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View in PDF(opens in a new window)- zum Problem der Ableitung von Subdominante und Mollskala aus der Obertonreihe
Orpheus-Musikverzeichnis * Quintenzirkel (Jordan) * Was ist eine Melodie?
www.harmonik.de * Harmonikales System, Hans Kayser
Sphärenklang (Cicero) * Weltharmonik (Platon) * So klingen die Planeten
Boethius: De institutione musica: Sphärenharmonie als musica mundana (Weltenmusik)
Ovid: Metamorphoses 15: Die Lehren des Pythagoras
Raffael: Philosophenschule von Athen (Pythagoras) * Labyrinth in Chartres
Rheingold-Travestie * Tannhäuser-Roman * Parsifal-Kommentar
Hat der goldene Schnitt in der musikalischen Harmonik eine Funktion?
Zeitstruktur des Universums und Senfkorngleichnis
Musikstücke * Lyrik * domum/ Index * emaille?!
~~
~
~
~
~~
Partiturseiten aus Richard Wagners Tristan (lsoldes Liebestod, Schluß):
in dem wogenden Schwall, in dem tönenden Schall, in des
Weltatems wehendem All
ertrinken, versinken, unbewußt,
höchste Lust
Hans Zimmermann, Görlitz 1998
Musik
ist empfundene,
verzeitlichte,
hörbare Mathematik
- zum Problem der Ableitung von Subdominante und Mollskala aus der Obertonreihe
In welchen Dimensionen erlebt sich Musik?
Wissen wir, was Musik ist?
Denn zunächst sind Töne Schwingungen, bei denen immer die Vielfachen der jeweiligen
Frequenzen mitschwingen, also deren Doppeltes, Dreifaches usw. Und interessanterweise sind
eben dies die grundlegenden Intervallverhältnisse, in denen sich unsere Leitern und Harmonien
ordnen: Die Zweierpotenzen - das Zweifache, Vierfache, Achtfache usw. der Frequenz des
zugrundegelegten Tons - klingen als Oktavierungen; in den Dreierpotenzen ist der Quintenzirkel
angelegt; die Dreierreihe - dritter, sechster, neunter usw. Teilton - wiederholt das ganze System
der Teiltonreihe in der oberen Quinte, also in der Dominante des zugrundegelegten Tons, der
schon selbst in den ersten sechs Teiltönen einen sauberen und stabil geschichteten tonikalen
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Vielleicht die Ordnung und ordnende Überformung von Schwingungen, von periodischen
Spannungsausgleichen im Spektrum der Klänge und Metren?
Dreiklang entfaltet, dessen Grundton dreimal - erster, zweiter, vierter Teilton - und dessen Quint
zweimal - dritter und sechster Teilton - vorkommt; die Terz dieses Durdreiklangs wird durch den
fünften Teilton beigebracht; der vierte und fünfte Oktavraum über dem Ausgangston gibt
reichliches Ableitungsmaterial für verschiedene siebenstufige Skalen und die chromatische
Leiter.
Die Verhältnisse erscheinender Töne zueinander können selbst wiederum dem Prinzip kleinster
gemeinsamer Nenner ihrer Frequenzen folgen und dabei ihre "Atomhüllen", ihre
mitschwingenden Teiltöne, zur Deckung bringen. Harmonien erscheinen wie molekulare
Verbindungen. Welch eine Chemie tut sich da auf!
Klänge, Schwingungsverhältnisse interferierend in kleinsten gemeinsamen Nennern, in
Harmonien akustisch transparent, so wie Kristalle makroskopisch ihre Atomgitter
repräsentieren; dann die niedrigeren Frequenzen unterhalb des tonalen Spektrums, etwa in der
Bandbreite unserer Herzschläge, Schritte und sprachlich artikulierten Silben, die Metren
verdichtet zu rhythmischer Gestalt; schließlich die Periodik strophischer und noch weiter
gespannter Gliederung; - aber ist damit schon das Reizvolle gelungener Melodien erklärt? Oder
braucht es dazu nicht zumindest den Schritt von der anorganischen zu einer Art organischen
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View in PDF(opens in a new window)Chemie des flieRend-offenen dynamischen Klangsspannungs-Ausgleichs?
Das Kulturphänomen der “tönenden Form” hat an der Teiltonreihe eine Naturseite von solch
physikalisch-mathematischer Grundsätzlichkeit, daß der staunende Analytiker die menschliche
Tätigkeit leicht vergift, die diese Naturgesetzlichkeiten nutzt und zu einer neuen, der
Sinnenwelt nicht physikalisch vorgegebenen Welt aufschlieBt.
Interessanterweise geschieht dieses Aufschliisseln schon im Sinn des Analytikers, überhaupt
bei jedem Musikhörenden, wie noch zu zeigen ist.
Man vergleiche, wie die Stoffwechsel- und Nahrungskreisläufe und vor allem die raffinierten
Selbstentfaltungen und Reproduktionen der Organismen die chemisch-elektrische Spannung
der Atomhüllen in ihrer Molekülsprache nutzen und den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik,
daß alles im Chaos zu stranden strebe, mit klügeren Prinzipien überformen. Leben bahnt sich
seine Wege durch Totes, Sterben ist als mitwirkende, ja notwendige Ursache dem organischen
Gesamtsystem der Organismen immanent. Das fließende Ungleichgewicht nimmersatter
Lebensgier dreht sich durch die befriedigende Auflösung ins unbeschreiblich-All-Eine, und
dieses wiederum erfährt sich durch jenes Werden als dessen Identitätsachse und Erfüllung.
Ähnliches, nur auf anderer Ebene, scheint sich in "der Musik” zu vollziehen. Zwar nicht mit der
Erfahrung geologischer Zeiträume (aber man beachte den großen Sphärenakkord der Planeten),
also noch nicht so vielschichtig überarbeitet, verselbständigt und konzentriert wie das sich
fortpflanzende Leben - oder welche Engel, welche Musen mögen bereits in der Organik der
Harmonien-Chemie ihre singenden Schwingen öffnen und ihre apollinische Nervenharfe
stimmen? -, aber für uns Menschen zumindest ist die musikalische Struktur der Organisation
der ebenfalls recht jungen Sprachen vergleichbar, von denen wir auch nicht wissen, wie sie
entstanden sind.
Sprachen basieren auf Klängen hinsichtlich deren Artikulierbarkeit in Silben; diese wiederum
sind nach grammatisch-syntaktischen Regeln durchformt, in deren Gesetzlichkeit dann
gedachte Inhalte zum Ausdruck gebracht und mitgeteilt werden können.
Sofern Tönen eine Art der Mitteilung an Wesen ist, die Ohren haben zu hören, hat Musik mit den
Sprachen gemeinsam, die sich mitteilende Form zu sein. Nur, daß sich bei Sprachen eine
intentionale Inhaltsebene über die der grammatischen Form lagert bzw. die Kongruenz der
Syntax mit der logischen Form des Gedankens zur allgemeinen Verständlichung innerhalb der
Sprachgemeinschaft nutzt. Und das bedeutet, daß die geformten Klänge der sprachlichen Sätze
anderes meinen und mitteilen, während sie in der Musik sich selbst darreichen, eine ihnen
immanente Ordnung ausfalten. Doch was ist dieses Innenleben der sich selbst offenbarenden
Klangwelt? Und welche lebendigen Kräfte falten die dem akustischen Material innewohnende
Form aus?
Das innere Wesen der Schwingungen ist, so möchten wir vermuten - die Zeit.
Aber was ist Zeit?
Eben durch "Musik" wird Zeit offenbar als Feld, Dimension ihrer Gestaltung, ihrer Erwartungsund Erfüllungs-Spannungen und -Lösungen; insofern Musik per se offenbart, was "Zeit" ist,
bekommt sie einen kosmisch-umgreifenden Charakter. In dem Sinne setzen wir zunächst eine
phänomenologisch-metaphysische Erörterung der "Zeit" der weiteren Untersuchung voraus.
Jeder wache Mensch ist - jetzt: Bewußtsein im immerwährenden Nun. Zugleich ist Inhalt seines
Bewußtseins etwas, das in Vergangenheitsrichtung den Keimpunkt des immer gegenwärtigen
Jetzt verläßt, durchaus individuell im Schriftzug seines tätigen und erfahrenen Lebens, seiner
Biographie, aber wiederum lesbar dem nachschreibenden Verstand. Gegenwärtiges
Bewußtsein richtet sich dabei immer auf Vergangenheit, auch dann, wenn es durch die
bewußten Inhalte nur hindurchgeht, um deren logischen Zusammenhang mitformend oder
nachformend zu verstehen, wo es also durch das Vergangene hindurch sich eigentlich auf sich
selbst richtet, auf die sinnstiftende Einheit seines Begreifens.
In dieser Weise liegt Zeit allen Weltinhalten zugrunde, allen Erfahrungen, Vorstellungen und
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View in PDF(opens in a new window)Imaginationen noch bis an den feinsten Quellpunkt der Inspiration im Jetzt heran. In ihr sind die
Inhalte als Erinnerung bewahrt.
Sobald die zeitliche Matrix alles Erfahrenen selbst in Augenschein genommen wird, zeigt sich
diese Erinnerungsqualität, diese Bewußtseinsimmanenz aller vergangenen Ereignisse, denn wo
sonst sollen sie ihre Wirklichkeit bewahren, wo nur das Jetzt als unleugbare Wirklichkeit
gegenwartig ist? Und doch begreifen wir nur Vergangenes als “wirklich”, während das Ich sich
selbst nicht als Inhalt faßt, wie das Auge nicht sich selbst sieht.
Das heißt, Zeit ist die Dimension der Selbsterinnerung, Selbstidentifikation aller inhaltlichen
Welt in einem jeden Bewußtsein. Zeit ist das Sichbewußtwerden aller Dinge, aller Wesen. Das
Selbstverhältnis einer jeden Bewußtseinswelt, Wandlung ihrer Tätigkeit in Erfahrung.
Und wie inneres Sprechen und Verstehen im Denken die Form mit sich selbst verständigen läßt,
geschieht dies auch im inneren Singen und Hören. Schon hier zeigt sich eine Ordnung oder
ordnende Intelligenz, die auf Instrumente ihrer Versinnlichung nicht angewiesen zu sein
scheint. "Empfundene Mathematik", sagt unsere Tradition und meint damit das harmonisch
transparente Schwingungsspiel in der Bewußtseinsmatrix aller Erfahrung.
Folglich wäre Musik Geist. Und es ist ein altes Motiv, daß die Erfinder tönender Formen
Menschenseelen dem Weg alles Vergänglichen zu entreißen vermögen, solange sie furchtlos
vorwärtsschreiten und nicht in der rückblickenden Erinnerung der Vergangenheit verfallen.
Oder warum konnte Orpheus zwar das Herz der Todesgötter menschlich rühren, so daß sie sich
überwunden gaben, seine Geliebte aber nur bis an den Rand der Unterwelt hinaufführen?
Oder meint dies, daß die Analyse sich verbiete, weil gerade sie es ist, die auf Ereignisse,
Phänomene, auf zu Vergangenheiten geschichtete Ausscheidungen des Lebens zurückschaut?
Oder zeigt der Mythos nicht vielmehr, wie wir uns immer im Rahmen des toten
Verstandesreiches bewegen, selbst dann, wenn wir einem Orpheus folgen? Die Analyse kann
doch die Musikschöpfung nicht ersetzen oder per se hervorbringen.
Aber all das ist eine Sache der Ausführung. Wer weiß - am Ende zeigt sich ein wenig mehr vom
erzeugenden Akt der tönenden und sich hörend vernehmenden Form? Oder aber, wenn nicht,
warum dann nicht? Das bliebe begründungsbedürftig. Wir sollten uns nicht hier schon durch
Vorbegriffe das Begreifen verstellen.
Wir kehren also zu unserer Frage zurück:
Wodurch wird es möglich, daß schon im Hören das Kristallin der harmonikal vernetzten
Tonmoleküle aufgeschlossen wird?
Nein, schärfer gefaßt: Was macht es notwendig, schon im Hören, ja schon im inneren Hören,
das aller äußeren Musikrezeption zugrundeliegt, die Mathematik und Chemie der TeiltonVerhältnisse im Sinne einer neuen Ordnung aufzuarbeiten?
Der Sachverhalt, so lautet die erste Antwort, daß die Intervalle und die konsonante
Schachtelung der Teiltonreihe nur gewissermaßen eine Hälfte der harmonischen Ordnung
darbieten. Wesentliches fehlt, nämlich die ganze funktionale Seite der Gegenspannung zum
selbstgenügsamen Spiel des ewigen tonikalen Durdreiklangs mit seiner eingelagerten
Dominante: Wir müssen zugeben, daß wir die Subdominante zum gegebenen Ausgangston
nicht aus seiner natürlichen Teiltonreihe unmittelbar ableiten können. Zum zweiten, daß wir
keine unmittelbare Ableitung des Moll-Tongeschlechts in ihr finden bzw. des tonikalen MollDreiklangs, der gut der Hälfte alier möglichen Skalen zugrundeliegt.
Denn wir müssen deutlich unterscheiden zwischen naturaler Gegebenheit und schematischer
Ableitung. Das heißt, daß wir zwar am abstrahierten Schema Ableitungen in mittelbarer Weise
vornehmen können, daß diese aktiven Vorgehensweisen jedoch der unmittelbaren Gegebenheit
nicht unterstellt werden dürfen. Vielmehr ist eben dies genau zu beachten: Was vollziehen wir,
wenn wir mittelbare - ja eben nur über rechtfertigte Einzeischritte vermittelte - Ableitungen der
Subdominante, des Quartenzirkels, des Molldreiklangs vornehmen? Diese drei Dinge hängen
durchaus so zusammen, wie Dominante, Quintenzirkel und Dur-Tonikalität in der Teiltonreihe.
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View in PDF(opens in a new window)Das wird sofort deutlich, wenn wir den scheinbar einfachsten Ableitungsweg benennen: Die
Spiegelung der Teiltonreihe an ihrem Ausgangston.
Denn unbestreitbar erscheint dann die Subdominante als die Spiegelung der Dominante am
tonikalen Grundton; der Quartenzirkel als Umkehr des Quintenzirkels, einfach: als dessen
andere Kreisrichtung; der Molldreiklang - wenn auch merkwürdigerweise subdominantisch - als
die Spiegelfigur des tonikalen - nicht des dominantischen! - Durdreiklangs.
Man nehme etwa das Beispiel des Ausgangstones c. Die Reihe der potentiell mitschwingenden
Teiltöne ist dann:
1.2. 3.
4. 5. 6.
ecg!
c? e% g? -b?
7.
8.
9. 10. 11. 12. 13.
14. 15. 16. Teilton
c die? fis? g? +as?? -b? h? cf
1.-2.
- 3.
- Tonika-Durdreiklang -
- 4, Oktave aufwärts
- “Lydische” Skala -
Die schematische Spiegelung dieser Reihe ergibt:
1. 2. 3.
45 6
ce
GC, As,F,; +D;
CF,
7.
1.-2.
-3.
- Subdom.-Molldreiklang -
8.
9. 10. 11.
12. 13. 14. 15.
16.
C3 B, As,+Ges,F, -E, +D, Des, C,
- 4, Oktave abwärts
-"Phrygische" Skala
Nun könnten wir uns darüber freuen, daß sich hier zusätzlich noch ein schwerlastiges
phrygisches oder gar hypolydisches Moll anbahnt (11., auch 15. Teiltonspiegelung), wahrend
die entsprechende vierte Oktave des (natiirlichen) Teiltonreihenausschnitts die angelegte
Durtonalität mit Erhöhung der Quartstufe ins Lydische "übertreibt" (gleichfalls 11. Teilton) und
jede Subdominantik peinlich vermeidet.
Aber diese Ableitung ist nichts als eine schematische Spiegelung, kommt in der Natur nicht vor
- und bildet gleichwohl die Grundlage unseres gesamten tonalen Systems, über die Symmetrie
der Kadenz weit hinaus.
Andrerseits ist ihr argumentativer Wert zur Lösung gleich dreier Ableitungsprobleme auf einen
Schlag so bestechend, daß nichts uns dazu bewegen könnte, wieder zur allseits beliebten
Erklärung des Moll-Dreiklangs als eines in der Terz ein wenig “getrübten” Dur-Dreiklangs
zurückzukehren. Und woher näme die Tendenz zur Trübung ihre Kraft und Ursache? Selbst
diese "Erklärung" ist begründungsblind.
Nur ist in weit stärkerem Maße diese Begründungsblindheit auch der Mangel unserer
unmittelbaren Teiltonreihen-Spiegelung. Deren Schematismus kann nicht auf gleicher Ebene
liegen wie das Faktum der mitschwingenden Frequenz-Vielfachen, der sogenannten Obertöne.
Diese scheinbare "Untertonreihe" ist zunächst einmal bloß hypothetisch, und träfe sie auch
mehr als die genannten drei "Fliegen" auf einen Streich.
Da Subdominantik, Quartenzirkel und Moll-Tonalität nicht Erfindungen der Musiktheoretiker,
sondern zumindest im neuzeitlichen Abendland und allen folgenden Nachtländern eine
funktional unentbehrliche Hälfte des faktisch genutzten harmonischen Systems sind, suchen
wir also etwas, das aus der bloß schematischen Spiegelung eine faktische macht.
Auf jeden Fall wird diese Spiegelung wirklich vollzogen, nur eben nicht von der Natur allein in
ihren schwingenden Materien, sondern im Hörer, besonders auch im innerlich singenden Hörer,
dem Verwirklichungsorgan der Musik "im Geist und in der Wahrheit". Es ist ein deutender Akt,
ein umdeutender Vollzug seitens desjenigen, der harmonische Verhältnisse zu verstehen sucht.
Und das heißt: Diese großangelegte Spiegelung ist nicht so simultan gegeben und gegenwärtig
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View in PDF(opens in a new window)wie der stabile Durdreiklang der Teiltonreihe und dessen Auffüllung mit der immanenten
Dominante - jeder dritte Teilton - und der "lydischen" Skala im vierten Oktavfeld. Sie wird
Schritt für Schritt in einem Akt von Umdenken, Uminterpretieren, Basiswechseln vollzogen.
Also, um mit dem ersten potentiellen Schritt dieser Art anzufangen: der Ausgangston wird als
zweiter Teilton einer tieferliegenden Reihe aufgefaßt. Das bringt scheinbar nicht viel, in
Wirklichkeit erklärt es aber die große Bedeutung der einfachen Quinte, eben nicht Duodezime,
also die praktikable Einpassung dieser Dominantengrundlage und tonikalen
Dreiklangsumrahmung in den grundtonnahen Oktavraum, wie auch alle weiteren
Oktavtranspositionen, etwa der skalar anmutenden Sekundintervalle der Teiltonreihe, hinab in
die Nachbarschaft des Grundtons. Nun gut, wir wollen es nicht hier schon komplizieren.
Der nächste Schritt ist in all seiner Schlichtheit bedeutsamer: Umdeutung des Ausgangstons
zum dritten Teilton bzw. harmonisch vereinfacht (oktaviert) zur Quinte eines tiefergelegenen,
also zum Basiston der Subdominante.
Wesentlich ist zunächst, daß diese nach der Quinte zum Grundton wichtigste funktionale Stufe
an den unteren Oktavenstockwerken der Teiltonreihe nicht teilhat, durch das interpretierende
Umhören der vormaligen Tonika in die Dominante eines ideellen Basistons allerdings lokalisiert
wird und in Funktion tritt. Daß dies tatsächlich ein epochenbildender Hürdensprung ist, zeigt
der Sachverhalt, daß nur die abendländische Musik und die von ihr beeinflußten Musikkulturen
die Subdominante harmonisch nutzen. Man vergleiche besonders die indische Musik, die bei
aller melodischen Reichhaltigkeit zum einen keine Modulationen kennt, in denen ja solche
Basistonwechsel notwendig wären, zum andern den Grundton mit der Tanbura immer
durchtönen läßt, in der Regel mit dem dominantischen Bordun - eine deutliche TeiltonreihenFixierung, die allerdings von der Skalen- und Melodieführung der Ragas spannungsreich
kontrapunktiert wird. Die melodieimmanente Harmonik versucht also die Naturlastigkeit des
ewigen Borduns und des bekannten breiten, obertonüberreichen Klangbildes nach allen Regeln
der Kunst auszugleichen.
Ähnliche Tendenzen sind im Blues bestimmend, sofern er tonikal fixiert ist. Ansonsten, in der
strophischen Schematik und in den Klauseln, nutzt er allerdings die Rameausche Kadenz
weidlich aus, wobei die Subdominante in der Regel auf der "dorischen" Blues-Skala nach Dur
klingt.
Die Funktion der Oktavierung für das "Zusammenschieben" der weiten Intervalle und die
Nutzung der Sekundschritte in der harmonischen Begründung der Skalen, nun mit der
Umdeutung des Ausgangstons zum vierten Teilton einer ideellen Basis wieder wirksam, wurde
bereits erläutert.
Für die Dreiklangsbildung ist dann noch die Ableitung der Terz aus dem fünften Teilton von
Interesse, das heißt für unseren spiegelnden Modulationsschritt: Der Ausgangston wird als
Durdreiklangs-Terz aufgefaßt, so daß nun der Grundton der unteren großen Mediante
"beigehört” wird, die zwischen dem fünften Teilton - unserem Ausgangston - und der
entsprechenden Basis auch zur Gänze als Dur-Dreiklang entwickelt ist. Und zwar erscheint
diese wesentlich deutlicher und in der Ableitung schlichter, als die obere große Mediante, die
wir, angeregt durch diesen Fund, nun in der naturalen Teiltonreihe aufsuchen: Dort ist sie
durch die Vielfachen des fünften Teiltones eingelagert, versinkt allerdings im chromatischen
Cluster der höheren Oktavbereiche und deren Unscheinbarkeit, ganz anders als die ungestörte
Fülle der unteren großen Mediante im Funktionswechsel des Ausgangstones. Das eigentlichere
Entsprechungsbild in der Teiltonreihe "oben" ist die große Terz vom 5. auf den 4. Teilton, so
wie das Entsprechungsintervall für die Umdeutung der Tonika in eine Subdominante die Quart
vom 4. zurück auf den 3. Teilton darstellt. Nur eben mit dem Unterschied zu deren simultaner
Präsenz im tonikalen Durdreiklang, daß sie als eigenständige Schritte aus dem tonikalen
Gefüge isoliert werden müssen, um funktional gewendet und sogar mit Bezug auf ihren
Grundton moduliert zu werden: Wir könnten also überhaupt, statt den Ausgangston
festzuhalten, genausogut einen seiner wesentlichen ersten Teiltöne fixieren und kämen zu dem
gleichen Ergebnis.
Mit Umdeutung des Ausgangstons zu einer Dreiklangsquinte wird wieder die subdominantische
Basis erreicht. Aber wie läßt sich damit der Molldreiklang ableiten, der bei der schematischen
Spiegelung der gesamten Teiltonreihe so deutlich präsent war, in der schrittweisen, Schritt für
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View in PDF(opens in a new window)Schritt gestuften Modulation nun allerdings verloren geht?
In der Tat ist der Weg wieder frei, der durch das Phantom eines subdominantischen
Molldreiklangs in der "Untertonreihe" verstellt war. Wir sind davon entlastet, die Spiegelung der
Teiltonreihe in der gleichen Absolutheit bzw. in gleichgewichtiger Symmetrie zu deren
harmonischem Kristallin festzuhalten. Sobald einmal die Möglichkeit der modulierenden
Umwendung der fundamentalen Teiltonintervalle freisteht, dürfen wir uns induktiv am
Gegebenen orientieren: Welche Molldreiklänge sind uns vielleicht schon mit der Teiltonreihe
selbst ermöglicht? Es ist ja nicht notwendig, deren Basis auf den “ersten Teilton" festzulegen;
ganz im Gegenteil haben wir in diesem Verfahren ja die Basistöne aus der funktionalen
Wertigkeit erst rückwirkend "erschlossen".
Vielfache eines Tones mit den gemeinsamen Vielfachen seiner Teiltöne:
10
20
9
18
8
27
16
7
24
14
6
21
12
5
18
10
24
15
20
20
4
25
8
12
16
24
6
9
12
15
18
21
24
27
2
4
6
8 10
12
14 16 18
20 22
24 26
123456 7 8 91011 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
3
Ausgeführt am Beispiel des Ausgangstons c:
e3
e4
d3
d4
c3
c4
-b2
b3
g2
g3
e2
c2
ce
h3
c3
gi
g2
ci
d4
e3
c2
d3
g2
cigic2 e2
e4
g3
c4
g3
c3
e3
h3
93
g2 -b2 c3 d3 e3 -fis3
e4
d4
-b3
c4
d4
e4
g3 +gis3 -b3 h3 c4 cis4 d4 dis4 e4
Die Reihen, die durch Umdeutung des Augsgangstons c zu einem ersten, zweiten usw. Teilton
der nächsttieferen fünf möglichen Teiltonreihen entstehen:
1.Teilton:
c
2.Teilton:
C
3.Tt.:
F1
4.Tt.:
F
ci
§.Tt.: As2
c1
c
C
c
G
As1
g
c
f
a
e
g1
c1
g
-b
Es Asc es -ges as
e1
c1
-es1
ci
di
c2
g1
f1
ei
gi
-fis
-b1
al
c2
-h1 c2
gi +as1-b1 h1c2
b c1-d1 esi-f1 ges gi asi
Reihen durch Umdeutung des dritten Teiltons (g1) zu einem ersten, zweiten usw.:
1.Teilton:
g1
2.Teilton:
3.Tt.:
AT:
5.Tt: Es
g
c
ci
G
g
es
g2
g1
b
d2
gt
d1
gi
esi
g1
c2
h1
b1
e2
d2
d3
g2
92
h2
d3
-b2
-f2
g2
a
-des2 es2 f2
g2
-a2 b2
http://home.t-online.de/home/hanumans/wasmusik.htm
c3
h2
d3
-cis
d3
+es3
-c3des3
Page 7
View in PDF(opens in a new window)Besonders ergiebig ist die schrittweise Umdeutung des ursprünglich fünften Teiltons (e2) zu
einem ersten, zweiten usw. bis hinab zum fünften Teilton des ursprünglichen Ausgangston (c):
Deutlich erscheint - in nur schematischer Simultaneität der realiter nichtsimultanen Reihen! -
die saubere Ableitung des oberen Tetrachords der Durtonleiter auf dem Ausgangston (c) sowie
der tonikaparallele Molldreiklang:
1.Teilton:
e2
2.Teilton:
e1
3.Tt.:
a
ATH:
ai
e
e1
5.Tt: ©
ce
ci
a
e3
e2
h1
gi
h2
e2
a2
e2
gis2
c2 e2 g2
ci
ei
-Molldreiklang
ci
ei
g1ath1c2
cis3
h2
-b2
h3
e3
e3
-d3 e3
c3
gis3
-g3
a3
h3
h3
fis3
gis3 -b3 h3
d3 e3 -fis3
g3 gis3 -b3 h3
- Oberer Tetrachord
e2 gis2
h2 - Obere große Mediante
Innerhalb der ursprünglichen Teiltonreihe findet sich tatsächlich ein Molldreiklang im Verhältnis
der zehnfachen zur zwölffachen und zur fünfzehnfachen Frequenz des Ausgangstones; das
sind die oktavierten Töne der oberen Mediante in Moll, also die parallele Molltonart zur
Dominante, wenn man das traditonelle Funktionen-Schema zugrundelegt. Dies wäre also
naturaliter die eigentliche Parallele zum tonikalen Grundakkord der Reihe, ihr immanent wie
schon die Dominante selbst und die ins Lydische gekrümmte Dur-Skala eben des vierten
Oktavabschnitts, in dem sich auch die drei Teiltöne unseres Dreiklangs suchen lassen. Der
Mollakkord auf der unteren kleinen Mediante, den man als Parallele zu bezeichnen pflegt, ist
hingegen nicht unmittelbar abzuleiten; er ergibt sich erst aufgrund einer modulierenden
Umdeutung des Ausgangstones zum dritten Teilton, wie gehabt, also mit der Funktionalisierung
des tonikalen Grundakkordes zur Dominante der nächsttieferen Quinte.
Aber wir sollten uns vor Induktionen, die sich in Unscheinbarkeiten verlieren, ebenso hüten wie
vor einer begründungsblinden schematischen Deduktion der "Untertonreihe”. Natürlich ließen
sich Myriaden virtueller Welten aus dem fast schon kontinuierlichen Tonspektrum des fünften,
sechsten, siebten usw. Oktavbereiches der Teiltonreihe ableiten. Darum geht es hier nicht;
vielmehr zeigen wir mit der Notwendigkeit zur schrittweisen funktionalen Deutung jeder
einzelnen Stufe ein Prinzip auf, das der simplen naturalen Gegebenheit des tonikalen
Kristallgefüges nicht nur entgegensteht, sondern aus dessen inneren Symmetrien neue
Grundmuster hervorspiegelt.
Dabei hat die Musikentwicklung der Neuzeit an diesem selbst schon ziemlich geistvollen
"mathematischen" Naturstoff insofern großartige Arbeit geleistet, als sie mit den hin- und
herdeutenden Wechselbezügen auch die grundlegende Vereinfachung gefunden hat, die das
System der Schwingungsordnung zu neuen Dimensionen musikalischen Lebens
aufgeschlossen hat: Die Temperierung der Intervalle, durch die erst kreisläufige Modulationen
und konsequente Skalierungen in allen harmonischen Richtungen eröffnet worden sind.
Denn in der Tat begnügt sich das Hören mit Annäherungen des gegebenen
Erscheinungsmaterials an die logischen und mathematischen Ordnungen seines Begreifens
und seiner deutenden Erwartung, sonst wären Verzierungen, das Verziehen von Tönen, die
sprachanaloge Gestaltung des einzelnen Klangbildes, Vibrato und Glissando in An- und
Absprache sowie vor allem das verstehende "Zurechthören” all dessen, was menschliche
Stimmen hervorsingen, nicht möglich.
In welchen Dimensionen also erlebt sich Musik?
Erscheinend in den drei Raumdimensionen, in denen sie sich kugelförmig in Schalen von
Verdichtung und Verdünnung ausbreitet, hat sie ihre innere Differenzierung und ihren
qualitativen Reichtum zunächst in der Zeit als der eigentlichen Matrix aller periodischen
Vorgänge, aller Schwingungen und deren wiederum mehr oder weniger periodischen
Ordnungen und lebendiger Ordnung der Ordnungen.
Darin dem Licht verwandt und in manchen Hinsichten komplementär - das uns in der
Page 8
View in PDF(opens in a new window)Außenwelt die Oberflächen und äußerlichen Gestalten der Gegenstände mitteilt, in der
Innenwelt des Bewußtseins aber gerade die logische Ordnung ihrer Beziehungen erhellt und
erkenntnisstiftend ausleuchtet - offenbart die akustische Sphäre im Medium der räumlichäußerlichen Dinge eher deren substantiellen Materialcharakter, zeigt Geschehnisse,
Bewegungen und Tätigkeiten in kennzeichnender Weise an; in der Binnenwelt unseres
Bewußtseins lebt sie dagegen als Basis von Sprache und Musik wie ein Empfindungsgewoge,
bleibt inneres Sprechen und Singen, offenbart die Ozeane der Seele, deren geistige
Durchdringung eher das Licht des Bewußtseins leistet. Aber die inneren Gesetzmäßigkeiten der
Schwingungswelt sind der inspirierenden Quelle näher, trennen auch nicht so zwischen
gestalteten Oberflächen außen und logischen Vergleichen innen, sondern lassen uns in
immerwährender Keimung, in unerschöpflicher Geburt der Zeit aus dem ewigen Jetzt am
nimmerendenden Vorgang der Weltschöpfung teilhaben. Innerlich-äußerlich singen wir mit.
Und unsere deutende Erwartung hat wesentlichen Anteil daran.
Erweiterung dieser Thematik:
Hat der goldene Schnitt in der musikalischen Harmonik eine Funktion?
Anhang
zum (scheinbaren) großen Sekundschritt vom 13. zum 14. Teilton im obigen Beispiel - also einer
scheinbaren Vergrößerung, nachdem doch vom 12. zum 13. Teilton schon eine kleine Sekunde
angesetzt war.
Beim Ausgangston C ist der 12. Teilton ein G (ich nehme hier keine Rücksicht auf die vierte
Oktave nach oben, es geht nur um den kleinräumigen Vergleich der Verhältnisse zwischen
diesen Tönen), der 16. ist ein C, innerhalb dieser Quart liegen der 13., 14. und 15. Teilton. Der
15. hat viele Teiler, ist also harmonisch gut einzuordnen als Terz der Dominante bzw. (in völlig
verschiedener Funktion, aber das ist
ja gerade die Tür zur Tonartenmodulation der
abendländischen Musik) als Dominantengrundton der oberen großen Mediante (der großen
Terz, des E), und in der Leittonfunktion von H zu C ist das auch eine recht repräsentative kleine
Sekunde, in der temperierten Stimmung allerdings ist der Schritt von H zu C etwas kleiner.
Rückwärts weiter: der 14. Teilton ist Oktavierung des 7. Teiltons (- müßte Lieblingsteilton von
Anthroposophen sein...?-), der zwischen A und B liegt, etwas näher an B allerdings, deshalb -B
(minus B); der 13. Teilton (hohe Primzahl, deshalb nicht gerade ein "Schlüsselton"
harmonischer Wechselbäumchen) liegt etwa bei As, aber wohl etwas höher, so daß zwischen G
und +As, +As und -B, -B und H, H und C vier verschiedene Sekundschritte gereiht sind, die sich
immer weiter verkleinern und erst mit H zu C, dann weiter C zu Cis und Cis zu D eine relativ
saubere kleine Sekunde nahe der temperierten kleinen Sekunde erreichen.
Dabei ist G zu +As natürlich eine Spur größer als +As zu -B, aber doch in beiden Fällen eher
eine kleine als eine große Sekunde: das Minus und das Plus "macht's".
Das ist dem Phänomen der "verminderten Terz" vergleichbar, z.B. Cis zu Es, (etwa in dem
berühmten pochenden Teilmotiv zwischen erstem und zweitem Sonatenhauptsatz-Motiv aus
Beethovens Violinkonzert, erster Satz), die nur äußerlich wie eine große Sekunde aussieht, -
allerdings ist letzteres eine notwendige Leistung der hörenden Deutung, während es bei der
Teiltonreihe um kristalline naturale Verhältnisse handelt, deren Deutung und Umdeutung (und
dazwischen auch: Temperierung) wie hier beschrieben erst die harmonischen Verhältnisse
bildet. Auf der Grundlage einer C-Dur-Skala hören wir die Quint (G) als Dominantengrundton,
die Septime (H) als Leitton, - die dazwischen liegenden Schritte (13. und 14. Teilton) hören wir
uns zurecht als As und B, den einen leicht erhöht, den anderen deutlich hinabgedrückt (wie
schon dessen tiefere Oktave, den 7. Teilton).
Interessant, wie gerade in den verschiedenen Moll-Skalen der abendländischen Harmonik
("natürliches, harmonisches und melodisches Moll") dieser Quartenraum einer gewissen
Beliebigkeit und Verfügbarkeit ausgeliefert scheint. Das zeigt gerade an, wie wenig die
naturalen Feinheiten höherer Primzahlen von unserer harmonischen Orientierung an den
kleinsten (und eben nur den kleinsten) natürlichen Zahlen innerlich "verstanden" werden. Die
Temperierung hat die (vom 10. bis zum 22. Teilton) gut 12 (!) geringfügig verschiedenen
"kleinen Sekunden” zu einer einzigen gleichgeschaltet, die wohl der Leittonwirkung (15. zu 16.)
oder der neapolitanischen Gleittonwirkung (17. zu 16.) am ehesten entsprechen könnte. Das
Genaue überlasse ich hier den Thermometern (oder wer sonst mißt die Grade der
Temperatur?)...
Hans Zimmermann, November 2000
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Hat der goldene Schnitt in der musikalischen Harmonik eine Funktion?
Notenbeispiele aus dem Tristan (Isoldes Liebestod, SchluB):
in dem wogenden Schwall, in dem tönenden Schall, in des
Weltatems wehendem All
ertrinken, versinken, unbewußt,
höchste Lust
~~
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Oo
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mn
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Goldener Schnitt: Mathematik * Mathematik der Pythagoreischen Schule
Orpheus-Musikverzeichnis * Quintenzirkel (Jordan) * Was ist eine Melodie?
www.harmonik.de * Harmonikales System, Hans Kayser
Sphärenklang (Cicero) * Weltharmonik (Platon) * So klingen die Planeten
Boethius: De institutione musica: Sphärenharmonie als musica mundana (Weltenmusik)
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