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176
Das ahtzehnte Haupitiict,
$. CCXXXX.
Don
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Der Licheber der Vtalifden Gecte war, wie gedacht,
verte Pythagoras aus der nf Samos, des Minefarchi
lifer und der Parehenis Sohn, deffen &cbensbejchreibung
eige Man anderwärts zu fuchen hat, dabcy jich ungemein wief
Geit der fircitiges findet, welches ausjumachen Richard Bent
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Foy, Wilhelm
Lloyd undaSeinrkb .Dodwell fit
aordet |
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nada Viel Mhibe gegeben haben, wie “Jo. Clericus und Fac.
veer, Brucker erzchlen “b, dabey man aud Diogenem
we Laertium, Porpbprium, Jamblichum, Stan:
weis: letum, uftinum, Appulejum, Jo. Schefferum,
heit feo Senelon, Dacier, Dionyfium Petavium, Mor:
ven. bof, Jo. Jax. Lehmann, Jo. Sriedem. Schneider, Wegnum Daniel Omeif, Mich. Morgues,
Ambrofium Rhodium, WhiteloFe Bulftrode,
“Yo. Lud. Schmidt, Jo. Jac. Syrbium, Fo. Alb.
Sabriium, Yo. Sran:. Buddeum, € A Zeus
mann, CT. 5. Gundling, G. Stollen, Yo. Sried.
Mayern, Seinr. Afcanium Engelken, unddie von
Dicfen in groflee Anzahl und von 2, &.Struven ange:
führten Schrifeftcher nach(chlagen fan, welches hier allen
gu erzchlen nicht néthig ijt "b. Mur etwas davon ans
gugeigen,
de
20b. Bentley de epitt. Phala- deius florid. I. zor. Schefferus
ridis, Lond. 1699.8.
Lloyd de nat. & conft. Philof. Italicae
chronologia Pyfhagorae , Lond. Witt. 1701. 3.0). Fenelon, not.
1699. 8.
Dodwell de aerate Pha-
Jaridis & Pythagorae, Lond.
1704. 8, Clerc B, ch. X. 79-214.
Man (ehe Brackern L C.M. 1--268.
Vil 192. fq. Clerc B. ch. XXVII.
430. 424.
17b.
Dacier not. 959. De legibus cibariis & veftiariis Pythagorae Jo. Lud. Boge, len. 1711.
©. Petav. ration. temp. 38-84.
Morboff P. LY IL & H.N. VI.
Lehmann hilt. Phil. Pych
324.
Francof. & Lipf. 1731. 4. Schneizı b. Diogenes Laertias VINE. - der de acim Pychagerica Hal.
Porphyrius fine Malchus vita Py- B. Omefs Etiiica Pythagorica
thagorae Ludolph Küfieri, Aunt. Alcorff. 1693. 8. Morgues, not.
3707. 4, Jamblichus ed, ei. Kit- zó7a, Rhodius, wot. 2563. But.
fiers, Amtf. 1707. 4. Stanley Strode de animarum transmigra658. Frffious RX. MIE Appu- tione Pythagorics defenfa,Lond.
169%,
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das abtiebnte Haupe tic,
Don
CCXXXX.
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Der Urbeber der “Gealifehen Gecte war, wie gedacht,
,
verte Dythagoras aus der Inf Samos, des Vinefarchi
life und der Partbenis Sohn, deffen Lcbensbefchreibung
ivcia: MAN andermarts zu fuchen bat , dabcy fich ungemein viel
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art viel Mühe gegeben haben, wie Fo. Elericus und “fee.
derer, Brucker erzchlin “b,
babe man aud) Diogertem
we Lacrtium, Porpbprium, Jamblicyum, Stan:
weis: letum, Tuftinum, Appulejum, Yo. Gcbefferuin,
heit Eo Serselon, Dacier, Dionyfium Petavium, Mor:
mern, DOF, Jo. Jar. Lehmann, Jo. Sriedem. Schnei:
der, Magnum Daniel Omeif,
Vich. {iorques,
Ambrofium Rbodium, Whitelofe Bulftrode,
To. Lud. Schmidt, Fo. Fac Gyrbium, “So. Alb.
Sabriiuim, Fo. Sean: Buddeum, E. Y. Seu:
mann, XX. 4. Gundling, G. Stollen, Yo. Srted.
Wisyern, Seinr. Afcanium Engelten, und die von
dicfen in groffer Anzahl und von DB. G.Struven ange:
führten Schriftftcller nachfchlagen fan, welches hier alles
au erzchlen nicht nöthig it “b,
Mur etwas davon ans
guacigen,
20b. Bentley de epift. PhalaLloyd de
chronologia Pyfhagorae , Lond.
1699. 8. Dodwell de aerate PhaJaridis & Pythagorae, Lond.
1704. 3. Clerc B, ch. X. 79-210.
Man (ehe Brackern L c.1I. 1--268.
VIH. 192. fq. Clerc B.ch. XXVII,
Jesus florid. I. 351. Schefferus de
nat. & conft. Philof. Icalicae
Witt, 1701. 8.©. Fenelon, not.
17b. Dacier not. 959 a. De legibus cibariis & veftiariis Pythagorag fo. Lud. Boye, len. 1711.
&. Petav. ration. temp. 38-84.
Morboff P.IL LIL & HAL VI.
430. 424.
Lehmann hift. Phil. Pyth 324.
Francof. & Lipf. 1731. 4. Scbnetridis, Lond. 1699. 8.
a b. Diogenes Laertius VII. I.
Porphyrius fine Malchus vitaPyder de aia Pychagericz Hal.
©.
Omeís Echitca Pychagoricz
thagorae Ludolph Küßeri, Amit. Altorfl. 1693. 8. Morgues, not.
1707.4. Jamblichus ed. ei. Kú- 2672, Rhodius, mor. 2562. Bulfers, Amt. 1707. 4. Stanley firode de animarum transmigra658. Irflinus XX. MII. -4ppu- rione Pythagoricadefenfa,Lond,
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Hift, der Gelehri. bis auf Augufium.
zuzeigen, fo foll cr etwa in der acht und vierzigften Olyme .
piade gebohren, tind nachdem er weit gereifet, faft alle
Meifen feiner Zeit Fenner gelernet, erftlich zu Samos
im Semicyclio, hernac in Stalien unter den [esten Mos
mifchen Königen, ju Crotone, Yletspont, Tarent,
und anderer Orten zuerft Griechifche Schulen angerichs
tet, viel Schüler gezogen, vieles fonderlich in der Mathes
matif erfunden, fich in groffes Anfehen gefeßet, mit fi:
ner gelchrten Grau Theano, welche "es: eworßeng gefchrie:
ben hat, ziveen gelebrte Söhne, Telsugem und Mine:
farchum, und vier gelehrte Töchter, Garant, Myiam,
Arignoren und die Damo gescuget, denen einige nod)
den dritten Sohn Arimneftum benfügen, etwa in der
fiebenzigften Olympiade als cin ncunzigjähriger, man
weiß aber nicht eigentlich, auf was Weife, um das £chen
gekommen fepn. Die Anftaltcn in feinen Schulen oder
Cônobiis, der Unter(hicd unter den antretenden Schüs
fern, welche Exoterici, Acuftici, Acufmatici hieffen, und
fünf Sabre fehweigen muften, und den vollfommenerti,
die Efoterici, Mathematics, Acroatict, und wenn fie am
höchiten gefommen waren, Seda/fici genennet wurden,
deren befondere Sebensart, Klcitung, Zucht, Soft, Un:
tervicht und dergleichen, darin den Cffaifchen und rift:
lichen Klöftern vorgefpieler worden. Des Pythagora
Erfindungen, Schriften, güldene Gedichte, Lehren, Sym.
bola und die dahin gehörigen Dinge find alle merfwürs
dig,
1692. 8. Anglice 4, È. 1693. $.
Syrbius Pythagoras inera findonem nefcendus, fen. 1701.8, Fax
bricius B, G. IL XM. XUL O.
Buddeus de xxjueces Pythagorice- Platonica, Hal. 1701. ©, de
peregrinar, Pythag. Hal. 1694, La
Phil. Moral. 1. 74. feq.
Stolle
% d. GB. 366. 54. d. +5. fit. 204.
Mayer an Pythagoras fuerit lus
daeus vel Carmelita &. Engelke
an Pythagoras profelytus fattus
& confequentet faluatus fic?
Roft. 1705. &. Struu. B. P, I.
in Analeët, hift Phil. Schmidt
de filentio Pythagorico, Lipf. 15. 84. feq. 210. feg. 331: 1 1.
16996. Heumann A. P. I. 14: Bot. 9598. $óia, Objera, fel
Hal, 1. X,
Sift. ver Selebef. 11. Ch,
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das abtabnte Haupeftuct,
dig, wictvol vicles dabey ungewiß und dunfel if, zumal
da dic Pythagoracr ihre Schren geheim bicfren, wenig
fehricben, und andere, wenn fie davon etwas erfuhren, wie
Dlaro that, foldheg mit einiger Beränderung vor das
ibrige ausgaben, oder aud das, twas fie daran geändert
hatten, dem Dythacora zufihrieben. Die Erklärung
der Weltweisheit nad) dem Pytbagora ift fon im
$ XXXX berúbret worden.
Geine Anhänger theilcten
die Philofophie in difciplinas propaedeumaticas, welches
dic Mathematifhen Wiffenfchaften Arithmetif , Geomes
tric, Mufif und Sphärif wären, und in die eigentlich fos
genannten philofopifchen Difciplinen, die entweder theoz
retifch oder practifch wären, und entiocder innerlich oder
äufferlich, dazu fie auch die Arznenfunft, befonders die
Diäterif und Therapeutif rechneten. hr Endjrocd (cy,
GHet gleihförmig zu werden, dazu werde erfordert, daß
man fich zuvor reinige, in fich felbft Échre, und dann ju
Gott und Betrachtung der göftlichen Dinge auffteige,
und was dergleichen mebr it, fo man bey den angezogez
nen
Scribenten findet, darunter das vornehmfte die Van:
derung der Seele aus einem Körper in den andern iff,
oder die Metempfychofis. hm felbft dem Pyrbagorà
folgte in der Schuleriftäns, der feineWittwe heyrathete,
auf ihn folgte {Yinefarchus, Pyrbagorà Sohn, dies
femBulagoras, zu deffen Zeiten Crotone zerflöret ward,
dief:m Tydas, oder Gartydas, oder Gortydas, ferz
ner Yrefas ein $ucaner, welchem endlit Diodorus
Afpendius gefolgt iff. Es fanden fic) auch an andern
Orten Pythagoraer, als zu Geracles Clinias und Phi:
lolaus von Crotone, der guerff die Pythagorifchen ges
heim gehaltene Bucher unter die Leute fommen ließ, zu
Metspontum Theorides und Eurprus, ju Tarent
Archytas der berühmte Weltweife und Diathematicus,der zuerjt die zehn Kategorien oder Prädicamenta erfand,
qu Locrus Timáns, deffen Bud) de anima mundi et
natura Droclus erhalten hat, und Sabricins erzehlet
cime
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)cine groffe Menge von Pythagoraern, und weldhes zu
vermundern ift auch von Pythagordcrinnen, als Meliffa
Samia, Derictione, Dbintys des Callicratis Foch:
ter, Themiftoclea des Pribatorà Schweiter, Timys
cha de: LV yllit Crotoniatà Frau, anderer, die aus dies
fer Schule ihre philofophifche Wiffenfchaft gefehöpfer has
ben, zu gefihweigen. Go rechnet man ferner zu den Ans
hángern des Pyrbagorà Empedoclem, deflen fchon
oben $ CCXX VI gedacht ift, Lpichermum, Ocellum
Lucenum, Lcphantum von Syracus, Jipponent
von Rfegino, Xenophanem den Stifter der Eleatis
(hen Secte, Onstum von Crotone, Alcmson den bes
rühmten Arzt von Erotone, der ¿uerft cine Pythagorifche
Py
RE gefehrichen hat, Sippafum, Ludorum einen
Cnidier des Archyra Schüler, mit feinem Sohne Aris
ftagors, und dreyen Töchtern, Actide, Pbiltide und
Melpbide und andere.
(Es daurete aber diefe Secte
nicht viel ber ziwenhundert und funfzig Sabr, etwa bis
‚auf die Zeiten des groffen Aleranders, da die legs
ten Pythagoracr Ichten, als Xenopbilus von Chafcis,
Pbanton, Lchecrates, Diocles und Polymneftus,
welde Pbliafier waren, und Pbilolaum und Lurye
tum zu Tarent gehöret Hatten, wo auch Plato mit ib:
nen und Arcbyte befant worden war, und die Prthagos
rifchen Bücher des PHilolai befommen hatte; doch wenn
gleich die Öffentlichen Schulen diefer Secte aufhöreren,
fo waren noch immer vor und nach Chrifti Geburt Anz
hanger des Pyrbagors bin und wicder vorhanden, als
rrigidius Sigulus, O. Sertins, O. Lnnins, und
andere zu Nom, vor und zu Tulii Cäfaris, Anartlaus
von fariffa zu Yugufti Zeiten, und andere, von denen im
folgenden zu reden ift**b,
|
Der porhagorifchen Geote
Ma:
Wise
225. Glee bie sorbin anges maes Locrus de anima mundi
genen Seribenten, befoudersBruz in opufculis mythologicis, yL
Hert und Sabrieium e Ts- et ethicis Gr, er Lac, ed. $ mr
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das adtzehnte Haupetiicf,
füge ich die Llearifche bey, welche vom Xenopbane
von Colopbon ihren Urfprung und von der Stadı Llea
oder Delia in dem groffen Griechenlande ihre S nen:
nung hat, der ohngefähr in der (ehe und funfitsften
Olympiade gebohren, in der dren und fiebenziafion mit
den Pythagoracrn befant worden, und Telsugem, Dys
thagoré Sohn gchôret, in der fieben und ficbengigrien
aus feinem Baterlande entweichen und nad) Sicilien fiume
ten müflen, und in der cin und achtzigften im hunderten
Sabre feines Alters geftorben iff, nachdem er als cin Die
ter, SchHichtfchreiber und Weltweifer berühnt geworden,
von dem befonders Y. VO. Seuerlein gehandelt hat.
Die Lehren diefer Gecte, daß ein einiges unendlich. uns
veränderliches Wefen, das alles in allen ausmacht, und
dices GOtt fey, die Welt ewig fey, es unendlicy viele
Welten, Feine wahre Erzeugung, Veränderung, Anfang
und Ende, Tod und Untergang in der Welt gebe, die
Sinne berrügen, vier Elemente find, die Serle ein Ocift
(en, die verfteinerten Dinge von einer allgemeinen Libere
fchivemmung entftanden find, dadurch auch die Welt cin:
mal merde verändert werden, und andere muß man an:
derwerts nachlefen. Xenophant folgte Darmenides,
der in der neun und fechzigften Olympiade b rubme war,
auffer den Kenopbanem aud den Ansrimandrum
und ¿een Pythegoräer Umeiniam und Diocherem
gehöret hatte, die Lebron der Elearifchen Secte, fonderlich
von den Yionsden vermehrete, und das Sophisma,
Achilles genannt, erfunden hat, deffen Schüler Linpes
|
docles
Gale, Amft. 1638. 8. im Stanley
Pytbagora, Epicharmo, Ocello
802.
Fabricius B. G. IL. L 21,
Ionfus 1. VI. 32. Bon Pytha-
Lucano,
Empedocle, fiehe auch
goraeis viris ec feminis f, Fabri-
Sederidh notit. auét. 108. 119.
137, 138.
Empedoclis vitam f.
cium i. c. II. XIII. 490. 524.
Ocellus Lucarus de-natura vniverí Gr, et Lat. cum comment,
Fenelon, not. 17b. Bom Acdhys
ta lo, Andr. Schmidi © not.
Diogen. Laert. VII 1. und im
Car. Eman. Vizzanii,
Amtt.
377 a.
1668, 4. ©) auch im Gale.
Bom
cker 4 e. Il, 251
Bom Alcmacon |, Bru
Página 7
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)docles, Meliffus ein Samier, der in der vier und achts
pigfien Olympiade berühmt war, Zeno von Elea in der
achtzigften Olympiade, der der Erfinder der Dialectif
fepn fol, von cinem Tyrannen feines Vaterlandes gren:
lich gemartert worden, und der Atheifterey befchuldiget
wird, und andere gewefen find. Diefem folgte Lencip:
pus, der in der Naturlchre die Lehren der Lleatifchen
Sete veräiderte, die Gefege der Bewegung zum Grunz
de (egte, dic Atomes und Wirbel einführte, und den De:
mocrituin bon Ybbera, der über alle Thorheiten der
Mirnichn Cachte und in der achtsigften Olympiade (oll ges
bohren feyn, zum Machfolger hatte, deffen atomiftifche Lehs
ren in der Phnfif befarint find; wie denn Ariftoteles
felbft ijn wegen der erften Definitionen in der Phnfif
rúbmet, und man von ihm faget, daß er auf die neungig
taufend Shaler folle verreifet und auf das Studiren ge
twendet haben. bm folgte Drotagoras von Abdera,
der in der vier und fiebenzigften Olympiade fol berühmt
gemefen feyn, welches fic) aber mit dem vorigen nicht rei:
met: daher ich lieber mit Detavio fegen möchte, Demo:
critus (en in der fieben und fiebenzigften Olympiade ge:
bohren, und Protagoras inber vier und adhtzigften bes
rühmt gewefen; wie denn aud) Detavius den Darme:
nidem in die neungigfte Olympiade (eget. Der Drotagoras hatte befonders den Lchrfag, daß alle Materie in
ficter Bewegung fey;
muffe wegen der Athcifterey aus
Athen weichen; zeigte guerft mit Wörtern ju fophiftifiren, und von feinem Streite mit Lvathlo handelt be:
fonders Jo. Lud. Alefeld. Unter die Anhänger des
Democriti gehoret noch Vieffus aus Chius, Diagoras aus Melos, der über cin ihm entführtes Gedichte
zum theiften ward, und in der cin und neunzigften
Olympiade deswegen von Athen flüchten mufte, Anar:
archus von Abdera, des Diomenis von Smyrna und
Metrodori aus Chine, eines Zuhörers dest Tepi Schü
ler, der bey dem groffen Alerander wohl gelitten war,
aber
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das ahrzehnte Hauvtffüc,
aber davor nach deffen Tode von dem Yiicocreon in
Cypern in einem Mörfer zerftoffen wurde, weldye Marter
cr ftandhaftig erdufdete, und viel andere ??b. Hicrauf
it auch der Meracliteifchen Secte zu gedenken, die
vom Beraclito cinem Ephefier den Mamen hat. Dicefer
hörcte den Xenopbanem, Zippafinm und andere Py:
thagorder, beweinete beftändig die Thorheit und das Elend
der Menfchen, wie man vorgiebt, und fol um die neun
und fechjigfte Olympiade berühme gewefen feyn, in der
Maturfchre die Atomos, das Feuer als ein Element als
[er Dinge, Gort als die Seele der Welt, die beftandige
Bewegung der Materie als das Schieffal, in der Sit
tenlehre aber des Dienfehen Wohlgefallen als feinen Ends
joe, und deffen Erhaltung als das höchfte Gut, gelehret haben. Unter feinen Anhängern finder fim Cratys
Ins, von dent Pisto die Philofophie des Herscliti ges
lernet hat, der berühmte Arzt Gippocraces, der die
Schre von den Eintheilungen in der Bernunfrlehre recht
fol unterfucht und verbeffert haben, vom Democrito
und Geraclito vieles angenommen, sucrit die Arjncytunft von der Weltweishcit getrennet, in der Phyfif die
Erfahrungen ohne Hypothefen zum Grunde geleget, doch
das euer oder den Actherem zum wirfenden und das
Waffer
a3b. Zec. Wilh. Feuerleis de
Kenopbane, Altorf 1729. &. Diogenes Eaert. VII. 11.
Ssraba
XUL
Bom Parmenide, Diog.
Laers. VIM. 1,
Seruv B. P.F.
335. Jo. Bottfr. Walthers
Elestifche Gräber, oder Unterfuchung der Gründe der Wolfikhen
Meltweirheit, Magdeb. 1724. 4.
Leno f. Drogen. Eaert, VIII V.
lienus, not. 2962. Bom Demo.
crito Diogen. Laert, VIH. VER,
Ariflot. de part, anim. 1. 1.1106,
Jo. Chryfoft. Magneni Democritus reuiuifcens, Hag, 16:8. 12. (-)
Jo. Cour. Schwarz Theologia
Democriti, Coburg. 1719. 4.
Petauius rat. temp. 92. Alefeld
Pratagorae et Euathli fophifma
ta, Gieflae A.
Diogen. Laers,
Meliffus, Diogeu Laert. VIMI.
VINI, VIII
NU.
VINI. X.
Zeweippas,
id.
ib,
VI
Bayle voce Leucippus, der and)
id. de Anaxercha
Brucker 1. c. IL 269»
var den merten übrigen, wie in:
406,
Fabricius B. G. IH. XXUI,
Struv B. P. L 335.
Stolle,
gleidjen das Gelehrten - Lexicon
Gundling l a.
nachiufehen if, aud Scipio Aqui»
Hederich Lc.
Página 9
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Sift. der Selehrf. bis auf Auguflum.
Maffer zum Leidenden Elemente gemacht, diefen ein ges
wifles nothwendiges Gefes als Gort zugefchrieben, und
alfo in den Krankheiten etwas gottliches gefuchet hat, der
Athcifterey von cinigen befchuldiget, von andern aber ver:
theidiget wird, und in der Bundert erften oder Hundert
fechften Olympiade, fünf und neunzig oder gar Hundert
und neun ÿabr alt, geftorben ift, und andere, nachdem biefe
ift in gegens
Scete bald verlofchen ift **b. Mahe diefer
wärtiger Zeit der Urfprung der Kpicurifchen Secte
zu merken, welche ihren Damen fúbret vom Epicuro,
cinem Atbenienfer, der in der hundert und neunten Olymz
piade zu Gargerto gebohren, in einem Garten zu Athen
cine philofophifche Schule angeleget, dafelbft fleißig gelehe
ref, bey dreyhundert Bücher gefehrichen, von welchen aber
nur cinige Stüce nebft dren oder vier Briefen übrig find,
und in der Hundert fieben und zwanzigften Olympiade,
zwen und ficbenzig Jahr alt, geftorben iff. Diefer wurde von andern Secten aus vielerlen Urfachen ohne Grund,
fonderlid) von den Heuchlern (chrecklidy verleumbet, und
einer Namens Diotimus crdichtete nach feinem Tode
unzüchtige Bricfe, die er folle gefchrieben haben, dem es
aber, als Seno Sidonius, cin Epicurifcher Schrer, den
Betrug entdeckte,
und ihn deswegen verflagte, das $chen
Foftete; welches um fo viel mehr zu bemerken, da diefer.
Diotimus cin Stoifer und vermeinter ffrenger VWerehe
Es verdienct feine Welt
rer der Tugend feyn wolte.
Weiss
M 4
24 b. Diogenes Laertius VIII. I.
Gottfr. Olearius de principio rerum naturalium ex mente Heracliti, int Stanley, 839. 855.
Brucker 1. c. Y. 406. feq.1079. {q.
Fenelon,
VIH. 438. 243. feq.
n0r.17.b. Dem a leget
in der Logit dergleichen bey Per.
Ramus {chol. Diale&. 1. HI, 8.
Fo. Stephani Hippocratis
Coi
Theologia, in qua Platonis,
Ariftotelis
et Galeni
placita
chriftianae religioni confentanea exponuntur, Venet.1638. 4.
lo, Andr. Schmidt Theologia
Hippocratis, N. H. Gundling
Oris Il. 2. 73. Dan. Wilbelm
Tiiller Hippocrates atheifini
falfo accufatus, Rudolft. 1719. 8.
Fabricius B. G. U.
XXIII, 799. U. XXIII, 841.
Brucker l. ce.
Página 10
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das achtzehnte Hauvefttic,
weisheit nächft der Ariftotelifchen den gröften Ruhm, und
ba diefe in der Theorie am weiteften gieng, fo war gewiß
dic Epicurifche in der Ausübung der Tugend unter allen
andern Gecten dicfer Zeit die vortreflichfte. Scine Schüs
ler und Anhänger waren feine drey Brüder YTeocles,
der den Wahlfpruch hatte: Latenter vine, Chairedes
mus und Ariftobulus, feine dren Freunde und Haus:
genoffen YYierrodorus
von fampfaco, der Leontit
Mann, Dolyánues chenfals von Lampfaco, und Ser:
machus des Epicuri Nachfolger in der Schule, von
Mitylıne, des Lpicuri Knecht uf, ferner Leons
teus, Colotes, “fOonsenens, des Yietrodort Bru
der Timocrates, der aber abficl und ibn hernad vers
leumdere, Yetrodorus von Stratonica, der auch abs
frünnig wurde und zu den Academicis ubergieng, die
Sraucnaperfonen Leontium, Themifta Leontei Chez
frau, des Soilt Tochter, Tbemifte oder Themiftone,
Dbilänis, der der Sophift Dolycrates ein unzüchtiges
Gedicht andichtere, und andere, welche ihren Schrmeifter
fehr verchreten, zu feinem Andenken allemal den zwanzigs
ficn iedes Monats fegerten, und daher Gcadiftá genenz
net wurden. Die Schren des Apicuri find ausführlich
bey dem Gaffendo und Srudern aus den Alten zu les
fen, und gehören in eine befondere Hiftorie der Weltweiss
heit. Seine Erflärung der Weltweisheit habe ich (chor
im $ XXXX angefübret: er theilete fie in die Tiatur:
lebre und Gittenlebre, und feste eine furge Wer:
nunftlebre, die aus gewiffen allgemeinen $ehrfägen von
der wrtenntnip der Wahrheit beftand, und deswegen Canonica bi:B, voran, worin er die Syllogiffif und was feis
ner Hicinung nad) er nicht von ausgemadtem Muben
vor den richtigen Gebranch des Verftandes bielt, mega
ließ; wie cr denn überhaupt wenig aus demjenigen machte,
was nicht. das Herz beffert und die Ghickfeligkeit des
Menfehen befördert, zu welchen Dingen er das meifte aus
der Nhetorik, Poefie, Mathematif, Dialectif, und dergleis
then
Página 11
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)iff. der Selehri bis auf Muguffum,
chen feiner Zeit rechnetes dagegen nahm er die Sinne als
untriglid an, und hielt das vor wahr, was damit übers
cinftimmet. in der YTaturlebre nahm er die Körper
und din leeren Maum an, weil fonft feine Bewegung
möglich wäre.
Den von einem Körper erfülleten Naum
nennete er den Ort, fegte die Atomos oder Monaden oder
Einheiten als die erften Elemente an, die dod) ihre Gröffe
hätten, und von unterfchiedener Gejtalt wären, ihre ges
wiffen Kräfte und Bewegung hätten, und zwar von fich
felbft, daraus er denn ferner alles in der Welt und die
Welt felbft herleitet, die daraus zufälliger Weife entftans
den, und alfo nicht ewig, nicht erfchaffen, Gott auch nicht
ihre Seele wäre, deffen Vorfehung er ebenfals Icugnete,
wicwol ihn einige davon fren fprechen; glaubte,
es waren
unendliche Welten, die Seele fey ein fubriler Körper, ema
pfinde nur durch den Körper, und wenn fie von dem Kors
per gefchieden ware, fo höre ihre Empfindung auf; fie bes
fiche aus dem Gemüthe und der Seele, mente et anima;
MWoluft und Schmerz waren die beyden Hauprbegicrden,
bie Seele höre mit dem Tode dergeftalt auf, daß fie wies
der in ihren Anfang, daraus fie entftanden, gienge, und
dergleichen; dabcy er zwar die Wirklichkeit der Gorter
nicht leugnefe, fie aber von allen Begebenheiten in der
Welt ausfchloß, darum fic) zu befiimmern ctwas bes
fchwerfiches wäre, das fic) vor das gläckfeligfie Wefen
nicht fire.
Syn der Sitrenlebre feste cr die Glückfes
ligfeit des Dienfchen zum Hauptjwecfe, und nennete fie
auch Vergnügen, Wohlfeyn, Wolluft; diefe máffe man
fuchen durch die Güter des Gemuths; fie fey sroeyerley,
cine Befreyung von Schmerzen, Beruhigung, füffe
angenehme Stille, indolentia, oder eine wirklich angenchs
me Empfindung, Freude, fiigelndes Webhlfeyn; die erfte
fey nur der Hauptzmerf des Schens, und diefe miffe man
fushen, nicht die andere; vor den £cib erlange man die
erfte durch die ArjenenFunft, vor die Seele durch die Gite
tenfebre, die vier Haupttugenden Klugheit, Mapigkcit,
Zapferz
Página 12
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Zapferfeit, Gerechtigkeit, dur deren Beobachfung vers
meide man die fiheinbare Woluft, die nur Schmerzen
nad) fich zichetz cin Weifer fen nicht verliebt, beobachte
den Wohlftand, (ey gelinde, barmherzig, gütig, mitleidig,
niche jornig, noch geigig, nicht furchtfam vor dem Tod,
nod) vor den Göttern, verchre die Götter ohne Hofnung
der "Belohnung und ohne Furcht der Strafe, es (ey nichts
rcdyt von Natur, fondern wegen des Mubens der menfch>
Lichen und bürgerlichen Gefellfchafe, wer unrecht thue
bleibe nicmals verborgen, den Befehlen der Obrigfeit
muffe man geborchen, aber Gefege, die nicht zum gemeins
faftlihen Mugen der Gefellfchaft dienen, fónne man
nicht recht und billig nennen, man fuche Sreundfchaft des
Mugens wegen, was nicht zur Sreundfchaft taugt, laffe
man fahren, und was dergleichen mehr, darin vieles vor:
treflich, verfchiedencs aber verwerflih if.
Nah Lptcuri Tode folgte ihm wie gedacht in der Schule Her:
machus, dieem Dolyfiratus, der mit dem Sippoclide aud) einem Epicurer zu gleicher Zeit gebohren wur:
de, lebte und ffarb, diefem Dionyfius vielleicht Wetatbemenus, diefem Bafilides, diefem vermuthlid Pro:
tarchus Dargylaites, welder Demetrium Laco:
nem jum Schüler gehabt, auf welchen erliche unbefannte
gefolget find, fobann Diogenes Tarfenfis, zu welchen
einige Lpollodorum Kepotyrannum, der über vier
hundert Bücher foll gefehrichen haben, und feinen Sachs
folger, den Cicero und Atticus gchöret haben, den Jez
nonem Sidonium, Phédrum, Datronem und an:
dere renen, auch gmeen Alerandrinerden Drolemánm
den weiffer, und Drolemáum ben (hwarjen, bis diefe
Scete, obgleich einige als Diogenes von Seleucia bey
dem Sprifehen Könige Alerandro und andere fich nicht
zum beften aufführeten, man fie deswegen auch an einigen
Drten ausjagte, wie dem Ylego und Pbilifco ju Mom
gefchahe, dennoch bey din Momern Benfall und groffe-
Anhänger fand, Cicero felbft den Zenonem Sido:
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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Dif. der Belehef. bis auf Auguftum. 187
nium und Dbédrum zu Athen hörte, auch fange nad)
Ehrifti Gebure fortgedauret har" b. festlid) muß ich
ned) die in diefer Zeit entftandere Pyrrbonifibe oder
Sceptifibe Secte anführen, wilde Pyrrbo von
leg, cin gewefener Maler, der faft neunzig abr ale
worden, ein Schüler des Dryfonis Stilponis Goh:
nes und Ynararchi, den cr auch auf dem Zuge des grof:
fen Alexanders bis in Yndien zu den Gymnofophiften
begleitete, obngefähr in der hundert und zehenten Olympiade geftiftet hat, wiewol fchon vorher in der Democriteis
(den Secte dazu der Grund geleget war, von dem einige
fchr verächtlich fprechen, andere hingegen ihn als cinen
flugen und tugendhaften Mann befchreiben.
Das
Hauptiwerk diefer Secte Fam darauf an, daf fic zwar nicht
die wirflichen Empfindungen und anfcheinenden Lmftän:
de Icugnete, fondern nur das, was man daben_gedenferr—
und durd) vermeinte Demonfirationen behaupten molte,
Deren Gewifheit fie gänzlich in Zweifel 309, und. meinte
es Fame alles auf den Wahn und die Einbildung an, twos
zu dem Dyrrbo theils die Art der Dialecticorum eine
Sache bald zu bejahen, bald zu verneinen, theils die Záns
ferenen der damaligen Secten, theils der Hochmuth der
Scctirer und Demonftrationspedanten, theils die (chon
vorhandenen Lehr fake anderer Weltweifen,
dag man nichts
gewiffes wiffen fónne, theils der Mangel einer guten Vere
nunfrlehre in den damaligen Zeiten, da man auch in aans
zen Secten die Gewißheit der Sinne in Zweifel jog, und
dies
25 b. Diogenes Laert.X. Fabricius B. G.I. XXXIII. $03.
Tac. Rondelli de vita ee moribus
Struu. B. P. 1. 65. 17. 233. feq.
Brucker Lc. Il. 459-704. VIII,
rale d’Epicure ei. à Ja Haye
1685. 12.
Bayle diétion. voce
246. leg. Per. Gaffendus de vita
et moribus Epicuri, Lion 1647,
4. Hagae 1656. 4.etin fyntagmate Philofophiae Epicuri, Amtt,
1684, 4. Lond. 1668. 12, in opp.
Epicurus,
Epicuri, Amft.1693, 12. La moe
102,
and
Der
Hofphilofophie,
Stolle I. ce. Gundfing le. Heu
mann in A.P. 11. 637. Hederich
I, c.ete.
$
XI. Bitherfaal 7.1,
Thomafius in feinen Monaten Il,
Fenelon, sot. 17 b,
Página 14
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das achtzehnte Hauptftüch,
diefefbigen nur vor Cinbildungen ausgab, auch wohl die
£ujt cine eigene Gecte zu ftiften und andere Urfachen
mögen veranlaffet haben. Alfo feugnete er nicht, daß
der Zucker und Honig fiiffe wären, aber ob die Süßigfeit
in dem Zucfer und Honig, oder in feiner Runge angutrefz
fen fen, Eönne man nad) feinem Vorgeben nicht wiffen,
es fey ein verwerflidjer Zirkel der Dogmaticorum, ba fie
aus den einzelnen Dingen per inductionem allgemeine
Gave machten, und dann wiederum aus den allgemeinen
Gágen auf die einzelnen Dinge (chliffen, ingleichen ets
was ju demonftriren der Berftand nôthig, und diefen ju
erweifen wieder eine Demonftration nöthig fey, einem iez
den Beweife oder Grunde einer Sache fiche ein anderer
von gleichim Gewichte entgegen, man müffe fich alfo vor
Feinen erklären, damit man ein ruhiges und unbefünmer:
t:s Gemüthe behalte, undwas dergleichen mehr ift, wel:
ches man bey dem drucker und andern nachlefen fan,
Es ift aber der Scepticifmus von unterfchiedener Art
und die Ycsdemici zumal Arcefilsus und feine Anhanz
ger in der <bat nicht von den Scepticis unterfchieden
gewejen,
fo nennten fi die jüngern Gceptict nur Uca:
demicos, unter welchem Damen ffch diefe Gecte weit auss
gebzritck bats fie wurden aud) Aporetici, Zetetici, Epheétici genannt.
Zu den Salen des Dyrrbonis red:
note man den Kurplochum, Pbilonem einen Aches
nienfer, LZaufipsenem von Tejus, Secataum von
Abdera, Yiumentum, den man mit einem andern diefes
Namens von Apamea nicht vermengen muß, und fondere
lich den Timonem Phliafium den Sillographum, den
Sf Sried. Langbeinrich befonders befthricben hat, und
alg diefe Geete in Abnahme gefommen war, half ihr
Prolemáus von Cyrene wieder auf, dicfem folgte Sar:
pedon und Seraclides, diefem Aenefidemus, der mit
Antiocho Academico zu Ciceronis Zeiten lebte, diefem
nad) Eprifti Geburt nod) andere, unter seen, viele
ergte
Página 15
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Herzte gewefen find" b.
Schließlich etwas von der
Pbilofopbie der Römer zu gedenfen, fo fam die
Philofophie bey ihnen (ehe (pate auf, den T Tumam Poms
pilium darf man hieher nicht rechnen, der lange vor dem
Pytbagora gelebt hat, auch nicht den Hermodorum
‚von Ephefo des Geraclitt Freund, der mit an der Eins
richtung der zwölf Tafeln gearbeitet bat, als aber Cars
neades, Critolaus und Diogenes, von Athen nad)
Mom gefchict wurden, machten fie den Mômern cinige
Luft zur gricchifchen Dhilofophie, doch widerftand ihnen
Cato der ältere, der aber felbjt ein Lichhaber der Pythaz
goräifchen Philofophie war, auf deffen Antrieb mufte
111. Domponius der Prätor, unter den Bürgermeiftern
€. Sannio Strabone und 117. Meffalla ein Decret
machen, daß zu Nom feine Philofophi feyn folten, welches
einige Fahre bernach auch auf die Medner ausgedehnet
wurde. Machher wurden dennoch Scipio Africanus,
£álius und Surius Befórderer der Philofophie, der ers
fte hatte den Dolybium und Danâtium unter feiner
Begleitung, O. Tubero ein berühmter Jurifte brachte
die StoifhePhilofophiein Aufnahme, dem folgte &.XYTu:
tius Scävola ein Schüler des Danstii, 2. Creffus
fernte zu Athen Carnesdem, Elitomachum, Aefchinem, Metrodorum, Minefarcbum, Crirolaum,
Diodorum und andere fennen, Dompejus befuchte zu
Nhodus den Pofidonium, Lucullus hielte viel vom
Antiocho Afcalonita, und erlaubte zu Mom allen Welt:
weijen feine Bibliochef zu gebrauchen. Sylla hatte in
feiner
26 b. Diogenes Laert. VIII.
XI. XII.
/omfus 111, VI.235.
Fadens de fcepticifmo mortali, Hal.
1698. ©.
Reimm. B. H L. 316,
bricius B. G. II. XXXIII. 817,
Brucker 1. c. 11. 705. leg. Fene.
don, not.ızb. Serum, B.P. 1.72.
Lac. Schaller! exercit. in Sexti
Philof. Pyrrhoniarum hypot.
Argent. 1652. ©. Reimm. B.H.
feq. 235. leq. Langheinrich de
Timonis vita, do&rina & fcri-
L. 314. Bayle diétion. voce Pyrrho. Stanley 918. Gundling. 1, €,
ptis, Lipf. 1720, 1721. © 2. Bud-
Stolle 1 €,
Página 16
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Das aditzebnte Hauptflüc,
feiner BibliotheF, Me er aus Athen bereichert hatte, die
Soriften des Mriftotelis und Theopbrafti, welche
Tyrannio abfehrich, von dem fic Andronicus Rbo-z
dius befam, Srutus hôrete zu Athen den Theomnes
{tum und Cracippum, den auch der junge Cicero hös
rete, fo zogen dic Römer nad Crotone, Metapont,
Seraclea, Athen, Rbodus, Apollonia, Marfeille,
YTeapolie, Mirylene, Alerandria, Smyrns, Mar
land, Bourdesur und an andere Derfer der Philofos
phic wegen, daher Cicero geftebet; A Grecis philofophiam
ES” omnes ingenuas difciplinas babemus, undLivius fagt:
Artes multas ad animorum corporumque cultum nobis
eruditifima gens Greca invexit. Keine befondere Gecte
iff unter den Römern aufgefommen, fie find auch bey
den Secten, die fie annahmen, ziemlic) gleichgültig geblies
ben, weil doch groffe Leute fich nicht auf cine Schulfectis
rerey cinfaffen, und die Lehrfage der Academifchen Wels
weifen fie gegen alle Gecten ziemlich gleichgültig machten,
inzwifchen waren Lnnins, D. Yligidius Sigulus,
der alte Cato, und andere Dothagoräer, Lucullus, Brus
tus, I. T. Cicero, IN. Terentius Darro, IM. Dis
fo tichhaber der Academifchen Secte, fonderlih Cotta
und Cicero von der mittlern Academie, da Cicero vor
dem Dbilone einem Academico, Diodoto cinem Stoiz
co, Antiocho einem Academico, Pofidonio, Zenone
Gidonto, Pbádro, und andern vielcs erfernet hatte,
deffen Anverwandtin die Cerelis von ihm fehr gerühmet
wird, wie auch die Cornelia des Scip. Africani des
Altern Tochter und Sempronii Gracchi Frau, Lucie
line Bibulus, Cato Uricenfis, der den Antparer
von Tyro zum $chrmeifter hatte, und mit bem Wrhettos
boro Cordylio von Tarfus VBWibllothecarto zu Perga-’
mo in befonderer Verbindung Hand, auch noch Furz vor
feinem Tode, che er fic) felbft entlcibte, mit Apollonide
einem Stoifer, und Demetrio von Byfanz einem Peris
patetico eine Lange Unterredung hielt, deffen Tochter
Porcia,—
Página 17
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Dorcia, die fich gleichfals felbft umbrachte, und andere
Stoifer, M. Craffus, der den Yleranòrum von Anz
tiochia zum Anführer hatte, Andronicus Rbodius,
Stafea, der fido bey dem Pijone aufhicit und andere
Peripatetic,
Y. Pomponius Atticus, Cains, £
Torquatus, €. Dellejus, €. Crebatius, £. Papi
rius Päcus, Verrius, L. Gaufejus, T.Albutius,
£. Difo, €. Amafanius, Paufa, M. Sabine Gal
lus, Datron, Qvintilius Darus, Philodemus von
Gadara, Gyron, Catius Infuber, €. Cilnius Mé:
cenas, Goretius, Pirgilius, und T. Lucretius
Carus Epicureer, von andern Secten findet man wenig,
Ob aud) gleich Umafanius und Kabirius die Vers
nunftlehre verwarfen, von welchen Amafanius der erfte
Sómer war, der in der Weltweisheit im Sabre der Welt
dreytaufend achthundere und act und achsig etwas
fcbricb, wie Cicero von ihm meldet, fo fhrieben doch
Darro und Cicero felbft dergleichen, Lucretius war
ihr erfter Maturfehrer, Cicero ihr befter Schriftfteller
in der natürlichen Gottesgelehrfamfeit, dem echte der
Natur und-der Gittenlehre.
Und aus dem bisherigen
erhellet, was die Weltweisheit in diefer Zeit bey unterz
fhiedenen Bölfern, in allen ihren Theilen nach den une
terfchiedenen Secten vor Veränderungen gehabt habe,
das ich fo fur; als möglich zufammen gefaffet, und nad).
meinem Vorhaben cine weitere Ausführung, die man bey
den off angezogenen Scribenten fuchen muß, vor unnós
thig achte ” b.
|
$.
—
CCXXXI.
o febr aber die Weltweisheit in diefer Beit getric:Bon
ben wurde, fo fehr und noch weit flärfer legte man (ido semua:
-
Guti? die:
,
test.
a7 b. Paganinus Gaudentiusde VII. 278. Nom :Cicerone,
nor. fer zeit
,
,
Philofophia apud Romanos, Pifa: 957 a. 280 a.
1643. 4. und in der Collectione,
om Lucrerio, not.
966 a. Seruu.B.
P.IE 31.
Fabri
{criptorum rar. Hal. 1717. 8. fafe,
cius B. L.
IL ec ll. Off, fel. Hal, VIL VINI.
et XII. Brucker 1.c. Ul. 1-168;
¿e le, Heumann A.P. 11, 441. ecc.
Reimm, B.H.L, &c.
Gundling lc.
Stol-