Show full text8 pages
Page 1
View in PDF(opens in a new window)Pn
AY Gnomon 1929
1
1 an A 5
hen
der hierher kommt, um durch eigene Anschauung sein Bild vom römisc
die
ne
was
dessen,
Campag
ung
ee er
andi en, muß sich zur Ergänz
‘ st ständig
Altertum zu vervoll
in
i
Monumente geben, auch draußen i
der
hen. Es it bekannt genug, wie lohnend solche Streifzüge sind nd
Zell
hm Zei
es an
Wem es
bi bieten. Wem
lafürür bieten.
i ache und locken de Ziele sich dafür
i mannigf
wie
ung
ia forschu
a1 dafür | in die Spezial
j
ch
jedesm
i fehlt, sich
Gelegenheit
Mer
no vertiefen der findet in Ashbys Buch einen heit
d de
et,
aktie h gearbeitet,
tlich und praktisc
übersichtlic
iter. Es ist so übersich
Begleite
‘ar alles zu solchem Zwecke Wissenswerte die rascheste Orientierung
fehlte bis jetzt. ln
i
ttel
i
ki solches Hilfsmi
licht. Ein
enn die Zeichen nicht trügen, sind fiir den Landschaftscharakter
der römischen Campagna einschneidende Veränderungen mn der nacheten
ur
jstorisch Und
i
von dem, , woran wir uns als historis
Zukunft zu erwarten. Vieles
‘essierte Mense hen heute noch freuen, ist hevie vena
interess
i
risch
iù
künstle
:
g
i das Leben seine Rechte geltend macht,
i
mehr, weil
Id nicht
Stat energischer denn je. Um so größere Bedeutung somt mem hs
ef
n Bild dieser Landschaft ; hinstelit,
ein
i
ii kommende: Zeiten
zu, das fir
n
von
pea
Buch
dieses
zumal
|
sieht,
te
heu
von
F
ung
je Forsch
i es die
wie
à
Sein
he
dieser
oi
ne
Lebens
seines
Stück
tes
Manne geschrieben ist, der ein gu
it offenem Blick nicht nur das ta
i
und
2 Dinge beobachtet ane
der
Wer
htliche Werden
ichtli
das geschic
auch, das
Se
sondern auch
n
ss
sentime
lr
jeder
|
Darstellung von einem wahr.haft noblen,
nd
letzten
worin
wird,
n
getrage
iasmus
Romantik baren Enthus
€
für
aft
Bürgsch
beste
die
h
wohl der eigentliche Grund und zugleic
ist.
Wirkung dieses Werkes zu erblicken
Friedrich Matz.
Rom.
Goffredo Bend:in el li:
in
Ro ma,
Il
monumento
Roma . Bardi
192 7.
sotterr;aneo
(Estratto
di
F orta
Maggiore
lei Monumenti antichi pubbl.
— 866.
587
per cura della R. Accademia Nazionale dei Lincei, 31, 1927, 8.
En
43 Tafeln.)
e
Im April 1917 ist die unterirdische ‘Basilika von Porta Maggior
Ho
an
ine
entdeckt worden: ein Jahrzehnt ist bis zu dieser
dies eineipertige
whe en,
d zu lang erschein
i
i nieman
i hen. Das wird
kation verstric
i
t
dieree
w
igkeiten und Probleme iibersieht, welche
ierigkei
der Schwier
Ze
ganze
die
doch
haben
:
stellt:
nkmal dem Bearbeiiter
nicht wenige Gelehrte aus allen Nationen ihren Scharfsinn an senen
Ratseln in immer neuen Anläufen versucht. Mit vorbildlicher ouniti
De
iat Ne Leitung des italienischen Ausgrabungswesens das
H. Lietzmann: Bendinelli, 11 monument
o di Porta Maggiore
191
nicht nur allgemein zugänglich gemacht, sonde
rn auch die vorzüglichen
Photos der ministeriellen Bildstelle den inter
essierten Forschern zur
Verfügung gestellt. So ist bereits eine reiche
Literatur entstanden und
1926 konnte der Leiter der französischen Schul
e in Rom, J. Carcopino,
der Basilika eine kleine Monographie widmen.
Die vorliegende Veröffentlichung zieht nun aus alle dem das Fazit
und schafft zugleich die
Unterlagen für weitere Forschung.
Der Verfasser hat schon in seiner Bearbeitung des
Hypogaeums von
Viale Manzoni bewiesen, wie trefflich er dieEinzelh
eiten eines Denkmals in
die Gesamtheit der römischen Kunstentwicklung hinei
nzustellen versteht.
Wur es dort die Wandmalerci, so ist es
hier die Stuckdekoration, die
auf Grund eindringender Interpretation des Wand
- und Deckenschmuckes
unserer Basilika zusammenfassend behandelt und
von der Malerei wie
von der Plastik her beleuchtet wird: insbe
sondere wird auf die Beziehungen zu den kampanischen Terrakotten
und den Aretiner Vasen
hingewiesen (S. 808-825). Die vergleichende
Stilkritik der Denkmäler
mit Stuckarbeit (sie sind S. 810-812 zusam
mengestellt) bestätigt
die auch bisher schon von den meisten Forschern
vertretene Annahme
der Errichtung der Basilika in frühester Kaiserzeit
: Bendinelli setzt sie
sogar noch früher als zumeist üblich, nämlich unter
Augustus, spätestens
Tiberius, an (S. 819. 815): ihre nächsten Verw
andten sind die Stucke
der Farnesina und des Hypogaeums der Arruntier.
Zu diesem Ergebnis
stimmt, so viel ich weiß, auch der baute
chnische Befund (u. a. Opus
reticulatum in den Lichtschächten), von dem
Bendinelli nicht spricht:
wie denn für alle Fragen dieser Art auf den
Vorbericht von Gatti und
Fornari (NotScav. 1918) verwiesen wird. Des werde
n doch die meisten
Leser dieses Buches bedauern.
In einer abschließenden Publikation,
wie es die vorliegende ist, sollte auch wirklich
der Gesamtbefund zur
Darstellung kommen.
Tafel 1 gibt einen auf neuen Messungen beruh
enden Grundriß,
der gegenüber dem bisher bekannten neues bringt
. Wenn schon früher
die Unregelmäßigkeit vieler Winkel an Wänden, Pfeil
ern und Ornamentséumen des Fußbodens auffällig war, so trete
n diese Kigentiimlichkeiten
jetzt doch in einer ungeahnten Weise zutage:
so stark, daß sie mir ein
eigenes Problem zu bilden scheinen. Es wird
schon schwer, für die zahlreichen Richtungsabweichungen der Vorraum-,
Saal. und Pfeilerwände an bauliche Gründe, Terrainschwierigkeit
en u. dgl. zu glauben.
Wenn sich das gleiche aber nun in den Zierlinien
auf dem Fußboden in
fast noch krasserer Weise wiederholt, so steigen
die Bedenken noch mehr,
In einem monumentalen Bau, der den Stemp
el feinster Kultur der
augusteischen Zeit trägt, sollten weder die Baule
ute noch die Mosaizisten
Stande gewesen sein, rechte Winkel und
parallele Linien zustande
Page 2
View in PDF(opens in a new window)Il monumento sotterraneo di Porta Maggiore in Roma by Goffredo Bendinelli
Review by: Hans Lietzmann
Gnomon, 5. Bd., H. 4/5 (Apr. - May, 1929), pp. 190-195
Published by: Verlag C.H.Beck
Stable URL: http://www.jstor.org/stable/27673983 .
Accessed: 29/03/2012 15:27
Your use of the JSTOR archive indicates your acceptance of the Terms & Conditions of Use, available at .
http://www.jstor.org/page/info/about/policies/terms.jsp
JSTOR is a not-for-profit service that helps scholars, researchers, and students discover, use, and build upon a wide range of
content in a trusted digital archive. We use information technology and tools to increase productivity and facilitate new forms
of scholarship. For more information about JSTOR, please contact support@jstor.org.
Verlag C.H.Beck is collaborating with JSTOR to digitize, preserve and extend access to Gnomon.
http://www.jstor.org
Page 3
View in PDF(opens in a new window)Gnomon
kommt, um durch
zu vervollst?ndigen,
Monumente
stadtr?mischen
sein Bild vom r?mischen
eigene Anschauung
zur
mu?
sich
dessen, was die
Erg?nzung
in der Campagna
auch drau?en
geben,
umsehen.
Es ist bekannt
solche Streif z?ge sind und
genug, wie lohnend
es an Zeit
wie mannigfache
und lockende Ziele sich daf?r bieten. Wem
der hierher
Altertum
und Gelegenheit
in die Spezialforschungen
sich jedesmal
daf?r
fehlt,
zu vertiefen,
der findet
in Ashbys
Buch
einen vortrefflichen
F?hrer
und
f?r
Begleiter.
alles zu
Zwecke
solchem
Ein
erm?glicht.
Wenn
ist so ?bersichtlich
Es
solches
die Zeichen
fehlte bis jetzt.
sind
f?r den Landschaftscharakter
tr?gen,
in der n?chsten
einschneidende
Ver?nderungen
nicht
der r?mischen
Campagna
zu erwarten.
Vieles
interessierte
nicht
bald
mehr,
weil
denn
jetzt energischer
zu, das f?r kommende
es die Forschung
wie
Wissenswerte
Hilfsmittel
Zukunft
k?nstlerisch
da? es
praktisch
gearbeitet,
die rascheste
Orientierung
und
von
Menschen
dem, woran wir
heute
noch
uns als historisch
und
ist
vielleicht
freuen,
seine Rechte
das Leben
gerade
geltend macht,
kommt einem Buche
je. Um so gr??ere Bedeutung
so
Zeiten
ein Bild dieser Landschaft
hinstellt,
von heute
von
zumal
einem
dieses
Buch
sieht,
Manne
seines Lebens
dieser Sache
ist, der ein gutes St?ck
geschrieben
nur
der
mit
offenem
Blick
nicht
das
tats?chliche
Sein
hat,
gewidmet
sondern
auch das geschichtliche
der Dinge
und
Werden
beobachtet
von einem wahrhaft
dessen Darstellung
noblen,
jeder sentimentalen
Romantik
baren Enthusiasmus
worin
letzten
Endes
wird,
getragen
der
wohl
Wirkung
Grund und zugleich
eigentliche
zu erblicken
dieses Werkes
ist.
die
beste
Rom.
Il
Bendinelli:
Goffredo
in
monumento
Roma.
Roma:
Bardi
per cura della
43 Tafeln.)
R.
Accademia
sotterraneo
1927.
(Estratto
Nazionale
dei
f?r die
B?rgschaft
Friedrich
Matz.
di
Maggiore
antichi
pubbl.
?
856.
S. 587
1927,
dei Monumenti
Lincei.
31,
Porta
Im April
1917 ist die unterirdische
'Basilika von Porta Maggiore'
worden:
ein Jahrzehnt
ist bis zu dieser ihrer amtlichen
Publi
kation verstrichen.
zu lang erscheinen,
Das wird niemand
der die F?lle
entdeckt
der Schwierigkeiten
und Probleme
welche
dies einzigartige
?bersieht,
Denkmal
dem Bearbeiter
stellt:
haben
doch die ganze Zeit hindurch
aus allen Nationen
nicht
an seinen
Gelehrte
ihren Scharfsinn
wenige
neuen
R?tseln
in immer
Anl?ufen
versucht.
Mit vorbildlicher
Liberalit?t
hat
die
Leitung
des
italienischen
Ausgrabungswesens
Denkmal
Page 4
View in PDF(opens in a new window)H. Lietzmann:
Bendinelli,
Il monumento
di Porta Maggiore
nur
sondern auch
gemacht,
zug?nglich
allgemein
den interessierten
der ministeriellen
Bildstelle
eine reiche Literatur
So ist bereits
gestellt.
Verf?gung
nicht
Photos
1926 konnte
der Basilika
der Leiter
eine kleine
?ffentlichung
zieht
Viale Manzoni
hat
franz?sischen
Monographie
aus alle dem
nun
f?r weitere
Unterlagen
Der Verfasser
der
Schule
widmen.
191
die vorz?glichen
zur
Forschern
entstanden
und
in Rom,
Die
J. Carcopino,
Ver
vorliegende
zugleich
die
Forschung.
des Hypogaeums
schon in seiner Bearbeitung
einesDenkmals
wie trefflich er die Einzelheiten
vom
bewiesen,
der r?mischen
die Gesamtheit
es dort die Wandmalerei,
das Fazit
Kunstentwicklung
so ist es hier
und
schafft
hineinzustellen
in
versteht.
die
die Stuckdekoration,
und
des
Deckenschmuckes
Wandauf Grund eindringender
Interpretation
wie
und von der Malerei
unserer Basilika
zusammenfassend
behandelt
War
wird
auf die Be
wird:
insbesondere
her beleuchtet
der Plastik
Aretiner
Vasen
den
zu
und
Terrakotten
den
kampanischen
ziehungen
?
Denkm?ler
der
Stilkritik
825). Die vergleichende
(S. 808
hingewiesen
? 812
mit
Stuckarbeit
best?tigt
zusammengestellt)
(sie sind S. 810
Annahme
vertretene
Forschern
schon von den meisten
die auch bisher
:Bendinelli
setzt sie
in f r?hester Kaiserzeit
der Basilika
der Errichtung
unter
n?mlich
als
zumeist
noch
fr?her
?blich,
sp?testens
Augustus,
sogar
sind die Stucke
Verwandten
an (S. 819. 815): ihre n?chsten
Tiberius,
von
Zu diesem Ergebnis
der Arruntier.
und des Hypogaeums
der Farnesina
Befund
so viel ich wei?,
auch der bautechnische
(u. a. Opus,
stimmt,
von dem Bendinelli
nicht
in den Lichtsch?chten),
reticulatum
spricht :
von Gatti
und
dieser Art auf den Vorbericht
meisten
doch
werden
die
wird.
Das
verwiesen
1918)
(NotScav.
In einer abschlie?enden
bedauern.
Publikation,
dieses Buches
Leser
zur
der
Gesamtbefund
wirklich
wie es die vorliegende
ist, sollte auch
wie
denn
f?r alle Fragen
Fornari
Darstellung
Tafel
kommen.
beruhenden
einen
auf neuen Messungen
Grundri?,
neues bringt.
schon fr?her
Wenn
dem bisher bekannten
der gegen?ber
an W?nden,
und Ornament
Pfeilern
vieler Winkel
die Unregelm??igkeit
so
treten
diese
war,
des
Fu?bodens
s?umen
Eigent?mlichkeiten
auff?llig
so stark, da? sie mir ein
Weise
zutage:
jetzt doch in einer ungeahnten
zu bilden
Es wird schon schwer, f?r die zahl
scheinen.
eigenes Problem
Pfeiler
und
Saalder Vorraum-,
reichen
Richtungsabweichungen
zu
u.
an bauliche
w?nde
glauben.
Gr?nde,
dgl.
Terrainschwierigkeiten
in
auf dem Fu?boden
sich das gleiche aber nun in den Zierlinien
Wenn
noch mehr.
so steigen die Bedenken
fast noch krasserer Weise wiederholt,
1 gibt
der
feinster
Kultur
der den Stempel
Bau,
die
noch
Mosaizisten
die
Bauleute
sollten
weder
tr?gt,
augusteischen
zustande
Linien
und parallele
im Stande
sein, rechte Winkel
gewesen
In
einem
monumentalen
Zeit
Page 5
View in PDF(opens in a new window)Gnomon
zu bringen
einleuchten,
und
zu richten ? Das will mir
gleichm??ig
?stlichen
der
Richtung
angesichts
(streng?)
von
man
an die M?glichkeit
unwillk?rlich
die Pfeiler
und
wird
Hauptachse
1929
nicht
der
beab
astro
einzelner
Sonder Orientierungen
die
Linien
erinnert,
zur
k?nnten.
dieses
haben
Aber
Gedankens
logische
Verfolgung
ist der Ma?
Orientation
3, 1910, 287ff.)
{etwa im Sinne von H. Nissen,
zu klein
man
stab des Planes
auch
m??te
die
genauen Winkel
(1: 100),
sichtigten
Gr?nde
samt Fehlergrenzen
kennen.
messungen
Die Interpretation
der Bilder und der dekorativen
Elemente
nimmt
mit Recht
in Bendinellis
den gr??ten Raum
sie
ein:
st?tzt
Darlegungen
sich auf flei?ige Vergleichung
in guter Auswahl
des verwandten
Materials
zu einem runden Ergebnis.
und
f?hrt im ganzen
ist die
?berzeugend
Deutung
von Abb.
vor
der
Herakles
und Amazone
Ariadne
Das
12 S.
698 als Daedalus
und Pasipha?
und die Ent
in der Marsyasgeschichte
knienden
Frau
larvung
Apollo
wozu man dann'gerne
29, 2 nach Analogie
(S. 716 Taf. 29, 1) als Olympos:
des Codex Pighianus
verstehen
Anm.
wird
720
(S.
3). Auch die oft als
und
Szene
36, 2 ist sicher Theseus
aufgefa?te
ist
2
Bild
der
inhaltlich
unzweifelhaft
Raub
23,
(S. 759).
der Helena,
denn der Hirtenstab
ist typisch
f?r Paris:
das Orpheus
nur
formal eingewirkt.
relief hat
Das meint Bendinelli
S. 689 eigentlich
auch und h?tte deshalb
die richtige Deutung
in
der ?berschrift
ruhig
des Abschnittes
k?nnen.
und
in der Unterschrift
d?rfte
die Erkl?rung
Dagegen
ein Fehlgriff
sein.
Teiresias
in Reisekleidern
Mann
ist nicht
und
Der
der Tafel zum Ausdruck
bringen
von Tafel 25, 2 S. 701 als Antigone
auf die
trauernde
Frau
zueilende
denn er
(also nicht Teiresias),
seinen
Stock
in
zu
der Hand
statt sich darauf
st?tzen.
tr?gt
aufgehoben
wenn man nur eben vor die Stadtmauer
Und wozu
die Reisekleider,
f?r die Unbegrabenen
? Die
geht ? Und was soll das Grabmonument
starke
mit
?hnlichkeit
der
die
kompositionelle
Elektra-Orest-Szene,
in zwei Ausf?hrungen
auf Terrakottaplatten
aus Melos und dem Piraeus
ist (Monum. 6, 57 und Collection Dutuit
erhalten
Taf. 14 = Reinach
R?p.
Reliefs
243.
nicht
wie
meint
Bendinelli
mit
den Sarkophag
2,
257),
darauf habe ich schon 1922
reliefs, gibt den entscheidenden
Ausschlag:
blind
und Mrs.
hat
2, 1, 69) hingewiesen,
(Vortr. Bibl. Warburg
Strong
JHS.
verwertet.
kann
ich
der
44, 83 dasselbe Beweisst?ck
Ebensowenig
?
?
von
auch
Mrs.
der
Szene
?brigens
erwogenen
Strong
Deutung
Taf. 23, 1 auf Orest und Iphigenie
in Tauris
Erstens
(S. 692) zustimmen.
deshalb
eine unerl??liche
Be
nicht, weil f?r diese Begegnung
Pylades
:
ist
sie
von
findet
sich
auch
auf
der
Bendinelli
zitierten Gemme
gleitfigur
weil der Mann durch K?rperbildung
58, 6. Und zweitens,
Furtw?ngler
und Bart als voll gereift
charakterisiert
ist: der J?ngling
Orest w?rde
anders aussehen.
es bei dem l?ngst
Also bleibt
Raub
vorgeschlagenen
Page 6
View in PDF(opens in a new window)H. Lietzmann:
Il monumento
Bendinelli,
193
1 ist nat?rlich,
wie Bendinelli
Der
Seher
schreitet
auf sein
erkl?rt,
richtig
Iphigenie.
zu
es
um
und
ihr
Haar,
abzuschneiden,
ergreift
Opfer
herabh?ngendes
es ganz
wie
auf dem pompe janischen Wandbild
?hnlich
305
Heibig
= Reinach
ist. Aber unser K?nstler
gr. 169, 2 dargestellt
R?p. Peint,
des
Die Gruppe
Kalchas
und
di Porta Maggiore
Palladion.
hat
noch
eine Nuance
der
Tafel
und
Taf.
24,
die Bendinelli
ist. Auf
entgangen
erkennt
man,
Photographie
?
ein kleines Rehgeh?rn
da? aus der Stirne der Iphigenie
hervorsprie?t
eine Andeutung
der Verwandlung,
die auf dem bekannten
Bild
der
zum
in anderer Weise
in der Casa del Poeta
Ausdruck
tr?gico
Opferung
hinzugef?gt,
deutlicher
noch
auf
der
wird.
gebracht
Bei
S. 650
des Apsisbildes
l??t sich Bendinelli
Interpretation
die kompositionelle
der Sappho mit der in den Nachen
?hnlichkeit
des Phaon
Krater
auf einem rotfigurigen
(Pfuhl
steigenden
Aphrodite
von
allein
Taf.
der
Da? wir hier
218)
abbringen.
zul?ssigen
Erkl?rung
ist durch die Haltung
Fels vor uns haben,
den Sprung vom Leukadisehen
der
durch
des
aber durch die Gegenwart
und der Sappho,
noch mehr
Zeit
wieder
bekannt
in
10,
4,
69)
gewor
(Propert.
gerade
augusteischer
der Apollo
F?r die Identifikation
denen Apollon
Leucates
gesichert.
des
Eros
von Nikopolis
(Arch. Ztg. 27 Taf. 23, 21), auf die
Von einem
?suicidio?
entscheidend.
und ich hingewiesen
Curtis
haben,
erfunden
der Sappho
hat,
(S. 649. 651), den erst sp?terer Rationalismus
: sie st?rzt sich nach Volksbrauch
ins
Zeit nie die Rede
ist in klassischer
zu
zu
retten
ihr
um
aber
denkt
Leben
ihrer
Liebe
werden,
Meer,
ledig
statue
ist die M?nze
des trauernden
Mannes
Da? nun die Deutung
15, 179f.).
(Ovid. Her.
?
es
kann
wird
Phaon
Felsen
auf dem gegen?berliegenden
schwierig
?
zur
sicher
des
nicht
darf
ist
aber
das
kaum
sein
Preisgabe
richtig:
ist jedenfalls
die auf der Basis
Beachtenswert
f?hren.
Erkennbaren
der Szene durch
zutreffender
religi?se Deutung
gegebene
Interpretation
doch auch wieder mit
1926, 61ff., die letzten Endes
kommt.
ist zu dem Bendinelli
verwandt
Da? hier
von diesem
voll
Glanz
ein
in
h?heres
Leben
des
?bergangs
Symbolik
mit
zwin
sich
eben
Geistesklarheit
und Apollinischer
dr?ngt
vorliegt,
Szene
auf.
diese
Und
da?
Beschauer
dem einsichtigen
gender Gewalt
am st?rksten
betonte Darstellung
als die in jeder Hinsicht
in der Apsis
m?chte
ich
zum Verst?ndnis
des ganzen Baues
den Schl?ssel
enth?lt,
ARW.
K. Ker?nyi
nahe
dem Ergebnis
trotz
der
abweisenden
da?
Haltung
ich mich
freue
Im
ganzen
die Dekoration
Bendinellis
mit
des Raumes
(S. 652) behaupten.
darin ?bereinzustimmen,
Bendinelli
dem Schmuck
einfach
nicht
dient,
steht ; ge
zum Zweck des Baues
in Beziehung
vom
in
ihrer
Mehrzahl
die
royptus
nauer, da?
Darstellungen
mythischen
ich auch nicht
reden, wenn
in eaelum oder von Apotheosis
symbolisch
sondern
Gnomon
da?
ihr Inhalt
Page 7
View in PDF(opens in a new window)Gnomon
bis hin zu
Lebens
wage, mit Bendinelli
sogar die Szenen des t?glichen
so zu deuten.
wenn
in
den Burlesken
den
allem
Nach
Aber
Bendinelli
z. B.
druck auf die f?nebre
Seite legt, scheinen mir manche
Elemente,
zu gering eingesch?tzt
zu werden;
auch die Land
mit
schaftsmotive
den heiligen
Orten werden
doch wohl
zutreffend
nur von der allgemein
es sind doch nicht
sakralen
Seite her begriffen:
und nicht
auf einer S?ule braucht
Totenasche
Grabstellen,
jede Urne
zu enthalten.
die Mysterienszenen,
Aber
den ganzen
Bau
f?r das Grabmonument
?
etwa der den Esquilin
bekannten
gens
vor und zwischen
auf den Postamenten
Statilia:
standen
den Pfeilern
in der Apsis
die kostbaren
auf
erhob sich eine Statue
Aschenurnen,
an der
steinernem
Der Urnenfries
Sockel.
mit den betenden
Frauen
einer
Bendinelli
vornehmen
h?lt
Familie
dessen, was
stand: Aschenurnen
(S. 837). Aber die
Vasen des Frieses werden S. 741ff. von Bendinelli
als
selbst ganz zutreffend
:
Preise
als
und
nicht
Aschenurnen
k?nnen
dann
agonistische
interpretiert
oberen Wand
in Wirklichkeit
der Seitenschiffe
im Mittelschiff
ist ihm der dekorative
sie bei der Rekonstruktion
nicht
es
leisten.
da
nicht
Liegt
Dienst
Reflex
ihnen Von Bendinelli
zugemuteten
n?her, an den Agon dieses Lebens und
den
zu denken
den Siegespreis
im Jenseits
? Sobald wir die Symbole
des
Denkmals
hinaus
deuten, werden wir ?ber das blo? F?nebre
unbefangen
in die von Cumont
gewiesene
getrieben.
Richtung
F?r
ein Grabmonument
spricht
die unterirdische
dagegen
Anlage:
mit Apsis,
Basilika
die als Grab
dreischiffigen
bau unerh?rt
ist. Wohl
aber finden wir sie als Kultraum
im
bereits
zu
:
im
und
zu
Samothrake
Pythion
Gortyn
j?ngeren Kabirenheiligtum
von
und m?gen
die
Lanciani
Basiliken
des Sonnen
herangezogenen
und die dem Kybelekult
Hilariana
priesters
Crepereius
(Lit.
geweihte
Inscr. lat. sei. 1203. 3992. 4171. 3540) auch erst dem 3. und
bei Dessau
aber
4.
die Bauform
der
Jh.
als Analogien
f?r das Verst?ndnis
unseres
Baues
angeh?ren,
sie doch wertvoller
als Bendinelli
1 anerkennen
S. 827 Anm.
will.
Bendinelli
f?hrt gegen die Deutung
als Kultort
auch die Enge des Raumes
an (S. 841), zumal die Seitenschiffe
au?er Rechnung
bleiben m??ten,
weil sie die Aussicht
auf die Apsis verschl?ssen.
Das letztere
ist richtig
und wird noch verst?rkt
durch die Tatsache,
da? zwischen
den Pfeilern
sind
Postamente
die doch
auch
f?r Abschlu?
der Seitenschiffe
standen,
ich
Woraus
dies auch die
da?
gegen das Mittelschiff
sorgten.
schlie?e,
:
Absicht war mit
anderen Worten,
da? die iii den Seitenschiffen
stehenden
minderen
Grades waren
und kein Recht
zum Betreten
Kultgenossen
des Hauptschiffes
mit dem freien Blick auf die Apsis hatten.
Im ?brigen
ist das Argument
der Enge nicht durchschlagend
:die meisten Mithraeen
sind kleiner.
Page 8
View in PDF(opens in a new window)H. Lietzmann:
Il monumento
Bendinelli,
di Porta Maggiore
195
will Bendinelli
nichts
in der Apsis
gleichfalls
Opfergruben
in
die
der
Er meint
H?hlungen
Apsis
gefundenen
(S. 833f.),
viel einfacher
und eines Schweines
mit Kiiochenresten
eines Hundes
zu k?nnen.
ist n?mlich
ein Loch in der Decke
der Stelle
erkl?ren
?ber
Von
wissen.
herein
in sp?ter Zeit
die Tierkadaver
der Regen
in
seien
der
die
Abdr?cke
die
K?rper
H?hlungen
geschwemmt,
der Ausgrabungs
m??te
doch eigentlich
Dar?ber
dem weichen
Schutt.
? aber der fa?t die beiden L?cher
als
Sicherheit
befund
geben k?nnen
zu keiner
kann
da
Fernstehende
Der
Entscheidung
Opfergruben.
habe
dies
durch
und
kommen.
und
scharfsinnigen
eingehenden
nicht
alte
widerlegt,
Auffassung
Herausgebers
Darlegungen
vor uns haben. Wenn
einer Mystengemeinde
da? wir hier den Kultraum
? was Bendinelli
S. 827 als
k?nnen
benennen
wir
sie nicht
pr?zise
fordert ?,
einer
solchen
die
f?r
Hypothese
Zul?ssigkeit
Voraussetzung
ist
Jedenfalls
auch
durch
so liegt das
Unkenntnis
die
die
des
an unserer
immer
aufs Neue
sich
ergebenden
allgemeinen
des orientalisierten
und Vielf?ltigkeiten
Einzelheiten
in der die
die Richtung,
Aber
um die Zeitwende.
Lebens
religi?sen
zu
sein.
mir
zu
deutlich
scheint
suchen
ist,
gewiesen
L?sung
der
teilweise
und
Die
?bersichtsRekonstruktionszeichnungen
An
klare
eine
Giammiti
und
Herren
Gismondi
ausgezeichnet
geben
der photographischen
Die oft stark verkleinerte
Reproduktion
schauung.
wo sie in Licht
ist vortrefflich,
Bildstelle
der ministeriellen
Aufnahmen
der
34
Taf.
sieht also den Grund nicht ein, warum
ist: man
erfolgt
im Text
Die Bilder
sind weniger
sind.
und 35 in Autotypie
gegeben
ist eine gewisse
flau. Bedauerlich
recht
manchmal
und
Spar
gelungen
behandelt
die im Text
nicht wenige
samkeit:
eingehend
Darstellungen,
sind ganz unzureichend
Probleme
und mancherlei
werden
aufgeben,
s. S. 756. 761. 762. 763. 765. 779. 794.
oder auch gar nicht abgebildet:
Ver
im Text mehrfach
und XL werden
XXXIX
Die Tafelnummern
druck
zu
lesen.
Hans
Berlin.
Alois
statt XXXIX
ist auch XXXVIII
(S. 781. 796. 799), und S. 796
wechselt
Riegl:
druckerei
Kunstindustrie.
Sp?tr?mische
1927.
XIX,
421
S.
Lietzmann.
Wien:
?sterr.
Staats
23 Taf.
das zudem eine wenig popul?re
Werk,
ersten
seinem
30 Jahre nach
fast
der Entwicklung
behandelt,
Periode
man
darf
dann
neu
und unver?ndert
wird,
Erscheinen
herausgegeben
Wenn
ein kunstgeschichtliches