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Die Zahlen in platonischer und
\ ae a
rm
DIE ZAHLEN IN PLATONISCHER UND ARISTOTELISCHER
AUFFASSUNG
- Ernst Bindel
ber den Ursprung des Zahlbegriffes ist von seiten der Philosophen
und Mathematiker viel nachgedacht worden. Dutzende von Namen könnte man da allein aus der Neuzeit aufzählen; es seien
nur die bekanntesten genannt: Hobbes, Descartes, Locke, Leibniz, Newton, Berkeley, Kant, Herbart und Mill. Ihnen folgten mit einem neuen
Einschlag gegen Ende des vorigen und mit Beginn dieses Jahrhunderts
Boole, Frege, Dedekind, Hilbert, Klein und der noch lebende Russell. Sie
alle haben um das Verständnis des Wesens der Zahlen gerungen und dabei, soweit es sich um die Mathematiker handelt, Großartiges zutage
gefördert. Nur eines ist keinem von ihnen gelungen, die Zahl dem Banne
des (Quantitativen zu entreißen, sie auch an dem Bereich des Qualitativen
teilnehmen zu lassen — mit einer Ausnahme. Sie ist durch eine Äußerung
von Leibniz gegeben, die sich in seinem Brief an den russischen Justizrat
Goldbrach findet: »Die Musik ist eine verborgene arithmetische Übung
der Seele, die dabei nicht weiß, daß sie mit Zahlen umgeht. (Musica est
exercitium arithmeticae occultum, nescientis se numerare animae.) Die
Seele vollbringt nämlich vieles in unklarer und unbemerkter Erkenntnistätigkeit, was sie mittels deutlicher Wahrnehmung nicht bemerken kann.
Denn es sind diejenigen im Irrtum, die meinen, es könne nichts in der
Seele geschehen, dessen sie selbst sich nicht bewußt werde. Wenn daher die
Seele auch nicht merkt, daß sie rechnet, so fühlt sie doch die Wirkung
dieses unbewußten Rechnens, sei es als Freude am Zusammenklange, sei
es als Bedrückung beim Auseinanderklange (in dissonantiis).« Mit diesen
Sätzen wird die Brücke vom Quantitativen der Zahlen zu ihrem Qualitativen geschlagen. Es kann zur Überraschung gereichen, daß diese in der antiken Welt vorhanden gewesen und beschritten worden ist. Es ist in der
griechischen Antike das unbestrittene Verdienst von Pythagoras, hier vorangegangen zu sein. Seine Lehre fußt auf der Erkenntnis, daß das Verhältnis zweier ganzer Zahlen, also ein Quantitatives, erst dann in seiner
vollen Bedeutung hervortritt, wenn es vom hörenden Menschen ergriffen
238
aristotelischer Auffassung
. De
lverhältnis zweier Töne enthüllt
wird und sich als das Interval
a
ee
tilian ın seiner Schrift »De
einem Bericht von Aristides Quin
d
nor
on
es das von ihm erfundene
er sich beim Herannahen des Tod
er
in den Weltenlogos durch ein
reichen lassen, um sein Eingehen
h e
n.
eite
Zahlenlogoi würdig vorzuber
über die tönend gewordenen
“ en.
hagoras habe dadurch bekunden
Berichterstatter fügt hinzu, Pyt
tin
a
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htu
e der musikalischen Betrac
daß die letzte und höchste Stuf
Bene uns
den sinnlich wahrnehmbaren Tönen,
sondern in der idealen
yon
nem jüngst erschienenen Buch >}
der Zahlen zu erfassen sei. In mei
beeit und Legende« habe ich mich
oras, Leben und Lehre in Wirklichk
rt
sechsten vorchristlichen Jahrhunde
. äht, das Lebenswerk dieses im
wie
,
schildern und begreiflich zu machen
lebenden großen Eingeweihten zu
ere
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sein
g des Zahlenwesens alle
aus seiner vertieften Auffassun
R
en sind. »Die Zahlen des A
großen Leistungen hervorgegang
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ilt
urte
s
ndig zu verstehen«,
sind gewiß nur aus der Musik lebe
Ir
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Abhandlung »Beethoven« vo
Wagner in seiner tiefschürfenden
g
Einsen zu verstehen, bleibt einseiti
1870. Sie als bloße Anhäufung von
iedigend.
sr
ischen Zahlbehandlung wurde
De ehe Erbe der pythagore
n os
nem
Plato übernommen. In sei
mehr als hundert Jahre später von
om
ühmt gewordenen Sätzen, jo
Timäos begründete er in drei ber
h
"
»Die Zahlengrundlagen der
mentierung sich in meinem Buch
A ammenhang mit der Zahl eine
Wandel der Zeiten« findet, im Zus
en
demie abhängigen DEN
gestaltung, die den von der Aka
usikin die von Boethius, dem letzten
zur Richtschnur wurde und bis
e
ten fünf Bücher »De musica« r
schriftsteller des Altertums, verfaß
absoluten Kanon ab, den das a ni
reichte. Sie gaben in der Folge den
runde
is der antiken Musiktheorie zug
ländische Mittelalter seiner Kenntn
ne des bebt hatte, wurde von ihm im Sin
rc Plato von Pythagoras erer
n
um es zu besitzen, wurde im e
kannten Goethewortes erworben,
“
enen Ideenlehre auf eine BN
menhang mit der von ihm geschaff
> er :
Stufe emporgehoben. Darüber sind
wir genauer unterrichtet
.
gehüllte pythagoreische Ge “ ve
schon in mythisches Dämmerdunkel
Iıners
en aus der Zeit seines Mannesalt
In seinen überkommenen Dialog
Pagina 2
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)her Auffassung
den sich zunächst nur Hinweise auf das, was er erst im Grei
l
vollen Deutlichkeit erhob. Es geschah in seiner Altersvorlesun 2 »Uben
u
Ziute« (pen agathon), die unveröffentlicht blieb und von der un
.
cc BER ve sie angehört haben, Als was enthüllt
e si
die ahl?
Als dasselbe Wesen, das sich seiner Gei
|
Idee, als Eidos manifestiert hatte! Was in augenhaf
j Bar
ihm als Ideenwelt aufgeleuchtet hatte erschloß Ich nme
a
einlauschen nun
an als
a Zahlenw
Zah elt, und so ‚Bar
kam Piato ın
in seinem
sein Aloe
dan
Alter dazu.
len«, den arithmoi a fiieren "nd von den »Ideenz
al
N Eu dieses Einmünden der platonischen Ideenlehre in die pythagor
ee ? a lenlehre verstehen, so muß man sich vorerst darüber
aufklä
nes für geistige Gebilde Platos Ideen waren. Würde man es in einer
An
ne ausdrücken, so könnte man sagen, die Idee sei das Ichglied,
die
Temsub un nes den Wesens der vier Naturreiche, von Stein,
Pflanze.
een Mensd r icht bloß dem Menschen ist das eigen, was sein
innera
aus acht en in dem Wörtchen Ich sich kundgibt, sondern auch
ne ner ihm befindlichen Naturreiche, nur daß ihr
Ich, wenn
oa un unten ei auf em Wirklichkeitsplänen
als sogean
r
1
n ist. Der Mensch verfügt
als ei
dividuum über ein Ich, wogegen dasselbe bei Stein Ph a
nl
Bi Pr tung, für die Art existiert. Plato wählt als Beioriete
Kür Ida
on ehe che Tatbestände wie die Idee des Guten oder
die Idee
an 5 Fa . Danach damit in u Sphäre des menschlichen
Ichs.
een
auen auch bis zum nächsthöheren WirkFi an und findet dort die Gruppen-Iche der Tierwelt, z.B.
die Idee
Mi
.
ce dab das ‚Eidos
als die Ichstufe jedes Wesens der vier
DRG g Bi
at, hängt es offenbar zusammen, wenn Plato einem
een Fido: vier Eigenschaften zuschreibt, die in prägnanter Weise
d
r“ niörmigen Aufbau der Naturreiche vom Stein aufwärts
bis zum
e ” nen Syiedergehen, nämlich Bewegung, Leben, Seele und Vernunft
.
WE n im Dialog Sophista: »Aber wie, beim Zeus! Sollen
wir uns
ıch überreden lassen, daß in der Tat Bewegung, Leben, Seel
Vernunft dem wahrhaft Seienden gar nicht zu eigen sind? DaB es der
240
heilig, ohne Vernunft zu haben, unbe
jebe noch denke, sondern hehr und
leug
daß es Vernunft habe, jedoch
weglich stehe? Oder sollen wir bejahen,
wohne
r sollen wir sagen, dies beides
nen, daß es auch Leben besitze? Ode
hätte beides nicht in einer Seele?’«
ihm zwar ein, nur meinten wir, es
es unterliegt der Idee« mit dem
Nun verschmolz das platonische »All
pythagoreischen »Alles nimmt an der Zahl
Wie ist diese Gleichsetzung zu fassen?
faches Verständnis suchen, indem wir
teil« zu einem Einheitlichen.
Wir wollen hier für sie ein zwieeinerseits den Schilderungen nachdes Schauens und Lauschens Begabte
gehen, die andere mit der Fähigkeit
gegeben haben, andererseits aber
von dieser Doppelnatur des Seienden
en, so, wie es nun einmal geworversuchen wollen, uns mit unserem Denk
len heranzuahnen.
den ist, an das Geheimnis der Ideenzah
n, den der Dichter und Arzt JustiDa kann man auf den Bericht verweise
rin von Prevorst sorgsam aufnus Kerner über das Innenleben der Sehe
nn des vorigen Jahrhunderts lebte
gezeichnet hat, jener Seele, die im Begi
seinem Weinsberger Haus und
und litt. Die Seherin lag längere Zeit in
rsten bewegte. Man darf sie als
hat ihm anvertraut, was sie in ihrem Inne
istisch über ein längstvergangenes,
einen Menschen betrachten, der anachron
ügte, Kerner erfährt von ihr die
nicht mehr zeitgemäßes Bewußtsein verf
hmungsorgans, dessen Sitz von
Konfiguration eines übersinnlichen Wahrne
e. Sie schildert es in allen
ihr in der Gegend des Herzens gefühlt wurd
einer Teil von ihr als ein zwölfEinzelheiten als ein Doppelgebilde, dessen
e, dem sie den Namen Sonnengliedriger Kreis oder Ring empfunden wurd
eren sorgfältig unterschieden,
kreis gab, wogegen der andere Teil, vom erst
am besten ihre Kennzeichnung
den Namen Lebenskreis erhielt. Man gibt
er:
beider Ringe mit ihren eigenen Worten wied
n,
sehe ich einen ebenfalls großen Ring liege
Unter dem großen Ring (Sonnenkreis)
Kreis
en
Dies
ist und ı13!/a Abteilungen hat.
der aber doch um etwas kleiner als jener
ern
nicht so auf den Nerven laufend, sond
und
jenen
wie
als
er
fühle ich nicht so schw
da®
,
etwas
sitzt
aber
es
Kreis
s
diese
nkt
Mittelpu
‚wie Luft, wie Geist in mir liegen. Im
liegt,
Welt
diese
el
nzirk
Sonne
im
Wie
.
Geist
der
Zahlen und Worte setzt, und das ist
in
andere, höhere; daher die Ahnungen, die
so liegt in diesem Lebenszirkel eine ganz
ren Ring, dem
ren Welt liegen. Wie auf dem äuße
einem jeden Menschen von der höhe
chen
der zwölf Abteilungen mit gewöhnli
Sonnenring, ich meine Gefühle von jeder
ch
deuts
sie
ich
dem
diesem inneren Ring, von
Worten aussprach, so sehe ich sie auf
ch
zuglei
sind
zeichen
Schrift
Die
.
n stehen
auf den anderen übertrug, als Zahl und Zeiche
aus.
ung
Rechn
meine
ging
.
..
Ringes
n
innere
auch Zahlen. Von dem Mittelpunkt des
Antaios IV - 18
Pagina 3
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)zu reden, der ewigen Idee, die
Diese von ihr in geheimer fortwährender Selbsttätigkeit vollzogene Rec
nung bestand in einer andauernden moralischen Bilanz. Es verma nn
gleich zu erschrecken und zu erheben, da von einem wissenden Menschen
Hier, im letzten Satz, wird, um mit Plato
zu erfahren, wie sich in unserem Innern etwas auswirkt, das derj h en
Tätigkeit, die wir im täglichen Leben nüchtern, zuweilen widers Sek
Für den in geistigen Welten Wahrnehmenden ist
handhaben, dem Rechnen, den göttlichen Sinn zurückgibt. Wie et w
diese innere Rechnung? Die Seherin spricht da von drei Ringen, aus der n
das Zentrum des Lebenszirkels bestehe. Von dem äußersten sa t sie n
daß er die Grenze des Geistes darstelle, der im Zentrum des Lebenskr ic
seinen Sitz habe, und von dieser Grenze weiß sie zu melden:
u
Da sche ich die Zahlen, von denen meine Rechnung ausging, ich sehe immer die Zahlevo m ne Zah und zwar der Zehner, ist eine beständige bei jedem Menscher
uglei
ie irdische Zahl, vermittelst welcher der
Geist in
di
|
kann. Die zweite Zahl, R der Sieb enzehner,
niist keine
ine
beständig
beständige a
x
uijae
Menschen verschieden
s
sein, , ist
st ab er
abe. zugleich
j
je innere Zah:a
die
und die himmli
a ische.
heden
j
Beide
Zahlen sind aber immer vereinigt in der Rechnung, die das Himmlische und das Trdische
zuge ech Ist es aber etwas, das nicht vom Irdischen stammt, so genügt zu
a Dun schon Fi ae Zahl. Beide Zahlen sind zugleich auch Grundworte in
n, die jedem
Menschen eigen ist, ‚ lie liegt das Grundwort für ü d
|
1 Mensch und für sein Verhältniss als Mensch zur Außenwelt. In den
als
Pr Br jedem Menschen wieder eine andere sein kann, liegt das Wort der Bemmanı
iesen einzelnen und dessen inneres Leben, das er nach dem Tode mitnimmt
Er
..
.
.
"
T
d
In diesen letzten Worten wird die Identifikation von Zahl und Idee des
einzelnen Menschen geradezu greifbar. Die Seherin fährt dann gleich
tröstend fort, man solle aber hierin nicht den Glauben legen, daß ein
Mensch, der Böses tat, durch seine Grundzahl schon im voraus dazu be.
stimmt worden sei; sie verhindere in ihm nicht die Wahl des Bösen der
Guten. Die Schilderung schließt mit den bedeutsamen Sätzen:
u
a
ajede ne jedem bösen Wien. Gedanken dem Menschen auch eine
a
:
re des
Menschen notiert das, der
Geist,
ichts
en tur as und nach dem Erwachen im Mittelreich (nach dem Tode) wo
un Gerade o Io dasteht wie ich jetzt ..., liegt dann alles klar vor einem und
hen Ale ee A est des Menschen Richter. Es ist mir auch, als hätte jeder Mensch
PR
2.
eburt an in sich und auch solche Zahlen und solche Sprache, aber
n und
Sprache sind nicht bei allen gleich. Ich meine, solche Ringe gehen durch die
, ganze Schöpfung, von deren
durch alles,, was da lebt und webt, durch die
ganze
an.
AnfangNatur,
I
242
..
,
.
..
.
“
Fr
.
Auffassung
beigesellt, die jedes unter
iedem Menschen zugrunde liegt, die ewige Idee
t.
dem Menschen stehende Naturwesen überstrahl
die Rolle, welche die
tlich. Ein Beispiel lieferte
Zahl in der Ideenwelt spielt, einigermaßen ersich
nus Kerner berichtet hat.
im Vorigen jene schlichte reine Seele, von der Justi
Försterstochter eine gesunde
Ihre Schauungen begannen, nachdem sie als
salters, im 2ı. LebensJugend verlebt hatte, bei Beginn ihres Mündigkeit
n Ende ihr Leben verjahr, und dauerten genau ein Jahrsiebent, an desse
losch.
Wie ist nun aber dem bloßen Denken,
wie es uns heute innewohnt, der
iflich? Da die Denkkraft
Zusammenhang zwischen Idee und Zahl begre
dämmerhaften Hellsehen entsich aus einem ursprünglich vorhandenen
hellseherischen Kräfte
wickelt hat und somit eine Metamorphose jener
bildet, muß sie ebenfalls einen wenn auch
vielleicht nur indirekten und
zahien haben. Man kann,
verblaßten Zugang zu dem Geheimnis der Ideen
im Sinne Platos gehaltene
um das Einlaßtor zu finden, etwa folgende
ihr begriffenen Wesen
Überlegung anstellen. Jede Idee gibt dem unter
Sinn. Das geistige Wahrder Sinneswelt seinen geistigen Namen, seinen
en ihn in seiner Abschatnehmen schaut ihn als Eidos, wogegen das Denk
indung von Idee und Betung zum Begriff erlebt. Aus dieser engen Verb
als Begriffe des Dengriff erklärt sich auch die übliche Deutung der Ideen
Stufe der Ideenschau
kens. Für denjenigen, welcher sich noch nicht zur
von der Höhle, in die der
erhoben hat, prägt ja Plato das berühmte Bild
keiten eingeschlossen sei
Mensch mit seinen gewöhnlichen Erkenntnisfähig
igen Wirklichkeit zu
und in der er nur mit den Schattenbildern der geist
Denken sei nur eine Art
tun habe. Der Umgang mit den Begriffen im
, die sich im Ideenreich hinter
Widerschein, ein Schattenwurf der Vorgänge
denkende Handhabung der
seinem Rücken abspielen. Wie geht nun die
t in verschiedenen DialoBegriffe vor sich? Plato kommt auf diesen Punk
esis, der Begriffsspaltung,
gen zu sprechen, indem er ein Bild von der Diair
ere Unterbegriffe auf,
hinzeichnet. Da teilt sich ein Oberbegriff in mehr
ß das atomon eidos, der
und diese gliedern sich weiter, bis zum Schlu
einem Oberbegriff hinIndividualbegriff, herauskommt. Jedem Weg von
ge, im Wesen des Ausunter zum Individualbegriff ist eine gesetzmäßi
Pagina 4
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)telischer Auffassung
gangsbegriffs begründete Anzahl von einzuschaltenden Zwischenglied
immanent, wenn anders das Denken objektiv bleiben soll. Ein Bei ne
mag diese vielleicht bis jetzt noch unbestimmt erscheinenden Ausführen.
gen stärker konturieren. Plato liefert ein solches im Dialog Phil be I
der Diairese des Lautbegriffes:
i
N
Nacht
men
Nachdem
ei von Kr
i göttlicher
öttli
Mensch die Stimme in ihrer Unendlichkeit
a
an
eypien eine Sage geht, die behauptet, dies sei ein gewisse:
oh gewe on a zmersı Fi
el stlaute in diesem Unendlichen nicht als einen, sondern
a
en erkannteund © a wiederum andere, die zwar nicht am Laut, sondern
a
an wunsch kelhe n, N denen es gleichfalls eine bestimmte Anzahl gibt,
BR ine Seine Fi von Buchstaben unterschied, die von uns stumme
FAR Fark vn © er iese alle bis zu jedem einzelnen, bis daß er die Zahl
a
une Koruppe und se smdhch Buchstaben nannte. Da er sah, daß keiner vor,
a
an
Krsich b sondere ohne sie alle verstehen könnte, erfaßte er denkend
IR
i gleich
als alle diese irgendwie zur Einheit Bringendes und
n Gegenständen zugeordnete Wissenschaft Grammatik.
Hier liefert also Plato eine Unterteilung des Begriffes Laut in eine Dreiheit
n1
pstauten, Mitlauten und stummen Lauten und gliedert jede Unter-
De ung in eine bestimmte Anzahl von Individualbegriffen, so daß die
resi des Lautbegriftes bei einer bestimmten Anzahl jeder der drei
upper endiet Diese im Wesen des Lautbegriffes liegenden Zahlen sind
nenne
ıinhärent.
Hin
In solchen Ausführungen und Beispielen
eispielen ist schon eine
1 verg auf das enthalten, was da
Platos man
LebenAnke
haben
den Inhalt seiiner Vorlesung
or
über die
ee
JIdeenzahlen
Id
en aan
gebildet
i
.
Implizite steckt bereits in den Dialoge
1zi
ın seiner Altersvorlesung zum Vorschein kam
Ben was dann enpliie
Buna. Fri die Art und Weise zurück, wie Plato das Zahlenwesen in
eltbild einreiht, so kann man zu dem Eiindruck gelangen, daß nach
einem so grandiosen Höhenflu g keine
i
j
weitere
Steigerun
ai
hr
mögli
war, ja daß es weltgeschichtlich no twendig werden k
E nf
feieine Weile
i
diese erhabenen
:
‚nen Höhen ?zu verlassen
und die Zahl der
Wen
Fü
Weltelt für
für ih
ihreoh
physe zurückzugeben. Diese Mission sieht man Aristoteles
roßenN
HE
üler, übernehmen. Er durchlief ef im Vergleich
zu seinem
i
gegengesetzter Entwicklung; darauf hat der jü
storbene Gräzist Werner Jä ger ın
i seinem Buch »Aristoteles,
Aristoteles. GGun.legung einer Geschichte seiner Entwicklung« aufmerksam gemacht Aus
B
D
244
,
.
*
"
eifen einer göttlich-geistigen Welt
teles bewegte sich vom ahnenden Ergr
eswelt und ihrer begrifflichen Durchinunter zur Wahrnehmung der Sinn
den Prinzipien. Der jüngere Aristodringung in einer Wissenschaft von
en seines Lehrers. In seinen späteren
teles wandelt noch mehr in den Spur
des alten
Jahren geht er mehr und mehr
dazu über, gerade das Werk
e geistige Höhe sich von dem nach
Plato zu bekämpfen, das durch sein
Aristoteles unüberbrückbar distanabwärts verlagerten Standpunkt des
nschafziert hat. Eine Eroberung der Sinneswelt
rechnet mit anderen Eige
durch das Hinauftreiben der Zahlen
ten der Zahlen als denjenigen, welche
Daher wandte sich Aristoteles, der
ins Spirituelle erlauscht werden können.
g Platos »Peri agathon« angehört
als junger Mensch noch die Vorlesun
hatte, mit aller Heftigkeit, aber
enigen,
auch mit der Überlegenheit desj
durchdrungen war, gegen die platoder von der Wichtigkeit seiner Mission
setzte an deren Stelle dıe Auffasnische Lehre von den Ideenzahlen und
chartiger, durch die Rechnungssung der Zahlen als "grundsätzlich glei
equenz hat, daß der eigentliche
arten vereinbarer Gebilde, was zur Kons
ammenfassung einer entsprechenSinn jeder Zahl von nun an in ihrer Zus
den Anzahl von Einheiten, besser
-
Einzelheiten zu suchen ist. Der Zahl
alitäts-Charakter jeder Zahl, ihre
begriff Platos, wo mehr der Individu
den Zahlen jene Nüchternheit, ohne
Eigenwesenheit betont wurde, nahm
ihnen
die Aristoteles sich ein Rechnen mit
den Zahlen, einen Umgang mit
nach seiner Überzeugung zu einer
nicht denken konnte, und steigerte sie
enheit ihre gegenseitige rechneHöhe hinauf, wo sie vor lauter Eigenwes
hr waren. Die Ideenzahlen seien
rische Vereinbarkeit zu verlieren in Gefa
dem Wege zu einer klaren Erfasdem Nichtschauenden ein Hindernis auf
rmauern, trug Aristoteles alle mögsung der Sinneswelt. Um dies zu unte
Nichtschauende mit gutem Recht
lichen Einwände zusammen, die der
hen kann, Einwände, die in ihrer
gegen die Lehre von den Ideenzahlen mac
nung der platonischen Lehre
polemischen Form zuweilen einer Verhöh
sik«: »Wenn die kleinere Zahl
gleichkamen. So heißt es in seiner »Metaphy
indem erstere aus den zusammenals Teil in der größeren enthalten ist,
der letzteren enthalten sind, so
gefügten Einheiten besteht, die auch in
de enthalten sein, falls der Mensch
wird der Mensch auch als Teil im Pfer
und die Vierheit selber die Idee
eine Zweiheit (als Zweifüßler!) bedeutet
von irgend etwas, etwa die Idee Pferd...
darstellt.« Mit solchen Argu-
Pagina 5
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)menten bringt Aristoteles seinen eigenen Zahlenaspekt mit dem
platonischen zu einer widerspruchsvollen Vereinigung
und
läßt
seine
Kritik
in
dem Urteil gipfeln, daß die platonische Lehre ein »Abgrund von
Geschwätz« sei. Man würde jedoch fehlgehen, zu meinen,
daß
dadurc
h
seine
Verehrung des Lehrers seiner Jünglingsjahre eine Einbuße erlitten
habe:
Amicus Plato, magis amica veritas!
Krücke anderer
Es braucht wohl kaum besonders betont zu werden, daß unser heutige
r
Zahlbegriff im Anschluß an den aristotelischen entstanden
ist.
Die
Zahlen
haben in der üblichen Auffassung ihr Schwergewicht darin, eine
Summe
von Einheiten zu sein, und so erklärt es sich auch, daß
die
Reihenf
olge
I, 2, 3,4, 5... als die einzig mögliche erscheint und den Namen
»natürliche Reihe« erhalten hat. Jede Zahl erhält ihre Bedeutung
allein
aus
ihrer
Stellung innerhalb dieser Reihe und antwortet nur noch auf die
Fragen,
»wie viel« und »wie groß«, aber nicht so sehr auf die
Frage
»wie
beschaffen«, die nur noch in Rücksicht auf ihren rechnerisch-quantitat
iven
Zusammenhang mit anderen Zahlen der Reihe gestellt wird. Die
Spiritua
lität alter Zeiten legte auf die einzelne Zahl als ein auch für sich bestehe
ndes
Wesen von bestimmtem geistigen Gehalt noch besonderen Wert,
so daß
ihr Sinn aus ihr selber erfaßbar ist, ohne daß es dazu der
Zahlen bedurft hätte. Hand in Hand damit ging das Bestreben,
sie durch
eine ihr allein zukommende Figur zu verdeutlichen
und
dieselb
e
sinnbildlich zu verwenden; man denke nur an die Bedeutung des Pentag
ramms im
Orden der Pythagoreer. Im Grunde erschien jede
Zahl
als
eine
besondere
Form der allumfassenden Einheit, deren Würde nicht dadurc
h angetastet
werden durfte, daß man sie in die Eins am Beginn der natürlichen
Zahlenreihe verwandelte und zur bloßen Einzelheit erniedrigte.
Ja, war nicht
die Einheit selber noch nicht Zahl, sondern der Mutterschoß,
aus dem sich
die Zahl erst gebar?
.
Man führe sich einmal denjenigen’ Zustand vor Augen, wo
das Bewußtsein des Menschen für die Zahlenwelt noch nicht aufges
chlossen war. Ein
solcher war wirklich vorhanden und klingt noch heute
bei jedem Menschen in einer gewissen Epoche seiner frühen Kindheit
nach. Da fühlte
der Mensch sich noch in einer ihn umfassenden Allheit
geborgen. Es gab
für ihn noch keine abzählbaren Gegenstände. Eine
solche grandios ein246
Die Zahlen in platonischer una arıstu.usurı sam
—. o
Sein,
im indischen Rigveda zu schildern ver-
Damals war nicht das Nichtsein noch das
5 ame Stufe des Al-Ein-Seins wird
sucht
Wo war der tiefe Abgrund, wo das Meer?
kein Luftraum war, kein Hımmel drüber ‚her. =
ein?
Wer hielt in Hut die Welt, wer schloß sie
Nicht Tod war damals noch Unsterblichkeit,
nicht war die Nacht, der Tag nicht offenbar. _
Es hauchte windlos in Ursprünglichkeit
das Eine, außer dem kein anderes war.
(Aus Deußen: Geheimlehre des Veda)
darin, daß das All-Eine in
Der Fortgang der Entwicklung bestand
der
‚ei- rach. u nd se
h, ent-zwei-b
Gegensätze, in Polarıtäten auseinanderbrac
chenseele bestandin dem Au
Lewußtseinsmäßige Widerschein in der Mens
der Zieh en
kommen des Zwei-fels, in der Ausbreitung
Zahl entstan En “ en Jen
gegangener Ein-tracht. Als wirklich erste
erst möglichen . Ba
Ur-teilung der Allheit. Der Aspekt der nun
schau auf die ver or IE
ein dop pelter: einerseits vermag sie die Rück
hem sie in dem Wort »all-eın«,
heitsstufe anzud euten, in dem Sinne, in welc
wird sie zum Bilde der nun
‘a sogar im »Sein« zu finden ist, andererseits
stücke der hen
in der Zwei vorhandenen Einzelheiten, der Bruch
die Zahl im menschli e
Blickt man auf den Schicksalsweg zurück, den
ll das a "
Bewußtsein gegangen ist, so kann man, spezie
hen erscheint ne - n a
Auge fassend, sagen: Platos Schauen und Lausc
demhoit dem
. Aristoteles olt
'
ite des Qualitativen
der Seite
v
ießlich ch von
fast ausschließli
mit gew oliter Einseitig
gegenüber zu einem Gegenschlag aus und blickt
tativen Chara kter der Zahl.
N auf den quantitativ
keit
heutzutage die He
Bis zu welchem Grade aristotelisches Denken
zeigt.
Fr
ispiel auige
bezei1 chnenden Beispi
i
e Zahl gefangennimmt, seıi an eınem
der
m Wiederdruck eine vergessene :
i en Jahren im
erschien vor wenig
Professor Gottlob Frege
hun aus dem Jahr 1884, die von dem Jenenser
, eine Fa
e
unter dem Titel »Die Grundlagen der. Arithmetik,
.
verfaßt .wurde. Fr Be
tische Untersuchung über den Begriff der Zahl«
seinen Vorgängern ausein
setzt sich in der ersten Hälfte der Schrift mit
l etwas auszusetzen; eın
ander und findet an ihrer Stellung zur Zahl überal
Pagina 6
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)Ba in die Antike kommt für ihn dabei nicht in Betracht. In
der zweite
ä te gibt er seine eigene Weisheit in einer Reihe von Definition
d.
aufeinanderfolgenden Zahlen o, 1, 2,3 ...; es heißt da:
m
ı) Die Anzahl, welche dem Begri
i
FRE
i
griff »sich
’ sich selber ungleich
es gibt
ı
nichts, das
ha. selbe r ungleich«
zukommt, ist die Null: den:
2) Die
i Anzahl,
A
, welche dem Begri
griff oder Prädika
idi t
»gleich
der einzige Gegenstand, dem das Prädikat »gleich kn
i
i
amt vn denn os
3) Die Anzahl,
zahl, welche dem Begri
griff der Zahlenfol;
in der natürlichen Zahlenreihe unmittelbar a eo 1 zukommt
i
, beach or
4) Die Anzahl,
zahl, welche dem Begri
griff der Zahlenfol
is
in der natürlichen Zahlenreihe unmittelbar auf Bi 1a make,
Bez; dh fol
Al gemein:
in: Die
Di Anzahl, welche dem Begriff
i der mit o beginnenden und mit a endende n
natürlichen Zahlenrehe zuk ommt, folgt in der natürlich
man
ürli en Zahlenreihe unmittelbar
Re ganze Dürftigkeit einer solchen Betrachtungsweise aufzud
ecken
ii eepie weise der Blick auf die im Grunde erste Zahl die
Zahl 2 gevn hr verörpert sich die Geste der Polarität, des Gegens
ätzlichen
m ang
n angedeutet, weiß das der Sprachgeni
genius ganz genau. Wo sie
e nicht
nicht
Ba
ge Anzahl waltet, , bildet sich ei n echtes Paar, echt deshalb
wei ein solches nicht ohne einen Gegensatz denkbar ist. Wenn
zwei Men.
en ein echtes Paar sein wollen, muß bei aller Übereinstimm
ung auch
er was Gegensätzliches zwischen ihnen walten. Sonst hat man
es bloß mit
Ma Kopie, einer zweiten Auflage, einer Verdoppelung zu tun.
In welche
Tiefe
iefen man mit der Zweiheit hineinlote t, wird
i
erst offent
}
ihre innere
e
; Gestik
stik nicht bl oß denkt,
denkt, sondern hörbar zu sicheorech
sprechen
en läßt.
I.
Er begründet ja in der Musik die Oktavverwandtschaft
der Töne. ohne
nn ver Musizieren unmöglich wäre. Über das Wunde
r der Oktave
aben siche en
Pann
die Musiker als Begründer einer
1
hörbare
ö
n n Zahl
Zahlenweisheit
isheit impruches von Leibniz schon immerer ihre Gedank
ch
so z.B. August Halm. . Er sa gt: »Den 1. Oberton eines
Grundons, die
i so.
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,
..
.
.
>
’
genannte Oktav, , hören wir als verjü
erjüngten
Grundton. N
a
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Grundtona
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i den ı. Oberton als wieder
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ein an, ob
a
. Dieses »wiede
de:r das Erste«, , dies es >ein anderes Daselbe< ist ein Wunder, und somit ist die ganze Musik
ein Wunder.« Er
fährt dann wiederholendnd und bekräf
äfti
tigend fort: »Diese
i s seltsame »So248
.
eu, nein! es ist
wohl als auch: von Gegenteiligem, von Neu und Nichtn
lich undenkbar. Nichts
nicht nur nicht denknotwendig, sondern recht eigent
spruch, in den
anderes als eben ein veritables Wunder ist dieser Wider
burt unter den Oberschon das erste physikalische Geschehnis, die Erstge
nielehre habe ich
tönen, unser Wahrnehmen verwickelt. In meiner Harmo
behandelt; sie ist
die Oktave als die sublimste, bestverhüllte Dissonanz
die Oktave in den
eine logische Dissonanz, genauer gesagt.« So ist also
pannt. Der Logiker
logischen Gegensatz Identität-Nichtidentität einges
im Menschen könnte sich nur für eines von beiden entscheiden.
Wiege der kaum geborenen Musik von
»So ist die
zwei bösen Feen umstellt, und
unwahrscheinlichdas göttliche Kind entrinnt, wie im Märchen, auf dem
unerlaubter Prozeß,
sten Wege den Gefahren: der Widerspruch, ein ganz
volle Begriff »sich
ist ihr guter Geist.« Hier regiert also der widerspruchs
Realität. Wenn man
selber gleich und ungleich« und wird zur tönenden
nur dann erklingt, wenn
dann noch weiß, daß zu einem Ton die Oktave
n die Schwingung
die schwingende Seite halbiert wird und infolgedesse
doppelt so schnell erfolgt, dann tritt einem die
Zahl Zwei sowohl als
beweist, daß Quaninnere Geste wie auch als bloße Anzahl entgegen und
inbare Gegensätze
tität und Qualität im Gebiete der Zahlen nicht unvere
der Wirklichkeit
sind, sondern daß jedes von beiden nur die eine Hälfte
bildet.
genden Einheit
Die Würde, welche zumal der Grieche der alles hervorbrin
Zerbrechen der
beilegte, spiegelt sich in der Tatsache wider, daß er ein
man in Platos
liest
So
Einheit in Gestalt einer Bruchrechnung nicht zuließ.
es die geschulten
Dialog Politeia: »Du weißt ja — sagt Sokrates —, wie
in Gedanken
Eins
Mathematiker machen: wenn einer versucht, die reine
zu zerteilen, so lachen sie ihn aus und weisen
ihn ab, und wenn du sie
ben, immer darzerstückelst, so antworten sie mit Vervielfältigen dersel
auch als etwas zeigen
auf bedacht, zu verhüten, daß die Eins sich jemals
wäre.« An dieTeilen
könnte, das nicht Eines, sondern eine Vielheit von
. In seinem Buch
ser Haltung wagte selbst Aristoteles nicht zu rütteln
en diesen für die
Waerd
»Erwachende Wissenschaft« kennzeichnet van der
stand mit den Worten:
griechische Einstellung zur Zahl wichtigen Tatbe
griechischen Mathematik
»Vor Archimedes kommen in der offiziellen
daß man sie nicht
überhaupt keine Brüche vor. Aber das liegt nicht daran,
Pagina 7
Vedi nel PDF(si apre in una nuova finestra)kannte, sondern man wollte sie nicht kennen... Brüche verachtete mar.
und überließ sie den Kaufleuten. Sichtbare Dinge, so sagte man, seien eeil.
bar, nicht aber mathematische Einheiten. Statt mit Brüchen arbeitete mar
mit Verhältnissen von ganzen Zahlen.« Dem fügt er das Zeugnis Theon.
von Smyrna (um 150 n. Chr.) an: »Wenn die Einheit im Gebiet der sicht
baren Dinge geteilt wird, wird sie wohl als Körper verkleinert und in
Teile geteilt, die kleiner als der Körper selbst sind, aber der Zahl
nach
wird sie vergrößert, denn an die Stelle der Eins treten viele Dinge. «
|
So mögen alle vorangegangenen Betrachtungen wieder den Sinn dafür
erwecken, daß die Zahlen ihr Wesen nicht in dem erschöpfen, was gemeiniglich heute unter ihnen verstanden wird. Wenn sie im Altertum wie
selbstverständlich als göttliche Wesen verehrt werden, so kommt dieser
Haltung das Wort aus Goethes Faust nahe, das der bedeutende Mathematiker Felix Klein bei der Untersuchung des Zahlbegriffs als auf die
Zahlen passend heranzieht:
Göttinnen thronen hehr in Einsamkeit:
cienne
“er Neffessung
as
erde Pylbagere] ,df. Platon
um sie kein Ort, noch weniger eine Zeit!
'
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Die Zahlen in platonischer up
e. u Dindu/ £E.
—
Philosoplus,
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C'est
des nombres, En inte
& Aristote qu’il appartint de rendre le nombre au monde
des
&tre -
INDEL E., Dice Zahlen in plafonıscher und aristolelischer Auffassun
Antaj
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.
2Intaios N
encore path N ment F theorie platenieienne des idees d&boupasse.
aan son map du monde, Platon atteignait un sommet qui ne pouvalt
exigences physiques.
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N
DER HEILIGE MERCURIUS UND DIE HUNDEKÖPFE
EIN BEISPIEL VISIONÄRER KUNST AUS ÄTHIOPIEN
George Sandwith
s war in der bezaubernden äthiopischen Stadt Harar, die in den
Bergen auf einer Höhe von über 1600 m liegt, daß ich den
Habesch-Künstler Solomon Balatschaw Damar traf, Ich verstand
kein Amharisch, und Solomon war keiner anderen Sprache mächtig.
Krieg in
Trotz dieser Schwierigkeit und den unvermeidlichen, durch den
mich
den Jahren 1941/42 bedingten Unannehmlichkeiten malte er für
Stil der
eine Reihe von Bildern in dem überlieferten ikonographischen
alten christlichen koptischen Kirche. Solomon malte in lebhaften Farben
dient.
auf »Shama«, ein Baumwolltuch, das der Bevölkerung als Kleidung
und
Einige Jahre nach dem Krieg wurden die Bilder vom Victoriang
Albert-Museum in London aufgezogen, und der Großteil der Sammlu
in
befindet sich nun in der Art Gallery of New South Wales in Sydney
Australien. Einige dieser Bilder, darunter auch die hier wiedergegebene
Darstellung von St. Mercurius und den Hundegssichtern, haben mythoForlogische, historische und religiöse Themen. Es bedurfte beträchtlicher
dem
schungsarbeit, um ihre Bedeutung ausfindig zu machen. Ich bin
Äthiopienforscher Dr. Edward Ullendorff in Manchester für seine
Übersetzungen der Inschriften auf den Gemälden dankbar, und ebenso
den
Rev. H. Toninello, der früher in Äthiopien gelebt hat und jetzt bei
Verona Fathers in London tätig ist, für seine Übersetzung aus Cenullis
Libro Etiopico dei Miracoli di Maria.
Mit der Hilfe seines Sohnes, eines etwa rojährigen Knaben, konnte Solomon mir verständlich machen, daß es sich bei dem auf dem Bild dargestellten Reiter um St. Mercurius handelt, einen christlichen Heiligen, der
mir unbekannt war; das blutige Opfer war Julianus, die beiden Priester,
die in der koptischen Kirche beten, hießen Basilius und Gregorius, und die
drei Wesen mit den Hundegesichtern kamen aus Axum, der heiligen Stadt
Äthiopiens. Es war mir nicht möglich, weitere Einzelheiten zu diesem
Thema aufzutreiben, bis ein Hinweis von Dr. Ullendorff auf Cerullis