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Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)KRITISCHE
BERSCHNUNGEN
MUSIKALISCHEN TUNEZ
und der
DIATCNISCHE
TCNLEITERN
von
Professer Dr. Wilhelm Matzka
K.K. Regierungsrath u. ordentl. Mitglied der Kön.Böhm.
Gesellschaft der Wissenschaften.
(Abhandlungen der Königl.Böhm.
VI. Folge. 11 Band.)
Gesellschaft der Wissenschaften,
(Mathematisch-naturwissenschaftliche Classe Nrc. 7)
Verlag der königl.
Druck von Dr. Ed.
PRAG
böhmischen Gesellschaft
der
Wissenschaften-
Gregr.
1882,
Während meiner Lehrtli&tigkeit als ordentl. Prcfesscr der Mathematik an der philcs, Fakultät der Prager Universität, pflegte ich
seit dem Cktober 1856 über mathematische Partien der wissenschaft-
VV
KNMAWTA,Z‚82
lichen Physik Vorlesungen abzuhalten. Natürlich kam hierbei in manchen Semestern die Lehre vom Schall - die Akustik - und in dieser
die Lehre von den Tönen zum Gegenstand solcher Vorträge. Bei dieser
letzteren, insofern die in der gewöhnlichen Musik verwendbaren Töne
in Betracht zu ziehen waren, vermochte die in den Lehrbüchern der
Physik vorkommende Bildung oder Zusammenstellung der, der Musik zur
Grundlage dienenden, diatonischen Tonleitern mich niemals volls tändig zu befriedigen. Denn Chladni's des berühmten Akustikers Princip,
dass die als unechte Brüche dargestellten Zahlwerthe der musikalischen Töne in ihren Nennern und Zählern keine andere Primzahl denn
2,
3,
5
als Faktoren
cder Theiler enthalten dürfen,
wenn
anders
die
Töne das Gehör nicht schrill klingend beleidigen sollen, möchte sich
wohl kaum empirisch begründen lassen. Auch das Princip, dass die
Zahlwerthe der Töne der Tonleitern durch die möglich kleinsten
Nenner und Zähler dargestellt werden müssen, kann über die Wahl
zweier nur äusserst wenig von einander verschiedenen Tcnwerthe keineswegs entscheiden; wie z.B.
ob - O. 5 die Secund, = O. = die Septim sein sclle.
Endlich kann über diese Wahl auch nicht die Empirie, die Praxis
der Musik oder das Gehör des Musikers vollgiltig entscheiden, weil
ein äusserst fein gebildetes Gehör schon dazu gehört, um 2 Töne,
deren Intervall nicht grösser als ein syntcnisches Komma = ist,
deren Zahlwerthe cder Schwingungszahlen nemlich im Verhältniss
80:81 stehen, strengstens unterscheiden zu können.
Sc oft auch seither die Reihe meiner anderweitigen Gedanken zufällig von der Erinnerung an diese Mangelhafte Begründung der Tonleitern erfolglcs durchkreuzt wurde, so scheint es mir doch endlich
vor einiger Zeit gelungen zu sein, die richtigen und festen Anhaltspunkte für die streng wissenschaftliche Ausmittlung der musikalisch
Töne überhaupt und ihre scharf bewiesene aufsteigende Ancrdnung in
Tonleitern ausgedacht zu haben,
Página 2
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Für jene Ausmittlung benütze ich vornehmlich zuvörderst die
Verkürzung gleichtönender Saiten um je einenaliquoten
Theil, wie um ihre Hälfte, ihr Drittel, ihr Viertel u.s.f., und
danach die Zusammenstellung jedes Paares so gefundener Töne in Ihr
aufsteigendes Verhältniss,
und endlich die Theilung beider Glieder d
des Verhältnisses durch sein erstes Glied, damit das entstehende
zweite Verhältnissglied den Zahlwerth eines neuen Tones angibt.
Die Auswahl und Reihung der in eine Tonleiter aufzunehmenden
Töne knüpfe ich danach schliesslich an die unnachsichtliche Forderung, dass sie sc oft als möglich paarweis consoniren oder harmoniren, d.h., dass ihr Zusammenklang im menschlichen Gemüthe ein
angenehmes, bald freudiges, bald ernstes Gefühl erwecke, dass demnach in jeder Tonleiter möglichst viele eigentliche wohltönige
Zweiklänge,
nemlich Quinten,
Durterzen und Mollterzen sich vorfinden; denn die Musik als Sprache des menschlichen Gemüthes erheischt doch unnachsichtlich Harmonie und Melodie ihrer Töne.
Möge der sachkundige Leser dieses kleinen Aufsatzes die von
mir dargelegten Gedanken freundlich, und nicht ohne Befriedigung
entgegehnehmen.
I.
Eine einfache rechnende
Zusammenstellung in die
Bestimmung musikalischer Töne und
diatonischen Tonleitern.
deren
Par.l. Bekanntlich gibt es viele Körper, welche unter gewissen
Umständen schallen, klingen oder tönen, also einen Schall, Klang
oder Ton hervorbringen. An solchen bestimmten Tönen unterscheiden
wir nebst Anderem ihre Höhe oder Tiefe, indem wir von zwei gleichzeitig oder rasch nacheinander folgenden Tönen, den einen den
höheren, den anderen den tieferen Ton nennen. Als Ursache dieser
mannigfaltigen Höhen der Töne erklärt die in der Naturlehre
(Physik) vorkommende Lehre vom Schall (Akustik) den Umstand, dass
derartige Körper in kurzen Zeiten sehr viele Schwingungen (Cscillationen)
oder Erzitterungen (Vibraticnen) zu machen veranlasst sind.
Um zugleich die Höhen der Töne messen, ihre Verhältnisse aufzustellen und hiernach sie selbst durch Zahlen darzustellen, nimmt
die Akustik an, dass die Höhen der Töne klingender Körper sich wie
die Anzahlen der von ihnen in einer gewissen kurzen Zeit (z.B.
einer Secunde) hervergebrachten Schwingungen verhalten, nemlich
dass ein Ton 2 Mal,
3 Mal,
4 Mal u.s.w.
so hoch als ein anderer
bestimmter Ton ist, wenn der ihn erzeugenden Schwingungen 2 Mal,
3 Mal, 4 Mal u.s.f. so viele sind, als die diesen letzteren Ton
hervorbringenden.
Ist demnach die, diesen letzteren zur Vergleichung festgestellten Ton hervcrbringende, Anzahl Schwingungen eine gewisse, bestimmte, so darf man sie für die Erforschung der Verhältnisse der Tonhöhen kurz äurch die Zahl 1 darstellen, daher jene zweifache Anzahl durch 2, jene dreifache durch 3, jene vierfache durch 4 u.s.f.
Der cben erwähnten Propörtionalität
(Verhältnissmässigkeit) der
Tenhbhen zu den Schwingungszahlen entsprechend, kann man demnach
die Höhe des zu Grund gelegten Vergleichungstones durch die Zahl 1
und die Höhen der mit ihm verglichenen TËne durch 2, 3, 4 u.s.f.
ausdrücken, ja sogar zur Kürzung der Rede sich erlauben, diese Tonhéhen cder Tcnwerthe und auch die Töne selbst 1, 2, 3, 4 u.s.f. zu
nennen.
Página 3
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Noch mehr, wenn die einen Ton hervorbringende Zahl von Schwingungen, z.B. ftinf Dritttheile der den Vergleichungston 1 erzeugenden Anzahl Schwingungen beträgt, d.h. wenn der jenen Ton gebende
Körper so oft 5 Schwingungen macht, als der den Vergleichungston
erzeugende nur 3 Mal schwingt; sc stellt man kurzweg die Hthe oder
den Werth jenes Tones, oder auch ihn selbst durch den Bruch 5 dar.
3
Par.2. Die den Menschen interessantesten (anziehendsten) und
für ihr Gefiihlsleben nützlichsten Töne sind diemusikal is che n, Ihr Hauptvorzug liegt darin, dass sie von Sachkundigen
mittelst geeigneter Werkzeuge
(Musik-Instrumente) und ihrer angenessenen Behandlung mit solcher Bestimmtheit vervorgerufen werden können, dass jeder Ton wann und wie oft auch er gehört werden möge,
doch jedesmal als genau derselbe anerkannt wird; wodurch es möglich
wird, die musikalischen Töne durch besondere Namen und Schriftzeichen zu fixiren (festzumachen). Da die Musik als Sprache der
menschlicher Gemüther auf diese theils erfreuend, aufmunterns, theil;
betrübend, herabstimmend einwirken soll; sc können ihre Töne nicht
willkürlich zusammengegriffen und zu Gehör gebracht werden, scndern
dieselben sind dermassen zu wählen, dass in jedem Musikstück sc viel
als möglich Paare, dem menschlichen Gehöre und Gemüthe angenehm
zusammenklingender Töne miteinander verbunden werden.
Par.3. Zur sicheren Auswahl von derartigen consonirenden Tcunpaaren lassen sich am vortheilhaftesten ge s pennte
Sa i
t
e n verwenden.
Wir
setzen hier stets vcraus,
dass
dieselben aus einem und demselben Stoffe - Messing, Stahl, Silber oder
Darm - und durchaus gleich dick erzeugt und durch Gewichte oder
sonstige Mittel gleich stark gespannt seien, so dass sis sich nur
in ihrer Länge ven einander unterscheiden,
und höher cder tiefer
klingen, je nachdem sie kürzer oder länger sind.
Derartige Saiten bieten uns nemlich für die bevorstehende Untersuchung hichst wichtige Vortheile in dem von der Akustik erwiesenen
Satze: Dass die Schwingungszahlen solcher gleichartiger,
(gleich
dicker und gleich gespannter) Saiten sich zu einander verhalten
wie umgekehrt deren Längen. Denn da (gemäss Par.1) die Höhen zweier
Töne sich so wie die Schwingungszahlen der si erzeugenden Körper
verhalten, so müssen auch die Höhen der Töne zweier soeben beschtiebenen Saiten ebenfalls sich verhalten, wie umgekehrt die Längen
dieser Saiten. Z.B. Wenn die Längen zweier Saiten sich zu einander
verhalten wie 15 : 8, so verhalten sich die Schwingungszahlen sowohl als auch die HChen der Töne dieser Saiten umgekehrt wie 8 : 15,
d.h. wenn man dem tieferen Tone der längeren Saite die Hthenstufe
8 anwiese, müsste man dem höheren Tone der kürzeren Saite die Stufe
15 anweisen.
Derlei Tonhöhen-Verhältnisse, wie 8 : 15, werden wir im Folgenden
jedesmal steigend, vom tieferen Tone zum höheren sich erhebend, mordnen, und indem wir ihre beiden Glieder durch das erste theilen,
auf die Form 1: = bringen. Dadurch stellen wir nemlich die Höhe
des
tieferen der beiden verglichenen Töne,
bestimmte Stufe einnehmend durch die Zahl 1
Höhenstufe
des htheren Tones
alse
ine
& e w is
(Zins), dagegen die
durch den unechten Bruch 15 dar;
8
welche Darstellung sur Vergleichung mehrerer Tône unter sich vortheilhaft verwendbar ist, indem wir zur Abkürzung der Rede die Töne
und ihre Höhen mit den die ersteren darstellenden unecht gebrcchenen Zahlen selbst, wie hier mit 2 und 15 bezeichnen und benennen.
Auf
Saiten der
obigen Art
bezogen,wofern wir die
länge
der den
Página 4
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)der áen Ton 1 gebenden Saite durch 1 derstellen, wird demnach der
durch den Bruch 15 dargestellte Ton von derjenigen Saite gegeben
8
werden, deren Länge den umgekehrten (echten) Bruch 35 (acht fiinfzehnte Theile) jener Linge 1 beträgt; woraus erhellet, wie aus
der Länge der Saite die Höhe ihres Tones, und umgekehrt, wie aus
der Höhe eines Tones die Länge der ihn hervorbringenden Saite durch
blosse Umkehrung jenes echten oder dieses unechten Bruches sogleich
gefunden werden kann.
Par.4. Zur Aufsuchung von geeigneten musikalischen Tönen denken
wir uns über einem Resonanzboden beliebig viele (zunähst etwa 12)
gleich lange Saiten obiger Art gleich stark gespannt, deren Länge
als
mit
eine gewisse bestimmte, übrigens wie immer grosse, wir insofern
1 bezeichnen, als wir sie zum Längenmass oder zur Einheit der
Längen überhaupt annehmen dürfen. Sämmtliche diese Saiten müssen
nun einen und denselben Ton geben,
die Zahl 1 darstellen dürfen.
den wir gleichfalls
als
durch
Par.5. Mehrere dieser Saiten, und zwar von der letzten gegen die
erste hin, denken wir uns je um einen
aliauoten (irgend
vielten) Theil ihrer gemeinsamen Länge 1, namentlich der Reihe nach
um > (die Hälfte oder ein Zweitel) um
L
À
3?
7’
3 E, Us 3. Wo»,
also
auf die
Längen
d:
+
i
DI 3? = 5’
E u.8.W
verkürzt,
so dass
sie ets Par.3)
beziehungsweise die Töne
2, à, =, 3» 5 UueSeWe
hervorbringen.
Par.6.
Bei der Vergleichung der Höhen der Töne dieser Saiten
können wir den von der längsten Saite
1 sich ergebenden
Bezug auf die von den kürzeren Saiten erfolgenden Töne,
Grund ton nennen. Vergleiche
wir
n mit diesem Tone
nächst kürzeren Saite 5
Saiten,
wie
umgekehrt
Ton 1,
in
den
den der
so verhalten sich die Höhen der Töne dieser
ihre
Längen,
daher wie
Il S.1=1:2
=
.
3
+
folglich gibt uns die Saite 5 den Ton 2
Zu diesen 2 Tönen 1 und 2 der Saiten 1 und + nehmen wir nun den
Ton der nächst längeren Saite 5 d.i. den Ton
die ven den 3
Saiten
Ls
o
y
À una haben scnach
4
may
hervergebrachten aufsteigend
gecrdneten 3 Töne
1, $, 2.
Den soeben
gefundenen dritten Ton stellen wir
nächst höheren Tcne
2
in's Verhältniss,
> seali >
sogleich mit
dem
erhalten sonach für dieses
Página 5
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)5
und somit ergibt sich uns zum Grundtone 1 der neue vierte Ton
5 = 5 = 1.333, den die Saite 7 hervorbringen muss, und der in
Absicht auf Höhe zwischen den Tönen 1 und 2 = 15 liegt.
Wir haben demnach von den 4
Saiten
1.22.4
27 59 >
die 4 Töne
1, $ 8, 2
und vergleichen (suchen die Aufsteigungsverhältnisse) des neuen
Tones 4 zu den schon gefundenen höheren 2, und 2°
So erhalten wir
= 2 =1%
b)
mithin den schon bekanntnen Ton 2 zum Zeichen, dass der Ton
È der Saite - auch ohne diese gefunden worden ist, folglich diese
Saite fiir uneeren Zweck wegbleiben konnte und schon die 3 Saiten
e
I
i, 3?’ 7
und die vier Töne
1,3 gr 2
kennen lehren.
Par.7. Vergleichen wir noch den neuen Ton 5 mit dem höheren 2,
so finden wir das Verhältniss
B : 2 = 1 : à
a)
und mit ihm vom Grundtone 1 aus den neuen Ton - = 15 = 1,125, welcher zwischen den Tönen 1 und = liegt, Sonach haben wir die fünf
Töne
1, És 3, 3» 2.
Stellen wir auch diesen eben gefundenen Tong mit den 3 höheren
Tönen 2, 2, > so erhalten wir die Propcrtionen (Verhältnissgleichheiten)
ds 2 = 1 « 8
‘Zeina ed
23
hei + Le
B:3-=1:3
und daher wieder zwei neue Töne,
nemlich
— + 1.778 und = - 15% = 1,385,
welche mit den friiheren 5 Tónen in aufsteigender Crdnung die
gliedrige
sieben-
Reihe
1, 2 37 +, 5 £, 2
geben,
Página 6
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Rückblick.
Uberschaut men den Gang und die Ergebnisse unserer bisherigen Rechnungen, so ersieht man, dass wir
zur Bestimmung neuer Töne aus und zu beliebig viel bereits ermittelten Tönen, ein bisher wahrscheinlich noch nicht bekanntes Verfahren angewendet haben,
Diesem gemäss
stellen wir
jeden zuletzt
gefundenen Ton mit jedem schen bekannten Tone in das steigende Verhältniss beider Töne, theilen die zwei Verhältnissglieder durch den
Zahlwerth des ersten Gliedes, betrachten die an dessen Stelle tretende Zahl 1 als den Tonwerth eines beliebigen Grundtones und daher
den als Quotienten
les
zweiten Verhältnissgliedes
sich ergebenden
unechten Bruch als den auf diesen Grundwerth 1 sich stützenden Tonwerth des verwendeten bekannten höheren Tones, mithin auch als den
Tonwerth eines neuen Tones. - Cffenbar erhält man dasselbe Ergebnisse
wenn man den höheren jener zwei Tonwerthe durch den niedrigeren
dividirt,
oder mit dem umgekehrten niedrigeren Tonwerthe"multiplicirt.
.
Wir setzen dabei voraus,
Werth habe,
dass
jeder der bekannten Tóne
der zwischen 1 und 2 liegt,
nicht grésser als
2
ist;
dann muss,
wie
einen
d.h. grösser als 1,
leicht zu ersehen,
jedoch
auch
der neu berechnete Ton eben diese Eigenschaft besitzen, Zugleich
erhellet
entschieden,
Vorganges
dass wir duzch Wiederholung des beschriebmen
jede beliebige Menge von Tönen oder vielmehr von ihren
Zahlwerthen zu berechnen verméchten.
Par.9.
Betrachtung.
Aus dem bisher Gelehrten ersehen
wir sicher leicht das Verfahren, wie wir zu jedem neu gefundenen
Tone und zu den bereits bekannten Tönen abermals
neue
Töne
und
die
sie gebenden
Anzahl der Töne
Allein nicht
S a i t
beliebig zu
alle
so
e n
bestimmen können,
vermehren im
folglich die
Stande
sind.
auffindbaren Töne vermögen der Musik,
als
einer Sprache menschlichen Gemüthern zu dienen, sondem man überzeugte sich im Laufe der Zeiten, bei dem Gebrauche der sclche
Töne
erzeugenden musikalischen Instrumente
Instrumente
wisse ausgewählte
acht
welche zwischen den Tönen 1
enthalten sind.
Zur
- vornehmlich der Sai ten-
(Harfe, Zither, Claviere), dass hauptsächlich blos geTöne für die Musik verwendbar sind,
und 2 als dem tiefsten und höchsten
beliebten lateinischen Nummerirung derselben nannte man den
tiefsten 1,
als den
Grndton
und den. ersten,
die
Prim, und den höchsten 2, als denachten, die
Ckt av;
von ihren 6 Zwischentönen hiess man den 2. die
Secund, den
3. die
Terz, den 4, die
Quart, den 5, die
Quint, den
6.
die
Sex
und den 7.
die
Sep tim.
Hier werden wir diese
8 Töne am angemessensten ihrer Crdnung nach mit römisch I,
IV, V, VI, VII, VIII bezeichnen.
II,
III,
Für die Auswahl der noch erforderlichen 6 Zwischentöne, liess
man sich von dem Grundsatz e leiten, dass man 80 viele als
möglich Paare angenehm zusammen oder rasch nach einander klingender (consonirender, harmonischer) Tüne erhalte, - Lässt man nemlich 2
Tône mit
einander
oder
bringen (ertönen,
erklingen)
liehe
Gehör,
Gemüth
oder
sr
unmittelbar nach
einander hervorund wirkt dies angenehm auf das mensch
nennt man sie
einconsonirena es (wohlklingendes)Paar von Tönen, im Gegentheil ein
di ssonirende s (misstôniges); dort het mn
Consonanz
(Harmonie,
Wohlklang), hier Dissona nz
(Disharmonie,
Hissklang).
Par.10.
Zwei ganz
gleiche Saiten der
Art geben völlig gleiche Töne,
(in Par.3) beschriebenen
eigentlich denselben oder einerlei
Ton, wesshalb das Tonpaar (1, 1) oder das Tonverhältniss 1 : 1
der
Einerleiklang
oder der
Einklang
(der
Unisono)
heissen kann,
Página 7
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Des Tonpaar (1 und 2), die Prim (I) und die Oktav (VIII) erscheint beim Zusammentönen wie ein Paar gleicher Töne, nur (wie
man sich auszudrücken pflegt) der Grundton in tieferer, die Cktave dagegen in höherer Lage;
man kann es daher den
G lei c hk lana (Aequisono) nennen.
3
Zwischen diesen 2 Tönen (1 und 2) liegt der Ton $ (arithmetisch)
mitten inne, insofern sein Zahlwerth 3 eben so viel grösser als 1,
als kleiner denn 2
ist;
er bildet mit dem Grundtone 1 einen ausgezeichneten Wohlklang. Hierwegen hatte man ihn unter Sen aufzustellenden 8 Töne entweder den 4. oder den 5, sein zu
lassen;
da
jedoch das Verhältniss
1
:
den Grundtones zum Tone
grösser
ist, als das Verhältniss 5 ı 2 = 411: >> des Tones 2 zur Oktav,
A
daher in Bezug auf Höhe der Ton e näher an der Oktav als am Grundtone liegt,
so mechte man ihn ganz angemessen zum 5.
Tone
- zur
Quint (TV).
Par.11.
Sonach sind folgende drei Töne festgestellt worden:
a) der 1. Ton = 1, der Grundton, die Prim (I),
b) der 5, Ton = #, die Quint (V), und
c) der 8. Ton = 2, die Cktav (VIII).
Diese 3 Töne geben paarweise zusammenklingend folgende
Consonanzen (angenehme Zweiklänge) mit nachstehenden Tonverhältnissen:
1:2
= I
:
VIII,
E 3 7 = Lt %
Grunäton zur Cktav,
Grunäten zur Quint, und
3 12 =V : VIII, Quint zur Oktav.
Das letztere Verhältniss ist auch = 1 : 4 und da beim Zusammenklingen aller drei Töne dieses Tonpaar den &ngenehmen Eindruck der
beiden anderen nicht stört, musste der von der Saite 3 gegebene Ton
= gleichfalls in die fragliche Tcnreihe mit aufgenommen werden,
und zwar, weil er tiefer als die Quint ist,
als 4. Ton,
d.i. als
Quart (IV). Eine weitere Begründung der Stellung dieses Tones
= liegt in seinem Verhältnisse zur Quint %, da sich verhält
4,2.
1:1: 82-1:: E8 s Woraus erhellt, dass die Anzahi der den
3
23
Ton
5 hervorbringenden Schwingungen eines tönenden Xórpers blos
un à (ein Achttheil) grösser als die Änzahl der den Ton $ erzeugenden Schwingungen desselben ist.
Par.12,
Diese Erwägungen und der
Inhalt des Par.7, der uns auf
den Ton = = 15 führte, berechtigen uns diesen, insofern er über
dem Grundtone 1 in demselben Masse so hoch steht, als die Quint
über der Quart, unmittelbar nach der Prim (I), also als den 2.Ton,
nemlich als die Secund (II) in die Tonreihe einzustellen.
Página 8
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Es ist leicht ersichtlich, dass die Quint à die achtgliedrige
Tonreihe
gliedrige
in
eine
tiefere
zerlegt;
und
fünfgliedrige,
sonach
bleibt
und
in eine höhere
dreiin
jener ersteren
nur noch
uns
der
dritte
Ton die
Terz
und in dieser letzteren nur nec!
der
sechste
und
siebente
Ton, die Sext
und die
Septim, zu bestimmten übrig. Natürlich muss jeder dieser noch einzureihenden Töne mit den bisher bestimmten 5 Tönen möglichst viel
Baare
ben
consonirender
angenehm
Töne
bilden,
oder
mit
möglichst
vielen derselzusammenklingen.
Par.13. Zu diesem Zweck ziehen wir die Saite à mit ihrem Tone
7 = 14 = 1,25 in Betracht, welcher in der zu Ende des Par.7 mfgestellten siebengliedrigen Tonreihe zwischen 3 = 1.125 und
55 1.185 einzureihen ist; folglich haben wir jetzt im Ganzen die
Reihe
der 8 aufsteigend
geordneten Töne:
2
16
1, 3» 3 25
4, à 9
2.
Dieser neue nun in Betracht zu ziehende Ton + ist offenbar
höher als die Secudd ER und tiefer als die Quart 4, mithin ist er
völlig geeignet
(III)
als der in Frage
stehende 3.
Ton d.i.
als Terz
in die aufzustellende Tonreihe aufgenommen zu werden.
diesen beiden
eingrenzenden Tönen bildet
er
2:3-1:3
a) und
g:$-1:48
b);
Mit
die Verhältnisse
daher liegt er der Quart 4 näher als der Secund CA Uberdies klingt
er mit
dem Grundtone
Stelle
auch von diesem
Höchst
1
sehr angenehm zusammen,
Gesichtspunkte
bemerkenswerth
stellten Terz
5 zu
der
ist
sie
das
aus
Verhältniss
überhöhenden
uns
auf den auch
er
seine
3,
so
ist.
festgenemlich
2
2:3 e1:$
Ton 6 führt,
dass
dieser
Quint
4
da es
so
einzunehmen berufen
c)
durch
sehr
kleine
Zahlen dargestellten
welcher gleichfalls zwischen der Secund 9 und der
5
8
Quart 4 enthalten ist, und zwar mit ihnen die Verhältnisse bildet:
denen zufolge
2:: 62
2-1:1: 16
$
a)
£ 3 + = Li È
e)
er néher
an der
verdient auch dieser Ton 6
Tonreihe
zeichnet
Secund
als
an der Quart
steht;
so
in der aufzustellenden achtgliedrigen
den 3. Platz einzunehmen und als eine zweite Terz bezu werden. Hierfiir spricht zugleich der Grund, dass diese
andere Terz 6 mit dem Grundtone 1 ebenfalls
rechtz angenehm
zusammenklingt.
Página 9
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Diese beiden Terzen 3 und È; von denen die letztere die tiefere
Tonverhéltniss
d as
ist, haben zu einander
6,32
25
5377 1:5
E)
und liegen daher einander sehr nahe.
Höchst merkwürdig ist die Verschiedenheit der Wirkungen ihres
Zusammenklingens mit dem Grundtome
1 auf das
menschlich Gemüth.
Während nemlich das Zusammenklingen der höheren Terz 5 mit dem
42
Grundtone 1 das Gemüth heiterer und fröhlicher stimmt, weckt
dagegen das Zusammentënen der tieferen Terz 6 mit dem Grundtone 1
5
im Gemüth eine
ernste
diehöhe re
und
traurige
Terz 3 hart,
tiefere Terz ¿ dagegen
Stimmung. Deshalb nennt man
dur
oder
we ich,
gross, die
moll
oderklein.
Par.14. Interessante Bemerkung. Da wir diesen Ton È, den doch
schon die Saite 2 gibt, aus den friiheren drei Saiten 5 5» 4, oder
aus den drei TUnen 2, È, ; abgeleitet haben, so leuchtet ein, dass
die Saite 2 &benso wie früher die Saite 3 für die Ermittlung der
musikalischen Töne
dass
in den,
entbehrlich ist.
Hierzu mag ncch bemerkt werden,
einerseits die Saitenlängen,
anderseits die ihnen
entsprechenden Töne ausdrückenden Brüchen,
keine
oder Primzahlen als Faktoren vorkommen können,
anderen einfachen
als
die
3 kleinsten
2, 3, 5, und dass dieselben Primfaktoren auch in allen nicht nur
bereits abgeleiteten, sondern auch in den noch weiterhin abzuleitenden,
Werthe
von Tönen darstellenden,
unechten Brüchen,
wowohl
in den Zählern als auch in den Nennern einzig und allein vorkommen
müssen; weil zur Herstellung neuer Tonwerthe nur Multiplikationen
und Divisionen unechter Brüche in Anwendung kommen.
Par.15.
Was
in der Musiklehre
zwischen 2 Tönen genannt
schied
der Höhen
wozu der
oder Tonwerthe
scnstige
Intervall
zu werden pflegt,
Gebrauch
dieser
jenes
Wortes
zweier Töne
darf
Töne
oder
ja nicht als Unterangesehen werden,
berechtigen würde;
denn
beim Raume heisst Intervall zweier (rte oder Punkte der Zwischenraum, die Zwischenweite, die Lücke oder der Abstand zwischen ihnen,.
bei der Zeit ähnlich das Intervall zwischen zwei Ereignissen oder
Zeitpunkten,
die
Zwischenzeit von
Dagegen bezeichnet
das
Intervall
dem frükren
zweier Töne
bis zum
späteren.
eigentlich und
allein
richtig das Mass der Aufsteigung, Erhöhung eines stetig sich erhöhenden vom tieferen jener zwei Töne aus bis zum höheren. Es
gibt nemlich an, wie viel mal oder wie oft und wie
der Höhe
des höheren Tones
den Quotienten des
feren oder
Werthe der
mittels
reducirt
die
(Werthes des)
das steigend
bezeichneten
des tieferen
(quoties)
enthalten ist,
in
daher
höheren Tones durch den des tieangeoränete Verhältniss der Höhen oder
zwei Töne, nachdem man sein erstes Glied
übereinstimmiger Theilung auf 1
(zurückgeleitet),
den Werth des
folglich sein zweites
Grundtones
Glied zu eben
diesem Juctienten gemacht hat. - Desshalb dürfte es angemessen
sein, das Wort "Intervall" geradehin durch "Quotient" zu ersetzen,
nemlich anstatt "das Intervall zweier Töne" lieber "der Quotient
des höheren Tones durch den tieferen" zu sagen.
Página 10
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)So fanden wir (in Par.6(a)), das Intervall zwischen der Quint
+ und der Cktav 2 gleich 3, also eine Quart, folglich auch umgekehrt (nach Par.6 (b)), das Intervall zwischen der Quart 5 und
der Cktav 2, eine Quint 3; das Intervall der grossen Terz = und
der Quint 3 gleich - (nach Par.13 (c)), daher eine kleine Terz,
und umgekehrt das Intervall der kleinen Terz = und der Quint 5
eine grosse Terz 2.
Überhaupt ist demnach das richtig begriffene Intervall zweier
Töne, als Quotient des höheren Tonwerthes durch den niederen,
grösser als 1, und desto näher an 1 je weniger beide Töne in der
Höhe sich unterscheiden,
Zu solchen kleinen Intervallen gehören die des Grunitones 1 und
der Secund E» dann der Quart und der ¿uint, nemlich À = È 3
(vermöge Par.7 (a)); ferner das (in Par.13 (a)) gefundene Intervall der Secund 2 und der grossen Terz 2 doi. = = 5. Diese
beiden Intervalle
oder Quotienten nennt man je einen genzen Ton
oder Ganzton, jedoch unterscheidend 2 einen grossen ganzen Ton,
dagesen +5 einen kleinen ganzen Ton.
Weiter hat das Intervall der grossen Terz = und der Quart =
den Betrag = = 15 (nach Par.13 (B)); dann das Intervall zwischen
der kleinen und der grossen Terz die Grésse = = 157 (gem.Par.13
(£)); diese Intervalle heissen beziehungsweise ein grosser und ein
kleiner halber Ton.
Endlich besteht zwischen dem kleinen und
grossen ganzen Ton,
d.i.
a
Le und 2°
das
sehr kleine
Intervall — = 17» welches ein syntonisches Komma genannt wird, und
nur von feinen,
werden kann.
Par.16.
Die
musikalisch gebildeten Gehörorganen wahrgenommen
|
Zweikl&nge.
Man pflegt in der neueren
Musiklehre sich zu erlauben, zwei angenehm zusammenklingende
verschiedene Töne hervcrhebend oder vorzugsweise einen 2 we
ik 1
ang
zu nennen. Diese einschränkende Benennung kommt dem
nach mit vollem Rechte nur den drei Verbindungen des Grundtones
1 erstlich mit der Quint 3, dann mit der Dur-Terz 7 und endlich
mit der Moll-Ters = cder den drei Tcnverhaltnissen
1 $ 7 = 2
Ye
À’: + = à 15,
: + - = 5 : 6.
zu, welche man auch in dem beschriebenen Sinne kurz die
Quiht,
die D u r-T e r z und die Mo 1 1-T e r z zu nennen gewohnt ist.
Im weiteren Sinne erlaubt man sich auch die
Grundtcnes
1 mit
der
Quart
4,
obschon
sie
beide
Vereinigung des
nur
ziemlich
angenehm zusammenklingen, das Tonverhältniss 1 : > = 3 + 4 einen
Zweiklang und
zwar kurzweg die
u a r t
zu nennen;
indem
Página 11
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)man von der Verschiedenheit der gepaarten Töne absieht, nennt man
auch die Verbindung des Grundtones 1 und der mit ihm wesentlich
gleich klingenden Cktav 2 oder das Tonverhältniss 1 : 2, das wir
sonst auch den Gleichklang nu nennen berechtigt sind, als einen
fünften Zweiklang, die
C kt a v.
Von den hier angeführten 5 Zweiklängen sind demnach die Quint,
die Dur-Terz und die Koll-Terz die alleinigen eigentlichen Zweiklänge, dagegen sind es die Quart und die Cktav nur im erweiterten
Sinne dieser Benennung. Alle diese 5 Zweiklänge oder vielmehr ihre
Tonverhaltnisse kann man aus der leicht im Gedähhtniss zu behaltenden Reihe von Verhältnissen
1:32:33
aufstellen,
3:34:53:6
wenn man diese
sechs
einfachen Zahlen nacheinander
paar und paar in's Verhältniss stellt.
Par.17. Die
tiefsten
Dreikl&nge.
Verbindet
man den Grundton und die 2uint mit einer Terz, so macht diese mit
dem einen jener beiden Töne eine grosse Terz, mit dem anderen eine
kleine, mithin gibt jedes Paar dieser 3 Töne einen eigentlichen
puits (gem. Par.16). Natürlich müssen diese 3 Töne, wenn sie
gleichzeitig miteinander oder sogleich in steigender Crdnung nacheinander erttnen, als Verein der 3 Zweiklänge noch angenehmer
(einschmeichelnder) als diese einzeln auf das menschliche Gehör
einwirkenl unë so erhält man einen
Dreiklang
oder
Akkord
im engsten eigentlichen Sinne und zwar den tiefsten
derartigen Dreiklang. Je nachdem der Mittelton, die Terz, dur oder
moll ist, nennt man den Dreiklang (Akkcrd) auch selbst dur oder
moll.
Sonach ist, wenn wir Kürze halber die Dur-Terz mit d- III,
und die Moll-Terz mit m III bezeichnen, der Dur-Dreiklang (DurAkkord)
und der
3
I3dIII :V=1:7:g=4:51:6=20: 25 + 30
Mol 1-D re ik lane (Moll-Akkord)
TimiIl:Val: 8: §=41 (5-8) : 6= 20 : 24 : 30.
Es wird hierbeileicht in die Augen fallen, dass der erheiternde
Dur-Dreiklang und der herabstimmende Moll-Dreiklang nur in einer
Einheit der mittleren Verhältnisszahlen 25 und 24, sich unterscheiden.
Par.18.
Bestimmung
der
Sext
und
Septim.
Wenden wir uns nun zur Ermittlung der zur Ausfüllung der 8gliedrigen Tonreihe ncch erfcrderlichen 2 Töne, der Sext (VI) und der
Septim (VII), sc müssen wir uns von der Anfcrderung leiten lassen,
dass sie mit den tieferen Tönen gepaart, eigentliche Zweiklänge
bilden sollen; sie müssen demnach beziehungsweise entweder juinten
der Secund und der Terz, oder Terzen der Quart und der Quint sein,
Hier nun treten wir zur
Au f g a be
einer neuen Bestimmung von
Tönen mit gewissen Eigenschaften.
Ein angewiesener Ton
neten Ton erhöht werden,
soll nemlich
d.h.
wie
um
einen
anderen vergezeichsich der Grundton 1 zu diesem
letzteren Tone, als dem Masse der Erhöhung verhält, ebenso soll
sich jener gegebene zu erhöhende Ton zu dem zu suchenden verhalten.
Soll z.B. der Tontz (eine verminderte Secund) um eine Quart = erhöht werden,
so muss gleich wie der Grundton 1 sich verhält zum
Tone > auch der Ton *3 zu dem verlangten Tone sich verhalten.
Página 12
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Da nun
jedes Verhältniss
seine
Glieder mit einerlei Zahl,
Geltung behält,
wenn seine
hier das Verhältnis 1
beiden
: 5 mit Lo
multiplicirt werden; sc muss das zweite Glied des entstehenden
gleichgeltenden Verhältnisses der ferlangte Tonwerth sein; er wird
demnach erhalten, wenn man mit dem Erhöhungsmasse 5 den angewiesenen Ton —. multiplicirt; es verhält sich nemlich
10
10
Le 5 Ag 132
9
daher ist der fragliche Ton
80
4 ©
IL
_ e
_
10
È
a
"pie
P
Se BI
also eine verminderte Quint.
Von einer anderen Seite betrachtet,
soll das
Intervall
des zu
erhöhenden Tones — und des gesuchten höheren, d.i. der Quotient
dieses
letzteren Tones,
durch
jenen ersteren das vorgeschriebene
Erhöhungsmass i sein; folglich ist a" ses Ton als Divident
gleich dem Produkte aus
jenem Theiler “9 in diesen Quotienten,
also in dieses ErhGhungsmass
#;
folglich findet man ihn ebenfalls,
wenn man den angewiesenen Ton 5 mit dem vorgezeichneten Erhöhungs
masse > multiplicirt; er ist demnach wieder gleich
4
Ss
10
_
40
Y 37°
In gleicher Weise hat man offenbar in jedem ähnlichen Falle
vorzugehen. Ist nemlich allgemein irgend ein Ton um einen anderen
zu erhöhen, so multiplicirt man ihre Tonwerthe mit einander und
das entstehende Produkt gibt den Werth des gesuchten höheren Tones.
Fiele hierbei dieses Produckt grösser als 2 aus, und läge demnach
der ihm entsprechende höhere Ton in der näbhst höheren Cktav von
2 bis 4, sc hätte man, um diesen Ton in die stets vorausgesetzte
Cktav 1 bis 2 herab zu bringen, selbstverständlich das Prcduckt
durch 2 zu theilen, folglich entweder seinen Zähler zu halbiren,
oder seinen Nenner zu +
So z.B. ist die Sext der Quart
=}. 3=%=2 . À, als: die verminderte
Secund I der nächst höheren Cktav.
Soll man nun die Sext zur Quint der Secund,
Quint einer der Terzen machen, sc hat man:
und
die Septim zur
die
VI =3.
g= Th
die VII =-2.2-= 72, oder
die VII= 2.8 = 8
Will man hingegen die Sext zur Terz der ¿uart, und die Septim
zur Terz der Guint machen, so erhält man, entweder wenn die Terz
dur sein soll
sila
Página 13
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)die VI
die VII=7.
$= +2,
oder wenn die Terz moll
die VI
sein soll
=2.%=3,
die VII =2. 3 = 32,
Par.19,
Die
Tonleitern.
Eine auf die eben beschriebene Weise vervollständigte achtgliedrige Reihe aufsteigend
geordneter musikalischen Töne, pflegt man ein Tonleiter und zwar
eine
d ia t on i sche
zu nennen, inscfern man sie von einer
ausgedehnteren unterscheidet, welche man eine
c hr ocnma
t i sche
zu nennen gewohnt ist. Unseren Ergebnissen gemäss haben
wir 2 Dur-Tonleitern und 2 Moll-Tonleitern, je nachdem ihre Terz
dur oder moll ist. Wir stellen sie im Nachfolgenden mit Berücksichtigung der Bestimmungsweisen ihrer Sexten und Septimen gecränet zusammen, fügen ihnen die theils ganze, theils halbe Töne
betragenden,
Intervalle
einander folgender Töne
und Dreiklánge.
I.
(Quotienten) der Paare unmittelbar nachbei und bemerken die
Anzahlen ihrer Zwei-
Durtonleiter, deren Sert und Septim die Quinten der Secund
und Terz sind:
Ly Bs 7, 1 Dr Shr “By 2,
lt 16
9
4, "975
1 8
2, 1C
Sie
16
enth3lt:
4 Quinten 1 : 5 =
: H m2; i = : 2;
2 Durterzen 1: = = 3 : 2,
1 Mollterz > $ 5,
2 vermind. Nollterzen = : 5 = 1: 57 = 1]: 2. Br
27 ,
A
- 1: 8 , 80
1 Molldreiklang 2 : 3 i 22
II,
Durtonleiter, deren Sext und Septim Durterzen der Quart
und Quint sind:
%
5
5.
35
l, 8’ 4? 3? 2% 5’ "8? 2,
2
8
10162
9
15
10
2
16
9
Página 14
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Dieselbe
enthält:
3 Quinten1 :3=7.13=4 12
unà eine um ein Komma =A
verminderte Quint AEREA
g°3= i E DT PET
= x À 5 E . 37)
= 1
2
80
5 + BI!
zt
3 Durterzen 1 set
: 47 3'¢=
= : 2,
2 Mollterzen = $ é = 3 ı 2
und eine um ein Komma =
32
SE
aw
verminderte Mollterz >.
853 =]:
57 =
= 1 : 65 (2. 57)=
1 .: 56 * 80
51’
2 Durdreiklänge 1
TY
FEA TLIT
: 45-33"
2;
1 Molldreiklang A
1:15:
3%
und einen angenäherten Molldreiklang 3 : E 2.
III,
Molltonleiter, deren Sext und Septim Quinten der Secund
und Mollterz sind:
“art 2 Ibs 5 si.
363888 5%
Sie enthält:
4 Quintenl:3=g:f=3:#=$1:2,
1 Durterz > : 5 und
3
2 Mollterzen 1 ¿Es 4 : + .
, 1:
2 verminderte Mollterzen 9,
4:74
=
32
>
1 Durdreiklang - > LL] 5No] und
mn I
>
1 angenäherten Durdreiklang sing:
°
1 Mclldreiklang 1 : - : DA
Página 15
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Molltonleiter, deren Sext
Quart und Quint sind:
1
'
9
9
6
4
35639
B?
5?
3
2?
16109
8
Dieselbe
und Septim Mcliterzen
5
98
5’
der
>
5’
,
169
10
158
9
enthält:
3 Quinten 1: 3 = = : = = 3: e
2 Durterzen È: 5 = = $ ls
3 Mollterzen 1 : 2 = = : = = = $ l verminderte
Mollterz
1 Durdreiklang - : 5 :
ucno
i
2 Molldreiklánge
1:0,
i
NES
=,
2 dl4,8
deli
Nm
.
Par.20, Die
üb lichen
Tonle i tern. In den
zur Erheiterung der Gemiither bestimmten Musikstiicken wird als
Grundlage von den im vorigen Paragraph unter I. und II. aufgestellten 2 Durtonleitern gegenwärtig durchwegs die zweite verwendet, weil sie, die wir hier rechnend aufgefunden haben,
eigentlich von nachäenkenden Musikern nach um nach empirisch
auf dem Wege der Anwendung, Erfahrung und Verbesserung zusammengestellt worden ist und weil sie, im Vergleich mit der ersten
Durtonleiter,
zwar gleich viel (4) Quinten,
dagegen um 1 Durterz und um 1 Moilterz, sowie um 1 Durdreiklang und um 1 Molldreiklang mehr als diese enthält.
In der Lehre von der angewandten Musik werden die Töne in
Abtheilungen oder Fächer von je 8, eine diatonische Tonleiter
bildenden Tönen, abgesondert; weil jeder Ton an seiner Cktav
einen dem Wesen nach gleichen und ihn bloss verstärkenden Klang
hat. Jede solche 8tónige Abtheilung heisst selbst eine
C ktavy
und diese Cktaven unterscheidet man nach der Höhe ihrer Töne
in folgender Weise:
Die tiefste heisst die Ccntra-Cktev, die nähhst höhere die
grosse, die ihr unmittelbar fclgende die kleine, und die
weiteren höheren die eingestrichene, zweigestrichene Cktav u.s.w.
In der angewandten Musik müssen sämmtliche gebrauchte Töne
bestimmte festgestellte sein, damit nicht nur alle gleichartigen
Instrumente, sondern
anders construirten,
auch die mit ihnen zugleich spielenden
jeden vorkommenden Ton in völlig gleicher
Höhsertönen lassen. Hierzu ist erforderlichm dass gewisse
leitende
oder zum Anhalt
cder zur Stütze &ienende Töne
in dem
Gehör jedes genügend gebildeten Musikers für das Stimmen seines
Instrumentes vollständig ausgeprägt seien, wofern er nicht etwa
mittels entsprechender Stimmgabeln diese fixen Töne hervorzurufen vermöchte. Die Töne der Cktaven werden entweder durch
besondere Silben oder durch Buchstaben des lateinischen Alphabetes und zwar so bezeichnet und benannt, dass alle im Verhältniss der Cktav stehenden Töne, deren Tonwerthe nemlich in
den Verhältnissen der Potenzen der Zahl 2 stehen, durch einerlei
Silben oder Buchstaben bezeichnet, aber nach Verschiedenheit
der Cktavenfächer anderweitig unterschieden werden. Zur näheren
Erkäuterung legen wir die Töne der grossen Cktav, welche nemlict
durch grosse Buchstaben
des lateinischen Alphabets indian:
Página 16
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)werden, zu Grunde, nehmen den tiefsten dieser Töns als Grundton
cder Prim an, theilen ihnen die Tonwerthe nach der soeben
hervcrgehobenen 2.
Durtonleiter
zu, und fügen diesen letzteren auch nach die obige Reihe der Intervalle bei:
I
LI
IL
LÉ
5
7
C
V
VI
VII
3383
&
3
8
D
E
F
G
VIII
1
A
2
16
15°
9
8
10
u
9
8
16
IS
10
Y
9
5
IV
H
Ca
Par.21. Die
Molltonleitern.
Von denbeiden
in Par, 19 III und IV zusammengestellten Molltonleitern
dürfte der letzteren wenigstens in Bezug auf Harmonie einiger
Verzug vor der ersteren einzuräumen sein, Cbschon diese letztere
um eine Quint weniger und der Durterzen und Duräreiklänge mit
jener gleichviel enthält, besitzt sie doch um eine Mollterz
und um einen Molldreiklang mehr als jene Tcnleiter,
Zur Benennung und Bezeichnung der Töne dieser zweiten Molltonleiter müssen wir in Bezug auf die, zur Bildung neuer Tonleitern für beliebige Grundtöne nothwendigen, Erhöhung und Erniedrigung der musikalischen Töne um je einen kleinen halben
Ton =, und deren sprachliche Ändeutung kurz Folgendes voranschicken.
Dass ein Ton um einen kleinen halben Ton erhöht,
folglich sein Tonwerth mit st multiplicirt worden ist, wird
dadurch angedeutet, dass man dem ihn bezeichnenden Buchstaben
die Silbe is anhängt; dagegen wenn er um einen kleinen halben
Ton erniedrigt, daher sein Tonwerth durch 25
24 getheilt worden
ist, dem ihn bezeichnenden Buchstaben die Silbe es beigefügt
wird. So z.B., wenn D und E in diesem Masse erhöht werden,
übergeben sie in Dis und Eis, dagegen wenn sie erniedrigt werden,
in Des und Eës (Es).
Auf diese Weise finden wir insbescndere:
2 ade
ue,
=
Egg = E 3 — = 7. se = = = kleine Terz,
Ms =A: §2=2. 5% = 2 = kleine Sext,
Hes =H: = = —: . = = 2 = grössere kleine Septin.
Bei Benützung dieser Ergebnisse
(in Par.19 IV)
leiter;
I
II
ID
IV
9
6
4
18
5
Dn
3
3
15
8
C
erhalten wir aus der oben
gefundenen die eigentliche und richtige Mollton-
D
Es
KL
“y
5
V
VI
VII
3
B
El
£ 5
elUOVN
3
8
FT
G
As
VIII
5
2
8
Hes
Hi
=)
LOI
Página 17
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Eine andere rechnende Ermittlung der musikalischen Töne und
Tonleitern.
Par.22. Diese Ermittlung stützt sich auf folgende zwei
Grundsätze:
I. Da alle in der Musik verwendbaren Töne bezüglich ihrer
Höhe zwischen dem Grundtone und seiner Cktav liegen,
ihre Werthe insgesammt
m i t t 1 e re
w er the
oder
Mit te 1
2 dieser beiden @renztòne.
oder
so sind
Hittelzwischen den Tonwerthen 1 und
II. Wenn die Werthe der Téne als regelmässige. Brüche wie gewöhnlich - dargestellt werden, sc dürfen ihre ganzzahligen Nenner und Zähler (gemäss Par.14) durch keine andere Primzahl als 2, 3, 5 (ohne Rest) theilbar sein, weil scnst ein
solcher Ton sich von den anderen mittönenden schrill und missklingend unterscheiden würde.
18C2, nachgewiesen hat.).
(Wie Chladni in seiner Akustik,
Zur Befolgung des ersten Grundsatzes ist zuvórderst erforderlich zu erforschen,
welche
Ar t
Bestimmung von Mitteln
zwischen tieferen und höheren Tönen leicht andere brauchbare
Töne zu liefern vermöge; wobei wir uns hier jedesmal blcss
auf je
z we i
gegebene Töne beschränken und alle Tonwerthe
in der Gestalt gewöhnlicher raticnaler Brüche vcraussetzen.
1, Das einfachste M i t t e 1
zweier raticnalen Zahlen
ist ihr
arithme tische s, nemlich ihre halbe Summe;
dasselbe wird zwar raticnal ausfallen, allein der zweiten
Forderung selten genügen, wie folgende Fälte zeigen:
3 +2) -3,
bg
+ 12) - 2,
,6
9
31 (e+
2)
=,
>+ ($+ 2)
2, des
Zahlen, d.i.
= 2,
geometrische
Mi t t e 1
zweier
die zweite Wurzel aus derem Produkte, wird, weil
derlei Wurzelziehungen aus Briichen nur selten genau ausftihrbar
sind, bloss wenige derartige Mitteltöne rati nal geben, wie
2.B.
a.
3.
-% Vi. 2-2 \E.%-2 \?.3-3
Dieselben Mängel finden wir auch bei dem, von alten
griechischen Philosophen wegen seiner Beziehung auf die musikalischen Tonverhältnisse sogenannten
harmonischeh
Mit te 1
zweier Zahlen, nemlich wenn diese a und b heissen
bei dem Quotienten
_ ab
—
è ab
5(a + b)
=
a + Db
9
der demnach als die dritte geometrische Proportionale zum
arithmetischen und geometrischen Mittel beider Zahlen erscheir
Derlei seltenere Mittelbrüche sind:
3.113£ Crus
6
3
1 + 2
3?
Fe
"5
2,1.% 70
1+ 2
~ "5
2.738:
5
1
Página 18
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Par.23. Ganz anders steht es dagegen mit dem &411 ge Hittel zweier gleich
meinen arithmetischen
artigen Grössen, insbesrndere zweiere ganzen oder gebrcchenen
rationalen Zahlen, dessen Ausdruck wir hier kurz abzuleiten Ver
anlassung nehmen.
Zur begriindehden Ableitung der hierfür verwendbaren Berechnungs-Weise von Mitteln, wenn auch - da es hier genügt - nur
z we i e r Grössen, betrachten wir zuerst überhaupt zwei glej
artige Grössen, gewöhnlich zwei Zahlen, D und E, von denen D
die kleinere sein soll. Da nun bestehen offenbar die Vergleich
gen
D=D—E
DEL E = È
daher, wenn wir die ersteren mit irgend einer absoluten ganzen
oder gebrochenen Zahl h, die anderen mit einer eben sclchen
Zahl k multipliciren und die Paare unter einander stehender
Predukte addiren,
erhalten wir
< (h + k) E,
(h +k) D< HD + kB
folglich wenn wir durch h + k theilen, die Ungleichungen
hD + kB.
D< h+k
Si
Ihnen gemäss muss der Quotient
hD + KE
+
9
dagegen kleiner als die
weil er grösser als die kleinere,
&rôssere der zwei Grössen
D und È ist, ein Mittel (medium)
dieser beiden sein. Man nennt dasselbe ein
arithmet i sc hes
&4llgemein
Mittel und berechnet es,
indem
man die beiden vergelegten Grössen mit je einer beliebiger at
scluten Zahl multiplicirt und die Summe der Produkte durch di
Summe der Mulpiplikatoren theilt. - Seine Grüsse hängt demac
bei demselben Grössen- oder Zahlenpaare von den gewählten Mul
tiplikatcren h, k, oder vielmehr nur von ihrem Quctienten h :
ab, sc dass bei einer regelmässigen Änderung dieses Quctiente
beliebig viele arithmetische Mittel derselben zwei Zahlen erhalten werden.
Wird
in dem soeben aufgestellten ¿uctienten zunächst das
erste Glied des Dividents durch das erste des Diviscrs, und
nachher das zweite Glied des Dividents durch das zweite des
Diviscrs getheilt, sc nimmt er folgende Gestalten an:
hD + kE _
E-D
=
E - D
Ihnen zufolge verhalten sich die Unterschiede (Abstände)
dieses Mittelwerthes von beiden es einschränkenden Grössen
D+E wie k : h cder È : = d.h. wie umgekehrt die ihnen zugewiesenen Multiplikatcren; mithin unterscheidet es sich vor
derjenigen Grenzgrösse weniger (als von der anderen), welche
den grösseren Multiplikatcr hat,
Die Wéhlbarkeit der Multiplikatáren h, k hat zur erwünsel
Folge, dass
ede
zwischen
zwei bestimmten Zahle:
D und E «mt So liegende Zahl F, dass E
F
D ist, (zu 1:
F kleiner als E dagegen grösser als D), als einallgemein
arithmetisches Mittel dieser Zahlen dargestellt,
also
Página 19
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)E=TFE
gemacht werden kann;
wofern h und k passend bestimmt werden.
Multipliciren wir hierzu den Nenner weg und
dukte mit h von denen mit k, so finden wir
h(F - D)
und
scheiden die Pro-
= k(E - P)
sonach die Proportion
h:k=E-F:F-D,
deren beide Unterschiede positiv sind,
Multiplikatoren h, k wie erforderlich
daher auch die fraglichen
p os i t i v
sein müssen,
Par.24, Die in unserer Betrachtung der musikalischen Tône vorkommenden Félle bedingen, dass die Mittel rationaler und regelmissiger
Brüche
mit absoluten ganzzahligen Nennern und
Zählern wie A
a?
B gesucht werden scllen,
b
Ersetzen wir demnach
im
Cbigen D durch È und E durch È, so wie auch ihr Mittel F durch
=, so wird obiger Ausdruck des allgemeinen arithmetischen Mittels
C _
„A
By
.
<= (b+ ke)
:
(h + k)
und umgekehrt das Verhältniss der su seiner Darstellung nothwendigen Multiplikatoren h und k
B_c.c
A
hsk=p-g*g- g = 4
Hier drängt
(Be -
dc)
:
b (Ca - cA).
sich nun entschieden die Untersuchung des wichtigen
einfachen S onde r f a 1 le s auf, wo man absichtlich die
Multiplikatoren h, k der vorliegenden Brüche
be z i e h u n g swe i s e entweder deren Nenner ax, b selbst, oder Überhauptggewisse Vielfache ma, nb derselben sein lässt,
Das Mittel = der Brüche = und = ist demnach für jene ganz
Besondere Wahl
C
_A +B
c
a+ bd?
d.i. gleich der Summe ihrer Zähler, gebrochen durch die Summe
ihrer Nenner; für diese letztere allgemeinere Wahl dagegen
ct
am
+ bn’
daher gilt hiefür dieselbe Berechnungsweise, wenn man früher die
2 Brüche mittels tibereinstimmiger Multiplikationen ihrer Bestandstücke umgestaltet hat.
- Dieses Mittel liegt demjenigen
der beiden Brüche (gem. Par.23) näher, der ven den zwei addirten
Nennern,
2,
b,
oder ma,
nb,
den grúSseren besitzt.
Dieses Mittel zweier Brüche kann wegen der gleichstimmigen
Summirung der Bestandstiicke der 2 Brüche fürlich ein s umm at ives (Nachgebildet dem Worte "Summation", die "additiv" dem
Worte
"Addition".)
Mi t t e 1 jener Brüche genannt und hier
einfech bloss durch
Página 20
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)bezeichnet werden,
tiplikatoren m, n,
gelten,
ncch
Damit
der
By
_ Am + Bn
I = am + bn
Dasselbe ändert sich natürlich mit den Mulund muss, um als musikalischer Tonwerth su
Forderung des
ungekehr t
II.
Grundsatzes
genügen,
irgend ein zwischen 4, 2 liegender
Bruch £, wobei
B
C -
A
ea
bedungen
gemäss
wird,
ein
summatives
Mittel beider
obiger Proportion wegen h = am,
mina Be
- DO
:
Ca
sein kGnne,
k = bn,
=
muss
sich verhalten
cA,
Die letzteren Unterschiede ven Predukten absoluter (positiver)
ganzen Zahlen sind als
positiven Unterschiede
allmäliche Umstaltungen der allerersten
E — F und F -D, eben so wie diese positiv
und überdies ganze Zahlen, und müssen endlich, nachdem sie von
allen gemeinschaftlichen Theilern befreit sind, in dem vorhin
gegebenen Ausdrucke des 4 anstatt der ihnen proporticnirten
Multiplikatoren m,
n eingestellt werden.
Par.25. Zur Grundlage der Darstellung der musikalischen Tone
werthe als summatives Mittel anderer bereits sc dargestellten
Tonwerthe dient der Nachweis, dass jeder Tonwerth, C als ein
e
derartiges Mittel des Grundtones 1 =} und seiner Cktav
2 = £ d.i. poli sich darstellen lässt. Machen wir nemlich in
der letzten Proportion A = a = 1 = b und B = 2,
so übergeht die
in
m:n=2c-C:tC-c,
folglich da c und C,
also auch die letzteren Unterschiede
Theiler gemeinschaftlich haben, müssen diese Unterschiede
für m und n oben eingestellt werden. ZB. ist um
keinen
selbst
32 als M E, D darzustellen, haben wir
(o;
3 = 55
= 54-32 = 22, n= 32 - 27=5
und in der Tat
ist
_ 32
22 + 10
Bo +5
27
Nachdem dieser Hauptfall erwiesen ist, muss auch jeder,
zwischen 2 bereits gefundenen sclchen Mitteln A und B enthaltene
a
Bruch £, als summatives wae | derselben pen darstellen lassen;
wie z.B. der zwischen 13 = 1 3 und 3 = 1 3 enthaltene Bruch
32
12
27
27"
Denn hier ist A = 10, a = 9,
B=5,
b= 3, C = 32,
€ = 27,
also
m:n = (5.27 - 3.32) : (32.9 - 27.10) =(135 - 96):(288-270) =
39
und wirklich
:
18 = 13
:
6
Página 21
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)32
a (359° 3)= “9:15 + 36= 135 — 57.
Par.26.
Diese nunmehr abgeschlcssene allgemeine Lehre von den
summativen Mitteln zwischen Paaren regelmassiger Brüche, benütze
wir jetzt zur georäneten wirklichen Berechnung der Zahlwerthe
musikalischer Töne.
Zunächst bestimmen wir zwischen dem Grundton oder der Prim 1
und der Cktav 2
den vec Mittelton
M (4, $) =
dann zwischen dieser und
schrittweise
= 4, die Quint;
dem tieferen
Grundtone
dadurch sich nähernden Mittel;
1 die
diesem
indem wir 1 nach
È
und nach mit 3, 3, = U.8.W. Tai nemlich:
M (+, 5E) = M (5, È) = 3, die Quart,
M ei =È È) = = 2 -3, die grosse Terz,
M (+ =
È) = E — -È = 2, die kleine Terz, u.s.w.
Wie bereits Aa: (Par.25) angedeutet wurde, muss ein Mittel
zwischen einer von 2 Grenzahlen und einem Mittel beider wieder
ein Mittel zwischen den Grenzzahlen selbst sein. Demzufolge
können wir die Grundzahl 1als untere Grenze festhalten, dagegen
1
die cbere Grenze schrittweise durch die ihr sich mehr und mehr
náhernden Mittel ersetzen, indem wir mit der bereits gefundenen
Quint # beginnen. Auf diese Weise finden wir nach und nach
M (4, 3) = -— = + die Quart,
M E, 2) = = = = = 2, die grosse Terz,
eine T erz.
È, die e kleine
L+3 == 5?
mM (1,T> Z2) == TF4
Bei Fortsetzung dieser leicht begreiflichen Rechnungsweise
stossen wir scgleich auf die summativen Mittel
7, 8, spáter auf
7
15 le, 55 u.2.m., deren Nenner oder Zähler Primzahlen grösser
als 5 sind und dem obigen zweiten Grundsatze gemäss keine Werthe
musikalischer Töne darstellen können. Dagegen finden wir nach
und nach folgende für unseren Zweck dienliche summative Mittel:
M SE
(t= 4 "52) = 34-2
+5
8?
die Secund und auch der grosse ug Ton,
1 2D
u(t,
eine verminderte
allerdings
143==
-
Secund und
ein kleiner ganzer
ziemlich gektinstelt,
Ton;
ferner,
die Mittelwerthe:
M (+ "È El = A ==, ein grosser halber Ton,
M (1 = 56 = sé Sio = Sl das Komma ie
:
_9+1
=
25
57,
ein
kleiner
halber
Ton,
fi
56? 24/
5
+
24
Página 22
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Auf diese
Weise haben wir uns
in den Besitz der
unterhalb der Quint 5 liegenden tieferen Töne der diatonischen
Tenleitern
gesetzt
und
wollen nun noch die Werthe
der h*heren
oberhalb der Quint 3 bis zur Cktav 2 hinauf reichenden Töne
berechnen,
Hierfür ertheilen wir dem zu suchenden Mitteltone T als summativem Mittel dieser zwei Grenztône 3 und 2 die allgemeine Form
X
1
T = jm + en ; indem wir m, n absclute ganze
Zahlen ven 1 an alimËlich aufsteigend und von gemeinsamen
Theilern frei uns vorstellen. Gehen wir dabei nicht weiter, als
dass der Nenner in T die Zahl 3C ncch nicht erreiche, und beschränken wir uns stets auf musikalische Töne T, sc finden wir
nach und nach, dass bloss folgende Ternen der Zahlen m, n, T
zusammengehören:
~_5 3? 92, 15
+2, 85? 16
>» 25
+ 27
Te
Par.28. Aus den hier ausgerechneten Tonwerthen vermögen wir
jetzt schon die üblichen Dur- und Molltonleitern wohlbegründet
zusammenzustellen. Da nemlich deren unecht gebrcchene Tonwerthe
zur unerlässlichen Harmonie der Túne durch die möglichst kleinsten Nenner un Zähler dargestellt werden scllen; so können nur
f-lgende nech aufsteigenden Nennern gecrdnete Töne in diese
Tcnleitern aufgenommen werden,
als:
1,2431002 3 un 13
1
2
I
In beiden Tonleitern stehen als Grenzstufen fest:
Der Grundton oder die Prim 1 als die unterste Stufe, und die
achte Stufe die Oktav 2 als die höchste. Von den Zwischentönen
ist der Haupt- oder abtheilende Ton 3 nicht nur ein summatives,
söndern auch d as arithmetische Mittel des Grundtones + und
der Cktav £ (Par. 22,1)»
Steigt man nun von der Prim 1 zum Tone 5 auf, so betrágt
der Quotient der Aufsteigung 3 sla 3 erhett man sich von
zur Aktav 2 hinauf, so ist der Quotient der Steigung 2 : ze i,
2 , 4
daher verhalten sich diese zwei Quotienten wie 5: 3 oder wie
9 : 8; folglich muss ter Ton 2 in der oberen Abtheilung der Tcnleitern, die unterste alsc in der Tonleiter selbst die fünfte
Stufe einnehmen, d.i. die Quint ebenfalls unverriickbar sein,
Als Aächster Ton der obigen Reihe mit dem nächst höheren
Nenner 3
ist
der Ton 4;
er
ist
das
einfache
summative Mittel
zwischen dem Grundtcn + und der ¿uint 3, nenlich
Página 23
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)3
zn liegt dem Tone 3 näher als der Prim, daher ist dieser Ton
5 zunächst unter die fünfte Tcnstufe also auf die vierte, als
seinen unverrückbaren Platz, zu setzen und wird somit zur Quart.Der nach 4 in der cbigen Reihe kcmmende Ton 5 hat bei demselben
Nenner 3
den höheren Zähler
5,
er
ist
das
summative Mittel
der
Quint 5 und der Cktav 25 nemlich
se
G
2+173
und liegt daher náher an der Quint, als an der Cktav und
sechste Tonstufe einnehmen , daher die Sext sein.
kann die
Nach diesem Ton 3 kommt in der vcranstehenden Reihe mit dem
nächst höheren Nenner 4 und dem vorhergehenden Zähler 5 der Ton
2; er ist nicht allein des summative Mittel zwischen der Quint
% und dem Grundtone
2 _
+ 2
2”
+ 2°
sondern auch das arithmetische Mittel dieser beiden Töne
= % (1+ 4),
ja auch das summative Nittel zwischen dem Grundtcne 1 und der
Quart +, nemlich
L +4
_5.
er liegt demnach nicht allein unterhalb der Quint, sondern auch
noch unterhalb der Quart und nimmt daher die dritte Tcnstufe ein
und gilt als grosse cder Durterz.
Zwischen diesem dritten Tcne 7 und dem Grundtone 1 liegt ihr
arithmetisches Nittel
3(1+7)=%
welches auch das summative Mittel zwischen = und der Prim = ist,
da
a
€
4
8
+54
ist, Diessd dn der cbigen Tonreihe als verletzter aufgezählte
Ton darf demnach auf der zweiten Tonstufe seinen ständigen
Platz einnehmen und die Secund heissen.- Damit stimt die Wahrnehmung überein, dass die Quint als Secund der Quart angesehen,
die Aufsteigung
von dieser zu jener, den Quctienten
o Es
€
9
daher denselben Tonwerth der Secund gibt.
Página 24
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Der noch zu bestimmer übrige
als Secund der Sext 2.8
Ton,
die
Septim,
oder umgekehrt als
kànn entweder
Sext der Secund
- è 3, daher = 12, oder auch als grosse Terz der Quint È è +
auch - 2 dargestellt werden; scdass der letzte Ton = in der
cbigen Tcnreihe als die Septim die achtttnige Tonleiter ausfüllt,
Sonach haben wir so wie früher in Tar. 2C die nachstehende
Durtcnleiter:
1,9 7, 5, 3, 8, 2.
Par.29.
Der Ton,
welcher in der zu Anfang des Par.28 aufgeführten Tcnreihe nach dem Tone 2 den nábhst höheren Nenner und
Zähler hat, nemlich g, ist das summative Mittel sowchl zwischen
der Quart 3 und der Prim 5, nemlich
als
auch
4
summatives Mittel zwischen der unterhalb der Quart 7
liegenden grossen Terz = und der Prim + d.i.
+
1 _ 6,
+1
5”
er liegt demnach nur wenig unterhalb der grossen Terz aber doch
noch
cberhalb der Secund 9 und wird demnach als Stellvertreter
8
der grossen Terz auf die dritte Tonstufe unter dem Namen die
kleine oder Holi-Terz gestellt, die Holltonleiter begründen,
In dieser Tonleiter ist die Sext die kleine Terz der Quart,
ı
nemlich
4
6 8
>°*
5 5
cder umgekehrt die Quart
6
der kleinen Terz,
4 _8
5* >
Endlich ist
nemlich
d.i.
5
die Septim wieder anzusehen als Secund der Sexty
Sca
>)
8
cder umgekehrt als Sext
y”
der Secynd d.i,
9_8_9
dl
oder auch noch die kleine Terz der Quint,
nemlich
2
£=
.
(2),
scnach sind auch die vorhin ausgelassenen einfachen Töne
2, 2,2 der in Par. 28 aufgestellten llgliederigen Reihe
von Tonen als kleine Terz,
kleine Sext und kleine Septim in
die Tcnreihe aufgencmmen worden und wir besitzen demnach sowie
in Par. 21 die richtige Molltonleiter:
1, À 2, $s 5 5 23 26
Página 25
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Eine dritte Ausmittlung der musikalischen Tonwerthe
diatonischmTonleitern.
Par.3C.
Diese Ausmittlung fusst auf folgende drei
und der
Grundsätze:
I, Der Zähler des als regelmässiger Bruch dargestellten
Werthes jedes Tcnes unterhalb der Cktav muss grösser als sein
Nenner, jedoch kleiner als das Dcppelte des Nenners sein; weil
jeder solche Tcnwerth selbst grösser als 1, dagegen kleiner als
2
ist.
II.
Nenner und Zähler eines
anderen Primzahlen als 2,
3,
jeden Tonwerthes dürfen keine
5 zu Faktcren cder Theilern haben,
weil man scnst nach Chladni schrille
Tone erhielte
III.
für die Musik ungeeignete
(vergl. Par. 14).
In keinem gebrochenen Tonwerthe
können Nenner und Zähler
einen gemeinschaftlichen Theiler besitze,
da dessen Beseitigung
durch Theilung den Tonwerth durch kleinere
Zahlen darstellen,
also auf einen bereits bekannten zurückleiten würde. Desswegen
dürfen weder die Nenner noch die Zähler solcher Brüche alle drei
Primzahlen 2, 3 und 5 zugleich zu Faktoren haben} scndern sie
können bloss entweder Potenzen je einer einzigen, cder Produkte
von Potenzen zweier dieser Primzahlen sein. Ist demnach der zur
Bildung einer derartigen Bruches gewählte Nenner durch eine, ode
durch zwei derselben drei Primzahlen theilbar, so darf es sein
Zähler nicht
auch sein,
Par.31. Unsere näbhste Aufgabe ist es nun, die Reihe aller
derjenigen Zahlen, welche diesen dreierlei Anforderung genügen,
bis zu einer gewissen höchsten Zahl auszuforschen, wofür wir
hier die Zahl 2CC wählen. Zu diesem Zwecke sehpriben wir in eine
Zeile die Zahl 2 und ihre nacheinander folgenden Potenzen, indem
wir diese Zahl wiederholt und sc weit nöthig mit sich selbst mul
tipliciren; dams tellen wir in eine zweite Zeile die Zahl 3, un
hinter sie ihre durch öfterr Multiplikation mit sich selbst sich
ergebenden Potenzen; ebenso schreiben wir in einer dritten Zeile
die
dritte Primzahl 5 und hinter
sie
ihre leicht zu berechnenden
Potenzen.
Hierauf multipliciren wir sämmtliche Zahlen der ersten Reihe,
d.i. alle Potenzen von 2, der Cränung nach, ohne jedoch jene
gewählte höchste Zahl 2CC zu überschreiten, mit sämmtlichen
Potenzen erst von 3,
damn von 5,
und endlich noch die Potenzen
der Zahl 3 mit denen von 5 und schreiben die beziehlich gleichartigen Produkte in eine vierte, fünfte Zeile u.s.f.
Bei diesem Vorgang finden
Zusammenstellung der
in Frage
wir den nachstehenden Anfang der
stehenden Zahlen:
om) 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128, ...
5) 3, 9, 27, By vas
5°) 5, 25, 125, ov
oF 3") 6, 12, 24, 48, 96, 192, «2.3 18, 36, 72, 144...
GA,
Tibi?
Min
22 5P) 1c, 2C, 40, 80, 160,...3 5C, 100, 2C0,...
3259) 15, 45, BSS pened Ye
Página 26
Ver en el PDF(se abre en una ventana nueva)Crdnen wir nun die hier
aufsteigend,
2, 3, 4, 5,
40, 45, 48,
144,
16C,
Par.
192,
ihrer Höhe
Zahlenreiheñ
6, 8, 9, 10, 12, 15, 16, 18, 2C, 24,
5C, 54, 64, 72, 75, 8C, 81, 96, 1C0,
162,
32.
gefundenen Zahlen nach
so erhalten wir folgende
25, 27, 32, 36,
108, 125, 135,
2CC.
Da wir aus diesen Zahlen die unecht
gebrochenen musi.
kalischen Tonwerthe aufzustellen haben, so müssen wir sie paarweise, eine als Nenner, eine andere gr"ssere als Zähler in je
einen Bruch verbinden, daher die ganze Reihe dieser Zahlen als
eine
Elementenreihe
zu Paaren,
zu zweien,
zur zweiten Klasse com
biniren} demnach diese Zahlen (Elemente) in ihrer Crdnung nach
und nach zu Nennern wählen, und:dem I. Grunäsatze gemäss zu
jedem Nenner seinen Zähler aus der Reihe der ihm fclgende XBlemente, also grösser als er, jedoch ncch kleiner als sein Deppeltes, dem III, Grundsatze entsprechend sc wählen, dass beide
Elemente des aufzustellenden Bruches keinen gemeinsamen Theiler
besitzen.
Dieses Verfahren ist demnach ein eigenthümlich beschränktes
Verbindung (Combiniren) der gegebenen Elementenreihe in Paare un
könnte ebensc wie diese Reihe beliebig weit
Dem Gesagten zufolge gehört
ausgedehnt werden.
zu 2 als Nenner nur 3 als Zähler und gibt den Bruch =
zu 3
als Nenner passen 4 und
zu 4
als Nenner taugt nur
5,
daher geben sie die Brüche
5 als Zähler und gibt den Bruch:
und aus diesen Beispielen wird wohl Jedermann leicht ersehen,
die zunächst sich ergebenden Brüche nachstehende sind:
da
6
8
9
9
15
5?
5?
5»
8?
8°
Die so gefundenen gebrochenen neuen Tonwerthe, deren Nenner
die Zahl 8 noch nicht übersteigen, können nur zwischen dem Grund
tone 1 und seiner Cktav 92 entweder nach den Grundsätzen der
Par.16-21, oder nach den Vorgängen der Par.28 und 29 in aufsteigender Reihenfolge
einerseits
in die Durtonleiter,
andererseits
in die Molltonleiter wissenschaftlich zusammengéstellt werden,
Par.33. Setzen wir dieses combinatorische Verfahren fort, so
finden wir,
dass den Nennern
6,
10,
12,
36,
40,
48,
54,
100,
144,
u.a.m.,
kein Zähler, alsc auch kein Bruch entspricht, und wir erhalten
sonach folgende Reihe von Tcnwerthen:
10
16
2
er
25
27
25
2
32
36
48
32
40 50
45
64
"9
81
50’
15’
16°’
16?
18°
0?
24?
25?
25?
25?
25?
27?
27?
27°
32?
45?
bi
2
125
128
81
1CC
125
128
160 125
12
128
4? 64?
=,
772?
775?
BC’
"87T
81? 81?’
81’
7 06? —.
125
1 5? —., 232, =, u.m. dgl.
Par.34. Zum Schlusse möge noch angedeutet werden, wie die dun
sclchen Vorgang gefundenen Brüche in die bestehenden diatbnische
únd chrcmatischen Tonleitern eingefügt werden können. Nachdem ma
nemlich die Zahlwerthe der Töne dieser Tonleitern in Decimalhrüche von drei oder vier Decimalen verwandelt hat, macht man
dasselbe auch mit den combinatcrisch ermittelten Brüchen; dann
wird man leicht ersehen, wie jeder der letzteren Brüche mit eine
gewissen der ersteren entweder genau, oder wenigstens angenähert
und wie nahe er übereinstimme, daher auch der jenem Bruche entsprechende
Ton seine Benennung und Bezeichnung erhalten kann.