen har, die Joche der Schmalseiten zu verkürzen, hat er eine Reduktion von (8 Joche x ¥,F =) 6F durchgeführt, was eine Stereobatbreite von 90 - 6 = 84 F bedeutete. So blieb für das «9. Joch:: Ostseite Westseite Stereobatbreite 25.980 m 25.960 m Achsbreite 22.945m 22.948 m 55.768m - $2.711m = 3.057 m, Südseite Stereobatlinge - Achslänge = detztes Joch» Südseite Rest für das «9, Joch- 3.035 m 3.012 m, was 10 F bedeuter. 55.707 m - 52.688m = 3.019 m, Dieses «18. Joch betrug in Wirklichkeit: Krepis, Unterstufe 0.389 m Oberstufe Von Stylobatkante zur Säulenmitte Von Stylobatkante zur Säulenmitte Krepis, 0.365 m. 0.764 m Oberstufe 0.764 m 0.369 m Unterstufe 0.376 m letztes Joch» 3.027 m5. Es ist deutlich zu sehen, wie tatsächlich das «18. Joch» hier in den Auftritten und den beiden Strecken von Ecksäulenmitte bis zur Stylobatkante aufgeteilt wurde. 3. Gesamtdimensionen und Gliederung Mit dieser Maßeinheit von 31cm ist der Tempel unmittelbar in seinem Grundriß zu verstehen (Abb. 4-5): 3.1, Breite (von Nord nach Süd; Tabelle 6) Die Naosbreite'* betrug im Stereobat 44 F, so daß von der äußeren Naoswand bis zur Unterstufe an beiden Seiten 20F übrigblieben: 2'/:F für die Auftritte, 5F für die Stylobatplattenbreite und 12:F für die lichte Pteronbreite. Die Difterenz von 6cm ist vor allem den zu kurzen Stuten zu verdanken. Tabelle 6 oo mad fu. Sodmaë __ | Dion) N-aultntt | 0.371m N- Auffnlt | 0.355 m 2. Die Breite 2.1. Die Achsbreite In der Breite finden wir jedoch nicht ein «Normaljoch> von 10F, sondern hier sind die Joche auf 9'/;F verringert (Tabelle 5). # Die kleinen Variationen entstehen, weil die Stufen nicht immer die gleichen Abmessungen haben. NSP | sm N-Pleron | 3887 m NOS 13.42 m 5: Pleran 3.887 m $ SMPI sami, S-Auttrit 0.379m 2598m 0,3875m ln : 03875m|l 50 EM 44 12% Sauna | 0365mf ©!" | Gesamt 3 i; 5 . To 165 | -325 1,59 [ $20 3.875 m | 13,44 m -20 3875m 155m| +12 . -2,0 12 ar LT As) 03875m} 84 2604m 136 “12 205 | _ 085 | " Die Collubresce im Stereobar beträgt 13.62 m (= 44 F), während sic im sufgehenden Muuerwerk 13.354 n (= 43 F) becrug, Die Prera waren bis zum auigchenden Maucrwerk der Cella 4.047 m (= 1 F).

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WAELE MASSEINHEIT UND ENTWURF DES ALTEN HERATEMPELS IN PAESTUM 513 sto | | | ante TO 1914 M0 Mp 10" u 104 0 — 1 1014 MO 104 PES ALa ES HIP "0 0 0 0 © © © © © © © © 0 © o © © | «2 laRgurATt Peougirt.a m |. m ect e es mL ol 3.2. r Lange (von Ost nach West; Tabelle 7) Es ist deutlich, daß hier der Naos mit den beiden Quermauern (95: F) auf Kosten des Adyton (19%, F) und Westpteron (19, F) vergrößert wurde. Der Naos ohne Rückwand | (90 F) war als die Hälfte der Stereobatlänge (180 F) geplant. Ostpteron und Pronaos waren | | von gleicher Tiefe wie Adyton und Westpteron beabsichtigt: 4oF. O Tabelte 7 | - 120 oo 14 dighe 1 Tee Ne Te 11 De 9 | : i ob. 0.369 m Stufe fu nf Pron.Stufe | Soumed 21 | | e | Li 0.372m | 1, tat ¡4000 © 1 L60 m $ 5) Lichte Nooslichle Rückwand | | Diff(emf 0.3875 m QUE) 0.3875 - la 4.60 m L55m 1.85 +16 4,2625 m -1,25 0.3875m -1,55 2 155m +5 1705 m -0,5 1705m | -05 4.448m , -325 15 4.65m 170m | 5% | -5 +21 Rückwand 169 m uae 9% +2, usm | “15 W - Pleron 455m | 143, W. Sha PI Pr m | 26216m | 8441954 +95 | 24195m | 00, Stufe 155m : 0.373m | e | 2,5725 m -2,25 24 0.3875 m -1,45 180 m -40 3} ai 1% Ges. Lange | 5574m Abb. 4 | Ady! lichte | 445m | 14%) , bo s ©? 4.25m | 13:,} 20 | Zmschenwa. | 10m, Fron. | 14) 5 Pron. Shy. | | 1.566 m O- Pteron | 10 é 4simoë | 0.376m O- S.P, | e | !_ unt, Stute y \S5m! +00 Paestum, Heraion I. Rekonstruierter Plan | | 33. Der Aufriß (Tabelle 8) Es ist wohl kaum ein Zufall, daß die Ordnungshöhe (27%, F) dreimal der Jochweite der Front (9, F) entspricht 7. Die Gebälkhöhe (7 F) steht annähernd im Verhältnis zur Säulen.T D ; lie T Tabelle 8 ! | _stmo8 | FuB |Sollma8 | Dill fom} unt. Stule | 0.369m | 1%, 0.3875m -1,85 ob. Stufe 1% | 03875m| -375 | 035m! Sáule | i 44 Re 446m | 20%, | Gebök | Z2lém} Ordnung | 862m | 27% | 7; 6.4325m +275 217m -10 a6025m| +175 | 4. Die Quader | | , 127 si + #3 | ne: ba 170° al — -— 175’ y da —.- 180° gibt, indem worden sind, dann muß es möglich sein zu erforschen, wie die alten Baumeister mit Gruppen 5 fp Wenn es eine Beziehung zwischen Quadergrößen und Gesamtdimensionen sowohl die Quader als die Gesamtdimensionen in derselben Maßeinheit ausgedrückt —i von mehreren Quadern zugleich gerechnet und so die Hauptdimensionen berechnet haben. Mit vier Quaderlingen von :¥,F wurde eine Strecke von (4 x 2Y;F =) 1 E verlegt. Vier solche Strecken (4 x 11F) waren also nôtig, um eine Cellabreite von 44 F zu erhalten. | — 50 F. E | '" Mertens 85, wo das Frontjoch allerdings JN (= Normalioch) genannte wird, wihrend wir alauben, daß das Heraion I. Mabe in den Findamenten Längsjoch primär ist.

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105 DE WAELE ir xiassischen Tempel wird die Scereobatlänge mit einheitlich großen Quadern geplant Tabelle 11 nonaordanz der Fugen), so daß sich dort der Vorgang deutlicher nachvollziehen läßt. Hier, im alten Heraiou, ist jeuoch von Fugenkonkordanz noch nicht die Rede, was dann auch ésimag | Fuß I_.$ 3 083m| 2°, 113.12| 9.8525m 2.742m 91 * . 279 m 1708m 54 5% ' 1705m 1.365 m diz Arbeitsweise des anuken Architekten wiederzufinden erschwert. 5) sel 3.205m | 10", 1640 m | 5», 21 Die Peristasis (Merteas, Beil. 2) ata. Die Quaderlängen der Nordseite der Peristasis im Stereobat (Tabelle 9) wurden so ¡¿encramen, daß die Gesamrlänge wohl zerlegt wurde in: 88 {= 24/+ 41%; + 20/2) +92 (= 48 +44) = 180F, was fast eine Zweiteilung bedeutet 9f ‘| A, ' 2.5475m 16275m | 1.4725m 2.234m , 74, 2.961m | 9°; 16) 3,412 m | I} yoy , 175m 3.41m 2973m y, 2.634 m 1.86 m Ilm 10% ,4 092m | 3( 2.635 m E 134m 4%, 2.605m | dt, 18Bm | 6 ® 2.642m | 8%) 17% 37 3 279m 20m Bh) jp. AE 2525m | 4%) 2598m | 442 Bei den Quaderlingen der Südseite der Peristasis im Stereobat (Tabelle 10) ist viel déudicher, wie die Teilstrecken zusammengesetzt worden sind. Der Architekt ist wohl von sor Mitre ausgegangen, wo zweimal yo F versetzt wurden, während an beiden Außenseiten je soF kamen, so daß die Gesamtlänge 180F erreicht wurde: 277m| 15m 31775m 14% Nam 0.920 m ! is. Tabelle 13). | ‘las _stmad ___f08_| Solimas Ofém 2% 2%, DSS25% 2s7im 81], 2387854 9%] 2,337 m | i 2.945m * | 224751 2745 m | 2.325m | 310m 0.73 m Dar 0.93m 84 i Fabelle 13 2604m 88F + 926 16F (153, Fl | 12F 4x17F po? $c+40+40+50 = 180F. | 35 SOF + 40F + 40F + SOF Tabelle 10 Tabcoti Y innit ne? 381m' 12% ag, 7 27050 | BETT IE 12 En 248m; 277m h 57, MI 9 stam! sl an dui AGA ra, 2m! i gt 3748m !| 12 m | 16%, 5.028 3,522m: 338m ne 322m 1q 101 3720 m 22475 m 8 2497m 3045m | 9» 279m 279 m ? 2745mi 9 2915m| 217m eB . 92 ! 2arlın 10, Kuna! = 55.599 m 4793, 298m | ant 1875m 6 7 50375 375m 372m 341m 3.3325m 3066m | 9%> | 7% 285m 315m | 10% 219m i LG alasm | 134] m | 10% 3.202 -»180 | 15480 m) 55717 m | Ÿ 4.2.1. Den Quaderlängen der Nordseite im Stereobat des Naos (Tabelle 14) kann man ablesen, welchem System beim Verlegen gefolgt wurde, An beiden Aufenseiten sind 3 beziehungsweise 2 Quader verlegt, während alle (43) mittleren ungefähr die gleiche Größe haben. 3.875m 31am | 10% 279m] 55.64 2.79m m 2945 1.84 m y _ 180 50 44 Quader zu gleicher Größe versetzt worden. Es ist hier wohl die folgend: Recher:- 3.0225m methode angewendet worden: 44 x Standardquader = 1x 4 x 2/,F) = 28675m 31775m te 217m mx uF (= 4 Quader x 24, F) = 4185m 3255m erste drei Quader (Restmaß) vorletzte Quader (Restmaß) m, F zusammen nv E 279m ' Rechnen wir dazu noch den letzten Block (0.83m) am Westende, dann sind inegesore: 3.3325m 31775m SU Auch in den Quadern des Naos ist deutlich, wie der Architekt die Quader in Gruppen 2946m 4.65m 3.385m | 10%, 4.2. Der Naos versetzt har, 217m Lan 2895m | 124 | 3.3325m Aa m | 2 +0! 2175 m 1085m m 2.48 30225m i 4615m | pe”: 3.565 m 44 Solimog | 29454 Preis #8 . Fu8 4.4175m | 22475m ar 114 isimas_| m | 3% 1069 | A = | phi |_Smas 32975 §5.80 m a E sF Da jedoch im ganzen die mittleren Quader (Idealma 121 F} alle drehse Enirrlieh gut faire waren (um 0.6625m oder 2/4F), war die Naoslänge im Sterenbar; 1384,F - 2/4F = 136: F, was genügend war für die Serlabarstufe (CD) asf fin ler: Abstand von der Hinterseite der Adytonmauer zur Außerikarre des Str sehars (1/01. Din fari Porisurts wurm an der Ostseite im Stereobat (Tabelle 11) wohl aus Quaderlän'sebaut, aß sie vertiel in 72F - es ist dies ist ungefähr zweimal die Hälfte añd das fornai 12 E blob. ivi “Sab le ez un Hal Se i ell az) stand dean Baumeister eine ungefibr gleiche Eintertun vor Angen, aber dag x 17F = 85F zu viel waren, har er in der Mitte 24° + 4 177 versetzt und an den beiden Außenseiten 13F beziehungsweise 3 F (2/4 F) genomMen, Naos war also 135F im aufgehenden Mauerwerk geplant. 4.2.2. Die Quaderlängen der Südseite im Stereobar des Naos ‘Labelle te) Die Abfolge, in der die Quaderstrecken der Südseire verserzr worden, ser ini de tunen: längen zu schließen. Es wurde an der Ostseite angefangen, und in ga: pen zu 4 Quadern (= uF) versetzt: 12x nF = 132F. Mit beiden letzten Quadern (Restmaß) 6/, F wurde

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Tabelle 14 Bimaë Groopen | ES ond, 124m}m 3.968 ı! 1659 | 0.83m° eee ua ozem „aim 3.277m 0825 m am 0.80m 3.32m Solmag | Dik (emt Fuß | ' 33 m 34, 11625m | -38 132 175m Sul " 34m u 341m 341m n an Li 517 MASSEINHEIT UND ENTWURF DES ALTEN HERATEMPELS IN PAESTUM JOS DE WAELE 516 Tabelte 15 isimo8 Gruppen | FB | TEE von 4 0.84)m 3395m] 11 0.845 m 084m) | oben 341m -1,5. aam 30 ‘ 4.2.3. Die Quaderlängen der Schmalseiten (und somit auch der Pronaos)4 war. in der Breice einfach zu bauen. des Naos Der Stereobat . u 4xF = 44 F. Dies wurde folgendermaßen ausgeführt: > | des; Pronaos (Tabelle 16) +25. Der Stereobat Die Quaderbreiten sind jeweils etwas zu kurz gehalten. Die ersten drei Gruppen waren wohl als 3 x 11 F beabsichtigt. Die vierte Gruppe (8F) und der letzte Block (5F) sind Ausgleichsmaße. Obwohl die Summe der Fußmaße, mit denen gerechnet wurde, insgesamt 44F statt 44% F. Solmoë : Bilt fer) Le 44/:F beträgt, sind davon 15,$cm abzuziehen. So bekommt man ausgeführt 13.64m oder 133 081m 23m) 11 341m| -80 -90 amt 085m 0.86 m 082m| 347 n alarm 4 am | , ‘ 85 m 4.2.3.2. Der Stylobat des Pronaos (Tabelle 17) . dj hier d SN :ist 2 x HE. /F schmaler als der Naos im Fundament, so daß hier die Breite Der Stylobat 43F beträgt. Wahrscheinlich wurde vom Süden aus gebaut: = 2F xr 8F + nF en 3345m n 3am| -65 0.85 m 1 34m -7,5 mn " 34m 70 enemy asm| 0.83 m m 20F + 19F +4F = 43F. 4.2.3.3. Die Pronaosjoche (Tabelle 18) . . . . . . . . n Die Joche wurden so abgesteckt, daß die beiden mittleren die gleiche Weite wie das Brei- 0.85m 0835mf 5m) 11 am 65 tenjoch (9, F) hatten, während bis zur inneren Mauerfläche to F, also die Weite des Längsam 084m 0835 m an m .! beam) 083 m 084m 3.34 m 3.41m 1 m 0.83 m oem à 085m 81m 825M) 0.81Sm 0.86m 337m Il -40 341m 0.84 m 3,37 m 341m n | 331m 34m | -100 N 11 3.41m =5,0 indem in der Mitte 22F kamen, so daß an den beiden Aufenseiten (6/:+8/:4+7 =) 22F . blieben. 1 341m Las Tabelle 16 * 0.845 m owen 3.385 m ; 3.41m u m 0.82 m 0845 m 0.83m 081M) 3,405m 8.905 m 341m il 0,91 m astm, 244m) 2.35m 235m 0.82 m 0.62 m 084m 0835 mf 282m) 0.83 m 0.838 m m zé 4s s 155 m +50 -10 11 3.4im | - 6,0 1112 mt | 66.9 1397. (4B.0125m~ 0.6625 = | t= 13645) | 42386 m n aal ; o84m| 195m 4 * sam 0.5 1 34m) I Salm . 6% Warm +38 0.80m | 2% -125 0.8525 m ! -4,25 0775m +25 * 0.8825 m 0275m | og, | O275m 0.82m | 23, | 0.8525m En . . +18 2875m +0.5 280m | 9, 3103m| 10 om 3 _r40 am da S| 155m a 1875 SS pabellein 0.88m =| ER 0.3525m ! | 08525m! -0,25 +075 -175 384m 73, 0835m 21, 0835m 2 0.8525m 0.8525m ,,!08515m 22475m| -075 om a en 14726m | 124m g iam 3 +025 -4,5 „30 | 10075 3: ‘gam 10075m ‘| „ „04m asm 3, 7 H625m a: 124m 303m 9} jg, 20225m 286755mı 288$m | 9°. -3,0 224m | 2. 12 Bm 397 1333ml 33 +125 -075 ,,08525m | 98525m Oilfem) 1275 29m Sg, | 825m | 0.845m 3) : | 08525m| oalsm 2:| 083m 23, fud_' Sotmo8 1.475m | 44 4| 195m) af 122m! -10 +03. sma: A : Salmas Difiom) rs mem “IT Tiss 0.85m 2, {45cm oder 1/:F) auszugleichen war, Deshalb blieben: . . i " 387,F - WAF = (36/,F. Im aufgehenden Mauerwerk war auch hier der Naos in der 287m| 310m! -3,25 „10 . 2.8? m 08525m | -3.25 082m 2, 4 9, +15 | -475 1384 | (4286m0.475 m=) : 785 istmas |Fue | Sollmoß | Dill {cm} altem | 10 | 210m -425 * 08525m| — -0,75 +0.5 -325 -225 40.5 +2,75 | Tubelle 18 225 -275 IM. 21,| 19, | 04m) *| 0775m o7am: 24,"; 08525m|) 082m 23, 08$25m| 2% 083m 8| 0775m 078m! 2.) 0852%5m 088m 2°, Auch hier waren die Standardquader durchschnittlich zu klein, so da der Unterschied Linge 135F beabsichrigr. 06525m | 079m | 25 27m . 103: 083m| 22, 075m | 2%: Tabelle IT maß . Fu | Solmoë , Differ) 42385 m 235m) . 2% ogim! 2s,( 0.895 m 0.86m 9.825 m 0.84m . en 0835 m 0.05m Fugen) 1545m L545m n 0.82 m -0,5 (smal | 0.81m | 23, 0.85 m 0.835 m 3415 -2,5 4.2.4. Quermauer zwischen Pronaos und Naos (Tabelle 19) Die Cellabreite (44 F) wurde bei der Quermauer zwischen Pronaos und Naos erreicht, oem m A OB 386m] 0.835 m 0.84 m 0845m| sac) 0.835 m -40 0.84 m 083m* joches, genommen wurden. 0.85 m -70 aem 13.56m m 29, 447 13.64m -375

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Tabelle 23 4.2.5. Quermauer zwischen Naos und Adyton (Tabelle zo) ATHENAION _ ___ Aufintt | {0.41m} PERL a, lo4lim Auftntt | earn} (0820) = 3X(4 x 2¥,F) = 3x uF = 33F bedeutete. An beiden Seiten blieben also 7+4F = nF. Da die Quader meistens zu klein ausgeführt worden sind, wurde die Differenz im letzten Block (4F = 1.24 m + 0.08 m!) aufgehoben. Jonas . F8 IstmaB N- Seite In der Mitte wurden 12 Quaderbreiten von 2/,F versetzt, was 12 Quader x 2/,F 3: pp 2%, ml 0.82 i S- Sete Autintt | 9.403 m ill 5 m Auto! oaisml am] 2e Garm) 82m 4.2.6. Die Rückwand des Naos (Tabelle 21) Eine ähnliche Lösung findet man auch in der Rückwand des Adyton. Hier wurden die ı2 mittleren Quader mit 2,F gerechnet, was in Strecken von 12 Quadern x 2/4; F = 3 X 4 “/,F =3xuF = 33F bedeutete. An beiden Seiten blieben also sYı x 2 = 11F. So wurde O- Seite | m Auftatt ; 9,409 1, Q,allm Il 5, | 041m Auftitt | 0.407 mt am vi 25 Sam 82m | w. Seite . Aufmt | 0.405m „as au À 015m] 82: | 2 onm) 222m die Gesamtbreite von 44 F erreicht. 4.2.7. Die Joche der Innensäulen in der Länge des Naos (Tabelle 22} In der Länge war der Naos durch eine Reihe von Innensäulen in der Längsrichtung in zwei Schiffe eingeteilt. Die Joche waren in 5 gleiche von u F (= 55 F) und zwei restliche von 14/:F und 12%F gegliedert. Tabelle 24 HERAION 1 Is!Imaß N- Seite Autti? | 0,37\m stmoß Fuß | Solmad_| Olt (cm) 132m 4 41 124m! +8.0 10.845 m) | 2% 0.8525m | 1-0,75) 0847m|22,| |, | 0.8525m -0,55 0.85m | 2% 0.8525 m -0,25 0.345 m | 23, 0.8525m -0,75 0.845 m | 23, 0.8525m -0,75 0845m 2°.| „,| 0.8525m -0,75 0,849 m | 23, 0.8525m -0,35 0.857 m | 23; 0.8525 m +0,45 0.86m | 23, | 9.8525 m +0,75 0846m | 23, |, | 0.8525m -0,65 0.85m | 23, 0.8525 m ~0,25 0.81m | 23, 0.8525 m „425 077m | 22) „| 0775m -0,5 „Jm Ant 13.609 m | Tahetle 22 44 Tabelle ii 223 |_1395m ant 31 stmod Fuß__} Sollmas | Oiftlem) 1695m | 5 5% | 1705m -10 0.855 m | 22, 0.8525m -0.25 085m 2%| |, | 08525m -0,25 0.835 m | 23, 1 0.8525m -175 0.85m | 23, ‚08525m! -025 0.85m | 2% 0.8525m -0,25 084m | 24,1 |, | 0.8525m | -125 0.85m | 2% 0.8525m -0,25 0.34 m | 24, 0.8525 m -1,25 0.83m | 22, | 08525m, -2.25 083m, 2%| |, | 0.8525m -225 0.85m 2%, 0.8525m -0.25 083 m | 23, 0.8525 m -2.25 Wom] 54 $4, WOSM, -0.5 13506m | 247 136m 135 ji Solmo8 | Diff form) istmoB :_ Fuß |de 3241m| 11° 341m | +0) 349m, 3.452m | 11, nl 341m! 34m | +49 4,2 3.425 m 1 3.41m +45 339m, 444m ul Baim -20 141, | 4495m -5,5 3.862 m | 12: _3.875m 25.439m, 82. In Ditt fom} Solas | I 0.3875 m 1,65 0.387S ery -2,25 Auftitt oden 0726 m | 1. 2% arm) Sm | zog 49 Ss. Seite Tabelle 20 Fuß | | 25.42m | -13 +19 Auftritt | 9.365 mm | yy Auftritt FE 0747 m | ni) 2 en) 0775m gesf O- Seite Aufinitt | 0,376 m uw, 0.3875m W - Seite Auftatt | 0.373 m lt, 0.3875m | “4 -115 Auftatt sn) 0747 m 1e) ah en! 0775m | resp 73° -145 Auftättt BE 07m, 1e) 24 amsn) 077$ m Del “24 Jedenfalls ist das Heraion nach der Faustregel in der Länge des Stereobats zu verstehen als die Säulenzahl (18) x das Joch (to F) = 180F. Aus dieser Regel geht die Jocheinheit als Planungseinheit hervor. In der Breite (9 Säulen, 8 Joche) hätte dieselbe Ausgangsplanung eine Breite von 9 Säulen x 10 F = go F zur Folge gehabt. Hier wurde das Joch, die Planungseinheit, jedoch systematisch um 4, F gekürzt, was sich in der Gesamtbreite des Stereobats widerspiegelt: Ausgangsplanung - Verkürzung der Breitenjoche = Stereobatbreite goF -(8x/,F =) 6F = S4F. Dieser Nachvollzug des Entwurfs des Architekten steht im Gegensatz zu der von Riemann und Mertens vorgeschlagenen Rekonstruktion, die unterstellt, daß die Grundmaße des Tempels 160 x 80 Dorische Fuß gewesen seien und daß das Joch durch Teilung entstanden sei®, Die Abmessungen der Bauteile, ausgedrückt in einem Dorischen Fuß von 32,8 cm, ergeben jedoch so komplizierte Berechnungen in Bruchteilen (Daktylen), daß daraus schon ersichtlich ist, daß es sich nicht um das antike System handeln kann. Alle MeterSCHLUSSFOLGERUNGEN Aus dem Vergleich der beiden poseidoniatischen Tempel, Athenaion und Heraion I, sind male sind zwar in Daktyloi auszudrücken, aber die Rechenweise ist unantik! Wir haben uns den Entwurf des griechischen Tempels neu zu überlegen. Die Grundhypothese von nur drei in der heutigen Bauforschung kanonisierten antiken Fußmaßen folgende Schlüsse zu ziehen. Jeder Tempel war in einer verschiedenen Maßeinheit geplant, vas vor allem aus den Stufen hervorgeht (Tabellen 23-24). Wegen des Unterschieds zwischen Istmaß und Sollmaß der Stufen am Heraion (ca. 2-5cm) ist aus den Stufen selbst nicht mehr die Maßeinheit herzuleiten. Ob die Unterschiede durch Abarbeicung in der lerzren Bauphase und durch Abnutzung verursacht wurden, ist nicht auszumachen. % Ich habe mich schon früher mit der Methode Riemanns auseinandergeserzt (AA 1980, 373). worauf hier verwiesen sei.

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kann in dem Moment nicht richtig sein, wenn auf einem antiken Eichrelief zwei in der modernen Wissenschaft nicht anerkannte Maßeinheiten erscheinen. Dann verschiebt sich die Beweislast: Nicht länger sollte man beweisen, daß es in der klassischen Architektur Griechenlands mehr als (die) drei (allgemein angenommenen) Fußmaße gegeben hat, sondern man muß zeigen, daß deren nur drei existiert haben, was angesichts des Eichreliefs von Salamis unhaltbar ist. Dann ist zu überlegen, ob nicht alle modernen Umrechnungen, die beabsichtigten, das antike Entwurfssystem in die Maßeinheit des Architekten zu konvertieren, in der falschen Maßeinheit vorgenommen worden sind. Prof. Dr. Jos De Waele, Katholieke Universiceir, Fac. der Letteren, Vakgroep Griekse en Latijnse Taal en Cultuur, Erasmusplein 1, NL-6525 HT Nijmegen. Quellennachweis der Abbildungen: Abb. 1: Nach Krauss Taf. 2, mic Maßsystem Vf; nach AA 1980, 384, Abb. 10. - Abb. 3: Nach AA 1980, 387, Abb. 11. - Abb. 2, 4 und 5: Verf,